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Fanfiction

When Hermione Fights - Das Gift

von queenie

115. Das Gift

Lucius Sicht

Mein verrücktes mir von meinem Vater aufgezwungenes Eheweib, hatte wohl nun endgültig den Verstand verloren.
Ich hatte ihr verzücktes und zufriedenes Lächeln wahrgenommen, als Hermione an dem Kaffee genippt hatte und als Hermione dann ihr Gesicht angewidert verzog, hatte ich gleich gewusst, was passierte war. Wenn sie mir doch eher von der Einladung erzählt hätte und ich somit Zeit zum Nachdenken gehabt hätte, wäre das hier zu verhindern gewesen.

Sie musste noch lernen mit so etwas zu mir zu kommen, aber ich war auch angetan, wie gut ihr Instinkt war, da sie so was anscheinend befürchtet hatte. Ich würde später die Elfen zur Rede stellen, wie das Gift in die Tasse kam.
Oh, Narcissa, dafür würdest du büßen, wie noch nie zuvor unter meinen Händen. Niemand verging sich an meinem Besitz und auch nicht an dem von meinem Sohn!
Ob sie es wusste, oder nicht, aber sie spielte gerade mit ihrem Leben, aber wie ich, sie in ihrer Ignoranz kannte wollte sie dies nicht wahrhaben.

Hermione war auf einen Schlag blass geworden, sie hatte gewankt, ihre Hände waren an ihre Kehle gefahren und dann war sie zurückgesunken, als hätte sie keine Kraft mehr sich aufrechtzuhalten. Sie hatte die Hände auf ihrem Bauch platziert, als ob ihr übel wäre. Als ich vor ihr auf die Knie ging, strich ich ihr über ihr schweißnasses Gesicht und machte mir schlagartig große Sorgen, keine Frage, ich musste schnell, aber auch überlegt handeln.

Ich versuchte alle Gemütsbewegungen zu unterdrücken, die völlig ungewohnt für mich, mit Macht an die Oberfläche drängten. Diese unerwünschten Gefühle, die da aufkamen, verbot ich mir entschieden und riss sie schwungvoll auf meine Arme. Erst da merkte ich und war bereite es zum ersten Mal wahrzunehmen, was für eine zierliche, leichte Person sie war. Sie strahlte immer solche Macht und Präsenz aus, dass man sie viel kräftiger einschätzte, als sie tatsächlich war.
Selbst gestern, als ich sie unter mir begraben hatte, war sie so unbesiegbar und wehrhaft erscheinen aber nun war es, als würde sie sekündlich in meinen Armen schrumpfen? Ich blickte äußerst besorgt auf sie nieder.

Sie lag nun wahrlich wie tot in meinen Armen, hatte das Bewusstsein verloren, sobald ich sie hoch gehoben hatte. Sie hatte mich aus ihren goldbraunen Augen intensiv und vertrauensvoll angesehen, auf das ich tief einatmete und mich noch mehr beeilte.
Ich beobachtete, wie sich ihr Brustkorb schwer auf und ab senkte, als hätte sie Probleme genügend Luft in ihre Lungen zu bekommen. Ihr Kopf ruhte kraftlos an meiner Schulter und ich flog regelrecht in die Kerker, auf Severus Labor zu. Nur wir drei Männer konnten diese Räume betreten, das war mir immer wichtig gewesen und so schwang die schwere, dunkle Holztüre vor meiner Person auf, ließ mich ein.
Sofort flackerten die Fackeln von selbst auf und erhellten den Raum. Als ich auf Severus, mit pedantischer Ordnung geführtes Labor blickte, das von der Ausstattung her seinesgleichen suchte, überfiel mich doch fast Panik, aber auch die unterdrückte ich gekonnt, denn ich musste jetzt einen klaren Kopf behalten, sonst würde sie sterben.

Ich eilte hinein und wischte mit einer bestimmten, ungeduldigen Geste alle Gegenstände vom Tisch. Ein Kessel flog polternd um, die Phiolen gingen klirrend zu Bruch und einige Zutaten segelten dem Ganzen hinterher. Nichts hätte mich in diesen Sekunden weniger tangieren können, als diese Dinge, da ich meine zu leichte und zu leblose Fracht vorsichtig, aber rasch auf dem nun nackten Holztisch ablegte, danach blickte ich mich hektisch um, denn ich wusste, die Zeit drängte.

Ich stand in dem großen Kreuzgewölbe und suchte alles mit meinen Augen systematisch ab. Ich wusste genau, was ich suchte. Ich mochte kein Meister der Tränke sein, so wie Severus, aber ich kannte mich aus und so raste ich nun auf eine der Schranktüren zu, der einige Vorrate enthielt. Aber sofort warf ich sie schon wieder ärgerlich laut knallend zu, hier war es nicht und so knurrte ich ungeduldig auf.

„Bei der Ordnung sollte man doch gleich finden, was man sucht!“, hisste ich genervt auf, wandte mich energisch ab, dem nächsten Schrank zu.

„Severus… wo versteckst du es nur!“, und da endlich unter B, was sage ich, er war in dieser Hinsicht wirklich sehr pedantisch und pedantisch, ein Formalist eben.
Ich fischte danach, griff das Kleinod, das ich so verzweifelt gesucht hatte, aus dem Glass. Ich lief auf Hermione zu, die bleich und immer wieder zuckend auf dem dunklen Tisch lag und nun, als ich ihr über das heiße, schwitzige Gesicht strich, schlug sie die Augen langsam auf und sah mich trübe an, gar nicht mehr so feurig wie sonst. Offensichtlich fieberte sie, das war gar nicht gut, schon das zweite Zeichen der Vergiftung. Erst die Übelkeit, die sie wohl neben den Schmerzen, das Bewusstsein hatte verlieren lassen und nun das. Die Zeit drängte immer mehr.

„Du glaubst doch nicht, dass ich dich so einfach sterben lasse, komm, mach den Mund auf!“, befahl ich ihr, aber sehr sanft und besorgt und sie tat gehorsam wie befohlen.
Sie öffnete schwer unter Anstrengung ihren Mund und ich verabreichte ihr den wertvollen Bezoar, der für alles als Gegengift verabreicht werden konnte, wenn man schnell genug war und wie sie, nur eine minimale Menge an Gift eingenommen hatte. Hoffentlich war ich schnell genug gewesen, dies war mein einziger Gedanke, als ich ihr den Bezoar in den Mund schob, ihre Lippen dazu weit auseinander zwang.

Dann presste ich ihren Mund zu, auf das sie den Stein drin behielt. Sie strampelte, wehrte sich vehement und dann erschlaffte sie plötzlich, als das Gegengift zu wirken begann und ich fühlte, wie sich ihre Haut abkühlte, als ich prüfend über ihre nasse Stirn strich.

Das hatten wir wohl geschafft, atmete ich erleichtert auf, knapp sehr knapp, einfach viel zu knapp, für meinen erlesenen Geschmack!
Aber ich hieß, nicht umsonst Lucius Malfoy, das würde mir Narcissa büßen, sie würde sich wünschen nicht geboren worden zu sein.

Ich blickte nun, auf das blasse, schöne, bewusstlose Mädchen, welches nun ein Mitglied meiner Familie war und dies viel mehr war, als es Narcissa jemals gewesen war. Ich besah mir das Chaos, das ich hier in meiner Panik, veranstaltet hatte, blickte zu den offenen Schranktüren, eine hatte ich fast aus der Verankerung gerissen, aus einem anderen der Schränke hatte ich in einem klitzekleinen Wutanfall einiges vom Inhalt einfach herausgeschmissen.

Selbst, wo ich stand knirschte das Glas unter meinen Schuhen. Ich schmunzelte, denn Severus würde einen Tobsuchtanfall bekommen, wenn er sah, was ich mit seinem Heiligtum angestellt hatte und ab da würde es interessant werden. Er würde toben und wenn ich ihm die Geschichte erzählte, ja was dann?

Dann, würde ich auch gespannt sein und das sehr, würde er unbewusst da doch tiefer blicken lassen als sonst und so war ich hier wirklich und wahrhaftig neugierig, denn vorerst war sie aus der akuten Gefahr und ich konnte nicht mehr tun, als abwarten und es ihr bequem machen.

Ich schob meine Arme sachte unter ihren bewusstlosen Körper und hob sie hoch, hörte, wie sie stöhnte. Sie schien Schmerzen zu haben, dabei blickte ich beunruhigt auf sie nieder. Als ich sie wieder fest an mich presste, da ich es nun auch genießen konnte, sie so nah an meinem Körper zu spüren. Ich trug sie nun bestimmt aus dem Kerker und hinauf ins Bett, in meine Räume. Sie musste aus den nassgeschwitzten Sachen und es wäre mir doch eine Ehre und ein Vergnügen dabei behilflich zu sein.
So zeigte ich nun zum ersten Mal seit dem Fiasko ein vorfreudiges Lächeln, nun gehörte sie mir,… zumindest, bis Draco zurückkam.

Aber sie war wirklich in keinem Zustand in dem man sie allein lassen konnte, ich betrat meine großzügige Suite, die wirklich riesig war. Ich mochte die räumliche Weite, die mir das Manor bot. Meine Gemächer waren vorwiegend in Gold mit Grün gehalten und ich ging direkt in mein Schlafgemach, legte meine süße Last auf dem Lacken ab und betrachtete sie genau. Ihr lockiges, langes, dunkles Haar, das sich wie ein Fächer auf dem seidigen, goldenen Lacken ausbreitete, gefiel mir, sie passte so gut hier her. Mir entwich ein fast andächtiger Seufzer.

Ich strich ihr, ihr widerspenstiges Haar zurück und betrachtete sie, da sie immer wieder schmerzhaft aufwimmerte und das Gesicht leidend verzog. Es schien ein sehr schmerzhaftes Gift gewesen zu sein, was ihr Narcissa in ihrer Bosheit verabreicht hatte, dies war der letzte Akt gewesen. Narcissa würde morgen ihre gerechte Strafe erhalten, sie hatte gegen einen direkten Befehl von mir verstohlen, das war inakzeptabel.

Im Nachhinein war ich Severus sehr dankbar, dass er so bedacht gehandelt hatte und diesen besonderen Zauber angewandt hatte, den er mir genau erklärt hatte, der genial und brillant war und so wenigstens Narcissas Mund im Zaum hielt und sie zum Schweigen jedem gegenüber verdammte.

Ich fuhr nun mit meiner Hand über ihre Wange zu ihrem Dekolleté und fühlte den kalten Schweiß, den das Gift verursacht hatte und reinigte sie. Ich zauberte ihr ein weites weißes Hemd von mir an, so betrachtete ich nun ihre zierliche Gestalt, erkundete ihren schlanken Leib, wie ihr mein Hemd bis knapp über die Oberschenkeln reichte und ihre Hände von den zu langen Ärmeln verdeckt waren, sie wirkte dadurch noch kleiner und fragiler, so verletzlich zart. Aber es erschien mir falsch in so einem Moment, in dem sie sich nicht wehren konnte, oder sonst wie irgendetwas sagen konnte, sie nackt zu sehen, so gerne ich es gewollt hätte.

So was ließ mein Ehrgefühl ihr gegenüber nicht zu. Das wäre für sie entwürdigend, demütigend und auch für mich, da ich es so nötig auch nicht hatte eine bewusstlose und wehrlose Frau zu zwingen, nein, das wollte ich nicht und schon gar nicht bei ihr. Ich schüttelte bedächtig den Kopf.

Ich deckte sie nun fürsorglich zu, zog mir meinen bequemen Sessel heran und ließ mich seufzend hinein sinken. Erst dann rief ich meine Elf und verlangte einen Scotch, den ich dringend benötigte, einen doppelten und eine Schale mit Wasser und ein Tuch. Als ich alleine war, entledigte ich mich unwirsch meines mich beengenden Gehrocks und ließ danach sehr untypisch für mich, mein Gesicht in die Hände sinken und blickte auf ihre unruhig schlafende Gestalt.

Sie warf sich unbeständig hin und her, das war echt knapp gewesen und wäre noch knapper geworden, wäre ich nicht auf den Bezoar gekommen. Auch wenn mich selten etwas aus der Ruhe brachte, das hier hatte mir doch gehörig, das Adrenalin in die Adern gepumpt und so langsam begriff ich, das mir das viel Kraft geraubt hatte und beruhigt wäre ich erst, wenn Severus Entwarnung geben konnte.

Ich trank und ließ ihn langsam meine Kehle hinablaufen, genoss den scharfen Geschmack, während ich ihr zusah, wie sie die Bettdecke von sich strampelte um sich freizukämpfen, als wäre ihr zu heiß. So bot sie mir ihre geröteten Pobäckchen dar, denen ich gestern meine werte Aufmerksamkeit geschenkt hatte, während ich verfolgte, wie sie sich unwohl hin und her warf. Soeben reckte sie ihren Po weit raus, als sie die Bettdecke zwischen ihre Beine klemmte und sich schwer auf die Seite warf.

Ich schluckte hart, als ich ihren nackten Hintern sah, der nur von dem kleinen Fetzen Stoff bedeckt wurde, der sich Slip schimpfte und musste wieder daran danken, wie ich das knackige und pralle Fleisch in Händen gehalten hatte. Wie meine Hand auf sie niedergegangen war, als ich sie versohlt hatte und das war erst gestern gewesen, dass sie mich so wütend gemacht hatte. Ich hatte mich genötigt gesehen, sie zu bestrafen, aber dies war im reinen Affekt geschehen, was sehr untypisch für mich war. Bestrafungen ersonn ich sonst immer sehr rational und wohlüberlegt, nie so, aber nun hätte ich ihn als Entschuldigung am leibesten geküsst, wie mir die rosigen Backen derart einladend entgegenleuchteten, nun nachdem ich sie beinah verloren hätte.

Ich war selbst über mich Erstaunt und das schon seit gestern, ich hatte noch nie in meinem Leben, irgendwem den Hintern versohlt, selbst Draco nicht, aber bei ihr war ich so tief gesunken, normalerweise war ich für körperliche Züchtigungen dieser niederen Art viel zu distinguiert.

Ich bevorzugte die Folter, die physische wie die psychische, oder das Auspeitschen aber dabei kam ich keinem körperlich so nah, dass ich mich soweit herabließ, diesen derart intim zu berühren wie sie. Bei der physischen Folter, hatte ich immer ein Messer, eine Peitsch oder meinen Stab hilfreiche zur Hand, oder sonstige einfallsreiche, kreative und sehr hilfreiche Werkzeuge und bei der psychischen Folter, nun die hatte ich schon öfters als Strafe innerhalb der Familie angewandt, wie zum Beispiel Draco als Kleinkind bewegungslos, kniend in der Ecke stundenlang verharren lassen. Und erfüllte er die Erwartungen nicht, bekam er einen Schlag mit der Gerte und man sieht, die Methoden hatten gewirkt und ich hatte einen perfekten und wünschenswerten Erben, der in allem meine Erwartungen erfüllte und zum Teil auch übertraf.

Die Folter war etwas, das ich genoss und selbst die DeathEater brachten mir den größten Respekt entgegen, da sie wussten, ich hatte diese Form der Züchtigung zu einer Kunstform erhoben, der ich ab und an leidenschaftlich frönte.

Die Stimmung, die mich gerade erfasste war wirklich ungewöhnlich, besonders für mich, so leutselig und mir wurde mal wieder gegenwärtig, dass man am deutlichsten erkannte, was man hatte, wenn man es fast verlor.

Derweil sah ich mich mit einer erstaunlichen Tatsache konfrontiert, das diese junge Frau es in kürzester Zeit geschafft hatte sich ihren festen, unumstößlichen Platz in meiner Familie zu sichern.

Und so sehr ich mich auch gestern über viele Dinge geärgert hatte, angefangen, das sie es gewagt hatte abzuhauen, sich somit meinem direkten Wunsch wiedersetzt hatte, aber auch, dass sie die Banne brach, das sie so viel verschwieg, wobei mich auch wurmte, das ich sie so unterschätzt hatte!

Ja, das ärgerte mich wohl am meisten, auch die kurze Sorge, das sie für immer versuchen könnte abzuhauen, dies waren alles Gründe die dazu geführt hatten, das ich mich dermaßen vergaß. Aber genauso erkannte ich, was für eine Bereicherung sie für mich, für uns, die Malfoys war!
Wenn ich sie würde vollkommen steuern können, dann… dann, hier unterbrach ihr lauter werdendes Wimmern meine Gedanken und ich blickte zu ihr.

Sie drehte sich wieder unwohl, so erhob ich mich, beugte mich besorgt über sie und wischte ihr mit dem kühlenden, nassen Tuch über die erhitzte Stirn, sofort seufzte sie wohlig auf, schnurrte dann leicht. Sie machte es mir wahrlich nicht einfach, nicht doch die Lage zu nützen, auch wenn ich mich dann wohl verachtet hätte, wie leicht ich es mir machen wollte und wie sehr ich dann in meiner eigenen Achtung mir selbst gegenüber, gesunken sein würde.

Sie begann zu zittern und zu beben, sie bäumte sich auf und machte ein Hohlkreuz, plötzlich schrie sie laut. Der Bezoar schien nun das Gift schmerzhaft zu absorbieren und das quälte sie ganz offensichtlich, oder durchlitt sie noch mehr Wirkungen des Giftes?

Wie hatte Narcissa noch gesagt, ihr Herz würde beginnen unregelmäßig zu schlagen, als letztes Zeichen der Vergiftung? Hatte ich den Bezoar doch nicht rechtzeitig verabreicht? Ich wusste nicht, woher ihre Schmerzen jetzt kamen, oder was sie wirklich hatte, aber es hörte nicht auf.

Sie bockte immer mehr auf und fing auch an, wie von Sinnen ihre Kehle mit ihren Fingernägeln zu bearbeiten und kratzte sie sich rücksichtslos, sodass sich blutunterlaufene Striemen bildeten. Sie verletzte sich selbst und in meinem Kampf dies zu verhindern, dass sie auch noch aus dem Bett fiel, da sie sich so wild gebärdete, packte ich ihre Schultern und drückt diese auf das Bett nieder, was dazu führte, das sie wie wild mit ihrem Unterkörper strampelte und so legte ich mich kurzentschlossen auf sie.

Ich führt zielstrebig meine Hand zu ihrer Brust, suchte ihr Herz und wollte den rhythmischen Schlag spüren, ausschließen, dass dies weitere Folgen des Giftes waren, dabei wusste ich nicht mal ob ich es überhaupt würde fühlen können, aber ich musste mich wenigstens versichern so gut es eben ging.

Ich fand ihr heftig pochendes Herz, das zwar stark und schnell, aber regelmäßig gegen ihren Brustkorb schlug und ihr Blut weiter pumpte. Weiterhin hielt ich sie mit meinem Körper gefangen, stellte sie so ruhig, denn einen Zauber wollte ich nicht verwenden, was sagte Severus immer, Zauberstabgefuchtel und magische Heilmittel vertrugen sich meist nicht und das wollte ich nicht riskieren. Erst es zu schaffen sie zu retten und dann alles zu zerstören, das wäre wirklich nicht gut.

Ich packte rabiat ihre Arme und zog sie ihr über den Kopf, mein Gewicht drückte sie tief in die Matratze, ihr Körper schien sich langsam zu beruhigen und nun spürte ich ihr Herz auch heftig gegen meine Brust schlagen. Während sie nun immer lauter schmerzhafter stöhnte und ich überlegte fieberhaft, das ich sie Fesseln könnte, da es mir zu gefährlich war, das sie aus dem Bett fiel und sich weiter selbst verletzte.

Da sie jetzt immer ruhiger wurde, stützte ich mich auf meine Arme und blickte sie wirklich fürsorglich an und hoffte, dass der Anfall aufgehört hatte. Wann würde denn endlich Severus zurückkommen um ihr zu helfen, langsam fand ich das nicht mehr lustig!

Narcissa… dachte ich bösartig und nachtragend.

Da vernahm ich, wie die Tür zu meiner Suite laut an der Wand aufprallen, als sie mit Wucht aufgestoßen wurde und Draco und Severus laut polternd ins Zimmer stürmten. Sie sahen, wie ich auf jemandem lag, als sie nun wieder wie wild anfing zu bocken, der Lärm, den die beiden Hornochsen verursachten, hatte sie anscheinend wieder näher an die Wachheit gebracht und damit an den Schmerz, so verzog ich verärgert mein Gesicht über so wenig Takt, obwohl ich froh war, das sie zurück waren.

„Lucius jemand hat mein Labor verwüstest, es ist zerstört… und das Biest ist auch nicht erschienen…“, brauste Severus zeitgleich auf und hielt dann inne, als er, das Bild vor seinen Augen erkannte und dann rutschte es ihm raus „…der Ausrutscher gestern sollte doch wohl genug gewesen sein, musst du sie nun wirklich in dein Bett zwingen!“, hörte ich leise Verachtung aus seinen harschen Worten.

„WAS? Was heißt, das Vater Was war letztens? Ist das Hermione?“, hörte ich Draco gefährlich ruhig und bedrohlich kalt fragen, das war mein Sohn.

„Severus du… ach, halt den Mund! Helft mir lieber,… und ob ihr es glaubt, oder nicht ich bin froh, das ihr wieder da seid!“, zeigte ich mich selten so offen erleichtert, wie eben.

„Was ist geschehen?“, kam es kühl von Severus, der nun nahe an uns heran trat, offensichtlich sofort die Ernsthaftigkeit der Situation begriff, als er sie musterte.

„Narcissa ist passiert!“, grollte ich tief, während ich mich weiter um Hermione kümmerte, nun ihre verschwitzten Haare aus ihrem Gesicht strich und mich langsam, erschöpft, aber wachsam sofort wieder zu handeln, zurück in den Sessel sinken ließ, doch sie schien sich jetzt wirklich beruhigt zu haben.

Draco polterte in meinem Rücken, während er um das Bett herumlief: „Was soll das Vater, was macht sie hier in deinen Gemächern?“, zischte er aufgebracht.

„Ruhe, Draco…!“, fuhr ich ihn leise an, doch er unterbrach mich, denn mittlerweile war er an mir vorbeigetreten, hatten einen freien Blick auf sie.

„Was ist passiert, Hermione…!“, entwich ihm entsetzt.
Ich konnte gar nicht so schnell handeln, wie er neben ihr auf dem Bett kniete und seine Hand an ihre Wange legte. Wenn man sie so betrachtete, sie sah wirklich schlimm aus. Ihre sonst so verführerisch, leicht gebräunte Haut, war ungesund blass, fast kalkweiß, dagegen wirkte Dracos Hand, die nun auf ihrer Wange lag, geradezu gut gebräunt, dabei war seine Haut eigentlich sehr hell. Ihr Gesicht war bedeckt von kaltem Schweiß und auch jetzt, obwohl sie ruhig lag, waren ihre Züge noch schmerzlich verzogen und ihr zerkratzter, blutender Hals, vervollständigten das kränkliche Bild malerisch.

Die Haare lagen wild durcheinander um ihren Kopf und einzelne Locken klebten ihr verschwitzt im Gesicht. Wirklich kein gesunder Anblick. Mein Blick fiel auf meinen Sohn, der sie zärtlich streichelte und ich sah die offene Sorge, die unverkennbar in seinen Augen flackerte und wohl auch leichte Panik.

Ich wandte mich an Severus, der diesen kurzen Moment schweigend beobachtete hatte.

„Narcissa hat ihr Gift gegeben, Lectin. Ich bin mit ihr in dein Labor und habe ihr einen Bezoar gegeben, aber ich weiß nicht, ob das reicht. Sie hatte immer wieder kurze Schmerzanfälle, so wie gerade, als ihr rein kamt, sie verletzt sich selbst. Kannst du noch mehr für sie tun Severus?! Sie hat nicht viel davon getrunken, denn sie hat es gleich bemerkt und nur kurz daran genippt und dann den Rest ausgespuckt, Narcissa meinte, es wäre ein schnellwirkendes Gift!“, erklärte ich knapp und präzise.

Ich machte mir wirklich Sorgen um sie, nicht auszudenken, was ich mir von Draco würde anhören müssen, wenn seine Freundin in meiner Obhut einen bleibenden Schaden erlitten hatte. Severus, dessen Gesicht vollkommen verschlossen wirkte, nickte nur knapp.

„Ich sehe, was ich tun kann!“, meinte er recht rüde, mit wehender Robe verließ er den Raum und ich hoffte, er würde ihr weiter helfen können, oder feststellen, dass sie über den Berg war. Severus Labor würde ich wieder richten lassen, das Beste vom Besten konnte er haben, wenn sie aufgrund seines Bezoars überleben würde. Jeder bekam bei mir was er verdiente, Narcissa ihre gerechte Strafe, aber dafür würde Severus auch belohnt werden.

Draco hatte sich nun von ihr abgewandt, saß aber immer noch auf dem Bett neben ihr, hielt nun ihre Hand fürsorglich in seiner.

„Erzähl´s mir Vater, was ist heute passiert? Wieso war sie bei Mutter?“, forderte er mit Nachdruck, bei dem Wort „Mutter“ verzog er angeekelt und abfällig das Gesicht, was ihm wohl niemand unter diesen Umständen verdenken konnte und schließlich dachte ich ähnlich über sie, meine Frau.

Ich überlegte kurz, wie tief wohl die Gefühle meines Sohnes für sie waren und mir kam der Satz wieder in den Sinn, dass er sie angeblich nie unterschätzt hatte… was sah er wohl noch alles in ihr, was wusste er noch alles, was ich noch nicht mal erahnte?

Fakt war, sie hatte mich mittlerweile mehrfach mehr als überrascht und nur wegen ihr hatte ich dermaßen die Kontrolle verloren, wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr und das machte mir dann doch Sorgen. Ich musste Severus Warnung ernst nehmen, dass wir aufpassen mussten ihr wirklich nicht so zu verfallen wie Draco es war, dachte ich noch sehr missgestimmt.

„Sie erhielt eine Einladung von Narcissa. Auf dem Weg dorthin traf sie auf mich, wobei ich annehme, dass sie darauf gewartet hat auf mich zu treffen, denn ihr kam die Einladung augenscheinlich nicht geheuer vor. Ich habe das somit in die Hand genommen und Narcissa einen Strich durch die Rechnung gemacht. Indem ich sie in meinen Salon befahl und Hermione mit mir genommen habe. Die Elfe brachte, das Trinken und nachdem Hermione trank, sah ich das freudige und vor allem zufriedene Aufblitzten in Narcissas Augen. Ich tat alles um sie zu retten… wobei ich froh bin das Severus nun hier ist, er ist auf diesem Gebiet eindeutig versierter als ich“, ratterte ich betont zurückhalten meine Erzählung hinunter und zuckte kühl die Schultern bevor ich mein Glas anhob.

Mein Sohn hatte mich dabei aufmerksam im Blick behalten, während ich ihm das Geschehen schilderte und ich verfolgte, dass er seine Kiefer fest aufeinander presste, seine Zähne knirschten und als ich jetzt fertig war.

„Dafür wird Mutter büßen, dafür hat sie die Kerker verdient!“, zischte er mit unterdrückter Wut.

„Natürlich, sie befindet sich schon in selbigen!“, informierte ich wie nebenbei als ich zustimmend nickte.

Aufmerksam, beobachtete ich wie Draco sich ihr wieder zuwandte, zuvor nach dem Tuch in der Schale griff, es ausdrückte und damit zärtlich über ihr Gesicht fuhr, dann ihre Hand an seine Lippen hob und küsste dabei wisperte er so leise, dass ich es kaum verstand:

„Komm, mein kleines Mudblood, das schaffst du, du bist doch so stark, halt durch, kämpfe!“

Ich lauschte gebannt, wollte kein Wort verpassen, denn das mein Sohn seine Gefühle so offen zeigte, war eine große Ausnahme.

Wir hatten ihm beigebracht genauso beherrscht zu sein wie wir es waren und auch wenn er es noch nicht so meisterlich beherrschte, wie Severus und ich, so war er doch auf dem besten Weg dorthin. Ich wusste, dass sie ihm viel bedeutete, doch was er in ihr wirklich sah, begann ich nur langsam zu verstehen.

Ob sie wohl eines Tages DIE Frau sein würde, seine Frau? Würde ich das zulassen?

Meine Gedanken wurden unterbrochen als sich die Tür hinter uns diesmal leise öffnete und Severus lautlos hereineilte. Er trat neben mir ans Bett und ich erhob mich von meiner Position, machte ihm Platz, sodass er ihr helfen konnte, an sie herankam. Noch während er einige Phiolen auf den Nachttisch stellte und seinen Zauberstab zog.

„Wie lange ist es her Lucius, dass du ihr den Bezoar gegeben hast und was ist danach genau alles passiert? Wie viel hat Narcissa über das Gift gesagt?“, kam er wie immer explizit auf den Punkt, wobei die Eile durchaus in seinem Ton zu erkennen war.

„Sie hat nur sehr wenig von dem Gift zu sich genommen, das augenscheinlich einen bitteren Geschmack hatte, hat danach auch noch sofort die Flüssigkeit wieder ausgespuckt.. Narcissa sagte, das Gift würde schnell wirken und ca. 5 Minuten später, wohl eher etwas früher, hat sie den Bezoar bekommen. Ich war schnell, aber danach ist sie in die Bewusstlosigkeit geglitten und seitdem nicht wieder erwacht. Sie hat mehrmals gekrampft, offensichtlich hat sie Schmerzen, sie fing an sich zu kratzen. Narcissa sagte ihr würde übel werden, was auch im Salon noch passiert ist, sie würde fiebern, was sie auch getan hat und das sie Herzrhythmusstörungen bekommen würde, bevor es aufhört zu schlagen. Ich denke, alles in allem, seitdem sie den Bezoar bekommen hat, dürften gut zwei Stunden her sein, vielleicht auch drei, ich weiß es nicht. Wie spät ist es überhaupt?“, runzelte ich unwillig die Stirn.

Ich hörte, wie Draco scharf die Luft einsog, als er so genau erfuhr wie das Gift wirkte und was es für Folgen hatte.

„Lass sie los, ich werde einen Diagnosezauber sprechen, hoffentlich kriege ich so mehr heraus!“

Draco wich nur wiederwillig von ihr zurück, doch er tat es und Severus schwang seinen Zauberstab, beobachtete genau was sich nun zeigte und ließ den Stab dann wieder in seiner Robe verschwinden um gleichzeitig nach zwei Phiolen zu greifen. Er beugte sich über sie, öffnete schon fast zärtlich und fürsorglich ihre Lippen, indem er ihren Kiefer entschlossen auseinanderdrückte, dann tröpfelte er ihr stumm abzählend einen Trank in den Mund, öffnete dann die zweite Phiole, flößte ihr diese in Gänze ein. Es war deutlich sichtbar, dass er eine gewisse Übung darin hatte Bewusstlosen etwas einzuflößen. Ich war sehr zufrieden darüber, dass Severus wieder da war, das war gar nicht meine Welt, sollte ich jemanden, auf ungewöhnliche, einfallsreiche und langsam Art und dann noch mit Geschick, zu Tode Foltern, ja, dann war ich der richtige Mann, aber jemanden aufopfernd und gekonnt zu heilen… nein, das gehörte nicht zu meinem Fertigkeiten.

Severus holte jetzt noch eine Tube hervor und strich ihr die weiße Paste sehr sanft auf die Kratzer am Hals, die fast augenblicklich verblassten und nur noch leichte rote Striemen blieben zurück.

Nun richtete er sich wieder auf und fasste Draco scharf ins Auge.

„Sie ist über den Berg, eindeutig, der Bezoar kam früh genug. Dein Vater hat ihr das Leben gerettet, Draco! Und offensichtlich zwei Mal, denn wäre sie zu Narcissa gegangen und hätte so mehr von dem Gift zu sich genommen, hätte auch der Bezoar, so schnell er ihn auch hätte verwenden können, nicht mehr helfen können...“

Ich beobachtete, wie nun Dracos angespannte Haltung von ihm abfiel, er leicht in sich zusammen sackte und erleichtert aufseufzte.

Severus wandte sich währenddessen mir zu und blickte mich mit seinen dunklen Augen intensiv an und ich erwiderte seinen Blick standhaft.

„Der Bezoar hatte das Gift schon so weit aufgesogen, dass ich ihr jetzt einen Schlaftrank geben konnte, das war der zweite und ich habe ihr einen Schmerztrank geben, denn die Arbeit des Bezoars und die letzten Reste des Giftes verursachen die Schmerzen, die dazu führten, das sie sich auch selbst verletzt hat! Sie wird jetzt lange schlafen und sie braucht diese Ruhe auch. Wir können und sollten sie alleine lassen, sollten aber während der Nacht noch hin und wieder nach ihr sehen!“, meinte Severus prägnant und hatte die Arme verschränkt.

Ich nickte zustimmend und wollte schon den Raum verlassen, es mir im Nebenzimmer vor dem Kamin mit einem ordentlichen Glas Scotch bequem machen.

„Vater, warte!“

Fragend wandte ich mich zu ihm und sah in seine großen, immer noch sorgenvoll geweiteten Augen, wie er vom Bett zu mir hochblickte und noch immer neben ihr kniete, jetzt wieder ihre Hand hielt.

„Was gibt es Draco?“, fragte ich bedacht.

Seine Miene wurde ruhiger, fast schon sanft, würde ich sagen, ein Ausdruck, den ich von ihm nicht kannte und der mich erstaunte, doch noch mehr überraschte mich die Inbrünstigkeit und die tiefe Bewegtheit, mit der er die nächsten Worte sprach.

„Danke Vater, dass du sie gerettet hast. Ich bin dir so unsagbar dankbar Vater!“

Er hielt mich fest im Blick und ich war wirklich kurz gebannt davon, so ernsthaft dankbar hatte ich ihn noch nie gesehen. Jetzt, wo mich seine grauen Augen, die den meinen so ähnlich waren, warm anfunkelten.

Severus wartete auf halbem Weg in Richtung des kleinen Salons, der neben meinem Schlafzimmer lag und beobachtete uns aufmerksam und wie gewohnt still. Ich nickte Draco nur knapp zu und antwortete jedoch nicht, was hätte ich auch sagen sollen, dass ich erleichtert war, dass sie noch lebte? Dass ich zwischenzeitlich wirklich Panik gehabt hatte? Was ich nie und nimmer offen eingestehen würde, das wäre unter der Würde eines Malfoys und so würde dies nie einer erfahren!

Dass ich es auch für mich getan hatte? Da auch ich sie nicht verlieren wollte, dass warum schob ich mal weit von mir weg! Dass es nicht der Rede wert war? Das wäre wirklich eine große Lüge, denn das sie gerettet war, war uns allen sehr wichtig.

Und Panik, nein, die würde ich nicht zugeben. Sie hatte es zum zweiten Mal in kurzer Zeit geschafft, das meine Gefühle überkochten, auch wenn die Auslöser und Ergebnisse grundverschieden gewesen waren, hatte nicht viel gefehlt und ich wäre wirklich kopflos durch Severus Labor gefegt, aber verdammt, Malfoys verloren nie den Kopf.

Nun wandte ich mich endgültig ab und folgte Severus, der mittlerweile bereits den Raum verlassen hatte, auch Draco folgte ebenfalls, zwar sicher wiederwillig, aber er tat es. Wir betraten den Salon und Severus schenkte gerade drei Gläser ein, reichte mir eins und dann eines an Draco. Sie ließen sich auf dem Sofa und ich in dem Sessel vor dem Kamin nieder, schwiegen und genossen auf die Aufregung und den Schock erst mal unsere Drinks und hingen unseren eigenen Gedanken nach.

Schließlich war Severus es, der die Stille brach.

„Was zum Teufel noch mal hat dich dazu veranlasst erneut so die Kontrolle zu verlieren Lucius und MEIN Labor derart zu verwüsten? Hast du sie noch alle?“, kam er auf das für sich Wesentliche zu sprechen.

Er klang bedrohlich und grollte tief. Ja, er war wirklich sauer und nur seine Beherrschung und die prekäre Situation, hatten sicher dafür gesorgt, dass er bisher so ruhig geblieben war, während ich sein Allerheiligstes entweiht hatte. Somit war ich ihm eine Erklärung schuldig, beschwichtigend hob ich die Hände und versuchte es zu erklären, ein so schlecht gelaunter Severus war immer eine Bedrohung für meine Nerven.

„Beruhige dich bitte, Severus. Ich geriet etwas außer Kontrolle, als ich den Bezoar nicht gleich fand, deine Ordnung soll auch einer verstehen…“, drang meine Blasiertheit an die Oberfläche „… aber hätte ich sie sterben lassen sollen? Severus, sei dir sicher, ich werde dir alles ersetzten, du darfst dir auf meine Kosten dein Labor gerne komplett neu einrichten! Das Beste vom Besten, denn wäre dein Labor nicht gewesen, hätte ich sie nicht retten können!“, kam es überheblich von mir und ich wedelte hochmütig mit meiner Hand.

Severus grummelte mürrisch, über meine abwiegelnde, lapidare Art, aber ich bemerkte, er war etwas beruhigt, doch wohl noch nicht ganz, denn sein nächster Satz zeugte von seiner Neugierde und Häme, er wollte mich eindeutig reizen:

„Gut, ich kriege ein neues Labor, das wird dir teuer zu stehen kommen, aber trotzdem, warum bist du so außer Kontrolle geraten Lucius. Was macht sie mit dir? Denk über meine Warnung nach, das bist nicht du, Lucius. Sie hat es zum zweiten Mal geschafft, das du den Kopf fast verloren hättest!“

Severus funkelte mich gefährlich an, während ich aus den Augenwinkeln registrierte, dass Draco interessiert zwischen uns hin und her blickte, wenn Severus noch mehr offenbarte, würde Draco ganz sicher nachharken. Und ich wusste, dass mir Severus so versteckt vorwarf, was ich ganz am Anfang ihm Vorgeworfen hatte, als ich den Streit zwischen Draco und ihm provoziert hatte. Da ich es ihm vorgehalten hatte, das er sich an ihr vergriffen hatte, ja, ja, du rachsüchtiger Prince, halt mir ruhig mein eigenes Versagen nur weiter unter die Nase, dachte ich wütend, aber eine gewisse Ironie erschloss sich auch mir.

„Sie ist ein Mitglied meiner Familie, du weißt was das bedeutet und wie ich für meine Familie kämpfe. Ich kann doch nicht zulassen, dass in meinem Haus jemand stirbt, der es nicht verdient hat. Außerdem kann ich wohl kaum Dracos Freundin in meiner Obhut sterben lassen!“, versuchte ich ihm mit meinem Entgegenkommen zu besänftigen.

Severus schnaubte jedoch abfällig und schenkte mir einen missbilligenden Blick aus seinen Dunkeln Tiefen, die so bösartig glitzerten.

„Als ob es nur das wäre Lucius!“, schnarrte er gehässig „Du beißt sie, fällst über sie her, dann heilst du sie und jetzt, jetzt kämpft du um ihr Leben und sitzt stundenlang an ihrem Bett, das ist nicht normal für dich!“, zischte er verächtlich.

Ich hatte meine Haare schwungvoll in den Nacken geworfen und wollte gerade scharf antworten, als Draco sich herrisch einschaltete.

„Vater, was deutet er da dauernd an, was meinte er vorhin? Hast du erneut Hand an Hermione gelegt? Du weißt doch, was du mir versprochen hast und ich weiß, auf ein Versprechen von dir, kann zumindest ich mich immer verlassen, oder konnte ich zumindest,… also, erklär es mir!“, hauchte er sehr kalt und es war so als würde er mich leicht enttäuscht ansehen.

„Na gut Draco, wenn es dein Begehr ist, dann erfährst du es halt. Wir sind Hermione gefolgt, als sie das Manor ohne Begleitung und ohne Erlaubnis verlassen hat. Kannst du dir das vorstellen?“

„Ja, so ist sie, aber wohin seit ihr ihr gefolgt?“, forderte er vehement.

„Sie ist zur Beerdigung ihrer Eltern gegangen, wusstest du davon Draco? Weißt du, ob sie ihre Eltern wirklich beerdigt hat?“, fragte ich ruhig und unterstrich meine Dominanz idem ich meine Beine lässig überschlug. Draco zuckte nur gleichgültig mit den Schultern.

„Ich weiß es nicht, aber ich werde sie auch nicht fragen, denn genauso wie sie respektiert, das ich meine Geheimnisse habe, die ich nicht erzähle, respektiere ich, das umgekehrt genauso. Wenn sie es mir erzählen will, wird sie es tun!“

Seine Haltung beeindruckte mich, aber genauso ihre, das hätte ich ihr nicht zugetraut, aber es überraschte mich auch, dass Draco derart ruhig blieb. Es hatte mich auch überrascht, als sie vor Narcissa bekannt hatte, das sie sich freute, das Draco bald in den Inneren Kreis aufgenommen werden würde, aber offensichtlich würde sie mich wohl noch öfters überraschen, das war nicht gut. Also, dann würden wir mal zum Geständnis kommen, denn Draco musterte mich schon wieder misstrauisch und es länger hinauszuzögen brauchte auch nichts.

„Wir haben sie verfolgt, sind ihr letztendlich zu ihrem Haus gefolgt und haben sie dort abgepasst. Sie hat gegen meine ausdrückliche Anweisung verstoßen und somit hatte sie eine Strafe verdient. Ich habe sie mir gekrallt und ihr kräftig den Hintern versohlt!“, bekannte ich kalt und direkt und ohne Reue, wobei es mir doch unangenehm war zu zugeben, das ich Handgreiflich geworden war.

Nun sprang Draco aufgebracht auf:

„Du hast was?“, fuhr er mich sprachlos an.

„Setz dich Draco, oder ich erzähle dir gar nichts mehr!“, blickte ich ihn auch sehr fest an, um meine Aussage zu unterstreichen. Er schwankte, aber dann sank er zurück auf das Sofa, dabei bemerkte ich aus den Augenwinkeln, das Severus süffisant Grinste.

Es war verständlich, dass ihm das hier gefiel, wahrscheinlich hatte er genau das geplant, als Rache an mir. So eine hinterhältige Schlange, was mir fast wiederum ein diabolisches Lächeln hätte entwischen lassen, aber ich konnte es mir verbeißen, denn meine Selbstbeherrschung war doch noch besser, als Severus dachte ich hämisch.

„Severus hat aufgepasst, also keine Sorge. Hinzukommt ich kenne die Grenzen, ich verliere sonst nie die Kontrolle, das weißt du Draco.“, log ich wie gedrückt und Severus schnaubte abfällig, aber ich überging ihn „Sie war selbst schuld… Sei vorsichtig bei ihr, du darfst sie nicht unterschätzten!“, schob ich ganz Malfoylike, ihr den schwarzen Peter zu.

„Ich und sie unterschätzten? Das tut doch nur ihr. Ich habe sie nie unterschätzt und im Gegensatz zu euch, habe ich auch begriffen, dass es nichts bringt ihr etwas vorzuschreiben, oder sie einzuengen. Außerdem wusste ich, wo sie hingeht und war damit einverstanden!“, bekannte er eisig.

Ich registrierte, dass er nicht nur mich herausfordernd und von oben herab ansah, sondern auch Severus, aha, auch er hatte sie also unterschätzt.

„Im Guten! Unterschätzt sie nie. Überleg mal Vater, sie hat dir schon geholfen bevor du ihr irgendwas androhen konntest. Wenn du ihr ihre Freiheit lässt, sie ihre Pläne durchführen lässt, dann wirst du erfahren, dass ihre Loyalität und ihr Kampfgeist für die Familie noch größer sein wird, als du hoffen könntest. Sie ist keine normale Frau… Vater, die meisten andern Zauberer sollten sich vor ihr in Acht nehmen und nicht andersherum!“, sprach mein Sohn kontrolliert und souverän, während wir gespannt lauschten „Sie kann wahrlich auf sich selbst achten. Ich habe sie nicht einfach aus einer Laune heraus in unsere Familie aufgenommen!“, schüttelte er den Kopf als würde er solche abwegigen Gedanken von uns als beleidigend empfanden.

„Nicht?“, hauchte ich fragend und lüpfte eine helle, aristokratische Braue.

„Natürlich nicht! Ich habe mir schon etwas dabei gedacht und ich denke, ihr solltet anfangen, sie nicht mehr als Gefangene zu behandeln, sondern als gleichwertiges Mitglied der Familie. Auch du Severus, denn du weißt noch viel besser, als Vater wozu sie fähig ist! Und wenn du ehrlich bist Vater, weißt du das nur nicht, weil sie sich bei dir immer zurückhält und sich nicht wehrt, weil sie weiß, das du das Oberhaupt bist! Sie kennt die Regeln sehr gut! Gib ihr Freiheit…“, unterstich er seine Aussage mit einer Geste „… wenn du das tust Vater, wirst du viel mehr davon haben, als wenn du sie einengst. Ihr freie Hand zu lassen, wird ungeahnte, positive Effekte für dich haben, vertrau meinem Urteil!“, trank er nun lässig eine Schluck und hob seine Augenbraue.

Die Worte seines Sohnes überraschten mich sehr und brachten mich zum Nachdenken, ob ich wohl wirklich erst an der Oberfläche gekratzt hatte mit dem was ich alles von ihr gesehen und erfahren hatte? Sie war talentiert und mächtig, das wusste ich schon und dass sie außerordentlich intelligent war, sogar auf die Schnelle grobe Fehler in Severus Bannen fand, hatte mich schwer beeindruckt, ja, das musste ich mir still eingestehen.

Vielleicht hatte Draco Recht, denn sie hatte sich wirklich schon für die Familie eingesetzt, als ich es noch nicht mal wusste, dass sie überhaupt dazugehörte. Sie hatte mir im Ministerium die Flucht ermöglicht, dafür sogar ein Ordensmitglied angegriffen, offensichtlich war Zuckerbrot bei ihr deutlich wirkungsvoller als Peitsche und vielleicht, um noch mehr über sie zu erfahren, sollte ich es ihr überlassen Narcissa zu strafen, schließlich war sie die Geschädigte. Wenn mir die Strafe nicht hart genug erschien, konnte ich immer noch mein Veto einlegen, so kam mir dieser brillante Einfall spontan.

„Wir werden es sehen Sohn, aber deine Einwände sind zur Kenntnis genommen. Ich werde ihr die Ehre gewähren Narcissa zu bestrafen!“, hoffte ich auch ihn zu beschwichtigen.

„Ich denke, das ist eine gute Idee!“
Ich sah, dass sich ein kurzes, diabolisches Grinsen auf sein Gesicht stahl und ich nahm an, dass Hermiones Strafe sicher nicht klein ausfallen würde, sie würde auch meine Rachegelüste befriedigen. Oh ja, das Spiel gefiel mir wieder.

Ja, er war wirklich mein Sohn und ich konnte stolz auf ihn sein, denn er beherrschte, das Spiel genau so gut wie wir… wie ich, wenngleich dieses gefährliche und verführerische Biest in meinem Bett eine Versuchung für uns alle war!

Lucius Sicht ende


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