Men are toys, women as well. - One step closer
von Voldemorts_Braut
~ Einen Schritt näher ~
»Mine, weißt du wo ich meinen schwarzen Bolero hingeworfen habe?«, rief Ginny, die seit einer halben Ewigkeit durch den Mädchenschlafsaal wuselte und mit Hermines Hilfe ihr Outfit für das Abendessen mit Lucius Malfoy zusammensuchte. Suchen war ein sehr passender Begriff, denn Ginny hatte ihren gesamten Koffer auf den Kopf gestellt. Überall lagen Hosen, Shirts, Schuhe, Röcke und Kleider herum. Der Schlafsaal glich mehr einem begehbaren Kleiderschrank als einem tatsächlichen Schlafsaal.
»Er liegt da drüben, unter den dunkelblauen Schuhen! Auf Lavenders Bett!«, antwortete Hermine, die ziemlich hilflos ein Paar Schuhe verglich. »Du hast gesagt, du willst es ruhig ein wenig auffälliger, oder?«, fragte sie.
»Ja schon, aber ich will auch nicht aussehen wie eine-«
»Jaja, ich weiß schon!«, schnitt Hermine ihr rasch das Wort ab.
Nach etwa einer halben Stunde stand Ginny in einem knielangen Rock, schwarzen Peeptoes und einer hellen Bluse vor dem Spiegel. Hermine half ihr, die langen roten Haare hochzustecken.
»Du siehst fantastisch aus!«, sagte Hermine beeindruckt, als sie endlich fertig waren.
»Findest du? nicht zu aufgetakelt?«, fragte Ginny mit einem kritischen Blick in den Spiegel. Sie musste allerdings zugeben, dass sie sich heute Abend ausnahmsweise mal besonders hübsch fand.
»Unsinn! Es ist schließlich ein Dinner. Ein Candle-Light-Dinner.«, fügte Hermine mit einem Grinsen hinzu. »Malfoy werden die Augen ausfallen!«
Ginny atmete tief ein und zog den Bolero über. Sie war sich noch immer nicht sicher, ob ihre Entscheidung, dem Essen zuzustimmen, richtig gewesen war, aber je näher das Treffen rückte, desto aufgeregter wurde sie - im positiven Sinne.
»Soll ich dich aufs Gelände begleiten?«
»Nein danke, Mine, ich gehe allein. Er soll nicht das Gefühl bekommen, ich hätte Angst vor ihm.« Ginny lachte, doch als sie Hermines Blick im Spiegel begegnete, verstummte sie.
»Um spätestens ein Uhr bist du zurück, okay? Keine Sekunde später, oder ich wecke das gesamte Schloss!«, sagte Hermine mit Nachdruck und umarmte Ginny.
»Ja, ich verspreche es.« Sie wusste ganz genau, dass sie sich vor Lucius Malfoy in Acht nehmen musste. Bei seinem verschlossenen Blick wusste man nie woran man war. Und dass er ein Todesser war, hatte Ginny selbstverständlich auch nicht vergessen.
Als sie sich später aus dem Schloss schlich und über das Gelände auf das hauptportal zuging, schnürte ihr ihre Angst beinahe die Luft ab. Sie würde mit ihm alleine sein. Nur Hermine wusste, dass sie mit Lucius Malfoy essen ging! Sicher würden in dem Restaurant auch andere Leute sein, doch wer garantierte ihr, dass diese ihr im Notfall helfen würden?
Doch vermutlich war ihre Angst vollkommen unbegründet. Das Risiko Ginny zu verschleppen, würde Dracos Vater sicher nicht eingehen. Und wenn er sie tatsächlich attraktiv fand, war die Einladung zum essen wahrscheinlich nur eine höfliche Geste. Sie war außerdem diejenige gewesen, die sich Lucius Malfoy ausgesucht hatte. Irgendwas reizte sie ganz besonders an diesem Mann, doch was es war, konnte sie noch nicht sagen.
Als Ginny sich dem Tor näherte, sah sie dort bereits Lucius stehen. Er war in einen schlichten, schwarzen Anzug gekleidet und stand wie Adonis höchstpersönlich vor ihr.
»Guten Abend, Miss Weasley. Schön, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind.«, begrüßte er sie mit einem höflichen Lächeln. Seine Augen hatten einen sibrig-grauen Glanz und Ginny musste aufpassen, ihn nicht anzustarren.
»Guten Abend, Mister Malfoy. Es ist mir...eine Ehre.« Normalerweise empfand Ginny solch übertriebene Höflichkeit als aufgesetzt, bei Lucius Malfoy jedoch wirkte sie charmant und respektvoll. Er hielt Ginny seinen Arm hin, welche diesen nach kurzem Zögern ergriff. Ginny spürte, wie die Luft um sie herum auf sie eindrückte, als sie nach Hogsmeade apparierten. Sehr lang wäre der Weg zu Fuß zwar nicht gewesen, aber die Rothaarige war dennoch froh, nicht in Rock und Bluse durch die kalte Abendluft laufen zu müssen.
Das Restaurant, in welches Lucius sie ausführte, war für Hogsmeades Verhältnisse äußerst prachtvoll eingerichtet. Ginny hatte bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal gewusst, dass es ein solches Restaurant in dieser Gegend überhaupt gab.
»Ich habe auf den Namen Malfoy reservieren lassen.«, klärte Lucius eine Bedienung auf, die beide sofort zu ihrem Tisch begleitete und ihnen die Karten gab. Lucius bestellte für beide eine Flasche Wein und ein Glas Wasser für Ginny, die nach seinen Worten ‚überhitzt‘ wirkte. Es dauerte kaum zwei Minuten, bis die Getränke serviert wurden. Scheinbar wurde der Name Malfoy selbst hier in Hogsmeade sehr hoch gestellt.
»Haben Sie schon gewählt, was Sie essen möchten, Miss Weasley?«, fragte Lucius über den Rand seiner Karte hinweg.
Ginny überflog die Karte und entschied sich schließlich für den gedünsteten Fisch. Lucius bestellte den Hummerteller, woraufhin Ginny ein kurzes Schmunzeln nicht verstecken konnte.
Lucius entging das selbstverständlich nicht. »Amüsiere ich Sie, Miss Weasley?«, fragte er mit einem angedeuteten Lächeln.
»Ein wenig, ja.«, gab Ginny grinsend zu. »Ich hätte jederzeit gewettet, dass Sie Hummer bestellen würden. Es ist doch irgendwie sehr klischeehaft, dass die reichen Leute dieses Krustentier bevorzugen. Das ist natürlich nicht schlimm, ich finde es nur witzig.«
»Sie finden es also witzig? Dann werden Sie in Zukunft vermutlich öfter etwas zum Lachen bekommen, denn ich erfülle eine ganze Reihe von Klischees.«
»So? Welche zum Beispiel?«, fragte Ginny neugierig und trank einen Schluck Wasser.
»Nun, beispielsweise würde ich nie in einem Restaurant essen, das nicht mindestens vier Sterne hat. Weiterhin besitze ich gern teure Dinge und stellte sie gerne zur Schau. Ich schätze teure Weine sehr und besitze im Übrigen selbst einen eigenen kleinen Weinkeller.«
»Das klingt alles reichlich kostenspielig.«
»Als reicher Mann kann ich mir teure Dinge leisten.«
»Sie klingen ziemlich arrogant, Mister Malfoy.«
»Auch das kann ich mir leisten, Miss Weasley.« Ein schiefes Lächeln erschien auf Lucius Gesicht, das Ginny völlig aus der Bahn warf. Meine Güte, wie sinnlich Lucius markante Gesichtszüge waren. Wie gerne hätte Ginny sie mit der Hand nachgefahren.
Das Essen schmeckte köstlich. Der Wein passte perfekt, Ginny genoss seinen Geschmack auf ihrer Zunge. Lucius schien äußerst wissbegierig zu sein, er fragte sie nach ihren Vorlieben was das Essen und ihre Freizeit anging, er verglich ihre Lieblingslektüre mit der seinen und interressierte sich für ihre Zukunftspläne.
»Sie haben also vor, zu studieren, Miss Weasley?«
»Vorraussichtlich. Ich habe überlegt, Lehrerin oder Anwältin zu werden. Wenn ich die Fächer Zauberkunst und Verteidigung gegen die Dunklen Künste irgendwann in Hogwarts unterrichten könnte, wäre das toll. Ich bin kein so großer Fan vom Ministerium, wie beispielsweise mein Bruder Percy, aber es ist auch eine Möglichkeit, die ich mir offen halten will.«
Lucius nickte und trank einen Schluck Wein. Lehrerin für Verteidigung gegen die Dunklen Lünste wollte sie also werden... Lucius betrachtete Ginny mit einem nachdenklichen Blick, den diese etwas verunsichert erwiderte.
»Ist alles in Ordnung, Mister Malfoy?«
»Ja, selbstverständlich. Ich kann Sie mir als Lehrerin sehr gut vorstellen, sie können sich gut artikulieren.«
Ginny schmunzelte. Immer diese Höflichkeit! Dracos Vater schien ganz genau darauf zu achten was er sagte und wie er sich verhielt.
»Ich scheine Sie schon wieder zu amüsieren.«, bemerkte Lucius.
»Nunja, mir scheint, als würden sie alles vorrausplanen. Jedes Wort, jede Tat, jeden Gedanken.« Ginny lächelte ihm zu, um ihm zu zeigen, dass sie dies keinesfalls schlimm, sondern lediglich interessant fand.
»Sie haben Recht, Miss Weasley. Ich hasse es, improvisieren zu müssen.«
»Warum? Ist es nicht anstrengend, immer über alles nachdenken zu müssen? Haben Sie nicht manchmal den Wunsch, irgendetwas aus reiner Lust zu tun?«, fragte Ginny vorsichtig und strich sich eine Strähne hinters Ohr.
»Oh, ich habe schon einmal gegen meine Vorsätze gehandelt. Es ist noch nicht lange her, da habe ich Sie geküsst.«
Lucius war so verdammt ehrlich, dass Ginny einfach die Worte fehlten. Einen Moment lang starrte sie in die grau-blauen Augen ihres Gegenübers, dann senkte sie den Blick in ihren Schoß.
»Möchten Sie gehen, Miss Weasley?«
»Ja, bitte.« Es war auf einmal ziemlich stickig im Restaurant, sodass Ginny geradezu erleichtert war, als sie zusammen die verlassene Straße betraten. Lucius half ihr - ganz der Gentleman - in ihre Jacke und zog sich seinen eigenen Mantel über. Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her und Ginny konnte das Knistern in der Luft beinahe körperlich spüren. Auch wenn sie es sich nicht so ganz eingestehen wollte, so sehnte sie sich doch nach Lucius' kühlen Lippen, nach seinem herrischen Griff um ihre Handgelenke, nach seinem zügellos leidenschaftlichen Blick. Es schien, als hätte Lucius zwei Seiten. Die eine arrogant, durchgeplant und sich selbst kontrollierend - die andere zügellos, leidenschaftlich und betörend. Es war einfach, diese beiden Seiten an ihrem zu unterscheiden, weil sie wie Feuer und Wasser waren.
Am Tor zum Hogwartsgelände, spürte Ginny die altbekannte Nervosutät in sich aufkeimen. Wie sollte sie sich von ihm verabschieden? Das hier war keine Teenager-Romanze, es war etwas viel Heikleres, das viel Fingerspitzengefühl verlangte. Sie wollte ihn, so viel war sicher. Und er wollte sie - auch da gab es kaum Zweifel.
»Ich hoffe, Sie haben den Abend genossen.«, sagte Lucius und nahm eine von Ginnys Strähnen zwischen seine Finger. Als er dabei ihre Wange streifte, lief der Rothaarigen ein Schauer über den Rücken. Sie spürte, wie Lucius ihr Kinn anhob und erwiederte seinen durchdringenden Blick. Ihr Herz begann heftig zu pochen und ohne den Blick abzuwenden, fuhr sie mit den Fingerspitzen Lucius' Arm hinab, bis sie seine Hand erreichte. Diese Berührung ließ ihren Herzschlag für einen Moment aussetzen und die Sehnsucht nach dem Unbekannten, nachdem Gefährlichen breitete sich wie ein Feuer in ihrem Herzen aus. Sie wollte ihn spüren, sie wollte wissen wie es war, von einem Mann begehrt zu werden, der so viel älter war als sie selbst, so viel erfahrener.
Vorsichtig reckte sich Ginny Lucius entgegen, der ihre Geste sofort verstand und sie in einen langen, sinnlichen Kuss verwickelte. Er schlang einen Arm um ihre Taille und legte die freie Hand in ihren Nacken, sodass er sie dirigieren konnte. Seine Lippen schmeckten einfach köstlich! Ginny spürte seinen Atem auf ihrem Gesicht, während sie selbst das Lufthohlen fast völlig vergaß. Lucius fuhr mit einer Hand durch ihr Haar, während Ginny den Kopf in den Nacken legte und die Küsse, die er auf ihrem Hals verteilte, sichtlich genoss. Jede seiner Berührungen wirkte erfahren, er wusste, wie man eine Frau verführte. Ginny umfasste an beiden Seiten Lucius' Mantelkragen und zog ihn dicht an sich.
»Ich will noch nicht gehen.«, flüsterte sie dicht an Lucius' Ohr.
»Das musst du nicht.«, antwortete dieser ebenso leise und mit einer so dunklen Stimme, dass Ginny ein Schauer über den Rücken lief. Ihr Herz klopfte wie wild gegen ihre Brust. Sie hatte Hermine versprochen, um Zwölf zurück zu sein, sie würde sich Sorgen machen, wenn Ginny nicht käme! Aber der Ruf ihres eigenen Verlanges war mindestens ebenso laut, wie die Stimme ihres Gewissens. Sie biss sich auf die Lippe.
»Ich habe Hermine gesagt, dass ich um Zwölf zurück sein werde. Sie wird sonst ganz Hogwarts aufwecken...« Die letzten Worte murmelte Ginny nur noch, während Lucius eine Hand über ihren RÜcken fahren ließ und jedesmal ihre Jacke mitsamt des Shirts darunter ein Stückchen weiter hoch zog.
Ginny spürte sein leises, rauhes Lachen unter ihrem rechten Ohr. »Du vertraust mir nicht.«
»Dazu habe ich auch keinen Grund.«, hauchte Ginny und suchte erneut den Weg zu Lucius Mund. Sie drückte sich an ihn und auch ihre innere Stimme, die lauter in ihr schrie als je zuvor, konnte sie nicht davon abbringen, solch verbotene Berührungen mit Lucius Malfoy zu teilen.
»Dann schicke ich Miss Granger einen Patronus.«, schlug Lucius vor und lehnte seine Stirn gegen Ginnys.
Der erwartungsvolle, leidenschaftliche Blick ließ Ginnys Knie weich werden. Sie hatte nur ein paar Sekunden um sich zu entscheiden. Entweder sie ließ sich von Lucius dazu verführen, ihr seine Künste im Bett zu demonstrieren, oder sie entschied sich dagegen und arrangierte sich damit, ihn möglicherweise nie wieder zu sehen, oder ihm zumindestest nie wieder so nah sein zu können. Im Prinzip stand Ginnys Entschluss schon lange fest. Bereits seit dem Abend, an dem sie sich mit Hermine gegen die Männer ‚verbündet‘ hatte, hielt sie an dem Entschluss fest, niemals feige zu sein und aufzugeben. Außerdem war ihre Neugierde, wie es mit Lucius sein würde, viel zu stark. Auch wenn Ginny ihn jahrelang gehasst hatte und auch jetzt wenig Symphatie für ihn empfand, gab es eine Seite an dem Todesser, die sie unglaublich faszinierte.
»In Ordnung, tu es.«, sagte Ginny mit fester Stimme und sah Lucius dabei provokant in die Augen. Auf keinen Fall sollte er den Eindruck gewinnen, dass sie Angst vor ihm hatte! Sie war hier diejenige, die die Zügel in der Hand hielt, nicht er! Wenn sie sich ihm entzog, würde er nicht das bekommen, wonach er so offensichtlich verlangte. Allerdings würde auch Ginny mit unerfüllter Sehnsucht zurückbleiben...
Lucius kühles Lächeln trat auf sein Gesicht zurück und es lag auch ein Hauch des Triumphes darin. Er schwang seinen Zauberstab und eine silbrig-blau schimmernde Schlange brach daraus hervor. Ehe Ginny den Patronus noch länger bewundern konnte, dissapparierte Lucius mit ihr nach Malfoy Manor.
*~*
Das Anwesen der Malfoys war von außen genauso pompös, wie Ginny es sich vorgestellt hatte. Die großen Hecken, die an beiden Seitend er Einfahrt entlang führten, wirkten beinahe angsteinflößend. Sie wirkten wie eine Barriere, wie eine undurchdringliche Mauer. Lucius führte Ginny zur Haustür. Den ganzen Weg zur Einfahrt hinauf, hatte er eine Hand an ihren Rücken gelegt. Egal welche Bewegung Ginny machte, sie hatte immer irgendwie Körperkontakt mit ihm. Sie spürte, wie sich auf ihren unterarmen eine Gänsehaut bildete.
»Was ist mit deiner Frau?«, fragte Ginny leise und betrat vor Lucius den Eingangsbereich.
»Sie ist nicht Zuhause, mach dir deshalb keine Sorgen.«
Lucius schaltete das Licht ein und nahm Ginny ihre Jacke ab, welche sie am liebsten anbehalten hätte, da eine ungewohnte Kälte ihren Körper befallen hatte. Langsam aber sicher schlug ihre Nervosität in Angst um. Noch immer war sie sich nicht sicher, worauf sie sich da eingelassen hatte. Sie musste die Nerven behalten, das war der einzige Weg. Mit ihrer Angst stand sie sich nur selbst im Weg.
Ginny atmete tief ein und folgte Lucius die Treppen hinauf in das nächste Stockwerk. An den Wänden hingen Gemälde von großen Zauberern, nicht wenige davon schienen Lucius sehr ähnlich zu sein. Vielleicht waren es ebenfalls Malfoy-Männer? Sie alle hatten diesen außergewöhnlichen Blick aus Glas. Ginny schauderte, als sie einem der Männer in die Augen sah. Jedes Mal, wenn sie Lucius Blick begegnete, war es, als würde er sie in die tiefsten Abgründe seiner Seele ziehen - und sie gleichzeitig von sich stoßen wollen.
Lucius öffnete die Tür zu einem großen Raum, das Ginny sofort als ein Schlafzimmer erkannte. Die Wände hatten eine dunkelrote Farbe, ebenso der Perser-Teppich auf dem Boden und die feine Bettwäsche aus Satin. Alles in diesem Raum wirkte wie gemacht für das, was sie mit Lucius vorhatte. Ginny konnte sich jedoch kaum vorstellen, dass er dies alles nur für diesen Moment hergerichtet hatte. Die Malfoys waren nunmal Leute, die das Luxuriöse liebten.
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Ginny zuckte zusammen, als Lucius von hinten die Arme um ihren zarten Körper schlang und sie an sich zog. Seine langen Haare kitzelten sie im Nacken und sein persönlicher Duft war geradezu betörend. Ginny legte den Kopf an seine Brust und entspannte sich zusehends.
»Ich werde nichts tun, was du nicht willst. Und ich breche niemals mein Wort.«, flüsterte Lucius ihr ins Ohr. Er klang dabei sowohl verführerisch als auch absolut ernst. Ginny war sich sicher - Das was er sagte, war auch genauso gemeint.
Langsam, ganz langsam zog Lucius ihr das Oberteil über den Kopf. Seine Hände glitten an ihren Armen herab, während er ihre linke Schulter mit Küssen bedeckte. Ginny schloss die Augen und ließ sich ganz in diese Berührungen hineinfallen. Sie dachte an nichts anderes mehr, jetzt war nur noch dieser eine Moment wichtig. Lucius Berührungen wirkten unglaublich intensiv, ein Schauer nach dem anderen lief Ginny über den Rücken. als Lucius ihr die Möglichkeit gab, drehte sie sich in seinen Armen herum, sodass sie ihn ansehen konnte. Mit zitternden Händen machte sie sich an seinen Hemdknöpfen zu schaffen. Lucius selbst stand körperlich bereits vollkommen unter Strom, die Berührungen der kleinen Weasley steigerten sein Begehren immer mehr. Er wollte sie und er würde sie sich nehmen.
Als das Hemd von Lucius breiten Schultern rutschte, hielt Ginny den Atem an. Er hatte einen wunderbaren Körper und sie wollte jeden Zentimeter davon mit den Händen erforschen.
Ginny harkte einen Finger in den Bund seiner Hose und zog ihn mit einem eher schüchternen Grinsen in Richtung Bett. Lucius folgte ihr, bis sie mit den Waden die Bettkante erreichte und flach auf den Rücken fiel. Lucius betrachtete Ginnys wohlgeformten Körper, die prallen Brüste unter dem BH und ihre roten Haare, die wie Flammen ihr Gesicht umrahmten. Mit einer Hand fuhr er ihren Oberschenkel hinauf und schob dabei den Saum ihres Rocks nach oben. Ginny zitterte, als Lucius mit einem Finger den Bund ihres Slips entlangfuhr und ihn ihr langsam von den Beinen zog. Er beugte sich über sie und begann, sie vom Bauchnabel abwärts zu küssen. Als er Ginny erneut in die Augen sah, zog diese ihn zu sich aufs Bett und im sanften Licht des Mondes konnten beide entlich tun, wonach sie sich den ganzen Tag gesehnt hatten.
*~*
Ein eigenartiger, sinnlicher Duft lag in der Luft. Es war ein Gemisch aus Zimt und Koriander, es roch nach frisch gewaschener Seide und feuchtem Rasen.
Ginny öffnete ein Auge und blinzelte ein paar Mal, sodass ihre Sicht wieder klar wurde. Als sie realisierte wo sie sich befand, fuhr ihr ein Schreck durch die Knochen und ihr Herz hämmerte gegen ihren Brustkorb. Doch schon im nächsten Augenblick erinnerte sie sich daran, was letzte Nacht geschehen war und ein schiefes Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Möglichst leise versuchte sie sich umzudrehen, um einen Blick auf Lucius werfen zu können, der auf dem Rücken lag, - mit einem Arm über dem Kopf. Er schlief offensichtlich noch, seine Gesichtszüge waren vollkommen entspannt und er atmete tief und regelmäßig. Wie gerne hätte Ginny ihm beim Schlafen zugesehen, doch sie wollte die Zeit nutzen, um eine Dusche zu nehmen und sich wieder ein bisschen herzurichten. Als sie vorsichtig die Decke zurückschlug, wehte ein kühler Lufthauch um ihren Oberkörper, der sie erzittern ließ. Das Fenster stand offen, Sonnenlicht fiel dadurch ins Zimmer und erhellte den Raum.
Auf den Zehenspitzen lief Ginny zum Bad und schloss die Tür hinter sich. Als sie sich im Spiegel besah, war sie sowohl schockiert als auch amüsiert. Ihre Haare waren vollkommen verwirrt, sie sah aus wie eine dieser Hexen aus den Kindermärchen. Nur jünger. Und hübscher.
Ginny nahm eine ausgiebige Dusche. Das heiße Wasser tat so gut, es machte sie wach und gab ihr Energie für den Tag. Jede einzelne Shampooflasche und jedes Duschgel sah viel zu teuer aus, als dass man es hätte benutzen dürfen. Egal wonach sich ein Malfoy sehnte, und wenn es nur eine klitzekleine Kleinigkeit war, - es wurde gekauft. Ginny entschied sich für ein Duschgel mit Peeling und wusch sich ihre Haare mit so viel Shampoo, dass sie bald einen Berg aus Schaum auf ihrem Kopf hatte.
Als auf einmal der Duschvorhang zurückgezogen wurde, stieß Ginny einen spitzen Schrei aus, doch es war Lucius, der sie mit seinem typisch arroganten Lächeln musterte. Je länger er die mit Schaum überwucherte Ginny ansah, desto breiter wurde das Lächeln, bis es sich schließlich in ein leicht spöttisches Grinsen verwandelte.
»Darf ich dir behilflich sein?«, fragte er gespielt höflich und strich Ginny ein wenig Schaum vom Wangenknochen.
Ginny lief knallrot an, nickte jedoch und zog Lucius, der immernoch nackt war, zu sich in die Dusche um sein spöttisches Grinsen nicht mehr sehen zu müssen.
»Ich gebe dir gerne etwas von meinem kostbaren Schaum ab.«, erklärte Ginny mit einem engelsgleichen Lächeln. Sie nahm zwei Hände voll Schaum und legte die Handflächen auf Lucius' Brust. Sie begann, die Substanz in langsamen Bewegungen auf seinem Körper zu verteilen und erzielte damit auch die gewünschte Wirkung. Lucius spannte sich leicht an, legte die Hände an ihren Rücken und ließ sie langsam tiefer sinken, bis er ihren Po erreichte. Mit einem einzigen Ruck hob er Ginny hoch, die gerade noch so einen weiteren Schrei unterdrücken konnte und ihre Beine sofort um seine Mitte schlang. Lachend warf sie den Kopf in den Nacken und ließ sich von Lucius küssen.
Schon lange hatte sich Ginny nicht mehr so gut gefühlt. Ihre Zweifel was ihre Affaire mit Lucius anging waren zwar nicht verschwunden, doch sie wurden durch die berauschende Erinnerung an die letzte Nacht betäubt und vorerst in die hinterste Schublade ihres Gehirns gesteckt.
»Hat es dir gefallen?«, fragte Lucius zwischen zwei Küssen.
»Es war wunderbar.«, antwortete Ginny schwärmerisch, während sie auch Lucius' Haar mit Schaum bedeckte.
Eines konnte Ginny mit Sicherheit sagen: Lucius Abraxas Malfoy war ein Sexgott, der vermutlich bereits Dinge ausprobiert hatte, von denen Ginny nicht einmal zu Träumen wagte. Jede seiner Berührungen, jeder Kuss hatte Ginny ihrem Höhepunkt näher gebracht. Als sie dann endlich miteinander geschlafen hatten, war Ginny in ihrem ganz persönlichen Paradies gelandet.
*~*
»Ich will dich wiedersehen.«, sagte Ginny, als Lucius sie vor dem Tor zum Hogwartsgelände absetzte.
»Das möchte ich auch.«, erwiederte Lucius und hauchte ihr einen Kuss auf den Handrücken. »Bald.«
Ginny sah ihm nach, bis er irgendwann dissapparierte. Auf dem Weg zum Schloss drängte sich Hermine in Ginnys Gedanken. Sicher war sie stocksauer! Aber wenn sie hörte was passiert war, würde sie das Ganze vielleicht auch von einer anderen Seite betrachten und Ginny nicht zur Schnecke machen.
Falsch gedacht.
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Ich habe Angst vor Spinnen. Ich hasse sie. Wie Ron.
Rupert Grint