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Fanfiction

Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 20. Kapitel

von marie29

Ari kam auf sie zugestürzt, so aufgeregt, ihr Gesicht, eine einzige Frage. Ihr Anblick riss Severus aus seine trüben Gedanken, entlockte selbst seinem strengen Verstand ein Lächeln. "Hol die anderen!" Ihr Jubelschrei hallte durchs ganze Dorf, riss die Trauernden für einen Moment aus ihrem Kummer, bevor sie weiter das tote Kind beklagten.
Ari biss sich auf die Lippen, sah so schuldbewusst aus, dass Severus wusste, er sollte sie in die Arme schließen. Er wagte es nicht, Marie tat es statt seiner. Er ging Remus entgegen, der sich die schmerzende Seite hielt. Er war gerannt. Tonks tauchte keuchend hinter ihm auf, rang nach Atem. Die anderen folgten ihnen langsam, in gebührendem Abstand. "Die Verwandlung ist gelungen, aber ich kann nicht sagen, ob sein Verstand gelitten hat." Severus Stimme, so unpersönlich und fremd, dass beide erneut erschauderten.
Marie ergriff ihre Hände. "Kommt!" Das Lager war verlassen, nur der Wolf lag noch immer betäubt am Boden. Suchend blickte Marie sich um. Teddy saß neben seiner toten Großmutter, streichelte zärtlich ihre Wange und weinte. Marie trat zur Seite, ließ Remus und Tonks den Vortritt und hielt Ari zurück. "Lass sie einen Moment allein, Schatz!"
Der Moment wurde zur Ewigkeit, zumindest für Ari. Erst als sie ihn hier wiedersah, an den kalten Fels gelehnt, leblos und ihr Herz zu rasen begann wie nie zuvor, war ihr klar geworden, was sie für ihn empfand. Es war nicht mehr die freundschaftliche Zuneigung, die von klein auf zwischen ihnen bestand, nicht die Kameradschaft, die sie mit all den anderen verband - es war soviel mehr! Der Schmerz, der sie durchfuhr, als er statt ihrer den Wolf in die Arme schloss, war schlimmer gewesen als alles, was ihr zuvor widerfuhr. Da wusste sie, dass sie ihn liebte.
Marie hielt sie in den Armen, fühlte ihre Ungeduld und verstand. Ihr Kind, ihr kleines Mädchen war erwachsen geworden. Viel zu schnell, viel zu früh! Sie sah zu Hermine hinüber und weiter zu Ron und Harry. Auch ihnen war es so ergangen. Ihre Jugend war eigentlich keine gewesen, so vielen Gefahren waren sie ausgesetzt, hatten glücklicherweise alle gut überstanden, aber auch sie waren dabei vom Kind zum Erwachsenen geworden, gemeinsam, das war das Schöne daran, hatte es ihnen erleichtert.
Hermine lächelte, als könne sie Maries Gedankengängen folgen und für einen Augenblick herrschte Frieden in ihrer aufgewühlten Seele. Wieder lehnte sie sich an den Fels und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen. Fühlte eine Hand, die ihr Haar zur Seite strich, wünschte so sehr, es wären Severus Finger, doch diese waren ihr fremd. Die Indianerin war lautlos herangetreten. "Hattet ihr Erfolg?" Sie nickte, als sie die Antwort in Maries Augen las. "Gut, begleite mich ein Stück, Schwester. Ich wüsste gerne mehr über dich und die deinen."
Schweigend durchstreiften sie den Wald. Auf einem moosigen Baumstamm ließ die Frau sich nieder und sah zu Marie hoch. "Du liebst ihn sehr, den dunklen Mann an deiner Seite!" Maries Tränen ließen sich nicht mehr verdrängen, strömten nur so aus ihr heraus. Schluchzend sank sie zu Boden, saß da wie ein Häufchen Elend und verbarg ihr Gesicht in den Händen. Eine sanfte Hand strich über ihr Haar.
"Es tut so gut, weinen zu können. Ich kann es nicht!" So viel Leid schwang in ihrer Stimme mit, dass Marie ihren eigenen Kummer vergaß. Nichts hatte sie erkennen lassen, dass diese Frau trauerte. Erst jetzt fühlte sie es und schämte sich für ihre eigene Schwäche. Severus lebte doch und Ari und Teddy auch. Sie hatte keinen Grund, verzweifelt zu sein. Energisch wischte sie die Tränen beiseite. "Möchtest du darüber sprechen?"
"Da gibt’s nicht viel zu erzählen, mein Mann hatte Krebs. Er hat bis zuletzt gekämpft, aber es hat nichts genutzt. Er war Kanadier, unsere Kinder leben in Toronto. Sie lieben die Stadt, brauchen mich nicht mehr. Ich hab gehofft, hier etwas Frieden zu finden und oft gelingt es mir auch, aber manchmal kommt die Sehnsucht zurück." Diese grausame Sehnsucht, die auch Marie verspürte, obwohl ihr Mann nur einen Steinwurf entfernt war. Wieder traten ihr die Tränen in die Augen.
"Ich kann dich so gut verstehen." "Das weiß ich, sonst hätte ich dir nicht davon erzählt." Sie lächelten sich an, fühlten sich einander auf seltsame Weise verbunden. "Erzähl mir von euch. Ihr seid anders!" Marie nickte. "Ja! Wir sind Hexen und Zauberer. Unsere Existenz ist ein gut gehütetes Geheimnis. Nur wenige nichtmagische Menschen wissen von uns. Auch ihr werdet uns vergessen, wenn wir fort sind."
So enttäuscht sah die Frau sie an, dass Marie schmunzeln musste. "Wenn du mir hilfst, sorge ich dafür, dass du deine Erinnerung behältst." Neugierig blickte die Indianerin sie an. "Was soll ich tun?" "Zuerst sag mir deinen Namen. Ich heiße Marie." "Man nennt mich Tiponi." "Wirst du dein Wissen für dich behalten, Tiponi?" "Ja, Marie, das werde ich. Ein Indianerwort ist heilig, du kannst mir glauben." "Das tue ich, Tiponi." Wieder lächelten sie sich an und Marie begann zu erzählen.

Severus saß mit den anderen im Zelt. Die erste Aufregung hatte sich gelegt und Ari, Remus und Tonks, deren Haar knallrosa leuchtete, strahlten um die Wette. Teddy schien sich an alles zu erinnern, auch an die Schmerzen, doch was geschah, als sein Geist verwandelt war, hatte er vergessen. Und das war auch gut so.
Hermine lächelte ihn an. Sie war ebenso glücklich wie die anderen. Nur er selbst fühlte nichts, doch er nickte ihr zu, wusste, sie wollte ihn etwas fragen. Sie kaute auf ihrer Unterlippe, zögerte. "Was ist los?" Sie straffte die Schultern. "Das Hypericum, ich hab nur dieses eine Fläschchen und ich kann mich nicht erinnern, das Rezept schon einmal irgendwo gelesen zu haben. Du weißt, so etwas vergesse ich nicht." Das entlockte selbst ihm ein kleines Lächeln. "Ja, Hermine, das weiß ich. Aber mach dir keine Sorgen, ich werde es selbst brauen, sobald wir zu Hause sind."
Sie sah ihn nicht an. "Es ist schwarze Magie, nicht wahr?" "Der Übergang ist manchmal schwer zu definieren. Für Außenstehende mag die Wirkung schockierend sein, aber nichts sonst ist stark genug ..." Er beendete den Satz nicht. "Etwas hält Marie hier fest, was weißt du darüber?" Hermine verschüttete vor Schreck etwas von ihrem Tee und begann zu husten, als hätte sie sich verschluckt. Verdammt, er sollte nichts erfahren, was jetzt?
Glücklicherweise trat Marie soeben durch die Zeltöffnung, so dass ihr eine Antwort erspart blieb. Teddy sprang auf, zog sie wortlos an sich. Er überragte sie um Haupteslänge, war bereits größer als sein Vater und ebenso dünn, aber trotzdem noch ein Kind. Sie drückte ihn, so fest sie konnte, lächelte Tonks und Remus zu und schob ihn zu ihnen zurück. Wie unsagbar froh sie war, dass es ihm gut ging. Er würde den Schrecken überwinden, da war sich Marie sicher und Ari würde ihm dabei helfen. Wie sehr wünschte sie, Severus würde ihr das gleiche gestatten. Vielleicht zu Hause. Aber noch konnte sie nicht zurück. Sie wollte das Scheusal tot sehen, vorher würde sie dieses Land nicht verlassen.
Hilfesuchend wandte sie sich ihrer neuen Freundin zu. Die stand noch immer im Eingang, verschloss das Bild, das sich ihr bot, tief in ihrem Herz. Die Eltern des Jungen, nie meinte sie, glücklichere Menschen gesehen zu haben und das Mädchen. Sie und der Junge saßen nebeneinander, nicht so nah, dass sie sich berührt hätten, doch gerade dieser Abstand ließ die Gefühle, die für beide so neu waren, deutlich erkennen.
Keiner wagte, den ersten Schritt zu tun, die Hand zu heben, um den anderen zu berühren. Ein warmes Lächeln stieg in ihr auf, ließ ihr hartes Gesicht für einen Moment weich und verletzlich erscheinen. Was konnte es Schöneres geben, als die ersten Augenblicke des Erkennens, Zueinanderfindens. Fast glaubte sie, die Schmetterlinge zu sehen, die in den Bäuchen der Beiden tanzten, durch die Luft wirbelten, strahlend schön in den herrlichsten Farben und zugleich zart und verletzlich.
Der Wolf erhob sich, störte ihre Gedanken und sie war ihm dankbar dafür. Auch der riesige, ruppig wirkende Kerl stand auf. "Muss nach den Pferden sehen!", brummte er und sie trat beiseite, um die beiden hinauszulassen. Maries Blick suchte ihren, sie las die Frage darin und nickte kaum merklich. "Wir bitten euch, unsere Gäste zu sein, bis Rhanas Seele bereit ist für ihre letzte Reise. Ihre Mutter möchte, dass ihr an der Zeremonie teilnehmt. Ohne euch hätten wir sie niemals gefunden." Sie fühlte die Beklemmung, die ihre Worte ausgelöst hatten.
Der schwarze Mann führte mit zitternder Hand ein kleines gläsernes Fläschchen zum Mund und schloss kurz die Augen, bevor er Marie mit einem schwer zu deutenden Blick ansah. "Deshalb?", fragte er nur, aber Marie schien zu verstehen, was er meinte und nickte. "Wann?" "Morgen Nacht!" Er zögerte, betrachtete das halbleere Gefäß in seiner Hand, schien mit sich zu ringen und wandte sich dann an die jungen Männer neben ihm. "Haben sie ihn schon geholt?"
Seine Stimme war leise und doch dröhnten die Worte in aller Ohren. Jeder wusste, wen er meinte. Harry war unendlich froh, dass er nicht gezwungen war, Severus zu belügen. "Ja, alle beide. Sie sind fort." Die Indianerin fügte hinzu: "Meine Brüder werden das Haus niederbrennen, um die Geister endgültig zu vertreiben. Es wird gleichzeitig mit Rhanas Körper in Flammen aufgehen." Fast hätte sie sich verplappert, hätte gesagt, damit das Mädchen sieht, dass ihre Leiden gerächt wurden. Gerade das wollte Marie ihrem Mann und den Kindern verschweigen. Sicher hatte sie ihre Gründe.
Maries Mann nickte. "Gut!" Der Reihe nach musterte er alle Anwesenden. "Wir bleiben!" Marie blickte Hermine an. "Ich würde gerne die Zeit nutzen, die indianischen Heilkünste kennenzulernen. Tiponi", sie deutete auf die Frau an ihrer Seite, "führt mich zur Höhle des Medizinmannes. Wir werden rechtzeitig zur Bestattung wieder zurück sein. Kommt ihr solange ohne mich zurecht?"


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