
von paxi
Bevor Harry etwas erwidern konnte, hörte er Fred rufen: „Wir bekommen Besuch, da kommt eine einzelne Gestalt von den Apfelbäumen auf uns zu!“
Nachdem alle Freds Worte gehört hatten, wurde es mucks mäuschen still im Hause. Die Anwesenden warfen sich beunruhigte Blicke zu uns Fred wisperte: „Das ist ein Auror, roter Umhang, ich glaube es ist Dawlish.“ „Verdammt, versteckt euch alle schnell, dass er euch auf keinen Fall durchs Fenster sehen kann, wollen wir doch mal sehen, was er hier will.“ Flüsterte Mr. Weasley den Leuten in seiner Nähe zu, was sich dann durchs gesamte Haus verbreitete. Daraufhin versteckten sich fast alle in den Zimmern, damit der Auror nicht abgeschreckt wurde und Verstärkung rief.
Nach einigen Augenblicken standen nur noch Mr. Weasley und Percy in der Küche. Kurz darauf klopfte es an der Tür und es erklang eine Stimme. „Guten Tag. Hier ist Dawlish, Auror des Ministeriums, öffnen sie bitte die Tür.“ „Dawlish!“ bildeten Percys Lippen eine Frage an seinen Vater. Dieser nickte und bedeutete ihm vorsichtig zur Tür zu kommen. Nach einigen Sekunden öffnete er die mit dem Zauberstab in der Hand die Tür und blickte in das leicht verzweifelte Gesicht von Dawlish. „Mr. Weasley, ich freue mich sie zu sehen, ich hoffe, sie können mir so viel Vertrauen entgegenbringen, dass sie mich herein lassen und den Zauberstab etwas aus meinem Gesicht nehmen könnten?“ Verdutzt blickte Mr. Weasley ihn an und lud ihn dann mit einer Handbewegung ein. Mit einem Hochziehen der Augenbrauen registrierte er, dass das Haus recht leergeräumt war. Als er sich gesetzt hatte, meinte Mr. Weasley: „Wenn ich fragen darf, aber was wollen sie Dawlish?“ „Ich brauche ihre Hilfe, ich hab eigentlich noch vor, dass nächste Jahr zu überleben und ich würde behaupten, dass Fudge mir da nicht helfen kann. Außerdem kann ich den Unsinn des Ministeriums nicht weiter ertragen. Professor McGonagall hat mir wohl gestern die Augen geöffnet und da ihre Tochter bei ihr war, hab ich gedacht, dass sie mir helfen können.“ „Verstehe…. Und wer sagt uns, dass nicht genau Fudge sie geschickt hat, um uns in eine Falle zu locken?“ Daraufhin zog Dawlish eine kleine Ampulle aus dem Ärmel und legte sie auf den Tisch. „Veritaresum?“ „Veritaserum!“ „Verstehe, dann nimm was davon, allerdings werden wir dich mit eigenem Veritaresium testen, solltest du uns im Untergrund helfen wollen, ich gehe mal davon aus, dass das deine Absicht ist?“ „Ja, ich glaube, auch wenn Dumbledore alt ist, er doch die Wahrheit spricht. Außerdem was können wohl die Erben und Dumbledore bewerkstelligen, wenn McGonagall mit ein paar Bewegungen 30 Auroren aus dem Verkehr ziehen kann?“ Mr. Weasley nickte und Dawlish trank die Ampulle in ein paar Schlücken leer, worauf seine Augen glasig wurden. „Willst du die Familie Weasley, die Gründer, den Orden des Phönixes ausspionieren, in eine Falle locken oder auf eine Art und Weise schaden?“ fragte Mr. Weasley ihn nun. „Nein.“ „Was möchtest du dann machen?“ „Ich möchte dem Orden helfen gegen Du-weißt-schon-Wer zu kämpfen und nicht mehr dem Ministerium helfen, diese Politik der Verleumdung und Hetze weiter zu führen.“
Mr. Weasley murmelte einen Zauberspruch und die Augen wurden wieder klarer. „Nun ich denke, dass wir dich mit ins Hauptquartier mitnehmen können, allerdings wirst du nochmal getestet“ „Ich verstehe, ich bin erfreut, dass ihr mich nicht mit noch mehr Misstrauen empfangen habt, schließlich habt ihr euch ja nicht alle versteckt. Ihr wart ein paar Sekunden zu langsam.“ Ergänzte er als Reaktion auf die verwunderten Gesichter. „Na gut, ihr könnt rauskommen.“ Meinte Mr. Weasley ein wenig lauter und alle kamen aus ihren Zimmern. „Kinder, Auror Dawlish möchte sie gerne dem Orden anschließen!“ „Wie bitte? Er hat uns gestern die Auroren auf den Hals gehetzt!“ meinte Harry. „Das stimmt vollkommen Mr. Potter, allerdings hat ihr Auftritt wohl einen Schalter umgelegt. Ich habe mich gerade bereits einem Test unter Veritaserum unterzogen und bin bereit noch andere zu machen. Ich habe ehrlich gesagt vor das nächste Jahr noch zu erleben und ich glaube nicht, dass Fudge auf dem richtigen Weg ist. Ich kann ihr Misstrauen natürlich verstehen, bitte sie nur um die Chance allen zu zeigen, dass es mir ernst ist.“ Harry starrte ihn darauf weiterhin misstrauisch an, schließlich nickte er und auch die anderen schienen überzeugt. „Nun gut, wir packen den Rest am besten ein und ziehen dann ins Hauptquartier um.“ „Ich will ja nicht beunruhigen, aber vermutlich kommen in rund einer viertel Stunde Auroren vorbei, nachdem Ms. Weasley gestern identifiziert worden konnte und du nicht zur Arbeit erschienen bist, hat man den Verdacht, dass ihr im Orden seid und fliehen wollt.“ „Dann schnell!“ trieb Mr. Weasley seine Familie an.
Nach zehn Minuten, sie hatten so gut wie alles gepackt, hörten sie ein paar Geräusche, die eindeutig Appariergeräusche waren. „Kommen sie mit erhobenen Händen hoch und werfen sie ihre Stäbe auf den Boden. Hier ist das Ministerium!“ hörten sie eine hohe, mädchenhafte Stimme, durch einen Sonorus Zauber laut und deutlich. „WEG HIER!“ rief Mr. Weasley und direkt darauf disapparierten alle. So nahmen Fred und George Ginny und Harry mit, Ron und Hermine wurden von Mr. und Mrs. Weasley und Dawlish wurde von Pery mitgenommen. Kaum waren sie disappariert, wurde die Haustür mit einem Zauber aus den Angeln gesprengt und eine wütende Dolores Umbridge trat ins Haus und zeterte los: „Welcher von euch Vollidioten hat die Apparierblockade vergessen? Geht mir aus den Augen, das wird noch Konsequenzen haben, jetzt durchsucht das Haus nach Informationen, wo sie hin sein könnte, ich gehe Cornelius berichten.“
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Nach ihrer Flucht vom Fuchsbau erschienen die Weasleys mit ihrer Begleitung und Dawlish in der Eingangshalle des Grimmauldplaces 12. Sofort wurden sie von den Wartenden begrüßt, dass sie am längsten brauchen würden war klar, schließlich wollten sie umziehen. Als sie jedoch Dawlish bemerkten wurden die ersten Stäbe gezogen und es wurden mehr bis Dumbledore meinte: „Steckt die Zauberstäbe weg, ich denke nicht, dass er uns alleine gefährlich werden kann. Ich wüsste zu gerne, warum sie hier sind Mr. Dawlish?“ „Nun Professor Dumbledore, ich habe gestern nach dem Auftritt der Erben.“ Er nickte Sirius, Luna, Ginny und Harry respektvoll zu. „das ich anscheinend auf der falschen Seite in diesem Krieg stehe. Niemand würde solch einen Kampf anfangen, wenn er nicht genau wüsste, dass er im Recht ist, allerdings muss ich sagen, dass ich schon etwas länger zweifele. Das man sie als nun ja…. Verrückt bezeichnet ist….“ „nicht ganz so unglaubwürdig“ ergänzte Dumbledore und ein Lächeln umspielte seine Lippen. „ja so kann man es formulieren, als man dann allerdings anfing ihnen den Mord an Mr. Malfoy anzudichten versuchte und auch die Hetze gegen Mr. Potter, da fing es schon an. Ich hoffe, dass ich eine Chance bekommen kann, ich bin bereit mir jeden Test zu unterziehen.“ „Ich verstehe.“ Meinte Dumbledore während Dawlish von vielen noch misstrauisch beäugt wurde. „Ich denke, dass ein Test genau jetzt angebracht wäre, Fawkes, wenn du die Güte hättest.“ Nach seinen Worten erschien in einer Stichflamme über Dawlish Fawkes, der sich auf die Schulter von Dawlish setze und mit seinen Augen den Blickkontakt zu ihm suchte. Nachdem er diesen Blickkontakt erwiderte und auch standhielt, schwang sich Fawkes irgendwann wieder in die Lüfte und fing an ein Lied zu singen, bei dem sich bei allen ein Gefühl des Vertrauens und der Hoffnung breit machte. „Nun ich denke, das sagt alles. Willkommen im Orden oder erhebt irgendjemand der Anwesenden Einsprüche?“ fragte Dumbledore in die Runde. Nach Fawkes Auftritt hatten sich die meisten Gesichter der Anwesenden entspannt und keiner brachte einen Einspruch vor. „Vielen Dank euch allen, ich hab noch eine Frage, kennt ihr eine Möglichkeit, wie ich untertauchen könnte? Ich vermute, dass Fudge bald merkt, dass ich übergelaufen bin.“
„Das ist einfach, wir haben noch Zimmer frei. Also hol einfach deine Sachen und zieh hier ein. Wie alle anderen auch. “ Meinte Harry einfach. Daraufhin wurden Dawlishs Augen kugelrund und er fragte: „Wie bitte? Der gesamte Orden wohnt hier? Was ist das für ein Haus?“ „Ja fast der gesamte Orden wohnt hier, das ist das Haus der Gründe genauer gesagt, sind es mehrere.“ Meinte Harry und erzählte kurz, was es mit den mehreren Häusern auf sich hatte. „Beeindruckend. Sehr beeindruckend und ich darf wirklich hier wohnen?“ „Ja das können sie.“ „Vielen Dank, dann werde ich meine Sachen direkt holen.“ „In Ordnung.“ „Warten sie, ich glaube, es wäre gut wenn Minerva und ich sie begleiten“ meinte Professor Flitwick. „Man weiß ja nie.“ „Gerne und vielen Dank.“ „Keine Ursache, zudem müssen wir ihnen noch sagen, wie sie hierhin kommen können.“
Nachdem die drei verschwunden waren, räusperte sich Hermine und meinte: „Darf ich euch allen meine Eltern vorstellen? Jean und Walter Granger.“ Die beiden wurden in der Runde von allen begrüßt, dabei war Ron wohl etwas unwohl, schließlich waren dies die Eltern seiner Freundin, die er noch nicht wirklich kennengelernt hatte, daher nahm er sich vor, in den nächsten Stunden und Tagen möglichst viel mit ihnen zu sprechen und einen guten Eindruck zu machen.
Als alle die drei begrüßt hatten und sich alle anfingen Richtung Wohnräume zu bewegen, klopfte es an der Tür. Professor Dumbledore blieb stehen und legte einen Zauber auf die Tür, der die Tür von ihrer Seite aus gesehen unsichtbar machte. Hinter der Tür standen Charlie, Bill und Fleur. Kaum hatte Dumbledore erkannt wer hinter der Tür war, öffnete er auch die Tür mit einem Zauber und die drei stürzten in den Raum, mit ihnen drang eine furchtbare Kälte ins Haus und man spürt, wie sich das Lachen, was zuvor noch zu hören war, aus dem Raum stahl. Hinter der Tür erschienen nun einige Dementoren, die versuchten ins Haus zu gelangen. Bevor jedoch einer die Türschwelle übertreten konnte, wurde die Tür von einem Zauber geschlossen. Die drei rappelten sich auf und Bill meinte nur: „Danke, wir hätten es nicht viel länger draußen ausgehalten.“ Nachdem die anderen sich von ihrem Schock erholt hatten und wieder ein wenig Wärme in das Haus gekommen war, lief Mrs. Weasley auf die drei zu und zog sie alle gleichzeitig in eine Umarmung, bei der sich Charlie und Bill die Köpfe aneinander stoßen. „Autsch!“ „Mum, lass das!“ „Meine Jungs, Fleur, ihr seid hier! Aber was habt ihr gemacht, dass Dementoren hinter euch her sind?“ „Ich glaube, dass wüssten wir alle gerne.“ Ertönte Dumbledores Stimme. „Aber bevor wir uns dem widmen, sollten wir uns alle in den Wohnraum begeben, ich glaube wir sollten uns alle mal vorstellen, es sind sich ja noch nicht alle bekannt. Danach werden wir dann besprechen, was Dementoren vor der Haustür machen und was sonst noch so ansteht.“
Eine viertel Stunde später saßen dann alle bei einem gemütlichen Feuer im Kamin und etwas zu trinken und Schokolade im Wohnraum und besprachen, wieso die Dementoren am Grimmauldplace waren, nachdem sie sich alle einander vorgestellt hatten und allen von den letzten Tagen berichtet hatten. „Das Ministerium weiß doch sicher, wo die Familie Black wohnt, vielleicht haben sie nach Sirius Auftritt gestern Nachmittag einfach mal die Dementoren hierher geschickt, in der Hoffnung das sie ihn fassen.“ Mutmaßte Lupin. „Vermutlich wird es so sein, auch wenn man vermuten könnte, dass das Ministerium nicht mehr die Kontrolle über die Dementoren hat und stattdessen Voldemort sich erinnert hat, wo die Blacks wohnen und uns deswegen die Dementoren schickt.“ Meinte Dumbledore. „Aber wie sollen wir uns verteidigen, wenn diese Kreaturen draußen herumlaufen? Ich meine, dass kaum einer von uns Schülern den Zauber kann!“ warf Hannah ein. „Da habt ihr natürlich Recht, ich denke, dass Remus euch allen den Zauber beibringen sollte, damit sich jeder wehren kann.“ Meinte Mr. Weasley. „Eine gute Idee, ich denke, da wir noch Zeit bis zum Abendessen haben, sollten wir die dafür nutzen.“ Erwiderte der Angesprochene. „Wer kommt mit?“ Nach seinen Worten standen alle der aktuellen Schüler auf, auch Harry, der der Meinung war, dass er den Spruch mal wieder üben konnte. Außerdem kamen noch Mrs. Abbot, Mrs. Longbottom, Bill, Charlie, Fleur und Madam Pomfrey mit ihm.
So saßen nach einigen Minuten weniger Menschen im Raum. „Hast du das gesehen Walter? Ich glaube unsere kleine Hermine hat einen Freund.“ Meinte Mrs. Granger leise. „Ja Schatz, aber bitte bedenke, sie ist nicht mehr deine Kleine und ich glaube, dass sie in der Beziehung die ist, die den Ton angibt, also hör auf dir wieder Sorgen zu machen. Außerdem war das wohl Ron, Harry hatte schwarze Haare und eine Narbe, ich glaube sie weiß genau, was sie tut. Lass sie Erfahrungen sammeln.“ „Ja du hast ja Recht.“
Nach diesem leisen Gespräch wandten sich die beiden wieder den Unterhaltungen der andern zu und fanden sich relativ gut ein, auch wenn sie von der aktuellen Lage in der Zaubererwelt nicht ganz Bescheid wussten, allerdings wurde auch nicht nur über den Krieg gesprochen, sondern man versuchte auch, sich kennenzulernen. Nach anderthalb Stunden wurden sie dann zum Essen gerufen. Als sie sich alle zum Essen gesetzt hatten und einige Minuten bereits aßen, bemerkte Dumbledore einige Veränderungen in der Zusammensetzung der Mitglieder. Harry saß neben Ginny, Ron neben Hermine, allerdings hatten sich noch andere Paare gebildet, die miteinander sprachen. So saß George neben Angeline, Fred neben Katie, Wood neben Alicia, Remus neben Tonks und Neville neben Luna. `Wie schön es doch ist, dass auch im Krieg die Liebe noch seinen Platz hat`dachte er für sich.
Ein paar Minuten später trat ein weiteres Mitglied ein. Professor Snape eilte auf Dumbledore zu und legte ihm die Abendausgabe des Tagespropheten vor. Die Miene von Snape war nicht wie sonst unergründlich, sondern voller Sorge und auch Dumbledores Miene verfinsterte sich.
„Ich denke, wir haben schlechte Nachrichten.“ Meinte Dumbledore mit besorgter Miene in die Runde.
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