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Fanfiction

Und wenn du gehst... - 1

von MissCadogan

6. Schuljahr: Wie sie zueinader fanden...

Es war spät. Bald war Sperrstunde und die Gänge in Hogwarts waren bereits verlassen. Hermine beeilte sich, um noch pünktlich in ihren Gemeinschaftsraum zu gelangen, und lief dabei einen langen Korridor im 2. Stock entlang. Als sie kurz stehen blieb und nach Luft rang, hörte sie Stimmen aus einem Raum. Verwundert blickte sie auf die Tür dessen, denn um diese Uhrzeit sollte keiner mehr dort sein, und, wenn sie nicht alles täuschte, war eine der Stimmen ziemlich männlich. Aber dort befand sich doch das Mädchenklo?! Die Gryffindor befürchtete schlimmes, zog ihren Zauberstab, atmete tief durch und öffnete die Tür. Ihr klappte der Mund auf, denn die Maulende Myrte schwebte nah vor Draco Malfoy, der auf dem Boden saß und mit dem Rücken gegen eine Kabinenwand lehnte.
„Granger“, knurrte dieser, „verschwinde oder ich vergess' mich!“
„Was machst du hier? Das ist eine Mädchentoilette!“
„Was geht es dich an? Verschwinde! Du hast nichts gesehen..!“
„Der arme Draco braucht seine Ruhe“, mischte sich die Maulende Myrte kreischend ein, „du solltest gehen! Keiner außer mir versteht seine Sorgen!“
Draco sprang auf und kam ein paar Schritte auf sie zu.
„Schnauze! Granger, ich sag's nicht nochmal, schwing deinen Schlammblut-Hintern hier raus und vergiss, was du gesehen hast, sonst wird es ekelig für dich“, fluchte der Blonde.
Hatte er geweint? Wahrscheinlich. Seine grauen Augen waren blutunterlaufen, seine Stimme erstickt. Außerdem zitterte er. War Hermine ihm je so nah gewesen, dass sie seine Augenfarbe ausmachen konnte, fragte sie sich unwillkürlich.
„Bleib locker, Malfoy. Es würde sowieso niemanden interssieren. Aber du solltest in deinen Gemeinschaftsraum gehen, die Sperrstunde hat geschlagen“, und damit machte die dunkelhaarige auf dem Absatz kehrt und rannte in Richtung Gryffindor-Gemeinschaftsraum.


Dort angekommen verabschiedete sie sich direkt von ihren Freunden ins Bett.
„'tschuldigung, Leute. War wieder zu lange in der Bibliothek, mir brennen schon die Augen. Wir sehen uns morgen. Schlaft gut!“
„Aber lass bitte deinen Aufsatz für Kräuterkunde hier, ich bin sonst verloren!“, bettelte Ron.
Hermine nahm ihn aus ihrer Tasche, nicht ohne die Augen zu verdrehen und ihre Standard-Standpauke zu halten, und winkte Ron, Harry und Ginny zu.

Sie lag schon eine Stunde wach im Bett und ließ ihre Gedanken um das Geschehene kreisen. Irgendetwas stimmte nicht, so viel war klar. Sie hörte Harrys Stimme in ihrem Kopf „Leute, glaubt mir, er plant etwas. Er ist jetzt einer von denen!“, aber sie wollte und konnte zumindestens letzterem keinen Glauben schenken, nicht wirklich.... Die Löwin beschloss, dass es besser wäre, Harry und Ron erstmal nichts davon zu erzählen, denn sie waren so von Hass zerfressen, dass sie sonst was mit dieser Neuigkeit anstellen würden. Also nahm sie sich vor die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Gleich morgen nach dem Unterricht würde sie ihn aufsuchen, zunächst einmal wieder auf Myrtes Toilette.....


Am nächsten Tag wachte Hermine nicht auf ohne ihren ersten Gedanken dem blonden Slytherin zu widmen. Sie hoffte, dass sie schon heute Abend mehr wissen würde. Wahrscheinlich kam Hermine der Tag deswegen wie Kaugummi vor, denn er wollte einfach nicht vergehen. Gryffindor hatte zusammen mit den Syltherins an diesem Freitag nur Zaubertränke bei Professor Slughorn und Hermine versuchte zwischendurch immer mal wieder Blickkontakt mit Malfoy aufzubauen, was ihr allerdings nicht gelang, denn die Schlange tat so als sei nichts gewesen und beachtete sie in keinster Weise.

Der Abend war endlich gekommen und Hermine auf dem Weg in den 2. Stock. Sie hatte Harry, Ron und Ginny irgendwas von Bibliothek und Aufsatz für Snape erzählt, um in Ruhe ihren Plan zu verfolgen. Vor der Tür zum Mädchenklo angekommen, legte sie ihre Ohrmuschel darauf und versuchte etwas zu hören. Allerdings war nur Myrtes Gejammer zu erkennen. Die Löwin ließ also von der Tür ab und wandte sich um, als sie mit einer harten Brust kollidierte.
„Na, wohl unendlich neugierig gewesen, Granger?“, fauchte ihr Malfoy entgegen.
„Wohl nicht unbegründet, Malfoy“, spukte Hermine tapfer zurück.
„Du solltest nicht alles wissen, glaube mir, es ist gesünder für dich!“
„Seit wann kümmert sich ein TODESSER um die Gesundheit eines Schlammbluts?“, schoss die dunkelhaarige Draco entgegen, bevor sie überlegen konnte, was sie da sagt.
Als wäre das sein Stichwort gewesen, schnappte er sich Hermines Schultern, stieß mit dem rechten Fuß die Tür zum Klo offen, schob sie hart in den Raum, bis sie in einer Kabine ankamen und sie die Wand eben dieser hart im Rücken spürte.
„Du tust mir weh, Malfoy! Lass mich los!“, jaulte die junge Frau.
„Hör mir zu! Werf nicht mit Sätzen um dich, dessen Tragweite du nicht abschätzen kannst. Halt ein einziges Mal einfach deine vorlaute Klappe und wir beide werden kein Problem miteinander haben...zumindest nicht mehr als nötig“, drohte Malfoy Hermine.
Diese atmete schwer, als sie den Wahnsinn in seinen grauen Augen sah. Irgendetwas war komisch. Sie hatte Angst. Ihre Tränen liefen ungehindert ihre Wangen hinab und Malfoy sah schockiert auf ihr Gesicht, lockerte seinen Griff leicht. Dann wandte er sich plötzlich ab, ging bis zum Waschbecken und klammerte sich dort fest. Die Löwin folgte ihm leise und erschrak, als sie sein Wimmern vernahm. Ihre eigenen Tränen trockneten. Hatten diese ihn so aus dem Konzept gebracht? Langsam näherte sie sich ihm und sie konnte im Spiegel gegenüber erkennen, wie Tränen nun seine Augen verließen. Ohne ihr Zutun – so kam es Hermine jedenfalls vor – legte sich ihre Hand auf seine Schulter. Sie spürte, wie Draco sich unter dieser Berührung versteifte und innehielt. Dann sank er auf seine Knie, kränklich blass und wieder wimmernd.
„Wenn du das erzählst, Granger, ich bring dich um!“, versuchte er ihr glaubwürdig zu vermitteln. Sie kam nicht drumherum mit dem Elend, das in Form von Malfoy vor ihr kniete, schlimmes Mitleid zu empfinden.
„Ich bin kein Unmensch, Malfoy“, antworte die dunkelhaarige ihm leise.
Sie selbst setze sich auf den kalten Boden. Der blonde Slytherin sah sie aus großen Augen an, wohl nicht recht wissend, was das Mädchen vor ihm wollte.
„Echt, Malfoy, ich halt meine Klappe. Aber du musst mit jemandem reden, du bist ja vollkommen drüber!“
„Danke für diese präzise Analyse, aber ich brauche keine Hilfe und erst Recht nicht deine, Granger!“
„Ach nein? Deswegen heulst du dich auch ständig bei der Maulenden Myrte aus? Bekomm nicht den Eindruck, als würde ich mir um dich als Person Sorgen machen, aber es entspricht nicht meiner Natur Menschen in Not ziehen zu lassen, sogar dann nicht, wenn sie Malfoy heißen“, erklärte Hermine.
„Aber diese Menschen wollen nicht alle von dir betüttelt werden, also zieh ab!“
„Wenn du mir sagst, weswegen du vor mir zusammenbrichst, werd' ich das“
„Es ist nichts“, entgegnete Malfoy gereizt.
„Natürlich, deswegen bringst du mich auch fast um, wenn ich dich als Todesser bezeichne!“, zickte die Gryffindor.
Sein Ausdruck wurde wieder aggressiv, wich aber innerhalb von Sekunden wieder Tränen. Die junge Frau sah, wie er versuchte es zu verstecken. Was ließ den sonst so harten Malfoy gerade darauf so reagieren?
„Es tut mir leid, ich wollte dich nicht verletzen“, versuchte sie die Schlange zu beschwichtigen. Sie hatte wirklich Mitleid, wie sie sehr schockiert feststellte. Er blickte ihr offen ins Gesicht.
„Ich will das nicht, aber ich muss. Aber ich kann das doch nicht, also werde ich sterben. Nicht nur ich, auch meine Eltern. Meine arme Mutter...ich bin dazu aber nicht in der Lage. ICH BIN DAS NICHT!“, schluchzte Draco.
Hermine indes war wie versteinert. Öffnete sich ihr Erzfeind gerade vor ihr? Schlug er ausgerechnet ihr all seine Ängste und Verzweiflung entgegen?
„W-w-was kannst du nicht, Malfoy?!“
„Ich kann es dir nicht sagen, es würde alles noch viel schlimmer machen oder zumindestens eher kaputt. Alle um mich herum würden sterben, aber das werden sie ohnehin...“
Hermine kam ein Gedanke. Harry beobachtete Draco seit geraumer Zeit und er sagte einmal, dass er auf der Karte desöfteren nicht aufzufinden sei...das konnte nur bedeuten...
„Bist du oft im Raum der Wünsche? Hat es damit zu tun? Versteckst du dort jemanden? Malfoy, du musst es mir sagen oder ich muss dem nachgehen!“
„Woher weißt du vom Raum der Wünschen?!“, knurrte der Slytherin und seine Augen funkelten gefährlich, „hör zu, ich kann es nicht sagen. Nicht dir, noch sonst wem, und ich rate dir, gehe dem nicht nach, weih deine kleinen Freunde nicht ein, oder ihr findet euer Ende wahrscheinlich früher als euch, nein, als der gesamten Zaubererschaft, lieb ist!“
Da war es wieder, das Gefühl der Angst. Die dunkelhaarige war hin- und hergerissen zwischen Mitleid und Furcht. Irgendetwas hatte sich an Draco Malfoy geändert, wenn auch nur aus ihrer persönlichen Sicht. Er hatte Angst und Schwäche gezeigt, hatte sich ihr mehr oder minder geöffnet. Und wenn sie eines wusste, dann nur, dass sie nichts aus Malfoy rausbekommen würde, indem sie ihn drängte. Und das wollte sie auch gar nicht. Der junge Mann vor ihr hatte ihr Interesse geweckt und sie fühlte sich aus unerfindlichen Gründen dazu berufen ihn zu retten.
„Ich verspreche es dir“, antwortete Hermine also, „unter der Bedingung, dass du dich weiterhin mit mir hier triffst.“
„Was soll das? Gefällt es dir auf irgendeine perverse Art mich leiden zu sehen?!“
„Nein, aber ich glaube ich kann dir helfen...Nein, warte -“, sagte sie mit erhobener Hand, bevor er sie unterbrechen konnte, „- auch ohne zu wissen, was genau du so treibst“
„Aha, du willst mich therapieren?!“, fauchte der Blonde.
Wenn sie so überlegte, hatte er nicht wirklich Unrecht. Ihre Neugier war schon immer groß gewesen, genauso wie ihre Hilfsbereitschaft. Für Hermine war es eine interessante Aufgabe ihrem Erzfeind zu retten. An ihrem Erzfeind eine menschliche Seite kennenzulernen. Vielleicht konnte man ihn noch retten, vielleicht war er nicht so....böse.
„Nenn es wie du willst, aber ich hab dich in der Hand, Malfoy“, zwinkerte sie.
„Naja, viel schlimmer kann mein Dasein eh nicht werden, da macht eine Schlammblut-Therapie wohl nichts mehr aus“
„Ach, halt deine Klappe. Aber solange dir solche Beleidigungen so einfach über die Lippen kommen, muss man sich wohl nicht allzu große Sorgen machen“, spuckte sie ihm entgegen, „Morgen also gleiche Zeit, gleicher Ort“
Hermine erhob sich.
„Ja, ich könnte mich kaum mehr freuen“, lächelte er ihr falsch ins Gesicht.
Sie streckte ihm die Hand entgegen, um ihm aufzuhelfen. Draco beäugte diese skeptisch, als könnte er sich daran verbrennen.
„Oh, Merlin, Malfoy. Dir passiert schon nichts, nur weil du mich berührst“
Die Löwin verdrehte die Augen. Er nahm ihre Hand und ließ sich von ihr aufhelfen, sodass sie sehr nah beieinander standen – keiner bewegte sich für einen Moment. Hermine spürte, wie ein elektrischer Schlag ihren Körper durchfuhr, auf angenehme Weise, und auch er schien kurz verwirrt. Sie entzog Malfoy ihre Hand und winkte zum Abschied.

Wieder auf dem Korridor versuchte sie zu realisieren, was geschehen war. Ihr erschien alles so unwirklich seit sie das Mädchenklo verlassen hatte, aber der Beweis, dass das gerade alles wirklich passiert ist, war nicht zuletzt ihre noch kribbelnde Hand.....


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