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Fanfiction

Men are toys, women as well. - Business before pleasure

von Voldemorts_Braut

@dilara0597: Das wirst du in diesem kapitel erfahren!;-)

@Khira: Dass du meine Geschichte ließt, ist mir natürlich wieder eine Ehre. :D Ich hoffe sie wird dir gefallen!

@Ms.Black: Danke für deinen Kommentar!:-)

______________________

~Arbeit kommt vor dem Vergnügen~


Am nächsten Morgen wurde Ginny von ihrer besten Freundin aus dem Bett geschmissen. Die Sonne schien bereits hell in den Mädchenschlafsaal.

»Aufwachen, Schlafmütze!«, rief Hermine, die sich gerade ihren Pulli über den Kopf zwängte. Gott, wie sie kalte Tage hasste! Es wurde wirklich Zeit, dass der nass-kalte Frühling vorrüberging und der Sommer ins Land kam.

»Wie spät ist es?«, murmelte Ginny und rieb sich die Augen. Sie warf einen Blick in ihren Handspiegel, der auf dem Nachttisch lag und stöhnte. »Ich sehe aus wie ein Besen! Habe ich noch zeit die Haare zu waschen?«

»Ehrlich gesagt - nein. Wir haben kaum noch Zeit zu frühstücken! Ich bin selbst heute morgen sehr spät aufgewacht. Gott sei Dank habe ich erst zur zweiten Stunde.« Auf Hermines wangen leuchteten rote Flecken der Aufregung.

»Oh shit!«, rief Ginny, sprang aus dem Bett und kramte ihre Kleidung zusammen. »Ich komme zu spät zu Verwandlung! Professor McGonnegal bringt mich um!«

Hermine grinste ein wenig, nahm ihren Zauberstab, richtete diesen auf Ginny und ließ ihre Haare glatt und geschmeidig werden. »Kaum zu glauben, dass Frauen genauso unordentlich sein können wie Männer! Aber du bist das perfekte Beispiel.«

Ginny zwinkerte Hermine nur rasch zu und schnappte sich ihre Tasche. »Denk an heute Abend!« Mit diesen Worten machte sie sich auf den Weg zum Unterricht.

»Dann muss ich wohl alleine frühstücken.«, seufzte Hermine und lief hinunter in die Große Halle. Nur noch wenige Schüler saßen an den Tischen und aßen, es war immerhin auch schon viertel vor Acht. Hermine nahm sich eine Scheibe Toast und bestrich es mit Marmelade. Sie goss sich einen Becher Kürbissaft ein und merkte erst, als die kühle Flüssigkeit ihre Lippen benetzte, wie durstig sie eigentlich war.

Auf einmal lief der Braunhaarigen ein kühler Schauer über den Rücken, sie fühlte sich beobachtet. Hermine biss ein Stück von dem Toast ab und ließ den Blick durch die Halle schweifen. als sie am Lehrertisch anlangte, traf sie auf ein dunkles Augenpaar, welches sie kritisch musterte. ihr Professor, Severus Snape, saß auf seinem Stuhl und rührte langsam mit einem Löffel in einer Tasse Kaffe. Wie immer sah er äußerst griesgrämig aus, dabei musste er scheinbar noch nicht unterrichten und sich folglich nicht von den Gryffindors, die er ja so sehr verabscheute, 'nerven' lassen. Hermine schnaubte kurz und wandte sich wieder ihrem Frühstück zu. Sie hatte sich schon immer gefragt, was im Leben ihres Zaubertrankprofessors schiefgelaufen war. Irgendetwas musste schließlich dafür gesorgt haben, dass er zu einer unzufriedenen, leicht reizbaren Fledermaus geworden war. Dennoch wurde Snape von den Schülern durch seine ungebrochene Autorität respektiert und Hermine wusste, dass er äußerst klug und gebildet war. Irgendwie bewunderte sie ihn ja, auch wenn er sie und die anderen Gryffindors nicht selten unfair behandelte. Vielleicht war dies seine Art, mit was auch immer, fertig zu werden. Vielleicht konnte er einfach nicht anders.

Hermine zuckte über ihren eigenen Gedanken die Schultern und schob sich das letzte bisschen Toast in den Mund. Dann nahm sie ihre Tasche und beschloss, die restliche Zeit bis zum Zaubertränkeunterricht auf den Ländereien spazieren zu gehen.
Die Sonne schien hell und warm vom Himmel und die Luft roch nach frisch gemähtem Gras. Lächelnd und merkwürdig losgelöst lief Hermine hinunter zum See. Der Plan, den Ginny und sie ausgeheckt hatten, erschien ihr immer aufregender. Sie war sich darüber bewusst, dass Ron sauer auf sie sein würde, doch so konnte es einfach nicht weitergehen. Sie hatte Gefühle für ihren langjährigen besten Freund und Gott nein, sie wollte ihn auf keinen Fall verletzen, aber heute Morgen war ihr eins klar geworden: Wenn Ron es nicht schaffte, sich zu ändern, hatte das mit ihnen beide keine Zukunft. Hermine setzte sich unter einen Baum und schlug ein Buch auf. Plötzlich fasste ihr jemand an die Schulter, sodass sie ruckartig zusammenschreckte.

»Was zum-?«

»Entschuldige!«, piepste der Erstklässler, der sie erschreckt hatte und fummelte nervös am Kragen seines Pullovers herum. Es war ein Gryffindor.

»Du bist doch Hermine Granger, oder?«, fragte der Junge.

»Ja, die bin ich. Was gibt es denn?«, antwortete Hermine freundlich, nachdem der Schreck verflogen war.

»Professor Snape möchte dich sprechen. Er hat gesagt, du sollst dich sofort auf den Weg zu ihm machen.«

Hermine sah den Jungen erstaunt an, nickte dann aber. »Ja, in Ordnung.« Na super. So hatte sie sich die freie Zeit vor Zaubertränke nicht vorgestellt. Was Professor Snape wohl von ihr wollte? Machte er das absichtlich? Hatte sie ihn beim Frühstück vielleicht zu lange angesehen, ihn zu sehr gereizt? Resigniert seufzend machte sich Hermine auf den Weg in die Kerker. Sie mochte diese finsteren Verliese nicht. Sie fühlte sich immer wieder unwohl, wenn sie die Treppe in die Kerker hinunterlief. manchmal glaubte sie, das Wehklagen der Geister zu hören, die sich hinter diesen Wänden befanden.
Professor Snapes Büro befand sich am Ende eines langen Ganges. Hermine hob die Hand und bildete eine Faust, zögerte jedoch einen Moment, zu klopfen. Sie hatte doch nichts falsch gemacht, oder? Nichts, das sie nicht bemerkt hätte? So ein Unsinn! Selbst wenn es eine Strafe war, die Snape ihr aufbrummen wollte, so hatte er sicher wieder einen schier lächerlichen Grund dafür. Hermine atmete tief ein und klopfte energisch an die Tür.

»Herrein.«, schnarrte Snape.

Hermine öffnete die Tür und schloss sie sogleich wieder hinter sich. Snape saß hinter seinem Schreibtisch und verschloss gerade ein Reagenzglas mit einer blutroten Flüssigkeit.

»Sie wollten mich sprechen, Professor?«, fragte Hermine, die nun doch etwas nervös wurde.

»Setzen Sie sich.«, forderte Snape sie auf, ohne sie dabei anzusehen.

Hermine tat wie ihr geheißen und nahm auf dem Stuhl am anderen Ende des Tisches Platz. Snape ließ sich Zeit, betrachtete noch einige Sekunden die Flüssigkeit in dem Reagenzglas, die plötzlich von rot zu blau wechselte. So wie er die augenbrauen zusammen gezogen hatte, sah er aus, als würde ihm das, was er nun sagen würde, nicht gefallen.

»Ich habe eine Aufgabe für Sie. Genau genommen bekam ich die Anweisung des Schulleiters, sie Ihnen aufzuerlegen.« Jedes Wort, das aus seinem Mund kam, klang gepresst. Hermine war mehr als gespannt auf das, was Dumbledore von ihr wollte.

»Worum geht es, Professor?«

Snape hob den Blick und durchbohrte Hermine gerade damit, die nervös die Hände knetete.

»Einige Erstklässler, die ich in Zaubertränke unterrichte, haben große Defizite und könnten ein wenig Nachhilfe gut gebrauchen. Die meisten von ihnen werden die hohe Kunst des Brauens höchstwahrscheinlich ohnehin nie beherrschen, aber Professor Dumbledore ist da optimistischer als ich.«

Überrascht, aber dennoch irgendwie geschmeichelt, nickte Hermine. »Wie Sie wünschen, Professor.«

Snapes kühler Blick ruhte weiterhin auf ihr und musterte sie abschätzend. »Ich hätte vermutlich jemanden gewählt, der weniger neunmalklug ist, aber ich muss mich wohl Dumbledores Anweisungen fügen.«

Hermine ließ sich von ihm jedoch nicht die gute Laune nehmen. Dass Dumbledore sie als Nachhilfeschülerin einsetzte, freute Hermine. Vermutlich konnte Snape es bloß nicht ertragen, es ihr zu sagen, weil sie eine Gryffindor und noch dazu die beste Schülerin in seinem Kurs war.

»Ich danke Ihnen trotzdem, Professor.«

Snape nickte und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. »Nun, da Sie schon einmal hier sind, können Sie mir vor Beginn des Unterrichts helfen, die Zaubertrankzutaten für diese Stunde aus dem Vorratsraum zu holen.«, sagte er und stand auf.

Hermine verkniff sich einen Kommentar und folgte ihrem Professor schweigend. Snape hätte es ziemlich sicher geschafft, die Zutaten allein zu transportieren, aber wenn er ihr die restliche gfreie Zeit nehmen konnte, war das für ihn natürlich ein Pluspunkt.

Die Vorratskammer war öußerst klein, Hermine bezweifelte, dass sie beide dort hineinpassten, ohne sich aneinander vorbeiquetschen zu müssen. bei dem Gedanken, Snape zu berühren, lief der Braunhaarigen ein kalter Schauer über den Rücken.

»Ich gebe Ihnen die Zutaten an. Verstauen Sie sie in diesem Karton.«, sagte Snape und deutete auf eine braune Box. Nach und nach reichte er ihr einige Flaschen und Säckchen, die Hermine in die Box stellte. Bei der gefühlten hundertsten Zutat, streifte Snape Hermines Hand, die automatisch zurückzuckte und eine Flasche mit Bobutubler-Eiter fallen ließ. Die Flasche zersprang am Boden und die übel riechende Flüssigkeit verteilte sich auf dem Boden.

»Passen Sie doch auf!« Snape zog seinen Zauberstab und entfernte den Eiter mit einem rasch gemurmelten »Ratzeputz!«. Als er Hermine ansah, fühlte diese sich, als wäre sie ein tollpatschiges Kind, das irgendetwas umgeworfen hatte.

»Entschuldigen Sie. Ich bin jetzt vorsichtiger.«, murmelte sie und fuhr schweigend mit ihrer Tätigkeit fort. Snapes Berührung hatte sie einfach erschreckt. Sie hatte erwartet, dass seine Haut so kalt wie sein Blick war, doch dem war nicht so. Ganz im Gegenteil, er fühlte sich warm an. Menschlich. So ganz anders, als ihn jeder in hogwarts wahrnahm. Es war fast nicht zu glauben, dass tatsächlich heißes Blut durch seine Adern floss, wo seine Haltung und seine Worte doch immer nur Kälte ausstrahlten.

Während des Zaubertrankunterrichts fiel es Hermine schwer, sich zu konzentrieren. Sie fühlte sich pausenlos von Professor Snape beobachtet, dennoch schaffte sie es, den Trank bis zur Perfektion herzustellen, während Ron es beinahe vollkommen vergeigte und Harry nur die Hälfte der Zutaten in der richtigen Reihenfolge benutzt hatte. Am Ende der Stunde winkte Snape sie nochmal zu sich.

»Ich werde Ihnen eine Nachricht zukommen lassen, wann Sie die Nachhilfestunden geben werden. Sie können zu dieser Zeit einen der Kerkerräume benutzen.«

Hermine nickte rasch und verließ dann schleunigst das Klassenzimmer, um dem wachsamen Blick ihres professors zu entkommen.

*~*


Ginny schlief in Verwandlung fast ein. Sie hatte sich bereits daran gewöhnt, mit den Slytherins zusammen Unterricht zu haben, daher machten ihr Dracos dämliche Sprüche mittlerweile nichts mehr aus. Mit dem Kopf auf dem Tisch lag Ginny da und zählte ihre eigenen Atemzüge. Verdammt, sie hätte letzte Nacht nicht so lange mit Hermine quatschen sollen! Und noch immer machte sie sich Gedanken darüber, wen sie für ihr gemeinsames „Projekt“ wählen sollte.

»Ms Weasley, wenn es Ihnen tatsächlich so schwer fällt, meinem Unterricht zu folgen, dann würde ich Sie doch bitten zu gehen.«, hörte Ginny plötzlich Professor McGonnegals schneidende Stimme direkt neben ihr. Erschrocken fuhr das Mädchen in die Höhe. Ginny spürte, wie ihr das Blut in die Wangen schoss.

»Entschuldigung, Professor.«, murmelte sie.

»Seht mal, wenn die Weasley rot anläuft, sieht sie aus wie eine frühreife Tomate!«, kam es von Draco, der sich auf seinem Platz umgedreht hatte und Ginny arrogant angrinste.

»halt doch den Mund.«, entgegnete Ginny wütend.

»Sie sind jetzt alle beide still!«, befahl Professor McGonnegal. »Ich möchte jetzt ungestört mit meinem Unterricht fortfahren.«

»Weasley wird es nicht schwer fallen, den Mund zu halten, die schläft in fünf Minuten ja sowieso wieder ein.« Er konnte es nicht lassen. Ginny ballte die Hände zu Fäusten.

»Oh, ich kann den Stoff nacharbeiten, den ich verpasse, du hingehen musst Verwandlung in meiner Stufe dieses jahr nachholen. Das nenne ich erbärmlich.«

Dracos Blick wurde drohend. »Wenigstens bin ich nicht-«

»Ruhe!«, befahl Professor McGonnegal. »Sie verlassen jetzt alle beide meinen Unterricht und holen sich nach der Stunde eine Strafarbeit ab!«

Zähneknirschend stand Ginny auf und verließ das Klassenzimmer. Draco folgte ihr widerwillig. Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen, herrschte er Ginny an: »Deinetwegen hab ich jetzt Stress mit der McGonnegal! Kannst du deinen Mund nicht einfach halten? Was du sagst will ohnehin niemand hören!«

»Achja?«, fauchte Ginny und stemmte die Hände in die Hüften. »Du bist ein aufgeblasener Idiot, Malfoy!«

»Du glaubst, du könntest mir drohen? Wenn-«

»Draco

Die schneidene, tiefe Stimme ließ Ginnys Wut von jetzt auf gleich verpuffen. Sie sah in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war. Lucius Malfoy kam auf sie beide zu. Er stützte sich leicht auf seinen Gehstock, dennoch wirkte jeder seiner Schritte elegant. Er trug einen schweren, langen, schwarzen Mantel und blickte kühl von seinem Sohn zu dessen rothaariger Begleitung.

»Wieso finde ich dich hier draußen auf dem Flur vor, Draco?«, fragte Mr Malfoy und beäugte seinen Sohn kritisch.

»Weasley hat dafür gesorgt, dass ich rausfliege!«, beschwerte sich Draco.

Ginny setzte sofort zum Protest an. »Was soll das denn heißen? Du konntest deinen Mund nicht halten! auf eine stichelnde Bemerkung kannst du ja nicht verzichten!« Tapfer hielt Ginny dem Blick des Malfoy-Oberhaupts stand. Mr Malfoy eisblaue Augen musterten die Rothaarige neugierig. Sein dünnes Lächeln wirkte gekünstelt, doch statt etwas zu erwiedern, sagte er bloß: »Ich habe jetzt einen Termin beim Schulleiter. Ich möchte von keinen weiteren Zwischenfällen hören, Draco. Haben wir uns da verstanden?«

»Ja, Vater.«

Erneut streiften Mr Malfoys Augen die von Ginny. »Es hat mich gefreut, Sie zu treffen, Ms Weasley. Sagen Sie ihrer Familie, dass wir immer für eine Spende an eine hilfsbedürftige Familie bereit sind.«

Ginny klappte die Kinnlade herunter. Das war ja wohl der Gipfel der Frechheit! Doch bevor sie etwas erwiedern konnte, drehte sich Dracos Vater mit einem arroganten Lächeln um und stolzierte davon.

Zurück blieb ein dreckig grinsender Draco und eine zutiefst beleidigte Ginny.

*~*


»Ist das zu fassen?«, ereiferte sich Ginny. »Lucius Malfoy ist sowas von arrogant! Als wäre Geld alles!« Sie schnaubte und stach den Löffel wie ein Messer in das Nutellaglas, welches sie zwischen die Knie geklemmt hatte.

»Es ist eben Lucius Malfoy.«, antwortete Harry, der auf dem Boden saß und seinen Besen polierte. »Er ist eben wie sein Sohn, nur erfahrener.«

»Und arroganter und unverschämter!«, fügte Ginny hinzu.

»Du solltest dich da nicht so reinsteigern. Die Malfoys sind doch für ihre Arroganz bekannt.«

»Trotzdem.«, sagte Ginny und zog an einem Faden, der sich von ihrem Top gelöst hatte. »Es gefällt mir nicht, dass er sich in Hogwarts aufhält. Was will er von Dumbledore? Alle wissen doch, dass Dracos Vater ein-« Sie stockte kurz, denn ein ungutes Gefühl machte sich in ihr breit. »-Todesser ist.«

Harrys Augen richteten sich auf seine Freundin. »Schon, aber letzendlich will es niemand wahrhaben. Und er ist ja nicht nur Todesser, sondern auch Vater. Vermutlich will er nur etwas in Bezug auf Draco klären.« Damit widmete er sich wieder einem Besen.

»Mensch Harry!«, stöhnte Ginny, gab sich jedoch nicht die Mühe, dessen Aufmerksamkeit wiederzuerlangen, sondern machte sich auf die Suche nach Luna. Sie musste jetzt einfach mal mit jemandem über die Sache reden, der wirklich zuhören konnte. Sie verließ den Gryffindor-Gemeinschaftsraum und machte sich auf den Weg zu den Ländereien. Meistens fand sie ihre etwas verrückte Freundin auf dem Testral-Gelände.

Dass der Sommer sich ankündigte, merkte man sofort, wenn man das Schloss verließ. Die Sonne strahlte Ginny entgegen und die Blumen und Bäume reckten sich ihr entgegen. Dennoch war es ziemlich frisch, sodass sich Ginny wünschte, sie hätte sich eine Jacke mitgenommen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund ging der Rothaarigen das Malfoy-Oberhaupt nicht mehr aus dem Kopf. Ihr Misstrauen gegenüber den Malfoys war schon immer groß gewesen, doch nun fühlte es sich eher ein bisschen wie Neugierde an.
Ginny lief den steilen Abhang zum Testralgelände hinunter. In der Ferne erkannte sie mehrere Personen, die am Tor standen, welches das Hogwarts-Gelände von dem Land der Muggel trennte. Die Rothaarige glaubte beinahe sich versehen zu haben, doch es waren unverkennbar Lucius Malfoy und ihr Zaubertrank-Professor Severus Snape, die dort standen und miteinander redeten. Mr Malfoys Gesicht wirkte angespannt, das ihres Professors versteinert. Worüber die beiden wohl reden mochten? Hinter einem hohen Stein blieb Ginny stehen und dachte angestrengt nach. Harry hätte jetzt garantiert wieder den Kopf geschüttelt und vermutlich hätte auch Hermine ihr geraten, einfach wieder umzudrehen, da sie das Gespräch zwischen den beiden Männern nichts anging, doch die Neugierde siegte. Vorsichtig zog Ginny ihren Zauberstab und zielte mit diesem auf Snape und Malfoy. Ein leise gemurmelter Zauberspruch genügte und schon teilten die Männer ihre Geheimnisse unfreiwillig mit Ginny.

»Es ist nicht klug hierherzukommen, bei dieser Aussage bleibe ich.«

»Ich dachte, ich unterrichte dich darüber. Er zweifelt an deiner Loyalität, Severus.«

»Mein Freund, du und ich wissen beide, dass er mir mehr vertraut, als allen anderen zusammen.«

»Ich beneide dich darum, dass du dir da so sicher bist. Entweder bist du äußerst klug - oder naiv.«

Auf Lucius Malfoys Gesicht erschien ein kühles Lächeln, welches Snape ebenso erwiederte. Beide Männer verstanden sich auf die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen mussten, ohne dass die Situation eskalierte, doch Ginny bezweifelte, dass das wort »Freund«, welches aus Snape für die Beschreibung seines Gegenüber verwendet hatte, ernst gemeint war.

Auf einmal wandten sich beide Männer in Ginnys Richtung, die von dieser plötzlichen Wende vollkommen überrumpelt war. Sie weitete erschrocken die Augen und ließ den Zauberstab sofort sinken. Das Blut pochte ihr in den Ohren, als sie den mörderischen Blick ihres Professors sah. Lucius Malfoy hingegen veränderte nichts an seinem Gesichtsausdruck, er reckte lediglich den Kopf ein wenig höher und betrachtete die unerwünschte Zuhörerin mit Misstrauen.

»Miss.Weasley.Was.fällt.Ihnen.ein.« Jedes einzelne Wort kam wie flüssiges Gift aus Snapes Mund. Ein paar Schritte reichten, bis er Ginny erreicht hatte und von oben auf sie hinabsehen konnte.»Was fällt Ihnen ein, ein Gespräch zu belauschen?! Haben Sie keinen Anstand? Das gibt 50 Punkte Abzug für Gryffindor!«

Ginny spürte, wie sich ihr Magen schmerzhaft zusammenzog. Sie konnte sich bildlich vorstellen, wie sich alle beim nächsten Abendessen darüber wundern würden, dass so viele kleine, rote Kristalle aus dem Punkteglas von Gryffindor verschwunden waren. Doch jetzt war es ohnehin zu spät.

»Ich werde Professor McGonnegal von Ihrem unverschämten Verhalten unterrichten! Ich erwarte Sie heute Abend nach dem Essen in meinem Büro, bis dahin denke ich mir eine Strafarbeit für Sie aus. Und ich warne Sie, Miss Weasley - Sollte ich Sie noch einmal bei dem Versuch erwischen, andere Leute auszuhorchen, werden die Konsequenzen schwerwiegender sein!«

Ginny nickte betreten und sah Snape nach, wie er ohne einen letzten Blick auf Mr Malfoy, der immernoch da stand und die gedemütigte Ginny scheinbar interessiert betrachtete, ins Schloss verschwand.

»Sie sind ein junges, neugieriges Ding, Miss Weasley. Sie täten gut daran, Ihre hübsche Nase nicht in Dinge hineinzustecken, die sie nichts - aber auch gar nichts angehen.« Zwar war seine Stimme ruhig und kontrolliert, doch niemand hätte die Kälte darin überhört. Das leicht süffisante Lächeln, welches Lucius Malfoys Gesicht zierte, ließ Ginny vor Wut die Haare zu Berge stehen. Das Letzte was sie gewollt hatte, war, vor ihm als dummes, kleines Ding dazustehen. Doch scheinbar hatte sie genau das bewirkt.

»Und Sie Mr Malfoy, sollten nicht so offenherzig in der Schule herumspazieren, wo doch jeder weiß, was sie wirklich wollen!«, zischte Ginny und aus ihren Augen sprühten Funken.

Mr Malfoy ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Er trat einen Schritt vor, ergriff ihre Hand und hauchte ihr einen kaum wahrnehmbaren Kuss auf. »Es war sicher nicht das letzte Aufeinandertreffen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend, Ms Weasley.« Er drehte sich um und war durch das Tor verschwunden, bevor Ginny sich von ihrer Verblüffung erholen und irgendetwas erwiedern konnte. Was spielte dieser Mann für ein Spiel?

*~*


Hermine saß am Gryffindor-Tisch, zwischen Ron und Dean eingeklemmt und las sich die äußerst kurz gehaltene Nachricht durch, die eine Eule ihr soeben gebracht hatte. Dabei vergaß sie, weiter auf dem halben Brötchen rumzukaufen, das sie sich eben zu einem Drittel in den Mund geschoben hatte.


Miss Granger,
Sie haben den Auftrag, jeden Dienstag
und Donnerstag in einem Zeitraum von
15:00-16:30 in den Kerkern zu erscheinen
und den Schülern, deren Namen Sie auf der Liste
finden, die ich Ihnen beigelegt habe, die grundlegenden
Elemente der Zaubertrankkunde beizubringen. Hierfür
steht Ihnen ein Kerkerraum zur Verfügung.

Gez. Severus Snape


»Du hast da echt zugestimmt?«, fragte Ron kritisch, der über Hermines Schulter sah und mitlas. »Also ich wüsste weitaus Besseres mit meiner zeit anzufangen.«

»Was denn? Harry beim Quidditch zusehen?«, fragte Hermine trocken, ohne von dem Pergamentblatt aufzusehen.

»Zum Beispiel!«

Hermine seufzte lediglich und rollte das Blatt zusammen. Dann verstaute sie es in ihrer Tasche und ließ kurz den Blick den Tisch entlang schweifen. Wo war Ginny denn blo? Sie wollten sich im Raum der Wünsche treffen, hatte sie gesagt. Ob sie möglicherweise schon da war?

»Ich gehe ins Bett, ich bin müde.«, schwindelte Hermine und verabschiedete sich für den Abend von ihren Freunden. Sie machte sich auf den Weg in den sechsten Stock und kam vor der Wand zum stehen, hinter der sich der Eingang zum Raum der Wünsche befand. Es dauerte eine Weile, bis dieser sich öffnete, da Hermine merkwürdigerweise nicht ganz bei der Sache war. Noch immer schwirrte irgendwo in ihrem Kopf die Erinnerung an die kurze Berührung mit Snape herum. Zum Verrücktwerden war das. Ginny jedoch schien noch nicht hier zu sein, der Raum war wie ausgestorben, wenn man mal von den tausend Dingen absah, die hier von Schülern der verschiedensten Jahrgänge gelagert wurden. Hermine setzte sich zwischen einen Haufen verstaubter Bücher und zog die Knie an. Manchmal wünschte sie sich, Professor Snape würde sie akzeptieren und ihre Klugheit und ihre Bemühungen, dem Unterricht zu folgen und ihm gerecht zu werden, zu schätzen wissen. Er war der einzige Lehrer von Hogwarts, dem ihre guten Leistungen scheinbar vollkommen egal waren. Seufz.

»Hermine?«, hörte sie plötzlich die wispernde Stimme ihrer Freundin.

»Ich bin hier, Gin!«

Ginny stieg über einen haufen Gerümpel und strahlte Hermine geradezu an. »Und? Hast du jemanden für unseren Racheakt gefunden?«

Hermine atmete tief durch und biss sich auf die Zunge. Nein, selbstverständlich hatte sie das nicht. Während des gesamten Tages hatte ihr Professor ihre Gedanken ausgefüllt. Sie konnte es sich zwar selbst nicht erklären, doch- Moment. Hermine hielt in ihrem Gedanken inne und starrte Ginny an, als hätte sich ihr gerade die Idee des Jahrhunderts aufgetan. Es war vermutlich vollkommen verrückt, lächerlich, kindisch und geisteskrank - aber sie hatte jemanden gefunden. Jemanden für den Racheakt. Und dieser jemand war niemand anderes als -

»Ich nehme Professor Snape!«

Ginny starrte Hermine ebenso an, wie diese zurückstarrte, doch satt bloßer Überraschung, zeichnete sich auf ihrem Gesicht der Schock ab.

»Ist das dein Ernst?« Ginnys Augen begannen vor Aufregung zu funkeln. »Du willst das durchziehen? mit ihm? Mit einem Lehrer

Hermine nickte lebhaft, auch wenn sich ein Teil von ihr strikt gegen diese Entscheidung wehrte. »Wenn ich es tatsächlich schaffe, Professor Snape zu verführen, dann würde ich doch erstrecht ein Zeichen setzen! Oder nicht?«

Ginnys Ungläubigkeit verwandelte sich in freudige Erregung. »Du hast recht! Und weißt du, wen ich wählen werde?«

»Wen? Dean? Seamus?«

»Nicht ganz.«, erwiederte die Rothaarige mit einem schelmischen Grinsen. »Lucius Malfoy.«

Hermine fiel aus allen Wolken. »WAS?«

»Pssst!« Ginny legte einen Finger auf die Lippen und bedeutete Hermine, leise zu sein. »Was denn?«, flüsterte sie. »das ist doch nicht schlimmer, als sich an Snape ranzuschmeißen!«

»Aber Lucius Malfoy ist ein Todesser!«, gab Hermine erschrocken zu bedenken.

»Siehst du? Dann finde ich vielleicht sogar was über Voldemort raus!«

»Du spinnst. Das ist zu gefährlich!«

»Dann wird es eben ein Abenteuer! Und Abenteuer sind eben gefährlich! Komm schon Hermine, ich kann auf mich aufpassen! Und wir zwei werden das auch in 30 Jahren sicher nicht vergessen! Solche Erinnerungen bleiben für immer! Oder willst du jetzt kneifen?«

Hermine biss die Zähne zusammen, schüttelte jedoch den Kopf.

»Dann bleibt es dabei! Mal sehen, wer zuerst bei den hohen Herren im Bett landet!«


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