
von nine88
Danach hatten sie lange Ruhe und vier Jahre später bekam Emilia Maja und sie verwöhnten sie so gut es ihnen möglich war. Charlie wurde nie warm mit Maja, da er sich vernachlässigt fühlte, auch wenn Severus ihn immer persönlich zum Schwimmtraining und zum Gitarrenunterricht brachte. Doch wenn sie zu Hause waren gab es nur noch Maja. Als Charlie 1988 nach Hogwarts kam, konnte er es gar nicht abwarten von zuhause weg zu kommen. Er liebte seine Eltern, ohne Frage, aber Maja war trotz der Zwillinge Nicole und Isabell, der Mittelpunkt der Familie. Sie genoss es in vollen Zügen, doch Charlie hoffte für die zwei Neugeborenen, dass seine Eltern das irgendwann ändern würden.
„Charlie, wir gehen morgen in die Winkelgasse, hast du deine Liste noch?“, Charlie nickte und sah zu Maja, die sofort herum wirbelte und zu Severus lief.
„Ich will mitkommen Daddy.“, Charlie stöhnte leise und wollte schon in sein Zimmer hoch gehen, doch er erstarrte mitten in der Bewegung.
„Das ist Charlies Tag Prinzessin, er entscheidet wer mit darf und wer nicht. Nur mich darf er nicht rausschmeißen.“, Charlie wirbelte herum und strahlte Severus an. Er keuchte als Maja ihm den Kopf in den Magen rammte und dann zu ihm aufsah. Ganz unschuldig und mit dem Blick, der bei Severus immer und bei Emilia meistens wirkte.
„Darf ich mit Charlie? Bitte ja?“, Charlie atmete tief durch, schob sie von sich und antwortete ganz ruhig Nein. Emilia kam gerade ins Wohnzimmer, sie hatte die Zwillinge schlafen gelegt und sah erstaunt auf die Situation. Maja sah Charlie total verdutzt an, während Severus sich übers Gesicht strich und Charlie an ihr vorbei rauschte. Sie hatten eine halbe Stunde zu tun Maja zu beruhigen, doch es blieb bei Charlies Entscheidung. Emilia würde mit Maja, Nicole und Isabell zuhause bleiben, während Severus und Charlie in die Winkelgasse gehen würden. Entsprechend aufgeregt war Charlie am Morgen. Er suchte seinen besten Umhang raus, ein dunkelblauer mit einem silbernen Faden in den Nähten eingearbeitet. Er warf ihn über und versuchte fast 20 Minuten seine Haare etwas zu glätten, doch sie waren immer recht unordentlich, weshalb er aufgab, sich die Zähne putzte und dann die Treppe runter rannte. Sie hatten sich nach drei Jahren für ein neues Haus entschieden, als Emilia erfuhr, dass sie erneut schwanger war. Severus hatte sich besonders viel Mühe mit den Kinderzimmern gegeben und Charlie war noch sehr glücklich, da er das größte der Zimmer bekam und die gesamte Aufmerksamkeit seiner Eltern. Die Zwillinge hatten das ehemalige Gästezimmer bekommen. Als Charlie runter kam, saß nur Severus an dem gedeckten Frühstückstisch in den Tagespropheten vertieft und mit der obligatorischen Tasse Kaffee in der Hand. Doch als Charlie sich auf seinen Platz setzte, direkt neben Severus, den er gegen Maja verteidigt hatte, ließ Severus die Zeitung sinken und sah seinen Sohn genau an.
„Wir haben dich vernachlässigt.“, es war keine Frage, es war eine Feststellung und Charlie schluckte, als er die Selbstvorwürfe in Severus‘ Stimme hörte. Charlie sagte nichts und nahm sich eine Ladung Pancakes und kippte Ahornsirup drüber.
„Denkst du wir lieben Maja mehr als dich?“, Charlie schluckte, doch konnte eine Träne nicht verhindern, als er nickte. Severus stöhnte frustriert und Charlie presste sich an Severus als der ihn kurzer Hand zu sich zog und auf seinen Schoß zog. Charlie schlang die Arme um Severus‘ Hals, der ihm über den Rücken strich und in Charlies Ohr flüsterte. Emilia sah besorgt aus, als sie ins Zimmer kam und setzte sich an den Tisch. Severus sah auf das Fieberthermometer auf dem Tisch, doch Emilia deutete auf Charlie und Severus hielt ihn bis Charlie den Kopf hob. Er sah zu Emilia und dann auf das Thermometer neben ihrer Hand, während sie sich ein Toast butterte.
„Maja ist krank?“, fragte er und Emilia nickte.
„Sie hat Fieber und du, dir geht’s aber gut oder?“, Charlie nickte und strahlte, als Emilia ihm über die Wange strich.
„Das ist schön, dann kannst du den Tag mit Papa heute genießen, bringt ihr mir was mit?“, Charlie nickte sofort und Emilia küsste ihn auf die Wange.
„Na los, iss mein Schatz, damit ihr schnell los könnt, umso mehr Zeit habt ihr, damit du dich umsehen kannst.“, Charlie nickte und sprang von Severus‘ Schoß, der Emilia besorgt ansah. Emilia lächelte und küsste Severus.
„Guten Morgen.“, Severus schmunzelte, drückte ihre Hand und trank seinen Kaffee aus.
„Komm Dad.“, sagte Charlie aufgeregt und zog an Severus‘ Hand.
„Einen Moment noch Großer.“, sagte er und ging die Treppe hoch.
„Natürlich Maja.“, maulte er leise und zuckte zusammen, als Emilia ihn von hinten umarmte.
„Du bist schon so groß und jetzt gehst du nach Hogwarts. Bitte versprich mir, dass du uns schreibst. Ich vermiss dich jetzt schon.“, Charlie brummte, doch kuschelte sich in die Umarmung.
„Lös dich von deiner Mutter, oder willst du nicht los?“, fragte Severus nach einer Minute und Charlie sah ihn überrascht an.
„Ich brauchte noch meinen Umhang und dein Geschenk.“, lächelte Severus und Charlie drückte Emilia weg, küsste sie auf die Wange und sah Severus begierig an.
„Erstmal reisen wir in den tropfenden Kessel, dann bekommst du deine Überraschung OK?“, Charlie nickte aufgeregt und nahm eine Handvoll Flohpulver. Emilia ließ sich von Severus zum Abschied küssen und wank Charlie, bevor der verschwand.
„Also?“, Severus schnaubte amüsiert, doch sah sich erstmal um und zog Charlie zu einem Tisch in der Ecke.
„Hier.“, sagte Severus und schob ihm ein kleines Säckchen rüber.
„Was ist das Dad?“
„Deine Urgroßmutter ist der Meinung du verdienst es mehr als ich.“, sagte Severus amüsiert und Charlie zog einen Ring aus dem Säckchen und einen Schlüssel.
„Du bist der Erbe der Prince, dieser Ring verschafft dir gemeinsam mit dem Schlüssel den Zugang zum Vermögen der Prince, das Allein dir zusteht und mit dem du machen kannst was du willst.“, Charlie sah Severus mit großen Augen an.
„Du verarschst mich oder?“
„Nein mein Sohn, deine Urgroßmutter liegt im Sterben und sie kam letzten Monat, damit du es bekommst. Natürlich musst du deine Schulsachen nicht davon bezahlen, doch wenn du willst, kannst du das Verließ heute besuchen.“, Charlie sah nachdenklich auf den Ring und schob ihn zu ihm rüber.
„Ich will, dass du ihn nimmst Dad.“, Severus schüttelte den Kopf und schob ihn zurück.
„Doch ganz ehrlich Dad, was soll ich damit?“
„Du wirst es früher oder später zu verwenden wissen.“, Charlie dachte lange nach.
„Ich will, dass du die Schule aufmachst Dad.“, Severus sah Charlie erstaunt an.
„Ich hab dich und Mum einen Abend davon sprechen hören, dass euch noch immer mehr als die Hälfte fehlt. Es ist euer Traum Dad, eröffne die Zaubertrankschule.“, Severus seufzte.
„Du kriegst es wieder.“, sagte Severus, doch nahm den Ring und schob den Schlüssel in seine Brusttasche. Severus sah den Ring nachdenklich an und atmete tief durch, bevor er ihn auf den linken Ringfinger schob. Er zuckte zurück, als seine Hand heiß wurde und wollte den Ring schob abnehmen, bevor er auskühlte und Severus spürte, wie sich ein Film um ihn legte. Charlie sah ihn begeistert an und grinste, als Severus aufsah.
„Urgranni mag deine Haare nicht oder?“, Severus versuchte seine Haare ins Blickfeld zu bringen, doch da war nichts, er fuhr sich durch die Haare und wurde blass. Sie waren kurz, nur 5 cm lang. Er versuchte sie mit einem Zauber zu verlängern, doch nichts wirkte. Als er den Ring abnehmen wollte, fluchte er. Er hatte sich seinem Finger angepasst.
„Wenn ich das richtig sehe, wirst du ihn erst weiter geben können, wenn dein Erstgeborener erwachsen wird.“, Severus und Charlie wirbelten rum. Charlie war bereit weg zu rennen, wie er es gelernt hatte, während Severus blitzschnell den Zauberstab zog. Doch es war Severus‘ Großmutter, die Severus wohlwollend ansah.
„Er…“
„Ich hatte es gehofft. Dein Großvater wollte ihn dir nicht geben, doch ich hatte gehofft, dass dein Sohn ihn an dich geben würde und so ist es. Du bist der wahre Erbe Severus.“, Severus sah sie dankbar an und sah zu Charlie.
„Wollen wir dann los?“, Charlie nickte strahlend, doch seine Urgroßmutter hielt ihn auf.
„Damit du nicht ganz ohne ausgehst, hier.“, sagte sie und reichte ihm ein Paket.
„Pack es aus, wenn du in Hogwarts bist.“, bat sie und Charlie nickte und steckte es in die Umhangtasche. Severus schmunzelte. Er wusste genau was es sein würde, seine Mutter hatte ihm ihres gegeben, doch ein neues wäre sicher viel besser. Severus schmunzelte, wünschte seiner Großmutter einen schönen Tag und legte Charlie eine Hand auf die Schulter und schob ihn zum Hinterausgang. Er öffnete den Durchgang und eröffnete Charlie den ersten Blick auf die Winkelgasse. Charlie klappte der Mund auf und er sah begeistert zu Severus hoch, nahm seine Hand und drängte ihn dazu los zu gehen. Severus leitete ihn langsam, damit sich Charlie alles ansehen konnte.
„Also mein Schatz, bist du bereit?“, Charlie nickte strahlend. Emilia und Severus hatten die Zwillinge und Maja zu Eileen gebracht und standen nun mit ihm auf dem Bahnhof um ihren Sohn zu verabschieden. Emilia weinte leise, während Severus den Koffer in den Zug hob und ein älterer Schüler ihn in die Gepäckablage legte.
„Ich hoffe du findest ganz viel Freunde und hast eine wundervolle Zeit in Hogwarts mein Liebling, wir holen dich zu Weihnachten hier wieder ab ja?“, Charlie nickte und drückte sich fest an Emilia, ließ sich auf die Wange küssen und drückte kurz Severus, der ihm die Schulter drückte und ihn stolz ansah.
„Eddie Carmichael.“, Charlie stand aufgeregt in der Reihe der Erstklässler um vom sprechenden Hut in ein Haus sortiert zu werden. Charlie wünschte sich nach Gryffindor zu kommen, allein um seine Eltern zu ärgern, doch er nahm an nach Ravenclaw zu kommen, Slytherin wollte er um alles in der Welt nicht einmal in Betracht ziehen, auch wenn sein Vater in diesem Haus war. Bei seinen Überlegungen bekam er die weitere Einordnung nicht mit und sah auf, als sein Name aufgerufen wurde. Er saß lange auf dem Stuhl und zitterte langsam, bevor der Hut ihn nach Ravenclaw schickte. Charlie setzte sich neben Eddie und sah nach vorne. Er ahnte nicht, dass an diesem Tag, sich sein Leben grundlegend verändern würde, er es besser finden würde als je zuvor zuhause und er sich jeden Sommer mehr Vorwürfe machen würde, dass er sich nicht freute, nach Hause zu kommen. Mit 17 enttäuschte er seinen Vater und seine Mutter, als er die Schule abbrach und sich nur um seine Musik kümmerte. Als dies nicht lief, zwang Severus ihn in die Zaubertrankschule zu gehen, um wenigstens einen Beruf zu lernen. Charlie war begabt, sehr gut in Zaubertränke, doch es machte ihm keinen Spaß. Er wollte Musik machen, sein Leben lang hatte er etwas gesucht worin er einzigartig war und hatte es in der Musik gefunden. Als er Albus‘ Ruf in den Orden folgte verärgerte er seinen Vater so sehr, dass der ein Jahr nicht mit ihm sprach, ihm in der Schule aus dem Weg ging und zu seiner Zeugnisverleihung einfach nicht anwesend war. Charlie war bereits mit 17 ausgezogen, hatte sich eine kleine Wohnung genommen und kümmerte sich nun da er den Abschluss hatte nur noch um seine Musik und den Orden. Er musste schlucken, als er Severus und Emilia bei der Hochzeit von Bill Weasley wieder traf. Er heiratete ein Mädchen namens Lydia Wolfstean, das Charlie nicht näher kannte, doch er hatte Charlie im Orden kennengelernt und sie verstanden sich sehr gut.
„Charlie.“, Charlie schluckte, als Emilia ihn flehend ansah. Severus drückte Emilias Hand und ließ die beiden allein. Charlie sah ihm hinterher, bevor er sich zu seiner Mutter drehte.
„Mum.“, sagte er vorsichtig und schluckte, als sie ihm um den Hals fiel und an seine Schulter schluchzte.
„Ich hab dich vermisst mein Liebling.“, flüsterte sie und Charlie drückte sie fest an sich.
„Es tut mir leid Mum, ich habe euch enttäuscht.“, Emilia schüttelte den Kopf.
„Du bist unser Sohn Liebling, solange du glücklich bist ist es für uns OK.“, Charlie seufzte.
„Für dich vielleicht, aber für Dad…“
„Er ist nur besorgt Liebling, er hat Angst um dich, seit du im Orden bist schläft er unruhig, bei jedem deiner Einsätze bleibt er wach, falls eine Nachricht von dir kommt, dass du verletzt wurdest.“, Charlie schluckte. Das hatte er nicht gewusst. Er schob Emilia etwas von sich und küsste sie auf die Wange.
„Es tut mir leid Mum, hab einen schönen Tag ja?“, Emilia nickte lächelnd und Charlie lief zu Severus, der mit einem Whiskey an Rand stand und sich mit Remus unterhielt.
„Ich geh nach Dora sehen.“, lächelte er als er Charlie sah und Severus nahm einen tiefen Schluck Whiskey.
„Hey Dad.“
„Charlie.“, nickte Severus und Charlie atmete tief durch.
„Es tut mir leid Dad.“, Severus nickte und Charlie sah ihn ungemütlich an, doch sie wurden unterbrochen, als Kingsleys Patronus ins Zelt flog und verkündete, dass die Todesser auf dem Weg seien. Severus sah sofort nach Emilia, die zu ihm lief.
„Verschwinde.“, schrien jedoch Severus und Charlie gleichzeitig. Emilia sah sie ängstlich an, doch disapparierte, während Severus und Charlie die Zauberstäbe zogen, sich ansahen und dann begannen die ankommenden Todesser zu beschießen.
„Wen haben wir denn hier.“, lachte Malfoy und hielt Charlie den Zauberstab an den Hals. Remus hielt Severus zurück, die sich im Hintergrund hielten, versteckt.
„Siehst deinem Vater zum Verwechseln ähnlich.“, Charlie sah Malfoy angewidert an.
„Genauso arrogant und besserwisserisch möchte ich meinen.“
„Du hast doch keine Ahnung Malfoy.“, spuckte ihm Charlie vor die Füße und steckte die Ohrfeige ohne Reaktion ein, während Severus die Hände zu Fäusten ballte, Remus abschüttelte und Malfoy einen Fluch auf den Hals hexte.
„Finger weg von meinem Sohn.“, zischte er und befreite Charlie mit einem Wink des Zauberstabs, der sofort aufsprang und seinen Zauberstab aus Malfoys Umhangtasche nahm.
„Verschwinde hier.“, Charlie sah Severus an, doch schüttelte den Kopf. Severus brummte, packte ihn am Oberarm und zog ihn zu den anderen.
„Severus.“, schrie Remus, doch da traf der Fluch ihn schon im Rücken und Severus sackte in sich zusammen. Charlie sah entsetzt auf seinen Vater, wirbelte herum und schoss das erste Mal in seinem Leben den Todesfluch. Malfoy fiel auf der Stelle tot um.
„Junge hast du sie noch alle.“, schrie Moody, doch Charlie war neben Severus auf die Knie gefallen und suchte zitternd nach einem Puls.
„Er ist nicht tot Charlie.“, sagte Remus und legte Severus auf eine Trage.
„Aber was hat er?“
„Das ist alles deine Schuld, du bist Schuld dass Papa vielleicht nie wieder aufwacht, du bist Schuld wenn Papa stirbt.“, schrie Maja als Charlie Severus besuchen kam im St. Mungo. Charlie starrte sie mit schreckgeweiteten Augen an und noch mehr, als Emilia ihr eine Ohrfeige gab.
„Das ist ganz sicher nicht Charlies Schuld.“, Maja weinte, während Charlie zu ihnen rüber ging und den kleinen David auf den Arm nahm und sich neben Emilia auf den Stuhl setzte.
„Wie geht es ihm?“
„Die Heiler meinen dieser Fluch löst ein Multiorganversagen aus, was sie jedoch hoffen mit Tränken regulieren zu können. Wenn es klappt wird er in zwei Wochen wieder ganz der Alte sein.“, Charlie sah sie besorgt an.
„WENN es klappt?“, Emilia nickte und wischte die Träne weg.
„Wo sind Nicole und Isabell?“
„Bei deiner Großmutter.“, Charlie nickte und nahm Emilias Hand. Sie legte die Wange an seine Schulter und drückte seine Hand.
„Wir waren bei deinem Konzert Liebling, Severus war stolz auf dich, sehr stolz, so stolz dass er sogar ein T-Shirt gekauft hat. Aber er wollte nicht, dass du uns siehst.“, Charlie sah sie erstaunt an und seufzte dann, doch war glücklich, dass sie sein erstes Konzert nicht verpasst hatten.
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