
von Zauberphantasie
So, da bin ich wieder...
Nun noch was in eigener Sache, wenn sich jemand findet, der diese Story als Beta-Leser übernehmen möchte, dann würde mich das mega freuen, denn ich hasse diese Flüchtigkeitsfehler und Co, aber sie passieren immer wieder.
Jetzt aber viel Spaß mit dem neuen Kapitel!
Eure Zauberphantasie
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Ich wollte meinem Körper befehlen etwas zu tun, aber ich hatte keine Chance!
Hermiones Hand leblos in meiner.
Ohne das ich Einwirkung darauf gehabt hätte, sank ich vor ihrem Bett in die Knie.
Sie war mein Mut, meine Stärke, meine Energie, meine Luft zum Atmen, mein Alles, mein Leben, es starb mit ihr......
Ich sackte weiter zusammen.....
„Mr. Malfoy??? Mr. Malfoy??? Kommen Sie zu sich!!!“, unsanft rüttelte Poppy an mir.
„Wir haben Hermione wieder, es war knapp und sie ist immer noch bewusstlos, aber sie ist wieder stabil.“
Ich sah Poppy an und löste mich nur langsam aus meiner Schockstarre. Poppy sah mich reichlich irritiert an.
„Nun Mr. Malfoy, Ihnen scheint Ms. Granger ja ziemlich wichtig zu sein. Wie dem auch sei, der Krieg ändert wohl einiges. Wir werden Ms. Granger ins St. Mungos verlegen, dort kann sie engmaschiger betreut werden.
Ich nickte, fassungslos, verwirrt, hilflos. Was war nur los. St. Mungos, Hermione war also einer der Notfälle.
leblos
tod
allein
hilflos
leblos
kalt
weiß
tod
hilflos
leblos
leblos
allein
kraftlos
Wörter sprangen wirr durch meinen Kopf ohne, dass ich sie steuern konnte. Ich lehnte mich an eine Wand und versuchte mich einen Moment nur auf meinen Atem zu konzentrieren, meine Gedanken wieder zu sortieren. Meine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen.
Hermione würde immer mein Schwachpunkt bleiben. Dagegen konnte ich nichts tun. Sie ist mehr als mein Leben. Aber auch für sie muss ich jetzt stark sein und das werde ich.
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Die Aufräumarbeiten gingen weiter. Sie machten die Tage auf eine grausame Art und Weise erträglicher für mich. Ich konnte meine über Jahre perfekt gewordene Maske wieder aufsetzten, ein Teil meines alten Ichs bildete die Fassade meines derzeitigen Seins.
Es war eine zermürbende, schier endlose Arbeit, Suche vermischt mit Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Freude, Erfüllung und Leere. Gegensätze, die sich nicht oft treffen, liefen dort zusammen.
Meine Tage waren immer gleich. Wir sprachen nicht viel, fast jeder in seiner eigenen Welt. Keiner vermochte so richtig einzuschätzen, wie es sein würde, wenn das alles hier endgültig vorbei wäre.
Keiner wollte jedoch zugeben, das diese zermürbende Arbeit eine ungemeine Ausflucht bot, verhindert es doch die Konfrontation.
So verstrichen die Tage und jede Nach wurde zu einer neuen Herausforderung.
Ich wollte bei Mia sein, aber meine Situation und der Umstand das niemand von ihr und mir wusste, machten dies unmöglich. Ich war auf die Berichte von Potter und seinen Freunden angewiesen, es quälte mich.
Nur einmal konnte ich für 15 Minuten zu ihr und ihr Körper, wie er schmal und zerbrechlich in die weißen Lacken gehüllt auf dem Krankenbett lag, hatte sich als Schreckensbild in meinen Kopf eingebrannt.
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Ich flog und flog immer weiter. Ich versuchte gar nicht erst mich dagegen zu wehren, vielmehr ließ ich mich treiben. Es schien so leicht hier, so unbeschwert. Alles in Wolken verpackt, weich und ungefährlich. Einfach so, wie ich es mir doch in letzter Zeit so gewünscht hatte.
Das hier erschien fast, wie meine Phantasie, die mich auf ihre Art und Weise durch diesen schrecklichen Krieg gebracht hatte und es mir ein ums andere Mal erlaubte die Realität für wenige Augenblicke zu verlassen.
Es war der Trost, wenn Draco nicht da war. Nicht da sein konnte, weil unsere Wege einfach mal wieder in zu unterschiedliche Richtungen zu laufen schienen.
Aber Moment. Wo ist Draco?
Ich bemerkte, wie mein Flug langsamer wurde. Ich öffnete die Augen. Der Ort an dem ich mich befand wirkte schön, warm angenehm und einladend, entsprach er ziemlich genau meiner Vorstellung von Harmonie. Aber Draco fehlte.
Suchend sehe ich mich um, aber entdecke nur ein Paradies ohne mein Leben.
Wo war ich hier eigentlich. Niemand war hier. Ich bin allein. In meiner Phantasie war ich das nie.....
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„Sie scheint mit irgendwas zu kämpfen. Es ist fast so, als ob die in ihrer Bewusstlosigkeit einen Kampf ausficht, ob sie zurück kommen will. Bis eben waren die Werte immer schlechter, jetzt scheint sie sich zu wehren.“
„Aber was bedeutet das?“
„Das kann man noch nicht sagen, Mr. Potter. Wir müssen abwarten. Derzeit können wir ihr nur einige Stärkungstränke geben und hoffen, dass sie ihr Bewusstsein wieder erlangt. Denn einige Flüche kann man nicht während einer Bewusstlosigkeit heilen. Wenn sie jedoch nicht bald aufwacht, werden die Flüche immer stärker und sie können sich vorstellen, was das heißt.“
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Ich musste hier wider weg. Das wusste ich jetzt. Aber ich wusste noch nicht wirklich wie. Wie war ich hier her gekommen. Irgendwie geflogen, in dieses trügerische Paradies.
Nur einige Meter von mir entfernt erblickte ich einen Besen. Ich war doch nicht mit einem Besen hergekommen. Das kann nicht sein. Fliegen.... Auf einem Besen, oh diese Art von Reisen war noch nie meins. Ich sah mich noch einmal um, es schien mir der einzige Weg.
ich streckte meine Hand aus, ergriff den Besen und ein unglaublicher Schmerz ergriff mich. Ich versuchte mich auf den Besen zu setzen, aber der Schmerz drohte mich zu überwältigen.
Hier war doch alles schön, so schön. Ich konnte ebenso hier bleiben....
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„Potter!!!“
„Was, MALFOY?“
„Was ist mit Her... Granger, wie geht es ihr?“, ich blickte auf 2 verwunderte Augen.
„Sie ist immer noch bewusstlos. Der Heiler hofft, dass sie bald ihr Bewusstsein wieder erlangt. Die Flüche müssen dringend behandelt werden. Aber Mine scheint mit irgendwas zu kämpfen.“
„Mit irgendwas zu kämpfen?“
„Ja, ihre Werte verändern sich immer wieder in verschiedene Richtungen, mal kommt sie dem Bewusstsein näher, mal entfernt sie sich. Das ist alles so irreal.“
„Kann man ihr denn nicht irgendwie helfen?“, jetzt konnte ich meine Besorgnis für einen Moment nicht mehr verbergen, mein Fehler wie ich Sekunden später feststellen musste.
„Nein, leider. Sie muss da alleine heraus finden. Aus eigener Kraft. Warum interessierst du dich eigentlich so für deine beste Feindin?“, Potter sah mir direkt in die Augen und ich hatte Mühe meine Maske rechtzeitig schusssicher zu kriegen.
„Der Krieg hat alles geändert. Überhaupt, Zeiten ändern sich.“, was für eine schwache Antwort und das auch noch von einem Malfoy. Würde sie dennoch reichen? Ich sah Potter direkt in die Augen. Nein sie reichte nicht!
„Malfoy, das ist nicht dein ernst. Du bist seit Tagen der Erste, der nach Mine fragt, du hilft hier wie ein Wahnsinniger, ich kann nicht mal sagen, ob du schläfst und immer, wenn jemand Nachrichten aus dem St. Mungos hat, wirkst du erleichtert, wenn Mine nicht erwähnt wird. Also nochmal: WAS IST LOS?“, den letzten Teil hatte Potter geradezu ausgespuckt.
Was tun? Draco, du bist ein Malfoy, also reiß dich zusammen, du wirst dich wohl gegen ein Kreuzverhör von Potter wehren können.
„Mein Gott, was ist schon daran sich für seine Mitmenschen zu interessieren? Außerdem habe ich auf eurer Seite gekämpft, schon vergessen?“
So, das hatte jetzt aber gesessen, oder? Gleich noch ein wenig auf Potters Schuldgefühlen rumtrampeln und das Manöver wäre perfekt.
Tatsächlich schien Harry (dachte ich jetzt echt schon Harry, naja immerhin war das ja auch Mias Wunsch) bei dieser Antwort merklich kleiner zu werden.
„Hmm.... Du hast wohl, recht, was nicht heißt, das dein Verhalten nicht merkwürdig ist.“
„Potter, Hallo merkst du es noch, ich war Doppelagent im Orden, ich bin auf der GUTEN Seite, auf DEINER Seite, was unterstellst du mir hier? Ich habe mich nur nach GRANGER erkundigt. Das ist nicht verboten.“, ich musterte Potter spöttisch. Und Treffer versenkt, er gab nach.
„Mensch Malfoy, hast ja recht, das ist wohl eine Kriegsmacke, das ewige Misstrauen.“
Innerlich jubilierte ich, ich hatte meinen Kopf aus der Schlinge gezogen und das war noch recht einfach, so im Nachhinein.
Aber jetzt musste ich unbedingt zu Mia, dieser Gedanke hatte sich während des Gesprächs mit Potter bei mir festgesetzt. Wenn sie wirklich um das Bewusstsein kämpfte, vielleicht spürt sie dann meine Anwesenheit.
Ich muss zu ihr. Ich brauche sie. Hier bei mir. An meiner Seite.
Hoffnung fast verloren und doch blieb stets dieses Licht.
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