
von paxi
Der Fluch(AN: Der Cruciatus) traf Dobby mitten in der Brust und er flog nach hinten, Ginny die hinter ihm stand wurde von Dobby mitgerissen. Für einen Moment waren alle wie eingefroren, sogar Voldemort blickte erstaunt auf den Elfen.
„Ginny!“ rief Harry aus und rannte, keinen Gedanken an die Situation verschwendend, zu ihr. Dobby, der einige Meter vor Ginny auf den Boden aufgeschlagen war, stand einfach wieder auf als wäre nichts passiert. Harry, der Ginny nun vom Boden aufhalf, drehte sich um, als Dobby begann zu den erstarrten Zauberern zu sprechen.
„Ein Zauberer hat Dobby angegriffen. Dobby ist ein freier Elf! Dobby darf Magie nutzten, Dobby will rächen, was der böse Zauberer Harry Potters Freundin angetan hätte.“ Quickte er, doch in seinen Augen sah man etwas wie Widerstand. Er schnippte mit dem Finger und der Todesser flog die Maske vom Gesicht und alle Anwesenden konnten in das Gesicht von Bellatrix sehen. Ein weiteres Schnippen von Dobby und die völlig verdatterte Bellatrix flog nach hinten, nicht nur einige Meter. Dobbys Magie ließ sie aus der Großen Halle fliegen, einige Meter an Voldemort vorbei, und wurde in der Eingangshalle von einem verirrten Todesfluch getroffen. Schließlich ging sie zu Boden, getötet von einem Elfen. Die Todesser und auch die Ordensleute erwachten nur langsam aus ihrer Starre, Voldemort kreischte und richtete seinen Zauberstab auf den Elfen, dessen kurzer Aufstand verflog, als er dem Dunklen Lord gegenüberstand.
Bevor Voldemort einen Fluch aussprechen konnte, stand Dumbledore vor Dobby und richtete seinen Zauberstab auf den Dunklen Lord. Die Todesser erstarrten und auch die Ordensmitglieder fingen keinen neuen Kampf an, zu sehr waren sie auf das nun anbahnende Duell fixiert.
„Tom, lass es uns jetzt beenden, du hast genug Schrecken verbreitet.“ Meinte Dumbledore. „Beenden? Du möchtest also jetzt schon sterben? Oder glaubst du, dass du mehr Magie beherrschen würde als ich? Ich bin mächtiger als du es je warst Dumbledore!“ Dumbledore seufzte leise und kaum vernehmbar. „Tom, du irrst dich schon dein ganzes Leben lang. Vielleicht kennst du mehr Zaubersprüche als ich, vielleicht kannst du mächtigere und zweifellos bist du tiefer in die Dunkle Magie eingedrungen als kaum ein anderer. Aber du hast das wichtigste nicht begriffen, es gibt immer etwas Stärkeres als Dunkle Magie.“ Voldemort lachte. „Kommst du jetzt wieder mit der Liebe Dumbledore? Falls du es wirklich immer noch nicht begriffen hast, sie bringt dich jetzt nicht weiter. Heute werde ich den gesamten Widerstand umbringen. Du hast versagt, du bist doch nur noch ein alter, seniler Krüppel, das du noch einen Zauberstab halten kannst, wundert mich.“
Nach Voldemorts Ausbruch musterte Dumbledore seinen Widersacher und begann dann so ruhig zu sprechen, als ob er den ganzen Tag Zeit hätte und nicht in einer Schlacht stecken würde.
„Ich bin alt, ich habe nur noch eine Hand, aber ich liebe und vertraue im Gegensatz zu dir. Nur durch Liebe kann man den mächtigsten aller Sprüche verwenden, um die zu schützen denen man von Herzen alles Gute wünscht und die, im Gegensatz zu mir, noch ihr ganzes Leben und die damit verbundene Liebe und Freundschaft vor sich haben.“
Einen Moment sprach niemand ein Wort, dann sprach Dumbledore die Worte, die keiner in der Halle sich merken konnte, da sie zu schnell gesprochen waren. „Ego cum tu Amore ductus mei amici mori!”
Ein tiefroter Strahl brach aus Dumbledoresstab und traf Voldemort durch dessen Schild. Der Dunkle Lord und Dumbledore wurden jeweils in eine kleine rote leuchtende Kuppel eingeschlossen, welche durch ein rotes Zauberband in der Mitte verbunden waren. Als sich das Band in der Mitte trennte, ging jeweils eine leuchtende Kugel das Band entlang. Schließlich trafen die Kugeln die Kuppeln, die mit ihren Gefangenen einige Zentimeter über dem Boden schwebten. Ein rotes Licht drang aus den Kuppeln und auf einmal verschwanden sie und eine kleine Erschütterung ging durch den Boden und das gesamte Schloss.
Die Körper von Dumbledore und Voldemort fielen zu Boden und die aufgerissenen Augen des Dunklen Lords und die geschlossenen Augen des Schulleiters waren Bestätigung genug, dass sie tot waren. Mitten in der Großen Halle lagen der mächtigste Dunkle Magier und sein größter Widersacher tot auf dem Boden, der eine hatte den Tod willkommen geheißen, der andere hatte sich gefürchtet, er der so viel Furcht verbreitet hatte.
„Neiiiiin!“ „Nein! Nein! Das ist nicht wahr!“ schrien einige Ordensmitglieder, während die Todesser fassungslos auf ihren nun toten Anführer blickten, er der so oft gesagt hatte, dass er den Tod besiegt hatte. Schließlich wurde ihnen ihre Situation bewusst und zwei von ihnen rannten davon. Der Rest schloss sich zusammen und begann die Ordensmitglieder mit Todesflüchen zu beschießen. Der Orden hatte größte Mühe gegen die Todesser zu bestehen, kein Fluch durfte sie treffen oder sie waren sofort tot.
„Lestrange ich glaube, ich muss dich wieder nach Askaban bringen.“ Meinte Moody als besagtem die Maske vom Gesicht rutschte während er versuchte den alten Auror zu töten. Doch auch die nächsten Sekunden konnte keine der beiden Seiten der anderen Seite etwas antun.
Schließlich riss Sirius und Remus gleichzeitig der Geduldsfaden, als sie beide von einem Todesfluch fast getroffen wären. Die beiden Freunde richteten gleichzeitig den Zauberstab auf die beiden Todesser vor ihnen. „Ictus Maxima!“ rief Lupin und Sirius sprach zwei Fesselflüche, die die Todesser, die gegen die Wand prallten und bewusstlos liegen blieben, fesselte. „Zwei Todesser weniger Tatze!“ „Korrekt Moony, ich denke, es wird Zeit, dass wir hier aufräumen.“ Erwiderte Sirius und warf einen Blick zu seiner ehemaligen Verwandlungslehrerin, der ein Todesfluch nur um wenige Millimeter verfehlte. Sirius Schocker trat den Todesser mitten in die Seite und er kippte wie ein Brett um. Inzwischen hatte auch Moody Lestrange unter Kontrolle und war gerade dabei ihn zu fesseln. Auch Harry und Ginny konnten zusammen einen der noch übrigen Todesser überwältigen. Die verbliebenen fünf Todesser traten einen ungeordneten Rückzug an, der damit endete, dass einer von ihnen stolperte und die restlichen anrempelte. Die kurzfristige Verwirrung nutzten ihre Widersacher und nach wenigen Momenten waren auch diese fünf gefesselt.
Nachdem sie keinen weiteren Todesser in der Großen Halle ausmachen konnte, wandten sie sich zu Dumbledore, der aussah, als ob er schlafen würde. Stille Tränen flossen über einige Gesichter, während andere die Tränen wegwischten. Moody bestätigte mit einem „Nun, er ist tatsächlich tot!“ auch den Tod von Voldemort.
Ein lauter Knall holte sie in die Realität zurück und ihnen wurde klar, dass die Schlacht noch nicht beendet war. „Die Hälfte mit mir! Die andere Hälfte mit Moody!“ wies Professor McGonagall sie an und sie eilten zur Eingangshalle. Als sie diese erreichten, teilten sie sich auf, die Todesser waren im gesamten Schloss. Als Harry am aufgebrochenen Portal vorbeilief, sah er, wie die Dementoren immer noch an der Grenze warteten, anscheinend war der einzige dem sie zur Zeit folgten, von Dumbledore getötet worden.
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Wurmschwanz lief den Gang entlang, vor ihm die Carrows, die er vor einigen Minuten getroffen hatte. Als das Schloss gebebt hatte waren Bruder und Schwester zu der Überzeugung gekommen, dass die Schlacht wohl gewonnen war und ihr Herr die Anführer des Widerstands getötet hatte. Daher beschlossen sie so schnell wie möglich zur Großen Halle zu gelangen. Als sie um eine Ecke rannten, Wurmschwanz versuchte mit ihnen Schritt zu halten, doch sie hatten einige Meter Vorsprung, erstarrten sie. Als Wurmschwanz auch um die Ecke kam, stand er einer ziemlich wütenden Gruppe, bestehend aus Professor McGonagall, Harry, Ginny, Sirius, Lupin und Tonks gegenüber. Vor Überraschung quickte er laut auf und zog somit die Aufmerksamkeit auf sich. Einen Moment später blickten sie sich alle an, dann riefen sie alle gleichzeitig ihre Flüche. Die Todesflüche der Carrows verfehlten ihre Ziele und Wurmschwanzs Schocker wurde von Lupins Schild geblockt. Hingegen trafen Harrys und Tonks Schocker die Geschwister und sie brachen zusammen.
Bevor Wurmschwanz flüchten konnte, wurde er von Sirius Ganzkörperklammerfluch im Rücken getroffen. „Wen haben wir denn da?“ fragte dieser nun. „Sirius?“ fragte Professor McGonagall erstaunt doch dieser ignorierte sie. „Moony, komm mal her.“ Erwiderte er stattdessen und zog Wurmschwanz die Maske vom Gesicht. „Peter.“ Meinte Lupin überrascht. Wurmschwanz blickte voller Furcht in die Gesichter seiner ehemaligen Freunde. „Wurmschwanz?“ hörte er Harrys überraschten Aufruf. „Zusammen Moony?“ „Zusammen Tatze.“ „Nun Wurmschwanz das ist für Lily und James!“ Und bevor irgendjemand etwas machen konnte war Wurmschwanz, der Verräter von so vielen Menschen, tot.
Als die beiden sich umdrehten blickten sie in grimmig, aber nicht wütende oder enttäuschte Gesichter. Als sie Harrys Blick trafen nickte dieser ihnen zu. „Danke.“ Meinte er leise. Sie nickten. „Er hatte zu viele auf dem Gewissen.“ Harry nickte erneut und murmelte so leise, dass ihn keiner hören konnte. „Mum, Dad.“
Er bemerkte Ginnys verwirrten Blick und ihm fiel ein, dass sie die Geschichte gar nicht kannte. „Später Ginny, wenn alles vorbei ist.“ Meinte er und Ginny nickte ihm zu. Dann machten sie sich weiter auf den Weg, um die Todesser, die noch Widerstand leisteten, gefangen zu nehmen.
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Als die Sonne aufging waren sie alle in der Großen Halle, die Todesser hatte man weggesperrt und man hatte die Toten in die Große Halle gebracht. Als Harry die Große Halle betrat, blieb er für einen Moment fassungslos stehen, so viele Tote. Er sah Dean und Seamus, seine ehemaligen Mitschüler, Professor Sinistra, die sich schützend vor zwei Schüler geworfen hatte, Lavendar, die einem Todesfluch nicht ausweichen konnte, Lee Jordan, der beste Freund der Zwillinge, Hannah Abbot und ihre Mutter und noch viele andere, die Harry nicht mit Namen kannte.
Schließlich ging er zu Professor McGonagall, die mit Lupin, Sirius, Professor Flitwick, der eine große Beule am Kopf hatte, Professor Sprout, Professor Snape, Ginny, Luna, Neville, Hermine, Ron, Tonks, Moody, Mr. Weasley und Kingsley am Lehrertisch stand. Harry stellte sich zwischen Hermine und Ginny und nahm die Hand ihrer Schwester.
Professor McGonagall nickte ihm zu und fing dann an. „Ich bin dankbar, dafür, dass wir es geschafft haben. Wir haben heute Nacht 27 Menschen zu viel verloren, unter ihnen Albus. Albus hat mir vor der Schlacht gesagt, dass er einen Brief vorbereitet hätte, sollte ihm etwas geschehen.“ Sie wischte sich eine Träne weg. „ich habe den Brief gerade geholt, seid ihr alle damit einverstanden, wenn ich ihn vorlese?“ Sie sah in die Runde und sah, wie ihr alle zunickten. Sie brach das Siegel, nahm den Brief aus dem Umschlag und fing an zu lesen.
„ `Liebe Freunde,
wenn ihr diesen Brief lest, dann bin tot. Ich hoffe, dass ich mein Ziel erreicht habe und Voldemort mitgenommen habe. Ihr fragt euch sicher, was das passiert ist. Ich habe von Godric, ohne das Harry eingreifen konnte, erfahren, wie man einen Menschen mit in den Tod nehmen kann. Das ist aber nur möglich, wenn man damit geliebte Menschen schützen kann und mit dem eigenen Leben abgeschlossen hat. Ich muss gestehen, dass ich schon abgeschlossen hatte, als der Todesfluch vor dem Tor auf mich zugekommen ist. Trauert nicht um mich, ich hatte ein langes Leben und das wünsche ich euch auch. Lebt euer Leben, genießt jeden schönen Moment! Ich würde mich freuen, wenn ihr die Gemeinschaft des Ordens nicht auflösen würdet sondern bestehen lasst. Im Orden herrschte immer eine Vertrauensbasis, viele Freundschaften sind entstanden, ein paar von uns haben sogar in einem anderen Mitglied die stärkste Macht dieser Welt gefunden. Liebe. Ich wünsche euch, dass ihr die Zukunft zusammen als Freunde und Weggefährten meistern könnt. Jeder von euch hat seine Talente, jeder hat seine Probleme, aber das macht uns aus.
Ich hoffe, dass der Kampf nicht zu viele Opfer gekostet hat, trauert ihnen nicht zu lange nach. Ihr könnt nichts an der Situation der Toten ändern.
Ergreift nun die Chance, die Magische Welt neu zu gestalten, ihr habt alles, was ihr braucht. Ihr habt Freunde, ihr habt die politische Macht der Erben und ihr liebt euch gegenseitig auf die verschiedensten Arten, sei es als Verwandte, Freunde oder Geliebte.
Und nun macht euch doch an die Arbeit, ich bin sicher, es wartet genug auf euch!
Euer
Albus`“
Nach diesen Worten versagte Professor McGonagall die Stimme und sie blickte in die Runde. Sie sah Gesichter in denen sich Verstehen, Traurigkeit und Zuversicht im Wechsel abzeichneten.
Schließlich fuhr sie fort. „Ich denke Albus hatte Recht, wir sollten die Chance nutzen, die Welt darf nicht noch mal von einem Voldemort in Angst und Schrecken versetzt werden.“ Zur Bestätigung erhielt sie viel Nicken und die Gruppe löste sich auf, jeder suchte sich eine Aufgabe, das weitere Vorgehen würden sie am Nachmittag besprechen, zuerst mussten sie sich darum kümmern, dass das Aufräumen und der Wiederaufbau begann. Harry ging mit Ginny, ihre Hand in seiner, Ron, Hermine, ebenfalls Hand in Hand, Moody, Lupin, Tonks, Sirius und einigen anderen Ordensmitgliedern nach Verletzten und Vermissten in Hogwarts suchen. Luna, Neville, Katie und Angelina gingen zu Madam Pomfrey und halfen ihr bei den Verletzten.
Überall spürte man die Freude über den Sieg, die Trauer um den Verlust und die eine Stimmung die man als Bereitschaft für etwas Neues einordnen würde. Sie würden ihre Chance nutzen, es war ihre Gelegenheit.
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