
von bella_isa
I'm Back!!!!!! YEAHHH!!! Ich hoffe, ihr seid noch bei mir und verzeiht mir, aber life is crazy XD^^
VIELEN LIEBEN DANK an all meine treuen Leser und ein herzliches Willkommen an meine neuen :D Hab mich so gefreut!
Ich werd euch nicht lange aufhalten, sondern gleich mit dem Kapitel beginnen, viel Spaß und ich hoffe ihr seid nicht böse ...:/ Bussiiiiii :D
Verschiedenste Farben flackerten vor Hermiones innerem Auge auf und vermischten sich zu einer bunten Masse. Hier und da sah sie einen Ausschnitt ihr unbekannter Szenen, hörte Stimmen und Klänge, doch nichts davon konnte sie zuordnen, es ging alles viel zu schnell. Ihr Kopf fühlte sich an, als wäre er in Watte gepackt und sie begann sich mit einem Male benommen zu fühlen. Alles drehte sich um sie und sie hatte jegliches Gefühl an Zeit verloren. Plötzlich wurde es still und die Rotation nahm langsam ein Ende. Hermione schlug vorsichtig die Augen auf, blinzelte ein paar Mal und war überrascht über den Anblick, der sich ihr in Malfoys Kopf bot. Es war nichts, womit sie gerechnet hatte, auch wenn sie kaum die Möglichkeit dazu hatte nachzudenken, was auf sie zukommen würde, doch das Bild vor ihren Augen hätte sie nicht erwartet.
Vor ihr hatte sich ein dunkler schmaler Gang materialisiert, an dessen Wänden verschiedenfärbige Türen zu erkennen waren, die sich auch in Größe und Form unterschieden. Und je weiter sie blickte, desto dunkler wurde der Gang und desto dunkler wurden die Farben der Türen. Langsam drehte Hermione ihren Kopf zur rechten Seite und blickte Malfoy fragend an, welcher nur leicht schmunzelte.
„Ja Granger, so sieht ein perfekt aufgeräumter Kopf aus. Alles sortiert und ordentlich weggeschlossen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es in manchen Köpfen unserer Mitschüler aussieht. Dieses ganze Chaos, ohne jeglichen Zusammenhänge…nun…das ist nichts für mich."
Hermione konnte sich ein kurzes Lächeln nicht verkneifen, als sie an Harry dachte, der immer noch seine Schwierigkeiten mit der Kunst der Okklumentik hatte. Ein aufgeräumter Verstand würde ihm bestimmt nicht schaden. Hermione ließ ihren Blick wieder durch den Gang wandern und seufzte dann leise, als sie wieder daran dachte, warum sie eigentlich hier war.
„Und… wie geht es nun weiter?" fragte sie leise. „Ich meine… was… willst du mir zeigen? Was… willst du damit erreichen?"
Malfoy machte langsam einen Schritt nach vorn und gemeinsam gingen sie den Gang entlang, an den TĂĽren vorbei.
„Menschen… beurteilen einander nur nach dem, was sie sehen, oder nach dem, was… er andere bereit ist von sich preis zu geben. Du… siehst eine Handlung und… sofort bildet sich in deinem Kopf dein Urteil, aber… niemand…"
„… hinterfragt die Handlung nach den eigentlichen Motiven…" vervollständigte Hermione Malfoys Überlegung und musste plötzlich wieder daran denken, wie Malfoy sie das erste Mal wirklich zum Nachdenken gebracht hatte… damals… im Gemeinschaftsraum, als das Schuljahr gerade begonnen hatte. Es kam ihr so vor, als würden Jahre dazwischen liegen, sosehr hatte sich alles für sie verändert, sosehr hatte…sie selbst sich verändert.
Malfoy blieb an einer der Türen stehen. Sie war leuchtend Gelb und geformt, wie eine Sonne. Es musste eine glückliche Erinnerung sein, denn je weiter sie nach hinten blickte, desto dunkler wurden die Türen. „Also… wollen wir?" fragte Malfoy und hatte bereits seine Hand auf die Klinke der Tür gelegt.
„Du… musst das nicht tun. Ich meine… ich…ich weiß, dass…dass du nur… versucht hast, dich selbst zu… schützen. „murmelte Hermione leise, als sie wieder daran dachte, dass möglicherweise auch sie selbst so handeln würde, wie Malfoy es getan hatte. Wäre einer ihrer Freunde in Gefahr, wohlmöglich würde sie kein zweites Mal darüber nachdenken.
„Doch, das muss ich. Denn…" Malfoy blickte etwas betreten zu Boden, ehe er weitersprach. Er räusperte sich und seine Stimme klang auf einmal viel leiser. „…ich… werde… deine Hilfe brauchen. Ich… will dass du mir hilfst…Bitte."
„Ich versuche es." Flüsterte Hermione und Malfoy öffnete langsam die Tür vor ihnen und gemeinsam betraten sie den Raum… oder wohl eher… die Gedankenszene.
Es sah nicht so aus, als wäre die Hexe in Malfoys Kopf gefangen. Viel eher kam es ihr so vor, als wäre sie plötzlich wirklich in einem großen Garten. Mit Bäumen und Sträuchern. Sie spürte, wie der Wind sanft durch ihr Haar wehte und konnte selbst die duftenden Blumen um sie herum riechen. Es war dunkel, nur sanfte Lichter, die aus dem etwas entfernten Haus stammten, erleuchteten den Garten. Sie hörte ein kindliches Lachen und drehte sich in die Richtung, aus die das Geräusch kam, als sie Malfoy erblickte… einen viel jüngeren Malfoy, der in Garten herumlief.
„Draco, Schätzchen, es wird langsam kalt." Narcissa Malfoy kam aus dem Haus gelaufen und winkte ihren kleinen Sohn zu sich.
„Nein, noch nicht, sieh mal!" der kleine Junge beugte sich zu Boden und hob ein großes Blatt auf, das zu Boden gefallen war und verschloss es dann in seinen Händen.
„Wie… alt warst du?" fragte Hermione leise ihren Schulkameraden, der neben ihr stand.
„Fast sieben." Murmelte er, während Hermione weiter den kleinen Draco beobachtete, wie er langsam seine Hände öffnete und dann das Blatt in die Luft pustete, welches plötzlich die Form eines kleinen Vogels angenommen hatte und zu Narcissa flog. Doch ehe sie ihn fangen konnte, löste sich der Zauber in Rauch auf und das Blatt fiel zu Boden.
„Das ist wundervoll Draco, aber du solltest jetzt wirklich reinkommen. Wir wollten doch noch einen Zaubertrank brauen, bevor dein Vater nach Hause kommt."
„Ja, warte!" rief Draco und lief auf einen nahe gelegenen Baum zu, um etwas aufzuheben. „Heute habe ich gleich zwölf Stück gefangen!"
Hermione ging ein paar Schritte nach vor um besser sehen zu können, was Draco in seinen Händen hielt, als sie ein glühendes grünes Licht sah, das aus einem Einmachglas kam, welches Draco voller Stolz seiner Mutter präsentierte. Glühwürmchen. Draco hatte ein Dutzend Glühwürmchen gefangen, die nun in dem großen Glas herumschwirrten.
„Wie hübsch sie aussehen. Du kannst es als Nachtlicht verwenden, aber versprich mir, dass du sie morgen wieder freilässt. Ja, Draco?" Narcissa beugte sich zu ihrem Sohn und fuhr im mit ihrer Hand durch sein weiches Haar.
„Ok. Aber ich darf dann neue fangen. Ok?"
„Natürlich mein Schatz."
Hermione wollte noch einen Schritt nach vor machen, doch plötzlich wurde das Bild vor ihren Augen unscharf und begann sich zu verändern. Sie blickte sich um, als sich langsam aber sicher eine große Küche vor ihren Augen Materialisierte und sie plötzlich in Wärme gehüllte war. Ein großes Feuer prasselte im Kamin und sie konnte die verschiedensten Gerüche wahrnehmen. Zimt, Pfefferminz und Veilchen, sowie Lavendel und Nasenwurtz.
„Wir… sind bei mir zu Hause." Murmelte Malfoy dich an ihrem Ohr. Sie hatte fast vergessen, dass auch er da war und schreckte kurz zusammen, ehe sie sich wieder gefasst hatte.
„Ist… es noch der gleiche Abend?" fragte sie, als sie den kleinen Draco mit seiner Mutter erblickte, wie sie gemeinsam in einen Kessel starrten.
„Ja… nur wenige Minuten später."
Hermione beobachtete, wie die beiden Gestalten Malfoys Erinnerungen einen Schlaftrank brauten. Es war erstaunlich, wie schnell Draco lernte und… wie liebevoll Narcissa mit ihrem Sohn umging… niemals hätte sie sich dieses Bild vorgestellt, nach dem was sie von Malfoy und den Briefen wusste.
„Den Trank schaffe ich schon alleine Mum! Glaubst du, Vater wird stolz auf mich sein?" fragte der kleine Draco, während er mit einem Zauberstab im Kessel rührte."
„Auf alle Fälle Draco. Wenn er bemerkt was für ein kluger Junge du bist, wird er begeistert sein. Sag… hast du dir gemerkt, was ich dir über… Geben und nehmen gelehrt habe? Darüber wie man sich verhalten soll, wenn man von jemandem Hilfe bekommt?"
„Ja Mum. Natürlich habe ich das. Mann soll immer das, was man bekommen hat zurückgeben, zum Beispiel, wenn man… wenn man sich es ausgeborgt hat. Und… dafür soll man dem anderen auch noch… etwas schenken, das ihm gefällt. Stimmt das so?" fragte Draco und begann, die Nasenwurtz in kleine Stücke zu schneiden.
„Sehr gut mein Junge. Und man soll alle Menschen mit Respekt behandeln." Fügte Narcissa hinzu, während sie Kristallfläschchen vorbereitete, um den Trank abfüllen zu können.
Hermione machte einen kleinen Schritt nach vor. Sie hatte keine Ahnung, wieso Malfoy ihr all das zeigte, doch nun wusste sie, was es… mit diesem Geschenk auf sich hatte… mit dem wunderbaren Sternenstaub, und… langsam drehte sie sich um. „Malfoy… damals als… als du mir… die Tränke zurückgegeben hast, da… bekam ich ein… Geschenk,...Blumen und… dieses Schreibset, warst… warst das du?" flüsterte die Hexe leise und sah Malfoy dabei ins Gesicht. Sie hatte keine Ahnung, was sie aus seinem Blick herauslesen sollte.
„Du… solltest dir das… weiter ansehen… denke ich…"
Hermione runzelte leicht ihre Stirn, nickte dann jedoch. Jetzt war nun wirklich nicht die Zeit, über all das zu reden. Langsam drehte sie sich wieder um und konnte gerade noch sehen, wie der kleine Draco seinen Kopf hängen ließ.
„Vater hat gesagt, dass nicht alle es wert sind, Respekt… zu bekommen. Warum nicht?"
„Weil…" Hermione sah zu, wie sich Narcissa langsam vor ihrem Sohn hockte, um ihn ansehen zu können. „Manche von ihnen einfach nicht zu uns gehören. Und… das solltest du dir einfach merken, wenn dich dein Vater einmal danach fragt. Sie gehören nicht zu uns. Ok?"
Draco nickte und griff wieder nach dem Messer um an seinem Zaubertrank zu arbeiten, als plötzlich Lucius die Küche betrat.
„Vater! Du bist wieder hier." Rief Draco und hüpfte von seinem Stuhl. Er sah erfreut aus, seinen Vater zu sehen, doch Narcissa ganz im Gegenteil sah plötzlich schuldbewusst aus, als sie anfing, die Überbleibsel des Zaubertrankes verschwinden zu lassen. „Weißt du, was ich heute gelernt ha…"
„Sei leise Junge." Unterbrach Lucius seinen Sohn und blickte zu Narcissa. „Zaubertränke? Schon wieder? Habe ich dir nicht gesagt, du sollst dem Jungen etwas Anständiges beibringen? Etwas, das ihn mal nützen wird, wenn der dunkle Lord endlich zurückgekehrt ist?"
„Es… es tut mir leid Lucius, ich… ich dachte nur, dass es vielleicht auch hilfreich wäre, wenn…"
„Hör auf zu reden!" schrie Lucius und Narcissa verstummte sofort.
„Vater, warum bist du böse?" fragte Draco und blickte seinen Vater mit großen Augen an.
„Geh auf dein Zimmer und lass dich hier heute Abend nicht mehr blicken. Und ich warne dich, solltest du noch einmal mit den Hauselfen, allen voran mit Dobby reden, dann…"
„Da…das werde ich nicht…" und der kleine Draco rannte aus dem Zimmer.
Mit einem Male standen Hermione und Malfoy wieder in diesem dunklen Gang, mit all den Türen. Verschwunden war die Wärme, die Küche und die…Familie. Langsam blickte Hermione zu Malfoy und wollte etwas sagen, hatte jedoch keine Ahnung was. Sie schluckte und durchforstete ihr Gehirn.
„Deine Mutter… sie… hat sich bestimmt toll um dich gekümmert."
„Ähm… ja. Das alles war in der Zeit, als… mein Vater Ausschau hielt, nach… Zeichen dafür, dass der Krieg noch nicht verloren war, dass… der dunkle Lord überlebt haben könnte. Er war viel unterwegs und… ich war sehr viel mit meiner Mutter allein."
Gemeinsam gingen sie ein paar TĂĽren weiter, ehe sie an einer dunkelblauen anhielten und Hermione konnte nicht verhindern, dass ihr Herz etwas schneller zu schlagen begann. Sie hatte keine Ahnung, was auf sie warten wĂĽrde und war sich auch nicht sicher, ob sie das alles sehen wollte.
„Du weißt… du kannst das hier jeder Zeit abbrechen…" murmelte Hermione leise, als Malfoy langsam die Tür öffnete.
„Nein… das kann und werde ich nicht. Ich… muss es dir zeigen, alles, was auch nur im Entferntesten wichtig ist… oder wichtig sein könnte, damit du verstehst,…wer... ich wirklich bin und… damit wir vielleicht… eine Chance haben." Flüsterte Malfoy leise und Hermione nickte, als sie gemeinsam den Raum betraten.
Es war ein steinerner, kalter und dunkler Flur, der nur von ein paar schwachen Kerzen erleuchtete wurde. Wäre dies nicht eine Erinnerung, hätte Hermione bestimmt angefangen zu frieren, dessen war sie sich sicher.
Ruckartig drehte sie sich um, als sie einen Schrei vernahm und erblickte erneut Lucius, der schnellen Schrittes den Gang entlang kam, hinter sich einen schreienden Draco, der immer noch so aussah, als wäre er sieben Jahre alt.
„Vater! Bitte, es… es tut mir leid! Das… das wollte ich nicht. Ich wusste es nicht!"
Mit einem Ruck hatte Lucius sich umgedreht und seinen Sohn fest am Oberarm gepackt. WĂĽtend sah er auf ihn hinab und seine Augen funkelten voller Zorn.
„H…hör auf du… tust mir weh…bitte…" flehte Draco und versuchte von seinem Vater loszukommen, doch dieser hielt ihn viel zu fest, als dass er sich aus dem schraubstockartigen Griff hätte befreien können
„Du wagst es, mich anzuflehen? Ein Malfoy fleht nicht, NIEMALS! Wie oft soll ich dir das noch eintrichtern?" schrei Lucius und schliff Draco mit sich den Gang entlang zu einer steilen Treppe, die tief nach unten führte. „Dir werde ich schon noch Manieren beibringen und dir deine Flausen austreiben."
Draco versuchte sich weiter zu wehren, als er von Lucius nach unten in die Kerker gebracht wurde, in denen es immer kälter wurde, je tiefer sie gelangten.
„Nicht… nicht zu den Dementoren… Vater, bitte…"
Ein eiskalter Schauer breitete sich ĂĽber Hermiones RĂĽcken aus, als sie mit ansah, wie Lucius Malfoy seinen Sohn in die Tiefen des Kerkers schleppte. Sie wollte sich umdrehen, wegsehen und einfach davonlaufen, doch sie versuchte stark zu bleiben. Sie spĂĽrte eine Bewegung hinter sich und drehte sich zu Malfoy, dessen Gesicht nicht die leiseste Regung zeigte.
„Wo…wofür bestraft er… dich?" fragte sie leise, als sie selbst die Treppen, nach unten schritten.
„Ich… habe eine seiner Regeln gebrochen. Eigentlich… die wichtigste überhaupt."
„Welche?"
„Freunde dich niemals… mit… einem Muggelgeborenen an." Sagte Draco leise und blickte wieder auf seine Erinnerung.
„Vater! Bitte verzeih mir!" schrie Draco, als Lucius ihn in eine der leeren Zellen schleppte und ihn dann zu Boden warf.
„Das musst du dir erst verdienen. Du hast mein Vertrauen in dich missbraucht. Also wirst du hier unten bleiben." Mit einem Knall warf Lucius die Gittertür der Zelle zu und verschloss sie mit seinem Zauberstab.
„Nein… Nein, bitte!" Draco rappelte sich auf und rüttelte an den Gitterstäben…vergebens. „Du weißt, dass ich… angst… im dunklen… hab… Ich wusste es nicht, ich dachte, sie wäre eine… eine von uns… sie… hat doch gezaubert…lass mich raus!"
Doch niemand erhörte den kleinen Draco, als dessen Vater eiligst die Kerker verließ und dabei die Schreie seines Sohnes ignorierte.
„VATER!" Und mit einem Male zuckte Hermione zusammen, als neben ihr die Steinmauer explodierte und Gestein von der Decke bröckelte. Der Boden erzitterte wie bei einem Erdbeben und Hermione wollte schon nach Malfoy greifen um sich festzuhalten, als das Beben plötzlich aufhörte, gemeinsam mit Dracos Schreien. Und mit einem Male konnte Hermione sich ungefähr vorstellen, wie heftig Harrys Magieausbrüche waren, als er als kleiner Junge bei den Dursleys lebte und auch an ihre eigenen harmlosen Ausbrüchen wurde sie plötzlich wieder erinnert.
Draco hatte sich in eine Ecke gekauert und seine angezogenen Beine umschlungen. Von weitem konnte sie… dieses schaurige rasselnde atmen widerlicher Kreaturen vernehmen, denen sie in ihrem dritten Schuljahr das erste Mal begegnet war. Dementoren… sie waren nicht sehr weit weg.
„Licht… brauche Licht… bitte Licht…" murmelte Draco immer wieder, während er sich immer weiter in die Ecke seiner Zelle kauerte. „Licht… brauche Licht…sie hat doch gezaubert…" murmelte Draco immer wieder und umschlang seine Beine um sich etwas vor der Kälte zu schützen. „Bitte, brauche Licht!" und mit einem Male zuckte Draco zusammen, als seine Zelle in ein grünes Licht getaucht wurde und sich vor dem kleinen Jungen das Einmachglas mit den darin gefangenen Glühwürmchen materialisierte, um ihm Licht zu spenden. Sofort streckte Draco die Hände danach aus um es hochzuheben und so fest wie möglich zu umschlingen, als es vor Hermiones Augen plötzlich wieder begann etwas zu drehen und sich die Szene erneut veränderte?
„Wie… wie lange warst… du hier unten?" fragte sie leise und versuchte Malfoy in all den verschiedenen Farben auszumachen, schaffte es jedoch nicht. Lediglich seine Stimme konnte sie vernehmen, während ein neuer Raum Gestalt annahm.
„Zwei Tage. Mutter kam, um mich zu holen, als… Vater aufbrach, um… naja… den dunklen Lord zu suchen."
Hermione hatte keine Ahnung, was sie darauf antworten sollte, sie konnte sich nicht vorstellen, wie grausam ein Mensch sein konnte, wie man es zustande bringen konnte, sein eigenes Kind einzusperren… aber in Malfoys Fall hatte sie bereits aufgegeben die Hintergründe seines Vaters zu hinterfragen… es hatte einfach keinen Sinn.
Hermione blickte sich um, als sich ihre Augen an das neue Bild gewöhnt hatten. Draco war nun deutlich älter, es sah fast so aus, als wäre er elf oder zwölf Jahre alt.
„Nun, Draco, Severus hat mir erzählt, dass du einer der besten deines Jahrganges bist." Sagte Lucius und setzte sich hinter seinem großen Schreibtisch.
„J…ja Vater, das… bin ich!" stammelte Draco und knetete seine Finger, ganz so als wäre er nervös.
„Warum so nervös mein Junge?" fragte Lucius und lehnte sich etwas in seinem Lederstuhl nach vor.
„W…weil ich es nicht geschafft habe, Vater." Murmelte Draco und blickte zu Boden.
„Was hast du nicht geschafft?"
„De…deine A Aufgabe zu erfüllen u… und mich mit… Harry Potter anzufreunden. Wie… wie du bestimmt gehört hast, ist… ist er nach Gryffindore gekommen. E… es tut mir leid Vater!"
„Du hast mich in der Tat enttäuscht mein Sohn, aber sei's drumm… mir war von vorne herein klar, dass die Chance sehr gering sein wird, ihn nach Slytherin zu bekommen. Tja… es hätte uns sehr viel Ärger erspart, vor allem, wenn der dunkle Lord erst einmal zurückgekehrt ist, werden…"
„Wann wird das sein?" fragte Draco aufgeregt und hob seinen Kopf, als er plötzlich mit einem heftigen Ruck an die Wand donnerte."
„UNTERBRICH mich NICHT!" schrie Lucius und senkte dann langsam wieder seinen Zauberstab. „Wie ich eben sagte, es hätte uns einiges an Ärger erspart, aber so wird es uns leider nicht möglich sein, Potter auszuliefern. Dir ist wohl bewusst, dass dies nun zu einem ausgewachsenen Krieg führen wird?"
„Ja Vater."
„Und wirst du kämpfen?"
„Natürlich Vater! Sag mir, was… was muss ich tun, um einer von euch zu werden? Ich werde kämpfen!" rief Draco und klang dabei aufgeregt.
„Das erste, was ich von dir verlange ist,…" Lucius erhob sich langsam von seinem Stuhl und schritt um den Schreibtisch, bevor er sich vor Draco stellte „dass du nicht einer der besten, sondern DER Beste sein wirst haben wir uns verstanden?"
Draco nickte und blickte wieder zu Boden. Hermione konnte sich vorstellen, dass er sich Lob erwartet hatte, dafĂĽr, dass er ein fleiĂźiger SchĂĽler war, stattdessen wurde ihm befohlen, noch besser zu sein.
„Wer war der Beste, Draco?" fragte Lucius und spielte mit seinem Zauberstab, den er immer noch in seinen Händen hielt.
„Her…Hermione Granger."
„Blutstatus?"
Hermione konnte sehen, wie Draco schluckte. „Muggel…geborene…" murmelte Draco leise und vermied es, seinem Vater in die Augen zu sehen.
„Schlammblut? Ein SCHLAMMBLUT ist besser als du?" schrie Lucius und packte den kleinen Draco am Arm. Aus dem Augen winkel vernahm sie eine leichte Regung Malfoys, ganz so als wäre er zusammengezuckt.
„Sch…schlamm…blut?" fragte der kleine Draco und blickte seinen Vater fragend an.
„Sie ist unrein mein Sohn. Dreckig und wertlos. In ihren Adern fließt unreines, dreckiges Blut. Sie hat es nicht verdient, einen Zauberstab zu besitzen, und du erzählst mir, sie ist besser als du? Sie ist ein wertloses Schlammblut. Bring das in Ordnung Draco!" zischte Lucius und stieß seinen Sohn von sich, als hätte er sich an ihm die Finger verbrannt.
„J…ja Vater, versprochen. Ich… tu alles, um… einer von euch zu werden."
„Das will ich dir auch raten und jetzt RAUS!" mit einem Schwung seines Zauberstabes beförderte Lucius seinen Sohn aus dem Arbeitszimmer und ließ die Tür laut ins Schloss fallen.
Erschrocken drehte Hermione sich um, als sie mit Malfoy plötzlich wieder in diesem dunklen Gang stand.
„Das…das… ist doch… ich meine…" stammelte Hermione, ehe sie sich auf die Unterlippe biss. „Das… war der Grund warum du… mich gehasst hast oder? Ich… ich meine in… in unserem ersten Jahr… hast du mich nie wirklich… beschimpft… Es… hat danach angefangen." Murmelte Hermione und ging auf Malfoy zu, der sie etwas undefinierbar ansah.
Malfoy holte etwas tiefer Luft. „Es… war einer der Gründe, ja… ich war einfach… keine Ahnung…wütend… Aber… lass uns weitergehen, jetzt kommen wichtigere Dinge ok?"
Hermione nickte und gemeinsam gingen sie ein paar TĂĽren weiter.
Ich hoffe es hat euch trotz der langen Wartezeit gefallen, ich versuche, so schnell wie möglich weiterzuschreiben... fbs sind natürlich ein Ansporn :) bussi und bis bald :)
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