
von Shakes
Hey!
Ich lade jetzt den Rest der Geschichte hoch. Wenn ihr den zweiten Teil lesen wollt, findet ihr den hier: http://www.fanfiktion.de/s/533a961600022b3017a0e0af/1/Zwei-Seiten
Sorry, aber ich schaffe es nicht, zwei Seiten gleichzeitig am laufen zu halten.
GLG
Kapitel 12
Harry lag lächelnd auf dem Rücken. Auf seiner Brust lag der Kopf von Malfoy. Langsam strich Harry ihm mit seiner Hand den nackten Rücken auf und ab. Lächelnd dachte er an das, was er die letzte Stunde erlebt hatte. Er dachte an den Jungen und erstarrte.
Malfoy! Er merkte wie auch Malfoy erstarrte, gerade war ihm eingefallen, mit wem er hier war. Sie sprangen zeitgleich aus dem Bett, jeder an einer anderen Seite.
Dass sie beide nackt waren, fiel ihnen sogleich auf. Sie rissen ihre Kleider an sich und zogen sich schnell an.
„Was?“ begann Harry. Doch Malfoy war bereits aus dem Raum gestürmt. Was war dass den? Harry wusste nicht, wie er damit umgehen sollte, es war ja nicht so, als wäre er über Malfoy hergefallen. Naja, zumindest zuerst nicht.
Harry sammelte sich, wie sollte er denn nun damit umgehen? Aber eine Frage hatte sich ja nun endgültig geklärt. Harry war schwul.
Das, was hier eben passiert war machte es eindeutig, er stand auf.
Grübelnd ging er durch die Gänge, erst als er das keuchende Atmen Filchs um die nächste Ecke herannahen hört unterbrach er seine Grübeleien und versteckte sich schnell hinter einer Statue.
Filch eilte vorbei und Harry ging zum Gemeinschaftsraum, ohne noch jemandem zu begegnen.
Er hatte noch keinen Fuß in den Gemeinschaftsraum gesetzt, da hörte er schon das Geschrei.
Stirnrunzelnd trat er ein. Da standen Dean und Seamus auf der einen, Ron auf der anderen Seite. Sie schrieen sich an, Ron Wutentbrannt, Dean, Seamus schützend hinter sich schiebend, in Abwehrstellung.
„Was ist den hier los?“ fragte Harry und die drei drehten sich zu ihm um. Ron sah sich wutschnaubend um, dann rannte er zum Schlafsaal.
Jetzt, da es nichts mehr zu sehen gab, verstreute sich die Schülerschaft und Harry ging zu Dean und Seamus, Hermine stand bei ihnen und tätschelte Seamus den Rücken, der in Tränen aufgelöst war.
„Was ist denn passiert?“ Fragte Harry. Dean sah furchtbar wütend aus. „Ron, dieser riesige Vollidiot! Ist ausgerastet!“
„Kümmer dich um Seamus, Dean. Ich erzähls ihm.“ Dankbar nickte Dean und führte Seamus in ihren Schlafsaal, begleitet von einigen, wenig verhohlenen Blicken ihrer Mitschüler.
Hermine wirkte betrübt. „Weißt du, es war wirklich nichts. Seamus ist in Ron rein gerannt. Er hat nicht darauf geachtet, wohin er läuft und dann ist er halt in Ron gerasselt. Du kennst Ron, er dachte, dann schon, dass Seamus es nur auf ihn abgesehen hatte. Er fühlt sich immer persönlich angegriffen. Dann kam natürlich Dean, weil Seamus ist so in Ron reingerasselt, dass die beiden auf dem Boden lagen, also auf jeden Fall kam dann Dean um nach Seamus zu schauen. Als er gesehen hatte, dass es Ron war, wollte er ihm aufhelfen, Ron hat das natürlich abgelehnt, mehr als Rüpelhaft. Dann hat der Seamus aufgeholfen und ihm einen kleinen Kuss gegeben. Dann ist Ron ausgerastet, hat sie aufs übelste beleidigt und du kennst ja Dean, er beschützt Seamus, wo er kann. Du bist gerade rechtzeitig gekommen.“
„Oh, na, toll, dann darf ich mir ja gleich was anhören, aber Hermine, was ist mit dir?“
„Was soll sein, Harry?“
„Du bist so traurig, den ganzen Tag schon.“
Hermine machte eine abwinkende Handbewegung. „Mit mir ist nichts, wirklich! Geh du erst einmal zu Ron, vielleicht kannst du ihn beruhigen.“
„Naja, gerade ich? Aber ich willst wenigstens versuchen.“
Mit diesen Worten stand Harry auf, obwohl er sich immer noch Sorgen machte. Hermine war selten wirklich betrübt.
Harry stieg die Treppen hinauf. Er öffnete die Tür zum Schlafsaal. Ron war alleine und ging, immer noch aufgebracht, auf und ab. „Ron…?“ begann Harry, aber irgendwie hatte heute niemand Lust, Harry ausreden zu lassen, denn Ron begann schon.
„Widerlich, einfach Abartig! Warum dürfen die hier einfach rummachen, als wäre das vollkommen normal?...“ Ron ätzte noch eine ganze Weile weiter. Doch dann hielt Harry es nicht mehr aus, es war ohnehin schwer für ihn zu ertragen, Ron so sprechen zu hören, nachdem er für sich selbst festgestellt hatte, schwul zu sein.
„Was ist eigentlich los? Was hast du gegen die beiden?“ Ron sah Harry an, schockiert, als wäre es offensichtlich.
„Was ich gegen die beiden habe? Das ist abartig! Wieder die Natur! So etwas sollte es nicht geben, ich könnte kotzen, wenn ich auch nur daran denke! Aber was ist los mit dir? Warum verteidigst du die beiden?“
Harry fühlte sich ein wenig in die Ecke gedrängt. „Warum ich die beiden verteidige? Weil es meine Freunde sind! Deswegen! Ich mag die beiden und nur, weil sie sich lieben verstoße ich sie nicht!“
Ron sah ihn wutentbrannt an. „SO wie du redest, könnte man meinen, du wärst selber so eine widerliche Schwuchtel!“
Harry erwiderte nichts. Ron hetzte noch kurz weiter, als er, wie angewurzelt, stehen blieb.
Er sah Harry an. „Moment, warum leugnest du nicht?“ Argwöhnisch sah er Harry an.
„Nein, nein, nicht du auch noch!“ Aber Harry sagte immer noch nichts, er drehte sich nur um und ging aus dem Schlafsaal. Ron stand immer noch da, wie eine Statue versteinert.
Harry ging wieder hinunter in den Gemeinschaftsraum. Das hatte ja geklappt. Er sah Fred und George und ging auf sie zu. Hermine, die Harry beim hereinkommen gesehen hatte, kam auch zu ihnen.
Fred und George sahen Harry an, als dieser sagte „Jungs, ich hoffe, es macht euch nichts aus, wenn ihr noch jemanden in eurem Schlafsaal bekommt?“ Die beiden wirkten mittelmäßig schockiert. Hermine lächelte nur leicht.
„Komm mit“ sagten sie im Chor und Harry folge ihnen, Hermine, die nicht wusste ob sie auch mitkommen sollte, zog er am Handgelenk mit.
Sie betraten den Schlafsaal, Dean und Seamus saßen auf Seamus Bett. „Hey Jungs, wir bekommen Zuwachs!“ Die beiden drehten sich schnell um und Harry sagte nur „Hi“
„Oh“ kam es von Dean. „Ja, ich weiß“ Sagte Harry, dann gab es nichts mehr zu sagen.
Fred und George zeigten ihm das Buch, wo er sich ein Bett aussuchen konnte.
Er entschied sich für ein großes Bett mit gedrechselten Pfosten und einem Schönen, geschnitzten Kopfteil, ein Himmelbett, das schien ja obligatorisch zu sein.
„Wie komme ich an meine Sachen?“ fragte Harry. „Morgen bringen die Hauselfen alle Sachen hier runter, aber das, was du bis morgen brauchst musst du selber holen. Harry verzog das Gesicht. Doch Hermine lächelte, stellte sich auf die Zehenspitzen und gab Harry einen Kuss auf die Wange, das hatte sie schon früher gemacht, dann sagte sich „Ich hole dir dein Zeug, mein schwuler bester Freund.“ Sie drehte sich um und ging aus der Tür.
Harry setzte sich auf sein neues Bett und sah sich um. Der Schlafsaal hatte einige Vorteile, offenbar wollte man es den Schülern, wenn sie schon aus ihren Schlafsälen verbannt worden waren, wenigstens angenehm machen, so war eben ein neues Bad entstanden. Jetzt gab es drei. Offenbar gab es Pärchenbadezimmer und Harry hatte ein eigenes.
Die Regeln hatte er ja schon größtenteils beim Einzug von Dean und Seamus mitbekommen, aber jetzt wurde er auch in den Rest eingeweiht.
„Also, zugezogene Vorhänge bedeuten das selbe, wie die Socke an der Tür, …“ Harry hörte nur bedingt zu. Da er der einzige war, der nicht mit Partner hier wohnte, nahm er sich einfach vor, wenn ein Paar alleine war, es alleine zu lassen, bei ihm war ja ohnehin nichts los.
Hermine kam zurück, mit mehreren Taschen, die sie geschrumpft hatte, „hier Harry, ich habe dir Schlafsachen, Waschzeug, Unterwäsche und so was mitgebracht. Der Rest kommt ja morgen.“ „Danke Hermine!“ sagte Harry und bedeutete ihr, sich zu setzen. Die Pärchen verschwanden alle. Fred und George in ihrem Bad, Dean und Seamus in ihrem Bett. Hermine wurde ein bisschen Rot, aber dass schied hier normal zu sein.
„Was ist jetzt los Hermine, irgendetwas ist doch mit dir!“ sagte Harry. Hermine schaute ihn traurig an. „Ach Harry, weißt du, ich mag da nicht drüber reden.“ Harry vermutete, dass sie Liebeskummer hatte, zumindest sah es so aus. „Ok, aber du weißt, dass du immer zu mit kommen kannst? Immer!“
Hermine nickte dankbar, dann gab sie ihm noch einen Kuss auf die Wange und verabschiedete sich.
Dieser Tag, Harry war müde, der Tag war anstrengend gewesen. Erst das Quiddichtraining, dann Malfoy und jetzt Ron.
Er ging in sein Bad und dann sofort zu Bett.
Kapitel 13
Hermine wälzte sich in ihrem Bett herum.
Heute hatten sie wieder Verteidigung gehabt.
So gerne wollte sie mit jemandem darüber reden. Sie trug das alles nun schon so lange mit sich herum. Aber mit wem sollte sie reden? Ron? Das war ausgeschlossen. Harry? Der würde wenigstens Verständnis haben, aber der hatte zurzeit ja selbst genug Probleme.
Sie setzte sich auf. All die Jahre hatte sie es geschafft, ihrer Gefühle Herr zu werden.
Immer hatte sie gedacht, sie liebe Ron und die anderen Gefühle gänzlich ignoriert, doch dann war Ron mit Lavender zusammengekommen und sie musste sich ehrlich gestehen, dass es ihr egal war. Sicherlich, sie konnte Lavender nicht leiden, konnte sie noch nie.
Schon seit dem ersten Schuljahr war ihr aufgefallen, wie wenig Lavender über ihre Schritte nachdachte, auch wie viel Zeit sie mit lächerlichen Dingen verbrachte.
Nein, Lavender würde nie eine Freundin von Hermine werden.
Doch so hatte die Beziehung der beiden Hermine klar gemacht, dass sie Ron nicht liebte. Sie liebte nur ihn und das war lächerlich. Er war schließlich ihr Lehrer, er hätte ihr Vater sein
können.
Ungeachtet all der anderen Gründe die gegen diese Liebe sprachen, wie das Alter, das Haus und dass er ihr Lehrer war, konnte sie ja wohl kaum davon ausgehen, dass er sie liebte.
Wie könnte er? Es war allgemein bekannt, dass er von Schülern ihrer Herkunft nichts hielt, sie war kaum etwas wert, zumindest in seinen Augen.
Alles sprach gegen ihre Liebe zu ihm.
Verzweifelt hatte sie gehofft, auf der Party der Zwillinge etwas Ablenkung zu finden. Zwar hatte sie nicht gewusst, welches Thema die Party haben würde, aber im allgemeinen sorgten die Partys von Fred und George immer für Ablenkung.
Die Party war wirklich toll gewesen. Klar, sie hatte nicht so viel Erfahrung gehabt. In der fünften Klasse hatte sie mal kurz etwas mit Thomas, einem Jungen von Ravenclaw, der mit ihr im selben Jahr war. Sie hatte gehofft, dass sie sich damit ablenken konnte.
Aber wie bei der Party hatte es nicht wirklich funktioniert. Auch wenn es ein Schock war, wer bei der Party bei ihr gewesen war.
Als sie am Abend wieder im Gemeinschaftsraum angekommen war, hatte sie sofort die Nummern überprüft, es waren zwei gewesen.
Nummer 7, Blaise Zabini! Da war sie schon sehr geschockt gewesen, aber nur, bis sie die nächste Nummer gesehen hatte. 31 sie war immer noch schockiert, aber sie hatte tatsächlich mit Draco Malfoy geschlafen!
Oh man, ausgerechnet, bei allen, die auf der Party gewesen waren, die beiden Slytherins!
Aber auch das hatte sie nicht lange Ablenken können, ihre Gedanken kreisten fast ausschließlich um ihren Lehrer.
Sie kniff die Augen zusammen, sie hasste es alleine zu sein, wenn sie solche Gedanken quälten. Oft hatte sie sich schon früher gewünscht, dann einfach zu Harry zu gehen zu können, aber das war immer unmöglich gewesen. Sie hatte ja wohl kaum im Jungenschlafsaal schlafen können. Doch das Harry sich geoutet hatte, sie könnte jetzt zu ihm gehen. Es war verlockend.
Sollte sie zu Harry gehen? Er hatte gesagt, dass sie immer zu ihm kommen könne und sie wusste, dass es stimmte.
Also stieg sie leise aus dem Bett und wickelte sich in ihren Morgenmantel. In ihren Hausschuhen schlich sie aus ihrem Schlafsaal und zu dem, in den Harry eingezogen war.
Sie warf kurz einen Blick auf die Uhr, halb drei, Harry schlief bestimmt schon.
Sie öffnete die Tür zu dem Schlafsaal und leises schnarchen drang an ihr Ohr. Im Mondlicht konnte sie sehen, dass zwei Betten nicht belegt waren.
Bei dem Bett, in dem Dean und Seamus lagen waren die Vorhänge nicht ganz zu gezogen. So sah sie, wie Seamus Kopf auf Deans Brust lag, sie musste lächeln, die beiden liebten sich wirklich, was man sogar im schlaf sah.
Sie schlich zu Harrys Bett, die Vorhänge waren nur halb zugezogen, deswegen konnte sie sehen, wie Harry bäuchlinks auf seinem Bett lag, die Arme unter seinem Kissen.
Sie lächelte, Harry sah im schlaf aus, als wäre er erst zwölf, wie ein Junge.
Sie setzte sich auf die Matratze. Diese Bewegung lies Harry aufwachen. Orientierungslos blickte er sich um, doch er sah so schlecht, dass er sie erst erkannte, als er nach seiner Brille gegriffen hatte.
„Mine, was machst du den hier?“ fragte er. Harry war der einzige, der sie Mine nannte.
„Ähm, ich konnte nicht richtig schlafen und wollte nicht alleine sein.“ Sie brauchte gar nicht mehr zu sagen.
Er rückte zur Seite, so dass sie zu ihm unter die Decke schlüpfen konnte.
„Danke…“ sagte sie. Das war nicht das erste mal, dass sie in einem Bett schliefen. In den Ferien kam sie oft zu ihm, zumindest, wenn Ron nicht in der Nähe war. Harry hatte die letzten Ferien im Zimmer von Fred und George geschlafen, mit Fred. George musste bei Ron schlafen. Das war so, seitdem die beiden inflagranti erwischt worden waren. Zwar wurden sie nicht verstoßen, aber trotzdem wollten ihre Eltern nicht, dass sie in einem Zimmer schliefen.
Harry neben sich zu haben beruhigte Hermine. Es war ein wenig so, wie früher, wo sie klein gewesen war.
Als Kind hatte sie große Angst vor dem Gewitter gehabt. So war sie immer zu ihren Eltern ins Bett gekommen. Dort hatte sie sich sicher gefühlt.
So war das auch bei Harry. Seine Gegenwart war beruhigend, es war so, als beschütze er sie vor allem bösen.
Er lag ihr zugewandt und beobachtete sie, aber er fragte nicht. Er wusste, dass sie schon etwas sagen würde, wenn sie bereit dazu war. Er streckte den Arm aus und Hermine rückte näher, legte ihren Kopf auf seinen Arm und Harry legte seinen anderen Arm um ihre Schultern. So schlief er ein. Hermine, die nun keine Gedanken mehr quälten, schlief auch bald ein. Von Harrys Armen gehalten, war sie sicher vor allem, das wusste sie.
Deswegen liebte sie Harry, er war ihr Bruder, er war immer da.
Hermine wachte auf, als sie leise Bewegungen im Zimmer hörte. Die Zwillinge waren auf den Weg zum Bad, obwohl sie grinsten, kamen keine Bemerkungen. Schließlich kannten sie das ja von den Ferien, zumindest Fred und bei den beiden war es so, als ob sie ein Gehirn hätten.
Sie drehte sich leicht und sah Harry an, der sie immer noch im Arm hielt. Sie wusste, dass es besser wäre, wenn sie nun ginge, es würde Gerede geben, aber sie wollte nicht aufstehen. Es tat gut, hier zu liegen.
Also blieb sie und döste noch ein wenig vor sich hin. Doch nach etwa einer Stunde kam auch in Dean und Seamus Bewegung und sie wachte erneut auf. Mit einem Blick auf die Uhr stellte sie fest, dass es schon sieben Uhr war.
Also stand sie widerwillig auf. Sie hatte so gut geschlafen, es war eine gute Idee gewesen, zu Harry zu gehen. Sie fühlte sich so erfrischt, wie schon seit Wochen nicht mehr.
Vorsichtig schob sie Harrys Arme von sich und rückte etwas von ihm ab. Obwohl sie wirklich vorsichtig war, wachte Harry auf.
Müde blinzelnd sah er sich um, wie immer ohne viel Erfolg, da er erst seine Brille suchen musste.
Doch dann sah er sie an.
„Tut mir leid, dass ich dich geweckt habe, auch heute Nacht. Danke, dass ich hier schlafen konnte, wirklich!“
„Kein Problem, du weißt, dass du immer zu mir kommen kannst. Auch wenn du mich dann wecken musst.“ Er grinste leicht und auch Hermine musste lächeln.
„Bis gleich, treffen wir uns im Gemeinschaftsraum?“ fragte sie.
„Klar, aber lass dir Zeit, irgendwas hat mich heute Nacht vom Schlafen abgehalten.“ Nun Grinste er über das ganze Gesicht.
Hermine ging lächelnd aus dem Schlafsaal.
Als sie ihren eigenen betrat, sah sie, dass fast alle Mädchen schon auf den Beinen waren. Mit großen Augen sahen sie sie an, doch Hermine sagte nichts.
Mit den Mädchen ihres eigenen Jahrgangs kam sie nicht sonderlich gut klar. Es waren auch nur wenige in Gryffindor gelandet. Nur sie, Lavender, zu der sie ja ihre eigene Meinung hatte, und Parvati, mit der man zwar reden konnte, die aber, sobald Lavender in ihrer Nähe war sich in ein genau so großes Dummchen verwandelte.
Also ging sie nur in ihr Bad. Die Mädchen hatten jeder ein eigenes, kleines Bad mit Dusche, Waschbecken und Toilette. Eine große Badewanne teilten sie sich.
Noch bevor sie die Badezimmertür ganz hinter sich geschlossen hatte, hörte sie, wie die anderen Mädchen tuschelten.
Hermine verdrehte die Augen. Sollten sie doch rätseln.
Kapitel 14
Als Harry in den Gemeinschaftsraum kam wartete Hermine bereits auf ihn.
„Hey, lange nicht mehr gesehen.“ Sagte er grinsend aber anstatt einer Antwort boxte sie ihm nur spielerisch auf den Oberarm.
Lachend und redend gingen sie zum Frühstück. Harry war froh, sie wieder so glücklich zu sehen, er war froh, dass er wenigstens dass tun konnte, für sie da sein, auch wenn sie nicht reden wollte.
Sie setzten sich an den Gryffindortisch.
Harry belud seinen Teller reichlich mit deftigen Bratkartoffeln und Speck.
Hermine knabberte nur an einem Brötchen, an Hermines Essverhalten konnte man immer ihre Gefühle ablesen. Sobald sie unglücklich oder gestresst war, aß sie kaum noch. Ging es ihr gut, konnte sie spachteln wie ein Scheunendrescher.
Er sah sie an und wollte gerade versuchen mit ihr zu sprechen, als Ron an ihnen vorbei lief. Kurz stand er hinter Hermine, als wäre er unschlüssig, ob er sich zu ihnen setzen sollte, doch dann schüttelte er den Kopf und ging schnell davon. Harry wollte es unbedingt vermeiden, von Hermine getröstet zu werden. Sie hatte selber Probleme und bis er nicht wusste welche und wie er ihr helfen konnte, wollte er sie nicht auch noch mit den seinen belasten.
Deswegen war er auch froh, dass gerade die Post kam. Harry blickte aus Gewohnheit nach oben, auch wenn er wusste, dass er eigentlich keine Post bekommen konnte, von wem auch?
Doch dann entdeckte er Hedwig in den vielen grauen und braunen Eulen auf ihn zu fliegen, mit gleich zwei Briefen in den Krallen.
Verdutzt schob Harry seinen Kürbissaft beiseite, damit sie landen konnte und befreite sie gerade von den Briefen, als Hermine ihren Tagespropheten bekam.
Bevor er die Briefe öffnete gab er Hedwig etwas Toast und Bratkartoffeln zum knabbern und streichelte sie ein wenig, bevor sie los flog.
Er blickte auf den Absender des ersten Briefes. Mr. und Mrs. Weasley. Harry war überrascht, also öffnete er den Brief und fing an zu lesen.
Hallo Harry,
mein lieber Junge. Harry nahm an, dass Mrs. Weasley den Brief geschrieben hatte.
Von Ron haben wir gehört, dass du dich geoutet hast.
Sicher wunderst du dich, warum wir dir deshalb schreiben.
Wir kennen Rons Standpunkt zu diesem Thema. Es hätte uns ja auch schlecht entgangen seien sollte, wie er mit den Zwillingen umgeht.
Wir bekamen gestern einen Brief von ihm, weswegen wir dir auch jetzt schreiben.
Bitte mach dir keine Sorgen, wegen Ron, sicher, er ist wütend und verletzt, aber er liebt dich wie einen Bruder. Sicher wird er sich beruhigen. In dem Brief klang er eher verletzt als wütend.
Aber wir dachten, dass wir dich unterstützen müssen. So merkwürdig das klingen mag, aber wir haben das Gefühl, für dich verantwortlich zu sein. Du hast keine Eltern und für uns warst du immer wie ein Sohn.
Wir möchten dir sagen, dass in unserem Haus immer Platz für dich ist, völlig egal ob du und Ron euch wieder versteht.
Allerdings hoffen wir wirklich, dass sich die Lage zwischen euch wieder entspannt.
In Liebe,
Molly und Arthur Weasley
Harry musste schlucken und ihm stiegen Tränen in die Augen. Nach den Schwierigkeiten mit Ron, war das etwas, was er wirklich gebraucht hatte.
Hermine hob fragend eine Augebraue, weswegen Harry ihr den Brief reichte. Er wartete nicht auf ihre Reaktion, sondern öffnete direkt den nächsten Brief.
Dieser war von Dumbledore. Als er den Absender sah, wanderte sein Blick sofort zu dessen Platz, doch dieser war leer.
Harry runzelte die Stirn, er hatte Dumbledore schon länger nicht mehr beim Essen gesehen.
Er öffnete den Brief.
Lieber Harry,
wie ich vernommen habe, war deine Woche äußerst … interessant.
Ich hoffe jedoch, dass du nun wieder vollkommen fit bist.
Sicherlich brennst du darauf, deinen Unterricht bei mir fortzusetzen.
Diesem Thema wollen wir nun keinen Aufschub mehr gewähren.
Deswegen bitte ich dich am folgenden Montag um acht Uhr abends zu mir ins Büro.
Mit freundlichen Grüßen,
Albus Dumbledore
Harry hatte wie immer das Gefühl, dass Dumbledore mehr wusste, als er sollte.
Immer diese Andeutungen. Er vermutete, dass Dumbledore genau das mit diesen Andeutungen erreichen wollte.
Er reichte Hermine, die mit dem Brief der Weasleys fertig war nun den anderen Brief. Sie schien sichtlich gerührt und musste schwer schlucken.
Sie überflog schnell Dumbledores Brief.
„Oh, Harry, das ist so spannend! Ich wünschte, ich könnte mit dir zu Dumbledore kommen! Ein bisschen Mäuschen spielen!“ Ihre Augen leuchteten und Harry musste ihr versprechen, ihr alles zu berichten was in Dumbledores Büro geschehen würde.
Kapitel 15
Draco war schon seit Tagen völlig durch den Wind.
Zuerst die Erkenntnis, dass er bei der Party nicht nur mit Granger, das alleine wäre schon schlimm genug gewesen, sondern auch mit Potter, mit POTTER! Geschlafen hatte.
Zuerst hatte er es sich kaum eingestehen können. Er war den ganzen Tag nicht aus seinem Zimmer herausgekommen. An diesem Tag war er besonders froh gewesen, ein Slytherin zu sein.
Er hatte gehört, dass alle anderen Häuser irgendeine Art von Schlafsaal hatten. Aber hier in Slytherin hatte jeder ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad. Unvorstellbar, jetzt der Gesellschaft seiner Jahrgangskameraden ausgesetzt zu sein!
Ein kleiner Triumph für ihn war jedoch, dass er offenbar Potters Jungfräulichkeit hatte, was alles aber noch schlimmer machte, hatte Potter mehr oder weniger auch seine.
Natürlich war Draco schon lange keine Jungfrau mehr. Er war berüchtigt für seine Eroberungen und mit seinem besten Freund Blaise vergnügte er sich auch ab und zu.
Blaise war es auch gewesen, der ihn gewissermaßen zu Männern gebracht hatte.
Trotz allem war Draco nie genommen worden.
Er war ein Malfoy, da war es ganz klar, dass er dominant war.
Aber dann, auf der Party.
Er hatte keine Ahnung gehabt, wer der Junge gewesen war. Doch dann hatte sich alles ergeben. Wie sich dieser Junge angefühlt hatte, als er ihn genommen hatte. Wie perfekt. Doch dann hatte ihn dieses Verlangen gepackt. Er wollte diesen Jungen in sich spüren, er wollte nicht nur in ihm sein.
Und dann hatte er sich nehmen lassen, zum ersten Mal, Gott, war das gut gewesen.
Wenn dann nicht die Party vorbei gewesen wäre, dann hätte er sich sofort wieder nehmen lassen. Doch dann ging er und später in seinem Schlafzimmer mit zitternden Fingern hatte er die Nummern überprüft.
Die ersten hatte er kaum wahrgenommen. Natürlich hatte Granger einen Schock ausgelöst. Doch alles verblasste gegenüber dem dritten Namen.
Potter
Insgeheim hatte er gehofft, der Junge würde aus Slytherin oder Ravenclaw kommen, dann hätte man das ganze ja wiederholen können. Aber Potter. Nicht nur, dass er es nicht wiederholen konnte, Potter hatte seine Jungfräulichkeit, genau so, wie Draco die seine.
Er brauchte den ganzen Tag um das alles zu verarbeiten, doch dann abends ging er durch die Flure. Er hatte nicht länger stillsitzen können. Nachdem er sein gesamtes Zimmer verwüstet hatte, hatte er es einfach nicht mehr ausgehalten.
Als er an einem Fenster vorbeigekommen war, dass zum Rasen herausging, sah er, dass die Auswahlspiele für Gryffindor gerade stattfanden.
Also schmiedete er einen Plan.
Er wollte mit Potter reden, alles klarstellen und ihn, vor allem, so einschüchtern, dass er niemals ein Wort darüber verlieren sollte.
Also wartete er ab. Potter schlenderte durch die Gänge, auch durch den siebten – Perfekt!
Draco zog ihn in den Raum der Wünsche.
Potter wirkte verdutzt, doch dann begann Draco mit seiner Rede, doch, noch ganz am Anfang fielen ihm plötzlich diese Grünen Augen auf, die ihn so durchdringend ansahen.
Dann roch er ihn, diesen Männlichen, leicht verschwitzten Geruch.
Er musterte Harry – Potter! nun ganz, er trug ein eng anliegendes T-Shirt, durch das man gut seine durchtrainierten Bauchmuskeln sehen konnte. Harry stand halb schräg zu ihm, weswegen Draco auch Teile seines Perfekt geformten Hinterns sehen konnte.
Bevor er wusste, was er tat, lag er in Harry, Potter! Harrys Armen. Sie küssten sich ungestüm.
Dieses Mal wusste Draco, mit wem er da gerade Sex hatte, doch das tat dem allen keinen Abbruch. Es war genauso gut, fast besser, als beim ersten Mal.
Später lag er vollends befriedigt in seinen Armen, während er ihm über den Rücken strich.
Er konnte seinen Herzschlag hören.
Doch plötzlich – DAS WAR POTTER!
Draco sprang aus dem Bett, der Raum der Wünsche war wirklich praktisch, Potter sah genau so schockiert aus, wie er selbst.
Offenbar hatte nicht nur Draco vergessen, mit wem er da gerade Sex gehabt hatte.
Draco zog sich an und floh. Nach einiger Zeit kehrte er jedoch zum Raum der Wünsche zurück.
Er setzte sich erneut auf das Bett.
Dann kam ihm eine Idee. Wenn es mit Blaise funktionierte, warum dann nicht mit Potter?
Nun ja, Blaise und er waren Freunde, Potter und er Feinde.
Doch dann musste er an etwas denken.
Sie hatten alle ein Jahr Muggelkunde belegen müssen. Sie hatten Kinofilme durchgenommen. Da hatte es einen Film gegeben. Freunde mit gewissen Extras, was lustigerweise Blaise und seine Situation gespiegelt hatte, außer dass sie sich nicht verliebt hatten.
Wie wäre es denn mit Feinden mit gewissen Extras?
Sie könnten sich hassen und abends, zumindest manchmal konnten sie sich abreagieren. Sie konnten den besten Sex der Welt haben, in diesem Raum, und sobald sie ihn wieder verließen würden sie sich hassen, wie eh und je.
Beflügelt von dieser genialen Idee verließ er den Raum und ging schlafen.
Morgen, morgen würde er Potter dazu bringen. Unmöglich, auf diesen Sex verzichten zu können, der um so vieles besser war, als alles andere, was er jemals erlebt hatte.
Am nächsten Tag, nach dem Unterricht, der gefühlte Jahrtausende gedauert hatte, tat er das selbe, wie am Tag zuvor, er folgte Potter.
Merkwürdigerweise schien er ständig am Raum der Wünsche vorbeizugehen.
Vielleicht tat das auch der Raum, denn Draco wünschte sich ja Potter in diesem Raum.
Also gab es eine Wiederholung vom Vortag.
Es war wie eine Wiederholung.
Draco begann mit seiner vorbereiteten Rede, doch diesmal fiel nicht er Potter um den Hals, noch bevor er ein Wort sagen konnte, küsste ihn Potter und Draco, der nicht so überrascht war, wie er hätte sein sollen begann damit, ihm die Kleider vom Leib zu reißen.
Kapitel 16
Harry war den ganzen Tag seinen Gedanken nachgehangen.
Abends war er dann noch einmal durch das Schloss gewandert, so sehr er sich für Fred, George, Dean und Seamus freute, es konnte doch auch ganz schön nervig sein, sich einen Schlafsaal ausschließlich mit glücklichen Pärchen zu teilen.
Er merkte erst wohin ihn seine Füße getragen hatten, als er an der Statue von Barnabas dem Bekloppten vorbeikam.
Er hatte kaum noch Zeit daran zu denken, dass er sich an dem Ort befand, wo alles angefangen hatte, da wurde er schon, wie einen Tag zuvor seitlich durch die Wand gezogen.
Und wieder stand er Draco Malfoy gegenüber.
Unwillkürlich musste er an den vorigen Tag denken.
Malfoy hatte ihm eine Rede halten wollen, worüber, das hatte sich Harry denken können. Doch auf einmal hatte er sich förmlich auf Harry gestürzt.
Sie hatten Sex gehabt, spektakulär, wie auch auf der Party.
Bei diesem Gedanken wanderte Harrys Blick auf den Schritt des anderen Jungen. Man konnte gut eine Ausbeulung erahnen. Dann wanderte sein Blick weiter hoch.
Durch den Umhang zeichneten sich die Bauch- und Brustmuskeln ab, die er nur zu gut kannte. Und dann erst diese Lippen.
Bevor er wusste was er tat, stürzte er sich auf ihn, küsste ihn ungestüm.
Sie rissen sich die Kleider vom Leib. Harrys Hand wanderte im Offenen Umhang Dracos nach unten, auf die durchtrainierten Pobacken des Jungen. Fest packte er sie, was Draco ein Stöhnen entlockte.
Harry war sofort erregt. Gerade dieses Stöhnen ließ ihn mehr als hart werden.
Bald standen sie nur noch in Boxershorts da.
Draco zerkratzte Harry den Rücken, als dieser weiter den Hintern des Jungen massierte, Harry stöhnte auf und biss leicht auf die Unterlippe des anderen.
Wieder war da dieses Bett vom Vortag und Harry warf Draco förmlich rückwärts auf das riesige Bett.
Auf dem Rücken, auf die Ellebogen gelehnt und mit gespreizten Beinen lag er nun da.
Harry fühlte wieder den Wunsch, den ganzen Körper dieses Jungen zu erkunden.
Er kam nun auch auf das Bett, auf allen vieren kam er zu Draco und zog ihm langsam, fast bedächtig die Boxershorts aus.
Als der Stoff endlich den Blick auf die voll erregierte Männlichkeit des anderen Jungen freigab stöhnte Harry laut auf.
Die Erinnerung an den Geschmack des anderen überflutete Harry, so wohlig, dass er schaudern musste.
Langsam beugte er sich hinunter. Er leckte über die Spitze und das wohlige Stöhnen, verbunden mit dem schaudern Dracos erregte ihn umso mehr, also nahm er nun die gesamte Länge des Jungen in den Mund.
Es war genau so gut, wie beim ersten Mal. Bedächtig fuhr er auf und ab, umspielte den Penis des Jungen mit seiner Zunge.
Draco schauderte, krallte sich mit seien Händen im Laken fest, während sein stöhnen immer lauter wurde.
Doch dann, schon er Harry sachte von sich weg.
„Nicht so schnell“ sagte er mit Lustverhangenen Augen nun war es an ihm, Harry auf das Laken zu drücken.
Dann kam etwas neues.
Draco nahm die Krawatten der beiden vom Boden und fesselte Harrys Handgelenke ans Bett. Dann zog er Harry quälend langsam die Boxershorts von den Hüften. Achtlos landete sie auf dem Boden neben dem Bett.
Leicht strich Draco mit dem Daumen über die Spitze von Harrys Penis, Harry stöhnte laut auf. Er wollte diesen Jungen.
Draco stand auf, er beugte sich leicht vor, mit dem Hintern zu Harry, als Harry diesen Hintern sah, ihm so bereit zugewendet, wäre er am liebsten aufgesprungen und hätte diesen Jungen genommen. Genau dass war es, was er jetzt wollte, er wollte diesen Jungen, genau jetzt.
Draco führte eine Hand zu seinem Hintern. Die Finger glänzten vor Speichel.
Langsam ließ er einen Finger in sich gleiten. Harry wurde immer erregter. Das einzige, was ihn zurückhielt waren die Fesseln.
Nacheinander ließ Draco nun auch den zweiten und dritten Finger in sich gleiten. Das Stöhnen brachte Harry fast um den Verstand.
Als sich Draco vorbereitet hatte, nahm er eine Tube Gleitgel vom Nachttisch.
Er benetzte sich seine Hand damit und begann nun damit, Harry vorzubereiten.
Er benetzte Harrys gesamten Penis mit dem Gleitgel und Harry stöhnte laut. Er wollte ihn so sehr, dass es weh tat, wenn er Draco nicht endlich nehmen würde, würde er explodieren.
Nun erwartete Harry eigentlich, dass Draco ihn losmachen würde, doch er irrte sich.
Draco krabbelte über Harry und küsste ihn wild.
Dann brachte er sich in Position. Langsam, quälend langsam setzte er sich auf Harrys Erektion. Bei der Heißen Enge stieß Harry einen Animalischen Laut aus. Er reckte sein Becken Draco entgegen, der sich nun langsam zu bewegen begann.
Erst langsam, dann schneller bewegte sich Draco auf Harry, er ritt ihn förmlich.
Als Harry dachte, dass seine Lust nicht weiter gesteigert werden konnte, sah er, wie Draco eine Hand um seine eigene Erektion schloss und er stieg gemeinsam mit Draco auf einer Welle von Lust auf.
Laut stöhnend kam Harry, tief in Draco auch Draco ergoss sich auf Harry.
Vorsichtig erhob sich Draco von Harry, dabei hatte dieser einen guten Blick auf den perfekten Hintern des anderen.
„Mach mich los.“ Sagte er tief und kehlig.
Er war bereits wieder erregt.
Nun wollte er ihn richtig, er wollte Dominieren. Draco machte ihn los und kaum, dass er die zweite Fessel gelöst hatte rollte Harry ihn herum.
Er hob eine Augenbraue, als er sah, dass auch Draco bereits wieder erregt war.
Harry küsste ihn verlangend, besitzergreifend. Dann stellte er die Beine hoch und er fuhr mit seinen Armen unter die Kniekehlen Dracos. Er drückte die Beine des Jungen hoch, so hoch, dass er einen perfekten Blick auf den Eingang des Jungen, der verlockend nach ihm rief.
Draco war noch vorbereitet, so brachte sich Harry in Stellung.
Schon bei dem Gefühl, seiner Spitze an der samtweichen Haut des Eingangs stieß ihn auf eine neue Welle der Lust.
Draco biss kräftig auf Harrys Unterlippe, als dieser tief in ihn stieß.
Harry konnte sich nicht weiter zurückhalten und als er weiter tief in Draco stieß legte dieser den Kopf ihn den Nacken und stöhnte kehlig.
Harry war überall, auf und in ihm.
Es dauerte nicht lange, da kamen beide Jungen erneut.
Laut stöhnend stieß Harry noch ein letztes mal tief in Draco hinein und ergoss sich erneut in den Jungen.
Draco verteilte sein Erbgut zwischen ihnen.
Harry rollte sich seitlich von Draco herunter.
Er wollte nicht, dass er wieder ging, so wie am Tag zuvor, aber er konnte auch unmöglich bleiben.
Draco, nein, Malfoy richtete sich auf und Harry rechnete wieder mit einem schwungvollen Abgang, doch dann „Oh, man Potter, warum musst ausgerechnet du so eine Granate im Bett sein?“ Harry war zu perplex um irgendetwas zu erwidern.
„So, da wir die Finger ohnehin nicht voneinander lassen können, kommt hier mein Vorschlag: Feinde mit gewissen Extras.“ Harry hob eine Augenbraue. „Ja, wir sind Tagsüber Feinde, aber sobald wir hier sind, haben wir den besten Sex der Welt, gehen wir wieder raus, hassen wir uns wieder.“ Harry überlegte, das klang durch aus erstrebenswert. Also sagte er „Gut, aber niemand, und damit meine ich NIEMAND wird jemals etwas hiervon erfahren.“
Statt einer Antwort küsste Draco Harry und stand dann auf. Er nahm seinen Zauberstab auf und säuberte sich.
„Gut, Mittwoch? Acht Uhr?“
„Ok“ sagte Harry. Malfoy, der sich währenddessen angezogen hatte verließ den Raum.
Harry schüttelte den Kopf. Was für ein Tag.
Kapitel 17
Am nächsten Montag war Harry schon nervös. Er hatte äußerste Schwierigkeiten sich im Unterricht zu konzentrieren.
Einerseits war da natürlich Draco, also Malfoy. Er freute sich schon auf Mittwoch und wie. In Gedanken spielte er immer wieder durch was sie wohl miteinander anstellen könnten. Doch heute wurde Malfoy immer wieder aus seinen Gedanken verdrängt.
Schließlich würde heute Abend der Unterricht bei Dumbledore beginnen. Obwohl er wusste was Dumbledore ihm beibringen wollte, war er trotzdem nervös.
Welche Erinnerungen würde Dumbledore ihm zeigen? In wessen Gedächtnisse würden sie blicken?
Er verlor sich in wilden Spekulationen. Dumbledore hatte doch nicht etwa Erinnerungen von Voldemord selbst, oder doch?
Beim Mittagessen redete er mit Hermine darüber. Er merkte, dass sie wieder deprimiert war und er merkte auch, dass es ihr gut tat, wenn sie sich mit anderen Dingen beschäftigte.
Also versuchte er sie abzulenken, sie war immer glücklich, wenn es Rätsel zu lösen gab.
„Also, Hermine, was meinst du?“ fragte er Hermine, die gerade wieder anfing abzudriften.
„Hm? Du meinst die Stunde bei Dumbledore? Ähm, ich weiß nicht.“
„Du meinst doch nicht, dass er wirklich Erinnerungen von Voldemord hat, oder?“
„Das wäre schwierig, er muss sie ja mehr oder weniger freiwillig hergegeben haben, wie sollte Dumbledore das angestellt haben? Du meinst doch nicht, dass Dumbledore ihn dazu gezwungen haben könnte? Aber von wem könnte er sonst Erinnerungen haben? Vielleicht ein ehemaliger Totesser, aber die sind doch fast alle Tot. Sonst, fällt mir keiner ein. Aber es könnte auch sein, dass es auch um seine Vergangenheit geht. Ist er nicht hier zur Schule gegangen?“ So ging es weiter. Den ganzen Tag.
Abends, als sie ihre Hausaufgaben machten, kam Harry eine Idee, als er Dean und Seamus mit einer Galeone Kopf oder Zahl spielen sah.
„Hermine?“
„Hmmm?“ sie abwesend. Ihre Haare hatte sie mit einem Bleistift hochgesteckt und sie nuckelte an einer Schreibfeder während sie eine Rune nachschlug.
„Hallo?“ Sagte Harry. Endlich blickte Hermine auf.
„Du hast doch letztes Jahr für die DA so Münzen gemacht, kannst du die vielleicht noch einmal machen? Also nur zwei?“
„Ja, klar, aber wofür brauchst du die Harry? Willst du nochmal eine DA aufmachen? Aber dann wären zwei zu wenig. Was hast du vor?“
Sie musterte Harrys Gesicht ganz genau.
„Nun ja, ich will mit jemandem in Kontakt treten… Ganz ohne, dass jemand etwas davon merkt. Weißt du…“ Harry nuschelte die letzten Worte nur noch.
Hermine musterte ihn noch kurz, dann weiteten sich ihre Augen kurz, als ob sie verstehen würde, dann nickte sie kurz.
Sie griff in ihre Tasche und holte eine Galeone aus der Tasche. Sie tippte sie an und sagte „dupplio“, zweimal, sodass sie nun drei Galeonen hatte. Ihre steckte sie wieder in die Tasche. Dann murmelte sie verschiedene Verschwörungen, die Galeonen glühten rot auf, dann erloschen sie wieder. Hermine reichte sie ihm. „Die funktionieren wie die alten auch.“
Dann wand sie sich wieder ihrer Übersetzung zu.
Harry musterte sie kurz, dann steckte er sie in seine Hosentasche. Er würde Draco eine geben, dann hatten sie einen Kommunikationsweg um Treffen zu arrangieren.
Eine Weile schreiben sie wortlos weiter, auch wenn Harrys Gedanken um andere Dinge kreisten, als die Hausaufgaben. Plötzlich sah Hermine auf. „Harry, du musst los!“ Erschrocken sah Harry auf die Uhr. Hermine hatte recht, es war bereits fünf Minuten vor acht. Harry wollte seine Sachen zusammensuchen, doch Hermine legte ihm eine Hand auf die seine und sagte „Ich mach das schon.“
Also ging Harry los, er rannte fast durch die Korridore und schaffte es gerade noch so um pünktlich in Dumbledores Büro zu sein.
Sein klopfen ging im Läuten der Uhr unter. Trotzdem schien er ihn gehört zu haben, denn er rief „Herein“. Harry öffnete die Tür und trat ein „Guten Abend Professor.“
„Hallo, Harry. Bitte, setz dich.“ Dabei deutete Dumbledore auf einen Stuhl direkt vor seinem Schreibtisch.
Harry beeilte sich folge zu leisten, denn er war gespannt, welche Erinnerungen Dumbledore ihm zeigen würde.
Gespannt beobachtete Harry, wie Dumbledore aufstand und zu einem Wandschrank hinüberging, den Harry ja schon kannte. Er bückte sich und hob das Denkarium heraus und stellte es seitlich auf den Schreibtisch, dann ging er hinüber zu einem anderen Schrank und holte zwei Phiolen heraus. In ihnen befand sich die selbe Substanz, mit der auch das Denkarium gefüllt war. Weder flüssig noch gasförmig, sondern viel mehr eine Mischung aus beidem.
Dann nahm Dumbledore wieder seinen Platz ein. Wie so oft legte er die Spitzen seiner Finger zusammen.
„Wie ich dir schon bei unserem letzten Treffen erzählt habe, möchte ich dir einige Erinnerungen zeigen, Harry.
Unser Ziel ist Wissen, Wissen, was dir helfen wird. Ich bitte dich, hier, in unseren Stunden sehr Aufmerksam zu sein. Außerdem muss ich dich um Verschwiegenheit bitten.
Alles, was wir hier besprechen muss auch geheim bleiben.
Allerdings darfst du Mrs. Granger von unseren Stunden erzählen. Mr. Weasley auch, wenn ihr eure Streitigkeiten beilegen solltet.“
Harry war überrascht, woher wusste er nun das schon wieder? Aber dann wunderte er sich nicht mehr, schließlich sprach er hier mit Dumbledore.
„Nun gut, wie ich dir bereits gesagt habe, wollen wir in verschiedene Erinnerungen eintauchen. Die erste Erinnerung ist von einem Ministeriumsbeamten, der vor vielen Jahren einen Hausbesuch durchführte.“
Dumbledore öffnete ein Fläschchen und schüttete dessen Inhalt in das Denkarium.
„So Harry, ungewöhnlicher Weise hast du heute sogar die Erlaubnis das Denkarium zu benutzen.“ Dumbledore lachte und Harry wurde ein wenig Rot.
„So, Harry, was sagst du zu der Erinnerung?“ Dumbledore und Harry hatten sich gerade wieder auf die Stühle gesetzt.
„Der Junge, auf dem Pferd, war das nicht… ich meine, er sah aus, wie Tom Riddle.“
„In der Tat, der junge Mann auf dem Pferd hieß Tom Riddle, allerdings wurde aus ihm nie Voldemord, es war sein Vater, Harry. Tom Riddle, Senior. Und wir haben auch Voldemords Mutter kennengelernt.“
„Das Mädchen. Wie ist sie dort rausgekommen? Bei dem Vater, dem Bruder?“
„Der junge Ministeriumsbeamte floh sofort ins Ministerium und kehrte mit Verstärkung zurück. Vater und Bruder leisteten eifrig Wiederstand, wobei sie mehrere Beamte verletzten.
Sie kamen sofort nach Askaban und wurden zu mehreren Jahren verurteilt. Vorlost zu fünf, Morfin, als Wiederholungstäter zu sieben Jahren Haft.
In der Zwischenzeit heiratete Merope. Wie du sicherlich erraten hast Tom Riddle.“
Harry zog überrascht die Augenbrauen hoch, ein weniger zusammenpassendes Pärchen wäre wohl schwierig zu finden gewesen.
„Ja, ich sehe deine Überraschung, aber bedenke, Merope war eine Hexe. Ohne den Druck ihrer Familie konnten ihre Magischen Fähigkeiten aufblühen.
Es ist reine Spekulation, aber ich würde sagen, dass Merope einen Liebestrank gebraut hat.
Allerdings kehrte Tom nach etwas über einem Jahr wieder nach Little Hangelton zurück.“
„Aber was ist passiert? Warum hat der Liebestrank aufgehört zu wirken?“
„Hat er aufgehört zu wirken, oder hat sie einfach aufgehört ihn zu verabreichen? Denn ich vermute letzteres. Sie könnte aus Sentimentalität geglaubt haben, dass er sie nun wirklich Liebte. So. Wir wissen nun also, dass Merope gegen Ende ihrer Schwangerschaft allein in London war.“
„Woher wissen Sie, dass sie in London war, Professor?“
Wortlos nahm er die zweite Flasche und schüttete sie in das Denkarium, dann schwenkte er es und der Kopf eines alten Mannes stieg daraus empor.
„Er hat sie so übers Ohr gehauen? Er hat ihr nur so wenig gegeben?“
„Ja, Borgin war nie einer von der Großzügigen Sorte.“
„Professor, wie soll mir so etwas helfen? Wie soll mir die Beziehung zwischen Voldemords Eltern mir beim Kampf gegen ihn helfen?“
„Das wird es Harry, ich verspreche, wenn du abwartest, wird das alles schlüssig werden, das verspreche ich dir. Aber nun ist es spät geworden, Harry. Ich wünsche dir eine gute Nacht.“
„Gute Nacht, Professor“ murmelte Harry und ging, gerade als die Uhr zehn schlug.
Kapitel 18
Zwei Monate später.
Mittlerweile wunderte sich Blaise nicht mehr, wenn er morgens an Dracos Tür klopfte und niemand da war, oder wenn Draco einfach so in freien Unterrichtsstunden verschwand.
Immer wenn er Draco fragte wohin er verschwand bekam er eine abfällige Typisch Malfoyische Art.
Jetzt, am letzten Tag vor den Weihnachtsferien klopfte er wie üblich an seine Zimmertür, ohne jedoch eine Antwort zu erwarten und er wurde nicht enttäuscht.
Aus dem Zimmer drang kein Geräusch und als er die Tür öffnete fand er das Zimmer leer vor.
Er schüttelte den Kopf. Er vermutete stark, dass Draco eine neue Freundin hatte. Das war ja nicht neues, er hatte, wie Blaise auch, diverse Affären gehabt, an die legendäre Party der Jahrgangsstufe war unvergessen, er dachte immer wieder gerne an diese Nacht zurück, bei dem Gedanken an Draco und Theo lächelte er. Jaja, zwei von drei Männern haben Dreck am Stecken.
Natürlich hatten sie auch diverse heterosexuelle Beziehungen gehabt, aber wenn er ehrlich an die Vergangenheit dachte, hatte es noch niemand, Mädchen oder Junge, geschafft Draco so lange an sich zu fesseln.
Immer wieder hatte Blaise bei den einsamen Früh- Mittag und Abendessen überlegt, wer es sein könnte, Huffelpufs schloss er von vorneherein aus. Also sah er nun an den Ravenclaw- und Slytherintischen hoch und runter, verwarf diese und jene Theorie.
Auch wenn Draco mit ihm aß, achtete er darauf, aber Draco verriet nichts mit seinen Blicken.
Mittlerweile vermutete Blaise, dass es Draco wirklich ernst seien musste, er kannte Draco und er war sich sicher, es musste Draco ernst sein.
Hermine vermisste Harry. Nicht dass er weg wäre. Nicht wirklich, er war natürlich immer noch in Hogwarts, aber er war nicht mehr wirklich bei ihr.
Sie wusste mittlerweile, dass Harry einen Freund hatte. Das hatte Harry ihm gesagt.
Sie vermutete auch, dass Harry den Jungen wirklich liebte, obwohl er das immer abstritt, er sagte immer, dass er nur eine Affäre habe und die Zeit wirklich genoss.
Aber je besser es Harry ging, mit dem neuen Freund, desto schlechter ging es ihr. Nicht etwa, weil Harry einen Freund hatte, oder weil er weniger Zeit mit ihr verbrachte, natürlich machte es ihr etwas aus, denn so verbrachte sie viel Zeit alleine. Ron sprach nicht mehr mit ihr, genauso, wie mit Harry, denn sie hatte sich ja auf seine Seite geschlagen.
Mittlerweile hatte sie einige Zusatzstunden gehabt, also verbrachte sie viele Nächte in Harrys Bett, SEHR viele.
Doch immer öfter schlief sie dort alleine. Das war schon ok, allein Harrys Geruch beruhigte sie.
Die Jungs in Harrys Schlafsaal hatten sie voll akzeptiert und sie waren sehr nett zu ihr.
Vor kurzem, nach einer Einzelstunde, sie war ohnehin völlig durch den Wind gewesen und dann hatte sie die Stunde gehabt. An normalen Tagen brauchte sie schon einiges an Kraft für die VgddK Stunden.
Doch an diesem Tag war sie schon vor der Stunde völlig ausgebrannt gewesen, die Stunde hatte sie völlig fertig gemacht.
Sie war abends aufgelöst in den Gemeinschaftsraum gekommen, aber Harry war schon weg gewesen, ohne viel Hoffnung war sie in seinen Schlafsaal gegangen, doch er war, wie zu erwarten nicht da gewesen.
Da sie mittlerweile einige Klamotten bei Harry deponiert hatte blieb sie direkt da und verkroch sich in sein Bett.
Als später die gesammelte Mannschaft gemeinsam in den Schlafsaal kamen, weinte sie immer noch in Harrys Kopfkissen.
Als die Jungs das sahen, schoben sie kurzerhand noch zwei Betten an das von Harry und so schlief Hermine zwar nicht von Harry aber dafür von vier anderen Jungs beschützt.
Das bedeutete ihr viel und die vier Jungs wurden für sie immer mehr zu großen Brüdern.
Heute, am letzten Tag vor den Ferien, war Harry wieder nicht da gewesen und Hermine hatte alleine in seinem Bett geschlafen und nun ging sie zusammen mit den anderen Jungs zum Frühstück.
Draco und Harry hatten wieder einmal eine unvergessliche Nacht erlebt.
Harry war schon eingeschlafen gewesen, als Draco ihn noch beim Schlafen beobachtete. Er musste schon sagen, dass Harry beim Schlafen unglaublich friedlich aussah. Wenn man ihn über den Tag beobachtete, dann merkte man, dass Harry immer leicht angespannt war, Draco vermutete, dass man nun einmal so wurde, wenn man regelmäßig einmal Jährlich von dem mächtigsten dunklen Magier angegriffen wurde, weil er einen unbedingt töten wollte.
Veränderungen in Harrys grundlegenden Gesichtszügen merkte man nur in drei Situationen, erstens, wenn er mit Freunden zusammen war, er bewegte sich freier und gelassener, dann war er auch bei ihm, Draco anders.
Hier musste er niemand sein, hier konnte er sich, wie Draco auch, einfach fallen lassen. Was das anging, waren sie sich sehr ähnlich. Von ihnen beiden hatten alle große Erwartungen, auch wenn in völlig andere Richtungen.
Dann war da noch die dritte Situation, wenn Harry schlief. Er sah um Jahre jünger aus, entspannter und einfach glücklich. Draco war schon früher aufgefallen, dass Harry im Schlaf manchmal sprach.
So wunderte es ihn nicht sonderlich, als Harry leicht den Mund öffnete.
„Dray…“ das war Harrys Spitzname für ihn, nur er nannte ihn so und das gefiel ihm.
„Ich… liebe dich.“
Draco machte einen Satz, zum Glück wachte er davon nicht auf. WAS?!?
Draco lief auf und ab, das konnte nicht sein, Nein!
Wie sollte er jetzt darauf reagieren? Am besten gar nicht, oder?
Harry wusste ja nicht, was er gesagt hatte, bestimmt war es nur ein komischer Traum gewesen und nicht die Wahrheit.
Draco machte die ganze Nacht kein Auge zu. Sollte er sich von Harry trennen?
Aber wenn er ehrlich war, wollte er das nicht. Er wollte nicht auf ihre Treffen verzichten. Aber wenn er sich ehrlich fragte, warum nicht?
Wenn er nur Sex wollte, konnte er ihn haben, mit Blaise oder Theo, selbst mit beiden gleichzeitig, wenn er wollte.
Nun ja, eigentlich konnte er auch parallel zu Harry Sex mit den beiden haben, sie hatten nie ausgemacht, monogam zu sein.
Dann kam ihm plötzlich ein Gedanke, ob Harry wohl mit jemand anderem Sex gehabt hatte. Bei dem Gedanken fühlte er einen heftigen Stich im Magen und wilde Eifersucht durchzuckte ihn. Er erschrak.
Er hatte Gefühle für Harry, also andere als früher. Früher waren sie erbitterte Feinde gewesen, aber jetzt…
Er wollte Harry beschützten, ihn festhalten.
Nein, das war doch unmöglich, er hatte sich nicht in Harry verliebt. So ein Schwachsinn, er war nur übermüdet!
Also, schlussmachen, oder nicht? Hatten sie überhaupt etwas, womit man Schluss machen konnte?
Er beschloss das einfach zu ignorieren, denn Harry hatte bestimmt nur geträumt, das war bestimmt nicht sein Ernst gewesen!
Doch wenn er ehrlich zu sich war, wollte er nicht auf den anderen verzichten.
Nach dem Frühstück hatten sie Vgddk. Seit einiger Zeit hatten sie das Thema Patroni.
Draco hatte es schon einige Male fast geschafft einen gestaltlichen Patronus zu erzeugen.
Er hatte sich fest vorgenommen es heute endlich zu schaffen, er war schließlich ein Malfoy, verdammt!
Also hob er seinen Zauberstab.
„Expecto Patronum“
Silberner Nebel kam aus seinem Zauberstab, er verdichtete sich und nahm eine Gestalt an, Draco war nur für den Bruchteil einer Sekunde erleichtert, es endlich geschafft zu haben, denn da vor ihm, für alle sichtbar war sein Gestaltlicher Patronus, ein riesiger, stattlicher Gryffindorlöwe.
Kapitel 19
Hermine wusste ja schon länger, dass sie sich in Severus verliebt hatte.
In Gedanken nannte sie ihn oft Severus. Sie fand den Namen schön. Aber natürlich machte sie sich keine Hoffnungen. Sie wusste, dass ihre Gefühle unerwidert bleiben würden, natürlich.
Nicht nur, wegen des Altersunterschieds. Nein, das war ihr sogar egal. Nicht dass sie darauf brannte, es gab bestimmt vorteilhafteres, aber das war doch nun wirklich nicht so wichtig.
Einfach wegen verschiedener Aspekte.
Erstens hasste Severus sie mehr als die meisten Schüler. Nicht dass er irgendwelche Schüler großartig leiden konnte, aber die Abneigung gegen sie schien doch extremer, was sie zu Punkt zwei führte, sie war eine Muggelgeborene. Severus, also Snape war weithin dafür bekannt, Leute wie sie zu hassen.
Natürlich waren die Unterrichtsstunden für sie umso anstrengender. Es wäre schon schlimm genug gewesen, nur verliebt zu sein, doch zu wissen, dass keine Chance bestand, dass diese Liebe je erwidert werden würde, war das schlimmste.
Sie konnte natürlich auch mit niemandem reden, was sollte sie den sagen? „Hey, Harry, ich habe mich in Severus Snape verliebt, schon länger, wollen wir nicht über meinen Liebeskummer reden, gerade jetzt, wo du endlich mal jemanden hast, mit dem du glücklich bist?“
Wohl kaum, Ginny konnte sie sich auch nicht anvertrauen, sie mochte die andere zwar, aber ihre Beziehung war nie so innig gewesen, wie die zu Harry.
Wenn sie ehrlich war, fand sie die andere Oberflächlich. Aber das war egal, sie waren immer gut miteinander ausgekommen.
Mit Severus war dieses Jahr alles dreimal so schlimm. Nicht etwa, weil sie sich jetzt erst verliebt hatte, nein, sie hatte die dreifache Stundenzahl bei ihm.
Nicht nur die VgddK Stunden, sondern auch die Zusatzstunden, nicht nur in Verteidigung, sondern auch ich Zaubertränke.
Nicht, dass sie Nachhilfe gebraucht hätte, weder in Verteidigung noch in Tränke. Aber sie ging immer gerne auf Nummer sicher.
Die meisten Tränke kannte sie sogar auswendig.
Allerdings viel ihr das brauen der Tränke in den Einzelstunden viel schwerer.
Sie hatten abwechselnd eine Gruppen und eine Einzelstunde. Während der Gruppenstunden besprachen sie Wirkungen, brauweisen und Eigenarten der Verschiedenen Tränke, in den Einzelstunden wurden sie gebraut.
Allein mit Severus in dessen kleinem Büro zu sein, brachte sie immer gehörig aus dem Konzept. Es war ihr immer gut gelungen, sich unter Kontrolle zu halten, sich gänzlich auf den Trank zu konzentrieren.
Doch heute hatte sie wieder eine Einzelstunde. Sie hatte heute bereits eine Doppelstunde bei VgddK gehabt.
Obwohl sie vollauf gewappnet war, trafen sie doch die Gemeinheiten, die sie um die Ohren geworfen bekam bis ins Mark.
So hatte sie den Großteil der folgenden Geschichtsstunde nicht aufgepasst, weil sie die Zeit benötigt hatte, sich wieder zu fassen, wobei ihr das mehr schlecht als recht gelungen war. Bei dem Nachfolgenden Mittagessen brachte sie keinen Bissen herunter.
Sie musste schon sagen, seit Anfang des Schuljahres hatte sie einiges Abgenommen, oft ließ sie Mahlzeiten aus und selbst wenn, dann aß sie nur sehr wenig. Die meisten ihrer Umhänge hatte sie schon enger zaubern müssen, damit es nicht auffiel, was sie nun wirklich nicht gebrauchen konnte, war, dass ihre Mitschüler anfingen Fragen zu stellen.
Also zauberte sie munter an der Taille ihrer Umhänge weiter.
Sie war schon immer schlank gewesen und sie wusste auch, dass es eigentlich nicht gut war, so viel abzunehmen, vor allem, weil sie auch immer glücklich mit ihrer Figur gewesen war.
Sei es drum, ihre Figur war das letzte, worüber sie sich jetzt Sorgen machte.
Am Nachmittag hatte sie wieder eine Einzelstunde. Sie wusste, sie würde den Trank der Lebenden Toten brauen müssen. Sie hatten ihn in der letzten Gruppenstunde besprochen und so wusste sie, was auf sie zukam.
Pünktlich um acht klopfte sie an die Bürotür Snapes.
Die Schüler, die Zusatzstunden hatten, durften auch nach der Sperrstunde außerhalb der Gemeinschaftsräume draußen sein, da die Stunden oft länger dauerten.
Ein verächtliches „Herein“ kam von drinnen.
Ohnehin schon mit wackeliger Fassade hoffte sie, dass sie den Trank schnell richtig gebraut haben würde, das wäre das Beste, um hier wieder raus zu kommen.
„Miss Granger, sie wissen ja, was zu tun ist. Sollten sie Fragen haben, Fragen Sie“ Der letzte Teil kam sogar noch verächtlicher, als sonst.
Also tat sie wie geheißen, es lief sogar ganz gut und sie schaffte es auch in ihrer Persönlichen Rekordzeit, der Trank war Perfekt und nun musste sie nur noch die letzte Zutat hinzufügen, 3 Einheiten geraspeltes Einhornhorn.
Gerade, als sie das Horn in den Kessel geschüttet hatte, passierte etwas unvorhergesehenes, der Kessel explodierte, Hermine wurde nach hinten geschleudert.
Ihr Kopf füllte sich mit Dunst und Nebel, noch bevor ihr Kopf hart auf dem Steinboden aufschlug. Sie lag noch keine Sekunde, da war er schon bei ihr, sein sonst so kontrollierter Gesichtsausdruck zeigte Bestürzung und Besorgnis.
Sanft strich er ihr die Haare aus dem Gesicht und nahm selbiges in seine Hände.
„Hermine? Hermine, großer Gott, geht es dir gut?“
Trotz der starken Schmerzen, die sie in ihrem ganzen Körper spürte musste sie lächeln, sie hob sacht ihre Hand und legte sie an Severus Wange. Es war das erste Mal, dass sie ihn berührte, wirklich berührte und ein Kribbeln ging von ihren Fingern aus. Sie war sich fast sicher, dass es nicht vom Zaubertrankunfall kam.
„Gut, Severus, mir geht es gut.“ Und sie meinte es ernst, trotz der Schmerzen war sie in diesem Moment wirklich glücklich, als sie endlich in Ohnmacht fiel.
Als Hermine aufwachte ließ sie die Augen geschlossen. Sie hatte einen merkwürdigen, aber dennoch irgendwie schönen Traum gehabt.
Sie hatte eine ihrer Einzelstunden gehabt, dann war der Kessel Explodiert, sie hatte zu viel Einhornhorn in den Trank der lebenden Toten getan, der dann explodiert war, das war der merkwürdige Teil gewesen, der schöne war, dass Severus, zu ihr geeilt war, sie geduzt hatte und offensichtlich sehr besorgt um sie gewesen war, als würde er sie lieben.
Natürlich war das Schwachsinn, aber sie wollte den Traum möglichst lange festhalten. Sie hörte ein Atmen, das war bestimmt Harry, hoffentlich mussten sie noch nicht für den Unterricht aufstehen, sie wollte noch ein bisschen in der Erinnerung des Traumes verweilen.
Doch dann hörte sie ein unterdrücktes schluchzen. Verwirrt öffnete sie die Augen. Sie lag nicht in ihrem Bett, oder in dem von Harry.
Sie sah sich um, sie befand sich in einem großen Raum, er war in dezentem grau gehalten und wurde von einem großen Himmelbett mit grünen Vorhängen dominiert, in dem sie lag.
Sie blickte zur Seite, wo ein sehr blasser Severus Snape saß.
Sie runzelte mit der Stirn, was alleine schon schmerzhaft war und ihr ein leises Stöhnen entlockte.
Rasch blickte Severus auf. Er sah erleichtert aus. „Oh, gut, Miss Granger, sie sind wach.“
Bei Miss Granger spürte Hermine ein Ziehen im Magen, wenn ihre Erinnerungen richtig waren, hatte er sie Hermine genannt.
„Was, was ist passiert?“ fragte Hermine schwach.
„Sie haben zu viel Einhornhorn in den Trank gegeben, woraufhin dieser explodierte. Da sich der beinahe fertige und bis zu diesem Zeitpunkt perfekte Trank der lebenden Toten in dem Kessel befand musste ich Sie hierher verlegen. Es wäre zu gefährlich gewesen, sie zu transportieren. Genauer gesagt…“
„Hing alles daran, dass ich überhaupt wieder aufwache.“ Vollendete sie den Satz. Ja, sie erinnerte sich. Das wichtigste war, überhaupt wieder aufzuwachen, da konnte man sich beim Trank der Lebenden Toten nicht sicher sein, aber einmal aufgewacht, war man über das schlimmste hinweg. Er hatte Recht, sie zu transportieren wäre zu gefährlich gewesen.
Erst jetzt sah sie ihn wirklich an. Severus sah furchtbar aus, er war furchtbar blass und war furchtbar angespannt.
Bevor sie wusste, was sie tat hob sie den Arm, wobei sie das Gesicht verzog, denn es bereitete ihr große Schmerzen, und legte ihn sanft an sein Gesicht.
Auch er hob seine Hand, doch nicht um ihre wegzuschieben, sondern um sie fester an sein Gesicht zu drücken.
Sie hatte also doch nicht geträumt.
„Ich dachte, ich würde dich verlieren!“
Kapitel 20
Nach ihrem kleinen Wortwechsel war Severus sofort gegangen um Hilfe zu holen. Sie war gegen drei Uhr aufgewacht und vorher war er nicht von ihrer Seite gewichen.
Madame Pompfrey war sofort mitgekommen und hatte Hermine augenblicklich in den Krankensaal verlegt.
Während ihrer Behandlung, die hauptsächlich aus verschiedenen Beschwörungen und Tränken bestand, erfuhr Hermine auch, wie ernst es tatsächlich um sie gestanden hatte.
Ein Tropfen des fertigen Trankes konnte einen Mensch töten, sie hatte einiges mehr abbekommen, aber ihr Glück war es, dass der Trank nicht komplett fertig gewesen war.
Laut Madame Pompfrey war die Todesgefahr beseitigt, sobald man aufgewacht war, aber ob und wann man aufwachte konnte man nicht vorhersagen.
Sie hatte großes Glück gehabt.
Von der Krankenschwester bekam sie dann auch noch einen Schlaftrank, denn sie musste sich erst einmal Ausruhen, noch immer tat jede Bewegung furchtbar weh.
Mit schmerzendem Kopf erwachte sie gegen Mittag des nächsten Tages, ihr Körper fühlte sich immer noch schmerzhaft und wund an.
Sie drehte den Kopf und sah Harry an ihrem Bett sitzen, aber er war nicht alleine, neben Harry saß der Rest seines, und irgendwie auch ihres Schlafsaals. Fred, George, Seamus und Dean. Sie waren am Reden gewesen, doch als sie gesehen hatten, dass sie wach war, unterbrachen sie sofort alles.
„Hey, wie geht es dir?“ Harry beugte sich vor und ergriff ihre Hand.
Sie wollte Gut sagen, aber ihr Hals war trocken und fühlte sich an, wie Sandpapier, weswegen sie nur ein trockenes krächzen zu Stande brachte.
Harry verstand und reichte ihr sofort ein Glas Wasser.
„Wir schwänzen, wir konnten ja schlecht ganz normal zum Unterricht gehen, während du so knapp am Tod vorbei geschlittert bist, was machst du auch für Sachen?“ sagte Fred.
„Ihr könnt doch nicht schwänzen!“ krächzte Hermine empört, ihre Stimme war wohl doch noch nicht so ganz wieder hergestellt.
Die fünf Jungen lachten.
„Ron war auch da, aber wir haben ihn irgendwie verschreckt.“ Zwinkerte nun Dean.
Nun lachte Hermine mit ihnen. Ja, Ron hielt es noch nicht einmal mit einem Schwulen im Raum aus, wie sollte er dann einen Tag mit gleich fünf zusammengepfercht überstehen?
Natürlich ließen es sich die fünf nicht nehmen den ganzen Tag bei ihr zu bleiben und sie zu unterhalten.
Gegen Abend tauchte dann auch noch Professor Dumbledore auf.
„Guten Abend, Miss Granger. Wie ich sehe geht es ihnen besser?“
„Ja, Professor, ich hatte gute Gesellschaft.“ Dumbledore lächelte.
„Ja, ich habe schon gehört, dass die Herren ihre Schulpflichten kläglich vernachlässigt haben.
Aber zuerst, natürlich, bin ich sehr froh, dass es Ihnen wieder besser geht, auch wenn Sie verstehen müssen, dass sie erst einmal hier bleiben müssen. Das war ein sehr gefährlicher Unfall.“ Als Professor Dumbledore ihre empörte Mine sah, lächelte er noch ein wenig weiter.
„Ich habe mit allen ihren Professoren gesprochen, sie alle machen schriftliche Aufzeichnungen der Unterrichtsstunden und, da sie bei allen Ihren Lehrern Einzelstunden belegt haben, wird es, gerade für Sie, kein Problem sein, den Stoff nachzuholen.
Nun jedoch zu Ihnen.“ Sagte Dumbledore ein wenig strenger und drehte sich zu den Jungen um. „Ich kann es leider nicht erlauben, dass sie unerlaubt dem Unterricht fernbleiben, für heute sind Sie aus verständlichen Gründen entschuldigt, aber ab morgen werden Sie wieder, wie gewohnt, am Unterricht teilnehmen, ohne Ausnahme!
So, und nun, Gute Nacht und gute Besserung.“ Mit einem zwinkern wand er sich ab, doch als er an dem kleinen Tisch vorbeikam, den die Jungen mit Süßigkeiten für Hermine beladen hatten, hielt er an und drehte sich erneut um. „Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie nichts dagegen haben, wenn ich mir eine Bertie Bots Bohne jeder Geschmacksrichtung genehmige?“
Hermine schüttelte schnell den Kopf, woraufhin sich Dumbledore eine dunkelgrüne Bohne genehmigte, nach kurzem Kauen nickte er und sagte „Ja, eindeutig, erbrochenes.“
Und mit einem sanften lächeln wand er sich nun endgültig ab und verließ den Raum.
Kurz nach Dumbledores Besuch schmiss Madame Pompfrey die Jungs nun endgültig raus. Ehrlich gesagt, hatte es Hermine schon gewundert, dass sie nicht früher etwas gesagt hatte, natürlich war Hermine froh über die Gesellschaft der Jungen gewesen, aber dennoch war sie froh, nun endlich etwas Zeit zum Nachdenken zu haben, weswegen sie auch den Schlaftrank, den die Schulschwester ihr anbot, ablehnte.
In Gedanken ging sie noch einmal den letzten Tag durch. Ok, es ärgerte sie natürlich, dass sie den Trank verpatzt hatte, aber das war jetzt erst einmal nebensächlich.
Teile des letzten Tages waren verschwommen und wirr. Aber doch war sie sich relativ sicher, dass Severus sie geduzt hatte. Sie versuchte verzweifelt sich an genaue Einzelheiten zu erinnern, aber die Details verronnen wie Wasser in der hohlen Hand.
Wenn ihre Erinnerungen richtig waren, dann war er direkt nach der Explosion zu ihr gestürzt, hatte sie gehalten und geduzt, allerdings leuchtete er in ihrer Erinnerung auch, was nicht sehr Hilfreich war.
Sie wälzte sich im Bett hin und her, doch ohne Nutzen, ihr wollte einfach nichts klar werden. Was, wenn ihre Erinnerungen doch war waren, abgesehen von dem leuchten natürlich, was hatte das zu bedeuten?
Eine leise, kleine Stimme flüsterte ihr zu, dass sich Severus auch in sie verliebt hatte. Aber das tat sie als lächerlich ab. Die kleine Stimme wurde von ihrer eigenen Liebe genährt, aber sie wollte sich nicht auch nur einen Funken Hoffnung gestatten, nur damit er ohnehin in der nächsten VgddK Stunde wieder totgetrampelt werden würde.
Irgendwann fiel sie endlich in einen leichten, unruhigen Schlaf, der jedoch bald wieder aufgeschreckt wurde.
Severus schollt sich innerlich. Wie hatte er sich nur so gehen lassen können?
Er hatte Hermine, MISS GRANGER geduzt! Er, wie war es möglich, dass er so viele Jahre als doppel, oder eher dreifach Agent gearbeitet hatte, sich von so etwas derart aus dem Konzept hatte bringen lassen?
Er wusste ja um seine Gefühle, aber wie hatte er es trotzdem so weit kommen lassen? Das war unverzeihlich!
Er dachte an den Unfall zurück, sie hatte ihn ebenfalls geduzt. Aber er schrieb das ihren Verletzungen zu. Sie war zweifelsfrei völlig durch den Wind gewesen.
Aber doch, hallte das Severus in seinen Gedanken nach. Der klang ihrer Stimme.
Aber eine kleine Stimme in seinem Inneren flüsterte ihm zu, dass sie ihn vielleicht auch lieben konnte. Aber das lehnte er kategorisch ab.
Und doch war er hier. Er lief am Kopfende ihres Bettes hin und her. Er war sich sicher, dass Madame Pompfrey ihr einen Schlaftrank verabreicht hatte.
Aber er hatte sich nicht davon abhalten können hier her zu kommen.
Nach dem Unfall musste er einfach sicher gehen, dass sie lebte, atmete.
Da lag sie nun, in dem weißen Bett des Krankenflügels. Durch ein Fenster fiel sanftes Mondlicht auf ihr Gesicht, wodurch es weiß wirkte und so fein, wie Porzellan.
Ihm war es nicht entgangen, dass sie furchtbar dünn geworden war, sie wirkte ausgezehrt, hier hinterließ sie kaum einen Abdruck, durch die Decke war kaum ihre Silhouette sichtbar.
Er liebte dieses Mädchen, denn genau das war sie, ein Mädchen und er war so alt, außerdem war sein Leben viel zu Gefährlich, selbst, wenn es sich, wie ein Wunder herausstellen würde, dass sie ihn auch nur mögen würde, konnte er es nicht zulassen, dass sie in Gefahr geriet.
Plötzlich bemerkte er, dass sie ihn anblickte, sie war aufgewacht.
„Se… ich meine, Professor Snape“
„Hallo, Miss Granger, ich wollte nur nachsehen, wie es Ihnen geht.“
„Um drei Uhr Nachts?“ sagte sie mit Blick auf die Uhr.
Er schollt sich erneut. Wie hatte er nur so leichtsinnig sein können?
„Ja, ähhhh, ja, ich … weißt du, wissen Sie.“ Kaum zu glauben, wenn er sich in den ganzen Jahren als Spion so bescheuert angestellt hätte, wäre er schon lange tot, aber irgendetwas an ihrem Blick, an diesen wunderschönen Haselnussbraunen Augen legte sein Gehirn lahm.
Ihre Augen weiteten sich leicht, als hätte sie eine Wichtige Erkenntnis bekommen.
„Ich habe mir das nicht eingebildet, oder? Sie, Du, du hast mich geduzt, du magst mich!“
Die letzten drei Worte sagte sie fast Triumphierend.
Er drehte sich weg, um zu gehen.
Doch dann „warte!“
Er drehte sich um, sie hatte sich halb Aufgerichtet, doch ihr Gesicht war schmerzverzehrt. Sie war noch immer sehr verletzt.
„Oh, Himmel. Ich hoffe das bereue ich jetzt nicht. Severus, ich liebe dich.“
Severus Hertz machte einen Hüpfer, aber wenigstens sein Gesicht hatte er jetzt wieder unter Kontrolle.
„Das spielt keine Rolle, Miss Granger. Ist ihnen die Situation nicht bewusst, es ist völlig egal wer welche Gefühle hat. Sie müssen ohne Auswirkungen bleiben.“
Nun drehte er sich endgültig um und ging, doch ihr zutiefst verletzte Blick verfolgte ihn und er wusste, dass er zwar das richtige getan hatte, jedoch gerade den einzigen Menschen verletzt hatte, an dem ihm wirklich etwas lag.
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