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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Mein Feind

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Mit einem dumpfen Plopp kam Draco auf einem glitschigen Steilhang, nahe eines Küstenstreifens, an. Er verlor das Gleichgewicht, fiel und rutschte mit Hermione ein gutes Stück die klatschnasse Wiese wieder runter, bevor er völlig fertig, schwer atmend endlich liegen blieb.
Irgendwie drehte es ihm plötzlich aber fürchterlich im Kopf und auch so fühlte er sich wahnsinnig benommen und schlapp. Dennoch hob er den Blick und ließ diesen etwas schweifen, erkannte in der Dunkelheit allerdings nichts. Dafür sorgte der pechschwarze, stürmische Himmel über ihm, dessen Schleusen weit offen standen, sodass er nach nicht einmal zwei Minuten bis auf die Haut durchnässt und total durchgefroren war. Unter sich hatte er die reglose Erscheinung Hermiones, deren Augen fest verschlossen waren, was ihn aufscheuchte.
„Scheiße. Hermione!“, rief er, während sein Herz in einer dumpfen Panik schneller schlug. Doch sie rührte sich nicht, sodass er hektisch nach ihrem Puls tastete. Wenn der Alte sie erwischt hatte, das würde er sich nie. . . Doch da fand er ihn. Sie lebte. Vermutlich war sie durch den Zug des Portschlüssels nur bewusstlos, womit ihn verstärkt die Erleichterung umfiel.
Damit ebbte der Adrenalin Schub schneller wieder ab, als ihm lieb war, denn er spürte zunehmend ein schmerzhaftes Stechen und Brennen in der linken Schulter. Als seine Hand an die Stelle ging, ertastete er den Grund dafür. Bellatrix’ Messer. Diese Schlange! Aber das passte zu diesem verlogenen, kranken Miststück.
Er schielte im Dunkel des Gewitters ein wenig nach hinten, um den Griff besser fassen zu können, bevor er die Augen fest zusammenkniff. Im nächsten Moment zog er das unliebsame Andenken seiner Tante in einem Ruck heraus und warf es von sich.
Als er es tat, entwich ihm ein schmerzliches Stöhnen, bevor er über Hermione zusammensackte und für ein paar Minuten erschöpft auf ihr liegen blieb. Irgendwann sah er sich nochmal müde um, wo er in den Gewitterblitzen letztlich etwas Kastenförmiges, weiter oben auf dem Plateau entdeckte. Bei näherem Hinsehen erschien es ihm mehr wie eine Hütte, welche vermutlich das zweite Versteck war, von dem seine Mutter gesprochen hatte. Eines, was wohl definitiv nur sie kannte. Hoffentlich.
Damit setzte er sich auf und deutete mit dem Zauberstab auf seine Schulter, wo er leise „Episkey“ murmelte, um die Wunde zu schließen. Doch wie bereits bei Hermiones ganzen Verletzungen, tat der einfache Heilzauber auch hier seine Wirkung nicht, was eigentlich nur eines bedeuten konnte. Nämlich, dass noch schwarze Magie im Spiel war. Offensichtlich war das Messer verflucht oder vergiftet.
„Ganz toll. Danke Tante Bella“, murrte er erschöpft aber dennoch giftig. Als ob er nicht schon genug Probleme hätte! Diese ließ er aber erstmal links liegen und griff sich stattdessen die Gryffindor, die er erst zu sich zog und schließlich auf die Arme nahm. Kurz darauf ging ihm ein heißes Stechen und Brennen durch die linke Schulter. Von dort breitete es sich immer stärker aus, bis er das fürchterliche Gefühl hatte, es im kompletten Körper zu spüren.
Er verdrängte den Schmerz, wie auch das Schwindelgefühl allerdings und schleppte sich mit der Bewusstlosen den verfluchten Hang hoch. Er bekam so gar nicht weiter mit, das Hermione für einen kurzen Moment die Augen erschöpft aufschlug. In der ersten Sekunde konnte sie aber nichts weiter ausmachen, als ein befremdliches, unheimliches Dunkel, sodass ihr bereits die schlimmsten Befürchtungen durch den Kopf schossen.
Hatten die Vier sie etwa doch überwältigt und waren nun mit ihr auf dem Rückweg ins Manor? Dann zerriss jedoch ein Blitz die Schwärze der Nacht, in dem sie Draco erkannte. In dem Augenblick wurde sie sich erst seiner Nähe und Wärme wieder bewusst, denn sie lag in seinen Armen. Er hielt sie ganz dicht am Körper, um sie wenigstens etwas vor dem Eisregen zu schützen.
Sein Gesicht aber. . . Es erschien ihr nicht nur bleich, sondern grau und auch irgendwie von einem starken Schmerz durchzogen. Sie wollte ihm daraufhin etwas sagen, sich bemerkbar machen, doch der noch immer vorhandene Schwindel in ihrem Kopf erlangte ein weiteres Mal die Oberhand und riss sie zurück ins Dunkel.
Nur wenig später, wie auch völlig erschöpft, erreichte Draco die Hütte, die sich aus nächster Nähe als Cottage entpuppte. Kaum in diesem, schlich er kurz im Dunkeln umher, wo er mehr als einmal aneckte. Als er sich das vierte Mal die Zehen angehauen hatte, wurde es ihm zu bunt.
Er verlagerte seinen Griff und ließ Hermione mit einem Arm los, sodass sie zwar noch an ihm lehnte, mit den Füßen aber fast den Boden berührte. Als das der Fall war, kramte er hastig in seiner Hosentasche nach seinem Zauberstab. Als er ihn hatte, nahm er die Hexe wieder richtig auf die Arme. Kurz darauf murmelte er „Lumos“, womit sich die Räumlichkeiten erhellten, die ihm, im Gegensatz zum ersten Unterschlupf, heil erschienen, jedoch schon seit Jahrzehnten keine Besucher mehr gesehen hatten. Über den Möbeln lagen teils weiße Laken, um sie vor Staub und Verfall zu schützen.
„Okay Mutter, wo hast du mich diesmal hingeschickt?“, murmelte er und ließ den Blick schweifen. Im Untergeschoss verbarg sich allerdings nicht viel. Da war lediglich ein überschaubares, offenes Wohnzimmer mit Kamin auf der linken Seite, während die Rechte von einer rustikalen Steinküche eingenommen wurde. Geteilt wurden die beiden Räume durch eine Wand sowie Treppe, die nach oben führte. Diese nahm er auch gleich in Angriff.
Oben gingen dann drei Türen ab. Eine rechts, eine links und eine direkt vor seiner Nase. Draco entschied sich für die Rechte, um erleichtert festzustellen, dass es ein Schlafzimmer mit kleinem Kamin war.
„Oh Merlin, danke“, murmelte er fertig und ließ schnell die Laken vom Bett verschwinden, über das er noch ein Scourgify sprach, bevor er Hermione erschöpft auf diesem ablegte. Im Anschluss sprach er über ihre Erscheinung noch einen Trockenzauber, wie auch über sich selbst.
Kaum dass das erledigt war, zog er ihr die dicke Decke über die Schultern, ehe er auf den Kamin schielte und diesen in Brand setzte, damit es rasch warm im Zimmer wurde, denn er fror erbärmlich. Am liebsten hätte er sich jetzt wie ein Hund vor dem Feuer zusammengerollt, konnte sich aber geradeso beherrschen. Nicht zuletzt da ihm noch etwas einfiel, was in dieser Situation lebenswichtig für sie beide war. Nämlich das Cottage mit ein paar Schutz- und Warnzaubern zu belegen. Unter anderem einen, der Besucher bereits von weitem ankündigte.
Erst als er auch das mehr schlecht als recht hinter sich gebracht hatte, beugte er sich über Hermione, um nach ihr zu sehen. Sie war blass und atmete ziemlich schwer, aber das tat sie, seit sie aus dem Manor raus waren. Das Ganze hing ihr nach wie vor nach. Alles andere wäre aber, leider, seltsam gewesen, denn er hatte sie nicht so behandeln können, wie es ein ausgebildeter Heiler in einem Krankenhaus konnte. Dass, was er hier leistete, war Kriegsmedizin und Schadensbegrenzung. Es war keine Richtige, sondern nur eine Notdürftige. Eine wortwörtlich aus der Not geborene. Mit diesem Gedanken leierte es ihn endgültig weg.
Er sackte halb auf dem Bett zusammen, auf dem er nur noch etwas mit dem Oberkörper lehnte, aus dem ihm weiter, zwar nur wenig aber dennoch unaufhörlich, das Blut sickerte.

۩ ۞ ۩


Mit wahnsinnigen Kopfschmerzen und auch so Schmerzen, die ihr schon nichts Neues mehr waren, blinzelte Hermione erschöpft. In ihrem Kopf schwirrte alles. Da waren so viele Gedanken und Bilder, die völlig wirr waren. Darunter Dinge, die ihr teils eher wie ein abstrakter Traum erschienen. Es war ein einziges Chaos, was irgendwie wieder in Ordnung gebracht werden wollten. Nur was war echt und was ein Traum?
Es hatte mit Malfoy angefangen. Sie hatte ihn seit einer halben Ewigkeit auf einmal vor sich gehabt. Er hatte versucht ihr weiszumachen, dass er ihr helfen wollte. Ihr helfen! Draco Malfoy! Ausgerechnet der Mensch, den sie am meisten hasste und verabscheute. Derjenige, der sie in den vergangenen Jahren nur schikaniert, beleidigt und mit allem, was er getan und gesagt hatte, gedemütigt, wie auch verletzt hatte. Ein Ding der Unmöglichkeit!
Er hatte gemeint, er hätte sie mit seiner Mutter aus dem Manor geschafft, die darüber hinaus Hilfe holen wollte. Für sie, das Schlammblut! Auf den Gedanken konnte sie nur schwach mit dem Kopf schütteln, der zur Strafe ordentlich zu pochen und wummern begann.
Sie stöhnte leise und presste die linke Hand an die Schläfe, um den Schmerz etwas einzudämmen. Dabei rutschte ihr der weiße Hemdärmel, des viel zu großen Kleidungsstückes, bis in die Armbeuge und entblößte stattdessen ihren linken Unterarm. Der war durch einen sauberen Verband verhüllt. Auf diesen sah sie scheinbar für Stunden, bevor sie zittrig mit den Fingern über die verdeckte Innenseite strich. Allerdings ließ sie es sofort wieder bleiben, da selbst die kleine Berührung ein scharfes Brennen durch ihre Venen jagte.
Es war passiert. Alles. Sie wusste, was die weißen Stoffe Hässliches versteckten. Eine Brandmarkung, die sie nie mehr loswerden würde, womit ihr die Tränen kamen und sie den Kopf bitter zur Seite neigte. Als sie die schmerzenden Augen öffnete, bemerkte sie jetzt erst, dass sie nicht alleine war.
„Malfoy?“, zitterte ihre Stimme, als sie den Blonden zusammengesunken halb auf dem Boden sitzend, halb auf das Bett gelümmelt entdeckte.
Verdammt, was machte er hier?, schoss es ihr in einem Anflug von Furcht durch den Kopf, bis ihr auch das wieder einfiel. Sie hatte mit ihm gestritten, weil er wissen wollte, wo der Orden sich aufhielt, damit er sie angeblich dort hinbringen konnte. Natürlich hatte sie ihm nichts gesagt, sodass er ausgerastet war. Was er dann aber getan hatte, war völlig weltfremd! Er hatte ihr tatsächlich seinen Zauberstab geben wollen, damit sie alleine zum Orden ging und sich helfen ließ. Darüber hinaus fiel ihr jetzt auch wieder ein, was er zum Schluss noch gemurmelt hatte. Bitter, wie auch verletzt und irgendwie . . . traurig.
,Dann muss ich mir das alles wenigstens nicht mehr mit ansehen.‘ Das Verwirrendste für sie waren allerdings seine Augen gewesen. Sie hatten leer gewirkt. Gleich so, als hätte er irgendetwas weggegeben. Aufgegeben.
Sie war von alldem so überrascht und verwirrt, dass sie gar nicht mehr gewusst hatte, was sie machen sollte. Ob sie wirklich seinen Zauberstab nehmen und damit die Chance zur Flucht ergreifen sollte? Dann waren die Death Eater gekommen. Sein Vater, Greyback, diese Irre Lestrange, wie auch Snape. Sie hatten sie holen und in dieses Horror Haus zurückbringen wollen. Dabei hatte der alte Malfoy nicht einmal davor zurückgeschreckt, seinem Sohn den Todesfluch entgegenzuschleudern. Allerdings hatte er die zweite Silbe nicht mehr sprechen können, da ganz plötzlich dieser Zug um den Bauchnabel herum gewesen war. Wie beim Disapparieren oder einem . . . einem Portschlüssel!
Er hatte doch nach irgendwas gewühlt. Er hatte ihr noch zugeflüstert, sie solle sich richtig an ihm festhalten, was sie, warum auch immer, dann auch gemacht hatte. Damit waren sie noch rechtzeitig entkommen. Eine Sekunde später aber. . .
Merlin, sein Vater wollte ihn tatsächlich umbringen! Was war das für ein Mensch, der den eigenen Sohn meucheln wollte, nur weil der. . . Damit stockten ihre Gedanken schlagartig, womit sie geschockt zu ihm sah.
Konnte es sein. . . Hatte er ihr am Ende gar nichts vorgelogen, sondern wirklich einmal die Wahrheit gesagt? War das doch kein Trick, um sie zum Reden zu bringen und aus der Reserve zu locken? Hatte er ihr tatsächlich ehrlich helfen wollen? Verdammt, das ging ihr gerade überhaupt nicht in den Kopf, weshalb sie sich vorsichtig ein wenig hoch quälte, um einen genaueren Blick auf ihn zu erhaschen. Der warme Schein im Kamin kam ihr da sehr gelegen, zeigte ihr aber noch etwas ganz anderes, was ihr genauso unwirklich erschien, wie ohnehin alles, was sie in den letzten Stunden, Tagen, was auch immer, von ihm mitbekommen hatte.
Sie sah durch das Flackern des Feuers recht deutlich, dass sein schwarzer Pullover am linken Schulterblatt zerschnitten oder eher eingestochen war. Das war es allerdings nicht, was ihre Aufmerksamkeit erregte. Nein, es war die Tatsache, dass diese Stelle feucht schimmerte. Als sie mit den Fingern ein wenig zittrig darüber strich, blieb sofort frisches Blut an ihren Fingerspitzen kleben, was sie schlucken ließ. Sie musste nicht lange nachdenken, bis ihr klar wurde, woher und von wem er die Wunde hatte.
Seine gestörte Tante hatte doch noch dieses Messer dabei gehabt, mit dem sie ihr Schlammblut in den Unterarm geritzt hatte. Sie konnte das verdammte Wort ja jetzt noch auf ihrem Arm brennen spüren. Die Klinge musste vergiftet oder verflucht gewesen sein. Deswegen war er so blass, schon fast grau. Bellatrix hatte es nach ihm geworfen, als er ihr den Rücken zugewandt hatte, um nach dem Portschlüssel zu greifen. Ihre Erscheinung hatte er so mit seinem Körper abgeschirmt, weswegen Bellatrix nur ihn hatte treffen können. Kurz darauf waren sie weg. Irgendwo anders, wo er sie getragen hatte. Sie hatte es kurz mitbekommen, dass er sich trotz allem weiter um sie kümmerte.
Damit stellte sich allmählich ein schlechtes Gewissen bei ihr ein, da sie ihm so sehr misstraut hatte, was ihr wohl kaum jemand übel nehmen konnte, nach allem, was die Jahre zuvor gewesen war. Dennoch tat er ihr jetzt leid, wo sie ihm ein wenig die wirren Haarsträhnen aus den Augen und der Stirn strich. Sie bemerkte da erst, dass er Fieber hatte. Und das ordentlich, womit ihr Blick zurück auf die Wunde fiel. Hermione war sich sicher, dass es dadurch kam.
Schließlich nahm sie sich seinen Zauberstab, der auf dem Bett lag und deutete auf die Verletzung, wo sie leise „Episkey“ murmelte. Doch der Einstich schloss sich nicht, was sie fast befürchtet hatte. Vermutlich hatte Draco das auch schon ausprobiert.
So beschwor sie stattdessen ein paar dicke Tücher herauf und entfernte den dunklen Pullover. Das Hemd, welches darunter zum Vorschein kam, war bereits blutdurchtränkt, was sie kurzerhand ebenso magisch ablegte. Sie säuberte vorsichtig die Wunde mit dem Tergeo und holte ihn zum Schluss mit dem Wingardium aufs Bett, wo sie ihn bäuchlings neben sich platzierte.
Kaum dass er lag, quälte sie sich noch etwas mehr hoch, das Stechen in den Venen ignorierend, und drückte ihm die Kompressen fest auf den Einstich. Der Blonde stöhnte daraufhin kurz leise und lenkte damit Hermiones Blick auf seine Züge. Unter seinen Lidern zuckte es leicht schmerzlich. Aber da musste er jetzt durch, immerhin war es keine so große Verletzung. Es gab schlimmeres, was ihr nur einen Moment später ins Auge fiel. Etwas, was sie genauso wenig gedacht oder auch nur geahnt hätte, aber der Einstich des Messers war nicht die einzige Wunde, die seinen Rücken zierte. Zwar war es die einzig Frische, aber konnte ja nur die eine neu sein. Die anderen hingegen. . .
Er hatte dutzende feine Narben auf dem Rücken, die sich kreuz und quer über diesen zogen. Da waren kleine aber auch recht große und so verblichen, wie diese teilweise waren, mussten sie schon einige Jahre alt sein. Wie alt?, fragte sie sich unweigerlich und strich gedankenverloren eine sehr helle nach, die sich von seinem linken Schulterblatt quer über den Rücken bis zur rechten Hüfte zog.
„. . . nein. . .“, hörte sie ihn plötzlich leise murmeln und schrak zurück. Als sie ertappt auf ihn blickte, erkannte sie jetzt erst, dass er noch immer schlief. Scheinbar träumte er. Und so wie es unter seinen Lidern ruckte, da war es kein süßer Traum. Am Ende drückte sie ihm die Kompresse wieder mehr auf, um die Blutung zu stillen, bevor sie sich hinlegte und ihn mit unter die Decke nahm.
Der Feind in meinem Bett, dachte sie unweigerlich, musterte ihn nun allerdings nachdenklicher.
War er das jetzt denn? Ihr Feind? Im Augenblick konnte sie das nicht weiter deuten. Was er war und vor allem, was er mit seinem Handeln bezweckte? Hatte er irgendeinen Plan, was sie im Hinterkopf nach wie vor vermutete? Oder hatte er versucht, sich von dem ganzen Dunkel loszusagen?
,Blutsverräter!‘, hatte Greyback gegiftet. Genauso sein Vater. Dass er eine Schande für die Familie Malfoy wäre. Etwa, weil er ihr geholfen und all dem so wohl die Stirn geboten hatte?
Fragen über Fragen, die eindeutig zu viel und zu kompliziert waren, denn davon hämmerte es ihr nur wieder stärker im Schädel, weshalb sie diese weit nach hinten schob. Sie würde sich damit beschäftigten, sobald ihr Körper und Kopf keinem Schlachtfeld mehr glich und sie ihre Energie dann auch gänzlich auf andere Dinge verwenden konnte, anstatt den Schmerz zu verdrängen.
So begnügte sie sich damit, den Blonden noch etwas zu mustern. Dabei entwickelte ihre Hand irgendwann ein Eigenleben, denn diese lag plötzlich auf seiner blassen Wange, über die sie ein wenig mit den Fingerspitzen strich. Als sie das tat, zog es ihr die Augen zu, sodass sie ebenfalls wegnickte. Im Gegensatz zu Draco, hatte sie seit langem aber eine relativ ruhige, erholsamere Nacht.

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