
von Shu Akai
Huuuhuu!
Hier ist endlich das nächste Kapitel! :) Werde versuchen in der nächsten Zeit regelmäßig etwas hochzuladen, damit ihr nicht ganz so lange warten müsst :))
@Sabrina.Lupin<3
DAAAANKEEE :)) <3 Hab mich auch beeilt ;-)
So...hoffentlich gefällt euch das neue Kapitel :)
Halloween
Der Oktober neigte sich dem Ende zu und das große Halloweenfest stand vor der Tür. Malia freute sich bereits sehr darauf, denn das Festessen zu Halloween mit Hagrids selbstgezüchteten Riesenkürbissen war eine Attraktion für sich. Die Schüler ab der dritten Klasse hatten zusätzlich die Möglichkeit, das Dorf Hogsmeade zu besuchen.
Sie selbst hatte beschlossen in Hogwarts zu bleiben, um die Ausarbeitung einer Stunde für die Fünftklässler vorzubereiten. Remus hatte sie gebeten einen Plan aufzustellen. Malia schlug sich gut, daher hielt Remus es für sinnvoll ihr bald einmal einen Part der Stunde zu überlassen für praktische Erfahrungen. Wann genau dies sein würde, stand zwar noch nicht fest, aber sie wollte dafür bereit sein.
Auch Remus entschloss sich gegen einen Aufenthalt in Hogsmeade. Zwar liebte er das Dorf, jedoch quälten ihn die Erinnerungen an die Erlebnisse mit seinen inzwischen verstorbenen Freunden. Nur einer von ihnen war noch am Leben: Sirius.... und er hatte sie alle kaltblütig verraten und war für ihren Tod verantwortlich. Der Gedanke an Sirius, als einen der Wenigen, denen er je vertraut hatte, versetzte ihm einen Stich. „Wie konnte ich mich nur so täuschen?!“, dachte Remus verzweifelt und raufte sich die Haare.
Er entschied sich für einen Gang zum Astronomieturm um den Kopf frei zu kriegen. Vollmond rückte Tag für Tag näher und mit jedem Tag fühlte er sich schlechter. In vier Tagen war es soweit: Er würde zum Monster werden...
Als Remus die Bürotür öffnete, begegnete er Harry, welcher ebenso unglücklich wirkte, wie er selbst. Er beschloss ihn auf eine Tasse Tee einzuladen, um herauszufinden, was den Sohn seines verstorbenen besten Freundes bedrückte.
Es war ein nettes Gespräch, bis zu dem Moment, als Severus Snape den Raum betrat. Er hielt einen dampfenden Becher Trank in den Händen, den er ihm mit einem hämischen Grinsen auf dem Gesicht aushändigte. Remus versuchte ihn rasch abzuwimmeln, noch bevor Severus dazu kam, mehr über das Gebräu preiszugeben, solange Harry noch im Raum war.
Während er mit schnellen Schlucken und ohne die Mine zu verziehen den Trank hinunterwürgte, erzählte ihm Harry von Severus’ Verlangen, den Posten für Verteidigung gegen die dunklen Künste zu ergattern. Offenbar versuchte ihn der Junge zu warnen, dass Snape ihn am liebsten vergiften würde. „Wie recht du damit hast, Harry“, dachte Remus und lächelte ihm beschwichtigend zu.
Als Malia gegen sieben durch die Eingangshalle hinüber zur großen Halle huschte, lag bereits ein köstlicher Geruch von Kürbiscremesuppe in der Luft. Die große Halle war herrlich geschmückt; von überall leuchteten Hagrids wuchtige Kürbislaternen und riesige Fledermausschwärme zogen ihre Kreise.
Remus saß schon am Lehrertisch und beobachtete interessiert das hektische Treiben. „Hi Remus“, grüßte ihn Malia, die sich auf den Stuhl neben ihm fallen ließ. „ Guten Abend. Du siehst ja ziemlich abgehetzt aus“, stellte er fest und sah sie fragend an. Malia lachte leise: „Stimmt. Ich habe Unterrichtsmaterialien in der Bibliothek zusammen gesucht. Dabei hab ich die Zeit vergessen und musste mich dementsprechend etwas beeilen.“
Remus schüttelte den Kopf. „Du machst dir viel zu viel Stress. Soviel wie du vermutlich wieder vorbereitet hast, wird nicht mal im ganzen Schuljahr benötigt.“ Gespielt beleidigt stieß sie ihm leicht mit dem Ellenbogen in die Rippen. Dumbledore, der das Ganze von der Seite beobachtete, betrachtete die Beiden mit einem unergründlichen Gesichtsausdruck.
Der Direktor beendete das Fest gegen 11 Uhr und schickte die Schüler ins Bett. Gerade war Remus in seinem Quartier angekommen und dabei die Schuhe auszuziehen, als plötzlich ein gleißend heller Phönix-Patronus vor ihm auftauchte. Das silberne Tier bewegte den Schnabel und sprach mit der Stimme Albus Dumbledores: „Sirius ist im Schloss aufgetaucht. Portrait der Fetten Dame zerstört. Wir müssen das Schloss durchsuchen. Schnappen Sie sich Malia und kommen Sie zur großen Halle!“
Wie von der Tarantel gestochen sprang Remus hoch, zog seine Schuhe an und stürmte aus dem Raum. Bei Malias Räumen angelangt, stieß er fast mit ihr zusammen. „Ich habe den Patronus auch erhalten“, erklärte Malia ohne Umschweife, den Zauberstab erhoben. Gemeinsam liefen sie im Stechschritt hinunter. „Da sind Sie ja endlich!“, sagte der Direktor ungeduldig, als Remus und Malia zu den anderen Lehrkräften stießen. Dumbledore hatte für die Schüler Schlafsäcke gezaubert und ließ sie in der Obhut der Geister.
„Wir müssen uns Aufteilen. Pomona, ich bitte Sie und Minerva den gesamten siebten Stock und den Astronomieturm zu durchsuchen. Filius, Sie übernehmen den Turm der Ravenclaws und die Stockwerke fünf und sechs. Severus, Sie gehen mit Mr. Filch in die Kerker, niemand kennt sich dort besser aus als Sie.“ Snape nickte und rauschte wie schon seine Kollegen zuvor, davon.
Dumbledore wandte sich nun an Malia und Remus. „Ich möchte, dass Sie gemeinsam den ersten und zweiten Stock durchkämmen. Jegliche Vorkommnisse melden Sie bitte sofort per Patronus. Ich vertraue darauf, dass Sie besonnen Handeln werden!“ Dabei warf er Remus einen ernsten Blick zu. Der Direktor wartete offenbar auf eine bestimmte Reaktion von ihm.
Remus’ Gesichtsausdruck war kalt und starr. „ Ja“, sagte er eisig und stürmte auf die Marmortreppe zu, sodass sich Malia beeilen musste, ihn einzuholen. „Warte auf mich, Remus!“, schnaufte sie, als sie binnen Sekunden die Marmortreppe erklommen hatten.
Sie durchsuchten jeden noch so kleinen Winkel der Stockwerke. Remus war sehr unruhig und zuckte bei jedem Geräusch zusammen. „Sirius Black ist nicht hier“, sagte Malia schlicht, als Remus erneut in den ersten Stock einbiegen wollte, obwohl sie diesen ebenso wie den zweiten, bereits gründlich abgesucht hatten. Wie in Trance sah er sie an, so als würden ihre Worte nicht zu ihm durchdringen. „Wir sollten hinunter gehen, vielleicht gibt es von den anderen Neuigkeiten“, schlug sie ihm vor und er willigte ein.
„Black ist entkommen!“, schoss Snape ihnen entgegen, so als würde er Remus persönlich dafür verantwortlich machen. „Wie kann das sein, Lupin?“ „Ich habe keine Ahnung, Severus! Direktor, können Sie sich das erklären?“, fragte er Dumbledore angespannt. „Nein. Wie ich vorhin schon Severus mitteilte, habe ich sehr viele Theorien. Aber keine von ihnen ist wirklich brauchbar. Ich muss jetzt den Zaubereiminister über den Vorfall informieren.“
Da die Professoren McGonagall, Flitwick, Sprout und Sinistra sich die Wachen für den Rest der Nacht teilten, schlurften Malia und Remus schweigend die Korridore entlang. Es war bereits früh am Morgen und in den Gängen wehte ein kühler Windzug. Sie erreichten Malias Räume und Remus murmelte kurz angebunden: „Schlaf gut.“ Er drehte sich um und wollte verschwinden, um in Ruhe nachzudenken, als Malia ihn am Handgelenk festhielt und ihn zu sich zurückzog.
Völlig überrumpelt ließ er sich zurückziehen und war auf einmal nur noch wenige Zentimeter von ihrem Körper entfernt. Er spürte die Wärme, die ihr Körper abstrahlte, sie schien ihm Kraft zu geben. „Können wir noch kurz reden?“, durchbrach sie die Stille. Sich räuspernd trat Remus flink einen Schritt zurück, noch immer mit der Situation überfordert. „J-ja. Natürlich. Worüber denn? Es ist schon spät und eigentlich... i-ich meine...äh..ja.“ Mit einem Wink des Zauberstabs öffnete sich die Tür.
„Möchtest du eine Tasse Tee?“, fragte sie freundlich. Remus saß unsicher auf seinem Stuhl und rutschte leicht hin und her. „Nein danke. Ich wollte ja nicht lange bleiben...“
Malia zuckte mit den Achseln und entzündete das Feuer, um den kleinen Raum aufzuwärmen. Sie rieb sich die Hände, welche vor Kälte bereits taub geworden waren und setzte sich auf einen Stuhl gegenüber von Remus. „Du kennst ihn, nicht wahr?“, wollte sie wissen und sah ihn ernst an. „Wen?“, antwortete er ihr, starrte jedoch ins Feuer. „Mein Gott bist du ein schlechter Schauspieler Remus. Du weißt genau wen ich meine. Sirius Black. Warum sonst, solltest du so durchdrehen?!“
Er schien auf seinem Stuhl zusammenzufallen. Zweimal setzte er zu einer Antwort an, brachte jedoch keinen Ton heraus. „Entschuldige. Du hast recht. Ich bin mit ihm zur Schule gegangen. A-aber ich hätte niemals gedacht, dass er jemals fähig würde...so...so etwas zutun“, sagte Remus mit brüchiger Stimme. „Er war ein guter Freund von dir, auch später noch?“ forschte Malia nach.
„Ja. Ich habe ihm vertraut, genauso wie Lily und James Potter, die ihm ihr Leben anvertrauten...nur, dass sie durch seinen Verrat gestorben sind. Ich habe innerhalb einer Nacht alles verloren, was mir wichtig war, durch die Hand eines ‚Freundes’ “, erzählte er gequält, das Gesicht in den Händen vergraben, versucht seine Verzweiflung zurückzuhalten.
Langsam erhob sich Malia von ihrem Stuhl und ging um den Tisch herum zu Remus. Sie nahm seine Hände in ihre und brachte ihn mit sanfter Gewalt dazu aufzustehen. Bevor Remus etwas tun konnte, schlang sie die Arme um ihn. Er erwiderte die Umarmung und versuchte ruhig zu atmen. Malias Nähe beruhigte ihn schnell, doch er wollte sich noch nicht von ihr lösen, also hielt er sie weiter in seinen Armen und spürte ihren Herzschlag an seiner Brust.
„Ich weiß, dass das alles schon weit zurück liegt, aber es verfolgt mich jeden Tag“, erklärte er leise. Sie umfasste ihn noch fester und sagte sanft: „Solche Wunden heilen niemals ganz...es tut mir so leid, Remus! Sie werden Black schon finden und nach Askaban zurückbringen. Er wird seine gerechte Strafe erhalten.“ Remus schluckte kurz und löste sich dann aus der Umarmung. „Danke...“, flüsterte er mit dem Anflug eines Lächelns. Erneut wandte er sich um gehen und dieses Mal hielt Malia ihn nicht zurück.
Mit einem Klicken fiel die Tür hinter ihm ins Schloss und er war verschwunden.
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