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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Flucht

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Es war mitten in der Nacht, als ein einsamer Schatten durch das Manor huschte. Ungesehen von allen bewegte er sich durch die Gänge, den noch immer blutigen Salon, weiter die kalte, feuchte Steintreppe hinunter zu den Kerkern. Diese waren mittlerweile unbewacht, da ihnen ihr Opfer nicht mehr entwischen konnte. Zumindest nicht ohne Hilfe, die ihr inzwischen ohnehin keiner mehr zuschrieb. Ein Fehler, was dem Schatten zugutekam, denn damit ging die Tür auf und er war drin.
Was sich ihm dann zeigte, war ein schwer atmendes, zerbrechliches Etwas, das entsetzlich zitterte und dem Tod um so vieles näher stand als dem Leben. Auf den Anblick fluchte er in sich hinein, bevor er gänzlich zu dem schwer verletzten Mädchen trat. Er ließ sich neben sie fallen und ergriff sie vorsichtig bei den Schultern, an denen er sie behutsam auf den Rücken drehte, was sie wimmern ließ und ihr schließlich ein schmerzlich Stöhnen entlockte.
„Sch“, hauchte er auf ihren Schmerzlaut beruhigend, während sein Blick schuldig über ihre fahle Erscheinung huschte. Sie war von oben bis unten blutverschmiert, zerschrammt, grün und blau geprügelt und zudem eiskalt. Ihr zerbrechliches Herz schlug inzwischen so gequält, dass man jeden Moment fürchten musste, dass es gänzlich aussetzte, um seinen Dienst nie wieder aufzunehmen. Doch so leicht würde er es ihm nicht machen.
Er zog sie behutsam noch stärker zu sich und hüllte Hermiones Gestalt in einen warmen, schwarzen Umhang, den er versuchte fest um den zerschundenen Körper zu ziehen, ohne ihr dabei zu große Schmerzen zu bereiten. Etwas, was gar nicht mehr möglich war, denn sie zuckte, stöhnte und wimmerte bei jeder noch so kleinen Berührung.
„Sch. Ganz ruhig“, sprach er ihr sanft zu, hatte sie dann aber halbwegs warm verpackt und drückte sie etwas mehr an seine Brust, sodass er ihren schweren, fiebrig heißen Atem selbst durch die dicken Kleider spürte.
„Hermione?“, hauchte er und strich ihr über die bleiche Wange. Eine Reaktion blieb jedoch aus, genauso wie ihre Augen verschlossen blieben, was ihn erneut fluchen ließ. Er verfluchte sich dafür, dass er nicht früher gehandelt, und am Ende all das zugelassen hatte. Nun war es zu spät.
„Hermione? Sieh mich an. Mach die Augen auf“, drängte er sie behutsam und strich ihr erneut über die Wange. Dadurch ließ er ein wenig Wärme zurück, aber auch noch etwas anderes. So drang der Duft des Schattens nach und nach bis in ihr gequältes Unterbewusstsein vor, wo er sehr schwach etwas in ihrem Geist weckte und dafür sorgte, dass sie die blutunterlaufenen Augen ein Stück weit öffnete.
„Hermione?“, rief er auf diese Regung leise, doch ihr Blick war leer. Ausgezehrt. Ausgebrannt. Gebrochen. Sie registrierte kaum noch etwas um sich herum. So auch nicht, dass er ihr eine kleine Phiole an die bleichen, rissigen Lippen legte und die heilende Essenz behutsam einflößte.
Doch anders als die letzten beiden Male, spürte Hermione keinerlei Besserung. Der Schmerz blieb wie festgefressen in jeder noch so winzigen Faser ihres Körpers bestehen, was selbst das Atmen unerträglich machte. Sie konnte einfach nicht mehr. Es ging nicht mehr. Es war zu viel. Alles. Die ganzen Flüche von IHM. Sie drohten sie abermals umzubringen, womit sich ihre Augen ohne ihr Zutun von selbst schlossen.
„Hermione? Nicht. Bleib wach!“, redete der Schatten drängend auf sie ein, ohne Erfolg. „Scheiße“, fluchte er und nahm sie schließlich ganz zu sich, was sie aufs Neue wimmern ließ, als er sie fester umschloss.
„Sch“, hauchte er ihr beruhigend, aber dennoch unsicher zu, da das, was er vorhatte, doch von vorn herein zum Scheitern verurteilt war. Dennoch musste er es wenigstens versuchen. Alles andere könnte und würde er nicht mehr ertragen. Ihre Schreie, die ihn bis tief in die Nacht verfolgten. Es war grauenvoll, weshalb er sich mit ihr in den Armen aufrappelte.
Doch anders als die Vortage, trug er sie nicht in die Ecke mit dem Stroh, sondern raus aus dem Kerker und so leise wie möglich, die Steintreppe nach oben, damit niemand sie bemerkte. Falls doch, war es das Beste, wenn er sich und der Hexe gleich den Avada beibrachte, um dem kommenden Wahnsinn zu entfliehen.
Er huschte beinahe lautlos durch das Manor, an jede nur erdenkliche Ecke, aus der man für gewöhnlich das Haus verlassen konnte. Doch jede Tür und jedes Fenster war entweder mit einem Spruch magisch so versiegelt, dass sofort ein Alarm ausgelöst wurde, wenn man diese öffnete, oder es standen Wachen herum.
Disapparieren ging auch nicht, da, wie auf Hogwarts, ein Zauber auf dem Manor und der näheren Umgebung des Grundstückes lag, der derartiges verhinderte. Erst wenn er hinter diesen Grenzen war, würde sich ihm die Möglichkeit bieten zu verschwinden. Doch da er nicht einmal einen Weg fand, um das Manor ungesehen zu verlassen, brauchte er sich auch keine Gedanken darüber machen, wohin er verschwinden konnte.
„Verdammte Scheiße“, fluchte er erneut leise, als er Jugson an einer anderen Tür entdeckte, durch die er wollte und so gleich den Gang, den er gerade erst gekommen war, zurück huschte. Wenn das so weiter ging, irrte er noch bis zum Morgen hier herum. Und wenn er das tat, dann war es ihr sicheres Todesurteil. Seines auf alle Fälle. Eines, was Lucius oder Bellatrix mit Freuden vollstrecken würden.

۩ ۞ ۩


Nach wie vor von Schmerzen und Krämpfen gequält, blinzelte Hermione schwach, in ihrer halben Bewusstlosigkeit, vor sich hin.
Sie hatte keine Ahnung, was gerade war. Wo sie war. Ob man sie bereits wieder in den Salon zerrte, damit dieses Monster sie erneut foltern konnte. Sie bemerkte lediglich, wie die mäßig beleuchteten Wände scheinbar an ihr vorbei rauschten.
Sie folgte dem nur kurz, bis der Schwindel aufs Neue übermächtig wurde und sie die Augen schloss. Ihr Kopf sank dadurch von selbst mehr zurück, wodurch sie letztlich etwas Weiches an ihrer zerschundenen Wange spürte. Es fühlte sich an wie Stoff, weswegen sie sich nochmal dazu zwang, die Lider zu heben.
Es war verdammt schwer und kostete sie beinahe das letzte bisschen Kraft, dennoch gelang es ihr. Viel konnte sie allerdings nicht ausmachen, denn irgendwie war noch immer alles so dunkel und verschwommen. Ihre Augen schienen kaputt zu sein, weswegen sie versuchte, sich auf ihre verbliebenen Sinne zu konzentrieren.
Sie hörte das Tappen von Füßen, die sich rasch aber doch mit Bedacht bewegten. Darunter mischte sich hektischer Atem und auch immer mal eine leise gezischte Verfluchung. Das waren die einzigen Geräusche, die ihr zudem fremdartig in den Ohren nachklangen. Von wem sie stammten, vermochte sie nicht zu sagen, da es sie furchtbar anstrengte, darüber nachzudenken.
Was sie nach einer Weile aber zu verarbeiten begann, war die Tatsache, dass sie in warme Stoffe gehüllt, in irgendjemandes Armen lag. Und das war seltsam, denn diese grauenvollen Monster hatten sie in den vergangenen Tagen brutal, ohne jegliche Rücksicht, wie Vieh hinter sich hergezerrt. Das jetzt aber. . .
„Har - ry“, kam es ihr dünn, beinahe tonlos über die Lippen, dem ein leises aber doch eindringliches „Sch!“, von der unbekannten Gestalt folgte. Diese blieb dann auch kurz stehen und drückte sie noch etwas fester an sich, bevor sie flüsternd versprach: „Es wird alles gut“, was der Gryffindor schwach die Tränen in die fiebrig, glasigen Augen trieb, mit denen sie erneut versuchte, mehr zu erkennen. Doch es wollte ihr einfach nicht gelingen. Die Erscheinung blieb trotz allem nur eine dunkle Silhouette.
„Mach mir nicht schlapp, hörst du?“, entgegnete der Schatten ihr leise, halb verzweifelt aufgrund ihres schwindenden Antlitzes, bevor er sich wieder in Bewegung setzte, damit sie endlich dieser Hölle entfliehen konnten. Doch das Glück wollte ihm nicht beistehen, denn er machte vor sich urplötzlich eine andere Gestalt aus, die sich ebenfalls im Halbdunkel des Ganges bewegte. Und zwar in seine Richtung.
Hastig wich er einen Schritt zurück, um sich hinter einer der Säulen in den Schatten zu verbergen. Dabei drückte er das schwer verletzte Mädchen noch etwas stärker an sich, der daraufhin ein gequältes Wimmern entwich. Es war im Grunde nur ein Hauch, der in dem sonst so stillen Flur jedoch wie ein Grollen klang. Selbst in Hermiones Ohren, die nur wenig später vernahm, wie jemand „Lumos“ murmelte.
Beinahe noch im gleichen Augenblick erhellte sich der Gang in einem kalten, blau-weißen Licht, welches der Gryffindor fürchterlich in den Augen stach. Diese schlossen sich nur einen Moment später von selbst und rissen sie zurück in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Die Gestalt hatte sie in dem plötzlich aufflammenden Schein dennoch überdeutlich erkannt.
Es war eine Frau. Und diese Frau würde ihr genauso wenig etwas Gutes wollen, wie sonst irgendeiner in diesem Horrorhaus.

۩ ۞ ۩


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