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Fanfiction

Eisblumen - Reise in den Albtraum

von Happyday

Zalona starrte schweigend aus dem Autofenster. Städte, Dörfer, Wiesen und Felder zogen an ihr vorbei. Der Himmel war grau und verhangen, doch hin und wieder riss die dichte Wolkendecke auf und die Sonne tauchte das silberne Auto, das bereits seit Stunden über die abgelegensten Straßen Bulgariens fuhr, in helles, funkelndes Licht. Es schimmerte wie flüssiges Gold und entlockte Zala ein leichtes Lächeln. Doch dieses Lächeln berührte nur ihre Lippen. In ihrem Inneren war Zala zum Weinen zumute.
Heute war es so weit. Der Tag, dem sie zitternd entgegengebangt hatte, war gekommen. Durmstrang. Warum Durmstrang? Warum konnte es nicht eine andere Schule sein? Warum?

Fynn, Zalas kleiner Hund, ein Kreuzung aus Bobtail und Niffler, winselte in seinem Weidenkörbchen. Zala hob den Kopf. Noch immer ohne zu sprechen nahm sie ihn aus dem Transportkorb. Er rollte sich auf ihrem Schoß zusammen und schnüffelte lautstark an ihrer Sweatshirtjacke herum.

„Zalona, lass doch den Hund in seinem Korb. Wir sind gleich da.“, drang die hochmütige Stimme von Zalas Mutter, Amelia Sapunova, an Zalas Ohren. Wütend starrte Zala den Hinterkopf ihrer Mutter an.
Ach, nun fiel ihr auf, dass Zala noch da war? Nun, da sie etwas getan hatte, was Amelia nicht guthieß? Fünf Stunden lang hatte Madame Sapunova kein Wort mit Zala gesprochen, ebenso wenig ihr Ehemann, Wladimir Sapunova. Denn Zala hatte ihnen fünf Stunden lang keinen Anlass zum Schimpfen und Nörgeln gegeben. Sie hatte nur aus dem Fenster gestarrt und geschwiegen.
Schweigen war das beste Rezept, das Zala kannte, um sich keinen Ärger einzuhandeln. Sie und ihre Eltern hatten so grundverschiedene Lebenseinstellungen, dass jedes längere und tiefsinnigere Gespräch nur zu Uneinigkeit und Streit führte. Also hatte Zala den Großteil ihres Lebens damit verbracht, die perfekte Tochter zu spielen, zu schweigen und ihre wahren Gedanken vor ihren Eltern zu verbergen.

Eine halbe Stunde später stieg Zala aus dem Auto. Sie waren mitten in einem Wald, einem großen, düsteren, mit Nebelschleiern verhangenen Wald.
Die letzten 30 Minuten waren sie durch diesen Wald gefahren und nun waren sie am Ziel: Dem Mandrasee. Von hier aus reisten die Schüler in Schiffen nach Durmstrang ab. Das wusste Zala.
Zwar sprach sie normalerweise kaum mit ihren Eltern, doch hatten sie Zala im letzten halben Jahr mit Informationen über Durmstrang überflutet. Nun war Zala bestens im Bilde, doch sie wünschte, sie wäre es nicht.
Ihre Eltern waren bei jeder Erwähnung der Bulgarischen Zauberschule ins Schwärmen geraten.
Zala hatte ihren langatmigen Vorträgen entnommen, dass Durmstrang eine Schule für schwarze Magie war. Sie passte also hervorragend in die Lebensphilosophie der Sapunovas.
Zala allerdings verabscheute die dunklen Künste und hatte sich mit Händen und Füßen dagegen gesträubt, nach Durmstrang gehen zu müssen, doch ihre Eltern waren hart und kalt wie Stein. Sie ließen sich nicht erweichen. So stand Zala nun am Ufer des Mandrasees und schaute sich um. Das erste, was ihr auffiel war, dass die Umgebung sehr düster und kalt war. Das Wasser war stahlgrau, keine Briese kräuselte die glatte Oberfläche. Der Wald war dunstig, schwarz, unheimlich.
Mitten im See, gut 900 Meter vom Ufer entfernt, ragten majestätische, glatte, graue Felsen empor. Sie wirkten sehr beängstigend mit ihren scharfen Zacken und Kanten, die ihnen boshafte Fratzen verliehen.
Am Ufer des Sees lagen riesige Boote an Stegen vertäut. Sie waren hoch, aus scheinbar ziemlich morschem Holz und sahen aus wie Geisterschiffe. Ihr dunkles Holz, die kleinen Bullaugen, die einem das Gefühl vermittelten, beobachtet zu werden und die hohen Masten, die wie drohende Wächter über dem Treiben am Seeufer emporragten, wirkten nicht sehr einladend.
Zala gefiel ganz und gar nicht, was sie sah. Sie schauderte und ließ ihren Blick dann über das geschäftige Treiben am Seeufer schweifen. Schüler, die einander lautstark begrüßten, mit ihren Familien Koffer an Bord der Schiffe schleppten, verzweifelte Eltern, die nach ihren Kindern riefen um endlich schwere Gepäckstücke loszuwerden und Schüler, die sich unter Tränen von ihren Eltern verabschiedeten.

„Nun, Zala, dann mal los.“, sagte Zalas Mutter, Amelia Sapunova. Ohne ein Wort griff Zala nach Fynns Körbchen und überließ es ihrem muskulösen Vater, den schweren Schrankkoffer zu schleppen. Sie schulterte ihren roten Rucksack und lief dann ihren Eltern hinterher, die sich bereits auf den Weg zu einem der Schiffe gemacht hatten.

Zalas Vater lies den Koffer auf einem Steg zu Boden fallen. Die wütende Zala nahm das als Aufforderung, das Schiff, das am Steg lag, zu besteigen. Zalas Mutter trat auf sie zu und umarmte sie.
„Viel Spaß in der Schule, Zalona.“, sagte sie ausdruckslos und lies Zala nach einer kurzen, steifen Umarmung sofort wieder los. Kein Kuss, keine aufmunternden Worte. Warum auch?
„Ja, viel Spaß, benimm dich, Zalona.“, verabschiedete sich Zalas Vater. Dann trat er nahe zu Zala heran, so nahe, dass Zala nur noch sein markantes Gesicht sehen konnte.

„Das `benimm dich´ meine ich ernst. Ich werde davon hören, wenn du dich schlecht benehmen solltest oder dem Ruf unserer Familie in irgendeiner Art und Weise Schaden zufügen solltest. Hast du mich verstanden, Zalona Sapunova?“
Ängstlich nickte Zala.
„Sehr schön.“ Mr. Sapunova trat zurück.
„Ein gutes Schuljahr.“
Damit drehten er und seine Frau sich um und ließen Zala allein mit ihrem schweren Koffer, dem Rucksack und Fynns Korb mitten in einer Menge fremder Menschen stehen. Zala war zum Heulen zumute. Sie spürte den vertrauten Klos in ihrem Hals aufsteigen und war sicher, gleich würde sie anfangen zu weinen. Dass sie von allen Seiten angerempelt und geschubst wurde, machte die Sache auch nicht besser. Am besten, sie stieg jetzt schnell in das Schiff ein, das vor ihr am Steg verankert war, suchte sich eine leere Kajüte und richtete sich seelisch darauf ein, die nächsten sieben Jahre in einem Albtraum zu leben.

Ächzend zog Zala den Koffer hinter sich her. Mehrmals fiel er ihr hin, auf ihre Fersen, schlug ihr den Hundekorb aus der Hand und lies sie stolpern. Stumme Tränen der Verzweiflung rollten über Zalas Wangen, während sie sich immer wieder schluchzend aufrappelte um sich weiter zu schleppen. Endlich hatte sie es geschafft, ihren Koffer und ihr restliches Gepäck in das große, unheimlich Schiff zu wuchten.
So schnell es der Schrankkoffer erlaubte, humpelte Zala über den Gang. Die meisten Kajüten schienen bereits besetzt zu sein. Klar, die am Eingang waren beliebt. Zala musste sich also weiter ins Innere des Schiffes wagen, was ihr gar nicht behagte, aber weil sie einfach nur allein sein wollte, nahm sie es in Kauf. Endlich war sie zu einem leeren Abteil gelangt. Sie stieß die Türe auf und trat ein. Es war gemütlicher, als sie gedacht hatte.
Die Kajüte sah aus wie ein komfortables Zugabteil. Die roten Sitze wirkten ziemlich knuddelig und weich. Es war sauber, vor dem Fenster stand ein kleines Tischchen, der Boden war aus hellem Holz. Zala hatte eigentlich gedacht, es gäbe keine Fenster, nur Bullaugen, da sie von außen nur diese gesehen hatte, doch das Abteil war lichtdurchflutet. Zala schloss die Türe. So wie es aussah, würde wenigstens die Reise in den Albtraum nicht allzu unbequem werden. Sie versuchte mit aller Kraft, die sie aufbieten konnte, ihren Koffer in die Gepäckablage über einem Sitz am Fenster zu wuchten, doch er war so schwer, dass sie es nicht schaffte. Schnaufend, keuchend und mit schmerzendem Rücken sank sie auf einen der Sitze. Sie gab es auf und lies den Koffer einfach mitten im Abteil stehen. Sie war ja sowieso alleine. Dann ließ sie Fynn aus dem Körbchen. Er zischte begeistert heraus, sprang Zala auf dem Schoß und leckte ihr mit seiner trosa Zunge einmal quer über das Gesicht, was Zala für einen Moment von ihrem Kummer ablenkte. Sie drückte Fynn fest an sich und flüsterte: „Wenigstens du hältst immer zu mir, egal was ist, nicht wahr, Fynn?“

Der kleine Hund blickte sie mit seinen treuen Augen an und Zala kamen wieder die Tränen. Sie war so alleine, sie hatte niemanden, keine liebenden Eltern, keine Freundinnen. Doch, natürlich hatte sie Eltern. Aber sie liebten Zala nicht.
Plötzlich ertönte von draußen ein durchdringendes Geräusch, es klang wie das Hupen eines Nebelhorns und Zala zuckte erschrocken zusammen. Sie spürte, wie sich das Schiff in Bewegung setzte, schaute auf ihre Uhr und wagte einen Blick aus dem Fenster. Aha, es war neun Uhr. Es ging los.

Das Schiff, indem Sie saß, fuhr an der Spitze und führte die anderen. Doch wohin ging es? Sie fuhren über den Nebelverhangenen See auf die Felsen zu. Zala bekam Panik. Sie steuerten nicht um die Felsen herum, sondern genau darauf zu! Sie würden dagegenschellen und untergehen! Verängstigt klebte sie an der Fensterscheibe und sah mit angstvoll aufgerissenen Augen, wie sie dem Felsen immer näher kamen. Sie würden jede Sekunde dagegendonnern! Jetzt!
Zala kniff mit rasendem Herzen die Augen zusammen und wartete auf den Aufprall. Doch nichts geschah. Stattdessen hatte Zala das Gefühl, als würde das Schiff in einen Abfluss gesaugt. Es wirbelte sehr schnell um die eigene Achse und Zala wurde übel. Dann war es vorbei.
Sie glitten ruhig dahin. Keuchend öffnete Zala die Augen und schaute aus dem Fenster. Sie schwebten unter Wasser dahin! Grüne Unterwasserlandschaften zogen an Zalas Augen vorbei, Seetangwiesen wogen sich sanft in der Strömung, ein paar Fische glitten geschmeidig durchs Wasser. Zala kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und die Übelkeit war vergessen. Bewundernd blickte sie hinaus in die ihr so fremde Welt. Davon hatte man ihr zuhause nichts erzählt. Zala war vollkommen überwältigt. Eine tolle Art, zur Schule zu gelangen! Per U-Boot...

Plötzlich öffnete sich die Tür der Kajüte und ein Mädchen mit blonden Kringellocken steckte den Kopf herein. Sie schaute sich kurz um und lächelte Zala etwas schüchtern an. „Hallo, darf ich mich vielleicht zu dir setzen? Die übrigen Kajüten sind alle voll...“, sagte sie.
„Klar, komm rein!“, antwortete Zala und erwiderte das Lächeln des Mädchens. Es öffnete die Türe, verschwand im Gang und tauchte sofort mit einem Schrankkoffer auf, der mindestens so groß war, wie der von Zala. Sie schob ihn ächzend an, doch er ließ sich kaum bewegen.
„Warte, ich helfe dir“, bot Zala an und stand auf. Sie quetschte sich an ihrem eigenen Koffer vorbei, der immer noch mitten im Raum stand, schob Fynn beiseite, der sich kläffend um ihre Fersen schlängelte, steckte ihn in seinen Korb und half dem fremden Mädchen, seinen Koffer ins Abteil zu wuchten. Außerdem hatte die Fremde noch einen Käfig mit einem Minimuff dabei. Zusammen hatten sie es schnell geschafft. Keuchend ließ sich Zala wieder auf ihren Sitz sinken. Das Mädchen nahm ihr gegenüber Platz, den Käfig mit dem Minimuff auf dem Schoß.
„Danke!“, sagte sie lächelnd. „Ich bin Emilia Jordanova. Das da“, sie deutete auf den Käfig, „ist Nellie, mein Minimuff. Und wer bist du?“ Zala lächelte zurück. Emilia war ihr recht sympathisch.

„Ich heiße Zalona Sapunova. Du kannst mich aber Zala nennen. Und das“, sie zeigte ihrerseits auf Fynn, der sich in seinem Korb eingekringelt hatte und misstrauisch Nellie beäugte, „Ist mein Hund Fynn.“
„Sapunova?“ Emilia pfiff durch die Zähne.
„ Sind die Sapunovas nicht diese sehr alte, sehr reiche Reinblüterfamilie?“ Zalas Laune sank schlagartig.

„Ja.“, sagte sie knapp und wandte den Kopf von Emilia ab. Na toll. Das erste, was ein fremdes Mädchen sagte, als es Zalas Namen hörte, war eine Bemerkung zu deren einflussreicher Familie. Doch Emilia merkte offenbar, dass sie etwas Falsches gesagt hatte, denn sie warf Zala einen überraschten Blick zu und wechselte dann schnell das Thema.

„Weist du viel über Durmstrang? Meine Eltern konnten mir nicht viel erzählen, sie haben beide eine Schule in England besucht, sie sind erst ein Jahr vor meiner Geburt hierher gezogen, also vor 14 Jahren. Und meine Oma wollte mir auch nichts verraten. Hast du zuhause mit deinen Eltern über Durmstrang reden können?“

Das war auch nicht die Art von Gesprächsthema, die Zala sich wünschen würde, es kam ihren Eltern zu nahe, doch sie ließ sich auf ein Gespräch ein. Was sollte schon passieren?

„Nun ja, meine Eltern sind beide nach Durmstrang gegangen und sie haben mir sehr viel erzählt. Was möchtest du denn wissen?“, fragte sie und schaute Emilia erwartungsvoll an. Diese hatte die Stirn gerunzelt und ihre dunkelblauen Augen blickten nachdenklich. Dann lächelte sie wieder.

„Ich möchte gerne wissen, ob wir in Durmstrang in verschiedene Häuser eingeteilt werden. In der Schule, die meine Eltern besuchten, wird das so gemacht. Weißt du etwas darüber?“

Zala lächelte sie zaghaft an, Ihre Scheu und ihr Misstrauen schrumpften. Emilias unbefangene, fröhliche Art lockerte ihre Anspannung.

„Darüber kann ich dir einiges erzählen. Meine Mutter hat einen ganzen Abend damit verbracht, mir Informationen über die Einteilung der Schüler einzutrichtern. Also, in Durmstrang handhaben sie es so:
Man durchläuft sieben Schuljahre, wir werden also dort sein, bis wir 20 sind. Die Schüler werden nach Jahrgängen eingeteilt. Und jeder Jahrgang hat einen Namen. Die erste Stufe heißt Nymaja, die zweite Bormasina, die dritte Kilija, die vierte Objava, die fünfte Avistria, die sechste Istorija und die siebte Targavija.
Die Schüler sind Stufenweise an verschiedenen Orten im Schloss untergebracht, das bedeutet zum Beispiel für uns, die Erstklässler, dass wir ins Haus Nymaja kommen. Wir werden dort das erste Schuljahr mit den anderen Erstklässlern verbringen. Im zweiten Schuljahr kommen wir dann in das Haus Bormasina.
Wir ändern allerdings nur den Namen des Hauses, die Schlafsäle und den Gemeinschaftsraum behalten wir, ebenso die Waschräume. Im siebten Schuljahr werden wir also dann im Haus Targavija sein, aber immer noch im gleichen Bett schlafen, wie im ersten Schuljahr.
Dieses Konzept dient dazu, Ordnung in die Schule zu bringen, du weißt schon, alle Schüler nach Alter geordnet, hübsch ordentlich zusammen, sodass man nicht den Überblick verliert.
Es wird auch ein Quidditchwettkampf zwischen den Häusern ausgetragen. Am Ende des Schuljahres wir ein Quidditchpokal verliehen.
Soweit ich weiß, werden die Eingänge zu den Gemeinschaftsräumen bewacht und man muss ein Passwort wissen oder eine Frage beantworten oder so. Mädchen und Jungenschlafsäle sind natürlich getrennt und es gibt zwei sehr große Waschräume, einen für Jungs und einen für Mädchen. Soweit ich gehört habe, gibt es aber auch ein paar Schlafsäle, die ein eigenes Bad haben. Man muss aber ziemlich Glück haben, um so einen zu bekommen, denn die sind echt selten. Pro Haus gibt es, glaub ich, zwei oder drei.“

Zala beendete ihren Vortrag und Emilia blickte sie einigermaßen fassungslos an.
„Wow. Du bist ja ziemlich gut informiert!“, meinte sie bewundernd. Zala grinste.
„Meine Eltern haben mich geradezu überflutet mit Informationen. Ich bin ein wandelndes Durmstrang Lexikon.“
Emilia lachte und Zala stimmte ein. Das Eis zwischen den beiden war endgültig gebrochen.

Eine ganze Weile verbrachten die beiden glücklich schwatzend allein in ihrem Abteil. Sie hatten so viele Gesprächsthemen, dass es ihnen nicht langweilig wurde.
„Ich wollte schon immer gerne einen Hund haben!“, seufzte Emilia mit einem sehnsüchtigen Blick auf Fynn. „Aber mein Vater ist allergisch gegen Hundehaare.“ Liebevoll blickte sie auf Nellie hinab, die auf ihren Schoß saß.
„Ich hab ja Nellie.“, sagte sie und kraulte den Minimuff, der daraufhin zufriedene Geräusche von sich gab.

„Fynn ist eigentlich gar kein richtiger Hund.“, erklärte Zala.
„Sonst könnte ich ihn ja nicht mit in eine Zaubererschule nehmen. Er ist halb Bobtail, halb Niffler.“ Emilia machte große Augen.
„Cool! Wo hast du ihn denn her?“
So verbrachten sie etwa3 Stunden, vertieft ins Gespräch, während die wundervolle Unterwasserlandschaft an ihnen vorbeizog.

Gegen frühen Mittag öffnete sich die Kajütentüre noch einmal. Eine Gruppe Mädchen stand im Rahmen. „Hallo! Sind bei euch noch ein paar Plätze frei?“, fragte ein großes, schwarzhaariges Mädchen mit fröhlichem Gesicht. „Wir sind aus dem Abteil nebenan geflüchtet, da saßen lauter Jungs drin, die haben uns fast wahnsinnig gemacht.“
„Sicher doch, kommt rein!“, sagten Zala und Emilia ich Chor.

Wie sich herausstellte, waren die Mädchen, drei an der Zahl, genauso alt wie Emilia und Zala, nämlich 13 Jahre. Die große, dunkelhaarige hieß Deniza Winech. Sie war hübsch, aber überhaupt nicht eingebildet. Ihre dunklen Augen blitzen. Die zweite war kleiner, hatte glatte, blonde Haare, blaue Augen und ein kleines Speckbäuchlein. Sie hieß Tinka Georgiva und war ebenfalls sehr nett, wenn auch etwas schüchtern. Die dritte war schlank uns schien sehr sportlich. Sie hieß Maja Bojanova, hatte lange, karamellfarbene Haare und braune Augen. Sie war lustig und sehr fröhlich.
Die Mädchen entwickelten schnell ein lebhaftes Gespräch.
„ Ich warne euch vor, die Jungs da nebenan sind der blanke Horror“, meinte Deniza. „Total laut und nervig.“
„Ja, der eine, wie hieß er doch? Dejan Voinova oder so... jedenfalls hat der...“

Zala lehnte sich in ihrem Sitz zurück und beobachtete glücklich die fröhlichen Mädchen, die um sie herumsaßen und munter schwatzten. Sie mochte diese Mädchen sehr und hoffte, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben richtige Freundinnen finden würde.


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