
von Hosalia
Den Rest den Abends hatten Harry und ich uns unterhalten. Über belangloses Zeugs und der alten Hogwarts Zeit. Doch die Stimmung war ein wenig ... anders. Doch was ich toll fand war, dass Harry mir Mut zusprach - so oft es ging - er war ein toller Freund, für den ich zu viel empfand.
Harry half mir in meine Jacke und zusammen traten wir nach draußen wo es angefangen hatte zu schneien. Der kalte Windzug blies mir ins Gesicht und ich fing an ein wenig zu zittern.
Ich hakte mich unter Harry ein und zusammen liefen wir den fast verschneiten Weg entlang.
Ich spürte Harrys Körperwärme und kuschelte mich ein wenig mehr an sein Arm. Wir schwiegen doch es war kein unangenehmes Schweigen und ich betrachtete die Gegend. Wir kamen jetzt an einen Dorf an, wo nur noch aus ein paar Fenstern lichter lohten.
,,Molly und Arthur baten mich dich zu Weihnachten bei ihnen einzuladen. Sie hatten mich auch gefragt und ich habe zugestimmt. Kommst du auch ?" ,fragte er und sah mich von der Seite an.
Ich wusste worauf er hinaus wollte.
,,Ja ich werde kommen" ,sagte ich einfach und kurz.
,,Und wirst du es ihnen sagen? Ich meine wenn du kommst." Er sah mich genau an.
Ich seufzte. ,,Harry das ist kein Guter Zeitpunkt. Vielleicht danach ,weil wie sieht das den bitte aus , wenn ich komme und sage Hey-ich-hab-Krebs-und-werde-vielleicht-sterben-" Harry blieb abrupt stehen und sah mir tief in die Augen.
,,Hermine du wirst nicht sterben. Du wirst das schaffen. Du bist willensstark und ... Und du bist nicht allein." ,sagte er und ich verfiel mich in seine Smaragdgrünen Augen. Wie schön sie doch waren - doch aber voller sorge und schmerz. Sorge um mich.
Ich sagte nichts und sah in einfach an. Er wusste wir könnten das nicht beeinflussen. Es fühlte sich an als tobe ein Sturm in seinen Augen und ich hatte das Gefühl in seinen Augen zu verschmelzen.
,,Lass uns weitergehen" ,meinte ich und riss mich aus seinen Augen los. Wir gingen weiter Arm in Arm.
,,Harry wo sind wir" ,fragte ich und schaute mich um. Doch dann riss es mir wie die Schuppen aus den Augen. Wir standen vor einer Kirche und daneben war ein Friedhof. Wir waren in Godrics Hollow ! Ich drehte mein Kopf zu Harry doch er schaute auf eine bestimmte Stelle am Friedhof. Ich lächelte ein wenig und zog ihn sanft zum Tor des Friedhofs.
Auch wenn er nicht sprach oder irgendeine Regung im Gesicht zeigte, wusste ich er wollte dorthin.
Früher dachte er immer, ich würde es nicht verstehen, weil meine Eltern dort noch lebten. Er hatte früher nicht ganz unrecht gehabt, denn ich musste meine Eltern verlassen und sie somit in Sicherheit bringen, was mir auch sehr schwer fiel. Doch jetzt wo meine Eltern tot waren, konnte er nicht mehr mit der Ausrede kommen ,,Wir würden es nicht verstehen", da hatte er nämlich unrecht. Ich verstehe es voll und ganz. Ich verstand ihn.
Ich ließ ihn los und trat ein paar Schritte vor. Ich drehte mich zu Harry und lächelte ihn aufmunternd an. Lustig, vor nicht mal ein paar Stunden hatte er es getan - mich aufgemuntert. Er kam zu mir und schlang sein Arm um meine Taille. Ich wurde ein wenig rot, doch das war ich schon wegen der Kälte schon. Und zusammen liefen wir den Weg entlang. Wie beim letzten Mal war hier niemand und waren wieder allein. Es erinnerte mich an die Horcrux Jagd ,wo wir nach Godrics Hollow gingen. Es war Weihnachten und es hatte ebenfalls geschneit.
,,Danke Hermine" ,sagte Harry und wir kamen den Grab von Harry's Eltern näher.
,,Wofür?" ,fragte ich nach und Harry schwieg erst ne Zeit und man konnte nur das geknirsche vom Schnee hören, wenn wir liefen.
,,Überhaupt für alles. Ich hatte mich noch nicht richtig bei dir bedankt und mir wird es gerade erst richtig klar, was du alles für mich getan hast. Ich meine du bist bei mir geblieben hast mir immer geglaubt und ich könnte jetzt so vieles aufzählen, aber dann würden wir jetzt bis morgen hier stehen" sagte er und musste leicht grinsen. Eine kleine Träne rann meiner Wange hinunter und ich wischte sie schnell weg.
Wir standen nun vor James Potter und Lily Potters Grab. Ich drückte mich ein wenig näher an Harry und legte mein Kopf an Harrys Schulter. Er drückte mich ebenfalls näher an sich.
Es fühlte sich schön an, so in seinen Armen. Eine wärme ging durch mein Körper und ich verkniff mir ein seufzen. Ich fühlte mich wohl in seinen Armen und das hatte ich vermisst.
Ich betrachtete stumm das Grab und die langsam verschnörkelte Schriftzug. Ich hob mein Kopf von seiner Schulter und nahm mein Zauberstab. Ich murmelte ein Zauberspruch und der Grabstein war sauber und die Schrift besser erkennbar. Harry lächelte mir dankbar zu und zog mich sanft und langsam vom Grab weg.
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