
von MoonshineNastja
Das konnte doch nicht wahr sein. Bei aller Liebe und bei allem Respekt gegenüber ihren Lehrern, dieser Schule und allgemein der Gesellschaft und Existenz der Hexen und Zauberer. Das konnten die nicht verlangen. Doch nicht mit Potter, verdammt!
„Professor Beery“, machte Lily Evans, gerade frische siebzehn geworden und zwang sich zu einem süßlichen Lächeln. Der Professor blickte zu ihr hinauf und ignorierte anscheinend erfolgreich das unzufriedene Gemurmel in der Klasse, während Lily so langsam Kopfschmerzen davon bekam.
„Professor, das können sie doch nicht tun“, sagte sie und strich sich unbewusst eine lose Strähne ihrer roten Haare hinters Ohr. Es viel ihr schwer sich so ruhig zu verhalten. Ziemlich schwer. Lily widerstand dem Drang nach Hinten zu schauen, um nach zu sehen, wessen Blick sich so stur in ihren Nacken bohrte. Sie wusste es auch so.
„Miss Evans“, machte der Lehrer leicht genervt. Manchmal hatte Lily das Gefühl, als wäre er der einzige Professor der sie von Grund auf nicht leiden konnte. Der ein oder andere Lehrer nervte höllisch, mit seiner Zuneigung zur der ach so talentierten muggelgeborenen Hexe. Innerlich verdrehte Lily die Augen.
„Wie sie vielleicht wissen, möchte ich gerne eine Ausbildung zur Heilerin beginnen und dementsprechend wichtig ist das Fach und die Note für mich. Könnte ich vielleicht nicht mit Black tauschen?“, fragte sie und warf einen kurzen Blick über die Schulter, um zum Besagten Black zu sehen. Der Schwarzhaarige saß wie versteinert auf seinem Stuhl und sagte hingegen aller Erwartungen nicht ein Wort, aber an der Art und Weise wie seine Augen bei jedem Wimpernschlag wütend funkelten sah man, dass er nunja … mit der Entscheidung alles andere als zufrieden war.
Neben Sirius saß Severus Snape.
Eigentlich war es für Lily nicht die beste Lösung, wenn sie mit ihm zusammenarbeiten musste, aber alles besser, als mit Potter! Fast wäre Lily ein Wimmern entwichen, als der Professor den Kopf schüttelte.
„Setzen sie sich Miss Evans“, meinte er und Lily ließ sich widerwillig neben Remus fallen. Der Lehrer fauchte aufgebracht nach Ruhe und nach einer Weile und mehreren tödlichen Blicken beruhigte sich auch der Rest der Klasse.
„So“, machte er, sobald er die verlangte Aufmerksamkeit bekam „Da die Gruppen jetzt eingeteilt sind, möchte ich ihnen kurz erklären, was genau ihre Aufgabe ist. Die Hälfte von ihnen wird sich mit einer Orchideenblüte beschäftigen, die je einen Tag im Licht und einen Tag in der Finsternis sein soll. Ihre Aufgabe ist es logischerweise dieser Pflanze die perfekten Bedingungen zum Wachsen zu geben und zwar auf die Minute pünktlich“
„Und wenn es mal stürmt, oder draußen Vollmond ist? Oder die Sonnenfinsternis?“, unterbrach ihn die Stimme von James Potter und Lily konnte auch nicht sagen, warum genau sie die Augen verdrehte, wegen der blöden Frage, dem noch blöderem Grinsen oder dem Gekichere der Mädchen in den hinteren Reihen.
„Nun Mr. Potter“, meinte der Professor und verdrehte ebenfalls hinter seiner Brille die Augen „vielleicht können sie nachvollziehen, dass eine Aufgabe, die ein Viertel der Endnote ausmacht, nicht ganz so einfach ist. Sie brauchen sich allerdings keine Gedanken darüber machen, Sie und Miss Evans gehören zu der Hälfte der Klasse, die sich mit der Embryopflanze beschäftigen wird“
„Embryo?“, unterbrach ihn diesmal Lily und runzelte die Stirn.
„Genau, Embryo. Die kleine Pflanze braucht zwei Züchter, die ihr eine Menge Aufmerksamkeit geben. Das bedeutet, dass die Gruppe möglichst oft, in der Nähe dieser Pflanze ist und alle sechs Stunden müssen beide Partner, zusammen einige Minute mit der Pflanze alleine sein. Nebenbei muss sich natürlich bei beiden Pflanzen um Pflege gekümmert werden“, erklärte der Professor und so einige Schüler beschwerten sich erneut murmelnd.
„Der will mich auf den Arm nehmen“, murmelte Lily resigniert und Remus neben ihr grinste spitzbübisch. Wie sollte sie das bitte überleben?!
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