
von paxi
Anmerkungen: Mal wieder ein neues Kapitel :)! Ich würde mich über ein paar mehr Kommis freuen :)!
Kapitel 22 – Ein ereignisreicher Morgen
Nachdem Dumbledore die Aufgaben verteilt hatte, rief er die Professoren McGonagall und Snape und Moody zu sich. „Wir sollten jetzt direkt zum Tor gehen und uns anschauen, was da heute Nacht passiert ist.“ „Sollten wir nicht noch mehr Leute mitnehmen Albus? Wenn da wirklich Todesser auf uns lauern sind wir zu viert doch recht wenig.“ „Alastor, ich glaube, dass die schon längst wieder verschwunden sind, wahrscheinlich wollten sie uns im Schutz der Dunkelheit angreifen.“ „Na gut, aber trotzdem wachsam bleiben!“ „Ist ja schon gut Alastor, können wir jetzt gehen?“ meinte Professor McGonagall ungeduldig. „Ja ich bin ja schon ruhig.“
Kurz darauf machten sich die sechs auf den Weg zum Tor. Als Dumbledore das Tor öffnete, sahen sie, dass vor dem Tor ein Zauberer lag. Sein Mantel war an einigen Stellen blutig, neben ihm lag ein Zauberstab zerbrochen und seine Arme und Beine standen in einem ungesunden Winkel vom Körper ab. Das Gesicht war der Erde zugewandt, sodass sie nur seine kurzen, braunen Haare sahen. Als Dumbledore den Körper umdrehte, stockte ihm der Atem und Professor McGonagall keuchte auf. „Williamson!“ „Wer?“ fragte Snape. „Ein Auror, um genauer zu sagen, der vorgestern ernannte Leiter der Aurorenzentrale.“ Meinte Moody. „Sieh dir das mal an Albus.“ Meinte Professor Snape und zeigte auf einen Briefumschlag, den Williamson in seiner Hand hielt. Albus griff nach dem Brief, öffnete ihn aber nicht sondern meinte. „Lasst uns schnell reingehen, ich glaube nicht, dass wir uns noch viel länger hier draußen aufhalten sollten.“
Nachdem Moody Williamson schwebend auf das Hogwartsgelände gebracht hatte, versiegelte Dumbledore das Tor und sie machten sich auf den Weg in den Krankenflügel. Kurz bevor sie ins Schloss traten, beschwor Professor McGonagall einen Mantel und legte ihn über Williamson, so dass ihn keiner erkennen konnte. Auf den Weg konnten wurden sie nicht angesprochen, anscheinend war ihr Erscheinungsbild aussagekräftig genug und sie wurden nur von vielen Blicken verfolgt. Als sie im Krankenflügel ankamen wurde Williamson auf ein Bett gelegt und Professor McGonagall ging zu Madam Pomfrey um ihr mitzuteilen, was passiert war. „Das ist ja furchtbar, aber warum haben sie ihn umgebracht und dann vor unsere Tür gelegt?“ rief Madam Pomfrey aus, als sie den Bericht gehört hatte. „Voldemort wollte uns beweisen, dass es jeden treffen kann und er vor nichts Halt macht.“ Meinte der etwas entfernt stehende Dumbledore ruhig. „Lest einfach diesen Brief.“ Meinte er und hielt ihnen den anderen hin.
`Jeder, der gegen mich arbeitet wird in spätestens einer Woche tot sein! Auch du kannst niemanden mehr schützen Dumbledore. In einer Woche gehört das Ministerium und Hogwarts mir!` stand auf dem Pergament in giftgrüner Tinte und am Ende des Briefes leuchtete das Dunkle Mal in Grün.
„Bei Merlin, Albus das heißt, in…“ stotterte Madam Pomfrey. „in der nächsten Woche greift Voldemort Hogwarts an! Wir haben weniger Zeit als ich gehofft habe.“ Vollendete Dumbledore ihren Satz. Daraufhin musste sich Madam Pomfrey erstmal auf einen Stuhl setzen und auch die anderen wirkten etwas unsicher. Sogar Snape verzog seine sonst aufgesetzte Maske und wirkte beunruhigt.
„Und was machen wir jetzt Dumbledore?“ fragte Moody schließlich. „Üben und Wachen aufstellen. Wir werden jede Minute für üben, schlafen oder essen nutzen!“ Daraufhin nickten die anderen nur. „Ich werde es heute Mittag nach dem Essen verkünden. Poppy, warum bist du eigentlich in Hogwarts, geht es den Lovegoods wieder besser?“
„Ja Direktor, ich habe sie heute Morgen untersucht, sie sind aus dem ärgsten raus, Mrs. Lovegood hat mich heute Morgen angesprochen, ob sie etwas trinken könnte. Daraufhin hat sich auch Mr. Lovegood geäußert, dass er auch gerne etwas hätte. Ich hab die beiden über ihre Lage aufgeklärt, sie müssen sich jetzt körperlich regenerieren und können in einigen Tagen wieder herumlaufen.“ „Das hört sich fantastisch an, sagen sie es bitte Luna, sobald sie es können.“ „Natürlich Direktor.“
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Ron sah, wie Dumbledore, Snape, McGonagall und Moody mit einem schwebenden Körper ins Schloss verschwanden und ihm wurde mulmig. „Hermine, sag mal was vermutest du, wer das vor dem Tor ist.“ Fragte Ron Hermine mit der er auf dem Astronomieturm stand und verschiedene Zaubertränke in kleinere Flaschen umfüllte und sie an den verschiedenen Fenstern verteilte. „Weiß ich nicht Ron, Dumbledore wird es uns auch sagen, sobald er es weiß. Und jetzt arbeite weiter!“ „Jajaja, ich mach ja schon, ich wollte ja nur mal fragen.“ Meinte Ron mit einem bitteren Ton. „Ron lass gut sein.“ Meinte Hermine und Ron sah, wie ihre Augen feucht wurden. „Hey was ist los?“ meinte er und ging zu ihr und nahm sie in den Arm. „Nichts ist los, nichts, lass uns weiter arbeiten Ron.“ Erwiderte sie und versuche sich aus seiner Umarmung zu winden. Ron schaute sie verwundert an, nahm seinen Arm aber schließlich weg.
Kaum hatte sie sich befreit, fing sie wieder an die Tränke umzufüllen und zu verteilen. Schließlich ließ sie sich auf den Boden nieder und fing an zu weinen. Ron, der nach einigen Augenblicken auch wieder angefangen hatte zu arbeiten, ging zu ihr und setzte sich neben sie. Diesmal versuchte sie nicht, sich aus seiner Umarmung loszulösen. „Hermine, sag doch bitte, was los ist.“ „Ron, was meinst du was los ist? Ich bin auch ein Schlammblut, meine Eltern sind Muggel, was ist wenn Voldemort mich fängt? Oder meine Eltern findet? Er wird sie foltern und töten.“ Sagte sie unter Tränen. Ron blickte sie verdattert an und zog sie dann in eine Umarmung. „Nichts davon wird passieren. Deine Eltern sind bei uns sicher, Hogwarts ist sicher, wir werden es verteidigen, ich werde auf dich aufpassen.“ Flüsterte er in ihr Ohr. Hermine hickste und beruhigte sich langsam. Lächelnd sah sie zu Ron auf. „Weißt du eigentlich, dass du dich stark verändert hast Ronald Weasley?“ „Naja, vielleicht wurde mir in den letzten Tagen klar, dass das Leben nicht einfach ist und wir kämpfen müssen? Sieh dir doch mal Harry oder meine Schwester an. Wir können sie nicht im Stich lassen, sie tragen schon so viel auf ihren Schultern.“ Meinte er und sah zu Hermine. „Und ich will dich nicht verlieren Hermine. Ich weiß nicht, ob du es bemerkt hast, aber … aber ich liebe dich schon so lange, als du letztes Jahr dann mit Krum zum Ball gegangen bist, ich wäre fast geplatzt vor Eifersucht, und jetzt ist du doch mit mir zusammen und ich werde dir immer zur Seite stehen.“ Stammelte er noch vor sich hin, während Hermine in seinen Armen anfing zu grinsen. „Das war das gefühlvollste was ich je von dir gehört habe.“ „Ich meinte es ernst, du glaubst nicht, wie ich mich gefühlt habe, als du mich geküsst hast und wie froh ich seitdem bin.“ Hermine sah ihn lächelnd an und meinte. „Ron ich liebe dich auch, aber ich wäre dafür, dass wir jetzt unsere Aufgabe erledigen, ja?“ „In Ordnung.“ Meinte Ron und zog sie vorher noch in einen verlangenden Kuss.
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„Verdammt Neville, pass doch mal auf!“ tönte Deans Stimme durchs die Eingangshalle. „Siehst du denn nicht, dass wir die Rüstungen umräumen?“ „Doch, doch, entschuldige!“ nuschelte Neville. „Ja ist ja schon gut, aber renn demnächst bitte mit deinen komischen Pflanzen nicht vor mir rum, während ich mehrere Rüstungen verschiebe!“ „In Ordnung.“ Meinte Neville und eilte aus der Eingangshalle in die Richtung der Gewächshäuser. „Bei Merlin, Dean, musste das sein?“ meinte Seamus. „Was meinst du jetzt Seamus?“ „Na das mit Neville, du kennst ihn jetzt seit 4 Jahren und du müsstest doch mittlerweile gemerkt haben, dass er nicht anders kann, als schusselig zu sein.“ „Na und? Trotzdem kann er ja wohl mal vorsichtiger sein.“ „Er versucht es doch, ist dir nicht aufgefallen, dass er schon seit langem nichts mehr hat fallen lassen oder auch nichts mehr vergessen hat?“ „Nein, und ehrlich gesagt ist es mir egal, so lange er mir nicht im Weg rumläuft.“ Seamus seufzte über Deans Starrsinn und machte sich ebenfalls wieder an die Arbeit.
Nach einer halben Stunde hatten die beiden es dann geschafft, alle Rüstungen in der Eingangshalle standen in einem Abstand von zwei Metern vor dem Portal und würden dafür sorgen, dass jeder der in die Eingangshalle kommen würde, erstmal eine sehr eingeschränkte Sicht hätte. „Sieht echt gut aus.“ Meinte Neville, der just in diesem Moment wieder in die Halle kam und diesmal mehrere Töpfe mit Pflanzen vor sich her schweben ließ. Dean wirkte einen Moment lang verdattert und blickte zu Seamus herüber, der ihn mit einem Hab-ich-dir-doch-gesagt Blickt anguckte. „Neville?“ meinte Dean darauf. „Ja Dean?“ „Ich wollte mich entschuldigen, ich glaube, ich war vorhin etwas gemein zu dir.“
Neville lächelte und erwiderte. „Ist schon gut Dean, ich weiß, dass ich schusselig bin, ich war einfach zu sehr in Gedanken vertieft. Ich könnte übrigens etwas Hilfe gebrauchen mit diesen Pflanzen hier. Könntet ihr beide mir helfen?“ „Klar.“ „Natürlich, was ist das denn für eine Pflanze?“ „Eine Teufelsschlinge, Professor Sprout meinte, dass wir sie, wenn überhaupt im UTZ Jahr durchnehmen würden, also müssen wir besonders aufpassen.“ Dean und Seamus blickten ihn erstaunt an, woraufhin Neville errötete. „Sie meint halt, ich hätte ein besonderes Händchen für Kräuterkunde und schon hatte ich sie in der Hand.“Dean nickte. „Naja auf jeden Fall sollen wir die Pflanze an den beiden Ausgängen am Korridor, den die Rüstungen bilden, einpflanzen. Dafür müssen wir den Boden in Erde verwandeln und nachdem wir sie eingepflanzt haben, belegt einer der Lehrer sie mit einem Unsichtsbarkeitspruch. Jeder der nichts von den Pflanzen ahnt, wird also festgehalten.“ „Das ist eine geniale Idee Neville. Nur wie soll man dann reinkommen?“ „Indem zwei Leute an den Rüstungen Wache halten und Leute von uns durch die dann zu Stein verwandelten Rüstungen durchlassen.“ „Genial!“ „Finde ich auch, also, lasst uns anfangen.“ Meinte Seamus.
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„Also welche Zauber haben wir jetzt auf der Liste stehen?“ fragte Sirius. „Das wären: Stupor, Expecto Patronum, Orbis Protectum, Fides Murus, Ictus maxima, Expelliarmus, Protego, Frango maxima ein Sprengzauber und Invisibilis um sich unsichtbar zu machen.“ Zählte Ginny auf. „Ich denke, dass das reichen sollte oder? Viele können ja nicht mal Expelliarmus wirklich.“ Meinte Sirius. „Ich denke, du hast da völlig Recht, Lieblingspate.“ „Ich bin dein einziger Pate, wie kann man da der Lieblingspate sein?“ „Tja, dann halt kein Lieblingspate.“ Meinte Harry mit einem Funkeln in den Augen und küsste Ginny. Sirius beobachtete die beiden grinsend. „Wann habe ich denn eine Patentochter?“ Als er Ginnys und Harrys Gesichter sah, als sie sich zu ihm umdrehten, fing er lauthals an zu lachen, woraufhin die beiden ihn mit wütenden Blicken ansahen. „Schon gut, schon gut, ich höre ja schon auf, ihr beide erinnert mich nur so sehr an Lily und James.“ Fing er an. „Ihr habt die gleiche Statur, nur die Augen sind vertauscht.“ „Wirklich?“ fragte Ginny. „Wirklich! Nicht nur den gleichen Unfug wie James im Kopf, sondern auch den gleichen Frauengeschmack.“ Grinste Sirius. „Schön Tatze, lass uns jetzt bitte das Thema wechseln.“ „Tatze?“ fragten Ginny und Luna gleichzeitig. „Ach kommt schon. Ich bin ein Hund als Animagus, also Tatze.“ „Ah!“ kam es von beiden, woraufhin Sirius nur den Kopf schüttelte. „Also wir haben jetzt eine Liste mit Zaubern, teilen wir die Leute in vier Gruppen ein, in denen jeweils einer von uns unterrichtet?“ fragte Harry. „Ich denke, dass eine große Gruppe in der großen Halle besser wäre, ich glaube, dass Dumbledore auch einige seiner Sprüche zeigen möchte und er kann sich schlecht in mehrere Personen aufteilen.“ Antwortete Sirius. „Wir könnten ja rumgehen und helfen, wenn sie die Zauber üben.“ Warf Ginny ein. „Die Idee ist gut.“ Meinte Luna. „Außerdem haben wir den Vorteil, dass wir alle zusammen sind, sollten wir angegriffen werden, dann können wir uns direkt aufteilen und müssen nicht vier Gruppen im Schloss zusammensuchen.“ Meinte Sirius. „Na gut, dann machen wir es so. Nach dem Mittagessen geht es los, sollten die anderen bis dahin fertig sein.“
„Gut, können wir dann schon mal runter gehen Harry? Ich will wissen, wer da vor dem Tor lag. Luna kommst du mit? Dann lassen wir meinen Patensohn und meine baldige Patentochter mal alleine.“ Grinste Sirius. „SIRIUS! Pass auf was du sagst.“ „Mache ich, mache ich Harry, nur keine Sorge.“ Erwiderte Sirius und Sirius verschwand, gefolgt von Luna.
Kaum war die Tür ins Schloss gefallen fragte Ginny. „Sag mal Harry, was findest du an Sirius Wortwahl so schlimm?“ „Ach es ist einfach so, dass er es uns beiden ständig unter die Nase reibt, ich meine, er weiß, dass wir zusammen sind, kann er uns nicht mal in Ruhe lassen?“ „Ich glaube, dass wir ihn zu sehr an deine Mum und deinen Dad erinnern, wahrscheinlich hat er bei ihnen auch ähnliche Witze gerissen.“ „Könnte sogar sein, vielleicht versucht er die Trauer mit Witzen zu bekämpfen.“ Meinte Harry und wirkte auf einmal nachdenklicher.
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Um halb eins rief Dumbledores Stimme dann alle Personen in Hogwarts zum Mittagessen in die Große Halle. Nachdem sie alle gegessen hatten, erhob sich Professor Dumbledore und augenblicklich wurde es in der Halle still.
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