
von Nebencharakter
Und weiterhin ein Dankeschön an meine zwei Abonenntinen: Molly Weasley2 und Victoria Lilly Potter
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Nachdem Lilly ihren Eltern geschrieben hatte dass sie in die Quidditch Mannschaft aufgenommen wurde, erhielt sie einen Brief in dem nicht nur stand wie stolz ihre Eltern waren sondern auch wie stolz der Rest der Familie war. Selbst ihre Brüder waren stolz auf ihre kleine Schwester die nun genau wie sie für Gryffindor Quidditch spielte. Eine Woche nachdem sie ihren Eltern geschrieben hatte erhielt Lilly bei der morgendlichen Post ein schmales Packet das vorsichtig von drei Eulen getragen wurde. Lilly wusste das es ihr neuer Besen sein musste den ihre Eltern ihr geschickt hatten und riss zuerst den Brief auf der dabei war und las:
Liebe Lilly wir hoffen dir gefällte dein neuer Besen und hoffen ebenso das du mithilfst das Gryffindor den Quidditch Pokal gewinnt liebe Grüße Mam und Dad
Kurz darauf ließ eine Eule einen weiteren Brief vor Lilly fallen, öffnete ihn und begann ihn ebenfalls zu lesen:
Miss Potter der Kapitän der Gryffindor Mannschaft Fredrick Redfire erwartet sie heute Abend um sieben zum Training auf dem Spielfeld zu ihrer ersten Trainingsstunde Professor Lionheart
An diesem Tag fiel es Lilly ausgesprochen schwer sich auf den Unterricht zu konzentrieren, da sie schon in Gedanken mit ihrem neuen Besen zum Quidditch Feld ging, auf ihren Besen stieg und durch die Luft flog wie ein Vogel. Nach dem sie ihr Abendessen regelrecht verschlungen hatte ging sie zusammen mit Fenris und Ruby hoch zum Gryffindor Turm und holte ihren Besen. Sie hatte einen Jetfire bekommen es war zwar nicht das aktuell schnellste Model aber es war trotzdem einer der besten Besen die es gab. Kurz vor sieben stieg sie zusammen mit Ruby und Fenris die sich Lillys Training ansehen wollten die Marmortreppen hinunter und liefen in Richtung Quidditch Feld. Auf Gerüsten um das Feld herum waren hunderte von Sitzen befestigt, so dass die Zuschauer hoch genug saßen um das Geschehen verfolgen zu können. An beiden Enden des Feldes standen je drei goldene Pfeiler mit Ringen an der Spitze, die in einer Höhe von fast zwanzig Metern angebracht waren. Lilly wollte gerade auf ihren Besen steigen um ein wenig zu fliegen als auch schon Fredrick Redfire mit einer Holzkiste unter dem Arm aufs Spielfeld kam. „So du bist also die kleine Schwester von James und Albus“ sagte er „na dann wollen wir mal sehen was du so drauf hast, laut Madam Mcfly sollst du ziemlich gut sein und das will schon was heißen“ Redfire stellte die Kiste mit den drei verschiedenen Bällen ab und öffnete sie. „Also wir hatten offiziell schon Testspiele um uns Spieler für unsere Mannschaft auszusuchen, aber ich habe noch nicht bekannt gegeben war ins Team kommt, wobei ich denke das du weder gut als Hüter noch als Treiber wärst daher testen wir dich als Sucher und als Jäger“ sagte er und nahm den Fußballgroßen Quaffel aus der Kiste „So viel ich weiß war dein Vater ein großartiger Sucher und deine Mutter war auf beiden Positionen sowohl als Jäger als auch Sucher begabt“ Zuerst ließ Redfire sie mit dem Quaffel auf die Ringe schießen während er als Hüter versuchte sie abzuwehren, jedoch ohne großen Erfolg, den Lilly fiel es ziemlich leicht den Quaffel durch die Ringe zu schießen. Sie wusste nicht ob sie so gut war oder ob Redfire sich zurückhielt. Danach zog Redfire einen Beutel mit Golfbällen hervor und warf sie in alle Himmelsrichtungen und Lilly musste sie auffangen, bevor sie den Boden berührten. Trotz ihres hervorragenden Besens schaffte sie es nicht alle zu fangen, doch Redfire schien am Ende des Trainings zufrieden mit ihr zu sein. „Tja als Sucher bist du zwar nicht so gut wie dein Bruder James aber als Jägerin bist du erste Sahne, wenn das Zusammenspiel mit den zwei anderen gut passt werden wir uns den Pokal locker holen“ sagte Redfire nach dem Training mit strahlenden Lächeln. Ein paar Tage danach hing am schwarzen Brett im Gemeinschaftsraum die Liste der Spieler die es ins Team geschafft hatten: Hüter Fredrick Redfire, Jäger Lori Binks, Albus und Lilly Potter, Treiber Günther Gansley und Olaf Erikson, Sucher James Potter
Vielleicht war Lilly so beschäftigt mit dem Quidditch Training drei Abende die Woche und dazu noch mit all den Hausaufgaben, jedenfalls konnte sie es kaum fassen als ihr klar wurde dass sie schon seit zwei Monaten in Hogwarts war. In dem riesigen Schloss fühlte sie sich langsam wie Zuhause auch wenn es nicht ganz dasselbe war wie ihr Zuhause in Godricks Hollow und auch der Unterricht wurde immer interessanter jetzt da sie die Grundlagen beherrscht. Als sie am Morgen von Halloween aufwachten, wehte der köstliche Geruch gebackener Kürbisse durch die Gänge und um es noch besser werden zu lassen kam im Zauberkunst Unterricht auch dran wie man Gegenstände schweben lässt. Professor Flinkwink stellte sie für diese Übung paarweise zusammen. Lilly war etwas erleichtert das ihr Partner Fenris war, denn es wäre ihr unangenehm gewesen wenn sie Oswald Fischer als Partner zu bekommen, er war zwar ein netter Kerl aber er hatte die Gabe Dinge explodieren zu lassen. Ruby hatte Quinn Owle, das schlauste Mädchen von Gryffindor abbekommen, worüber sie auch nicht sonderlich froh war, den Quinn war eine Besserwisserin was echt nerven konnte. „Also vergesst nicht diese flinke Bewegung mit dem Handgelenk, die wir geübt haben“ sagte Professor Flinkwink. „Wutschen und schnipsen, denkt daran, wutschen und schnipsen. Und die Zauberformel klar und deutlich aussprechen sonst geht noch etwas schief“ Ihr Blick fiel dabei kurz auf Oswald, wandte ihn dann wieder ab und kehrte dann ihr Pult zurück um sie üben zu lassen. Es war sehr schwierig. Lilly und Fenris wutschten und schnipsten, doch ihre Feder, die sie himmelwärts schicken sollten, blieb einfach auf dem Tisch liegen. Oswald hatte es inzwischen geschafft seine und Erens Feder schon nach kurzer Zeit in die Luft zu jagen und Eren versuchte es mit seinem Hut zu löschen. Am Nebentisch hatte es Ruby auch nicht leichter, sie bekam gerade von Quinn erklärt was sie Falsch machte und ließ die Feder dann selbst schweben. „Oh gut gemacht Miss Owle. Sehen sie her Miss Owle hat es geschafft!“ sagte Professor Flinkwink erfreut. Am Ende der Stunde war Ruby in echt mieser Laune. „Diese kleine Besserwisserin geht mir so auf die Nerven“ sagte sie während sie mit Lilly und Fenris auf den Flur ging. Jemand stieß Lilly und Fenris im Vorbeigehen an und Lilly erkannte das es Quinn war mit weinendem Gesicht. „Ich glaube sie hat dich gehört“ sagte Fenris. Quinn erschien nicht zur nächsten Unterrichtsstunde und blieb bis zum Abendessen verschwunden. Auf ihrem Weg zur Halloween Feier hörten Lilly, Ruby und Fenris, wie Maja ihrer Freundin Bibi erzählte das sie Quinn heulend auf dem Mädchenklo im ersten Stock gehört habe. Ruby machte einen bedrückten Eindruck als sie das hörte, der jedoch wieder verflog als sie in die festlich geschmückte Halle kam. Tausend echte Fledermäuse flatterten an den Wänden und an der Decke und noch einmal tausend fegten in langen schwarzen Wolken über die Tische und ließen die Kerzen in den Kürbissen flackern. Auf einen Schlag genau wie beim Bankett zum Schuljahresbeginn waren die goldenen Platten mit dem Festessen gefüllt. Lilly nahm sich gerade eine Pellkartoffel, als ein lautes brüllendes Geräusch zu hören war und schlagartig still in der Halle wurde. Dann ertönte abermals das Gebrüll das sich anhörte wie ein wütender Stier und es brauch ein wildes Geflüster unter den Schülern aus. Professor Moonlight hatte sich nun erhoben und brachte die Schüler mit einem Knall seines Zauberstabes zum Schweigen. „Keine Panik, folgt den Vertrauensschülern zurück in eure Häuser und bleibt dort bis ihr neue Anweisungen bekommt“ sprach er mit ruhiger doch kräftiger Stimme. Die Schüler drängten sich alle aus der Halle und folgten den Vertrauensschülern die sie zu ihren Häusern führten. „Was glaubt ihr was das für ein Wesen ist das da gebrüllt hat?“ fragte Lilly während sie die Treppen empor stiegen. „Aufgrund des Gebrülls würde ich auf einen Minotaur schließen“ sagte Fenris zur Verwunderung von Lilly und Ruby. „Was nur weil ich ein halber Muggel bin heißt das nicht das die nicht auch Mythen über magische Wesen haben“ Unterwegs trafen sie immer wieder auf andere Häufchen von Schülern, die in verschiedene Richtungen eilten, als Lilly plötzlich stehen blieb und ihre Freunde am Arm packten. „Quinn sie weiß nichts von dem Wesen das sich im Schloss herumtreibt“ sagte sie auf die fragenden Blicke von den beiden. „Da hat sie recht wir müssen sie suchen und es ihr sagen“ fügte Fenris hinzu. „Vergesst es, ohne mich“ sagte Ruby und stampfte weiter. „Aber Ruby…“ „Nein ich werde dieser Streberin nicht helfen“ Lilly und Fenris blieben zurück während Ruby weiter die Stufen hochstieg. Lilly und Fenris huschten einen verlassenen Korridor entlang und blieben hinter einer Ecke stehen, als eine weitere Gruppe von Schülern vorbeihuschte. „Boa was zur Hölle stink den hier so?“ Lilly schnüffelte und ein übler Gestank drang ihr in die Nase, eine Mischung aus verschwitzten Socken und verwesenden Fleisch. Und dann hörten sie ein lautes Schnauben und das Klappern von Hufen auf steinernen Boden. Fenris deutete nach rechts, vom Ende eines Ganges her bewegte sich etwas Riesiges auf sie zu und sie drängten sich in die Dunkelheit der Schatten. Das Mondlicht warf seinen Schein auf eine Gestalt und gab einen fürchterlichen Anblick preis. Über drei Meter hoch, eine Haut so verdreckt und kastanienbraun, ein muskulöser Körper eines Mannes auf dem ein riesiger Stierkopf saß. Das Wesen hatte kurze Beine eines Stiers und die der einen Hand schleifte es eine hölzerne Keule mit sich. Der Gestank, den es ausströmte, verschlug einem den Atem. „Hab´s ja gesagt hört sich an wie ein Minotaur“ flüsterte Fenris die Augen weiter auf den Stiermenschen geheftet. Der Minotaur machte an einer Tür Halt, öffnete sie einen Spaltbreit und linste hinein. Er wackelte mit den Ohren und schlurfte dann langsam in den Raum hinein. Dann fiel Lillys Blick auf das Symbol das auf der Tür ragte, die der Minotaur gerade durchschritten hatte und ließ ihr den Atem stocken. „Fenris sieh mal er ist ins Mädchenklo gegangen, in das in dem Quinn sich versteckt“ hauchte sie ihm entsetzt zu. „Vielleicht ist sie ja nicht mehr drin und ist zurück in den Gryffindor Turm gegangen“ flüsterte Fenris zurück, doch kaum hatte er seinen Satz beendet hörten sie einen schrillen panischen Entsetzensschrei aus dem Klo kommen. Panisch stürmten sie auf die Klotür zu die Lilly aufstieß und betraten den Raum in dem nun der riesige Stiermensch stand. Quinn Owle stand mit zitternden Knien an die Wand gedrückt da und sah aus, als ob sie jeden Moment in Ohnmacht fallen würde. Der Minotaur schlug mit der Keule links und rechts die Waschbecken und Kabinen kaputt und brüllte laut dabei während er langsam auf Quinn zuschritt. „Wir müssen hin ablenken!“ sagte Lilly verzweifelt und warf ein Stück Holz vom Boden gegen den Kopf des Monsters. Der Minotaur hielt inne und drehte sich schwerfällig zu ihnen um. Mit seinen pechschwarzen Augen blickte er auf Lilly und Fenris herunter und stieß abermals sein markerschütterndes Brüllen aus. Er zögerte kurz bevor er langsam auf Lilly mit erhobener Keule zuging. „He du überdimensionales Rindvieh!“ rief Fenris ihm zu und schleuderte ihm einen Wasserhahn entgegen. Erneut hielt er inne und Lilly hatte das Gefühl das er Fenris böse mit seinen schwarzen Augen anfunkelte. Lilly nutzte die Gelegenheit, eilte zu Quinn und versuchte sie zur Tür zu zerren, doch sie bewegte sich kein Stück. Immer noch stand sie flach gegen die Wand gedrückt mit dem Entsetzten im Gesicht. Die Schreie und deren Echo schienen den Minotaur zur Raserei zu bringen und Fenris konnte gerade noch aus dem Weg springen, als er seine Keule niederfahren ließ. Lilly tat nun etwas, das sehr mutig doch auch sehr dumm war und sprang mit einem mächtigen Satz auf den Rücken des Minotaur und packte ihn bei den Hörnern. Der Minotaur schien zwar nicht gerade intelligent zu sein doch selbst er merkte es wenn etwas an seinem Rücken hing und sie an seinen mächtigen Hörnern festhielt. Lilly wusste nicht wie lange sie sich noch auf dem Rücken des Minotaur halten könnte, während dieser wild um sich schlug und versuche sie abzuwerfen. Quinn war vor Angst auf den Boden gesunken, doch Fenris hatte sich aufgerappelt, seinen Zauberstab gezogen und rief: „Wingardium Leviosa!“ Die Keule flog plötzlich aus der Hand des Minotaur stieg hoch in die Luft und fiel schließlich auf den Kopf ihres Besitzers. Der Minotaur wankte doch schien er sich noch auf den Beinen halten zu können und im selben Augenblick stürmte Ruby in das Klo herein und verpasste dem Monster einen harten Aufwärtshaken. Der Stiermensch taumelte und fiel schließlich mit einem dumpfen Schlag auf die Schnauzte und blieb liegen. Zitternd und nach Atem ringend richtete sich Lilly auf und Fenris blickte nun immer noch mit erhobenen Zauberstab zu Ruby herüber und grinste. „Guter Aufwärtshaken Ruby“ sagte er. „Hast es dir doch anders überlegt was?“ keuchte Lilly und lächelte nun ebenfalls. Ein plötzliches Türschlagen und laute Schritte ließen die drei aufhorchen. Sie hatten nicht bemerkt, was für einen Höllenlärm sie veranstaltet hatten. Einen Augenblick später kam Professor Lionheart hereingestürmt, dicht gefolgt von Professor Jones mit Professor Poison als Nachhut. Professor Jones beugte sich zu dem Minotaur herunter, während Professor Lionheart ihren Blick von einem zum anderen schweifen ließ. Noch nie hatte Lilly sie so wütend gesehen wie in diesem Augenblick. „Was zur Hölle haben sie sich dabei Gedacht, sie hätten sterben können“ sagte Professor Lionheart mit kalter Wut im Gesicht. „Warum seid ihr nicht in eurem Schlafsaal?“ Professor Poison versetzte ihnen ebenfalls einen durchdringenden Blick, was sie zu Boden blicken ließ. „Bitte Professor sie haben nach mir gesucht um mich zu warnen“ erklang nun die leise Stimme von Quinn die ihre Stimme nun wiedergefunden hatte. „Miss Owle?“ „Ich war auf der Toilette weil ich mich nicht gut fühlte und da kam dann der Minotaur herein und hat mich angegriffen. Wenn die drei nicht gekommen wären um mir zu helfen würde ich wahrscheinlich nicht mehr Leben, denn sie hatten keine Zeit Hilfe zu holen da er mich schon in die Enge getrieben hat“ erklärte sie den Professoren. „Na wenn das so ist…“ sagte Professor Lionheart und blickte sie alle vier streng an. „Werde ich über eine Strafe hinwegsehen, aber sie alle werden so eine Aktion nie wieder machen verstanden.“ Sie alle nickten. „Nun wenn sie alle unverletzt sind gehen sie jetzt hoch in den Schlafsaal dort wird das Festessen beendet“ Lilly und die anderen verließen das Klo und eilten nach oben bis zum Bildnis der fetten Dame. Im Gemeinschaftsraum war es voll und laut, da alle dabei waren das Essen zu verspeisen, dass hochgebracht wurde. Lilly, Ruby, Fenris und Quinn blieben noch kurz am Eingang stehen und es trat eine peinliche Pause zwischen ihnen ein. „Sorry dass ich so fies zu dir war“ fing Ruby an. „Schon gut, danke dass ihr mir geholfen habt“ erwiderte Quinn. Danach holten sie sich alle Teller und fingen ebenfalls an zu essen. Von diesem Augenblick an war Quinn Owle ihre Freundin, denn so ein Erlebnis verbindet einen ein Leben lang.
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