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Fanfiction

Men are toys, women as well. - Better the devil you know, than the devil you don't

von Voldemorts_Braut

~ Tanz mit dem Teufel den du kennst. ~


Hermine zählte langsam in Gedanken bis Zehn.

1,2,3...

Ginny stand vor ihr, die Wangen noch ganz rosig und sah sie mit einem schuldbewussten Lächeln an.

4,5,6...

»Es tut mir leid, Mine. Ich weiß, ich hatte versprochen, zurückzukommen! Aber ich konnte einfach nicht widerstehen! Glaub mir, es tut mir wirklich leid!«

7,8,9...

Nervös trat Ginny von einem Fuß auf den Anderen. Verdammt, Hermine musste wirklich sauer sein, so wie einfach nur dastand und kein Wort von sich gab. Vermutlich hatte sie sich die ganze Nacht Sorgen gemacht. Ein Patronus von einem Todesser war ja nun auch nicht gerade eine sehr vertrauenserweckende Nachricht...

»Ich hatte eine wunderbare Nacht.«

10!

Während sie die Hände in die Hüften stemmte, holte Hermine tief Luft und legte los.

»Weißt du eigentlich, wie sehr ich erschrocken bin, als diese Patronus-Schlange im Mädchenschlafsaal aufgetaucht ist?! Was wäre denn gewesen, wenn das noch jemand mitbekommen hätte? ‚Miss Weasley wird die Nacht in meinem Hause verbringen, machen Sie sich keine Sorgen um sie, ich bringe sie morgen früh wohlbehalten zurück.‘ Ha! Glaubt Malfoy wirklich, ich würde das mit einem Nicken abtun und mich ruhigen Gewissens schlafen legen? Mensch Ginny, ich habe mir solche Sorgen gemacht! Es hätte sonst was passieren können, Malfoy ist ein Todesser!«

Ein sehr reicher, gut aussehender und verführerischer Todesser... Ginny verdrängte den Gedanken und räusperte sich. Sie blickte zu Boden und hoffte, Hermine würde bald Ruhe geben.

»Ich weiß, dass es falsch war. Aber ich bin doch wieder hier, oder nicht?«

Hermine schüttelte nur den Kopf. Dass Ginny immer so uneinsichtig sein musste! Wahrscheinlich hatte sich Ginny von Malfoy ohne Rücksicht auf Verluste verführen lassen. Und dieser Mann schien zu wissen, wie man einem Mädchen den Kopf verdrehte, denn noch jetzt sah Ginny aus, als wäre ihr Geburtstag vom einen auf den anderen Tag vorgezogen worden.

»Ich gehe jetzt zu Zaubertränke.«, murmelte Hermine, schnappte sich ihre Tasche und ging an Ginny vorbei. »Und vergiss das Quidditch-Spiel gegen die Slytherins heute Mittag nicht, bei allem, was du zurzeit so im Kopf hast!«, fügte sie schnippisch hinzu.

Bei der Erinnerung an das bevorstehende Quidditch-Spiel erschrank Ginny. Das war heute?! Dabei hatte sie eigentlich vorgehabt, heute mit Harry Schluss zu machen! Der Gedanke, dass sie mit einem anderen Mann geschlafen hatte, bevor sie alles mit Harry geklärt hatte, nagte ohnehin schon den ganzen Morgen an ihr. Aber sie konnte doch unmöglich vor dem Quidditch-Spiel ein solches Gespräch mit ihm führen! Resigniert seufzend begann Ginny, ihre Sachen für Zauberkunst zu packen.

*~*


Hermine versuchte auf dem Weg in die Kerker Ginnys unvernünftiges Verhalten zu vergessen. Vielleicht hatte sie sich auch auch ein bisschen zu sehr wie ihre Mutter aufgeführt... Aber hatte Ginny denn nicht gewusst, was für Sorgen sie sich machen würde?!
Im Klassenzimmer traf Hermine auf Harry und Ron.

»Hey ihr zwei.«, begrüßte Hermine sie und setzte sich - wie immer seit Neustem - neben Harry, da Ron sie noch immer geflissentlich ignorierte.

»Heute ist das Quidditch-Spiel und scheinbar hat Snape vor, uns nächste Stunde einen Test schreiben zu lassen! Das ist morgen! Wo soll ich bitte die Zeit zum Lernen hernehmen?«, zischte Harry, da Snape gerade den Klassenraum betrat und schlagartig Ruhe einkehrte.

Hermine gab ihm ein schnelles Zeichen, dass er ruhig sein sollte. Snape ging um seinen Tisch herum und musterte einen Schüler nach dem anderen abschätzig. Als er Hermine erblickte, blieb seine Mimik kalt und emotionslos, so, wie man es eben von ihm kannte, doch seine Augen verharrten einige Sekunden länger auf ihr. Ein angenehmes Kribbeln ging durch Hermines Körper. Sie schaffte es nicht lange, seinem Blick standzuhalten und starrte nach wenigen Augenblicken wieder auf die Tischplatte.

»Ich werde Ihnen heute einen Vortrag halten, zu dem Sie sich Notizen machen werden. In der nächsten Stunde erwarte ich einen vollständigen, informativen Aufsatz zum Thema Hochgefährliche Tränke und Mixturen

Ein Stöhnen ging durch die Klasse.

»So viel zum Thema Test.«, flüsterte Ron Harry zu.

»Das ist auch nicht besser.«, erwiederte Harry und wandte sich an Snape. »Professor, wie Sie wissen, ist heute das Spiel Slytherin gegen Gryffindor. Wir haben keine Zeit, um-«

Sofort ging Snape auf Harry zu und stützte beide Hände auf seiner Tischplatte ab. Sein finsterer Blick sprach Bände.

»Quidditch sollte Sie nicht davon abhalten, etwas Produktives zum Unterricht beizutragen, Potter. Es interessiert mich nicht, welches Spiel heute ist, Sie werden diesen Aufsatz schreiben oder Sie fliegen aus diesem Kurs noch ehe sie das Wort Quidditch überhaupt sagen können!«

Im hinteren Bereich der Klasse amüsierten sich die Slytherins bereits über Harrys Schikane. Hermine knetete nervös ihre Hände. Sie war hin - und hergerissen. Sollte sie Harry beistehen oder besser den Mund halten? Auf keinen Fall wollte sie, dass ihr Professor sauer auf sie war.
Wenn sie es sich recht überlegte, hatte sich wirklich eine Menge verändert. Auf einmal war es ihr wichtig, was Snape von ihr dachte - mehr, als bei anderen Lehrern. Sie wollte seinen Zorn nicht auf sich ziehen. Vielmehr wollte sie endlich einmal mit ihm allein sein, eine andere Seite von ihm kennenlernen, von der sie wusste, dass sie existierte. Sie musste existieren.

Hermine warf Harry einen Blick aus den Augenwinkeln zu und schüttelte kaum merklich den Kopf. Snapes Augen huschten dennoch zu ihr und musterten sie argwöhnisch. Dann wandte er sich ab und begann mit seinem Vortrag. Hermine kramte ihre Feder und eine Pergamentrolle hervor und fing einfrig an, mitzuschreiben.

*~*


Am Ende der Stunde brauchte Hermine extra lang, um ihre Sachen zusammenzupacken. Harry und Ron warteten bereits ungeduldig.

»Ich kann einfach nicht glauben, dass er uns das Spiel versauen will.«, ärgerte sich Harry und warf einen schnellen Blick auf Snape, der an seinem Pult saß und sich ein Blatt Pergament durchlas.

»Lass uns doch schon mal gehen Harry, du musst dich noch auf das Spiel vorbereiten!«, drängte Ron, woraufhin ihm Hermine einen wütenden Blick zuwarf. Es wurde langsam wirklich Zeit, dass Ron wieder anfing, sich vernünftig zu verhalten. Schön und gut, er war sauer auf sie, aber diese ständige Ignoranz nervte langsam, zumal sie durch Harry und Ginny fast jede freie Minute miteinander verbrachten.

»Geh ruhig, Harry. Wir sehen uns auf dem Quidditch-Feld.«, sagte Hermine, während sie ihre Tasche schulterte. Sie sah kurz zu Snape hinüber, der sie noch immer nicht beachtete. War es möglicherweise seine Absicht, den Spieß umzudrehen und sie zu verwirren? Dieser Gedanke verärgerte Hermine irgendwie. Immerhin wollte diesmal sie diejenige sein, die einen Mann um den Verstand brachte und nicht andersrum.
Ron und Harry verließen zusammen die Kerkerräume. Hermine nahm all ihren Mut zusammen und ging auf das Lehrerpult zu.

»Werden Sie heute bei dem Spiel dabei sein, Professor?«, fragte sie und versuchte, ein neutrales Gespräch zu beginnen.

»Natürlich werde ich dabei sein, Miss Granger.«, antwortete der Professor knapp, ohne von seinem Pergament aufzusehen.

Hermine presste die Lippen zu einem schmalen Strich zusammen. War das vielleicht seine Methode, die zwei Küsse zu vergessen, die sie miteinander geteilt hatten?! Gott, Hermine hatte es so satt, dass die Männer sie ignorierten! Sie würde Snape schon zeigen, das er sie wollte. So oder so würde er ihr nicht widerstehen können!

Ohne ein weiteres Wort machte Hermine auf dem Absatz kehrt und ging zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum. Im Mädchenschlafsaal schmiss sie ihre Tasche aufs Bett und holte ihren Koffer unter dem Bett hervor. Weiße, lange Strümpfe, ein schlichter schwarzer Rock, ein dunkler Pulli und natürlich der Schal in den Gryffindor-Farben waren genau das, was sie jetzt brauchte. Nachdem sie sich in Ruhe umgezogen hatte, zauberte sie ihr Haar glatt und wusch es geschmeidig, dann band sie es zu einem strengen Zopf zusammen und schon hatte sie das perfekte Schulmädchen-Outfit.
Als Hermine in den Spiegel sah, breitete sich ein triumphierendes Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Es hatte einfach keinen Zweck, sich ständig darüber Gedanken zu machen, ob das, was sie getan hatte, richtig oder falsch gewesen war. Was geschehen war war geschehen und sie wollte keinen Augenblick missen müssen. Sie wusste, dass Severus Snape sie wollte, sie begehrte und auch wenn er sich das selbst noch nicht eingestehen wollte, sie wusste es.

Plögtzlich klopfte es an der Tür und Ginny kam herein.

»Hey, Mine. Bist du noch sauer auf mich?«, fragte sie vorsichtig und schloss die Tür.

Hermine atmete tief durch und lächelte kurz. »Klar bin ich das. Aber du hast mir noch nicht erzählt, wie es eigentlich war.«

Ginny grinste und setzte sich auf ihr Bett. »Es war einfach unglaublich. Mein Plan, Lucius zu verführen ist zwar nicht wirklich zur Ausführung gekommen, weil er eher mich verführt hat, aber ich habe es wirklich genossen!«

»Und war er im Bett derselbe arrogante Todesser, der er sonst auch ist?«, fragte Hermine mit nicht wenig Spott in der Stimme. Sie würde die Malfoys nie ausstehen können.

»Er hat die Führung übernommen, wenn du das meinst!«, lachte die Rothaarige. »Er hat genau gewusst, wie er mich reizen konnte. Der Teufel weiß, wo er das alles gelernt hat. Er muss Frauen auf der ganzen Welt verführt haben.«

»Tja, du kennst ja das Sprichwort ‚Tanz mit dem Teufel den du kennst.‘ Aber nimm dich in Acht, Lucius Malfoy ist unberechenbar! Wer weiß, auf was für Ideen dieser Mann kommt, wenn sein Herr ihn wieder ruft.« Bei diesem Gedanken erschauderte Hermine. »Das alles was wir hier machen, ist nur ein Spiel! Vergiss das nie!«, fügte sie nachdrücklich hinzu.

Ginny nickte mit ernstem Gesicht. »Ja, ich weiß. Wenn etwas schief geht, stehen wir möglicherweise vor einem großen Scherbenhaufen, der sich dann unser Leben nennt.«

Hermine schluckte und versuchte den Gedanken beiseite zu schieben, dass das, was sie und Ginny taten, äußerst gefährlich war.
Ginny holte ihre beste Freundin aus ihren Gedanken, als sie kritisch ihr Outfit musterte.

»Was ist?«, fragte Hermine.

»Du siehst aus wie eine dieser High-School-Mädchen in den Romanen.«, stellte die Rothaarige fest. »Wofür ist dieser Aufzug gedacht?«

Es kostete Hermine einiges an Überwindung, zuzugeben, dass sie Snape damit verführen wollte. Ginny schmunzelte.

»Also wenn in ihm als Lehrer da mal keine Fantasien aufkommen-«

»Scht! Wenn uns jemand hört!«, zischte Hermine erschrocken und bewarf Ginny mit einem Kissen, das diese jedoch mit einer Hand auffing.

»Ich gehe mich noch duschen, bevor wir zum Quidditchspiel gehen.« Ginny hatte sich dazu entschieden, noch einen Tag zu warten, bis sie mit Harry redete. Das Spiel wollte sie ihm nicht vermiesen. Auch wenn Quidditch einer der Hauptgründe für ihre Trennung war.

»Ich gehe schon mal vor, vielleicht kann ich Ron ja dazu überreden, mich wenigstens mal anzuhören.«, sagte Hermine seufzend.

*~*


In der gesamten Umgebung des quidditch-Feldes tobte der Bär. Auf den Tribühnen drängten sich Schüler, Lehrer und Eltern, jeder auf der Suche nach einem guten Platz. Nachzüglicher versuchten durch die Eingänge hineinzugelangen und Fred und George Weasley schlossen - wie immer - eine Menge Wetten ab.

»Drei Galleonen, dass es Malfoy vom Besen haut!«, scherzte George, als Hermine an ihm vorbei ging.

»Lasst mal Jungs!«, rief diese nur und ging auf die Gryffindor-Tribühnen zu. Es war ein kühler Tag, aber wenigstens regnete es nicht. Hermine musste zugeben, dass sie es nicht gern sah, wenn Ron und Harry Quidditch spielten. Irgendwie hatte sie doch immer Angst um die zwei, da dieses Spiel keinesfalls gefahrlos war. Besonders bei sehr schlechtem Wetter war das Zusehen die reinste Tortur. Hermine war froh, wenn sie am Ende eines jeden Spiels ihre beiden Freunde in die Arme schließen konnte. Dass es diesmal auch so sein würde, bezweifelte sie allerdings. Ron war nirgends auszumachen, vermutlich machten sich er und Harry noch für das Spiel bereit.

»Miss Granger?«

Beim Klang der ungewohnten Stimme drehte sich Hermine um. Vor ihr stand Lucius Malfoy, in einen schwarzen Mantel gekleidet und mit zurückgebundenen Haaren. Er lächelte kühl.

»Ich sah es als meine Pflicht, Sie für die Unannehmlichkeiten, die ich Ihnen bereitet habe, zu entschädigen.«

»Ich verstehe nicht, Sir.«

»Da Miss Weasley die Nacht in meinem Hause verbracht hat, haben Sie sich sicher Sorgen gemacht.«

Hermine runzelte die Stirn. »Ja, das habe ich.«

Lucius' markantes, kühles Lächeln wurde eine Spur breiter. »Mein langjähriger Freund Severus hat mich um einen Ort gebeten, an dem er mit Ihnen sozusagen über einige Dinge sprechen kann, die den Zaubertrankunterricht betreffen.« Hermine wurde knallrot. Malfoy wusste bescheid?!

»So?«, war das Einzige, was Hermine hervorbringen konnte.

»Wenn Sie einverstanden sind, begleiten Sie mich gleich nach dem Spiel in die Villa. Dort werden Sie und Severus ungestört sein.«

Hermine spürte, wie sich ein Kloß in ihrem Hals breit machte. Sie war hin - und hergerissen zwischen der Angst, einen Fehler zu machen und der freudigen Erregung, die sie bei dem Gedanken durchströmte, mit ihrem Professor allein zu sein.

Hermine räusperte sich und trat nervös von einem Fuß auf den anderen. »In Ordnung. Sagen Sie mir, wo ich nach dem Spiel hinkommen soll.«

»Ich erwarte Sie am Tor zum Hogwarts-Gelände.«

Lucius entfernte sich, Hermine jedoch sah ihm noch lange stirnrunzelnd nach, während er eine der Tribühnen bestieg. Sie würde Ginny über ihr Vorhaben aufklären, sie traute diesem Todesser kein Stück über den Weg. Sein arrogantes Lächeln verärgerte sie immer wieder aufs Neue, Lucius Malfoy machte keinen Hehl daraus, dass er sich für etwas Besseres als alle anderen hielt. Es wunderte Hermine, dass Ginny diesen Mann so unglaublich attraktiv fand. Natürlich hatte Malfoys Selbstsicherheit auch etwas Anziehendes, doch seine egozentrische, arrogante Seite überschattete dies einfach.

»Hey, Mine! Kommst du mit?«, rief Lavender Brown, die mit ein paar Freundinnen am Eingang einer der Gryffindor-Tribühnen stand.

Hermine versuchte erstmal nicht an ihr bevorstehendes Treffen mit Severus zu denken und sich voll und ganz auf das Quidditchspiel zu konzentrieren. Sie durfte sich jetzt nicht verrückt machen!

»Ja, ich komme!« Hermine folgte den Mädchen auf ihre Plätze und ließ den Blick über das Quidditch-Feld schweifen. Es war immer wieder erstaunlich, wie viele Eltern und Verwandte bei den Schulspielen erschienen, nur um ihre Kinder auf Besen fliegen zu sehen. Hermine hatte Quidditch noch nie viel abgewinnen können, sie machte sich viel zu große Sorgen, wenn ihre Freunde in über dreißig Metern Höhe durch die Luft sausten.
Es dauerte nicht lange, bis alle Plätze auf den Tribühnen besetzt waren. Als Letztes nahmen die Hauslehrer von Gryffindor und Slytherin ihre Plätze ein. Hermine grüßte Professor McGonnegal höflich, als sie an ihr vorbei ging, dann warf sie einen schnellen Blick auf Snape, der sich auf der gegenüberliegenden Slytherin-Tribühne befand. Ganz kurz trafen sich ihre Blicke und Hermine spürte, wie ihr Herz einen nervösen Sprung machte.
Als endlich der Pfiff ertönte und die beiden Mannschaften sich in die Luft erhoben, hatte Hermine genug Zeit, ihren Professor aus der Ferne zu beobachten. Um sie herum feuerten die Gryffindors ihr Team an und auch sonst achtete keiner auf Hermine, sodass niemandem auffliel, dass sie Professor Snape anstarrte, welcher ebenso das Spiel verfolgte. Sein konzentrierter Blick war auf den Slytherin-Sucher Draco Malfoy gerichtet, der scheinbar - ebenso wie Harry - noch immer keine Ahnung hatte, wo sich der Schnatz befand. Je länger sie ihn ansah, desto mehr sehnte sie sich danach, mit ihm allein zu sein und keine Angst davor haben zu müssen, dass sie jemand erwischte. Hermine mochte sich gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn all das was sie und Ginny in die Wege geleitet hatten, an die Öffentlichkeit käme. Würde man sie rausschmeißen? Das war so ziemlich das Schlimmste, was sich Hermine vorstellen konnte. Doch dieser Mann, der ihr Lehrer war, hatte etwas so Besonderes an sich, dass Hermine den unstillbaren Drang verspürte, mehr über ihn herauszufinden. Sie wollte wissen, was sich hinter der Maske aus Zynismus, Kälte und Unnahbarkeit befand. Dieser kurze Moment in den Kerkern, in dem er die Kontrolle abgegeben und rein nach Gefühl gehandelt hatte, schien Hermine schon wieder viel zu weit entfernt. Sie wollte ihn küssen. Sie wollte seine Lippen auf ihren spüren, er sollte seine Arme um sie legen und sie fest an sich gedrückt halten. Sie wollte dieses Gefühl der Geborgenheit, der überschwänglichen Leidenschaft erneut empfinden. Es war so wundervoll gewesen, obwohl es nur wenige Sekunden gedauert hatte.

Hermine ließ den Blick über die Gryffindor-Tribühnen wandern, auf der Suche nach Ron. Es schmerzte sie immernoch, dass er ihr nicht verzeihen konnte. Er war ihr wichtig, er war ein Teil ihrer Familie, aber sie konnte ihn eben nicht so lieben, wie er sie liebte. Hermine hoffte, dass Ron bald jemand Neues finden würde. Jemanden, der ihn wirklich glücklich machen konnte. Vielleicht war er dann bereit, ihr zu vergeben.
Auf einmal sausten zwei Spieler knapp über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Hermine brauchte einen Moment, bsi er die beiden erkannte. Es waren Harry und Draco - scheinbar hatten sie beide den Schnatz entdeckt. Mit einem unguten Gefühl verfolgte Hermine mit den Augen die beiden Jungs auf ihren Besen. Sie zählte die Sekunden, bis einer von ihnen endlich den Schnatz fangen würde. Auch der Rest der Zuschauer hatte jetzt scheinbar mitbekommen, dass sich das Spiel dem Ende neigte und gespannt wandten sich alle Köpfe nach den beiden Suchern um. Hermine beobachtete, wie Harry kurz vor den gegnerischen Ringen in die Tiefe stürzte. Sie konnte vor Schreck einen kurzen Aufschrei nicht vermeiden und sprang - wie viele andere - von ihrem Platz. Auch Draco lenkte seinen Besen eine Sekunde später richtung Boden. Zu spät allerdings - Harry hatte sich den Schnatz bereits geschnappt und bewahrte sich mit einer scharfen Kurve vor einem heftigen Zusammenstoß mit der doch deutlich stärkeren Erde.
Die Gryffindor-Tribühnen explodierten vor Freude. Auch Hermine ließ sich von der überschwänglichen Freude mitreißen und umarmte Lavender unter lauten Jubelrufen.

*~*


Nach dem Spiel drängte sich Hermine mit den anderen Zuschauern die enge Treppe der Tribühne hinunter und sah sich mit nervösem Herzklopfen nach Severus um.

»Hey, Mine!« Ginny kam auf Hermine zugelaufen und umarmte sie kurz. »Tolles Spiel, was?« Trotz des Lächelns hatte Hermine das Gefühl, dass sich Ginny nicht wirklich über den Sieg freute.

»Ist alles in Ordnung?«, fagte sie und sah sich nach Harry um, konnte ihn jedoch nirgends sehen.

Ginny bis sich auf die Lippe. »Ich weiß einfach nicht, wie ich mit Harry Schluss machen soll! Ich wollte es tun, bevor das Quidditchspiel beginnt, aber dann hätte ihn das sicher viel zu sehr abgelenkt! Und jetzt freut er sich so über den Sieg! Ich finde einfach nicht den richtigen Moment! Und außerdem habe ich irgendwie Schuldgefühle, weil ich mit-« Ginny räusperte sich und flüsterte: »-Lucius geschlafen habe, bevor ich das mit Harry geklärt habe!«

Hermine sah sie mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck an. »Also ich glaube ich werde mich nie daran gewöhnen, dass du ausgerechnet Dracos
Vater gewählt hast. Mach es besser nicht heute, das versaut ihm den ganzen Tag!«

»Jaah, du hast wahrscheinlich Recht. Kommst du noch mit in den Gemeinschaftsraum? Wir wollen feiern.«

Hermine grinste verlegen. »Also ehrlich gesagt war Malfoy vorhin bei mir und hat gesagt-«

»Draco?«, fragte Ginny verwirrt.

»Nein, Lucius!«

»Lucius

»Ja, er hat eine Andeutung gemacht, dass Sn- Severus mich sehen will. In der Villa der Malfoys. Allein.« Hermine spürte, wie ihr Herz wieder schneller zu schlagen begann.

»Ehrlich? Oh mein Gott, dann musst du mir später alles erzählen!«, sagte Ginny mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

»Scht! Ja, später! Ich muss jetzt weg!«

Auf dem Weg zum Treffpunkt stieg Hermines Angst. Sie spürte wie ihre Hände zitterten und sie musste sich zwingen, nicht einfach umzudrehen und wegzulaufen. Was, wenn sie alles falsch machen würde?! Wenn es ihr nicht gefiel? Oder wenn es ihm nicht gefiel? Hermine war froh, als sie in der Ferne Lucius Malfoy auf sie warten sah. Jetzt gab es kein zurück mehr.

»Miss Granger.« Lucius hielt ihr die Hand hin. Es kostete Hermine einiges an Überwindung sie zu nehmen und mit ihm nach Wiltshire zu apparieren.

*~*


Malfoy Manor war unumstritten die prunkvollste Villa, die Hermine je gesehen hatte. Die breite Auffahrt wurde von einer hohen Hecke gesäumt und ein weißer Pfau lugte aus dem großen Garten heraus und beobachtete die beiden Neuankömmlinge, die auf das große, schmiedeeiserne Tor zugingen. Statt es zu öffnen, zog Lucius Hermine einfach hindurch, als wäre das Tor eine reine Illusion. Kurz vor dem Eingang befand sich ein eleganter Springbrunnen. Lucius zuckte nicht mit der Wimper, doch Hermine bekam den Mund schon jetzt vor Staunen kaum mehr zu. Auch von innen strahlte die Villa puren Reichtum aus, die Malfoys ließen keine Möglichkeit aus, Eindruck zu schinden.
Lucius führte Hermine in den Salon, in dem eine lange Tafel stand. An der Decke hing ein prunkvoller Kronleuchter und im Kamin knisterte ein Feuer. Es war vollkommen still in der Villa, scheinbar waren sie beide die einzigen Anwesenden.

»Möchten Sie Wein, Miss Granger?«, fragte Lucius, als er ihr den Mantel abnahm.

»Mmh, gerne.«, murmelte Hermine und sah sich mit gemischten Gefühlen im Salon um. Ihre Nerven waren bereits zum Zerreißen gespannt. Sehnsuchtsvoll wartete sie darauf, dass Severus erschien, sodass nicht mehr alles zu unglaublich fremd wirkte. Sie war nur wegen ihm hierhergekommen und sie würde keine ruhige Minute haben, solange sie mit Lucius Malfoy alleine war.

»Er wird in wenigen Minuten hier sein.«, sagte Lucius, als hätte er Hermines Gedanken gelesen. Er reichte ihr ein Glas mit köstlichem Wein und ließ sie dann allein. Hermine ging zum Kamin, schloss die Augen und genoss die Wärme auf der Haut. Gerne hätte sie zumindest den Schal ausgezogen, denn ihr Hals fühlte sich merkwürdig eng an, doch sie fühlte sich bereits mit Kleidung ziemlich nackt in dieser großen Villa. Sie musste unbedingt die Nerven behalten, Ginny wusste wo sie war und wenn sie nicht wieder auftauchte, würde sie sofort ganz Hogwarts auf die Suche schicken! Hermine atmete tief durch und trank einen großen Schluck Wein.

»Es freut mich, dass du gekommen bist.«

Bei seiner Stimme drehte sich Hermine sofort um. In de Tür stand Severus, wie immer in einen nachtschwarzen Umhang gehüllt. Als hätte jemand einen Schalter umgelegt, fiel plötzlich jegliche Angst von Hermine ab. Sie war so unglaublich froh, dass er gekommen war. Sie stellte das Weniglas auf den Tisch und ging dann mit schnellen Schritten auf Severus zu, der die Arme ein Stück ausbreitete und sie mit einem leidenschaftlichen Kuss empfing. Er atmete den herrlichen Duft ihrer Haare ein und zog sie fest an sich. Hermines Herz hatte seine Schläge verdoppelt. Sie genoss den Kuss in vollen Zügen und legte den Kopf dann an seine Brust.

»Ich hätte dich gerne selbst hierher begleitet, doch ich konnte nicht sofort nach dem Quidditch-Spiel gehen.«, sagte Severus und strich Hermine behutsam durchs Haar.

»Ich habe gehofft, dass das hier kein Traum ist. Ich hatte Angst, du würdest nicht kommen.«, murmelte Hermine in den Stoff seines Umhangs.

Es war so merkwürdig, ihren Professor zu duzen. Doch er war längst mehr als ein Lehrer für Hermine. Sie fühlte sich gut bei ihm, mehr als gut.

»Das alles hier ist sehr real. Ich selbst hielt es bis vor Kurzem noch für einen verrückten Traum.«

Hermine spürte seine Finger immer und immer wieder durch ihr Haar gleiten. In seiner Gegenwart war es so einfach, sich zu entspannen und den Gedanken einfach freien Lauf zu lassen.

»Ist Mal- Dracos Vater noch da?«, fragte Hermine leise.

»Nein, wir sind jetzt allein.«

Hermine gab sich einen Ruck und sah zu Severus auf. Als sich ihre Blicke trafen, fühlte sich Hermine, als hätte er sie auf einen Schlag durchschaut. Seine Blicke waren so unglaublich tiefgründig! Das war ihr vorher nie aufgefallen. Severus neigte sich ihr zu und küsste sie sinnlich. Hermine fühlte sich wohl in seinen Armen, doch die Nervosität ließ sich nicht leugnen. Sie musste es ihm sagen - irgendwie.

Severus zog Hermine den Schal vom Hals und strich mit dem Handrücken über die zarte Haut. Hermines Herz schlug so heftig gegen ihre Brust, dass sie sicher war, dass Severus es hören musste. Sie ließ sich von ihm das Oberteil ausziehen und machte sich mit zittrigen Händen an den Knöpfen seines Umhangs zu schaffen. Seine Hände schlossen sich um ihre Handgelenke und Hermine sah auf.

»Hast du Angst?«, fragte Severus leise und mit einem ernsten Gesichtsausdruck. Hermine schien es, als ob er sie mit seinem Blick durchleuchten würde.

»Nein.«, flüsterte sie und senkte erneut den Blick.
»Aber ich- Ich habe noch nie- Es ist-«

»-dein erstes Mal?«, vollendete Severus ihren Satz. Obwohl er sonst die Maske der Gleichgültigkeit nie ablegte, war er nun wirklich überrascht. Er war im Begriff mit einem siebzehnjährigen Mädchen zu schlafen, das noch keinerlei Erfahrungen hatte! Severus wusste nicht, was er davon halten sollte. Einerseits hielt er es für falsch, ihr die Erfahrung zu nehmen, die sie sonst mit einem Jungen ihres Alters gemacht hätte. Doch andererseits erregte es ihn, zu wissen, dass er derjenige sein würde, mit dem sie diese Erfahrung teilen würde. Er wollte, dass es schön für sie wurde, er wollte, dass sie sich noch lange an diesen Tag erinnerte.

»Ist das ein Problem?«, fragte Hermine, deren Stimme fast nur noch ein Hauchen war. Sie hatte so wahnsinnige Angst, von ihm verschmäht zu werden, wo sie sich doch so sehr nach ihm sehnte.

»Keinesfalls.«, antwortete Severus, hob sie mit einem Ruck hoch und setzte sie auf der Tischplatte ab. »Aber du solltest keine Angst hiervor haben. Wenn man es richtig macht, ist es das größte Vergnügen auf der Welt.«

Hermine nickte und brachte sogar ein Lächeln zustande.

»Lass dich einfach hineinfallen, die Angst blockiert dich nur. Vertrau mir.«

Vertrau mir... Im Moment gab es keinen Menschen auf der Welt, dem Hermine mehr vertraut hätte, als ihm. Sie schlang die Arme um Severus Schultern und ließ sich von seinen Küssen verführen. Jede Berührung brannte wie Feuer auf ihrer Haut. Noch nie hatte sich Hermine so erregt gefühlt, noch nie hatte sie etwas so stark wahrgenommen! Je mehr Kleidung zu Boden fiel, desto hemmungsloser wurden ihre Küsse und es dauerte nicht lange bis auch das letzte bisschen Angst von Hermine abgefallen war. Sie wollte ihn spüren, sie wollte wissen wie es war, wie es sich anfühlte, einem Mann so nah zu sein, wie es einer Frau möglich war. Sie spürte sein Herz schlagen, als sie eine Hand auf seine Brust legte und diese langsam tiefer gleiten ließ. Plötzlich war alles so einfach. Sie wusste was sie tun musste und dass sie sich vor nichts zu schämen brauchte. Das hier war vollkommen normal und es war das, was sie beide wollten!

Der Moment, in dem ihre Körper endlich miteinander verschmolzen war der schönste Augenblick in Hermines bisherigem Leben. Severus war vorsichtig - Er ließ Hermine ihre Grenzen testen und fand dabei heraus, was ihr gefiel. Er bdeckte ihren gesamten Körper mit Küssen und Hermine wünschte sich, dass dieser Augenblick niemals enden würde. Severus wusste, dass er ihr, sobald sie soweit war, noch um einiges mehr Vergnügen bereiten konnte. Jetzt konnte auch er endlich einmal für kurze Zeit der Mann sein, der er tief in seinem Herzen war.

Sverus füllte Hermine vollkommen aus, es schien sogar, als würde er über das Maß hinausgehen. Tausend Lichter explodierten hinter Hermines vor Erregung geschlossenen Lidern, während Severus immer und immer wieder in einem langsamen, geradezu qualvollen Rhythmus in sie stieß.


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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