
von paxi
Am nächsten Morgen wachte Harry gegen halb neun auf und bemerkte das Ginny schon wach war und ihn, den Kopf auf dem Ellbogen gestützt, beobachtet sie ihn. „Guten Morgen mein Schatz.“ Begrüßte sie ihn und beugte sich herunter und gab ihm einen Kuss auf den Mund. „Guten Morgen Ginny.“ Meinte Harry nach ihrem Kuss. „Sag mal Harry, was würdest du davon halten, wenn wir in den nächsten Tagen ein wenig sowohl dein als auch mein Haus umgestalten, Merlin das hört sich so komisch an.“ „Naja, was hast du denn daran auszusetzen?“ „Na ich weiß, dass Sirius zum Beispiel viele der ganzen historischen Gegenstände, wie die Kelche und Kerzenhalter, weggeräumt hat.“ „Naja bei dem Wappen würde ich das auch machen.“ Grinste Harry. „Naja, ich dachte mir, dass wir vielleicht mal die restlichen Möbel aus dem Fuchsbau aufbauen. Ich würde auch gerne einige meiner Sachen bei dir hinstellen, wenn dir das Recht ist.“ „Natürlich Schatz, warum fragst du?“ „Na es kommt mir zwar schon lange vor, aber wir sind doch erst seit ein paar Tagen zusammen.“ Weiter kam sie nicht, denn Harry drückte seine Lippen auf ihre. „Und wenn schon, ich liebe dich und werde dich nicht verlassen, räum ruhig etwas ein, was dir gefällt, mir wird es auch gefallen, der Fuchsbau ist das was einem Zuhause für mich, genau wie Hogwarts, am nächsten kommt. Ihr seid mit Sirius und den anderen die Familie, die ich zehn Jahre nicht hatte.“ Ginny merkte, wie in ihm eine Bitterkeit aufstieg, daher kuschelte sie sich fester an ihn und versuchte ihn wieder zu beruhigen. „Harry, lass die Vergangenheit los, ich werde dich nicht verlassen und immer an deiner Seite stehen, genau wie Ron, Hermine, meine Familie, Sirius und all die anderen.“ Harry schloss seine Augen und drückte eine einzelne Träne weg. Dann nahm er Ginny in den Arm und flüsterte in ihr Ohr. „Danke. Danke für die letzten fünf Jahre. Lass uns in den nächsten Tagen nicht mehr so viel faul herumliegen und das Haus ein wenig umgestalten. Allerdings müssen wir auch daran denken, dass die anderen noch im Haus wohnen, vielleicht sollten wir erstmal das Zimmer hier umgestalten?“ „Das ist eine gute Idee. Lass uns später mal gucken, was man vielleicht ändern kann.“ „Gern. Deine Mum findet es wirklich in Ordnung, wenn wir zusammen bei mir im Haus schlafen?“ „Ja Harry, sie vertraut uns beiden. Du brauchst dich nicht unwohl fühlen, ich will hier sein und Mum ist damit einverstanden.“ Erwiderte Ginny ein wenig genervt. „Ja in Ordnung, komm lass uns uns fertig machen, runtergehen und frühstücken, heute kommen doch eventuell die ersten Freiwilligen nach Hogwarts und Dumbledore meinte, dass heute viel Arbeit ansteht.“ Kaum sagte er das, war Ginny im Bad verschwunden und Harry setzte sich grinsend aufs Bett. „Ginny, bitte brauch nicht wieder Ewigkeiten.“ „Ich doch nicht, wer braucht denn immer eine halbe Stunde?“ hörte er ihre gedämpfte Stimme aus dem Bad und fing an zu lachen.
Als sie beide fertig waren, gingen sie zum Speisesaal, auf dem Weg besprachen die beiden, was sie gerne im Haus verändern würden. „Ich finde, dass die Wandbehänge nicht wirklich passen Harry, klar das Wappen Gryffindors ist schön, aber muss an fast der gesamten Wand ein Vorhang sein? Ich finde, dass wir nur ein paar Akzente setzen sollten.“ „Meinst du nicht, dass die ganzen Goldbecher und Teller etwas protzig wirken?“ „Warum hängen denn überall Schwerter an der Wand? Reichen nicht ein paar am Kamin? Da wirken sie doch ganz nett?“ Harry hörte sich Ginnys Vorschläge den ganzen Weg entlang an und als sie endlich da waren, grinste er von einem Ohr bis zum anderen. „Warum grinst du so?“ fragte Ginny ihn irritiert. „Ich muss die ganze Zeit daran denken, wie du mein Haus so gestalten willst, wie den Fuchsbau.“ Ginnys Augen wurden groß und Harry sah, dass er sie erschrocken hatte. „Es tut mir Leid Harry, bitte entschuldige, ich war zu schnell.“ Fing sie schnell an, doch Harry küsste sie und meinte dann. „Ginny, es macht mir nichts aus, ich finde es toll, dass du bereits einiges umräumen willst, ich habe mich bei euch immer zu Hause gefühlt, wenn du es mir auch so einrichten kannst und auch noch bereit bist zusammen mit mir zu leben, dann ist das schönste Geschenk, welches ich je bekommen habe. Und dabei war mein Geburtstag doch gestern.“ Lächelte er. Er sah, wie sich die Tränen in ihren Augen sammelten, bis sie sich in seine Arme warf und ihn fest drückte. Als sie sich endlich löste, meinte sie nur: „Harry, wie schon vorhin, ich liebe dich und ich werde zu dir stehen.“ „Ich liebe dich auch, aber meinst du nicht auch, dass jetzt ein Zeitpunkt fürs Frühstück gekommen ist? Umräumen können wir noch die nächsten Wochen und hoffentlich auch Jahre.“ Ginny strahlte ihn an und meinte nur: „Natürlich, meinst du, ich lass mir Dobbys und Libers Frühstück entgehen?“ Harry grinste nur und trat hinter Ginny ein.
Kaum waren die beiden am Frühstückstisch angekommen, sahen sie, wie Professor McGonagall, Lupin und Sirius mehrere Dutzend Briefe vor sich liegen hatten, während einige andere Mitglieder des Ordens noch frühstückten. „Was ist denn das?“ fragte Harry erstaunt, während Ginny und er sich setzten und mit dem Frühstück begann. „Guten Morgen würde ich als Begrüßung vorziehen, mein Lieblingspatensohn.“ Meinte Sirius nur grinsend, während Lupin Harry antwortete. „Wir haben heute Morgen rund 50 Briefe von verschiedenen Hexen und Zauberern bekommen, die uns beim Einrichten von Hogwarts helfen wollen. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie wir gestaunt haben, als wir in die Küche gekommen sind und schon knapp 35 Briefe vorgefunden haben. Wir wären ja schon froh gewesen, wenn uns 10 Leute geholfen hätten. So können wir Hogwarts auf jeden Fall für mehr Leute einrichten. Da fällt mir übrigens ein, dass wir die anderen mal wecken sollten, damit wir alle gegen kurz vor zehn nach Hogwarts flohen können. Tatze willst du nicht mit Fred und George die anderen wecken?“ ergänzte Lupin mit einem Grinsen. „Natürlich Moony, Fred, George gebt ihr euch die Ehre?“ Natürlich, wie könnten wir uns sowas entgehen lassen.“ erwiderte Fred.
Als die drei verschwunden waren meinte Professor McGonagall zu Lupin: „Remus, seit wann sind sie eigentlich wieder so unvernünftig geworden? In der Schule waren sie doch immer der, der James und Sirius zurückgehalten hat!“ „Weißt du Minerva, ich fühle mich einfach gut und bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen entweder gewonnen haben oder nunja, Tod sind, aber immerhin müssen wir nicht mehr auf irgendwas warten oder uns verstecken.“ Ginny bemerkte, wie sein Blick zu Tonks ging, als er erwähnte, dass er sich gut fühlen würde und sah, wie auch Tonks zu den beiden guckte und dabei strahlte. Zudem hatte sie sonnengelbes Jahr, immer ein Zeichen, dass sie gut gelaunt war.
„Da läuft doch was zwischen den beiden oder Schatz?“ flüsterte Ginny Harry zu. „Wen meinst du jetzt?“ „Och Harry, dass hättest du doch schon längst bemerken können. Remus und Tonks.“ „Meinst du?“ „Ja natürlich, guck doch mal, wie die beiden sich angucken, ich würde vermuten, so gucken wir auch manchmal.“ „Achso, naja, kann gut sein.“ Meinte Harry. „Jungs.“ Murmelte Ginny enttäuscht, was sich aber schlagartig änderte, als Hermine und Ron, halb schlafend, in den Raum kamen und sich neben sie setzen. Kaum hatten sie sich gesetzt, da fing Ginny auch schon an Hermine ihre Vermutung bezüglich Lupin und Tonks mitzuteilen. Während die beiden sich flüsternd unterhielten und dabei kaum etwas aßen, warfen sich Ron und Harry einen Blick zu, der wohl Unverständnis gegenüber der Tatsache, dass die beiden nichts aßen, obwohl vor ihnen mehr als genug stand, ausdrücken sollte.
Nachdem Sirius, Fred und George lachend wieder in den Speisesaal kamen, trudelten dann auch nach und nach die restlichen Mitglieder ein, welches teilweise sehr böse Blicke in die Richtung der drei warfen.
Gegen kurz vor zehn waren dann alle bereit, jeder hatte den Ordensmantel an, nach Hogwarts zu flohen und alles vorzubereiten. Kaum traten sie aus dem Kamin, wurden sie auch schon von Dumbledore begrüßt. „Guten Morgen zusammen, ich freue mich ja, dass sie alle da sind. Wir haben noch einiges wichtiges zu besprechen. Als erstes würde ich Sirius, Harry, Ginny und Luna vorschlagen, dass ihr die Verordnung zur Beschränkung der Zauberei Minderjähriger aufhebt. Ich denke, dass hat mehr Nutzen als es Schaden verursachen kann. Ihr könnt euch dazu gleich noch beraten, während der Rest mit mir anfängt das Schloss umzugestalten, wenn ihr das aufheben wollt, dann schickt ihr einfach eine Eule ins Ministerium, wenn ihr unterschreibt, wird sich jemand darum kümmern. Der nächste Punkt ist jetzt die Umgestaltung des Schlosses. Ich habe mir dazu folgendes überlegt: Professor McGonagall, Professor Flitwick, ich würde sie darum bitten, dass sie mit anderen Ordensmitgliedern und Freiwilligen die Räume so herrichten, dass dort immer zwischen 2 und 4 Personen vorübergehend wohnen können. Professor Sprout, ich würde sie darum bitten, dass sie mit Hagrid und anderen Freiwilligen, verschiedene Tiere und Pflanzen, die die Todesser aufhalten können auf dem Gelände verteilen. Professor Snape, wir bräuchten noch verschiedene Tränke als zusätzlichen Vorrat. Stärkungstränke und Schmerzmittel werden wahrscheinlich benötigt werden, am besten sprechen sie sich mit Madam Pomfrey ab. Kingsley, bitte suchen sie nach guten Stellen, an denen man gut Todesser auf dem Gelände unter Beschuss nehmen kann und sprechen sie ab, wer diese Positionen besetzt.“ Zählte Dumbledore auf und nickte den Betreffenden zu. „Ansonsten würde ich darum bitten, dass sie sich ihren Fähigkeiten entsprechend zuordnen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Nur wenn wir zusammenarbeiten, dann werden wir es schaffen können Voldemort aufzuhalten.“ „Professor, entschuldigen sie, aber Godric meinte gerade zu mir, dass er und auch die anderen Gründer uns vieren gerne einiges an Wissen geben möchten, welches wir dann in den Übungsstunden an alle weitergeben sollen.“ „Das ist hervorragend Harry, am besten setzt ihr euch zu viert zusammen und sucht die nützlichsten Zauber heraus, vielleicht könnt ihr auch den Schutz der Schule überprüfen, die alten Banne kann selbst ich nicht überprüfen.“ „In Ordnung.“ „Gut dann auf, wir haben viel zu tun. Einer muss übrigens noch zum Tor gehen und die Freiwilligen empfangen und ihnen sagen, wie sie helfen können.“ Meinte Dumbledore und die Anwesenden verteilten sich auf die verschiedenen Gruppen, während sich Lupin und Tonks auf den Weg zum Tor machten. Kaum hatten sie das bemerkt, warfen sich Hermine und Ginny einen wissenden Blick zu und grinsten ihren Freund vielsagend an.
Während sie den ganzen Tag arbeiteten, die Hauselfen brachten zur Mittagszeit Snacks herum, stoßen auch immer mehr Freiwillige hinzu. So kamen viele Eltern von Hogwarts Schülern mit ihren Kindern, aus dem Ministerium kamen neben einfachen Büroangestellten auch einige Auroren, anscheinend hatten viele Abteilungsleiter dafür geworben, dass möglichst viele Hogwarts sicher machen, da es schließlich um die Zukunft und die Kinder der gesamten Zauberergesellschaft gehen würde. Als sie sich am Abend in der großen Halle versammelt hatten um zu essen, fühlte sich Harry fast so, als ob ein normaler Schultag zu Ende gegangen wäre, mit Ausnahme der Tatsache, dass er sich viel kaputter fühlte als sonst, das gedankliche Reden mit Godric und das erlernen alter Sprüche war schwieriger als gedacht. Um ihnen die Bewegungen besser zeigen zu können, hatten die Gründer, aber nur auf ausdrücklichen Wunsch der Erben, sogar zwischendurch die Kontrolle über sie ergriffen. Besonders Ginny nahm das mit, das ganze erinnerte sie stark an ihr erstes Schuljahr. Daher war Harry nicht verwundert, dass eine müde und erschöpfte Ginny ihren Kopf auf seiner Schulter abgelegt hatte und fast beim Essen einschlief. Schließlich hatten alle aufgegessen und Dumbledore erhob sich: „Liebe Freunde, Mitkämpfer, wir haben heute viel geschafft und haben jetzt genug Raum, dass wir uns alle in die Betten begeben können, um uns unseren wohlverdienten Schlaf zu gönnen. Ich bitte euch alle morgen um neun Uhr in der Halle zu sein, dann werden wir besprechen, wie wir das Schloss weiter schützen können und eventuell schon mit unseren Duellübungen und dem Verteidigungsunterricht anfangen. Aber nun möchte ich gar nicht mehr länger mit zu langen Reden uns alle aufhalten und wünsche ihnen allen eine angenehme Nacht.“ Nach seinen Worten erklang kurz Applaus und nach und nach wurde die große Halle leerer.
Gegen halb elf schliefen dann bereits die meisten, der Tag war zu anstrengend gewesen, um abends noch am Kamin lange zu sitzen. Eine der wenigen, die noch wach waren und keinen Schlaf fand, war Mrs. Weasley, die neben ihrem Mann lag und sich ihre Gedanken machte. Sie hatte den ganzen Tag mit Freude bemerkt, dass sowohl Fred und George ihre Beziehungen ernst meinten, Ron mit Hermine glücklich war und Ginnys Schwärmereien von früher wohl nun Realität geworden waren. Mrs. Weasley war froh, dass sie mit Harry zusammengekommen war, die beiden passten sehr gut zusammen und sie hatte keine Bedenken, dass die beiden ihr Vertrauen missbrauchen würden. Das einzige, was sie ihre Stimmung trübte, war das Wissen, dass sie vor 15 Jahren alle ähnlich euphorisch gewesen waren, keiner hatte gedacht, dass eine geliebte Person am nächsten Tag nie wieder mit einem sprechen würde, weil sie am Tag zuvor von den Todessern umgebracht wurde und die Sorge um ihre Kinder und deren Freundinnen bzw. Freund wuchs. Würden ihre Kinder oder deren Partner daran zerbrechen, sollte ihnen etwas geschehen war wohl die Frage, die sie am meisten beschäftigte. Bevor ihre Gedanken zu sehr in den Kummer, den sie manchmal noch verspürte, wenn sie an ihre ermordeten Familienmitglieder und jetzt an die vielleicht nicht so gut aussehende Zukunft dachte, glitten, zwang sie sich an die Gegenwart zu denken, in der sie von dem Wissen der Gründer und ihren Enkeln unterstützt wurden. Sie war immer noch verwundert, wenn ihr bewusst wurde, dass sie von Helga Hufflepuff abstammte. ` Keine Sorge Molly, ich wäre wahrscheinlich genauso verwundert wie du.` hörte sie auf einmal eine freundliche Stimme in ihrem Kopf. `Was? Wer bist du?` `Ich bin Helga, deine Urururururur ach was weiß ich nicht Großmutter` `Aber wieso höre ich dich erst jetzt, Ginny konnte dich doch schon viel länger höheren und warum willst du jetzt mit mir sprechen?` `Ich konnte erst jetzt mir dir sprechen, weil du nicht den Ring trägst, der Ring erleichtert die Kommunikation. Ich wollte jetzt unbedingt mit dir reden, weil ich gespürt habe, dass du am Zweifeln bist und ich dich beruhigen wollte. Dieses Mal sind wir im Kampf dabei und ich kann dir versichern, dass alles gut geht. Und nun solltest du schlafen Molly` `Aber warum bist du dir so sicher?` `Das ist eine Geschichte für die kommenden Tage und nun gute Nacht!` `Na gut, gute Nacht` meinte sie leicht enttäuscht und schlief dann tatsächlich recht schnell ein.
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