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Fanfiction

The mess i made - Wiedervereinigung

von bella_isa

........Hallöchen.....*vorsichtig um die Ecke kuck*....bin wieder da und es tut mir so unendlich leid, dass es soooo ewig gedauert hat, aber die Zeit vergeht ja auch viel zu schnell^^ Und ich hatte echt wahnsinnige Probleme mit diesem verflixten Kapitel, ich hoffe man merkt es nicht soooo. Ich hoffe, ihr seid alle noch da und seid mir nich böse! ich versuche nun wieder etwas regelmäßiger zu posten :) Aber ihr wisst ja wie das ist, arbeit, Uni, stress, baldiger Abschluss, stress, lernen, usw...

Vielen vielen Dank an Emma Lovegood, PotterProfi und Rose-trix, hab euch sooo lieb!

Aber jetzt geht es gleich weiter, damit das Warten endlich ein Ende hat ;) Ein fettes langes Kapitel wartet!!!!!!

bussi, bis bald (versprochen) bella_isa :)





„Malfoy? Oh nein…MALFOY!“ sie schüttelte ihn kräftig um ihn endlich wach zu bekommen. „Wach auf. Bitte!!“ Doch nichts passierte. Was sollte sie nur tun? Irgendetwas stimmte ganz gewaltig nicht, denn Malfoy sah wirklich richtig krank aus. Richtig weiß war er im Gesicht und dunkle Schatten hatten sich um seine Augen gelegt. Hermione geriet in Panik. Sie konnte doch nicht einfach Madame Pomfrey holen, sie würde sofort die Verletzungen bemerken und Fragen stellen… die Verletzungen…

„Oh nein, nein, nein!“ Schnell fühlte sie mit ihrer Hand Malfoys Stirn und erschrak augenblicklich, denn er glühte regelrecht und somit schloss die Hexe, dass er schrecklich hohes Fieber haben musste und Fieber war fast immer eine Reaktion des Körpers auf eine Infektion oder ähnliches. Hastig zog sie die Bettdecke weg und entfernte mit einem Schwung ihres Zauberstabs die Bandagen, welche sie letzte Nacht so sorgfältig um Malfoys Oberkörper gewickelt hatte. Als diese verschwunden waren, bestätigten sich Hermiones schlimmsten Befürchtungen. Zwar waren die Schnitte fast gänzlich verheilt, was eigentlich an ein Wunder grenzte, so wie diese ein paar Stunden zuvor noch ausgesehen hatten, doch eine Wunde war feuerrot und hatte sich entzündet. Ihr Riecher war also richtig gewesen.

„OK…nur keine Panik. Du weißt doch was du in solchen Situationen machen musst, du hast doch darüber schon in Büchern gelesen!“ versuchte sie sich selbst Mut zu machen, doch ihr Gehirn war wie leergefegt. Zwar wusste sie was zu tun war, aber sie wusste nicht, wie sie beginnen sollte, was sie zuerst tun musste, sie befand sich in einer Art Schockstarre.

„Verdammt! Reiß dich zusammen!“ Hermione atmete tief durch, dann schwang sie einige Male ihren Zauberstab durch die Luft und sofort materialisierten sich Schüsseln mit Wasser, Zaubertränke, neue Verbände und Wundauflagen, Handtücher und Murtlap Essenz auf dem kleinen Nachttisch. Wie auch schon die Nacht zuvor begann sie sämtliche Wunden, diesmal jedoch nur mit Wasser und Murtlap Essenz zu reinigen, wusste aber auch, dass das nicht genügen würde. Malfoy war septisch und das würde sie nicht mit ein paar Tränken hinbekommen. Sie brauchte Hilfe…Malfoy brauchte Hilfe und zwar dringend.

Schnell klebte sie die entzündete Wunde ab und deckte ihn danach wieder zu. „Es tut mir leid Malfoy, aber ich muss jemanden einweihen…es geht nicht anders.“ Sie wollte schon durch die Tür verschwinden, da durchzuckte sie die Erkenntnis wie ein Blitz. Es war unmöglich, undenkbar, jemanden hier herzubringen. Wie sollte sie demjenigen das erklären? Und wie sollte sie es verhindern, dass derjenige das dunkle Mal sehen würde?

„Hermione, jetzt lass dir gefälligst etwas einfallen.“ Schnell trat sie wieder an Malfoys Bett und brachte seinen linken Arm unter der Decke zum Vorschein. Das dunkle Mal sprang ihr nur so entgegen. Sie richtete ihren Zauberstab darauf, wissend dass es ein kläglicher Versuch war und murmelte: „Evanesco.“ Nichts passierte, was ihr eigentlich auch von Anfang an klar war, denn das dunkle Mal war nicht bloß ein Gegenstand, den sie einfach so verschwinden lassen konnte. „Desillusio.“ Hermione seufzte. Wie konnte sie das dunkle mal verdecken, ohne dass sofort jeder wissen würde, was sich darunter verbarg? Wie konnte sie es heimlich abdecken ohne wirkliches Aufsehen zu erregen? Und dann hatte sie einen Geistesblitz. Eigentlich war es doch ganz leicht…ganz leicht für sie…Erneut hob sie ihren Zauberstab und richtete ihn auf eine kleine Lampe neben Malfoys Bett.

„Feraverto!“ Und augenblicklich begann die kleine Öllampe zu schrumpfen. Immer kleiner wurde sie, verformte sich, bis nur noch eine kleine silberne Dose übrig war. Hermione schnappte sie sich und öffnete den Deckel. Dabei stieß sie einen erleichterten Seufzer aus. Sie hatte es geschafft. Sie hatte die Lampe in ein kleines Döschen Make-Up und Puder verwandelt und sie hoffte, dass ihr Vorhaben auch funktionieren würde. Sie nahm die Quaste und begann damit, Malfoys Arm zu betupfen. Dabei war sie sehr vorsichtig um ihn nicht zu wecken, doch der Blonde schlief so fest, selbst wenn eine Bombe neben ihm einschlagen würde, er würde sie nicht hören.

Als Hermione fertig war, betrachtete sie ihr Werk. Sie war von sich selbst überrascht, denn sie hatte es sogar geschafft, den richtigen Hautton zu treffen, sodass nun nicht mehr zu erkennen war, an welcher Stelle sie das Make-Up angewandt hatte. Malfoys Arm war wieder weiß, so wie immer. Als wäre nie etwas gewesen. Jetzt aber durfte sie keine Zeit mehr verlieren. Sie schnappte sich ihre Tasche und stürmte aus dem Turm. Sie lief so schnell, wie sie noch nie in ihrem Leben gelaufen war um die Person zu finden, die sie jetzt am dringendsten brauchte, die Person, die in der Lage war, ihr zu helfen, ohne Fragen zu stellen. Natürlich war ihr klar, dass sie gute Überredenskunst anwenden würde müssen, aber das würde sie schon schaffen. Und sie vertraute auch darauf, dass ihr Retter alles für sich behalten würde.

Schnell bog sie um die Ecke und stieß dabei fast mit einem Mädchen aus Ravenclaw zusammen. Sie stammelte schnell eine Entschuldigung und rannte weiter. Und dann erblickte sie ihn endlich und sie konnte ihr Glück kaum fassen. Er war allein.

„Neville! NEVILLE! WARTE!“

Der etwas tollpatschige Junge blieb stehen und drehte sich irritiert nach Hermione um. „Hermione? Alles in Ordnung?“
Schlitternd kam die Hexe zum Stillstand und musste erst einmal stark Luft holen, ehe sie sprechen konnte. „Ja…Nein, Neville, ich brauche deine Hilfe! Dringend. Du…du musst mir helfen, bitte!“

„Aber…ja, klar…wie du brauchst meine Hilfe? Bist du dir sicher? Suchst du nicht eher Harry und Ron? Die sind nämlich schon im Klassenzimmer und warten bestimmt auf dich.“

„Nein! Ich brauche DEINE Hilfe und du musst mir versprechen, dass du niemanden sagst was los ist, dass du es für dich behältst. Kannst du das für mich tun? Ich bitte dich Neville!“ Hermione war verzweifelt. Sehr verzweifelt und das bemerkte auch Neville, denn er war sich sicher, Hermione wäre nie zu ihm gekommen, wenn sie nicht wirklich richtig verzweifelt wäre“

„Also gut, was ist los?“ fragte der Junge.

„OK…was…was weißt du alles über eine Sepsis? Blutvergiftung, Entzündungen? Gibt es Tinkturen dafür? Kräuterextrakte oder…Knollen…Wurzeln, die entzündungshemmend sind und…die Blutvergiftung aufhält? Ich weiß, dass du ein Ass in Kräuterkunde bist. Bitte hilf mir!“ Hermione wischte sich eine leicht verschwitzte Haarsträhne aus dem Gesicht, ihr Atem war immer noch laut und zu schnell.

„Ähm…ja klar gibt es so etwas. Ich hab‘ mal selbst so eine Paste angerührt. Du brauchst dazu nur etwas Seetang, eine Teufelsknolle, Drachenpulver, ein paar Blätter Zitronenkraut und etwas Distelöl.“

Hermione schluckte. „Und…woher bekomme ich das alles?“
„Na…das kannst du ganz einfach in jeder Apotheke bestellen…bis auf das Drachenpulver…“

„Aber…aber ich brauche es jetzt. Ich…was soll ich nur tun?“

„Also…ich…ich hab‘ das alles in meinem Kräuterkoffer…ich…weißt du ich übe da immer heimlich…ich…ich hab‘ alles, bis auf das Drachenpulver. Ich könnte dir etwas davon abgeben wenn du willst.“

„Oh Neville!“ und schon hatte sie ihre Arme um ihren Freund geschlossen und drückte ihn fest an sich. Ich danke dir so sehr. Und das Drachenpulver besitze ich.“ Als sie ihn wieder losgelassen hatte, sah sie ihn an. „Und kannst du mir auch das Rezept dafür geben?“

„A…also weißt du, ich mache das immer nach Gefühl…und bis jetzt hat es noch immer funktioniert. Warte, ich hole schnell meinen Koffer und komme zu dir in den Turm ich…ich sag einfach, ich bin krank…Professor Flitwick wird das schon verstehen.“

„Das brauchst du nicht Neville, ich werde dich entschuldigen. Ich darf das als Schulsprecherin.“


HPHPHPHPHPHPHPHP


Hermione war unruhig. Eigentlich war sie mehr als nur unruhig, sie war richtig nervös. So nervös, als würde sie in fünf Minuten ihre Abschlussarbeit schreiben müssen und hätte sich nicht genügend darauf vorbereitet. Genau so fühlte sie sich jetzt, als sie vor Malfoys Bett stand und darauf wartete, dass Neville endlich hier auftauchen würde. Fünf Mal hatte sie nun schon überprüft, ob das Dunkle Mal auch wirklich abgedeckt war. Eigentlich hatte sie gehofft, dass Neville ihr einfach die Zutaten und das Rezept geben würde, statt in den Turm zu kommen, aber sie hatte es nicht verhindern können. Und jetzt musste sie sich überlegen, was sie ihm sagen würde. Bestimmt würde er Fragen stellen und sie wusste nicht, was sie ihm antworten sollte.

Die Hexe tauchte Handtücher in eine Schüssel kaltes Wasser und legte sie dann in Malfoys Nacken und auf seine Stirn, um somit das Fieber etwas zu senken. Bis jetzt war ihr Mitbewohner noch nicht aufgewacht und Hermione war sich sicher, dass das eine Zeit lang noch so bleiben würde. Sie hatte einen Diagnosezauber gesprochen und stellte so fest, dass Malfoy wirklich hohes Fieber hatte. Sie fragte sich, warum Neville so lange brauchte, wann er endlich kommen würde, um Malfoy zu helfen. Sie wurde immer unruhiger, denn sie wusste, dass sie keine Zeit verlieren durfte. Seufzend verließ sie das Zimmer, um im Gemeinschaftsraum auf Neville zu warten. Vielleicht konnte sie es so verhindern, dass Neville Malfoy sehen würde. Vielleicht konnte sie ihn überzeugen, die Tinktur einfach im Gemeinschaftsraum zu mischen. Sie ging die steinerne Treppe hinunter und wollte sich gerade setzen, als sie ein Klopfen am Portrait vernahm. Schnell rannte sie darauf zu und öffnete es. „Neville! Da bist du ja endlich.“

„Ich klopfe schon seit fünf Minuten. Aber anscheinend hast du mich nicht gehört.“ Neville hatte seine komplette Ausrüstung mitgenommen. Bestehend aus einem großen hölzernen Koffer, in dem, wie Hermione vermutete, all die Zutaten und sonstiges Inventar, das man für die Tinktur brauchte war.

„Tut mir leid Neville, ich hab‘ dich nicht gehört. Komm rein!“ Hermione trat einen Schritt beiseite um Neville einzulassen.
„Ich hab‘ alles da, was wir brauchen.“

„Und ich hab‘ das Drachenpulver.“ Hermione schloss das Portrait und setzte sich auf das Sofa. „Neville, ich danke dir vielmals. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich jetzt machen würde.“

„Du würdest solange Bücher wälzen, bis du das Problem gelöst hast, ist doch ganz klar. Du würdest nicht viel länger als ich brauchen.“ Antwortete Neville. „Aber jetzt sag mal, wieso brauchst du das so dringend?“

„Nun ja…also…ich brauche es nicht…für mich…sondern für jemand anders…er ist verletzt und …die Wunde hat sich schrecklich entzündet…“ Hermione räusperte sich.

„Und…ist er hier? Ich muss die Wunde sehen um zu wissen, wie viel ich von den Zutaten benötige.“

„Was? Oh…ähm…ich dachte, wir könnten das einfach hier machen und…“ Hermione seufzte. „Na gut, aber…Neville. Ich bitte dich, du musst das alles für dich behalten. OK?“

Neville sah etwas verwirrt drein. „Ähm…ja OK, ich weiß zwar nicht, was daran so…verboten ist, aber ich werde es für mich behalten.“

„Danke Neville.“ Hermione räusperte sich erneut und stand dann auf. „Dann…komm doch bitte mit hoch.“

Gemeinsam stiegen sie die steinerne Treppe zu den Schlafsälen hoch. Hermione versuchte sich gedanklich Mut zuzureden, scheiterte aber kläglich. Natürlich wusste sie, dass sie Neville vertrauen konnte, er würde sie niemals verraten und niemals würde er jemandem erzählen, was passiert war. Doch sie wusste nicht, wie er auf Malfoy reagieren würde, ob er überhaupt bereit war, ihm zu helfen. Was sollte sie tun, wenn er sich weigerte, eine Tinktur für Malfoy zu mischen? Was, wenn er ihr nicht einmal das Rezept überlassen würde? Sie hätte dann keine Ahnung, was sie tun sollte. Sie kamen an der Tür zu stehen, auf der eine große Schlange prangte.

„..Hermione? …Was…“ Neville bekam große Augen.
„Oh…nein, nein, NEIN! Auf keinen Fall!“

„Hör mit zu! Bitte! Er…braucht Hilfe und zwar dringend. Ich…“

„Hermione, NEIN! Malfoy? Bist du noch ganz dicht? Warum sollti ich ausgerechnet IHM helfen? Du weißt, wie er mich behandelt, wie er DICH behandelt. Hast du das vergessen?“

„Nein, natürlich nicht, aber…ich…flehe dich an.“ Hermione sah, wie Neville sich umdrehen wollte, sie hatte es kommen sehen und doch hatte sie gehofft, dass Neville ihr doch helfen würde. Sie griff nach seinem Arm und hielt ihn fest. „Ich..weiß nicht, was ich tun soll und du bist wirklich der einzige, der mir dabei helfen kann. Weil…weil ich weiß, dass du das hinbekommst und…weil ich weiß, dass du niemandem etwas verraten wirst und du bist mein Freund! Wenn…du ihm nicht helfen willst, dann kann ich das verstehen, aber…bitte hilf MIR!“ Hermione holte Luft, wollte wieder zum Sprechen ansetzen, um Neville wirklich zu überzeugen, doch sie wurde jeher von ihm unterbrochen.

„Du willst ihm wirklich helfen? Malfoy, unserem Feind Nummer eins? Diesem arroganten Schleimbeutel?“

Hermione schüttelte den Kopf. „Nein, ich…bitte dich, mir zu helfen.“

Neville seufzte laut auf. „OK...also gut…ich mach’s!“ Er hatte den Satz gerade beendet, da flog ihm Hermione auch schon um den Hals.

„Danke Neville! Ich danke dir vielmals!“ Gleich darauf ließ sie ihn wieder los und öffnete leise Malfoys Zimmertür, um ihn nicht zu wecken. Sie hielt es für besser, dass er nicht mitbekam, wen sie um Hilfe gefragt hatte…eigentlich war es besser, wenn er überhaupt nicht erfahren würde, dass sie Hilfe geholt hatte, er wäre ja doch nur wieder wütend auf sie und sie wollte jeglichen Konflikt vermeiden. Sie deutete Neville ruhig zu sein und gemeinsam betraten sie das Zimmer.

Malfoy hatte sich keinen Millimeter von der Stelle bewegt. Immer noch lag er in der gleichen Position, wie Hermione ihn zurückgelassen hatte im Bett und schien vom Fieber verursacht, immer noch tief und fest zu schlafen. Hermione trat mit Neville an sein Bett heran und tauschte die bereits warm gewordenen Tücher gegen frische kühle um das Fieber weiter zu senken. Dann betrachtete sie erneut die entzündete Wunde.

„Du meine Güte…was…was ist denn passiert? So etwas habe ich ja noch nie gesehen.“ Neville ließ seinen Blick über den Oberkörper des blonden Jungen schweifen. „War das etwa ein Schüler? Hat sich jemand an ihm gerächt?“

„Shhh..Neville, du weckst ihn noch auf und das wollen wir doch nicht.“ Flüsterte Hermione.

„Tut mir leid. Aber das sieht ja wirklich fürchterlich aus.“

„Aber…du bekommst das doch hin oder?“

„Ich…denke schon. Ich versuche mein Bestes.“ Neville warf noch einen prüfenden Blick auf die entzündete Wunde und breitete dann seine Utensilien auf dem kühlen Steinboden aus.

„Hier.“ Hermione setzte sich neben ihn und reichte ihm das Drachenpulver, welches sie einst von Malfoy bekommen hatte. Sie hatte dabei nicht erwartet, es so schnell gebrauchen zu können.

„Das…ist Wahnsinn. Woher hast du das? Es ist überhaupt nicht leicht, da rann zu kommen. Ich hab es mal versucht, keine Chance. Und zudem ist es auch noch sehr teuer.“ Fragte Neville interessiert und betrachtete die kleine Phiole mit dem grauen Pulver.

„Ich…es war ein Geschenk. Zu Weihnachten.“ Log Hermione ausweichend. „Also…ich dachte mir, ich sehe dir zu, dann kann ich es das nächste Mal auch alleine. Ist das in Ordnung?“

„Natürlich. Ist ja kein Geheimrezept.“ Antwortete Neville und begann die Zutaten zu wiegen und kleinzuschneiden. „Aber was ist denn passiert? Das muss doch ein Schüler gewesen sein. Bestimmt eine ganze Bande, die sich an ihm rächen wollte.“

„Neville…bitte. Ich kann dir diese Fragen nicht beantworten.“ Hermione sah ihrem Mitschüler konzentriert bei der Arbeit zu und prägte sich alles ein. Sie wusste ja nicht, wie lange Malfoy so krank bleiben würde und wie oft sie diese Tinktur selbst würde mischen müssen. „Hast du schon einmal daran gedacht, Heiler zu werden?“

Neville blickte auf. „Du weißt aber schon, dass ich dafür ein Ohnegleichen in Zaubertränke brauche?“

„Naja…seit Snape Zaubertränke nicht mehr unterrichtet, hast du dich doch um einiges verbessert!“

„Ja…aber das reicht noch lange nicht dafür.“ Neville gab einen kleinen Schuss Drachenpulver zu seiner Mixtur und vermischte alles. „Ich…habe schon öfter daran gedacht…aber naja…wir werden sehen. So…ich bin fertig. Du solltest die Paste mindestens drei Mal täglich auftragen. Dann hat es die beste Wirkung.“ Neville reichte der Hexe die Schüssel. „Und nicht zu sparsam sein.“

„Danke Neville. Ich schulde dir was. Solltest du mal etwas brauchen…“

„…Nein. Du schuldest mir nichts, du hast schon so viel für mich getan. Ich denke ohne dich hätte ich nicht einmal die erste Klasse bestanden.“ Neville deutete ein Grinsen an und verstaute seine Sachen wieder in seinem Koffer. Dann standen die Beiden auf. „Also…ich geh dann mal. Ich glaube wenn du mehr brauchst, kannst du es jetzt auch selbst mischen. Ich lasse dir die Zutaten hier. Aber wenn du doch Hilfe brauchst, dann…frag nur.“

„Das werde ich. Danke nochmal.“

HPPHPHPHPHPHPHP


Der Tag war vergangen, ohne dass Malfoy auch nur einmal aufgewacht war. Vier Mal hatte Hermione nun schon die Paste auf seiner Wunde verteilt und gehofft, das Fieber endlich senken zu können. Doch damit hatte sie noch keinen Erfolg gehabt. Zwar konnte sie deutlich sehen, dass die Entzündung zurückgegangen war, doch Malfoys Körper glühte wie eh und je. Und das war kein gutes Zeichnen. Sein Körper kämpfte immer noch mit der Infektion. Die Hexe hatte sich kaum getraut von seiner Seite zu weichen, so war es gekommen, dass auch sie den gesamten Unterricht verpasst hatte. Einzig und allein zu den Mahlzeiten war Hermione schnell in die große Halle geeilt, hatte sich ein paar Ausreden für Harry und Ron einfallen lassen und war dann wieder schleunigst im Turm verschwunden. Doch sie wusste, dass sie das keine paar Tage hintereinander tun konnte, noch dazu fand morgen Abend das erste DA Treffen seit langem statt. Und das konnte sie unmöglich verpassen.
Hermione seufzte und wechselte erneut die kalten Umschläge. Ihr kam es so vor, als hätte sie den ganzen Tag nichts anderes gemacht. Natürlich, sie hatte versucht, den Stoff, den sie heute im Unterricht durchmachten alleine zu lernen, aber richtig konzentrieren konnte sie sich natürlich nicht. Noch dazu traute sie sich nicht, zu lange im Gemeinschaftsraum zu bleiben und Malfoy alleine zu lassen. Sie wusste ja nicht, ob sein Zustand sich wohlmöglich verschlimmern würde. So hatte sie schlussendlich ihre Bücher zusammengepackt und hatte es sich in Malfoys Zimmer, in einem der gemütlichen Sessel bequem gemacht. So konnte sie lernen und zeitgleich ihren Mitbewohner im Auge behalten. Doch sie stellte ziemlich schnell fest, dass es keinen Unterschied machte, wo sie lernte, denn Malfoys Zustand verbesserte sich so wenig, wie er sich verschlechterte. Sie konnte kaum Regungen seinerseits ausmachen, einzig das etwas zu laute atmen war zu vernehmen. Aber sie konnte nichts anderes tun, als abzuwarten was passieren würde. Sie hoffte nur, dass sie nicht gezwungen war, Madame Pomfrey hinzuzuziehen, denn das würde ihn in Schwierigkeiten bringen und er würde ihr das niemals verzeihen…auch wenn sie ihm damit das Leben retten würde…

Hermione machte es sich wieder in dem Sessel bequem und warf sich eine dünne Decke über. Es war kalt geworden im Zimmer, denn das Feuer im Kamin war bereits erloschen. Es musste schon ziemlich spät sein. Die Dunkelheit war schon längst über sie hereingebrochen und lies Sterne zum Vorschein kommen. Nun erleuchteten nur noch kleine Kerzenstummel das Zimmer und warfen lange Schatten an den Wänden. Hermione erinnerte sich an ihre aller ersten Nächte hier in Hogwarts. Auch wenn sie es sich lange nicht eingestehen wollte, so hatten ihr diese Schatten Angst gemacht. Sie war es einfach nicht gewohnt, kein elektrisches Licht zu haben. Aber heute, heute war das etwas ganz normales für sie und sie mochte diese sich bewegenden Schatten, die die flackernden Flammen zeichneten. Sie sah ihnen oft zu, wenn sie nachdachte. Und das tat sie sehr oft. Doch heute war ihr Blick auf den blonden Jungen im Bett gerichtet. Sie machte sich Sorgen und fragte sich, wie das alles wohlmöglich noch enden würde. Nicht nur im Bezug auf Malfoy, sondern auch im Bezug auf den bevorstehenden Krieg und was danach kommen würde…wenn es ein Danach gab…

Ihr Blick schweifte zu seinem Gesicht, welches immer noch keine Farbe bekommen hatte. Er sah blass, wenn nicht sogar gräulich aus und die Schatten unter seinen Augen waren noch schlimmer geworden. Sie würde Neville noch einmal um Rat fragen müssen, wenn es nicht besser wurde. Sie schnappte sich ein Buch über Heilkräuter und las dort weiter, wo sie vor einigen Minuten aufgehört hatte, um Malfoys Umschläge zu wechseln. Eigentlich war sie hundemüde, doch sie wollte das Kapitel noch zu Ende lesen. Undbedingt. Auch wenn ihr dabei die Augen zufielen…

Die Sonnenstrahlen kitzelten ihm im Gesicht und ließen ihm seine Augen zusammenkneifen. Er war hundemüde und wollte eigentlich noch gar nicht aufstehen. Er wusste auch gar nicht, wie spät es war…oder welcher Tag… Draco öffnete die Augen und wurde prompt von der strahlenden Sonne geweckt. Hatte er verschlafen?...Das konnte nicht sein. Granger hätte ihn doch bestimmt aus dem Bett geworfen. Und außerdem hatte sie doch gesagt sie würde…seine Verbände wechseln? ...Langsam drangen die Geschehnisse wieder in sein Bewusstsein. Kein Wunder, dass er sich heute Morgen so komisch fühlte, nachdem was letzte Nacht passiert war. Er wollte sich aufsetzen, doch mit einem Male durchfuhr ihm ein stechender Schmerz durch seinen Bauch.

„Was zum…“ er schlug die Decke weg und betrachtete das Werk seines Vaters. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. Seine Schnitte waren fast zur Gänze verschwunden. Wie war das möglich? Nach so wenigen Stunden waren sie fast verheilt. Doch dann fiel sein Blick jedoch auf ein großes Pflaster, welches an ihm klebte und er bemerkte den Geruch von Kräutern und Zitronenkraut. Er hatte definitiv irgendetwas nicht mitbekommen. Langsam setzte er sich auf und ließ seien Blick durch den Raum schweifen. Seine Augen hatten sich mittlerweile an das Tageslicht gewöhnt. Doch das Bild welches ihm bot, passte ganz und gar nicht in sein sonst so aufgeräumtes Zimmer. Natürlich lag…oder saß niemand anders als Granger höchst persönlich in seinem Ohrensessel und…schlief. Umringt von Büchern und Pergamentblättern. Es war doch klar, dass sie wieder ihre Finger im Spiel hatte.
Draco hatte keine Lust, mit ihr zu reden, deshalb versuchte er so leise wie möglich aus dem Bett zu kommen um sie auf keinen Fall zu wecken. Das was er früh am Morgen am wenigsten brauchte, war ihre Stimme zu hören. Und so schliche er auf Zehenspitzen ins Badezimmer und zog dann die Tür hinter sich zu. Er fühlte sich irgendwie merkwürdig, so als ob er krank wäre oder nicht genügend Schlaf bekommen hätte. Doch als er in den Spiegel blickte erschrak er regelrecht vor seinem Anblick. Noch nie in seinem Leben hatte er erlebt, dass sein Gesicht so weiß war, von seinen dunklen Schatten unter den Augen gar nicht zu reden. Was war nur passiert? Ihm kam es so vor, als hätte er…Zeit verloren… Gestern ging es ihm doch gar nicht so schlecht…mal abgesehen von seinem fast-Kollaps aufgrund des Alkohols.

Nach ca. zwanzig Minuten öffnete Malfoy wieder die Tür und betrat sein Schlafzimmer. Immer noch so leise wie möglich, doch das war nicht mehr nötig, denn Granger war bereits wach und blickte ihn an. Sie war anscheinend gerade dabei gewesen, das Chaos in seinem Zimmer zu beseitigen.

„Du solltest dich wieder hinlegen. Du siehst ganz und gar nicht gut aus.“ Sagte sie und stopfte ein paar Bücher in ihre Tasche.

„Als ob ich das nicht selbst wüsste.“ Meinte Draco nur. Doch anstatt sich hin zu legen, ging er an seinen Schrank um seine Roben hervorzuholen.

„Ich meine es ernst Malfoy. Ich bin nicht umsonst die ganze Nacht hier gewesen. Ich war an die zehn Mal drauf und dran, Madame Pomfrey zu holen.“

Draco drehte sich zu der Hexe. „Ach und du glaubst, Professor McGonnagal wird mich einfach so entschuldigen? Das denke ich eher nicht.“

„Ähm…“ die Hexe strich sich die Haare aus dem Gesicht. „Wir haben heute Professor McGonagll nicht. Es…ist bereits Donnerstag…Nachmittag und der Unterricht ist längst vorbei. Malfoy, du hast den ganzen gestrigen Tag geschlafen.“

Draco zog eine Augenbraue hoch. Geschlafen? Also hatte er doch so einiges nicht mitbekommen? „Was?“

„Du…hattest hohes Fieber, eine Wunde hatte sich entzündet und du hast gestern den ganzen Tag geschlafen. Also leg dich hin oder soll ich Madame Pomfrey hohlen? Damit ist nicht zu spaßen.“

Draco wurde von ihren Blicken durchbohrt und so konnte er auch nur klein beigeben. Vor allem fühlte er sich auch immer noch nicht besonders, also war es doch das Beste sich noch etwas auszuruhen. Also legte er sich wieder zurück ins Bett. „So schnell wirst du mich schon nicht los.“

„Jaja, Unkraut vergeht nicht. Was?“

Wieder hob Draco eine Augenbraue. „Wie bitte? Leidest du unter Schlafmangel? Was soll das bitteschön heißen?“

„Oh, mein Fehler. Muggelsprichwort. Nicht so wichtig. Ich muss jetzt los.“

„Ich dachte, wir hätten den Unterricht verpasst.“

„Das haben wir auch, aber glaubst du nicht, dass ich auch noch andere Dinge zu tun habe, als mich in deinem Zimmer aufzuhalten? Ich werde Dobby fragen, ob er dir etwas zu essen bringt. Und wage es nicht einmal daran zu denken, aufzustehen.“

Draco überdrehte die Augen. „Na los, hau schon ab.“

Das ließ sich die Hexe nicht zweimal sagen und schon war sie aus der Tür verschwunden.

HPHPHPHPHPHPHPHP


„Viele sind das aber nicht!“ nuschelte Ron, als die drei als letzte den Raum der Wünsche betraten und die Tür hinter sich schlossen. Sie hatten sich für den ersten Abend der DA mehr erwartet. Natürlich konnten sie nicht davon ausgehen, dass wirklich alle Mitglieder wieder erscheinen würden, aber mehr als zwölf Personen (sich selbst mit eingeschlossen) hatten sie schon erwartet.

„Die Hauptsache ist doch, dass wenigstens ein paar gekommen sind. Oder etwa nicht? Wir werden es schon schaffen, mehr dafür zu begeistern.“ Meinte Harry und blickte sich um. Er fühlte eine Art von Enttäuschung. Er hatte sich schon erwartet, mehr Gesichter aus anderen Häusern zu sehen, doch zum größten Teil blickten ihm Gryffindorgesichter entgegen. Ron grummelte nur. Selbst Lavender war nicht gekommen und das obwohl Ron sie an die tausend Male daran erinnert hatte.

„Harry hat Recht.“ Meinte Hermione. „Wir sollten froh sein, dass überhaupt jemand gekommen ist. Und es wäre ja auch denkbar, dass viele ihre Münzen einfach nicht mehr bei sich haben, oder heute verhindert waren. Ich bin sicher bei den nächsten Malen werden mehr da sein…“

„Da klingst du ja sehr optimistisch.“ Grummelte Harry und schnappte sich ein Sitzkissen, welches der Raum zur Verfügung gestellt hatte. Die drei hatten abgesprochen heute alles zu besprechen und etwas auffrischungsarbeit zu leisten. Das richtige Duellieren würden sie erst später lernen.

„Ähm…Hallo. Wie schön, dass ihr alle gekommen seid! Ich hatte eigentlich gar nicht so viele erwartet…“ Harry war jedes Mal nervös, wenn er mit der DA Gruppe reden musste. Zauber beibringen, ja, das konnte er. Aber mit ihnen reden? Einen Vortrag halten? Das hasste er abgrundtief. „Naja…wie dem auch sein, wir hatten uns gedacht…also Ron, Hermione und ich, dass es bestimmt keinen schlechte Idee wäre, die DA wieder aufleben zu lassen. Nun gut, Snape…ist…ich muss es leider zugeben, nicht der aller schlechteste Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, aber…es ist trotzdem wichtig auch außerhalb der Unterrichtsstunden zu üben…vor allem das Duellieren…“Harry kam ins Stottern, woraufhin Hermione übernahm.

„Was Harry damit sagen möchte ist, dass…der Krieg immer näher rückt…wir können es nicht mehr verleugnen. Zauber zu lernen ist das eine. Aber zu lernen wie wir uns richtig duellieren, uns wehren, schützen…strategisch vorgehen, das ist eine ganz andere Sache und diese wird uns in Hogwarts nicht beigebracht. Also…hatten wir…Ron hatte eigentlich die Idee, dass wir die DA wieder ins Leben rufen sollten.“
Fred, Ginny und Neville nickten. Genauso wie George und Luna. Aber auch standen große Fragezeichen in ihren Gesichtern.

„Aber…seit Wochen steht nichts schlimmes mehr in den Zeitungen.“ Meinte Parvati. „Die Lage hat sich doch beruhigt. Vielleicht bleibt das auch so. Also ich bin nicht der Ansicht, dass der Krieg wirklich kurz bevorsteht. Es gibt keine Anzeichen dafür.“

„Keine Anzeichen?“ Hermione kramte in ihrer Tasche und holte einen Stapel Zeitungen hervor. „Es gibt viel zu viele Anzeichen. Ihr müsst zwischen den Zeilen lesen. Und dem Tagespropheten können wir doch schon seit Ewigkeiten nicht mehr trauen. Hört euch das an: Weitere Entführungen von zehnjährigen! Oder: Fünfte Gasexplosion in zwei Wochen in London. Unaufgeklärte Mordfälle nehmen zu. Das sind keine Anzeichen?“

„Du hast Muggelzeitungen?“ fragte George. „Ist ja echt krass. Da bewegt sich doch nichts drauf…sieht irgendwie komisch aus.“

„Der springende Punkt ist“, fuhr Hermione fort, „dass wir uns vorbereiten müssen. Und dafür haben wir ein neues Konzept entwickelt. Nächste Woche werden wir es euch präsentieren und ich bitte euch, so viele Interessenten wie möglich mitzubringen. Je mehr wir sind, desto besser. Und für heute ist es geplant, Fragen zu beantworten und dann…unser Können etwas aufzufrischen. Ein paar Zauber üben. Ich glaube, das ist nie verkehrt.“

„Nun gut ähm…habt ihr Fragen?“ Harry schaute in die Runde.

„Wie meint ihr das, neues Konzept? Es hat doch gut funktioniert, so wie wir es gemacht haben.“ Fragte Collin.

„Wie Hermione schon sagte, die Zauber zu beherrschen ist nicht alles. Ihr müsst das auch in Stresssituationen im Griff haben, sie so gut beherrschen, dass ihr gar nicht lange überlegen müsst. Dass ihr sofort wisst, was zu tun ist und…diese Stresssituationen werden wir erschaffen, damit ihr alle trainieren könnt. Natürlich…steht es euch auch frei, dem fernzubleiben, denn…es wird nicht einfach werden. Es wird harte Arbeit werden…also…seid ihr dabei?“

Zustimmendes Murmeln drang aus der Runde.

„Klar Mann. Und wir werden dir hundert Leute vorbeibringen. Amit hier mal die Post abgeht. Nicht wahr Fred?“

„Aber klar George. Aber jetzt sollten wir mal auf unsere…wie soll ich sagen…ach ja, Wiedervereinigung anstoßen.“ George ließen den Zauberstab schwingen und vor jedem Mitglied erschien eine Flasche Butterbier.

„Pech für die, die nicht da sind.“ Meinte Fred und entkorkte seine Flasche. Dann erhoben sie alle ihr Getränk und riefen: „Auf unsere Wiedervereinigung“ und prosteten sich zu.“

HPHPHPHPHPHPHPHP


Es war spät geworden, als Hermione den Turm betrat. Sie war noch einen Sprung in den Gryffindor Gemeinschaftsraum gekommen um Zeit mit ihren Freunden zu verbringen, war dann aber doch ziemlich schnell wieder verschwunden. Die Turtelei zwischen Ron und Lavender brachten sie fast zum Erbrechen und jetzt mussten auch noch Harry und Ginny damit anfangen. Sie freute sich ja wirklich für die Beiden, aber zusehen musste sie dabei nun wirklich nicht. Also hatte sie sich verabschiedet und war in ihren Turm zurückgekehrt. Sie hatte sich nicht einmal eine Ausrede einfallen lassen müssen, denn die Pärchen waren ohnehin beschäftigt gewesen. Neville hatte sie kurz in die Ecke gezogen um sich nach dem Befinden ihres Patienten zu erkundigen und da erst fiel ihr wieder ein, dass sie vielleicht nach Malfoy sehen sollte. Und so stieg sie leise die steinerne Treppe hoch, auf Zehenspitzen um ihn nicht zu wecken, sollte er schlafen. In der Hand hielt sie eine große Tasse dampfenden Tee und ein Fläschchen Zaubertrank.

Auch wenn sie die Treppe leise raufschlich, sie hoffte trotzdem, dass er wach war, denn dann würde sie besser überprüfen können wie es ihm ging und sie würde sich auch die Wunde besser ansehen können. Sie öffnete vorsichtig die Tür und betrat das Zimmer. Wie sie fast vermutet hatte, schlief Malfoy. Einzig eine Kerze am Nachttisch und der silberne Sternenstaub beleuchteten das Zimmer sanft. So leise wie möglich schlich sie an sein Bett heran und stellte Tee und Zaubertrank auf den Nachttisch. Dann gab sie drei Tropfen des Trankes in die dampfende Tasse. Sie fragte sich ob sie Malfoy wecken sollte, entschied sich aber dann dagegen. Er wäre doch sowie so nur mürrisch und darauf hatte sie jetzt, zur späten Stunde keine Lust mehr. Sie wollte sich nur noch schnell die Wunde ansehen und dann ins Bett gehen. Sie griff nach der Dose in dem sie die Tinktur aufbewahrte und warf dabei versehentlich das Fläschchen mit dem Zaubertrank um.

„Du hast es wohl nicht so mit der Rücksichtnahme auf schlafende Personen was?“

Hermione schrak hoch. „Oh…ähm…tut mir leid. Ich wollte dich nicht wecken.“

„Ich hab‘ nicht geschlafen. Ansonsten hätte ich dich schon längst aus dem Zimmer gejagt.“

„Wie überaus nett von dir Malfoy.“ Hermione überdrehte die Augen. Sie war eindeutig nicht mehr zum Scherzen aufgelegt und von Malfoys Sticheleien hatte sie auch genug. „Los, zeig mir die Wunde, damit ich endlich ins Bett gehen kann.“

Jetzt war es an Malfoy, die Augen zu überdrehen. „Glaubst du ich komme ohne dich nicht klar? Dass ich mit meinem dir unterlegenen Verstand es nicht schaffe mich selbst zu verarzten?“ fragte er, zog jedoch sein T-Shirt ein Stück höher.

„Tja, ich weiß nicht ob ich mich recht erinnere, aber ich glaube zu wissen, dass du es vor zwei Tagen nicht geschaffte hättest, dich selbst zu verarzten.“ Antwortete Hermione bissig und tunkte einen Wattebausch in Wasser und etwas Ginsengöl. Dann zog sie mit einem Ruck das Pflaster von Malfoys Bauch ab und hoffte insgeheim, dass es ihm weh tat, doch zu ihrer Enttäuschung verzog der Blonde keine Miene. Stattessen ging er ihr weiter auf die Nerven.

„Du solltest besser niemals Heilerin werden, wenn du so mit deinen Patienten umspringst.“

„Und ich glaube, du bist wieder gesund genug um morgen in den Unterricht zu gehen.“ Dabei begann Hermione die Wunde zu reinigen und drückte absichtlich fester als üblich auf.

„AHH! Sag mal…hast du sie noch alle?“ beschwerte sich Malfoy und war drauf und dran, ihr den Wattebausch aus der Hand zu schlagen.

„Das geschieht dir nur Recht.“ Hermione reichte ihm ein neues Pflaster und die Tinktur, die Neville ihr gemischt hatte. „Hier, ich nehme an, den Rest schaffst du alleine. Mein dir überlegener Verstand hält es mit dir in einem Zimmer nicht mehr aus.“ zischte die Hexe, sammelte die Wasserschüssel und die Handtücher ein und trug sie ins Badezimmer. Warum war sie nur so gereizt? Klar, er ging ihr gerade wirklich auf die Nerven, aber eigentlich nicht mehr als sonst. Vielleicht war sie aber einfach nur Müde und brauchte Ruhe. Sie hatte letzte Nacht kaum geschlafen und wohlmöglich rächte sich das nun gerade. Als sie Malfoys Zimmer wieder betrat, dachte sie, er hätte sich längst selbst verarztet, doch er saß einfach nur da und starrte auf seinen linken Unterarm, fuhr mit seinen Fingern über die Haut, über die Haut die weiß war, auf der etwas fehlte.

Malfoy blickte auf. „Was…wie…was ist das für…ein Zauber?“

„Oh…ähm, das ist kein…Zauber, sondern ein einfacher…Muggeltrick…“ antwortete Hermione etwas unbeholfen. „Warte…“ sie schnappte sich eines der nassen Handtücher und ging auf Malfoy zu. „Gib…mir deinen Arm.“
Etwas zögerlich streckte Malfoy ihr seinen Arm entgegen, worauf hin Hermione einen Teil des Make-ups entfernte. „Das…ist bloß…so etwas wie Farbe. Nichts weiter.“ Hermione räusperte sich.

Malfoy starrte ungläubig auf seinen Arm. So etwas hatte er noch nie gesehen, denn nun konnte er ein kleines Stück des dunklen Males wieder erkennen. Der Rest war immer noch verschwunden. „Aber…warum hast du…ich meine…“

„Weil…“ Hermione überlegte rasch, was sie ihm sagen sollte. „Weil…es funktionierte kein Zauber und…ich wusste ja nicht, ob ich vielleicht nicht doch Madame Pomfrey würde holen müssen. Eine...Lüge über deine Verletzungen wäre mir schon eingefallen, aber…nun ja…ich wollte nicht riskieren, dass sie einen Herzanfall erleidet.“ Ja, das war eine gelungene Notlüge, dachte sich Hermione, worauf Malfoy nur nickte.

Hermione seufzte resigniert, als sie sah, dass Malfoy keine Anstalten machte, die Tinktur aufzutragen. „Na los jetzt, leg dich hin. Ich mach das. Ich will endlich ins Bett.“ Sie griff sich wieder die Dose und einen Holzspatel und versorgte damit die Wunde. Als sie damit fertig war, legte sie die Sachen beiseite. „Ich…denke bis morgen ist alles verheilt…Gute Nacht.“ Sie drehte malfoy den Rücken zu und öffnete die Tür.

„Warte…“

Hermione drehte sich um und blickte Malfoy in die Augen, doch er sagte nichts. „Was…ist?“ harkte sie deshalb nach.
Malfoy blickte wo anders hin. Er schaffte es nicht, ihr in die Augen zu sehen. „Danke…“ sagte er dann und es fühlte sich merkwürdig an…fremdartig…neu.

Hermione schwieg kurz. „…keine Ursache.“ Dann verließ sie das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Dieses Wort war noch nicht ganz zu ihr durchgedrungen und trotzdem hallte es in ihrem Kopf nach…Danke…noch nie hatte sie das aus seinem Mund gehört…sie schüttelte schmunzelnd den Kopf und betrat ihr Zimmer. Nicht ahnend, was die nächsten Tage bringen würden.

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Das wars nun von mir und ich hoffe natürlich wie immer, wieder auf ein, zwei kommis :)

bis dann, bussi, baba, bella_isa


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