
von Hosalia
Jetzt war es so weit. Ich würde es jemanden erzählen. Ich musste es nämlich Kingsley erzählen, damit er mich für die Arbeit befreite. Und das tat ich wirklich ungern, den ich liebte meine Arbeit.
Ich klopfte an die Tür von Kingsley und hörte :,,Herein" was ich dann auch tat. Das Büro war ziemlich schlicht gehalten. Ein Schreibtisch so dunkel wie Ebenholz, davor ein blauer Schreibtischstuhl, worauf Kingsley saß. Er schrieb irgendwas auf ein Pergamentpapier und hob den Kopf und lächelte mich an.
,,Hermine setzt dich doch", Kingsley deutete auf den Stuhl vor seinem Platz. ,,Was kann ich für dich tun ?"
Ich versuchte zu freundlich zu lächeln und setzte mich.
Bloß nicht um den heißen Brei reden, Hermine. Redete ich mir ein.
,,Sie müssten mich für ne Zeit Suspendieren", sagte ich und schaute ihn an. Er schien sichtlich verwirrt und ich kramte in meiner Tasche nach dem Zettel, den ich bekam damit ich von der Arbeit befreit werde, und wenn ich wieder Gesund bin -falls ich wieder Gesund werde- das ich hier weiter Arbeiten würde.
,,Hier steht alles drauf", sagte ich und reichte ihm den Zettel. Er las sich den Zettel durch. Zwischen seinen dunklen Augenbrauen eine kleine Falte. Doch wenig später wirkte sein Blick geschockt.
,,Oh, Hermine. Das ist ja schrecklich... Seit wann weißt du es ?",Fragte er mich und legte seine Feder hin.
,,Nicht lange. Vielleicht eine Woche. Ich würde am liebsten weiter Arbeiten, aber die Heiler meinen die Therapie würde mich soweit schwächen das ich mein Auroren Job nicht schaffen würde oder es mich noch mehr schwächen würde", Erklärte ich und knetete meine Finger.
,,Aber natürlich. Das wichtigste ist erst mal du wirst Gesund. Kann ich dir den irgendwie helfen... ?" Fragte er und sah mich mitleidig an. Das letzte was ich gerade brauchte, dachte ich.
,,Nein. Danke. Nimm es mir nicht Böse Kingsley, aber ich muss los hab noch einiges zu tun.", Sagte ich und stand auf.
,,Natürlich und grüß Rose von mir"
,,Mach ich" ,ich schüttelte Kingsley die Hand und verließ den Raum.
Geschafft. So schwer war es gar nicht.
Ich atmete noch einmal tief durch bevor ich mich auf den Weg in mein Büro machte, was ich mir mit Harry teilte. Ich hoffte er war nicht da.
Ich musste noch ein paar Sache holen, solange ich weg war wollte ich vielleicht Zuhause manchmal was machen.
Ich klopfte nicht sondern öffnete die Tür und trat in mein Büro wo ich leider nicht alleine war. Sondern Harry war auch da und trank sein Kaffee. Ich schloss die Tür hinter mir und Harry schien mich endlich bemerkt zu haben und drehte sich vom Fenster weg und lächelte mich an.
,,Oh, Hallo Hermine" lächelte er und stellte sein Kaffee auf seinen vollen Schreibtisch. "Ich wusste gar nicht, dass du Dienst hast.
,,Äh Hallo Harry... Was machst du hier ?" Fragte ich und kaute nervös auf meiner Unterlippe.
,,Ach, ich wollte nur mein Bericht überarbeiten bevor ich es zurück gebe", sagte er und schaute mir dabei nicht in die Augen.
Ich wusste er erzählte mir nicht ganz die Wahrheit und ich hatte schon so eine Vermutung was der wahre Grund war.
,,Ist es wegen Ginny ? Habt ihr euch wieder gestritten ?", Fragte ich vorsichtig und lehnte mich an die Kante seines Schreibtisches.
Die beiden haben schon seit längeren Streitereien nur wusste ich den Grund nicht ,ich hatte auch nicht vor danach zu fragen - es ging mich ja eigentlich nichts an.
,,Ja ... Weißt du sie behandelt mich wie ein Kind. Schreibt mir alles vor und meint auch sie könnte machen was sie will. Das geht mir tierisch auf die Nerven", seufzte er und fuhr sich durch die Haare.
,,Ist das immer der Grund ? - Nur wenn ich fragen darf", sagte ich rasch und spielte mit der Feder rum die auf seinem Schreibtisch lag.
,,...Nein." Sagte er und und zwischen seinen Augenbrauen bildete sich eine Falte.
Ich nickte nur da ich nicht nachfragen wollte. Einige Zeit war es ruhig bis Harry was sagte und von seinen Stuhl aufstand.
,,Nein, nicht nur dieser Grund. Sie unterstellt mir immer ein paar Sachen, wo ich aber selber nicht weiß ob sie stimmen",sagte er und sah mich an. War das womöglich eine Andeutung ?
Ich wusste nicht was er meinte, doch ich glaubte zu wissen worauf er hinaus spielte...
Ich sagte nichts und stand vom Schreibtisch auf und ging zu meinen Schreibtisch wo ich anfing ein paar Sachen zu nehmen. Und versuchte es schon unauffällig zu machen.
,,Was machst du da ?", Fragte er und kam auf mich zu.
,,Ich, äh, wollte ein paar Sachen packen, denn ich... mache für 'ne unbestimmte Zeit mal eine ,Pause' ", Sagte ich und wusste dass er mir es nicht abkaufte. Ja, ich war ne schlechte Lügnerin.
,,Ähm oke... Wie wärs wenn wir vielleicht zusammen was essen gehen. Ich meine das haben wir schon lange nicht mehr gemacht und dann kannst du mir den wahren Grund sagen", schlug er grinsend vor und ich wurde etwas rot im Gesicht. Er kannte mich zu gut.
,,Ja, Gerne. Aber könnten wir vorher kurz zu mir nach Hause apparieren ? Ich müsste noch die Sachen wegbringen", sagte ich und deutete auf meinen Stapel in meinen Armen.
,,Na klar", erwiderte er und betrachtete den Stapel argwöhnisch, bevor er mir die Tür öffnete und mit mir durch den noch vollen Fluren ging.
,,Was ist den hier los ? Wieso ist hier so ein Trubel ?", Fragte ich Harry und betrachtete die Leute die durch die Flure mit schnellen Schritten liefen.
,,Draco Malfoy arbeitet jetzt in St.Mungos. Er soll sich geändert haben - behauptet er. Doch er soll irgendein Plan haben - behaupten de meisten Leute. Jetzt wird noch rum diskutiert ob das ein Fehler war ihm zu erlauben dort zu Arbeiten. Doch ich hab ein gutes Wort für ihn eingeworfen. Er war früher einfach zu feige um sich gegen seinen Vater zu stellen.", Erklärte er und zusammen stiegen wir in den Aufzug wo es ebenfalls sehr voll wahr und Harry und ich sehr nah aneinander standen. Ich roch sein Aftershave und musste zugeben es roch gut.
,,Eingang Terminal", sagte die all zu bekannte Frauenstimme und riss mich aus den Gedanken. Der Fahrstuhl blieb abrupt stehen und die Leute vor mir stolperten in meine Richtung, sodass ich gegen Harry knallte und mein Gesicht in der Nähe seiner Halsbeuge drückte.
,,Tschuldige" ,murmelte ich und wartete bis die anderen raus waren bis ich aus den Fahrstuhl ,,fliehte".
Ich wartete vor den Fahrstuhl auf Harry der nur ein paar Sekunden später auch draußen war. Er grinste mich schief an und blieben erst mal stehen. Man könnte sagen, vor uns sei eine Horde Tiere, so voll war es.
Er nahm meine Hand und sah mich fragend an.
,,Nur damit wir uns nicht verlieren", sagte er und ich nickte schnell. Und zusammen versuchten wir uns durch diese Menschenmengen zu quetschen. Ich glaubte kurz ein Rotschopf gesehen zu haben und meinte es sei Ron. Doch das ist Unsinn er hockt ja bei Gabrielle. Ich schüttelte den Kopf und drückte Harrys Hand. Sie war groß und überraschender weiße nicht rau sondern weich.
Als wir es geschafft hatten und durch das Flohnetzwerk zu mir im Kamin landeten, war es mir peinlich den mein Wohnzimmer war nicht ganz aufgeräumt. Kommt ja eigentlich so gut wie nie vor, doch ich hatte wirklich keine Zeit gehabt.
Ich stieg aus dem Kamin und faltete meine Jacke glatt.
,,Ähm tut mir Leid das es etwas unordentlich ist... Ich bring eben den Stapel weg" sagte ich und ging zu meinen kleiner Arbeitszimmer und ich wusste auch das Harry mir folgte.
Ich öffnete die Tür und trat in das Zimmer. Das Zimmer war klein und besaß nur ein großes Regal und ein Schreibtisch mit Stuhl.
Ich lief zu meinen Schreibtisch und stellte den Stapel Papiere auf den Tisch. Harry sah sich inzwischen um.
Ich nahm das Bild mit Rose und stellte es neben den Foto wo ich und Rose kurz nach der Geburt drauf waren. Damals hatte Harry das Bild geschossen und ich war froh das er da war.
,,Wo ist eigentlich Rose ?" ,Fragte er und trat neben mich.
,,Sie ist bei meiner Nachbarin und deren Tochter Maggie" ,erzählte ich und drehte mich zu ihm um.
Er nickte nur und fuhr sich durch seine unordentlichen Haare - das hat sich immer noch nicht geändert.
Er stellte sich vor mich und ich spürte seinen Atem auf meiner Stirn.
,,Du hast da was", murmelte er und strich mir übers Haar.
Ich nickte nur - unfähig was zu sagen.
Ich fragte nicht nach was es war ,denn unsere Lippen waren nur noch ein wenig entfernt von einander.
Doch als sie noch näher kamen ertönte ein Schrei.
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