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Fanfiction

Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 23. Kapitel

von marie29

Lucius Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig. Anerkennung blitzte in den eisgrauen Augen auf und in seiner Stimme schwang unverkennbar Stolz mit, als er sagte: "Du hast es also tatsächlich geschafft, mein Junge!" Dracos Magen verkrampfte sich bei den letzten Worten. Natürlich, wenn alles zu Lucius Zufriedenheit lief, dann nannte er ihn Sohn. Wie er diesen Mann und dessen verlogene Heuchelei hasste! Und den anderen, der ihn zwang Lucius Gesellschaft zu ertragen. Wenn sie nur endlich beide tot wären!
Die ungeheure Selbstbeherrschung, die es Draco abverlangte, das Toben in seinem Innern nicht sichtbar werden zu lassen und stattdessen ein freudiges Lächeln über Lucius Lob in sein Gesicht zu zwingen, war für Marie kaum zu ertragen. Sie wollte zu sich selbst zurück, wollte die Erschütterung über Dracos armseliges Leben vertreiben, das aufkeimende Mitleid nicht fühlen, doch ihre Neugier siegte.
Sie folgte ihm zurück in den Wald, beobachtete mit ihm gemeinsam das fröhliche Treiben der drei ahnungslosen Opfer. Er wartete auf den passenden Moment, wollte die alte Frau alleine erwischen. Erst am dritten Tag war es so weit, sie ging in den Wald, kam direkt auf ihn zu. Er musste Lucius holen, sofort! Marie ließ diese Erinnerungen an sich vorbeiziehen, rasend schnell. Erst als Draco sich über ihre schlafende Tochter beugte, hielt sie inne. Was hatte er Ari angetan?

Seine Hände lagen an ihren Schläfen, sein Körper bebte vor Wut. Aris Gedächtnis war es, das er durchsuchte. Die zahllosen glücklichen Momente, die das Mädchen an der Seite ihres Vaters erlebte, die Zärtlichkeit, die Severus seiner Tochter schenkte, jeden Tag aufs Neue, vom Augenblick ihrer Geburt, machten Draco rasend. Die Sehnsucht flammte wie eine erloschen geglaubte Fackel in ihm auf, drängte alles andere zur Seite.
Der unstillbare Hunger nach Liebe, Severus Liebe, trieb ihn fort aus dem Haus, zurück in die Stille des Waldes, zum Fluss. Die Leichen waren fort, die Wölfe hatten nicht lange gefackelt, gut. Den Rest fortzuschaffen eilte nicht. Er stand am Ufer und blickte ins schwarze glänzende Wasser. So schwarz, so glänzend wie die gehassten und zugleich so geliebten Augen. Mit aller Macht kämpfte er um das Gefühl, das ihn all die Jahre begleitet hatte, ihm Trost und Hoffnung zugleich war, für das allein er gelebt hatte, doch sein Hass hatte sich verkrochen, hatte ihn ebenso im Stich gelassen wie der Mann, dem er galt.
Er ertrug ihn nicht, diesen schrecklichen Schmerz, den in seinem Herzen tobte, solange hatte er ihn unterdrückt, war sich sicher gewesen, ihn besiegt zu haben und jetzt kam er mit einer Gewalt zurück, der Dracos geschwächter Geist nichts entgegenzusetzen hatte. Er fühlte den Schrei in sich aufsteigen, die nie geweinten Tränen aus seinen Augen strömen, sein Körper verweigerte ihm den Gehorsam, brach schluchzend zusammen, ertrug die Lügen nicht mehr, mit denen er sich selbst betrog.
Maries Geist stand neben ihm, wollte ihn in den Armen wiegen, an ihre Brust drücken und trösten. Unmöglich natürlich!
Doch da schlich etwas näher. Der Wolf, völlig lautlos ließ er sich an Dracos Seite nieder, winselte leise, als teile er seinen Schmerz und presste seine Schnauze auf Dracos in den Sand gekrallte Faust. Der erstarrte, wagte nicht, sich zu regen, sein Zauberstab steckte in dem Ärmel, auf dem die Pfote des Tieres lag. Nur einen winzigen Spalt öffnete er die Augen und blickte direkt in die des Wolfes, sah die Tränen darin, die auch noch in seinen eigenen schwammen und sein Furcht legte sich. Der arme Kerl war blind.
Wie schön er war und wie allein! Er spürte die Einsamkeit dieses herrlichen Wesens wie seine eigene. Seltsam tröstend war der Gedanke, ließ ihn den schrecklichen Zwiespalt in seinem Innern vergessen. Wie gern hätte er dieses Tier zum Freund. Plötzlich hob der Wolf den Kopf, öffnete die Schnauze und schleckte Draco übers Gesicht. Heiß und klebrig war seine Zunge, fauliger Atem drang in Dracos Nase, doch es störte ihn nicht, im Gegenteil.
Unendlich langsam öffnete er die Faust, berührte vorsichtig das struppige Fell, kraulte den Hals des Tieres. Dessen Augen schlossen sich für einen Moment und er bleckte reflexartig die Zähne. Das tödliche Gebiss war nur Zentimeter von seinem Hals entfernt, pumpte Draco das pure Adrenalin ins Blut. Vollkommen hilflos war er, dem Tier auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und doch verspürte er keine Angst. Die Aufregung war es, die sein Herz rasen ließ, seinen Atem beschleunigte. Seine Finger ertasteten die Muskeln und Sehnen, die die ungeheure Kraft dieses wundervollen Geschöpfes erahnen ließen, fühlten das Pulsieren des Blutes, die Energie in dem völlig entspannten Körper und beneidete ihn, bis sein Blick wieder auf die milchigen Augen fiel.
Was für ein grausames Schicksal hatte diesem Tier das Augenlicht geraubt? "Was ist mit dir geschehen, mein Freund?" Der Wolf spitzte die Ohren, lauschte seiner sanften Stimme, die Draco selbst fremd war. Wann hatte sie jemals so zärtlich geklungen? Er wusste es nicht. Marie konnte nur darüber staunen, wie mühelos der Wolf sich Dracos Vertrauen erschlich, wie gekonnt er ihm schmeichelte, wie menschlich sein Klagelaut klang, als Draco endlich seinen Verstand wiederfand, sich zum Wald umwandte, um nach Hause zurückzukehren. "Lass mich nicht allein hier zurück!", schien er zu flehen und Draco zögerte.
Nur zu gern hätte er ihn an seiner Seite gehabt, doch wo ihn verstecken? Lucius durfte ihn auf keinen Fall sehen. Fast glaubte er, das schadenfrohe Gelächter seines Vaters zu hören, "Welch ein Glück, dass er blind ist, nicht wahr? Wie sonst sollte er deinen Anblick ertragen, so blass und blutleer wie du bist, selbst als Beute taugst du nicht." Seine Hand krallte sich fester ins Fell seines Begleiters und die Vision verflog, machte einer anderen Platz.
Mit gefletschten Zähnen stand der Wolf vor Lucius. Sein Knurren klang so bedrohlich, dass der alte Mann vor Angst schlotterte. Sein Zauberstab zitterte in der knochigen Hand, zu schnell war das Tier, stürzte sich auf ihn und grub die Zähne in dessen Arm. Dracos Herz schlug bis zum Hals. Ja, er würde ihn mit sich nehmen, in der Zelle des Mädchens verbergen, ihn mit einem Zauber belegen, damit er sich ruhig verhielt und der Kleinen nichts tat.
Unendlich froh war er, eine so gute Lösung gefunden zu haben. Leicht und frei fühlte er sich, fast beschwingt führten ihn seine Schritte zum Apparierpunkt zurück. Er kniete sich nieder, legte beide Hände an die Schläfen des Tieres, suchte dessen Geist. Auch er hörte die indianischen Stimmen, erkannte, dass das Tier an Menschen gewöhnt war, doch der Zusammenhang erschloss sich ihm nicht. Immer wieder flüsterte er das gleiche Wort: "leise, leise, leise", bis er fühlte, die Hypnose wirkte.
Dann erst hob er den Zauberstab, drückte den Wolf an sich, während sie sich gemeinsam im Kreis drehten, zusammengepresst wurden und kurz darauf in der dunklen Küche auftauchten. Schnell zum Stall, lautlos, obwohl Draco wusste, Lucius schlief tief und fest. Vor der Tür verharrte er kurz, fragte sich, ob er einen Fehler beging und schüttelte den Gedanken ab wie lästiges Ungeziefer.
"Pass gut auf sie auf, sie ist wertvoll!" Er ging neben dem Tier in die Hocke und streichelte das raue, struppige Fell. Wenn sich doch die Welt um sie beide herum in Luft auflösen würde. Seine Stirn presste sich an die Flanke des grauen Gesellen und dessen Schnauze legte sich auf Dracos Schultern wie um ihn zu trösten. Wie gut das tat, dieses Wissen, dass jemand mit ihm fühlte, auch wenn es nur ein Tier war. So wohltuend war die Nähe, die Wärme, die Lebendigkeit dieses Wesens und er war bereit, sie mit ihm zu teilen, Draco ein Stück seiner eigenen Kraft zu überlassen. Wie dankbar er dafür war. Nichts brauchte er jetzt mehr als sie. Er durfte seiner Schwäche nicht nachgeben, musste stärker sein als jemals zuvor.
Lautlos öffnete er die Tür, sein Zauberstab erhellte nur einen winzigen Teil der Kammer, das Mädchen schlief nicht mehr, stand mitten im Raum, immer noch auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit. Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte er, sie wolle sich auf ihn stürzen, doch dann fiel ihr Blick auf den Wolf und Panik überkam sie. Sie wich zurück, bis sie an die Mauer stieß, rutschte kraftlos zu Boden und starrte voller Entsetzen auf das Tier. Draco lächelte innerlich, strich ihm ein letztes Mal über den Kopf und verschwand.
Er stieß die Tür des Labors hinter sich zu, lehnte sich dagegen und schloss die Augen. War das ein Traum gewesen? Hatte er tatsächlich einen Wolf zum Freund?
Es dämmerte bereits, als er sich endlich dazu aufraffen konnte, den Trank zu schlucken, der seinen Geist schärfen sollte und seinen Körper stärken. Er wirkte sofort. So fit und voller Tatendrang war er, als hätte er 10 Stunden tief und fest geschlafen. Fast fröhlich grüßte er seinen Vater in der Küche, verschlang sein Frühstück so gierig, dass Lucius ihn erstaunt ansah, doch ausnahmsweise verbiss er sich eine anzügliche Bemerkung.
Das Tablett für das Mädchen war hergerichtet. Draco hob warnend den Zeigefinger. "Du denkst doch an unsere Abmachung? Zwei Tage lang gehört sie mir, dann kannst du mit ihr machen, was zu willst." Widerwillig nickte der Alte. "Ja, ja! Aber wenn dein Gebräu sie vergiftet, werd ich mich an deinen Schreien erfreuen, mein Sohn." Plötzlich grinste Lucius fröhlich. "Währendessen kümmere ich mich um ihren Vater. Lang kann es nicht mehr dauern, bis er eintrifft." Er rieb sich vergnügt die Hände. "Ich werde ihn persönlich empfangen und du lässt dich erst blicken, wenn ich dich rufe, verstanden?"

Draco blickte auf das schlafende Kind hinab. Der Kloß in seinem Hals lähmte ihn, ließ ihn zögern. Er sank neben ihr auf die Matratze und vergrub sein Gesicht im Fell des Wolfes, der ihn so freudig begrüßt hatte, dass Dracos Augen feucht geworden waren, während das Mädchen tobte und schrie, bettelte und flehte und endlich verstummte und aß. Die kleine magische Flamme, die an der Decke tanzte, tauchte den Raum in bläuliches Licht, nur Umrisse waren zu erkennen.
Ein kaum hörbares Winseln schreckte Draco auf. Ein dringendes Bedürfnis schien seinen Freund zu quälen. Was nun? Sein Blick schweifte über den blechernen Eimer, der half dem Tier nicht. Das Fenster, konnte er es wagen? "Kommst du zurück?" Fast treuherzig blickten die blinden Augen ihn an, schienen zu sagen: "Natürlich!" Er stieß seine Schnauze in Dracos Seite, drängend und der hob seinen Zauberstab und ließ das Fenster verschwinden. Eine leichte Sommerbrise wehte herein, das Tier hob schnuppernd die Nase, folgte dem Luftzug und sprang ohne zu zögern in die Freiheit hinaus.


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