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Fanfiction

Feinde mit gewissen Extras - 50-55

von Shakes

Kapitel 50

Hermine war glücklich, richtig Glücklich, man sah es ihr an, es war nicht so, dass er nicht auch glücklich gewesen wäre. Das Wochenende mit Draco war wundervoll gewesen, sie hatten nicht einmal Klamotten angehabt, was alleine schon sehr vielversprechend für ein Wochenende war.
Es gab aber auch noch etwas anderes, als nur den Sex, der alleine schon ziemlich überwältigend war. Er liebte Draco und er wusste, das Draco auch ihn liebte.
Und das einzige, was es ihnen möglich machte, sich jeden Morgen wieder zu trennen, war, dass sie wussten, dass sie bald Zeit für sich hatten, in der es kein Versteckspiel mehr gab.
Er sah Hermine an, sie waren auf dem Weg zum Krankenflügel, Madame Pompfrey wollte sie erneut untersuchen.
Sie strahlte, er wüsste nur zu gerne, wer ihr Freund war, denn sie wollte es ihm partout nicht sagen. Er fragte sich zum wiederholten Male, wieso.
Immerhin hatte sie Draco akzeptiert, warum sollte er also einen anderen Slytherin für sie nicht akzeptieren? Er überlegte, welchen der Schüler er so sehr hasste, dass sie Angst hatte, es ihm zu sagen, doch ihm viel keiner ein.
Auf halbem Weg zum Krankenflügel hielt ihn ein kleines Mädchen an.
„Harry Potter? Ich soll dir das hier geben.“, und sie reichte ihm einen Brief, an de Schrift in der Adresse erkannte er sofort, dass er von Dumbledore war.
„Danke.“, sagte er und steckte ihn in die Tasche. Er würde ihn gleich lesen, wenn Hermine untersucht wurde.
Kaum im Krankenflügel hatte er den Brief schnell entfaltet.
Lieber Harry,
bitte finde dich heute Abend um acht Uhr in mein Büro zu einer weiteren Unterrichtsstunde ein.
Mit freundlichen Grüßen,
Albus Dumbledore.
Er überlegte noch, was er wohl neues herausgefunden hatte, als Hermine hinter dem Vorhang hervor kam, nur ohne ihren Rollstuhl.
Fragend sah er sie an und sie strahlte noch breiter.
„Miss Granger, braucht den Rollstuhl nicht mehr.“, erklärte die Schulkrankenschwester. „Sie hat von mir ein paar Krücken bekommen, die sie bei Bedarf benutzen kann. Sie sind geschrumpft.“, sagte sie ein wenig herablassend, als Harry sich verwundert umsah.
„Sie sollte sich allerdings weiterhin schonen. Etwas Übung ist gut, aber überanstrengen Sie sich nicht!“
Und so gingen sie hinaus, in Richtung der großen Halle.
Harry trug natürlich noch Hermines Tasche, aber sie lief wirklich wieder fast normal.
„Wie hast du das geschafft? Am Freitag sah es noch nicht so gut aus.“
„Tja, Pompfrey meinte, dass die Stimmung oft einiges Mitwirkt.“
Er lachte.
„Ja und Zauberringe vermutlich auch.“, flüsterte er ihr zu.
„Ja, vermutlich.“, lachte sie.
Er hatte sie schon lange nicht mehr so unbeschwert und glücklich gesehen.
Sie frühstückten ausgiebig und dann brachte Harry sie zu Aritmantik und ging dann selbst in den Raum der Wünsche.
Er und Draco hatten sich da beide für ihre Freistunde verabredet.
Immer noch über den Brief von Dumbledore brütend, trat Harry ein. Draco wartete, wie immer, bereits auf ihn.
„Hermine ist ja ihren Rollstuhl los!“, begrüßte er Harry.
„Ja, wir waren heute Morgen bei Pompfrey und die meinte, dass Hermine den jetzt nicht mehr braucht. Sie hat Krücken für den Notfall, aber es sieht gut aus. Anscheinend hat es ziemlich geholfen, dass sie sich mit ihrem Freund verlobt hat.“, gespannt sah er Draco ins Gesicht, er wollte sehen, ob er ähnlich überrascht war, wie Harry, als er es erfahren hatte.
„Was?“
„Ja! Heute Morgen hatte sie einen Ring am Finger. Sie wollen sich mit dem heiraten wohl noch Zeit lassen, aber verlobt haben sie sich schon Mal. Offiziell ist es natürlich ein Familienerbstück, dass sie zum Geburtstag bekommen hat.“
„Und, hat sie endlich gesagt, wer es ist?“, seine Neugier war, genau wie die Harrys, geweckt.
„Nein, sie rückt einfach nicht mit der Sprache raus.“
Und bevor er sich erneut in Spekulationen ergehen konnte, welcher Slytherin Hermines Verlobter war, erzählte er ihm von Dumbledores Brief.
„Ich habe heute Morgen wieder einen Brief von Dumbledore bekommen. Heute Abend ist wieder eine Unterrichtsstunde. Um acht. Willst du wieder mitkommen?“
Aber Draco schüttelte den Kopf. „Wenn er mich dabei haben wollte, hätte er das geschrieben und außerdem kannst du mir ja hinterher alles erzählen.“
Nun erging er sich aber doch in Spekulationen und er ging wirklich jeden Slytherinjungen, in ihrem Jahrgang und darüber durch.
„Ich habe mich auch schon gefragt, wen von denen ich so hasse, dass sie es mir nicht sagen will, aber ich meine, seitdem wir zusammen sind, kann ich sie einfach nur allgemein nicht leiden, ohne einen speziellen Hass auf irgendjemanden.“, Draco knuffte ihn in die Seite.
Aber er musste ihm Recht geben.
Allzu bald mussten sie sich aber wieder trennen und Harry holte Hermine von Arithmantik ab und sie gingen zu Verteidigung gegen die dunklen Künste.
Auf dem Weg dahin flüsterte er Hermine zu. „Ich soll dir herzlich gratulieren!“, und er blickte kurz auf ihren Ring hinab.
„Gib ihm einen Kuss von mir, ok? Und sag danke!“
Das brauchte er sich nun wirklich nicht zweimal sagen lassen und das wusste sie.
„Was stand in dem Brief, den du heute Morgen bekommen hast?“, fragte sie dann.
„Ich habe heute Abend eine Stunde bei Dumbledore.“
„Sagst du mir wieder, was er dir erzählt hat?“, er hatte sie immer auf dem Laufenden gehalten und natürlich würde er es auch weiter tun.
Am Abend brachte Harry sie zum Raum der Wünsche und ging dann selber zu Dumbledores Büro weiter.
Der Schulleiter erwartete ihn schon, als er punkt acht an die Tür klopfte.
„Ah, hallo, Harry.“, begrüßte er ihn, kaum das er eingetreten war.
„Bitte, setzt dich doch.“, und er deutete auf einen Stuhl, vor seinem Schreibtisch.
„Du hast sicherlich nicht vergessen, dass du mich gebeten hast, dass du das nächste Mal mitkommen möchtest, wenn ich einen Horkrux aufspüre.“
„Dann haben sie einen gefunden?“, frage Harry aufgeregt.
„Vielleicht, allerdings gilt es vorher noch einiges zu Klären. Ich werde ja, wie du weißt sterben und ich habe einiges dafür inszeniert. Es ist wirklich äußerst wichtig, dass die Todesser keinen Verdacht schöpfen. Deswegen wird der Tag, an dem wir den Horkrux suchen, der Tag sein, an dem ich sterbe und auch in gewisser Maßen, der Todestag von Mr Malfoy. Für meinen Tod ist gesorgt. Allerdings müssen wir den von Mr Malfoy noch vorbereiten, deswegen Harry, gib mir bitte deinen Zauberstab.“, und mit einem Mulmigen Gefühl reichte Harry ihm den verlangten.
Dumbledore holte seinen eigenen Zauberstab aus der Tasche und begann Beschwörungen zu murmeln, woraufhin Harrys Zauberstab zwischen ihnen in der Luft schwebte.
Plötzlich begann, der in der Luft schwebende Zauberstab grüne Blitze auszustoßen, bis ein lautes Knacken, wie von einem Gewehrschuss ertönte und er wieder auf den Schreibtisch fiel.
Harry sah sofort nach, ob sein Zauberstab noch ganz war, denn es hatte sich angehört als wäre er glatt in zwei gebrochen.
Doch er lag unversehrt auf dem Schreibtisch des Schulleiters.
„Harry, du wirst mit diesem Zauberstab niemals jemanden wirklich töten können. Du kannst die Personen, die mit ihm getötet wurden nur mit deinem Zauberstab wieder erwecken. Ironischer Weise musst du dafür den Todesfluch noch einmal auf dieselbe Person anwenden. Hast du mich verstanden?“, das letzte sagte er sehr eindringlich, während er Harry seinen Zauberstab zurück gab.
Er nickte. Ja, er hatte verstanden.
„Gut, da das hier unser letztes großes Treffen sein wird, bevor wir den Horkrux holen und ich sterben werde,“, Harry zuckte zusammen, „müssen wir noch einiges besprechen und ich möchte dir noch einige Dinge mit auf den Weg geben. Also, zuerst. Sag Mr Malfoy bitte, dass es einen Weg zur Schule hinein gibt. Im Raum der Wünsche gibt es einen Ort, an dem alles versteckt ist. Dort gibt es ein Verschwindekabinett. Ich habe es repariert, die Todesser können nun von Burgin und Burges nach Hogwarts kommen. Er soll ihnen das schreiben, aber auch, dass er ihnen einen geeigneten Zeitpunkt sagen wird, wann sie kommen sollen. Dieser Zeitpunkt, Harry, wird sein, wenn wir zwei den Horkrux suchen. Ich werde den Orden des Phönix wache stehen lassen, sodass wir vorbereitet sind. Ich möchte dir noch einige Dinge mit auf den Weg geben.“ Er stellte einige Gegenstände auf den Tisch.
„Ich gebe dir alle Erinnerungen, die ich zu Lord Voldemord besitze, außerdem, denn sonst wären sie nutzlos, gebe ich dir ein Denkarium.“, und er deutete auf eine kleine Schale, ähnlich dem Denkarium Dumbledores, aber etwas kleiner.
„Hast du noch irgendwelche Fragen?“, aber Harry sah ihn nur verzweifelt an.
„Wie soll ich das alles schaffen, Professor?“, und der Professor lächelte milde.
„Harry, du hast alle Informationen, die du brauchst und zu hast zwei außergewöhnliche Freunde, die dir beistehen werden. Ich weiß, dass du es schaffen wirst.“
„Ich, Professor, ich wollte Hermine da eigentlich nicht mit hineinziehen.“, und Dumbledore lachte. Er hatte den Schulleiter noch nie richtig lachen gesehen.
„Oh, Harry, dann wünsche ich dir viel Erfolg, aber du weißt genau so gut, wie ich, dass Miss Granger bereits da hineingezogen ist. Außerdem bezweifle ich doch stark, dass sie sich davon abhalten lassen wird, mitzukommen. Ich bin davon überzeugt, dass ihr zu dritt sein werdet.“
Ja, so etwas Ähnliches hatte er auch schon gedacht, wenn er ehrlich war.

Kapitel 51

Hermine hatte den ganzen Tag auf Wolke sieben geschwebt und hatte es kaum erwarten können, dass es Abend wurde und sie wieder zu Severus gehen konnte.
Ständig hatte sie den Ring angeschaut.
Also ging sie so früh wie möglich mit Harry zum Raum der Wünsche und von dort so schnell sie konnte, zu Severus Räumen.
Doch als sie eintrat, war er nicht in seinem Wohnzimmer, wie üblich.
Sie sah im Schlafzimmer nach und im Bad, sie konnte nicht nach ihm rufen, vielleicht war er ja mit jemandem im Büro? Sie lauschte, doch von dort kam kein Geräusch. Sie machte sich unsichtbar und öffnete die Tür vorsichtig einen Spalt breit, doch es war leer.
Sie sah sich um, es lag auch keine Notiz für sie hier. Unschlüssig stand sie in der Mitte des Wohnzimmers. Sollte sie bleiben oder gehen? Immerhin hatte er nie gesagt, was sie in so einem Fall tun sollte, immerhin waren es seine Räume.
Gerade, als sie beschloss, eine Notiz da zu lassen und zu gehen, da gab es einen Knall und vor ihr erschien Severus Hauselfe.
Sie verbeugte sich tief. „Guten Abend, Miss. Der Meister lässt ausrichten, dass er noch einen späten Termin hat. Der Meister hat gesagt, sie dürfen sich fühlen, wie Zuhause und wenn sie etwas wünschen, dann soll Hoba es ihnen bringen, Miss.“, sie verbeugte sich erneut.
„Oh, danke, Hoba. Aber ich brauche nichts. Du kannst gerne schlafen gehen, wenn du möchtest.“, die Hauselfe sah Hermine mit großen Augen an, verbeugte sich erneut tief und verschwand wieder.
Ein später Termin? Sie würde nur zu gerne wissen, was da los war, aber das konnte sie erst erfahren, wenn Severus zurückkommen würde. Also würde sie sich so lange ein wenig die Zeit vertreiben. Sie ging an den Bücherregalen auf und ab und suchte nach einem Buch, das sie ein wenig ablenken konnte. Sie entschied sich für ein Buch über die Geschichte der Zauberwesen.
Also setzte sie sich mit ihrem Buch auf das Sofa und fing an zu lesen. Es war wirklich interessant, aber langsam merkte sie, wie sie immer müder wurde.

Sie wachte auf und lag in Severus Bett. Wie war sie hier hergekommen? Sie hatte ein Buch gelesen und war auf dem Sofa eingeschlafen.
Dass sie jetzt hier im Bett lag, musste bedeuten, dass er wieder da war. Also stand sie auf und ging in das Wohnzimmer. Dort saß er tatsächlich auf seiner Couch, ein Glas in der Hand. Die braune Flüssigkeit darin sah aus, wie Feuerwhiskey. Er schien sie nicht zu bemerken, weswegen sie um die Couch herum ging, doch er sah immer noch nicht auf. Er wirkte traurig und niedergeschlagen.
„Severus, was ist los?“, er kippte den Whiskey mit einem Zug herunter. Er stellte das Glas auf den Tisch und vergrub das Gesicht in den Händen.
Sie setzte sich neben ihn.
„Was ist los mit dir?“, sie zog die Hände von seinem Gesicht.
„Ich muss Dumbledore töten.“, stieß er heraus. Er war auch nicht mehr so ganz nüchtern.
„Du musst was?“, jetzt war sie geschockt.
„Er hat mir das Versprechen abgenommen, schon vor einer Ewigkeit. Und jetzt verlangt er, dass ich ihn töte! Aber ich weiß nicht, ob ich das kann.“
„Wer verlangt, dass du ihn tötest?“, sie verstand nur Bahnhof.
„Dumbledore.“, ok, das war unerwartet.
„Warte, was?“, er griff wieder nach dem Whiskey, doch sie zog ihm das Glas aus der Hand.
„Severus, WAS IST LOS?“, er atmete tief durch.
„Dumbledore, er, er wird sterben, seine Hand, ich konnte den Fluch darauf beschränken, aber er breitet sich aus, weswegen er sterben wird. Er will von mir, dass ich ihn töte.“
Jetzt trank sie den Whiskey und musste prompt husten.
„Also, jetzt noch einmal von vorne.“, sie sah ihn an.
„Dumbledore hat diesen Fluch, weswegen er ohnehin sterben wird und jetzt sollst du ihn töten, weil du es ihm vor einer Ewigkeit versprochen hast?“
Er nickte, das Gesicht wieder in den Händen.
„Na, dann, kannst du den ja wirklich brauchen.“, sie holte ein Zweites Glas und schenkte ihnen beiden ein und reichte ihm eins.
Er nahm es Wortlos und trank es in einem Zug.
Sie tat es ihm nach.

Sie schreckte hoch.
Ihr Kopf fühlte sich an, als wollte er explodieren und dem Rest von ihr ging es auch nicht besser.
Irgendetwas hatte sie geweckt, sie sah sich um. Severus und sie saßen, oder lagen viel mehr auf der Couch. Vor ihnen standen zwei leere Feuerwhiskeyflaschen und neben Severus Knie stand Hoba.
Severus hatte auch gerade die Augen aufgeschlagen.
„Meister, es ist bereits acht Uhr, Sir. Der Unterricht beginnt bald, Sir.“, und sie verbeugte sich. Sie fuhren hoch.
„Danke, du kannst gehen.“, sagte er und fuhr sich mit den Händen durch das Gesicht und stöhnte.
„Ist dir auch so schlecht, wie mir?“, sie schloss die Augen wieder, es war doch ziemlich hell hier drinnen.
Er brummte nur, sie nahm das als ja. Zum Glück besuchte sie schon seit einigen Jahren die Gryffindorpartys und die fanden nicht nur am Wochenende statt, also zog sie ihren Zauberstab und murmelte einen bewehrten Zauberspruch.
Gleich ging es ihr besser, es war ein nützlicher kleiner Zauber, der gerade sehr in Mode war. Er stellte den Originalzustand wieder her, wie es so schön hieß. Man brauchte nicht duschen und die Kleidung war auch wunderbar gebügelt. Sie wandte ihn auch auf Severus an, der verblüfft aufsah.
„Ich erkläre es dir heute Abend, wir werden ohnehin einiges zu besprechen haben.“, er sagte nichts, sie trat auf ihn zu und küsste ihn, bevor sie sich schnell ihre Sachen packte und loslief.
Sie war gerade am Klassenzimmer angekommen, als auch schon die Professorin die Tür öffnete. Auch Harry stand vor der Tür, er belegte Alte Runen nicht, sodass klar war, warum er hier war.
Im Vorbeigehen flüsterte sie ihm nur schnell zu, „Hab verschlafen, Sorry.“
Sie hatte noch nie so wenig im Unterricht aufgepasst, automatisch schrieb sie mit, aber was genau sie da schrieb, keine Ahnung.
Gedanklich war sie bei Severus. Wenn sie alles richtig verstanden hatte, wollte Dumbledore, dass Severus ihn tötete. Ihr war Dumbledores verkohlte Hand schon lange aufgefallen, aber wenn sie ehrlich war, hatte sie sich nie sehr viel dabei gedacht.
Mittags ließ sie sich von Harry berichten, was er von Dumbledore erfahren hatte.
Erstaunt, aber, nach letzter Nacht nicht sonderlich überrascht, erfuhr sie, dass Dumbledore sein baldiges Ende bereits geplant hatte.
„Also heißt es bald, wir drei gegen den Rest der Welt?“
„Nein, es wird heißen, Draco und ich gegen den Rest. Hermine ich kann dich da nicht mit reinziehen!“, sie sah ihn an und fing an zu lachen. Einerseits weil er wirklich glaubte, sie ließ sich von ihm abhalten, andererseits war sie mit einem Doppelagenten verlobt, der Zeitweise die Rechte Hand des bösen war, sie fand, sie war schon länger in diese ganze Geschichte verstrickt.
„Ach, Harry. Weißt du, meistens bin ich mir relativ Sicher, dass du ziemlich intelligent bist, aber manchmal, sei mir nicht böse, benimmst du dich echt wie ein Vollidiot! Ich komme mit, du weißt genau so gut, wie ich, dass du alle Hilfe gebrauchen kannst und ich bilde mir ein, ziemlich hilfreich zu sein.“
Er nahm ihre Hand, die mit dem Ring.
„Was ist mit ihm? Hermine!“, und sie musste wieder lächeln, Harry dachte natürlich, dass sie mit einem anderen Schüler zusammen war, er konnte die Wahrheit ja kaum ahnen.
„Das lass meine Sorge sein, Harry.“, und sie beide wussten, dass sie mitkommen würde, sie würde mit ihm Kämpfen, um jeden Preis.

Am Abend ging sie zu Severus. Als sie sah, dass er wieder mit einem Gals Feuerwhiskey auf dem Sofa saß, ging sie auf ihn zu, und nahm ihm das Glas aus der Hand.
„Severus, das bringt nichts!“, er sah sie an.
„Ich weiß, was du tun wirst.“
„Und was ist das?“, er sagte es nicht aggressiv, er sagte es niedergeschlagen.
„Du wirst Dumbledore töten, du wirst es tun, weil er es verlangt und danach wirst du zu Voldemord gehen, du wirst deine Rolle weiter spielen und am wichtigsten, du wirst überleben!“
Kapitel 52

Das ganze Schloss war für die bald anstehenden Prüfungen am lernen, doch drei Schüler interessierte das herzlich wenig.
Nach dem Tod des besten Rektors, den Hogwarts je gesehen hatte, würden keine Prüfungen stattfinden. Harry und Hermine sahen sich in den nächsten Wochen kaum.
Beide waren sie bei ihren Partnern.
Wenn Harry nicht im Unterricht war, war er bei Draco, oder bei Dumbledore oder er war mit Draco bei Dumbledore.
Alles war geklärt und jede Einzelheit besprochen, jetzt hieß es nur noch Warten und das tat er meistens mit Draco im Raum der Wünsche.
Eines Abends, es war ein Freitagabend, lag er in ihrem Bett im Raum der Wünsche, Draco war bereits eingeschlafen und schmiegte sich an seine nackte Brust, sanft zog er die Decke über die beiden, ohne sich allzu viel zu bewegen, damit Draco nicht aufwachte.
Er sah ihm in das schlafende Gesicht. Noch immer hatte er keine Ahnung, wie er Draco bald schon töten sollte, obwohl er natürlich wusste, dass er ihn nicht wirklich töten würde, aber es würde sich echt anfühlen und er hatte bereits jetzt furchtbare Angst davor.
Was war, wenn etwas schief ging? Was, wenn Dumbledore einen Fehler gemacht hatte, was wenn Draco wirklich sterben würde?
Seit Tagen hatte er schon Albträume, am Anfang gab es immer Kämpfe, verschiedenster Art, in jedem Traum lagen immer mehr Tote in den Gängen Hogwart’s, er verfolgte Draco durch das ganze Schloss und am Ende, tötete er ihn.
Nur dass er wirklich starb. Wenn er dann erwachte, hörte er jedes Mal, ob Draco noch atmete, meist war dann an einschlafen nicht mehr zu denken.
Er strich ihm sanft über die blonden Haare, er konnte sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Er dachte an all die Zeit zurück, in der sie sich gehasst hatten, wie dumm sie gewesen waren.
Ohne die Zwillinge und ihre Party wären sie wohl nie zusammengekommen.
Er musste an die Anfangszeit nach der Party denken, als sie verzweifelt versucht hatten, sich weiter zu hassen, aber doch die Finger nicht voneinander hatten lassen können, wie sie sich geradezu überfallen hatten.
Er musste lachen, wenn er an diese Zeit dachte.
Obwohl er sich bemühte, sich nicht zu bewegen, wachte Draco doch auf.
Blinzelnd sah er sich um.
„Entschuldige, schlaf weiter.“
Draco blinzelte noch ein paar Mal und richtete sich dann etwas auf.
„Schon gut. Was ist los? Warum lachst du?“
Harry musste erneut lachen, weil das Bild, wie Draco da nackt, nur halb zugedeckt saß und ihn ansah, noch mehr Erinnerungen weckte.
Ach wenn das Dracos Verwirrung nicht minderte.
„Ich habe mich nur daran erinnert, wie es kurz nach der Party von den Zwillingen war. Weißt du noch? Wir haben uns gehasst und konnten doch nicht die Finger voneinander lassen. Das erste Mal, als wir hier waren, du hast mich quasi entführt, mir eine Predigt gehalten, dann bist du über mich hergefallen und dann bist du rausgestürmt und hast so getan, als hätte ich dich entführt.“, Harry lachte erneut.
Doch Draco runzelte die Stirn.
„Also wenn ich mich richtig erinnere, hattest du weder etwas gegen mein entführen, noch gegen das über dich herfallen,“, die letzten drei Worte begleitete er mit Gänsefüßchen.
„wenn ich genauer nachdenke, bin ich mir fast sicher, dass du mitgemacht hast und dass es dir gefallen hat.“
„HMMMMM, also wenn ich ganz genau überlege, könntest du teilweise Recht haben, allzu schlecht war es glaube ich nicht.“, zog Harry ihn auf und Draco schlug ihn spielerisch auf den Arm.
„Soso, nicht schlecht also…“, und er stellte sich auf alle viere über Harry und krabbelte auf ihn zu.
Er küsste ihn und Harry griff mit einer Hand in seinen Nacken und zog ihn zu sich herunter. Sie rollten sich im Bett herum, na gut, vielleicht war es besser als nicht schlecht gewesen.

In einem anderen Bett in Hogwarts lag ein anderes Liebespaar. Hermine lag auf Severus Brust, er schlief und sie lauschte seinem Herzschlag, sie drehte den Ring an ihrem Finger.
Ihr war aufgefallen, dass sie das in der Zeit, in der sie den Ring jetzt schon hatte, immer den Ring am Finger drehte, wenn sie nervös war.
Es konnte nicht mehr lange dauern, bis Dumbledores Plan anlaufen würde und dann würde sich alles ändern.
Jetzt hatten sie verhältnismäßig viel Zeit füreinander, aber wenn sie erst einmal mit Harry und Draco auf der Jagd nach den Horkruxen war und Severus die Pläne Voldemords umsetzte, würden sie sich kaum noch treffen können.
Am meisten machte es ihr Angst, dass sie nie wissen würde, was mit ihm los war. Wenn ihm etwas passierte, würde sie das nicht einmal mitbekommen.
Sie zerbrach sich schon seit Wochen den Kopf darüber. Es gab da eine Möglichkeit, einen Trank.
Mit diesem Trank konnten sich zwei Personen miteinander verbinden, beide würden den Nachhall der Gefühle der anderen spüren, Angst, Schmerz, Glück, alles.
Aber sie traute sich nicht, den Trank vorzuschlagen. Es war ein wirklich intimer Zauber, weil man immer verbunden war, bis der Gegentrank getrunken wurde. Man konnte es nicht an- und ausstellen.
Sie wusste nicht, ob er all das mit ihr teilen wollte, immer mit ihr verbunden sein wollte, also hoffte sie, dass er sie fragen würde.
Es musste schon weit nach Mitternacht sein, bis auf einen Streifen Mondlicht war es ziemlich dunkel, dass man nur noch Schemen erkennen konnte, außerdem war es so still, während sie Severus Herzschlag lauschte und den Ring an ihrem Finger drehte.
Sie wollte nicht schlafen, sie wollte einfach jeden Augenblick mit Severus genießen, seine bloße Anwesenheit, in der Gewissheit dass sie vielleicht nie wieder so viel Zeit miteinander verbringen konnten.
Was würde sie darum geben, zu wissen, was er dachte.
Mittlerweile war sie sich doch ziemlich sicher, dass er sie liebte, aber trotzdem, oder viel mehr gerade deswegen hatte sie Angst.
Sie hatte so viel Angst, was war, wenn Voldemord beschloss, dass er Severus nicht mehr brauchen würde, wenn Dumbledore einmal Tot war, was, wenn Harry, Draco und sie von Todessern geschnappt wurden, was, wenn irgendetwas in ihrem Plan schieflaufen würde, was wenn irgendjemand herausfand, dass sie eine Beziehung hatten?
Ihre Gedanken kreisten immer wieder um diese und viele ähnliche Fragen und ihr Gehirn war damit beschäftigt, ein Horrorszenario nach dem anderen zu entwickeln.
All diese was, wenn‘s.
Immer und immer wieder.
Ein paar Lösungen hatte sie schon gefunden, was sie mit ihren Eltern machen wollte, zum Beispiel.
Aber alles andere war, wie in einer schweren Prüfung und sie konnte die Lösung einfach nicht finden.
Sie drehte den Ring immer schneller am Finger und sie kaute auf ihren Lippen herum, etwas, dass sie nur selten tat.
Sie schloss die Augen und konzentrierte sich auf Severus Herzschlag, etwas, was sie normalerweise immer beruhigte.
Doch nach wenigen Momenten schlug sie die Augen wieder auf.
Sie bekam all die Sorgen einfach nicht aus ihrem Kopf, nicht einmal für wenige Minuten.
Wenn Severus doch nur wach wäre, er wüsste bestimmt einige Antworten, aber sie wollte ihn nicht wecken. Es war ihr nicht entgangen, dass er, als sie im Krankenflügel gelegen hatte, jede Nacht bei ihr gewesen war. Auch zur Zeit war es ihre Schuld, dass er so gut, wie nie schlief.
Auf einmal griff seine Hand nach der ihren und stoppte damit das ständige drehen des Rings.
Kapitel 53

„Ich habe dich geweckt, tut mir leid!“, sie hatte ihn wirklich nicht wecken wollen.
„Nein, hast du nicht. Was ist los mit dir?“
„Nichts, alles in Ordnung, du kannst ruhig weiterschlafen.“
„Hermine, wenn du den Ring noch einmal drehst, ist dein Finger wund.“
„Es ist wirklich alles ok´, es ist drei Uhr nachts, du solltest wirklich schlafen, wir haben ja das ganze Wochenende.“, ihr vielleicht letztes, aber das wollte sie nicht aussprechen.
„Hermine, sieh mich an,“, und er zog sie etwas hoch, damit sie ihm ins Gesicht sehen konnte. „, was ist los? Warum schläfst du nicht? Und jetzt sag nicht, dass nichts ist, ich kann dir ansehen, dass dich etwas beschäftigt.“
„Es ist nur, ich mache mir Sorgen, sobald, naja, du weißt schon und wenn Harry und ich dann nicht mehr auf der Schule sind. Ich werde nicht wissen, wo du bist und ob dir etwas passiert. Was ist, wenn dir etwas zustößt? Ich werde es nicht einmal mitbekommen! Ich mache mir einfach Sorgen!“
„Ich habe mir schon einiges überlegt, allerdings,“, er sah an ihr herab und schlagartig wurde ihr bewusst, dass sie außer der Bettdecke nichts an hatte, wie er, aber er hatte mehr von der Bettdecke. „, kann ich mich hier nicht so ganz konzentrieren, da weilen meine Gedanken noch bei gestern Abend.“
Schlagartig wurde sie rot, warum wurde sie immer rot? Es war ja nicht so, als hätte sie etwas Peinliches getan, nein sie beide hatten sehr viel Spaß gehabt…
„Ja, ich glaube hier ist nicht viel mit Konzentrieren.“
Also standen sie auf, sie schnappte sich sein Hemd, sie liebte es, in seinen Hemden herumzulaufen, sie rochen wunderbar nach ihm und sie wusste, dass er es liebte, wenn sie in seinen Hemden herumlief, was eventuell daran lag, dass das Hemd knapp unter dem Hintern endete, aber nur eventuell.
Da sie jetzt sein Hemd hatte, verzichtete er auf Oberteil, sie sollte ihm vielleicht nur ins Gesicht schauen, sonst war auch im Wohnzimmer nichts mit Konzentrieren.
Sie ging hinüber und schenkte ihnen beiden ein Glas Wein ein, sie eins stellte sie auf den Couchtisch und ging zu Severus, der noch bei der Tür stand.
Sie gab ihm seins, stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss, dann setzte sie sich auf das Sofa und nahm ihr Glas in die Hand.
Fragend sah sie Severus an, der mittlerweile um das Sofa herumgegangen war und nun auf- und abging.
„Ich, habe mir auch Sorgen gemacht, genau, wie du gesagt hast, wir werden so lange getrennt sein, beide in Lebensgefahr. Was, wenn dir etwas passiert, ich werde es nicht einmal mitbekommen. Also, habe ich überlegt. Es gibt da einen Trank, ich war mir nicht sicher, ob du damit einverstanden bist und du musst es nicht machen, es ist nur ein Vorschlag. Also, es gibt diesen Trank, er verbindet Menschen…“
„Gott sei Dank!“, sie war so froh, er schlug ihr den Trank vor!
Er sah sie nur fragend an.
„Ich hatte auch schon daran gedacht, ich hab mich nicht getraut, ihn vorzuschlagen.“
„Also bist du einverstanden?“ Sie lachte kurz.
„Natürlich, ich hatte eher Angst, dass du nicht einverstanden bist.“
„Es gibt noch eine Variation, man fühlt nicht nur den Nachhall der Gefühle, man kann auch miteinander Kommunizieren und man fühlt viel mehr, nicht nur Gefühle, sondern auch Schmerz. Es ist nur ein Vorschlag, du musst nicht, wenn du nicht willst.“
„Das ist bedeutend Besser, als meine Idee. Ich dachte an Münzen, wie ich sie auch für die DA gemacht habe, aber deine Idee ist viel besser, weil das nicht Manipuliert werden kann, also, wann fangen wir an?“
Er sah auf den Boden und grinste.
„Naja, eigentlich… Ich hab den Trank schon fertig.“, und er zog zwei kleine Fläschchen mit einer blassgrünen Flüssigkeit aus einer Schublade am Schreibtisch.
Sie hob eine Augenbraue und lehnte sich im Sofa zurück.
„Soso und woher wusstest du, dass ich dem veränderten Trank zustimme?“, sie bemühte sich wirklich ihr lächeln zurückzuhalten.
„Das wusste ich natürlich nicht, ich habe beide gemacht.“, und er zog noch zwei Fläschchen heraus.
Sie konnte ihr lachen einfach nicht mehr zurückhalten, das war so typisch Severus.
Sie stand auf und ging auf ihn zu.
„Jetzt gleich?“
„Na du hast sie doch schon gebraut und mir wäre es lieber, wenn wir ein Wochenende Zeit haben, uns daran zu gewöhnen, anstatt jedes Mal davon überrascht zu werden. Also, warum nicht? Außer, du hast was dagegen?“
Er beugte sich zu ihr hinab und küsste sie leidenschaftlich.
„Merk dir, wie es ohne den Trank war, bald kannst du nichts mehr verheimlichen.“
„Genau so wenig, wie du.“, sie sagten es schelmisch und sie stellte sich erneut auf die Zehenspitzen und küsste ihn.
„Na, dann, prost!“, sie trank den Trank auf einen Zug, genau wie Severus.
Sie stellte ihr Glas auf den Schreibtisch und er setzte sich auf das Sofa.
„Jetzt müssen wir nur noch klären, wo wir uns treffen, ich dachte zuerst an mein Haus, aber das ist zu offensichtlich, der Grimault Place wird wohl auch nicht gehen.“
„Nein, da sind wir, ich habe Harry noch nicht gesagt, wer du bist. Ich hab mich noch nicht getraut.“
„Und du willst eine Gryffindor sein?“, er lachte.
„Wenn dir deine Nase, oder viel mehr dein Leben nicht so wichtig ist, dann hole ich ihn gleich.“
„Da solltest du dich aber vorher umziehen.“, und er lies seinen Blick an ihr hinabgleiten und ganz schwach fühlte sie etwas in ihrer Brust.
Liebe, die aber nicht ihr gehörte. Der Trank fing an, zu wirken, das musste sie ausprobieren. Sie ging um das Sofa herum, sodass Severus sie nicht sehen konnte und kniff sich in das nackte Bein. Severus zuckte und griff mit der Hand nach seinem, dann drehte er sich um.
Ja, der Trank fing definitiv an zu wirken.
„Das war nicht nett.“
„Ich dachte, du wärst ein Slytherin, da muss dir doch nicht nett sehr bekannt vorkommen.“, sie grinste schelmisch.
Langsam ging sie wieder um das Sofa herum, als sie Severus den Rücken zudrehte, fühlte sie wieder Liebe und, verlangen?
„Ha! Erwischt, du sollst mir doch nicht immer auf den Hintern schauen!“
„Wenn du dich umdrehst, kein Problem.“, sie grinste und drehte sich langsam um, wobei sie sein Hemd an der Hüfte etwas hochzog, sodass alles bedeckt blieb, aber sich doch einiges erahnen lies, sie hatte immerhin keine Unterwäsche an.
„So meinst du?“, sie versuchte einen verführerischen Blick, aber da er ihr gerade ohnehin nicht ins Gesicht sah, war es auch egal, ob er gelang, oder nicht.
„Ja, so in etwa, aber was machen wir denn mit unserem Treffpunkt?“, mühsam richtete er seinen Blick wieder auf ihr Gesicht.
Sie ging auf ihn zu und setzte sich auf seinen Schoß, die Knie links und rechts von seinen Beinen und zog sich nahe zu ihm, Brust an Brust.
„Keine Sorge, da lasse ich mir diesmal etwas Gutes einfallen!“, und nach all dem, was sie von seinen Gefühlen spürte, war Sorge ziemlich schwach vertreten.
„Ach ja, wirklich?“, und er zog sie noch näher an sich heran, sie küssten sich leidenschaftlich. Er hob sie hoch, als wäre sie eine Feder und trug sie ins Schlafzimmer, das Organisatorische war dann wohl erledigt. Kurz musste sie darüber schmunzeln, wie selten sie selber ins Schlafzimmer lief.

Wieder lag Hermine mit dem Kopf auf Severus Brust und lauschte seinem Herzschlag.
Es war wunderbar, seine Gefühle zu spüren. Auch wenn es eben noch wunderbarer gewesen war.
„Ich liebe dich, Severus.“, es war eigentlich überflüssig es auszusprechen, er fühlte es ohnehin, aber sie wollte es ihm sagen.
„Ich liebe dich auch, Hermine.“, sanft strich er ihr über den Rücken, ja, das tat er, sie fühlte es, an der Stelle in ihrer Brust, wo sie seine Gefühle spürte.
Kapitel 54

Harry und Draco lagen in ihrem Bett.
Draco lag auf Harrys Brust und dachte nach, während er Harry mit dem Finger Muster auf die Brust malte.
Er dachte an die nächste Zeit, an Harrys Auftrag.
Er hatte Angst, sie drei würden nächstes Jahr ständig in Lebensgefahr sein, während sie zu dritt gegen beinahe den Rest der Welt und seine Familie kämpfen würden.
Was, wenn einem von ihnen etwas passierte?
Er konnte sich nicht vorstellen, dass Harry sterben würde, aber sosehr er sich auch davor fürchtete, es war doch möglich.
Genau, wie sein und Hermines Tod möglich war, er mochte Hermine, doch, wenn er ehrlich war, würde sich seine Welt weiterdrehen, wenn sie stürbe, bei Harry war er sich da nicht sicher. Wenn er entscheiden müsste, Harry oder Hermine, würde er ohne mit der Wimper zu zucken Harry wählen, was nicht hieß, dass er Hermine nicht mochte, er mochte sie sogar sehr gerne und er würde sie über vieles stellen, nur eben nicht über Harry.
Er hatte nie geglaubt, dass er so empfinden konnte.
Von seinen Eltern hatte er immer gelernt, dass Gefühle auch Schwäche bedeuteten, auch, wenn er wusste, dass seine Eltern, vor allem, seine Mutter, ihn liebten.
Aber Liebe, Freundschaft, Zuneigung all diese Gefühle zu zeigen bedeutete Schwäche, man war über die Menschen, mit denen man Zuneigung verband, angreifbar.
Er hatte es schon so oft gesehen, seine Eltern waren schließlich Todesser, bekam man nicht das eigentliche Ziel, holte man sie die, die es liebte, kreiste ihn immer weiter ein, bis man ihn so weit hatte, bis er von selbst kam, um die Liebsten frei zu bekommen, oder man zerstörte ihn einfach so weit, dass er unschädlich wurde.
Es funktionierte, funktionierte sogar wirklich gut.
Er wusste, dass Harry jede Tür und jedes Schloss einstürmen würde, wenn er dahinter gefangen wurde und das war etwas, was ihm große Angst machte.
Harry war ein echter Gryffindor, er würde sich selbst für so gut, wie jeden opfern, auch für die Muggel, bei denen er aufgewachsen war, obwohl er sie hasste.
„Was ist los, Draco?“, er zuckte zusammen, er hatte vermutet, dass Harry längst eingeschlafen war, während ihn seine Gedanken wach hielten.
„Nichts, wirklich.“, Harry hatte schon so viele Sorgen, er wusste, dass er fast jede Nacht Albträume hatte. Harry redete im Schlaf, schlug um sich oder zuckte. Aus dem, was er gehört hatte, starb er in Harrys Träumen, er hatte Harry nie etwas davon erzählt, er wollte ihn nicht noch mehr damit belasten. Natürlich hatte auch er Angst, aber er vertraute sowohl Harry als auch Dumbledore, weswegen sich seine Angst in diesem Bezug doch sehr zurück hielt.
„Dray, ich kenne dich. Du hast etwas, was ist los?“, er sprach nachdrücklich mit ihm.
„Ich, ich habe mir nur Sorgen gemacht. Was ist, wenn einer von uns dreien stirbt, Harry? Was, wenn einer von uns Gefangengenommen wird?“, eine kurze Stille folgte.
„Wenn ich sterbe, dann ist zumindest das meiste geregelt, ich habe ein Testament gemacht, ein magisches. Du und Hermine ihr bekommt alles, was ich besitze. Es war notwendig, wenn man bedenkt, dass ich Kreacher habe und den Grimaultplace, die würden doch an die Lestranges gehen, wenn ich sterbe und Kreacher in den Händen der anderen Seite ist nun wirklich das letzte, was wir brauchen können. Und was das Gefangennehmen angeht…“
„Ich will nicht, dass du mich rettest!“
„Was?“
„Wenn ich gefangengenommen werde, dann lass mich dort! Hol mich nicht da raus, du würdest dich nur selbst in Gefahr bringen, du bist wichtiger, als ich, Harry. Schwöre es mir!“
„Ich schwöre es dir, bei meinem Leben.“
„Nein, schwöre es mir bei Hermines!“, Harry zog fragend eine Augenbraue hoch.
„Deins würdest du geben um so ziemlich jeden zu retten und meins stünde auf dem Spiel, sie ist wie deine Schwester und du liebst sie, schwöre es bei ihrem Leben!“
Eine lange Pause folgte, Harry presste die Lippen zusammen.
Draco wusste, was er von ihm verlangte, aber es war ihm wirklich wichtig, weswegen er nicht nachgab.
„Ok, ich schwöre es.“
Am Montagmorgen saß Hermine in Arithmanik. Es war immer noch ungewohnt, sie fühlte in sich permanent Gefühle, die nicht von ihr kamen.
Aber es waren nicht nur Gefühle, sie spürte, wenn er in der nähe war, wenn sie zusammen waren, fühlte sie seine Blicke.
Mit dem sprechen, durch Gedanken, hatten sie noch wenig Erfahrung. Ein- zwei Mal hatten sie schon auf diesem Weg miteinander gesprochen, sich verschwommene Bilder geschickt, aber richtig einfach klappte es noch nicht.
Es war nicht gerade einfach, sich zu konzentrieren, wenn einen all diese Dinge Ablenken.
Doch gerade, als sie eine Berechnung erstellten, zuckte sie zusammen.
„Guten Morgen!“, das war Severus! Sie musste kurz hochsehen, um sich zu vergewissern, dass er nicht im Raum stand, aber dann hätte er wohl kaum so fröhlich guten Morgen gesagt. Sie hatte ihn noch nie fröhlich gehört, wenn sie nicht alleine waren.
Sie versuchte verzweifelt ihn zu ignorieren und die Aufgabe weiter zu erledigen, es wäre ihr vielleicht auch gelungen, wenn da nicht Severus gewesen wäre.
„Hallo, Hermine!“, er war belustigt. Er hatte Spaß, sie musste sich wirklich das Kopfschütteln verkneifen.
Sie konzentrierte sich, „Severus, was machst du da? Ich muss mich konzentrieren!“
Die Belustigung, die nicht von ihr kam, steigerte sich noch.
„Arithmanik, hm, war nie mein Lieblingsfach, ich fand immer, das ist Wahrsagen mit Zahlen, auch wenn ich mit E abgeschlossen habe.“
„Das stimmt doch gar nicht! Arithmanik ist überhaupt nicht, wie Wahrsagen mit Zahlen! Wahrsagen hat doch gar kein Hand und Fuß! Das hier ist seriöse Rechnung! Nicht so wie dieses lächerliche Glaskugelgeschaue!“
Sie konnte förmlich fühlen, wie er lachte.
„Nur, weil du jetzt eine Freistunde hast!“
„Ja, Montagmorgens Arithmanik und dann auch noch ständig diese Ablenkungen, also wirklich, wie soll man sich da konzentrieren?“
Das zeigte sie ihm in der nächsten Stunde.
Da hatten sie nämlich Verteidigung gegen die Dunklen Künste, was er konnte, konnte sie schon lange und so saß sie in der letzten Reihe und musste schmunzeln.
Gerade, als er zu einem Vortrag ansetzte, konzentrierte sie sich.
Sie hatte ja beinahe nur Bilder von ihm in ihren Erinnerungen, doch dann dachte sie an den Abend ihres Geburtstages zurück, wo sie eine Ewigkeit in den Dessous vor dem Spiegel gestanden hatte und sich gemustert hatte.
Sie rief sich das Bild in Erinnerung, in jeder Einzelheit und schickte es dann Severus.
Er stockte kurz in seinem Vortrag und blinzelte einige Male.
Selbst er, als Doppelagent mit der undurchdringlichen Maske, gelang es nicht ganz sich nichts anmerken zu lassen.
Jetzt war sie es, die belustigt war. Sie konnte es sich kaum verkneifen, laut in Gelächter auszubrechen.
„Ja, diese Montagmorgende und dann noch Verteidigung und diese ständigen Ablenkungen, also wirklich, wie soll man sich da konzentrieren?“
Er antwortete ihr nicht, es kostete wirklich noch einiges an Konzentration und so gemein war sie ja auch nicht, sie wartete wenigstens, bis er seinen Vortrag beendet hatte.
„Das war unfair!“
„Was war unfair, du kannst dich nicht beschweren, ich habe genau gemerkt, dass dir das Bild zumindest gefallen hat.“
„Ja, das bestreite ich auch nicht, aber es war trotzdem unfair! Mich vor der ganzen Klasse so zu überrumpeln! Und da sagt man immer, die Slytherins sind listig.“
Sie schmunzelte wieder und merkte, wie Harry ihr einen Blick zu warf.
„Na, gut, ich gebe zu, es war vielleicht minimal unfair. Du kannst mir ja auch eins schicken.“
„Ich schicke doch keine Nacktbilder an Schüler!“
Jetzt biss sie sich fast die Lippe blutig, um sich das Lachen zu unterdrücken.
„Außerdem, sehe ich mir das Original viel lieber an, als nur ein Bild in der Erinnerung!“
„Ich glaube, heute Abend ist noch eine Lücke in meinem Terminkalender, wo ich Zeit hätte, auch wenn die schönen Dessous leider meinen Geburtstag nicht überlebt haben.“
„Das ist nicht das Problem, dir steht auch die Bettdecke oder mein Hemd, aber mein Lieblingsoutfit an dir ist ja definitiv nichts.“

Kapitel 55

Es war so weit.
Während sich das ganze Schloss auf die anstehenden Prüfungen vorbereitet hatte, hatte es drei Schüler gegeben, die sich nicht auf die Prüfungen vorbereitet hatten.
Draco und Harry, aber vor allem Hermine und Severus genossen die Zeit, die ihnen noch blieb, bevor sie sich alle zusammen in Lebensgefahr begeben würden.
Doch heute war die Zeit abgelaufen, heute war es so weit.
Harry, Hermine und Draco trafen sich im Raum der Wünsche, bevor sich Harry mit Dumbledore auf den Weg machte, um einen Teil von Voldemords Seele zu zerstören.
Draco hatte seinen Felix Felicis, den er Anfang des Jahres gewonnen hatte dabei.
„Ich möchte, dass wir uns den Teilen, wir drei und, wenn ich richtig vermute,“, er sah Hermine an.
„, auch dein Freund, Hermine, können den sehr gut gebrauchen.“, Draco hatte schon länger einen Verdacht, wer der Freund von Hermine sein könnte. Er war darauf gekommen, weil Hermine sich so partout weigerte Harry zu sagen, wer er war. Er hatte nicht mit Harry darüber gesprochen, aber er war sich sicher, dass Harry ihn nicht auf dem Schirm hatte.
Hermine wirkte geschockt, Harry verwirrt, doch sie hatten wenig Zeit.
„Nein, ich nehme ihn nicht. Wenn du ihn trinkst, Draco ist das genug, den größten Teil des Abends verbringe ich mit Dumbledore, also werde ich aus der Schusslinie sein. Aber du,“, und er nahm Dracos Gesicht in die Hände, „, wirst ihn dringend brauchen.“
„Vielleicht hast du Recht, schließlich sterbe ich heute, aber mir wäre es trotzdem lieber, wenn du ihn nimmst.“
Harry gab nicht nach, weswegen Draco ein drittel des Trankes nahm.
Er wandte sich an Hermine.
„Hier, gib die hälfte deinem Freund. Ihr zwei könnt ihn gebrauchen, wenn ich richtig liege.“
Sie stürzte sich in Dracos Arme, Tränen in den Augen.
„Woher weißt du es?“, sie wisperte es leise in Dracos Ohr.
„Ich kenne doch die Slytherins. Keine Angst, ich sage Harry nichts.“
„Viel Glück, uns allen!“, das sagte sie wieder laut. Die Jungs nickten ernst.
Hermine hatte beschlossen, ihre Mitschüler zu beschützen. Sie würde nicht unbedingt aktiv am Kampf teilnehmen, das hatte sie Severus schwören müssen, aber sie konnte wenigstens darauf achten, dass kein Todesser durch die Gänge in Richtung der Schlafsäle streifte. Sie würde jeden aufhalten, der versuchte sich an einem der Schüler zu vergreifen. Severus hoffte inständig, dass sie sich raushielt, das spürte sie, er hoffte, dass sie nicht benötigt würde, weil der Orden des Phönix in Hogwarts war.
Sie küsste die beiden Jungs auf die Wange, nahm den Trank und stürzte aus der Tür.
„Es geht los.“
„Es geht los.“, sie küssten sich lang und leidenschaftlich, bevor Harry ging.

Hermine stürzte durch die Gänge von Hogwarts, kurz nach dem Raum der Wünsche hatte sie sich schnell unsichtbar gemacht.
Sie rannte die Flure entlang, im verzweifelten Versuch so wenig Geräusche wie möglich zu machen.
„Severus, bist du alleine? Ich bin auf dem Weg!“, durch einiges Üben war es mittlerweile ganz einfach geworden, auch an die ständige Präsenz seiner Gefühle hatte sie sich gewöhnt. Mittlerweile erschrak sie nicht mehr, wenn sie plötzlich eine Welle der Liebe überrollte, wenn sie in der Großen Halle oder in Verteidigung saß. Beinahe jedes Mal, wen Severus sie ansah, fühlte sie es und war es am Anfang doch erschreckend gewesen, umso wunderbarer war es jetzt.
Aber es gab auch andere Situationen, neulich Nacht hatte sich Severus auf dem Weg ins Bad den Zeh angestoßen, wovon sie dann auch wach geworden war, weil auch sie es gespürt hatte, oder vielmehr einen Nachhall. Das waren die lustigen Situationen und sie hoffte inständig, dass es die ernsten niemals geben würde.
„Ja, hier ist niemand.“
„Harry ist gerade weg, wir haben also noch etwas Zeit.“, sie spürte seine Angst und auch seine Trauer.
Einige wenige Minuten später stürzte sie durch die Tür in Severus Privaträume.
Er stand auf, auch ohne die Tür wusste er natürlich, dass sie da war, auch wenn es einige Sekunden dauerte, bis sie merkte, dass sie noch unsichtbar war.
Als sie den Zauber aufgehoben hatte, streckte sie Severus den Trank hin.
„Hier, der ist für uns zwei. Damit heute Abend nichts passieren kann.“
Als ehemaliger Zaubertränkelehrer sah er natürlich sofort, was sich in der Flasche befand.
Und er schüttelte den Kopf, genau wie Harry.
„Nein. Hermine, es ist am besten, wenn du ihn nimmst.“
„Nein! Er ist für uns beide! Bitte, du musst etwas davon trinken! Severus, ich würde es nicht ertragen, wenn du stirbst…“, und kurz nahm ihr diese Vorstellung die Luft und sie wankte kurz. Er, fürsorglich, wie immer setzte sie auf das Sofa und nahm neben ihr Platz.
„Nein, du verstehst nicht, was ich meine. Der Trank wirkt sich nicht nur auf dich aus, sondern auch auf die, die du liebst. Hermine, du bist der Schlüssel. Du liebst Potter, seinen Freund und du liebst mich. Wenn du genug von dem Trank nimmst, kann uns allen nichts passieren. Wer auch immer Potters Freund ist, er ist ein Slytherin, er würde dein Leben für das von Potter opfern, wenn er ihn liebt. Aber du,“, und er strich ihr ganz sanft über die Wange, „, du würdest keinen von uns über den anderen Stellen.“
Außer sich selbst, sie würde sich für jeden von ihnen Opfern und als sie das dachte, war ihr klar, dass Severus das auch wusste und es war einer der Gründe, warum er wollte, dass sie den Trank nahm. Das mit Draco konnte sie nicht ganz glauben, auch wenn es sein konnte.
„Aber ich will dich beschützt wissen! Bitte nimm den Trank, wenn dir nichts passieren kann, dann mir doch auch nicht.“
„Ja, aber alle, die du liebst, wären nicht sicher.“, und damit überzeugte er sie und sie fühlte seine Erleichterung und er ihre Angst.

Severus hielt Hermine in den Armen, sie lagen auf dem Sofa, in seinem Wohnzimmer.
Sie hatte den gesamten Felix Felicis getrunken, was er ihr nicht erzählt hatte, war, dass wenn sich jetzt jemand vor ihn stelle und den Todesfluch aussprach, würde er tot umfallen, natürlich würde er das, aber sie würde von dem Trank Anweisung bekommen, um das zu verhindern, aber es klappte nicht immer. Auch Felix Felicis hatte Fehler.
Aber er konnte nicht zulassen, dass ihr etwas passierte. Er wusste noch Haargenau, wie er damals Lilly verloren hatte, zuerst nur ihre Beziehung zueinander, doch dann hatte er sie wirklich verloren und es war seine Schuld gewesen.
Er konnte nicht zulassen, dass Hermine starb. Er würde es nicht verkraften, noch einmal den Menschen, den er leibte, auf diese Weise zu verlieren.
Jetzt, wo er eine zweite Chance bekommen hatte, die er, weder erwartet, noch verdient hatte.
Er sah auf sie herab, sie hatte Angst und machte sich Sorgen, aber seit dem sie den Trank eingenommen hatte, war sie viel Ruhiger.
Vor ihnen flackerte der Phönixpatronus in der Luft. Das Zeichen, von Dumbledore gesendet.
Ihnen beiden viel auf, dass er stark flackerte, kein gutes Zeichen, Dumbledore war schwach.
Auch Draco hatte einen bekommen, es war ihr Zeichen, um den Plan zu starten.
Hermine sprang auf und auch er erhob sich.
Sie sah ihn besorgt an, dann schmiegte sie sich an ihn und sie küssten sich lange und zärtlich.
„Viel Glück uns beiden!“
„Denk an dein Versprechen!“, und sie stürmten aus seinen Räumen, erst Hermine, dann, mit einiger Verzögerung und unsichtbar, Severus.
Es hatte begonnen, ihre Ruhige Zeit in der Schule war vorbei, für immer.

Auch Draco, der im Raum der Wünsche, auf Harrys Bett sitzend, auf das Zeichen zum Start gewartet hatte, bemerkte, wie schwach der Patronus war.
Besorgt ging er aus dem Raum heraus, damit dieser sich verändern konnte.
Als er den Raum wieder betrat, war er ein Riesiges Labyrinth aus allen möglichen Gegenständen, verbotenen, zerstörten und einigen, von denen er sich nicht einmal Vorstellen wollte, warum sie hier versteckt waren. Da gab es eine blutige Axt, wie war die denn nach Hogwarts gekommen und wem gehörte das Blut? Viel Schmuck, Ketten, Diademe, von denen er nicht wissen wollte, ob sie nur gestohlen waren, oder ob sie Flüche enthielten.
Er hatte keine Zeit, sonst hätte er gerne hier herumgestöbert.
Er ging auf das Verschwindekabinett zu und betätigte es mit einem Zauber und nach und nach traten einige Todesser daraus hervor, seine Tante Bellatrix, einige andere, die er entweder nur vom Namen oder vom sehen kannte und zu seiner Bestürzung Fenrir Greyback.
Hogwarts würde für ihn ein All you can eat buffet sein. Jetzt hatte er wirklich Angst, aber das durfte er nicht zeigen.
„Gut, Dumbledore ist in Hogsmeed, wir lassen das dunkle Mal auf dem Astronomieturm erscheinen, dann wird er genau dort hin kommen. Dann haben wir ihn und ich werde ihn töten.“, das würde er nicht, aber das wussten die anderen ja nicht.
„Gut gemacht, Draco!“, das war Bellatirx.
Und so zogen sie los, doch kaum hatte Draco das dunkle Mal heraufbeschworen und war die Treppe wieder ein Stück herunter gelaufen, da begann hinter ihm ein Kampf, der Orden des Phönix war da, also drückte er sich in den Schatten hinter der Tür zum Astronomieturm und wartete.
Als er Geräusche hinter der Tür hörte, stieß er sie auf und entwaffnete Dumbledore, der vor ihm stand. Harry war nicht zu sehen, er war vermutlich unter dem Tarnumhang.
Er bedrohte Dumbledore, denn das wurde von ihm erwartet, bis Dumbledore tun wollte, was auch immer er geplant hatte.
Draco war geschockt, Dumbledore war ganz weiß im Gesicht und konnte sich nur schwer auf den Beinen halten.
Hinter ihm stürmten ein paar Menschen hoch, Belatrix, Fenrir und noch zwei andere, von denen er nicht die Namen kannte.
Draco glaubte kaum, dass einer von ihnen mit Dumbledore die Vereinbarung hatte, ihn zu töten, also wo war er denn?
Sie stachelten ihn an, es endlich zu tun, doch er wollte Dumbledore nicht töten.
Da kam noch eine Person auf den Turm. Snape.
Er sagte nichts und auch Dumbledore sprach kein Wort.
Snape ging an all den anderen vorbei, hob seinen Zauberstab und…
„Avada Kedavra!“, ein grüner Blitz und Dumbledore fiel, fiel hinab.
In die Todesser auf dem Turm kam Bewegung.
Bellatrix lachte und Snape sagte.
„Schnell weg hier! Das ganze Schloss ist voll mit Ordensmitgliedern!“
Und sie stürmten davon, Draco hinterher und er hoffte, dass alles glatt laufen würde.
Der Trank riet ihm etwas zurückzufallen und so tat er das auch.
Hinter ihm hörte er schritte, es war Harry und so beschleunigte er wieder, die Todesser mussten sehen, wie er starb.
Und das taten sie, gerade als sich Bellatrix und Snape herumgedreht hatten um zu sehen, wo er bleib, rief Harry mit erstickter Stimme.
„Avada Kendavra!“, und er merkte, dass ihn der Zauber genau im Rücken traf und es ihn vornüber warf. Er merkte nicht einmal, wie er auf dem Boden aufschlug.

Es war so ein schlimmer Abend gewesen, zuerst hatte er Dumbledore diesen furchtbaren Trank einflößen müssen, dann starb er, durch die Hand von Snape.
Er hatte ihn einfach getötet.
Und dann hatte er Draco getötet. Es war schrecklich gewesen. Einige Todesser waren gefangen genommen worden, einer getötet. Auch Bill Weasley war verletzt, aber er würde überleben.
Er stand mit Professor McGonnagal in Dumbledores Büro, was ja jetzt ihres war.
Dumbledore war aufgebahrt worden und würde bald beerdigt werden, etwas, an dem die ganze Schule teilnehmen würde.
„Mr Potter, ich muss Sie fragen, wo waren Sie heute Abend mit Professor Dumbledore?“
Er schüttelte nur den Kopf.
„Professor, es tut mir Leid, aber, wenn er ihnen nicht von seinen diesbezüglichen Plänen erzählt hat, kann auch ich das nicht tun.“
Sie nickte, sie kannte Dumbledore schließlich.
„Mr Malfoy…“, und ihre Stimme wurde weicher.
„Ich habe ihn getötet, ich möchte dafür Sorgen, dass er Beerdigt wird.“
Sie musterte ihn erst, doch dann schein sie es seinem schlechten Gewissen zu zu schreiben.
„Nun gut, für Mr Malfoy wird es keine Beerdigungsfeierlichkeiten geben, wie für Professor Dumbledore. Woran dachten Sie?“
„Ich wollte ihn in ein Beerdigungsinstitut der Muggel bringen und mit Hilfe eines Verwirrungszaubers dafür Sorgen, dass er wenigstens Anständig begraben wird. Ich hatte nicht auf ihn gezielt, Professor, es war ein Unfall, dass er starb.“
Sie nickte und entließ ihn mit diesem Plan.
So lange noch keine Ferien waren, gab es auch die Spur nicht, weswegen er mit Draco apparieren konnte.
Er brachte ihn zum Grimoultplace, in sein Haus. Dort lag er in einem Bett, als Harry seinen Zauberstab herausholte und mit allem, was er hatte, hoffte, dass es funktionieren würde.
„Avada Kedavra.“
Sekunden kamen ihm vor, wie Stunden.
Bis Draco endlich die Augen aufschlug.

So, ich hoffe, es hat euch gefallen.
Wie gesagt, wenn ihr den zweiten Teil lesen wollt, den gibt es hier:
http://www.fanfiktion.de/s/533a961600022b3017a0e0af/1/Zwei-Seiten
Ich würde mich, vor allem da, immer über Reviews und Leser freuen! Ich sehe hier halt nicht so oft nach.
Ich hoffe, euch hat die Geschichte gefallen!

GLG EL B


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