Who knows all about James Potter?!? || on hold - It's A Beautiful Day
von Prongs01
Hallihallohallöchen <3
Hier bin ich wieder. Wieder? Na ja, okay, es hat gedauert -.- Weil Date. Weil in diesem Kap das Date dran ist, und das braucht Zeit >.< Man ihr wisst gar nicht, wie viele Stunden in diesem Kapitel stecken, wie viel Zeit ich hierfür investiert hab :) Wollt ihr glaub ich auch gar nicht xD
Also fragt am besten nicht :D Bin zwar mit dem Endergebnis auch nicht sooo übermäßig zufrieden, aber - ach scheiße, egal :) Lest selbst ;D
Tja, DANKE jedenfalls für eure Kommis (<3), mittlerweile kennt ihr mich doch schon so gut, dass ihr wisst, wie man mich bestechen kann: mit Kommis und Kuchen :) Oder Keksen :D Also ich mag ja am liebsten Cookies..okay, Scherz. Man ich rede echt viel zu viel wenn der Tag lang ist und ich gut drauf bin - und ich bin gut drauf, und das alles weil ich mir gerade noch eure Kommi's durchgelesen hab :) <3
Also wenn ich mich über Kekse schon freue, dann - dann sind eure Kommis dazu gar kein Vergleich xD
Ha, dann sollte ich nächstes Mal Cookies (sprich: Kommis) verlangen, haha :) Okay okay, ich halte euch nur auf und später sind Kommis und Begrüßung immer genauso lang wie das eigentliche Kap, und deswegen reiße ich mich *hust* jetzt einfach mal zusammen ;)
@ginny+harry<3:
Hallöchen :) Upps sorry, dann hab ich ja nur Scheiße gefaselt, tut mir leid :D *facepalm*
Yeeaah, ich stell mir schon das Gespräch vor: "Ja hallo, ich gehe zu Ihnen, weil ich immer ausraste wenn ich einen neuen Kommi sehe." - "Was ist ein Kommi??" Und dann folgt eine lange Erklärung, die der Typ eh nicht checken würde xD
Hoffentlich gefällt dir das Kap! :)
LG deine Fia :)
@mellouis:
Hallihallo :) Oh Man ja, das hab ich gemacht ;) Ich wette du auch, das ist ja gerade das coole an Ostern^^ Na ja.....okay, schon, aber manchmal ist das echt stressig mit den Kaps und es ist auch *schnief* irgendwie jetzt so, dass ich keine regelmäßigen Zeiten habe, an denen ich Kaps hochlade und das tut mir auch immer unendlich leid =/ Yeah, du magst auch kein Mathe xD Willkommen im Club würde ich mal sagen :) Shit aber die Ferien sind ja jetzt vorbei *heul* :) aber dafür gibts ja den ersten Mai, andem ich aber auch nicht weiterschreiben kann weil wir Besuch haben :( Beschwert euch bei meinen Eltern! Okay, warn Witz ;) Oh, ich habs also geschafft, Ashley unsympathisch zu machen :D Das freut mich ;)
Tja, its hard out here for a b*tch, wenn Lily aufkreuzt^^ Uii ja, freu dich drauf :)
Alles Liebe, dein Fiakind ;)
@Pad01:
Hey ;) Haha xD Doch ich mag Heys :) *schnief*, jaaa du hast mein Zimmer verwüstet =/ Die Klamotten liegen immernoch aufm Boden xD Yeah find ich auch^^
OMG Pedo, du darfst jetzt aber wirklich nicht Anna belästigen, haha ;) Jaah granatisch find ich gut :)
Ach shit, ich sollte ja Hm? sagen. Also, hier hast dus: Hm? Und ein danke gleich hinten ran :)
Ach weißt du, ich werde heute bestimmt nicht schlafen können. Wegen einem auf einem Einhorn reitenden L Punkt, der ein fröhliches Lied trällert und den Pedo umarmt :) Oh mein Gott ;) xD Was hab ich da jetzt geschrieben? Na ja okay. Stell es dir nicht bildlich vor :) <3
Viiiiel Spaaaß mit Kap fünf ;) Hoffentlich kann ich deinen Tag auch zu einem "beautiful day" machen haha ;)
LG Fitschiiii <3
@Mariepotter:
Happy birthday toooo youuuu, happy birthdayy toouuu youuu! Happy birthday dear Mariiihieee, happy birthdaay toooouuuu youuuuuuuuuuuu! <3
SO, das musste erstmal sein :) Ich wollt dir eigentlich eine PN schicken, aber du willst die ja nicht empfangen^^
ALLES GUTE ZUM DREIZEHNTEN!!!!! :D Und möge das Glück stehst mit dir sein, haha ;) Und du darfst dich freuen, du kriegst nämlich das Date-Kap gewidmet! :)
Ashley eine Porzellanpüppchenkuh? Yeahh, cooler Name :D
Du willst auch ein paar Schmetterlinge? Aaach, ich weiß nicht ob Bauchaufschneiden sooo die gute Idee ist :D Aber wär doch n gutes Geschenk zum Geburtstag, was?^^
Oh, Lily und James schlafen im Schulsprechersaal (vllt erwähn ichs dieses Kap) auf einem Doppelbett, zu Lilys Grauen, nachlesen kannst dus hier: http://harrypotter-xperts.de/fanfiction/18062/108734/ Der Epilog zu der FF, die dazugehört :)
Keine Schleichwerbung, nein^^ xD
Na das mit den Ferien hat echt nicht so gut geklappt, sorry :/ Ach ja, danke wegen deinem Kommi bei meinem OS :) :*
GLG deine Fia <3
@Lily FLower:
Huhu :) <3
Ja okay, schon gut :) Ich warte übrigens immer noch auf deine PN^^
Danke <3 Oh du bist auch so wenn du Hunger hast? Also bei mir dreht sich dann immer alles wenn ich unterzuckert bin und gestern zum Beispiel hatte ich eine Gummibärchen-Attacke und meine beste Freundin musste dann irgendwann nachgeben und sie mir geben, haha xD
Heute in der Stadt hatte meine Mutter nur Brötchen dabei (ohne Belag, den hatte sie vergessen! >.<) und es war wortwörtlich arschkalt, es hat geregnet und ich hatte Kohldampf -.-
Ich glaub so langsam sind Ashley auch die Sprüche bei Lily ausgegangen :D
Kannst ja mal Lily fragen, ob sie dich mitnimmt, ich tobe gerade mit James auf Wolke acht herum :) Okay, Spaß ;)
Noch mal danke, huiiii das hab ich doch gar nicht verdient *-*
GLG dein Fialein :*
@Emmita:
Hallö :)
Jaah, Lily ist temperamentvoll :P Aber Zicken anschreien macht ja auch Spaß, echt :)
Ja man, da geht die Zeit voll schnell um, voll witzig :D Nur ich muss dann immer acht (!!!!) Stunden im Zug sitzen und irgendwann wird dann auch Geschichten schreiben langweilig xD Uii Frankreichaustausch klingt cool^^
LG Fia <3
@Ginnylove:
Heey :) *knuddel* Hab ich schonmal erwähnt, wie cool ich deinen Usernamen finde? Nee ich glaub nicht xD Irgendwie WUSSTE ich, dass du noch kommst :) Danke für deinen Kommi, es hat mir den Morgen versüßt :DD Leeeaaaaaamaus :* Eine Frage: Woher wusstest du dass meine Mutter mich immer so nennt/genannt hat? Wie creepy xD Ey da hattet ihr aber lang Ferien, kann das sein?
Aber jetzt ist ja erster Mai (wo ich leider nicht weiterschreiben kann, wir haben Besuch^^) und das sind doch Ferien. Ansatzweise :)
Uii sag das mit den Schweinen meiner besten Freundin eher mal :) Aber okay, die sind echt süß, vorallem Ferkel xD Oh man was schreib ich da? Na egal :D Ach, das ist nicht schlimm xD Vllt fällt dir ja nächstes Mal eine ein :D
Ggggggggggggglg deine Fia <3
Yeeeah, ihr seid durch :) Ihr könnt mir ruhig sagen wenn ich zu viel labere und es euch nervt wenn ihr immer so viel runterscrollen müsst, wegen den Re-Kommis ;)
Et voila (haha ich kann Französisch xD) : hier ist Kapitel 5 - It's A Beautiful Day :) für Mariepotter <3 Alles Gute zum Geburtstag, hier ist mein Geburtstagskap etwas nachträglich für dich :P
http://fc03.deviantart.net/fs70/i/2011/247/3/4/rain_by_viria13-d48tg7h.jpg <- das Bild passt voll gut zu dem Kap :D
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James Potters Hand. Die Finger dieser Hand waren mit den Fingern meiner Hand verflochten. Sie passten perfekt in den Zwischenraum zwischen meinen Fingern. Dort, wo er mich berührte, hinterließ der Hautkontakt zu meinen Fingern ein so angenehmes Kribbeln, dass es beinahe wieder unangenehm war.
Lächelnd starrte ich auf unsere Hände. Vor zwei Monaten hätte ich ihm dafür eine reingehauen...
Jaah, vor zwei Monaten. Und in diesen zwei Monaten war schon vieles passiert. Ich glaube, James und ich führten die gestörteste Beziehung auf ganz Hogwarts. Mmh, starrten die anderen deswegen so? Weil wir abnormal waren?
Oh, dann müssten mich ja alle anstarren...umso mehr. Gott, war ich krank.
"Lily, Schatz? Was ist los?", riss mich James' Stimme aus den Gedanken. Haaach ja, James. Mein James.
Ohh man, jetzt fing das wieder an.
"Mmh?"
Bei Merlin, hoffentlich sah man mir nicht an, was ich gerade dachte. Hust.
"An was denkst du gerade?", fragte er und lächelte.
Tss, was hab ich euch gesagt? Mister Potter merkt natürlich, wenn Miss Evans abnormale Gedanken hat.
"Äähh...ähm...", druckste ich herum. "Ich - äh - hab mich gerade gefragt, ob ich eigentlich normal bin und äh -"
James prustete. "Was?"
"Ich wusste, dass du so reagieren würdest", schmollte ich. "War ja klar."
Er legte den Kopf schief. "Mmmh. Du bist nicht normal, nee." Ich schnappte nach Luft. "Du bist was besonderes."
Ich musste lächeln.
"Danke."
James erwiderte das Lächeln charmant und küsste mich kurz auf den Mund. "Immer wieder gern doch, wenn's ernst gemeint ist", entgegnete er. "Wo willste denn hin, Prinzessin?"
"James. Potter. Nenn. Mich. Bitte. Nicht. Prinzessin.", zischte ich abgehackt und sah mich schnell nach Leuten in meinem Umfeld um.
Er gluckste nur. "Wieso?"
"Weil - weil es ja jemand mitkriegen könnte.", sagte ich wahrheitsgetreu.
Wieso lachte er immer über mich? Lachte er mich etwa aus?
"Glaub mir Lily, es weiß eh jeder, dass wir zusammen sind. Wir sind das Hauptgesprächsthema der Schule, 'James Potter geht mit Lily Evans', das hörst du doch ständig an jeder Ecke. Da kannst du jetzt nicht ankommen und meinen, dass ich dich nicht so nennen darf, wie ich will.", erklärte er in einem nachsichtigen Ton, der mich irgendwie etwas reizte.
"Du darfst mich übrigens gar nicht so nennen, wie DU willst, denn ich darf immer noch selbst entscheiden, wie ich genannt werden will und 'Lilybärchen' gehört sicher nicht dazu", widersprach ich.
"Vor ein paar Tagen hast du noch gesagt, dass ich dich so nennen darf", erinnerte er mich freundlicherweise an mein voreiliges Handeln. Danke, James.
Ich verdrehte die Augen und überging seine Antwort, da ich ihm ja so gezwungenermaßen sagen musste, dass ich eigentlich gar nicht damit einverstanden war, wenn er mich so wie meine durchgeknallte Mom nannte.
"Was lachst du eigentlich immer über mich?", fragte ich stattdessen. "Ich meine, egal was ich sage, entweder du grinst wie ein Honigkuchenpferd oder du lachst. Über mich."
Skeptisch zog ich meine Augenbrauen zusammen.
Und jetzt ratet mal, was er daraufhin machte? Richtig, er lächelte. Innerlich hielt ich meinem Gehirn eine Standpauke dafür, dass dieses Lächeln meine Beine in einen unnutzbaren Wackelpudding verwandelte.
Grr.
"Oh Mann, du bist so was von süß, wenn du dich aufregst", stellte er breit grinsend fest. "Man Lilybärchen, wenn du wüsstest, dass ich immer dann erst richtig glücklich bin, wenn du da bist, dann wüsstest du, weshalb ich so viel grinse."
Ich schluckte schwer. Seufz. Was würdet ihr denn mit einem Gehirn wie meinem anfangen?! Rausschneiden und ab in die Tonne damit ist ja wohl nicht die beste Idee.
"Oh.", krächzte ich. "Dann - äh, sorry. Und - ähm - tut mir leid, ich hab deine Frage von vorhin übrigens gar nicht beantwortet. Scheiße, jetzt weiß ich nicht mehr, was du gefragt hast. Ach doch, jaah. Mmh. Also, ich weiß nicht, aber ich...ich hab mordsmäßig Hunger."
Zur Bestätigung knurrte mein Magen und James grinste wieder (!) , aber diesmal beruhigte es mich eher extrem, anstatt dass ich mich fragte, weshalb er immer, wenn ich etwas sagte, grinste.
Ich sah ihm zu, wie er nachdachte und dann sagte: "Ähh, ja, das wäre okay...mmh, also...wir könnten jetzt in die Küche und was zu essen holen. Aber davor schauen wir erst mal -" Er durchsuchte die Tasche seiner Jeans. "- auf die hier."
Er zog ein ziemlich zerfleddertes Stück Pergament aus seiner Hosentasche und hielt es mir unter die Nase, als würde er mir gerade Merlins abgeschnittenen Bart präsentieren. Hää?
Ich unterdrückte ein Auflachen. "Ähm - hää? Das...das ist ein zerfleddertes Stück Pergament, nicht der Zehennagel vom Kaiser von China.", erklärte ich ihm langsam und deutlich.
Er besah sich das Pergament in seiner Hand genauer mit einem versonnenen Ausdruck im Gesicht. "Nee, Lilyschatz", sagte er. "Das - ...das ist die Karte des Rumtreibers."
Mein Freund sah zur Seite und bemerkte meinen zugegebenermaßen ziemlich mitleidigen Blick. (Ach komm, er redete da gerade von einem Stück Papier! Und da wollte er mir ohne Scheiß erzählen, dass das eine Karte war? Hüstel.) Ich hörte es förmlich in seinem Gehirn rattern und merkte, wie er zu dem Entschluss kam, dass das, was er da gerade gesagt hatte, für einen Außenstehenden ziemlich behämmert klang.
Er sah mir mit einem eindringlichen Blick in die Augen, der so viel sagen sollte wie 'Schau einfach nur hin!', dann wandte er sich wieder seiner Karte (ähm...) zu.
James zog seinen Zauberstab aus der Tasche, tippte das Pergament leicht mit der Spitze an und sagte: "Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin."
Gerade als ich ihn, obwohl man das ja als seine Freundin eher nicht tun sollte, für vollständig verrückt erklären wollte, bildeten sich zarte, dünne Linien auf dem Pergament. Sie ergänzten sich, liefen zusammen, als würden tausende unsichtbare Hände mit grüner Tinte ein riesiges Spinnennetzt zeichnen wollen. Ich beugte mich fasziniert näher über das Pergament und las die verschnörkelten Worte, die gerade entstanden waren:
Die hochwohlgeborenen Herren Moony, Wormtail, Padfoot und Prongs
Hilfsmittel für den magischen Tunichtgut GmbH
präsentieren stolz
Die Karte des Rumtreibers
Fassungslos starrte ich auf die Karte. "Woher hast du die?", wisperte ich.
Seine Brust schwoll an vor Stolz. "Selbst gemacht. Mit Pad, Moony und Wormy zusammen.", den überheblichen Unterton in seiner Stimme hörte man stark heraus. "Schau doch - aah gut, Filch ist mit Mrs. Norris im sechsten Stock und alle Lehrer sind...in den Klassenräumen, perfekt. Ha, und wir haben sogar eine Doppelstunde Verwandlung..ähh, das heißt, hätten wir eigentlich jetzt, aber na ja. Da haben wir noch knappe fünfzig Minuten frei und plus Mittagspause sind dass dann fast zwei Stunden! Yeah!"
Er strahlte mich an. Seufz.
Ich konnte nicht anders, bei seinem Gesichtsausdruck musste ich irgendwie glücklich sein. "Und wo ist die Küche?", fragte ich neugierig.
Seine Augen huschten suchend über die Karte von Hogwarts. Krass, sie zeigte wirklich absolut alles und jeden. "Hier, dahinten, ich glaub da müssen die Hufflepuffs auch immer lang, wenn sie in den Gemeinschaftsraum gehen. Komm, hier lang."
Er zog mich sanft die Treppe hoch in den anderen Korridor. Irgendwann hielt er an einem Gemälde mit einer Obstschale an. Er hob die Hand und begann, die Birne auf dem Bild zu kitzeln. Ja ernsthaft, er stand da und kitzelte eine Frucht. Oh mein Gott.
"Ähm - James, was machst du da??" Meine Stimme klang misstrauisch.
"Ich kitzele eine Birne."
"Du - was?"
"Ich kitzele immer noch eine Birne."
"Ääh...und wieso?"
Er antwortete nicht, sondern deutete auf einen Türgriff, der mitten im Gemälde plötzlich anstatt der Obstschale entstanden war. "Siehst du jetzt? Hier sind wir in der Küche. Tadaa!"
Er riss die 'Tür' auf und sagte, überschnitten mit einem charmanten Grinsen: "Ladies first."
Ich, die wandelnde Salzsäule (wobei ich hoffte, dass das nur vorübergehend war) betrat den Raum und, ohne mir dessen bewusst zu sein, staunte mit offenem Mund.
"Oh, hallo Miss. Ich bin Tracey, wie kann ich Ihnen behilflich sein?"
Noch immer etwas geschockt von dem Gesamteindruck der riesigsten Küche, in der ich je gewesen war, bemerkte ich gar nicht, dass der Hauself mich angesprochen hatte. Doch James kam mir zu Hilfe: "Ähm, ach ja, hallo Tracey. Ähh...na ja, wir kommen, weil wir extrem Hunger haben. Was wollen wir denn machen?", wandte er sich wieder mir zu.
Ich dachte nach. "Spaghetti Bolognese.", schlug ich vor.
"Dein Lieblingsessen?", fragte er nach dem funkelnden Ausdruck in meinen Augen nach.
"Ja", gab ich zu und bei dem Gedanken an eine leckere Riesenportion Nudeln mit einem Berg Sauce drauf knurrte mein Magen. Haach. Nudeln gingen doch immer, oder?
"Kommt sofort.", piepste der Elf aufgeregt. "Was brauchen Miss und Mister denn?"
James sah mich hilflos an. "Ähm - was braucht man denn dafür?"
"Sorry, ich hab keinen Plan. Ähh...könntest du uns Spaghetti bringen, bitte?", fragte ich Tracey, der sofort zu einem der riesigen Schränke wuselte und sich auf einen Hocker stellte, um die Nudelpackung zu holen.
Während ich krampfhaft überlegte, was denn so in die Sauce reinkam, kam der Hauself auch schon wieder, beladen mit einer riesigen Nudelpackung und einem großen Topf.
"Ach ja....Hackfleisch! Da kommt noch Hackfleisch rein!", verkündete ich stolz und der Elf lächelte etwas mitleidig.
"Und -?", wandte ich mich an ihn.
"Was meinen Sie? Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze, Sahne, Tomaten?"
Ich grinste. "Ja. Genau. Alles."
Als der Hauself zu einem der Schränke verschwunden war, wandte James sich grinsend an mich: "Kannst du überhaupt kochen?"
"Wenn du schon so fragst, sind wir anscheinend verloren, denn ich hab auch keine Ahnung davon. Und wenn du jetzt denkst, dass du mich verlässt, weil du willst, dass später etwas vernünftiges auf den Tisch kommt, dann - ", erwiderte ich scherzhaft.
OH MEIN GOTT. Hatte ich da gerade indirekt etwas von Zusammenziehen gefaselt? Hatte ich? Scheiße. So Personen wie mich dürften nicht mehr frei herumlaufen, so einfach war das. Allie sollte mir einen Maulkorb zum Geburtstag schenken...
"Später?", feixte James. "Was meinst du damit?"
Als ob er das nicht selbst wüsste...ärgerlich zog ich meine Augenbrauen zusammen.
"Man James, tut mir leid. Also - äh", stammelte ich. Was stotterte ich in letzter Zeit immer so?! Warum musste seine Anwesenheit mich aus der Fassung bringen?
Er kam auf mich zu, um mich zu umarmen. Orange. Interessant. Oh Gott, wenn er weiter so machte, dann - dann würde ich sterben. Er brachte mich aus der Fassung, er hatte eine so verdammt krasse Wirkung auf mich, dass es beinahe unmenschlich war.
"Wieso eigentlich nicht?", flüsterte er an meiner Schulter.
WAAAAS?!? Was hatte er da gerade gesagt? WAS HATTE ER DA GERADE GESAGT?
Mein Körper verkrampfte sich und meine Finger krallten sich in seinen Rücken. Mit wenigen Worten machte er mich hilflos. Hilflos.
Ich dachte, dass hätten wir überstanden. Aber anscheinend waren wir immer noch nicht ganz durch diese Phase durch. Ich hasste es, mich hilflos zu fühlen, verletztlich, nur weil er in der Nähe war und mich aus der Fassung brachte. Ich wollte stark sein, mutig, unantastbar. Ich wollte nicht dumm dastehen.
Ich würde diesen Jungen nie verstehen. Er hatte sich in das Mädchen verliebt, das am wenigsten wie er war, das er nicht verstand, und wahrscheinlich auch nie verstehen würde - in mich. Lily Evans. Ich konnte einfach nicht verstehen, dass er in jemand durchschnittlichem wie mir etwas Besonderes sah. Aber irgendwie richtete es mein Selbstwertgefühl auch extrem auf, wenn ich daran dachte. Dass er sich in mich verliebt hatte. Überhaupt.
Sanft strich er mit seiner Hand über meinen Rücken. "Schh...", machte er beruhigend. "Ich - das war eigentlich nur ein Witz. Lily."
Er hob mein Kinn auf diese Liebesfilm-Weise an, sodass ich ihm in die Augen sehen musste. Doch irgendwo in ihnen sah ich, dass er log. Er log für mich.
Ich spürte entfernt, wie ein Schmetterling auf Heroin in meinem Bauch fünf Zentimeter nach oben flatterte.
Und plötzlich schämte ich mich. Ich schämte mich für mich selbst, weil ich mich selbst nicht verstand. Hilfe.
"Es...alles okay. Ich war von der Frage überrascht und - ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Ich meine... wir sind siebzehn, James, siebzehn."
Er nickte verständnisvoll. "Ich weiß."
"Das heißt nicht, dass ich es partout nicht wollen würde, es - ich hab nur noch nie über die Zeit nach Hogwarts nachgedacht und -", stotterte ich entschuldigend.
"Ja.", sagte er und lächelte jetzt wieder. Merlin, er machte mich so hammerglücklich. "Ja, Lilybärchen, ich versteh das, ich - ich labere einfach nur Mist daher. Manchmal.", fügte er nachdenklich hinzu.
Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Es reichte ein Wort, seine Anwesenheit, sein Lächeln, seine Körpersprache...und plötzlich wurde ich glücklich.
"Würden Sie mir bitte folgen?!", fragte Tracey, der gerade wiedergekommen war und etwas peinlich berührt dastand (wahrscheinlich hatte er etwas von unserem Gespräch mitgekriegt, Hilfeee...) und verbeugte sich tief.
"Oh. Ja. Natürlich.", sagte James. Er griff nach meiner Hand und drückte sie kurz.
"Es wundert mich", fuhr der Elf fort. "Dass sie um diese Zeit etwas zu Mittag essen wollen. Wir hätten übrigens schon das Mittagessen fertig, es gibt Pizza und da Sie -" Er suchte nach der passenden Umschreibung. "Wie Tracey von Ihnen gehört hat, wissen Sie gar nicht, wie man kocht."
Ich hustete. "Jaaah.", gab ich zu. "Ich kann nicht kochen und er - er auch nicht."
Ich deutete auf James. "Dafür kann ich Quiddtich spielen", murmelte er leise, dass nur ich es hören konnte. Ich kicherte.
Fünf Minuten später verließen wir die Küche mit allem Essbaren, was wir hatten tragen können, und gingen durch die Eingangshalle nach draußen.
Die Sonnenstrahlen waren noch relativ warm, aber sonst war es ziemlich kühl.
Ich hatte den Herbst schon immer geliebt. Ich liebte die Blätter, die von den Bäumen fielen, nach dem ein äußerst bunter Baum sie getragen hatte. Ich liebte es, nach einem Regenspaziergang sich mit einem Tee vor einem Kamin zu wärmen.
Wir ließen uns im Gras vor dem großen See nieder und stopften uns mit Sahnekremschnitten und Sandwiches voll.
"Eigentlich ist schwänzen gar nicht so schlimm", sprach ich meinen Gedanken aus. "Es ist sogar witzig."
James lächelte, rückte näher zu mir heran und legte seine eine Hand an meine Taille. "Sag ich doch."
"Aber man macht es nicht.", argumentierte ich.
"Ja. Aber es macht trotzdem Spaß.", widersprach er.
"Spinner!", rief ich und stieß ihn nach hinten. Natürlich nur aus Spaß, aber er hielt sich an mir fest und zog mich mit herunter. Im Gras lachten wir herzhaft los.
Die Blätter kratzen ein wenig in meinem Nacken, aber es interessierte mich nicht. Es war ein hammermäßiges Gefühl, hier mit ihm zu liegen. Manchmal wünschte ich mir, er könnte meine Gefühle zur selben Zeit wie ich fühlen. Damit er wusste, wie sehr er mich veränderte. Aus mir wurde ein anderer Mensch, wenn er da war.
Ein besserer Mensch.
Ich richtete mich auf und zog ihn mit hoch. Ich grinste. In seinem Haar hingen tausende Blätter.
"Du siehst aus wie ein Baum", prustete ich.
"Ich?", rief er gespielt empört. "Dann bin ich aber ein sehr gutaussehender Baum, muss ich sagen."
"Allerdings.", hauchte ich und sein Gesicht kam dem meinen immer näher. Ich schloss die Augen.
Er küsste mich wie nie zuvor. Ich hatte keinen Vergleich zu diesem Kuss. Jedenfalls. Ähm.
Seine Hände ruhten auf meiner Taille. Mein ganzer Körper kribbelte und ich hörte förmlich, wie die Schmetterlinge in meinem Bauch ihre Tickets abstempelten und anfingen, Achterbahn zu fahren.
~
"It's a beautiful day and I can't stop myself from smiling", sang ich fröhlich und zugegebenermaßen ziemlich schräg dahin. Heute war mein erstes offizielles Date mit James. Juhu. Ich meine - aaaargh. Was machte man vor diesem wichtigen Tag? DAS war der wichtigste Tag meines Lebens! Echt. Ohne Witz. Ich würde später noch meinen Kleiderschrank ausräumen müssen. Duschen gehen. Mich anziehen. (Uiii echt?) Und...- und - ? Tja, das wusste ich eben nicht.
Oh doch, wusste ich. Singen. Habt ihr das auch schon mal gemacht?! Unter eine Eisenbahnbrücke stellen, wenn gerade ein Zug vorbeifährt, und einfach drauflossingen? Ehrlich, das gehört wirklich zu den Sachen, die man in seinem Leben wirklich mal gemacht haben muss. Am besten sucht man sich ein peinliches Lied heraus. (Wie zum Beispiel was von Wolfgang Petry: Verlieben, verloren, vergessen, verzeih'n...)
Oh man, Gehirn. Oder eher Matschepampe. Erde an Matschepampe! Okay. Ähm, Gehirn. Hör auf, Scheiße zu fabrizieren. Was war nur mit mir los? Ich war wohl einfach gut drauf. Das musste es sein.
"It's a beautiful day, the sun is up, the music's playing
And even if it started raining...", sang ich weiter. Nein, grölte ich weiter.Upps. Es regnete.
Na ja, auch egal. Ich würde jetzt eh duschen. Und da regnete es ohnehin. Ähm, im übertragenden Sinne.
Bevor ich die Tür lautlos hinter mir schloss, sah ich noch mal auf unser Doppelbett, wo James ausgebreitet lag. Oh Merlin, er sah so...süß aus. Wie ein Engel.
Ähm, stopp. Engel hatten Flügel und blonde Locken. James hatte strubbelige, schwarze (!) Haare und Flügel waren nicht vorhanden.
(Glaubte ich jedenfalls, er lag nämlich auf dem Rücken...) Aber trotzdem war er mein Engel. Tja, Gehirn, jetzt hast du wohl nicht damit gerechnet, dass ich dir widerspreche. Ha!
Einatmen, ausatmen. Einatmen, ausatmen. Hilfe, ich klang wie eine Psychotherapeutin. Nicht, dass ich keine benötigen würde - aaaaah.
"Lily?", raunte eine Stimme hinter mir verschlafen, und ich drehte mich um, mit einem gezwungenen Grinsen auf dem Gesicht. Er musste ja nicht wissen, dass ich gerade gedacht hatte, dass ich geisteskrank war. Hust.
"Ja?", flüsterte ich leise.
"Was war das gerade für eine schreckliche Musik?", krächzte er und rieb sich die Augen.
???
Okay, das verstand ich jetzt nicht so ganz. Musik? Ich hatte keine Musik angemacht. Ich hatte - gesungen. Shit, er hatte mich gehört. UND er hatte gesagt, dass es grauenhaft klang. Schnief.
"Welche Musik?", sagte ich schrill. Scheiße, scheiße, scheiße. "Ich hab keine Musik gehört."
Nee, nur gesungen. Gegrölt. Ein eigentlich schönes Lied verunstaltet.
Er rieb sich die Augen und irgendwas zog sich in meinem Bauch zusammen (wahrscheinlich irgendein Schmetterling, der ein paar Orientierungsprobleme hatte). Er sah so - verletzlich aus. So (Merlin?)....sexy. Unheimlich. Das war unheimlich.
"Na ja, ich bin davon aufgewacht, dass etwas... da war Musik. Irgendwas mit es ist ein wunderschöner Tag, selbst wenn es zu regnen beginnt...und - ähm - es regnet. Nein, es schüttet.", erklärte er.
Der Schmetterling in meinem Bauch stürzte ab. Ich hoffte mal, er landete sanft...auf meinem Magen oder so.
Ich schluckte schwer. "Das -", begann ich. Schluckte noch mal. Merlin, wie peinlich. "Das, James...das war ich."
Er starrte mich für einen Moment an, dann breitete sich das größte Grinsen auf seinem Gesicht aus, bis zu den Ohren oder so, und... er prustete los.
Aaaaaaargh! Er würde mich echt nie verstehen. Das war nämlich das Bescheuertste, das man hätte in diesem Moment tun können. Er. Lachte. Mich. Aus.
Seine Freundin. MICH. Lily Evans.
Aber er hatte wohl nicht mit mir gerechnet. Kampf war angesagt. Grrr.
Ich rannte los, landete mit dem Bauch auf unserem Bett und riss James sein Kissen unter seinem Kopf weg und donnerte es ihm auf den Kopf.
"Hör! Auf! Zu! Lachen!", polterte ich wütend und bei jedem Wort schlug ich mit dem Kissen auf seinen Kopf ein. Damit sein Dickschädel schrumpfte.
Aber anstatt aufzuhören, lachte er weiter. Nein, er lachte nicht nur weiter, er lachte noch mehr.
Ich pfefferte nun wütend das Kissen in irgendeine Ecke des Zimmers und boxte auf sein Sixpack ein. Aber ich hatte nicht bedacht, dass er auf seiner Muskelansammlung nur wenig fühlen konnte.
"Das..." Er suchte nach Worten. "DAS ist einfach nur geil. Du singst noch schlimmer als Pad."
Der Schmetterling in meinem Bauch war sicherlich nicht weich gelandet. Nein. Garantiert nicht.
Ich hob die Hand und scheuerte ihm eine. Wenn ich jetzt anfangen würde, zu heulen, dann - ...ich konnte doch jetzt nicht damit anfangen. Heute war mein Date mit James und doch hatte er mich verletzt, trotzdem.
"Du - du...DU VERDAMMTES ARSCHLOCH VON JAMES POTTER!", brüllte ich und kämpfte mit den Tränen. "WEISST DU, WAS FÜR EIN TAG HEUTE IST? WEISST DU DAS? DU WACHST DAVON AUF, WEIL ICH SINGE, WEIL ICH VERDAMMT NOCHMAL GLÜCKLICH BIN, NEIN - WAR - und...und du...du hast mich verletzt, verdammt! Kümmert es dich nicht, dass es hammer wehtut, wenn du mich auslachst? Du solltest mich verstehen, James, verstehen, denn du - du bist mein Freund, du solltest mich kennen! Du kennst mich glaube ich sogar manchmal besser als ich! Weißt du, wie deprimierend das ist?" Ich schlug mit der Faust auf seine Brust. Versuchte den Frust, der in mir hochkam, abzubauen. "Ich will nicht, dass es mir wehtut. Das du mir wehtust."
Eine Träne kullerte meine Wange herunter.
Ich sah an seinen Hals, sah, wie er schluckte. Der geschockte Ausdruck in seinen Augen entging mir. Er hob zögernd die Hand und wischte sanft mit dem Daumen die Träne weg. Doch die Berührung tat nur weh.
In mir drin.
"Heute ist unser Date, Lily. Ich weiß, ich weiß. Schh. Alles ist okay, ich - ich bin ein Schwein. Schrei mich an. Schrei mich an! Schrei deinen Frust raus, tu mir weh, schlag mich, verletz mich. Aber. Ich. Wollte. Dir. Nicht. Wehtun. Ich würde dir nie wehtun wollen. Ich - verdammt, ich bin...Querstrich war....bescheuert. Ich verstehe dich doch. Manchmal. Oft. Ich liebe dich. Ich habe noch nie einen Menschen kennengelernt, der ansatzweise so ist wie du. Und ich glaube, manchmal weißt du gar nicht, wie schön du bist. Wie zierlich. Wie wunderbar. Immer, wenn ich dich ansehe, habe ich das Gefühl dich beschützen zu müssen. Plötzlich fröhlich zu sein. Ich... ich wollte das nicht." Er sah mir eindringlich in die Augen. Ich spürte, dass er die Wahrheit sagte, dass es ihm wichtig war, dass ich verstand. "Du bist das Wichtigste auf der ganzen Welt, im ganzen Universum für mich. Und dein Gesang ist auf diese Art, diese wunderbare Weise, die ich immer in dir sehe... er gehört zu dir. Und ich liebe alles an dir. Sogar wenn du singst. Selbst wenn du tausend mal so schlimm wie Pad singen würdest, es - es würde in meinen Ohren wunderschön klingen."
Der Schmetterling richtete sich nicht nur auf und flog drei Meter hoch, sondern verhundertfachte sich auch noch. Hach. Er meinte das ohne Scheiß ernst. Er liebte mich, durchgeknallt, auch mein Gesang/Gegröle/Verunstalten eines Liedes. Er liebte mich.
Ich glaube, das war das erste Mal, an dem ich verstand, was diese drei Worte ihm wirklich bedeuteten. Er liebte nicht nur die Dinge an mir, die gut waren. Er liebte sogar meine persönlichen Special Effects. Für ihn war ich perfekt, EGAL was ich falsch machte oder richtig.
Einfach so wie ich war.
"Alles okay?", fragte er besorgt. "Es tut mir wirklich leid. Echt."
Ich wischte mir mit der Hand über mein Gesicht. "Ja.", sagte ich. "Alles okay."
Und es stimmte. Ich verstand ihn, ich hatte verstanden, dass er alles, was er gesagt hatte, ernst gemeint hatte.
James strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. "Ich geh jetzt duschen", meinte ich.
"Vergiss nicht zu singen." Er lächelte mich an. Unsicher.
"Ja. Am besten 'n Schlager." Ich erwiderte sein Lächeln.
Ich drehte mich noch mal zu ihm um und verschwand dann im Bad. Hmm, so hatte ich mir meinen Morgen nicht vorgestellt...aber im Nachhinein konnte man nur darüber lachen: James war von meinem Gesang aufgewacht und hatte gedacht, ich höre geschmacklose Musik.
Während ich meine Haare einshampoonierte, fragte ich mich, was James denn vorbereitet hatte, denn er sah nicht so aus, als würde er direkt nach Hogsmeade gehen wollen.
Ich wusch das Shampoo aus meinen Haaren und sprang aus der Dusche. It's a beautiful day and I can't stop myself from smiling,
If I'm drinking, then I'm buying...
Ich trocknete meine Haare mit einem Zauber und kämmte sie durch. Ich dachte über gestern nach. James hätte es nicht schlimm gefunden, mit mir nach Hogwarts zusammenzuleben. Obwohl - ich eigentlich auch nicht. Es wäre ungewohnt und komisch, aber schlimm? Nein.
Ja, und noch komischer war es jetzt von mir, darüber nochmal nachzudenken.
Ich war siebzehn. Und durchgeknallt. Aber ich hatte einen ebenso durchgeknallten Menschen für mich schon gefunden.
James.
Fröhlich pfiff ich das Lied von vorhin weiter. Eigentlich hasste ich Ohrwürmer, vorallem, weil die meisten Ohrwürmlieder Texte hatten, in denen ständig ein Satz wiederholt wurde, aber dieses Lied machte echt gute Laune. Man hörte oder sang es, und man wurde glücklich. Oder besser gesagt glücklicher als man ohnehin schon war.
"It's a beautiful daaa-haay!", sang, nein grölte ich und schmierte mir die Beine mit Bodylotion ein. Auf der anderen Seite der Tür hörte ich jemanden glucksen. Tsss... ich wusste gar nicht was er hatte, bessere Lifemusik als meine konnte man gar nicht kriegen.
Ich verließ das Bad mit einem Bademantel und riss meinen Kleiderschrank auf.
Hallelujah.
Ehrlich, ich hatte keinen Plan was ich anziehen sollte.
Wahllos riss ich den Inhalt des mittleren Regalfachs heraus. Scheiße!
Verzweifelt blickte ich auf den Klamottenberg zu meinen Füßen, bis mich jemand von hinten umarmte. Ich wusste sofort, wer dieser jemand war. Wow, Lily, Respekt. Das ist ja auch soooo schwer, wenn außer dir nur noch eine andere Person im Raum ist! Sei stolz auf dich.
"Was ist denn los, Lilybärchen?", fragte James.
Ich seufzte. "Ach, ich weiß nicht, was ich anziehen soll, Jameshängebauchschwein."
"Lass doch den an", schlug er vor und deutete auf meinen Bademantel. Haha, was haben wir da gelacht. Hust. "So sexy wie eh und je."
Ich boxte ihm gegen die Schulter. "Ich bin von deinem Geschmack überzeugt, jeder sollte im Bademantel rumlaufen, das wär doch mal etwas originelles.", erwiderte ich sarkastisch. Und grinste. Merlin, ich hatte echt Stimmungsschwankungen. Vor einer halben Stunde war ich noch tieftraurig gewesen und jetzt - ?
Das lag einfach an ihm, ich konnte ja wohl nichts dafür.
Als James auch endlich angezogen war, griff er nach meiner Hand und zog mich aus unserem Schlafsaal, einen Regenschirm im Schlepptau. (Und damit bin nicht ich gemeint!)
Kaum hatten wir den Schlafsaal verlassen, richteten sich tausende Blicke auf uns. Als würden wir auffallen wie ein bunter Hund auf einem Schwarz-Weiß-Film. Nicht, dass das so falsch war. Eigentlich - zusammen sahen wir schon ziemlich bunt aus. Ich mit meinen roten Haaren und den grünen Augen, er mit seinen schwarzen Strubbelhaaren und den haselnussbraunen Augen. Doch irgendwie genoss ich das Gefühl. Nicht das Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen, das Gefühl, dass sie andere nach uns umdrehten, spürten, dass es etwas Besonderes war, uns zusammen zu sehen. Ich genoss es, dass seine Nähe mich zu einem besseren Menschen machte. Und dass den anderen das bewusst wurde.
"Die drehen sich alle um, James", meinte ich nach einer Weile und er zog mich näher an sich heran. Sein einer Mundwinkel zog sich nach oben.
"Ich weiß.", antwortete er und klang stolz. "Wahrscheinlich sind die alle neidisch, weil die auch eine so süße Freundin haben wollen wie ich eine hab."
Ich schmunzelte. "Du hast eine Freundin, warum hast du das nicht gleich gesagt? Wen?", tat ich auf ahnungslos.
Er strich mir übers Haar. "Oh, die ist auch in unserem Jahrgang. Das hübscheste, intelligenteste, verrückteste, charmanteste und süßeste Mädchen, das ich je kennengelernt habe.", fuhr er fort.
"Nie jemanden gesehen, der ansatzweise so ist", scherzte ich und bei seinen Komplimenten schoss mir das Blut ins Gesicht.
"Oh, das solltest du aber." Er drückte mir einen Kuss auf den Scheitel und flüsterte in mein Ohr: "Jedes Mal, wenn du in den Spiegel siehst."
Ich lächelte breit, als er mich auf den Arm nahm und auf seine Schultern verfrachtete. "JAMES!", schrie ich schrill. "Was soll das? - Lass mich runter!"
Doch er gluckste nur und rannte mit mir auf den Schultern die Treppe runter.
"James, lass den Scheiß!", kreischte ich und haute ihn mit meiner rechten Hand auf den Kopf. "Das ist nicht nett!"
Ich meine, wenn wir vorhin schon Aufsehen erregt hatten, was machten wir dann jetzt? Ausnahmslos jeder drehte sich nach uns um.
"Oh, wenn du dich schon nicht wehren kannst, will ich das auch schön ausnutzen", drohte er grinsend und beschleunigte seine Schritte.
Ich schrie auf. "Hängebauchschweinchen", drohte ich ihm. "Lass das, oder ich werde -"
"Du wirst was?", fragte er unbeeindruckt. Tss, der wusste aber auch nicht, wann er Angst haben sollte und wann nicht.
Ich dachte nach. "Ich werde so lange auf deinen Kopf einhauen, bis du mich runterlässt, und so wie es aussieht, kann das a) sehr lange dauern und b) sehr schmerzhaft werden."
James überging völlig meine Worte und begann, meine Füße zu kitzeln. HEY! Schon wieder nutzte der meine Schwächen aus! Ich ließ mir das nicht gefallen und kitzelte ihn im Nacken. Treffer.
Er quietschte (jaah, er quietschte!!!) los und warf den Kopf in den Nacken und quetschte somit auch meine Finger ein. Aaah!
"James Potter!", donnerte ich. "Lass mich jetzt SOFORT runter!"
Er grummelte etwas von "Na gut" und "Spielverderber" und setzte mich wieder auf meine Füße. Das war ungefähr so, als würde man von einem Hochhaus auf den Boden gesetzt werden... bescheuerte Körpergröße, bescheuerte Oberarmmuskeln, bescheuerter Dickkopf.
Eine Weile liefen wir Hand in Hand nebeneinander her, bis wir die Eingangshalle erreichten. Um genau zu sein, blieben fast alle lieber drinnen, als bei dem Regen nach Hogsmeade zu stiefeln, aber - wir waren doch ohnehin anders als die anderen.
Als wir das Gelände betraten, klatschten uns erstmal gefühlte zehn Liter Wasser ins Gesicht, bevor James überhaupt auf die Idee kam, seinen Regenschirm aufzumachen. Hmm, war ja nicht so, als hätte ich heute morgen schon geduscht...
Die Kleidung klebte an meinem Körper und auch wenn der Regenschirm, unter dem wir uns jetzt befanden, einen Großteil des Wassers davon abhielt, uns eine weitere Dusche zu verpassen, bekamen wir doch noch etwas ab. Ich konnte mir zwar besseres Wetter vorstellen, aber ich fand es perfekt so, wie es war. Ja, obwohl ich zitterte, als würde mir jemand pro Sekunde jeweils einen Elektroschock verpassen, ich fand es super, wie es war. It's a beautiful day.
"Ich weiß eigentlich voll wenig über dich. Ich weiß nur, dass dein Lieblingsessen Spaghetti Bolognese ist, aber mehr weiß ich auch nicht.", begann James ein Gespräch.
Ich lächelte. "Was willst du denn wissen?"
"Alles."
"Ich geb dir zehn Fragen."
"Zwanzig.", forderte er.
"Zehn.", sagte ich bestimmt. Dass er so kindisch war, war irgendwie.. - süß. Total süß.
"Okay, ich nehme, was ich kriegen kann", ergab er sich. "Na gut, ähm - wie ist deine Familie so drauf?"
Uii, da hatte er ja gleich mit DER Frage angefangen. "Also - meine Schwester hasst mich, weil ich eine Hexe bin und sie nicht, meine Mom ist absolut durchgeknallt und mein Vater unterstützt meine Träume wie kein anderer. Aber alles in Allem sind sie ganz okay. Soll heißen, ich hab sie total lieb, auch wenn meine Schwester mich hasst.", erzählte ich drauflos. "Und deine?"
Ich umarmte ihn von der Seite und Arm in Arm liefen wir - keine Ahnung, wohin.
"Na ja, du weißt ja, ich hab keine Geschwister oder so, aber meine Eltern haben mich auch total lieb, auch wenn sie nicht oft zu Hause sind. Auror ist eben ein harter Job." Seine Augen leuchteten auf bei seinem letzten Satz. "Manchmal ist es eben auch bescheuert, wenn man immer um seine Eltern Angst haben muss, verstehst du?" Ich nickte. "Aber Pad wohnt jetzt ja bei uns, das ist voll cool. Du musst wissen, seine Eltern waren sehr - ähm - sie haben ihn gehasst, um das jetzt mal zu verschönern, und deswegen ist er nach der vierten von zu Hause abgehauen, zu uns. Er ist fast wie ein Bruder für mich, deswegen würde ich eigentlich nie behaupten, dass ich keine Geschwister habe."
Ich nickte. "Aber er ist nicht nur eine Art Bruder von dir, sondern ein siamesischer Zwilling.", erklärte ich.
Er grinste. "Hmm, ich weiß ja nicht. Ich glaube mehr, du bist mein siamesischer Zwilling, du kleines Klammeräffchen."
Ähm. ICH? Ein Klammeräffchen? Gerade eben war ich ja noch ein Bär gewesen... na ja, auch egal. Ich glaube, es war lieb gemeint.
"Mir ist eben kalt", schmollte ich und als Antwort zog er mich enger als eng an sich heran. Wenn das nicht schon vorher der Fall gewesen war. "Und du bist warm. Außerdem darf ich dir auch noch ne Frage stellen. Ähm. Aber mir fällt keine ein. Warte..." Ich dachte nach. "Deine Lieblingsfarbe?"
Er besah mich kurz von der Seite. "Grün. Wegen deiner Augen."
Ich grinste. Falls ich überhaupt aufgehört hatte. Er machte mich einfach nur glücklich. So was von glücklich. Hmm, wenn er sagen würde, "Spring aus dem Fenster", würde ich dass dann tun oder nicht? Tja, falls ich mich jetzt nicht gleich umbringe, weil ich so kranke Gedanken habe... Na ja, um mal ernst zu bleiben - ich glaube, ich würde das nicht tun. Obwohl es doch immer heißt, 'ich würde alles für dich tun', aber einfach nicht in dem Sinne. Ich würde für ihn aus dem Fenster springen, wenn er es auch täte. Ich würde es ihm nicht antun, ohne mich leben zu müssen. Und mir auch nicht.
Es war einfach so, ich wollte nicht seine Marionette sein. Nicht kontrollierbar, davon abhängig sein, mit ihm Zeit zu verbringen.
Für mich gab es einen Unterschied zwischen 'Ich liebe dich' und die Kontrolle, die manche Mädchen über sich ergehen ließen; die der Freund über sie hatte. Für mich war klar, ich liebte ihn. So einfach war das. Und ich würde auch nur aus dem Fenster springen, wenn er es auch tun würde. Zusammen.
"Ich hab keine Lieblingsfarbe", sagte ich auf seinen fragenden Blick hin. "Ich meine, klar, ich hab eine, aber wenn ich dir die jetzt verrate - morgen ist sie ohnehin wieder anders. Momentan ist es hellblau."
James verstärkte seinen Griff um meine Taille, so dass es wirkte, als würde er mich nie wieder loslassen wollen. Haach, das sollte er auch gar nicht.
(Obwohl - wenn ich mal auf die Toilette musste, war das sicherlich sehr unpraktisch...)
Der Regen ergoss sich immer noch über uns, ich sank mit meinen Gummistiefeln ein und meine Kleidung war so nass, dass sie nur noch widerlich kalt an meinem Körper klebte. Krank, das war echt krank. Ich war trotzdem glücklich. Wirklich. So glücklich war ich glaube ich noch nie gewesen. Nicht, als ich den ersten Brief aus Hogwarts bekommen hatte, nicht, als James mich zum zweiten Mal geküsst hatte, nicht, als er mir gesagt hatte, er würde mich lieben.
Ich blieb stehen. Ich wollte diesen Moment einfach genießen: mir war zwar arschkalt und James auch, aber es interessierte mich nicht. Ich wollte diesen Moment andauern lassen. Ich wollte seine Nähe spüren, ich wollte für immer so glücklich sein wie jetzt.
It's a beautiful day.
Mittlerweile war er auch stehen geblieben. Und plötzlich wusste ich, was ich brauchte.
Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und -
küsste ihn.
Sofort war die Wärme wieder da. Es kribbelte irgendwo in meinem Bauch (vermutlich waren das die Schmetterlinge auf Drogen) und der Regenschirm fiel an unsere Seite, als würden wir ihn nicht mehr benötigen - taten wir auch nicht, mir war jetzt eh warm.
Ich kann euch sagen, es war ein echt krankes Gefühl, sich zu küssen, während es schüttete. Während der Regen auf deinen Rücken prasselte. Aber ich hatte noch nie dieses Gefühl gefühlt. Mein Herz rastete aus.
Er brachte mich echt um den Verstand. Mit einer winzigen, einzigen Berührung.
...
'Cause every time we touch
I get this feeling
And every time we kiss
I swear I could fly
Can't you feel my heart beat fast?
I want this to last
Need you by my side
...
___________
FERTIG xD Endlich, ich dachte das würde nie passieren^^ Und und und? Wie fandet ihr es? Beschissen, schmetterling-auf-drogen-haft (*hust*), mittelmäßig, schlechter als das davor - ?
Tjaaa :) Ich habs echt geschafft :DD Und? Kriegt die liebe *hüstel* Fia *hüstel*, die es geschafft hat, ein Kap hochzuladen, dafür einen Kommi?! Ihr könnt auch schreiben, dass es nievaulos war, ich will einfach nur eure Meinung in der Kommibox :D Wisst ihr, ich hab sogar ein Bild von dem Kap gezeichnet! xD
Vielleicht zeig ich es euch mal, aber nicht jetzt, JETZT muss das Kap erstmal hoch :D
Bidde, bidde, bidde lasst mir eure Meinung in der Kommibox, ich WEISS dass ihr existiert, Schwarzleser, muhahaha xD Bitte, über neue Namen freue ich mich immer riesig :P
Alles alles Liebe und fühlt euch gedrückt <3
Eure Fia ;**
PS.: Hoffe, das nächste Kap kommt früher :D Bedankt euch übrigens auch bei meiner Betareaderin, die dieses Kap betalesen 'musste' :D :*
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Harry Potter besitzt eine Geschichte und eine Seele, Pikachu und seine Pokémon-Kollegen sind nur Merchandise ohne Substanz.
Susanne Gaschke, Die Zeit