
von Hailie-Potter
Es war der 1. Advent und es schneite zum ersten Mal in diesem Jahr. Hailie durfte endlich nach unzähligen Untersuchungen den Krankenflügel wieder verlassen.
Hailie hatte gehört, dass Ron nun der neue Hüter für das Gryffindor Quidditschteam war und sie wollte ihm schließlich noch gratulieren. Außerdem hatte ihr Bruder sozusagen eine heimliche Selbsthilfegruppe geründet, in jener Schüler Zauber zur Verteidigungen gegen schwarze Magie praktizieren konnten. Besser gesagt hatte Hermine das Ganze auf die Beine gestellt und sie hatten Harry als Lehrer gewählt, da sonst noch nie jemand gegen Todesser oder Du-weißt-schon-wen gekämpft hatte. Hailie wollte unbedingt der DA beitreten um ihre Flüche noch ein wenig zu verbessern.
Hailie machte sich geradewegs auf den Weg in die Bibliothek, da sie einiges was im Unterricht dran war, nachholen musste. Hermine hatte sich dazu bereit erklärt ihr die Unterrichtsmaterialien, in den Fächern welche beide gemeinsam hatten, zu erläutern. Harry und Ron wollten den beiden ebenfalls Gesellschaft leisten. Außerdem wollten sie ihr eine verzauberte Galleone geben damit sie immer wusste, wann das nächste DA-Treffen stattfinden würde. Während das Mädchen etwas müde durch die Gänge des Schlosses lief, dachte sie noch einmal an die vergangene Woche. Fred hatte sie jeden Tag besucht, sogar manchmal während seiner Unterrichtszeit, worüber Hailie natürlich nicht besonders erfreut war. Dennoch war sie über jede Gesellschaft glücklich, denn es war die meiste Zeit richtig ermüdend immer nur in einem weiß bezogenen Bett, welches mit weißen Laken abgeschirmt war, zu liegen. Manchmal hatte Hailie auch das Gefühl, dass Draco in ihrer Nähe war. Aber weshalb sollte er mit ihr überhaupt noch etwas zu tun haben wollen, schließlich hatte Hailie ihm einen Fluch aufgehalst. Draco war nämlich spät in der Nacht, als Hailie diesen katastrophalen Trip auf dem Besen hatte, in den Krankenflügel gekommen. Ihre anderen Freunde waren zu dieser Zeit bereits in ihren Schlafsälen. Er beteuerte ihr, dass er mit diesem Besen nichts zu tun hatte und er auch nicht wusste, was für eine Botschaft erscheinen würde.
„Und das soll ich dir glauben Malfoy?“, fauchte Hailie und drehte sich auf die andere Seite ih-res Bettes. Draco lief um das Bett und kniete sich vor ihr hin, damit sie ihm in die Augen sehen musste.
„Potter, ich schwöre dir ich habe damit nichts Zutun gehabt. Wieso willst du es mir nicht glau-ben?“, sagte er noch einmal ernst.
Hailie blickte ihn zweifelnd an.
„Du wärst doch der erste, der sich darüber freuen würde wenn ich nicht mehr mit Fred zusam-men wäre. Denn dann wäre endlich die Schande, die ich über Slytherin gebracht hätte, besei-tigt.“
Draco stand auf und nun sah er sie wütend an. „Natürlich wäre ich erleichtert. Er ist schließlich ein Blutsverräter und hängt auch noch mit Schlammblütern herum. Außerdem hast du etwas Besseres verdient.“
Hailie richtete sich erschöpft auf. „Ich glaube du solltest jetzt gehen.“
„Gut wenn du das meinst. Mittlerweile bereue ich es zu tiefst, dass ich Blaise davon abgehalten habe.“, entgegnete Draco bitter und drehte sich zum Gehen um.
Das Mädchen verspürte einen schmerzhaften Stich und bevor sie auch nur wusste was sie tat, zog sie ihren Zauberstab und richtete ihn auf Draco.
Draco schlug mit einem schmerzenden Keuchen zu Boden und sah Hailie mit geröteten Augen flehend an.
„Was soll das.“, japste er.
„Merk dir eins.“, sagte Hailie während sie vorsichtig aus ihrem Bett stieg. „Beleidige nie wieder meine Freunde und halte dich einfach von ihnen und mir fern.“
Sie stand nun direkt vor ihm und beugte sich langsam zu Draco hinab.
Ihre Hand bewegte sich zitternd auf sein Gesicht zu. Malfoy zuckte ängstlich zusammen obwohl Hailie nur eine Strähne aus seinem Gesicht strich. „Du weißt genau, dass dieser Zauber noch harmlos ist gegenüber den anderen, welche ich beherrsche.“
Der Junge nickte perplex und starrte sie weiterhin angsterfüllt an.
Hailie drehte sich mit einem Mal um, legte sich zurück ins Bett und lies mit ihrem Zauberstab die Vorhänge zuziehen.
Draco rappelte sich, immer noch mit schmerzendem Brustkorb, wieder auf und rannte regel-recht aus dem Krankenflügel.
Plötzlich wurde Hailie aus ihren Erinnerungen zurückgeholt.
„Hailie.“, rief Hermine und winkte ihr zu. „Geht es dir wieder besser?“
Das rothaarige Mädchen nickte und begleitete Hermine in die Bibliothek.
Die beiden Hexen setzten sich an einem gut beleuchteten Tisch und holten Pergamentrollen und Federn aus ihren Taschen hervor.
„Ich habe dir Arithmantik, Zaubertränke und Zauberkunst Unterlagen mitgenommen.“, sagte Hermine, während sie einige Bücher auf den Tisch schweben ließ.
Hailie begutachtete das oberste Buch mit dem Namen: ‚Große Errungenschaften der Zauber-kunst‘.
„Ich habe gehört, dass dieses Buch eine sehr gute Grundlage für die ZAG’s in Zauberkunst ist.“, meinte die ältere als sie Hailies verwirrten Gesichtsausdruck sah.
Dann erklärte Hermine ihr in welchen Fächern sie Aufsätze schreiben musste und welche Stichpunkte für die Recherchen notwendig sind.
Hailie notierte sich sorgfältig jedes Detail, welches Hermine erwähnte.
„Wollten die anderen zwei nicht auch noch kommen?“, fragte Hailie hoffnungsvoll.
„Die kommen erst später, da sie noch Quidditschtraining haben.“, meinte Hermine beiläufig und machte sich bereits neue Notizen.
„Das wird mich wahrscheinlich den ganzen Nachmittag kosten.“, dachte Hailie und machte sich etwas unmotiviert an die Arbeit.
Diane machte sich gerade auf den Weg um Hermine zu suchen, schließlich kannte sie alle Zauber und vielleicht wusste sie noch eine andere Möglichkeit diesen verfluchten Schutzzauber aufzuheben. Das Mädchen hatte mitbekommen dass Hermine sich heute mit Hailie in der Bibliothek treffen wollte, also lief sie den kürzesten Weg um das braunhaarige Mädchen nach den extra Unterricht mit Hailie abzufangen. Doch plötzlich kamen ihr Harry und Ron entgegen. Das junge Mädchen drehte sich blitzschnell um und entschloss sich einen anderen Weg zur Bibliothek zu nehmen nur um nicht mit Harry reden zu müssen.
„Diane warte.“, rief Harry doch das Mädchen war schon verschwunden.
„Mensch Harry, was hast du ihr angetan? Sie geht dir schon die ganze Woche aus dem Weg.“, meinte Ron irritiert.
Harry antwortete ihm nicht und überlegte sich wie er Diane zur Rede stellen konnte.
Nach dem Training ging Harry sofort in den Gryffindor-Gemeinschaftsraum und nicht wie be-sprochen in die Bibliothek.
Er hatte Ron versichert nachzukommen, sobald er etwas erledigt hatte.
Sein bester Freund stellte keine weiteren Fragen und gesellte sich zu den Mädchen in der Bü-cherei.
Harry kramte schnell aus seinem Koffer die Karte des Rumtreibers und suchte Diane auf dieser.
Er musste feststellen, dass sich Diane im Mädchenklo im 2. Stock befand mit keiner geringeren Gesellschaft als der Maulenden Myrte.
Der Junge rannte so schnell er konnte dort hin um Diane nicht aus den Augen zu verlieren, nahm der die Karte vorsichtshalber mit sich.
Harry öffnete langsam die Toilettentür und trat hinein.
„Diane bist du da?“, fragte er leise.
„Harry?“, kam es aus einem Eck des Raumes. „Was um Merlins Bart tust du hier?“
„Ich muss mit dir reden und da du mir schon die ganze Woche aus dem Weg gehst, habe ich keine andere Möglichkeit gesehen als dich hier zur Rede zu stellen.“
Diane richtete sich langsam vom Boden auf und blickte ihn verwundert an.
„Und was willst du mit mir bereden?“
„Es geht um Cho und um dich und keine Ahnung.“, stammelte Harry etwas überfordert.
Diane sah die Maulende Myrte an und bat sie zu gehen, damit Harry und sie ungestört reden konnten. Nur widerwillig verschwand das Gespenst aus dem Klo.
„Lass es gut sein Harry. Ich weiß, dass du Cho magst und zwar sehr. Und ich bin schließlich mit George zusammen, also was soll es da dann noch zu reden geben?“, fragte sie matt.
„Aber wir sind doch noch Freunde, oder?“, fragte er mit einem traurigen Gesichtsausdruck.
„Ja natürlich.“, seufzte das Mädchen.
Harry betrachtete Diane eindringlich und sagte: „Gut. Ich möchte dich nämlich wirklich nicht als Freundin verlieren.“
„Ähm… ich glaube du solltest jetzt besser zu den anderen gehen. Sie machen sich bestimmt schon sorgen um dich.“, erwiderte Diane trocken, obwohl sie merkte wie sich ein Kloß in ihren Hals bildete lächelte sie ihm zu.
„Okay, kommst du mit?“
„Ich komme gleich nach.“, sagte sie und wartete darauf, dass Harry endlich das Mädchenklo verließ.
In jenen Moment als sich die Tür hinter ihn schloss begannen auch schon die Tränen über Dia-nes Wangen zu laufen.
„Also bin ich doch nur eine gute Freundin.“, schluchzte sie und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen.
Es waren noch zwei Wochen bis zu den Weihnachtsferien. Diane hatte es
mittlerweile geschafft einen Trank zu brauen, welcher bewirkte dass die Narben auf ihren
Unterarm noch schneller verblassen konnten. Vorsichtshalber trug sie aber noch Armstulpen.
Aber dies war ja nicht die einzige Nebenwirkung des Schutzzaubers.
Harry hatte in den letzten Wochen häufig Alpträume von Voldemort und einem
Korridor in der Mysteriumsabteilung.
Diane hatte deshalb genau dieselben Träume, was sie oft Nächtelang aufhielt.
“Diane schläfst du im Moment überhaupt?”, fragte Hermine sie beim
Frühstück.
“Ja, aber leider nicht sehr lange.”, gähnte Diane.
“Da könntest du dich ja mit Harry zusammenschließen, er redet zurzeit oft im
Schlaf.”, flüsterte Ron ihr so zu, dass es Harry nicht hören könnte.
“Morgen ihr vier.”, rief Fred der gerade mit seinem Zwilling zum
Gryffindortisch kam, beide sahen etwas niedergeschlagen aus.
“Morgen Schatz…”, George kam auf Diane zu und gab ihr einen Kuss.
“Ich müsste dann mal mit dir nach dem Unterricht reden.”
“Um was geht es denn?”, wollte sie wissen.
“Das sag ich dir lieber später okay?”
Durch diese Antwort bekam Diane ein richtig ungutes Gefühl.
Auch Fred wollte mit Hailie nach dem Unterricht reden.
Den beiden Mädchen viel es nicht gerade leicht sich im Unterricht zu
konzentrieren.
In Wahrsagen stieg die Nervosität der beiden um einiges.
“Diane, weißt du was mit den beiden Jungs los ist?”, fragte Hailie Diane
beunruhigt.
“Nein George will es mir auch erst nach dem Unterricht sagen.”, erwiderte
Diane genauso sorgenvoll.
Kurz nachdem Diane den Satz beendet hatte kam Professor Trelawney auf die beiden
zu.
Sie sah in die Kristallkugel die vor ihnen auf dem Tisch stand, dann blickte sie
die beiden Mädchen mitleidig an.
“Oh ihr armen Mädchen. Ihr werdet in nächster Zeit von jemand
verlassen.”, sagte Trelawney leise.
Diane und Hailie sahen sie skeptisch an, da sie noch nie an Wahrsagungen
glaubten.
Trotzdem konnte Hailie das Gefühl nicht loswerden, dass es vielleicht etwas mit
den Zwillingen zu tun hatte. Beide hatten zwar schon nach dem Vorfall mit der DA angedeutet, dass sie die Schulen verlassen wollten. Jedoch konnte sich Hailie nicht vorstellen, dass sie dies wirklich tun würden.
Nun war es endlich so weit, der Unterricht war zu Ende.
Alle stürmten aus dem kleinen Loch die Treppen hinunter, bis auf Diane und
Hailie die sich nervös ansahen.
Sie packten langsam ihre Sachen zusammen.
Diane nickte Hailie zu um ihr zu sagen, dass diese schon vorgehen solle.
“Okay wir sehen uns dann bei den Zwillingen.”, Hailie rannte die Treppe
runter.
“Brauchst du noch was Mädchen?”, fragte Trelawney verwundert, dass noch
jemand im Raum war.
“Nein danke ich gehe schon.”, nun schritt auch Diane gemächlich die Treppe
hinab.
Im Korridor des sechsten Stocks traf sie auf ihren Bruder.
“Diane ist Hailie noch oben?”, fragte Draco sie.
“Nein sie ist vor ein paar Minuten schon nach unten gegangen. Was ist denn los
Dray? Seit wann sagt du denn ihren Vornamen?”, Diane sah ihn nachdenklich an.
“Ähm weißt du vielleicht auch wo sie hin ist?”, stocherte er weiter nach.
“Nein tut mir Leid, sie hat mir nichts davon erzählt wo sie nach dem
Unterricht hingehen wollte.”, log Diane. “Schau doch mal in eurem
Gemeinschaftsraum.”
“Da war ich gerade, aber egal. Bye.”, Draco sah auf die Uhr und rannte dann
mit einem verzweifelten Blick weiter.
Als Diane bei Hailie und den Zwillingen ankam war es eine sehr bedrückte
Atmosphäre.
“Also was wollt ihr beide uns denn jetzt Mitteilen?”, stellte Hailie sie
zurede.
“Nun ja Fred und ich sind der Meinung…”, George stoppte bei den traurigen
Anblick von Diane.
“Also was George sagen wollte ist… Verdammt…!”, auch Fred brachte es
nicht übers Herz weiter zureden.
“Was ist nur mit euch los?”, fragte Diane.
George atmete tief durch und sagte: ”Wie ihr wisst finden wir Umbridge
Schrecklich und nach dieser Aktion mit dem Inquisitionskommando und dem Massennachsitzen der DA, sind wir der Meinung dass sie so einfach nicht damit durch kommen darf. Und da wir eh in unserem letzten Schuljahr sind…”
“Und wir sowieso einen Scherzartikelladen aufmachen wollen, haben wir beide
beschlossen heute nach dem Abendessen die Schule zu verlassen. Natürlich nicht
ohne ein großes Spektakel. ”, als Fred aufhörte zu reden, brach über den vieren toten Stille ein.
Diane sah die beiden geschockt an und stand jetzt schon den Tränen
nahe.
“Wir wissen ganz genau, dass ihr jetzt wahrscheinlich auf uns sauer seid. Aber
so kann Harry auch mit Sirius reden.”, sagte George gekränkt.
“Und ihr wollt das also wirklich durchziehen?”, fragte Diane die sich wieder
etwas beruhigt hatte.
Beide Jungs nickten und sahen sie entschlossen an.
“Gut wenn ihr euch etwas in den Kopf gesetzt habt, hat es eh keinen Sinn euch
daran zu hindern.”, sagte Hailie mit einem kleinen Lächeln.
“Also versteht ihr uns?”, fragte Fred.
“Natürlich wir sind ja auch schließlich noch eure Freundinnen.”, erwiderte
Diane.
Nach dem Gespräch nahm Fred Hailie und George Diane in den Arm und küsste die
diejenige.
“Bis um acht. Wartet bei dem Eingangstor.”, rief George ihnen noch zu als
sie alles vorbereiten gingen.
“Ja okay.”, antworteten die Mädels traurig.
“Ich hoffe, dass alles gut geht.”, sagte Hailie zu Diane gewandt.
“Denke schon. Es sind ja schließlich Fred und George.”
An diesem Abend war es dann soweit. Die Zwillinge flohen geradezu Graziös aus
Hogwarts, währenddessen redete Harry über den Kamin von Umbridge mit Sirius.
Zum Abschied flogen die Zwillinge noch einmal zu Diane und Hailie.
Beide Mädchen waren in Tränen ausgebrochen als sie von ihren jeweiligen Freund
den Abschiedskuss bekommen hatten.
Die Menge von Schülern applaudierte und machte Jubelrufe als die Weasley
Zwillinge verschwanden und Professor Umbridge von einem grünen Feuerwerks
Drachen verfolgt wurde.
“Die zwei werden in die Geschichte von Hogwarts eingehen.”, sagte Seamus
laut.
In den folgenden Nächten wurden Harrys Träume immer Merkwürdiger.
Dann am Freitag vor den Ferien hatte Harry den Traum, dass er eine riesige
Schlange war die Mr. Weasley, der vor einer Tür in der Mysteriumsabteilung
wache hielt, angriff.
Ron begleitete seinen Freund ängstlich zu Professor McGonagall, welche die beiden zum Schuldirektor Dumbledore.
Zur selben Zeit lag Diane wach im Bett und Atmete schwer.
Plötzlich klopfte es an ihrem Fenster.
Diane stand auf und öffnete dieses, draußen war eine Eule die sie sehr gut kannte.
“Morgana was machst du denn hier. Hast du etwa eine Nachricht von Chris für
mich?”, Diane sah die kleine Eule verdutzt an.
Morgana streckte ihr das Beinchen entgegen, an diesem war ein Brief befestigt.
Diane nahm jenen besagten Brief, gab der Eule etwas zum Essen und las dann die Nachricht ihres Bekannten.
In diesen Brief stand:
Hallo Diane,
ich weiß, dass ich mich schon lange nicht mehr bei dir gemeldet habe. Das tut
mir auch schrecklich Leid.
Du hast doch sicher bald Winterferien, wie wäre es wenn wir uns dann einmal
treffen? Hab dir nämlich sehr viel zu erzählen.
Würde mich auf eine Antwort freuen.
Liebe Grüße
dein Chris Aaron
Diane hatte Chris wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Deshalb stimmte sie dem Treffen auch zu. Morgana flog mit der Antwort in die rabenschwarze Nacht.
Das Mädchen blickte noch eine lange Zeit hinaus. Die kalte Nachtluft
streichelte vorsichtig über ihre Arme.
Diane sah zu den Sternen hinauf und musste plötzlich wieder an Harrys also auch
an ihren Traum denken.
“Ich hoffe es geht Mr. Weasley gut.”, flüsterte sie sich selber zu.
Am nächsten Morgen erfuhr auch Hailie von dem schrecklichen Unfall, weshalb sie sich beeilte um ihren Bruder aufzufinden.
Hailie rannte zu Harry und nahm ihn in den Arm.
“Harry stimmt das mit Rons Dad?”, Harry nickte gekränkt.
“Harry wenn du willst kannst du über die Ferien zu ihnen hingehen. Sie freuen sich sicher, wenn du das Weihnachtsfest mit ihnen feierst.”, schlug Hailie ihren Bruder vor.
“Und was ist mit dir, willst du etwa nicht mit?”, fragte Harry sie, da er in ihrem Unterton etwas herausgehört hatte.
“Ähm… naja ich dachte es wäre besser wenn ich mal….”, doch Hailie konnte ihren Satz nicht zu Ende bringen, da sie von Diane unterbrochen wurde.
“Wenn du willst und es Harry nichts ausmacht, kannst du über die Ferien mit
zu mir kommen.”
“Oh ja das wäre toll und ich könnte ja das erste Wochenende noch mit zu den Weasleys, damit wir auch Zeit zusammen verbringen können.”, erwiderte Hailie.
„Seid Ihr Wahnsinnig? Hailie kann doch nicht...“, er stoppte mitten im Satz, da er Diane nicht kränken wollte, aber das seine kleine Schwester ihre Ferien in der Bruthöhle des Bösen, ausgenommen Diane, verbringen sollte, war ihm zu wider.
“Harry?”, beide Mädchen sahen ihn mit einem Schmollmund an.
“Bitte schaut nicht so…”, Harry wollte überhaupt nicht das Hailie und
Draco auch noch in den Ferien unter einem Dach leben, aber er ließ sich durch
Dianes guter Überredungskunst doch noch überzeugen. Sie versicherte ihm, dass ihr Vater über die Feiertage nicht zuhause sei und niemand von Hailie's Identität erfahren würde, somit konnte sie auch nicht in Gefahr kommen.
„Schließlich weiß doch niemand, dass du eine Schwester hast und außerdem muss ich sie ja nicht mit vollständigen Namen vorstellen.“, meinte Diane überzeugend.
„Gut, aber wenn irgendetwas vorfällt suchst du den nächst Besten Portschlüssel auf und kommst zum Fuchsbau. Hast du mich verstanden. Am besten du schreibst mir auch noch jeden Tag, damit ich weiß was mit dir ist.“, sagte Harry zu Hailie gewandt.
„Mir passiert schon nichts. Wie schon Diane erwähnt hatte, niemand weiß dass ich deine Schwester bin.“, entgegnete die jüngere genervt.
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