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Fanfiction

When Hermione Fights - Lucius und Severus

von queenie

Lucius und Severus

Severus Sicht

Dieser nervende, langhaarige Idiot, was wollte er von mir?

Blöde Frage, das wusste ich, aber warum setzte er mir derart penetrant die Pistole auf die Brust? Warum immer ich?

Ach, das wusste ich auch, wenn ich ehrlich zu mir war. Er hatte etwas gefunden was ihn fesselte! Etwas was ihn ansprach, was ihn sehr reizte und sie war eine enorme Herausforderung, aber was für eine und ein richtig großes Kaliber, denn sie war brutal stur.

Lucius wusste nur einen Bruchteil von dem, zu was Hermione, alias das Biest, fähig war!

Ich bezweifelte, dass ich auch nur im Ansatz alles wusste, was sie derweilen verbrach. Aber warum sollte ich seinen Informanten spielen und ihm dabei jedwede Information auf dem silbernen Tablett servieren?

So weit käme es noch! Nie und nimmer, schwor ich mir!

Denn ich tat mir leid, wenn ich diesen immer fanatischer werdenden Irren ansehen musste, dem die Gier sie besitzen zu wollen fast aus den kalten, grauen Augen sprang. Eigentlich sollte sie mir sogar fast leidtun, denn sie war ab jetzt seinen latenten Avancen permanent ausgesetzt und das musste zermürbend sein.

Nur gut, dass ihr doch recht ansehnlicher Schädel fast so verbohrt und verstockt war wie seiner. Eigentlich hatten sich die beiden verdient, sollte Lucius sich doch verrennen, denn in ihr könnte er seine Meisterin finden, daran zweifelte ich nicht. Meinen Respekt hatte sie sich zu meinem Leidwesen vor langer Zeit erworben, nur zugeben würde ich das nie. Meine innere Kapitulation verschloss ich tief in mir, sehr tief.

Selbst ich konnte sie nicht ausmachen, das war gut!

Doch dann half leider nichts mehr, denn obwohl ich mich bisher erfolgreich hatte unsichtbar machen können, war meine Glückssträhne nun zu ende. Er hatte mich heute Abend her befohlen und dies unter der Forderung der „Rechten Hand“. Tja, wie sollte ich mich diesem Befehl entziehen?

Es war zum Verzweifeln!

Denn ob man es fassen konnte oder nicht, nun bearbeitete mich seine hochmütige Herrlichkeit schon seit Stunden, endlosen Stunden wohlgemerkt, in seiner enervierenden Unnachgiebigkeit. War das zu fassen?

Dieser Mann hatte eine Ausdauer, das war nicht zum Aushalten. Er quatschte und quatschte, Schweigen Fehlanzeige, hielt einen ellenlangen Monolog. Ich rollte genervt mit den Augen!
Ich hatte es bisher geschafft, ihm den Montag über zu entkommen und fast den ganzen Dienstag, aber am Abend hatte er, wie gesagt, alle Register gezogen. So ungeduldig, so übereifrig kannte ich ihn gar nicht. Ich hatte mir eine Woche ausgerechnet, die ich mich würde erfolgreich verstecken können, bis er zum letzten Mittel greifen würde, meiner habhaft zu werden, aber falsch gedacht. Das alles schien Lucius sehr herumzutreiben.

Nun saß ich seit über zwei Stunden hier und er quengelte, jammerte und nörgelte in einer Tour und drang in mich, weil ich ihm endlich von meiner Geschichte mit ihr erzählen sollte. Das Biest brachte doch echt nichts als Ärger und ich nahm es ihr übel.

Er drang immer wieder zermürbend in mich und jammerte fortwährend weiter, bis er mich soweit hatte, dass mein Glas wieder mal auf ihn zuflog und er flink, wie er war, auswich und es an der Wand hinter ihm zerschellte. Danach zeigte sich ein viel zu zufriedenes Grinsen auf seinem aristokratischen Gesicht, denn er wusste, er hatte mich nun so lange genervt, dass ich bald aufgeben würde. Wie konnte ein einzelner Mensch nur so nerven?

„Severus, ich habe das Recht, zu erfahren, wenn du mit dem neuen Mitglied der Familie im Bett gelandet bist!“, ging es fröhlich, viel zu aufdringlich von ihm weiter.

„Und jetzt hast du mich auch wieder tätlich angegriffen, aber ich will doch nur wissen, was war! Sag es mir!“, forderte er amüsiert und ich konnte den aufziehenden Kopfschmerz hinter meinen Schläfen fühlen, deswegen schloss ich gequält die Augen.

„Severus, muss ich dich daran erinnern, dass ich immer alles für dich getan habe, auch in deiner Jugend? Ich habe mich immer gut um dich gekümmert, da ist es wohl nicht zu viel verlangt, dass du mir diese kleine Intimität erzählst, so unter Freuenden und alten Weggefährten!“, zog er diesen letzten Trumpf, aber mein Gesicht war noch immer verkniffen, denn der Mann ging mir manchmal so auf den Senkel. So sensationsgeil konnte keiner sein!

„Wusstest du, dass sie was mit diesem Sirius Black hatte? Aha, ich hab ein Blitzen in deinen so verschlossenen, schwarzen Augen gesehen, du wusstest es also. Warum?“, freute er sich diebisch, dass er endlich noch mehr Reaktionen von mir bekam, als ein auf ihn zufliegendes Geschoss. Daraufhin brummte ich nur genervt auf.

Dieser Mann war eine wandelnde Katerstrophe, eindeutig und er würde mein Grab sein. Am liebsten hätte ich nun mit dem beständig zunehmenden, pochenden Schmerz meinen Kopf in brutaler Regelmäßigkeit an die kalte Steinwand geschlagen, dann hätte ich vielleicht meine Ruhe vor dem mich belästigenden Kleinkind bekommen.

„Severus, ich kenne dich zu gut. Es ist nicht normal, dass du so verstockt bist. Na gut, ich meine, du bist nie besonders gesprächig, wenn ich was wissen will, aber so wortkarg…“, verkündete er samtig, dabei schüttelte er affektiert das weißblonde Haupt und lächelte maliziös, frohlockend weiter, weil er genau wusste, er würde mich knacken und ich hasste mich dafür, dass ich wusste, dass er wusste, dass er seinen Willen bekommen würde.

„Ich muss schon sagen, wenn du noch fester auf deine Zähne beißt musst du aufpassen, dass du nach dem Gespräch noch welche hast!“, gab er zu bedenken, dabei amüsierte es ihn aufrichtig und mich ärgerte es immer mehr. Ich hörte das bedenkliche Knirschen meiner Zähne, als ich sie noch fester zusammenbiss.

„Severus, gib auf, du weißt, dass ich es aus dir raus bekomme! Nun komm schon!“, drängte er weiter. War das zu fassen? Das war wie im Kindergarten. Ich presste meine Lippen verstimmt aufeinander, sie waren nun nur noch ein dünner, missbilligender Strich.

„Was hast du mit ihr angestellt? Ich meine, du bist doch sonst so beherrscht!“, änderte sich nun seine Tonlage. Jetzt klang er besorgt, aber er bohrte trotzdem immer weiter. Leidlich fragte ich mich, wurde ihm sein Monolog nicht mal langweilig? Ich wollte gleich frustriert schreien, das war nicht auszuhalten, da ich mich noch immer strikt weigerte, auch nur ein Wort zu sagen.

„Also, ich finde ja, dass ich das Recht habe, es zu wissen und ich bitte dich noch einmal im Guten, fang an zu reden!“, insistierte er quengelig. Wie konnte ein einzelner Mensch nur so bohren?
Ich tat mir mehr als unsäglich leid. Warum musste ich ihm etwas erzählen auf das ich nicht sonderlich stolz war?

Nicht nur da ich mich vergessen und meine Beherrschung verloren hatte, sondern auch unter dem Aspekt betrachtet, dass ich so bescheuert blind gewesen war und nicht hatte sehen wollen, wer sie tatsächlich war! Dies war keine meiner Glanzstunden in der Geschichte meines Lebens gewesen.

„In Ordnung, dann erzähl mir, was du über Black weißt. Ich habe erfahren, dass sie die Beine für ihn breitgemacht hat! Was sie da geritten hat, ist mir wahrhaftig schleierhaft!“, stellte Lucius fest, dabei verzog er abwertend und angewidert sein schönes Gesicht.

„Du bist das schlimmste Kind, das ich kenne, Lucius!“, erhob ich zum ersten Mal die Stimme, die sehr rau und heiser klang.

Denn ich dachte nicht gerne an die Zeit, als sie noch mit Black das Bett oder die Freuden des Fleisches, wie auch immer, geteilt hatte! Ich hatte dies als kurzzeitige Geschmacksverirrung ihrerseits verbucht. Vor meinem inneren Auge erschien die Szene in der Bibliothek, die ich beobachtet hatte – ja, ich wüsste auch gerne, was sie da geritten hatte, es mit diesem Flohhaufen zu treiben.

„Ach was, das stimmt doch nicht, du bist nur genervt, aber das macht nichts, nun sag schon…“, bohrte er fordernd weiter. Er wusste, er hatte mich fast und das schmeckte mir gar nicht.

Ich rollte absolut genervt mit den Augen. Nein, ich wollte nicht. Warum konnte er so was nicht akzeptieren?

„Severus, dann halt anders, ich bin der älteste unserer Familie, du bist mein nächster Verwandter und nun befehle ich dir, mit der Sprache herauszurücken, oder du lernst mich kennen!“, drohte er nun entschieden, mit entschlossener Miene, dabei hatte er sich wie der Gockel, der er war, in seinem Sessel aufgerichtet und stierte mich provozierend nieder. Kampfgockel traf es wohl eher, schoss es mir zynisch in den Sinn.

Warum wusste… nein, anders! Warum nützte er immer alles was er fand, auch die letzte Möglichkeit um an Informationen zu kommen?

Er war wie ein Bluthund, einmal dran ließ er nicht mehr los und so schloss ich ergeben und geschlagen die Augen. Familie ging vor, immer und es war halt nicht von der Hand zu weisen, dass er in dieser Hinsicht leider der Boss war, verdammt aber auch. Manchmal, aber nur ganz selten, hasste ich es, ein Teil von Lucius‘ Familie zu sein.

„Sie hat sich als Hure ausgegeben!“, knurrte ich so störrisch leise, dass Lucius sicher nicht alles verstanden hatte und seine akzentuierte Frage bestätigte mir dies.

„Wie? Hab ich dich richtig vernommen? Wieso sollte sie sich als Hure ausgeben?“, klang er sichtlich konsterniert und bohrte unerbittlich weiter.

Er hatte sich weit zu mir gebeugt und seine langen, seidigen Haare fielen ihm malerisch ins Gesicht. Im Schein der Kerzen funkelten seine Augen aufgeregt. Er schien sehr mit seiner Leistung zufrieden zu sein, mich erfolgreich in den Wahnsinn getrieben zu haben und mich nun so weit zu haben, dass ich aufgab und zu reden begann.

Severus Sicht ende

Lucius Sicht

Was war das, hatte ich das richtig wahrgenommen? Warum sollte sie das tun? Meine Neugier, all dem auf den Grund zu gehen, war sehr angestachelt! Das waren unglaubliche Neuigkeiten, eine Hure, eine Prostituierte? Was war da passiert? Das war spannend und interessant, aber auch besorgniserregend. Hatte sie dies bei mehreren getan, oder nur bei Severus? Viele noch unbeantwortete Fragen!

Ich bemerkte, dass Severus sich wieder verschloss, sich wieder in sein Schneckenhaus zurückzog und wieder die absolute Kontrolle über sich zurückerkämpfte. Und jetzt würde er wieder schweigen, weil er nicht reden wollte, aber das konnte ich nicht zulassen. Ich wollte Antworten und jetzt würde ich erst recht nicht nachgeben. Ruhig, bestimmt fragte ich deshalb nach:

„Warum, Severus? Was ist da vorgefallen, dass sie dir die Hure gibt? Sie ist käuflich für dich? Für alle? Sagst du mir jetzt endlich, warum sich die liebe Hermione von dir kaufen lässt?“

Mein Gegenüber wollte mich nicht an seinem Wissen teilhaben lassen, aber ich hatte vorhin schon bemerkt, dass Black ein wunder Punkt zu sein schien, also würde ich da unerbittlich nachbohren.

Severus hatte demonstrativ die Arme vor der Brust verschränkt, um seine Missbilligung zu untermalen und starrte mir ausdruckslos entgegen. Ich verfolgte, wie sehr er seine Lippen vor Wut aufeinander presste, sodass sie ganz weiß wurden, aber ich würde ihn knacken, ohne Zweifel.

„Frag das doch dein neues Spielzeug, du scheinst ja sehr angetan von ihr…“, zischte er zornig.

Ich seufzte, resigniert und affektiert, dabei blickte ich ihn tadelnd an.

„Sie ist ja augenblicklich wohl eher dein Spielzeug und leider das meines Sohnes, wirklich bedauerlich…“, kam es aufrichtig klagend von mir.

Ich lehnte mich nun wieder nach vorne, fasste Severus fest ins Visier, was seine dunkle Augenbraue misstrauisch in die Höhe schießen ließ.

„Aber sag mir, Severus, wie konntest du auf sie reinfallen, gerade du? Sie wird sich dir doch sicher nicht als Hermione präsentiert haben, oder?“, forschte ich verschwörerisch nach, dabei hob ich fragend eine Augenbraue.

Er knurrte nur verstimmt, antwortete jedoch zuerst nicht, schien schwer mit sich zu kämpfen, bis er tief aufstöhnte.

„Frag doch sie, warum sie das getan hat!“, schnarrte er böse und irgendwie vorwurfsvoll und ich konnte erkennen, dass da der Stolz meines alten Freundes mehr als leicht angeknackst war.

Oh, er versuchte weiterhin, nichts zu offenbaren, aber das kannte ich von unserem wortkargen Severus ja schon, also blieb ich dran.

„Und für Black, hat sie für den auch die Hure gegeben?“, hauchte ich provozierend.

Denn so wie Draco heute reagiert hatte und von ihrem amüsanten Streit beim Frühstück wusste ich einfach, dass da mehr gewesen war, sonst hätte er sie wohl kaum in sein Testament aufgenommen, aber davon wusste Severus ja nichts.

„Nein!“, knurrte er verstimmt zwischen den Zähnen hervor und ich sah schon, ich musste mehr provozieren.

„Von Black hat sie sich also freiwillig ficken lassen und es hat ihr gefallen? Und von dir?“, stichelte ich bösartig. Ich schmunzelte zufrieden, als ich registrierte, wie unserem eigentlich so beherrschten, mürrischen Severus die Gesichtszüge entglitten. Und ich triezte ihn weiter:

„Aber ich bin mir sicher, noch lieber macht sie für Draco die Beine breit. Sie genießt es sicher, wenn er nur annähernd so gut ist wie ich!“, reizte ich ihn maßlos, sah meinen Erfolg schon, bevor er sprach. Jetzt hatte ich ihn, dabei unterdrückte ich das befriedigte Gefühl, das in mir aufsteigen wollte.

Der Unmut, der sich nun auf seinem Gesicht zeigte, war nur zu deutlich und auch, dass er kurz angeekelt das Gesicht verzog. Unser lieber Severus hatte doch am Ende nicht sogar Gefühle für seine Schülerin entwickelt? Das Mudblood wurde immer interessanter und unwiderstehlicher. Es zu schaffen, sich unter Severus‘ Eisschicht zu kämpfen, war eine ernstzunehmende Leistung. Er fauchte, während er sich abrupt erhob und nun unruhig durch den Raum tigerte.

„Ja, verdammt, sie hatte was mit ihm, vollkommen freiwillig und es ekelt mich an, daran zu denken, wie er sie in seiner Bibliothek auf dem Sofa genommen hat!“

Er lief aufgebracht weiter hin und her und schimpfe vor sich hin, doch ich unterbrach ihn nicht, obwohl mich diese neuen Informationen schon überraschten aber nicht annähernd meine Neugierde befriedigten.

„Sie hat diesen Hund doch wirklich an sich herangelassen. Freiwillig! Und offensichtlich hat es ihr auch noch Spaß gemacht!“, sprach großes Erstaunen aus meiner Stimme. Im nächsten Moment landete auch sein neues Glas schwungvoll an der Wand, weil er mit voller Wucht ausgeholt und es geworfen hatte. Ich hatte wirklich einen empfindsamen Nerv getroffen und wusste, jetzt würde er reden, daher fragte ich ungeduldig:

„Und was ist mit dir? Du hattest sie nur als Hure? Warum?“, dabei ging ich auf seinen Wutausbruch gar nicht ein.

Jetzt fuhr er aufgebracht herum und funkelte mich gefährlich an. Seine schwarzen, kinnlangen Haare umwehten sein blasses Gesicht, während ich nur ruhig verharrte.

„Ja, verflucht, dieses Biest hat mich reingelegt. Mich! Ich hab sie in einer Kneipe, im Eberkopf aufgelesen, ich war so blöd und dachte, sie wäre eine Hure! Pfff… sie hatte sich verzaubert und da hab ich sie mir genommen. Ich hätte gleich stutzig werden sollen, denn sie war komisch in ihrem Verhalten, sie war nicht auf einen Kunden aus und dann schien sie auch noch ihren Spaß daran zu haben, als ich sie in der Gasse gevögelt habe und sie ist sogar gekommen…“, ging er unerwartet tief, dabei blinzelte ich pikiert, als er schon fortfuhr: „So was tun Huren nicht bei ihren Kunden... wie konnte ich nur so dumm sein…?“, war die tiefe Verachtung für sich selbst aus jedem seiner Worte herauszuhören und das war wohl auch der Knackpunkt, er vergab es sich nicht, dass er auf sie reingefallen war.

Derart in Rage hatte ich ihn noch nie erlebt!

Diese Vorfälle schienen wirklich an seinem Ego zu knapsen und da musste noch mehr vorgefallen sein, sonst würde er nicht derart aufgebracht reagieren. Meinem Ego tat das hier jedoch sehr gut. Sie hatte nicht wirklich freiwillig mit Severus geschlafen, also zählte das irgendwie auch nicht.
Wenn ich sie bezahlen würde, könnte ich sie auch haben! Aber dann konnte ich sie alle haben, doch so wollte ich sie nicht und ich glaubte nicht, dass sie mein Geld annehmen würde, denn brauchen tat sie es an sich bestimmt nicht. Rein theoretisch könnte ich sie auch zwingen, mich ihr mit Gewalt aufdrängen, aber das wollte ich nicht und Draco hatte mich darum gebeten, dies nicht zu tun und das konnte ich, wenn auch widerwillig, respektieren!

So war es gegeben, dass ich sie erobern musste. Aber die Information, dass sie die Beine für Severus in einer Gasse in Hogsmeade breit gemacht hatte, fand ich dann doch sehr erstaunlich.

Ich hingegen wollte, dass sie mich einfach wollte und Spaß daran hatte. Ich wollte nicht, dass sie Gefühle für mich entwickelte, wie sie diese offensichtlich für Draco hatte, das wäre an sich nur hinderlich für den Spaß, den ich suchte!

Aber wenn es soweit wäre, dann würde sie freiwillig in mein Bett kommen und sich mir willig hingeben, auch wenn ich sie dazu überreden musste, mit meinen ganz eigenen Methoden.

Dieses kleine Biest reizte mich wirklich ungemein.

Ich stieß weiter in die Wunde, die Severus so untypisch entblößt hatte, denn wenn wollte ich wirklich alles wissen.

„Und dann, wie oft hattest du sie? War sie damals hinter dem Geld her? Kann sie jeder haben?“, schoss ich meine Fragen scharf hervor und er schien zu überlegen.

„Drei Mal, mehr nicht! … Dann, … dann hab ich das Mal entdeckt! Und nein, sie braucht kein Geld, ihre Familie hat Geld! Oh und nein, sie ist wählerisch, wenn würde mir nur noch Krum einfallen, mit dem sie sich hätte einlassen können, ansonsten lässt sie keinen an sich ran, nur Black, ich und Draco hatten die Ehre…“, erklang es verbittert und ungewohnt emotional von meinem sonst so gefühllosen Freund.

Was kein Geld, aber was trieb sie sonst dazu an, sich abends in Gassen herumzutreiben und doch anscheinend so wählerisch zu sein? Selbst, wenn ich über Black die Nase rümpfte, so waren doch alle ihre Erwählten aus einer puren, reinblütigen, hochangesehenen Familie gewesen und vier Männer waren jetzt auch nicht die Welt.

„Potter und Weasley?“, fragte ich geschäftig und nippte an meinem Drink, woraufhin sofort Severus‘ Haupt hochschoss und er mit der Zunge schnalzte.

„Würde mich wundern, wenn die zwei Chaoten überhaupt wissen, dass sie da unten etwas haben…“, ätzte er gewohnt gehässig und ich tadelte ihn mit einem wedelnden Gehstock.

„Severus!“

„Was? Stimmt doch! Nein, ich denke nicht, dass ihre Beziehung intim ist oder es jemals war, in dieser Beziehung würden die beiden Kinder sie langweilen!“, erklärte er nüchtern und da vertraute ich auf seine Einschätzung und nickte ergeben.

Meine Neugierde war allerdings noch lange nicht befriedigt. Ich wollte Details, schmutzige Details und so ließ ich nicht locker.

„Sie war gut, oder? Was hast du getan, als du das Mal entdeckt hast? Herrgott, Severus, lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen!“, begehrte ich ungeduldig auf.

Woraufhin er mich wütend ansah, abwehrend den Kopf schüttelte und ich erleben konnte, wie er endgültig aufgab, da seine Schultern herabsackten. Jetzt würde er mir alles erzählen, wirklich alles. Ich triumphierte und fragte weiter:

„Du hast sie nie als Hermione gefickt?“, zierte ein teuflisches Lächeln mein Gesicht.

Und jetzt bemerkte ich etwas, das ich niemals für möglich gehalten hätte, Severus ließ die Schultern richtiggehend hängen und gab wirklich komplett auf. Er ließ die Schultern nicht nur kurz hinabsacken, sondern verharrte in dieser Haltung. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn so tief getroffen hatte und vor allem nicht, dass ihm etwas so nahe ging, dass er etwas Unwahrscheinliches wie Gefühle haben könnte. Was hatte er also getan? Was hatte dieses Biest mit ihm gemacht? Zu was hatte sie ihn getrieben? Ich wartete angespannt auf seine Antwort.

„Ich habe sie... recht brutal... genommen…“, wisperte er so leise und resignierend, dass ich ihn fast nicht verstand.

Ich erstarrte bei dieser ungeheuerlichen Offenbarung, denn das hatte ich nicht erwartet. Dass der kalte, beherrschte Severus derart die Kontrolle über sich verloren hatte, wäre mir nie in den Sinn gekommen. Oder hatte er es in vollem Bewusstsein ganz absichtlich und kalkuliert getan?

Dies waren die ersten Gedanken, die mir nach dieser so unglaublichen Eröffnung durch den Kopf schossen und ich sprang nun erregt auf.

„Du hast was? Wie kommst du dazu, eine deiner Schülerinnen zu vergewaltigen? Ein Mitglied meiner Familie?“, klirrte es kalt von mir, denn das war sie zu diesem Zeitpunkt gewesen!

Ich war pikiert, ach was, ich war angepisst, ich mochte keinen allzu großen Zwang beim Sex auch Severus sah dies sonst eigentlich genauso wie ich.

Wir drückten uns regelmäßig vor den abartigen Feiern der niederen Death Eater. Dies war unter meiner oder bisher auch unserer Würde. Natürlich zwang ich manchmal Frauen mit mannigfaltigen Facetten in mein Bett, aber wenn sie mal drin lagen, gab ich ihnen keinen Grund, es zu bereuen.

Na gut, die ein oder andere Dummheit hatten wir beide in unserer Jugend begangen, im ersten Krieg, aber das lag Jahre, fast Jahrzehnte zurück und natürlich, ich räume es ein, es hätte mich nicht derart irritiert oder auch erregt, wenn sie kein Mitglieder meiner Familie gewesen wäre, aber das traf auf sie nicht mehr zu!

Denn sie war ab nun eine Malfoy!

„Denkst du, ich bin stolz darauf? Es ist einfach mit mir durchgegangen. In dem Moment war ich nicht ich! Ich war durch und durch der Death Eater! Hermione, sie… ich habe erst danach wirklich kapiert, was ich getan habe und glaub mir, das Biest hat danach sogar noch provokant gewollt, dass ich weiter mache, nur um zu reizen. Ich hatte sie enttarnt, sie zurück verwandelt und sie wusste, sie war aufgeflogen und trotzdem hat sie weiter gemacht, obwohl ich ihr sichtlich wehtat. Sie hat sich nicht einmal gewehrt…“, erzählte er sehr emotional, ausführlich und sank dann zusammen.

Ich betrachtete die sonst so stolze Gestalt von Severus kühl, aber ich war nicht sauer, weil er einer Frau seinen Willen aufgezwungen hatte, nein, derart moralisch über ihn erheben würde ich mich nie, das stand mir schon lange nicht mehr zu, aber ich war entsetzt, weil er die Kontrolle verloren hatte und das auch noch bei ihr!

Severus verlor nie die Kontrolle über sich. Ich ließ mich irgendwie ermüdet in den Sessel sinken.

„Aber sie ist Dracos Freundin, wie konntest du nur?“, flüsterte ich rau, darüber schockiert, dass dies wirklich passiert war und sie es alle schafften, dies so nonchalant zu überspielen.

Nun spuckte er seine Antwort förmlich vor Hohn triefend aus.

„Und was ist mir dir? Du hast sie gebissen und du willst sie doch auch ficken! Ich sehe doch, wie du sie ansiehst. Komm mir nicht mit Moral!“, zischte er boshaft.

Ich lachte laut auf, das war ja wohl zu gut, war er etwa eifersüchtig? Ich lehnte mich entspannt in meinem Sessel zurück, überschlug die Beine lässig, gönnte mir einen großen Schluck von meinem Whiskey und antwortete dann bedächtig.

„Aber ich würde sie nie beim letzten Punkt zwingen. Wenn sie mich will, dann ist das halt so, da kann selbst Draco nichts gegen tun, aber du weißt, sie so zu nehmen, dazu hattest du nicht das Recht. In dieser Hinsicht bist du nur der dritte in der Reihe, das weißt du! Draco hat sie gezeichnet, theoretisch gehört sie ihm, wobei ich immer noch einen Anspruch habe und erst dann kommst du, falls sie dich will…“, kam es zum Schluss autoritär von mir und das verwies ihn auf seinen Platz.

„Pah, wir müssen eher aufpassen, dass sie uns nicht alle nach ihrer Pfeife tanzen lässt, Lucius. Du verkennst sie! Sie ist gefährlich! Sie hat sich Draco schon vollkommen vereinnahmt, er merkt es noch nicht, will es nicht zugeben, aber sie hält die Zügel in der Hand und er tut, was sie will. Und das ist ja nicht alles, sie ist nicht nur interessant, sie ist hintertrieben, listig und wirklich gefährlich. Sie ist noch jung, aber wenn sie sich weiter so rasant entwickelt, kann sie locker mit uns mithalten, Lucius. Ich habe gesehen, wie mächtig sie ist, das geht weit über das hinaus was sie jetzt können dürfte. Sie ist unvorstellbar intelligent und schrecklich schlau, aber sie kann noch viel mehr, sie ist einzigartig…“, erklärte mir Severus erstaunlich involviert und eindringlich, aber das machte sie nur noch reizvoller, interessanter und Severus schwärmte fast von ihr, wäre nicht sein böswilliger Ton gewesen, der seine Beschreibung untermalte.

Sie gehörte zu meiner Familie, langsam begriff ich, was Draco in ihr gesehen hatte, Macht und Stärke, die wir gut brauchen konnten.

Ich lachte trocken, verächtlich auf und prostete ihr imaginär zu.

„Severus, du willst mir doch nicht weißmachen, dass wir, gestandene, erfahrene und kampferprobte Männer, es nicht mit dieser kleinen Wildkatze aufnehmen können, oder? Sie ist noch eine Schülerin, ein an sich dummes Ding, begehrenswert und hübsch, aber wir sind Death Eater! Die wichtigsten überhaupt, die Rechte und Linke Hand des Dark Lords!“, tat ich seine Worte lapidar ab.

„... Wenn sie Draco noch umgarnen kann, ja, der ist noch viel zu anfällig und jung und unerfahren, aber uns doch nicht. Du darfst dich nicht so gefühlsmäßig einfangen lassen, Severus, aber das brauche ich dir ja nicht zu sagen, gerade du bist doch nie mit Gefühlen involviert. Sie ist ein nettes Spielzeug und wenn ich sie erst mal im Bett hatte, sehe ich weiter, vielleicht habe ich ja dann auch schon kein Interesse mehr an ihr, in dieser Hinsicht, dann kann Draco sie gerne wieder haben, ganz für sich alleine!“, erklärte ich ihm nonchalant, dabei schenkte Severus mir fast ein zynisches Zähnefletschen wegen meiner Einschätzung.

Ich verstand seine Einstellung nicht , denn ich spürte zwar deutlich, dass sie mächtig war, aber mit uns würde sie jetzt noch nicht mithalten können, davon war ich überzeugt. Severus übertrieb schamlos.

Ich sah, dass Severus nur ungläubig den Kopf schüttelte.

„Lucius, sie ist nach Draco die zweite Instanz in Slytherin! Sie beherrscht das Haus, wenn er nicht da ist und selbst wenn, dann steuert sie ihn, oder er auch sie, da du auch Draco unterschätzt, bei den beiden kann man sich nie sicher sein. Verkenne die zwei da bloß nicht und somit hat sie durch ihn immer noch die Fäden in der Hand und dabei ist sie nicht mal eine Slytherin. Sie hat den Posten, den bisher Zabini als Dracos Rechte Hand innehatte, längst übernommen!“, warnte er mich eindringlich.

Nun war ich wahrlich überrascht, das konnte doch gar nicht sein, die Slytherins würden sich niemals von einer Gryffindor etwas sagen lassen. In dieser Frau musste wahrlich viel stecken und ich war gewillt rauszufinden, was es war. „Wenn sie was sagt, dann kuscht Slytherin!“, resümierte Severus widerwillig.

„Aber wie?“, fragte ich konsterniert. Ich erlebte nun, dass Severus diabolisch grinste.

„Nun, sie ist eine ausgezeichnete Verwandlungskünstlerin und dein Sohn hat sie in ihrer Tarnung in die Schlangenkerker gebracht und sie zur „ Untouchable“ erklärt. Er hat den Slytherins eingebläut, dass sie zur Familie Malfoy gehört und sie diese zu respektieren haben. Nur Blaise Zabini traut sich, sie anzusprechen. Sie hatte den Respekt zuvor schon, durch Draco, aber mittlerweile haben die Slytherins wirklich Angst, sie erzittern regelrecht vor ihr, vor Abraxina! Es ist jämmerlich…“, spuckte er den Namen verächtlich aus.

„Abraxina?“, echote ich ungläubig, erneut hatte er mich kalt erwischt. Was hatte sie getan um sich unter den kalten, so schwer lenkbaren Slytherins Respekt zu verschaffen? Für Angst zu sorgen, das war nicht einfach. Wobei mich aber die Namensgebung erst mal mehr schockte.

„Unfassbar, nicht wahr! Aber Draco scheint noch immer seinem verstorbenen, selten bis gar nicht gesehenen Großvater Abraxas nachzutrauern, indem er seiner gedenkt!“, schnarrte Severus gehässig und prostete in die Luft, aber ich wedelte nur gleichgültig ab, da mich etwas anderes noch viel mehr interessierte, vor allem, da Draco eigentlich nicht mal wusste, dass Abraxas verstorben war, gesagt hatte es ihm jedenfalls niemand. Severus grinste süffisant und wechselte vollständig das Thema.

„Sie hat einen Cruciatus an Parkinson geübt und ich denke, er war recht wirkungsvoll!“, erklang es sehr hämisch von Severus, der sichtlich in Erinnerungen schwelgte.

Er schmunzelte fies und sie wurde von Mal zu Mal interessanter, je mehr unglaubliches ich über sie erfuhr, desto unwiderstehlicher wurde sie. Diese Frau war wirklich ein Mysterium, aber es schockte mich doch schon etwas, dass sie so viel Kraft und Stärke hatte und das, wo sie nur ein einfaches, gewöhnliches Mudblood war.

Hinzu kam, nun hatte ihr mein Sohn auch noch mehr Macht gegeben und sie in meine Familie aufgenommen. Wie war er nur auf diese Idee gekommen? Hatte er nur ihre Kraft gesehen? Was hatte Draco getrieben, denn Malfoys taten nie etwas selbstlos, es gab immer Gründe und dass wir einfach immer Macht anhäuften war sicher nicht ausreichend als Grund.

Severus erhob wieder seine Stimme und ich brauchte ihn nicht ansehen, mein Blick war starr ins Feuer gerichtet, weil ich nachdachte. Ich grübelte intensiv, aber ich hörte, wie ungläubig amüsiert er soeben war.

„Du hättest sehen müssen, wie sie in den Gemeinschaftsraum der Slytherins gerauscht ist, in ihrer Tarnung und herrisch nicht nur die Slytherins angefahren hat, sogar Zabini, sondern auch mich. Mich! Kannst du dir das vorstellen? Wie sie mir sagt, ich solle warten und das vor allen und ich konnte nichts dagegen tun… manchmal könnte ich deinem Sohn dafür den Hals umdrehen, dass er sie aufgenommen hat. Als er sie nur gevögelt hat, sie bestenfalls seine Freundin war, konnte ich sie wenigstens noch bestrafen, aber das hat ihr nicht mal was ausgemacht. Sie erträgt alles immer mit erhobenem Haupt, wenn es nicht so absolut ärgerlich wäre, könnte man sie dafür bewundern. Behalte einfach im Hinterkopf, dass sie nie so harmlos ist wie sie wirkt und hinter allem was sie tut Berechnung steckt. Sie ist ein eiskaltes Biest. Ich denke, ihre einzige Schwachstelle ist Potter, … vielleicht auch Draco!“, zuckte er abwertend mit den Schultern, während seiner Einschätzung, außerdem verzog er den Mund als hätte er auf eine sehr saure Zitrone gebissen.

„Was ist mit ihren Eltern?“, fragte ich urplötzlich und runzelte die Stirn. Was war mit diesen Muggeln? Ich hatte sie bisher vergessen, aber sie musste Eltern haben. Ich dachte, mich sogar erinnern zu können, sie vor langer Zeit einmal zusammen mit den Weasleys und ihren Eltern in der Diagon Alley gesehen zu haben.

„Keine Ahnung, ich denke nicht, dass die von Belang sind!“, kam es kalt von Severus, aber mit seiner abwehrenden Haltung vermittelte er den Eindruck, als würde ich da wieder auf Granit beißen. Bis ich ihn wieder soweit haben würde, dass er mit der Sprache rausrückte, würde es zu spät sein. Nein, für heute war es genug. Ich würde es schon noch erfahren, warum ihre Eltern so außen vor waren.

Das waren mehr Neuigkeiten für einen Abend als ich erhofft und gravierendere als ich vermutet hatte. Wenn ich mir so etwas gestatten würde, wäre ich wohl schockiert gewesen. Was hatte sie dazu getrieben, so zu werden?

Vielleicht hatte Severus doch recht, ich würde sie auf jeden Fall im Auge behalten und ich hatte schon einen Plan, wie ich sie noch mehr auf meine Seite ziehen konnte, sie von mir zu überzeugen, sie zu umgarnen, sodass sie mir nicht mehr widerstehen konnte.

So wie Draco beim Frühstück reagiert hatte, war er sicher nicht kalt geblieben, als er von Severus‘ Tat erfahren hatte, das würde ich noch für mich nutzen. Ich erkannte eine Chance, wenn sie vor mir lag. Ich hatte für heute genug gehört, alles andere würde ich das kleine Mudblood selber fragen müssen und sie würde mir Rede und Antwort stehen, dafür würde ich schon sorgen. Mit einem leichten Winken meiner Hand, während ich noch in den Kamin starrte und einem kurzen „Du kannst gehen, Severus, das wäre es für heute. Du bleibst, wir sehen uns morgen beim Frühstück“, entließ ich Severus lässig, der daraufhin wirklich den Raum verließ. Das ließ mich kurz verwundert aufblicken, da dies nicht seine gewohnte Art war. Er konnte es nicht ausstehen, wenn ich ihn so behandelte, aber Hermione schien Severus wahrlich zu beschäftigen, tja und nicht nur ihn, sondern auch mich.

Lucius Sicht ende

Severus Sicht

Sehr viel mehr als Lucius vor diesem verschlagenen Biest warnen konnte ich auch nicht tun, auch wenn ich eindeutig gesehen hatte, dass Lucius das nicht richtig ernst nahm.

Er maß dieser Warnung nicht die Bedeutung bei, die ihr gebührt hätte, denn eins hatte ich schon vor langer Zeit durchschaut, ich wusste zwar nicht, was für Pläne das Biest verfolgte, aber sie verfolgte sie. Und ein Mann wie Lucius, der immer weiter in ihre Falle glitt, ihr immer mehr zu verfallen drohte, da er sie und ihre Anziehungskraft und ihr unglaubliches Repertoire , über das sie verfügte und mit dem sie beeindrucken konnte, nicht einmal im Ansatz überblicken konnte, das war gefährlich.

Genau, einmal wollte er sie in seinem Bett haben und dann hätte er genug und würde sie wieder großmütig Draco übergeben, da er keinen Gefühle hätte, dass ich nicht lachte, hierbei entwich mir ein sarkastisches Schnauben, auf dem Weg in meine Gemächer in Malfoy Manor. Dieser Mann konnte so weitsichtig sein und hier war er so blind, wie leider auch ich es zu Anfang gewesen war.

Aber ich wusste, sollte sie sich auf ihn einlassen, wäre das keine einmalige Sache, oh nein, Hermione hatte etwas, das gerade uns fesselte, sie bot alles was wir genossen, bewunderten und besitzen wollten. So wie ich sie kannte, würde sie alles tun um ihm zu entwischen. Der gute Lucius würde noch verrückt werden, aber sie würde die Beine bei ihm geschlossen halten, als würde sie einen Keuschheitsgürtel tragen. Das war die beste Möglichkeit, Lucius zu kontrollieren und das wusste das Biest bestimmt schon längst und sie würde dieses Spiel, das Lucius zu spielen bereit war, auch noch genießen.

Aber noch mehr sagen und warnen konnte ich ihn nicht, das ließ dieser vermaledeite Zauber, den sie erfunden hatte, nicht zu und dann musste Lucius, der alles immer besser wusste, halt selbst sehen wo er blieb.

Ja, nicht zu fassen, ich kam immer noch nicht darüber hinweg, dass sie derart komplexe Zauber erfand. Sie, eine Person, die erst mit 11 Jahren überhaupt von der Existenz dieser Welt erfahren hatte und nun schon die meisten reinblütigen Zauberer vom Können her weit hinter sich ließ. Die wenigsten Hexen und Zauberer entwickelten in ihrem Leben einen Zauber, geschweige denn so einen und das war nicht der einzige, das wusste ich so sicher, wie dass der Dark Lord wieder auferstanden war.

Eins wusste ich nur zu gut, als ich die Tür meines Zimmers schloss, ich hatte Kopfschmerzen dank ihr und es würden nicht die letzten sein, dank ihr!

Toll, ich freute mich auf morgen, ganz toll und ab Donnerstag durfte ich sie wieder trainieren und mir hatte Lucius‘ teuflisches Grinsen nicht gefallen, daher durfte ich auch noch aufpassen, ganz klasse…

Snapes Sicht ende


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Es war wirklich schwierig, niemandem erzählen zu dürfen, dass ich die Rolle der Cho Chang bekommen hatte, wo es doch so verlockend war! Ich hatte meinen Freunden erzählt, dass ich zum Vorsprechen gehen würde, also haben sie immer wieder gefragt, ob ich sie nun bekommen hätte. Ich musste dann immer sagen, dass ich nich glauben würde, dass ich sie bekommen hätte und nach einer Weile hören sie auf, mich danach zu fragen. Als ich es ihnen zu guter letzt erzählt habe, haben sie einfach nur geschrien. Meine Freunde haben mich wirklich unterstützt.
Katie Leung