
von MarauderFan
Zaubertränke konnte ich schon immer gut leiden. Ich mochte es verschiedene Zutaten zusammen zu mischen und dann zu sehen, welche Wirkung der Trank hatte.
Der Lehrer, Professor Slughorn, der hier in Hogwarts das Fach unterrichtete, gefiel mir auch sehr.
Er war zwar übergewichtig, um es höflich auszudrücken, aber auch sehr gepflegt und als er meinen Trank sah, geriet er in eine Euphorie, die mir sehr schmeichelte.
Am Ende der Stunde kam er zu mir und fragte mich, ob ich in seinen Slug-Club rein kommen wollte. Ich sah ihn fragend an. Was war denn ein Slug-Club?
Professor Slughorn erklärte mir, dass ausgewählte Schüler sich ab und an treffen würden, zu schicken, kleinen Partys oder eleganten Dinner. Manchmal würde ich dann auch auf bekannte Hexen und Zauberer treffen. Das hörte sich sehr gut an und ich sagte zu.
Professor Slughorn war begeistert und meinte ich würde eine Einladung bekommen, sobald wieder ein Treffen stattfände.
Ich könnte mich ja mal mit Miss Evans austauschen, denn sie war, nach seiner Aussage auch im Club und total begeistert davon.
Später fragte ich Lily danach. Sie war jetzt nicht begeistert davon, aber es war eine nette Abwechslung zum Alltag der Schule und sie war froh nicht mehr die einzige Gryffindor in ihrem Jahrgang zu sein, die im Slug-Club war.
Professor Slughorn wählte offenbar mit Bedacht die Schüler aus, die da rein durften und es erfüllte mich mit Stolz, dass er mich gewählt hatte.
Als nächstes hatten wir Verwandlung. Dieses mal saßen die vier Freunde zusammen in der hintersten Reihe. Schade. Ich hatte gehofft wieder neben Remus sitzen zu können. Mir hat eben gefallen, wie er sich angestrengt hatte einen guten Trank hinzu bekommen. Der war zwar nicht perfekt, aber mir gefiel es, wie viel Mühe und Konzentration er rein gesteckt hatte.
Mit jeder Minute, die ich in seiner Nähe bin, gewinnt er immer mehr an Sympathie.
Ich saß nun neben Alice, Frank und Lily am Tisch.
Dieses Fach wurde von der streng aussehenden Hauslehrerin unterrichtet. Nun erfuhr ich den Namen. Professor McGonagall hieß sie.
Sie sah nicht nur streng aus, sie war auch wirklich streng.
Im Unterricht wurde der Verschwindezauber durchgenommen. Dazu teilte sie Schnecken aus.
„Mr.Black, wenn ich noch einmal sehe, wie Sie ihre Schnecke anschwellen lassen, dann gibt es Strafarbeiten.“, sagte sie und Sirius ließ seine Schnecke wieder auf ihre gewohnte Größe schrumpfen. Ich konnte ein Grinsen nur schwer unterdrücken. Endlich mal eine, die diesen Jungen in die Schranken wies!
Doch musste ich feststellen, dass der Verschwindezauber nicht so einfach war, wie es Professor McGonagall gezeigt hatte. Ich hatte es geschafft das Haus zum Verschwinden zu bringen, aber jetzt kroch eine Nacktschnecke vor mir rum. Das war auch nicht das Wahre. Es wurmte mich, dass es Sirius und James beim ersten Anlauf tadellos geschafft hatten.
Auch Lily und Remus hatten es geschafft. Doch ihnen gönnte ich es. Aber Sirius und James, diese Angeber? Ware auch noch begabt?! Das durfte echt nicht wahr sein!
Vielleicht konnte ich Remus nachher fragen, ob er mir Nachhilfe in Verschwindezauber geben könnte. Bei dem Gedanken, spürte ich die Röte in mein Gesicht steigen.
Nach dem Unterricht nahm ich all meinen Mut zusammen, um ihn zu fragen. Warum war das denn so schwer? Ich hatte bis jetzt kein Problem James und Sirius Konter zu geben.
Remus war doch viel freundlicher, als die beiden. Da musste es doch kein Problem sein.
Ich sah zu ihm rüber. Mist! Er stand bei den anderen. Das würde peinlich werden.
Mit wackligen Knien ging ich zu ihm rüber. Die anderen Jungen sahen mich erwartend an. Ich versuchte sie auszublenden und nur zu Remus zu blicken.
„Ähm…“, setzte ich an und spürte, wie ich rot wurde. „Kann ich alleine mit dir sprechen?“, fragte ich.
Ich sah, wie Remus leicht überrascht drein sah und James und Sirius sich vielsagende Blicke zuwarfen. Sie grinsten. Na toll! Das hatte mir noch gefehlt!
Jetzt dachten sie, ich sei in Remus verknallt. Positiv denken. Vielleicht würde Sirius jetzt aufhören mich mit Anmachsprüchen zu belagern.
Schließlich nickte Remus und ging mit mir zum nächsten Klassenzimmer, wo wir gleich Zauberkunst haben würden.
„Nun, ich habe gesehen, wie gut du den Verschwindezauber hin bekommst. Ich wollte fragen, ob du den mit mir üben kannst. Ich habe immer noch Schwierigkeiten.“
Er lächelte. Hach! Wie süß! Diese Grübchen! Und er sah so Warmherzig dabei aus!
„Ja gerne.“, erwiderte er. „Heute nach dem Abendessen können wir zusammen zu den Ländereien gehen und dort üben.“
Mein Herz! Es klopfte wie wild. Heute Abend, allein mit Remus Lupin!
Für einen Moment träumte ich von einem romantischen Spaziergang, unter einem sternenklaren Himmel. Der Mond scheint hell und wir sehen uns verliebt in die Augen und dann…
„Hey!“, holte mich eine Stimme aus meiner Träumerei. Es war Sirius. „Du blockierst die Tür.“
Er hatte Recht und so ging ich schnell ins Klassenzimmer. Sirius sah mich grinsend an und ging dann rein. Remus hatte offenbar nicht geträumt. Er saß bereits am Tisch und holte seine Bücher raus.
Ein wenig benommen ging ich an den nächst freiem Platz und setzte mich. Etwas später setzte sich Lily zu mir. Ich versuchte so gut es ging, nicht an Remus zu denken und konzentrierte mich auf den Unterricht.
Der Lehrer, sein Name war Professor Flitwick, war sehr klein und musste auf einem Bücherstapel stehen, um die Klasse in Überblick zu haben. Das war irgendwie Putzig und dann diese piepsige Stimme…. Da war es schwer ihn ernst zu nehmen… An liebsten hätte ich gleich los gelacht.
Doch der Unterricht war nicht ohne. Wir mussten eine Tasse dazu bringen Purzelbäume zu schlagen.
Wie Professor McGonagall eben erklärte auch Professor Flitwick, dass wir in diesem Jahr ZAGs haben. Das waren wichtige Prüfungen, die über unsere Zukunft bestimmen konnten.
Wir bekamen auch eine Hausaufgabe auf, in dem wir einen Aufsatz über den ausgeführten Zauber schreiben mussten.
Zum Glück war Mittagessen und danach ging es mal raus, zu den Gewächshäusern, wo wir uns einen Kampf gegen fleischfressende Pflanzen liefern mussten. Das war eine nette Abwechslung gegenüber dem rumsitzen im Klassenzimmer.
Nur die Lehrerin, Professor Sprout sagte mir nicht gerade zu. Sie war so dreckig und ihre Fingernägel waren der reinste Albtraum!
Nach dem Unterricht sah ich kurz zum Himmel. Er färbte sich in einen schönen rot. Es gab jetzt auch Abendessen.
Während ich am Tisch saß, musste ich immer wieder zu Remus sehen. Gleich würden wir allein sein.
Nach dem Essen wartete ich am Ausgang der Halle auf ihn.
Da kam er und er war alleine! Ich spürte, wie mein Herz wieder schneller schlug. „Na dann lass uns gehen.“, meinte er Freundlich und wir gingen auf die Ländereien.
Ob er spürte, wie aufgeregt ich war?
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