
von Slytheringirl <3
James Potter. Warum gerade James Potter? Potter, der Junge den ich immer gehasst hatte. Jemand den ich vom Charakter nie leiden konnte. Ich hatte mir immer geschworen ihn zu hassen. Allein Severus wegen. Wie hatten er und Sirius ihn doch immer gequält und gehänselt. Doch jetzt? Ja natürlich seine arrogante Art brachte mich immer noch zum Explodieren. Aber James Potter hatte sich geändert. Immer mehr sah ich in ihm seine liebenswürdige Seite und nicht die überhebliche. Wenn ich es mir recht überlegt fühlte ich schon seit längerem so ihm gegenüber. Doch eingestehen wollte ich es mir immer noch nicht wirklich. Liebte ich James Potter? Allein der Gedanke an seine haselnussbraunen Augen ließ mein Herz deutlich schneller schlagen. Wieder drehte ich mich auf meinem Bett um. Die halbe Nacht wälzte ich mich schon hin und her. Schlaf finden konnte ich trotzdem keinen. Immer wieder landeten meine Gedanken bei James. Mit seinen schwarzen Haaren und seinem umwerfenden Lächeln… Was bitte dachte ich da?! Vor einem halben Jahr hätte ich jeden ausgelacht der mir erzählt hätte dass ich nachts nicht schlafen konnte, weil ich an James Potters Lächeln denken musste. Wieder wälzte ich mich hin und her. Ja. Ja, ich liebte James Potter. Aber liebte er mich auch? Eine blöde Frage, natürlich nicht! Ewig hatte er mich schon nicht mehr nach einem Date gefragt. Warum auch? Wenn er jemals wirklich gefallen an mir gefunden hatte, hatte ich meine Chancen durch mein Verhalten ihm gegenüber eh verspielt. Warum hatte ich ihn auch immer so angefahren. Schuldgefühle breiteten sich in mir aus. Wieder drehte ich mich auf eine andere Seite. Ich hielt es nicht mehr aus und schwang mich aus dem Bett. Ich zog mir eine Strickjacke über und öffnete so leise wie möglich die Tür zum Gemeinschaftsraum. Langsam tapste ich die Treppen hinunter. Mit einem Wink meines Zauberstabs begann das Feuer im Kamin wohlig zu knistern und den Raum mit Wärme zu erfüllen. Ich bewegte mich zum Fenster des Gemeinschaftsraums. Es war eine sternenklare Nacht. Keine Wolken zierten den Himmel und der sichelförmige Mond stach aus den Sternen hervor. Ich legte meine Arme auf das Fensterbrett und bettete meinen Kopf darauf. Wie sollte ich aus dieser Situation bloß wieder heraus kommen? Ich seufzte und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Plötzlich hörte ich Schritte hinter mir. Erschrocken hob ich meinen Kopf und drehte mich, um den Urheber des Geräusches ausfindig zu machen. „James?“ stellte ich erschrocken fest. „Lily, was machst du denn hier?“ Jetzt wo er direkt vor mir stand, keinen halben Meter von mir entfernt, brachte ich kein Wort über die Lippen. Mir war die Situation ziemlich unangenehm. Bereits als ich ihn erblickt hatte, schlug mein Herz wie verrückt. Jetzt wo mir bewusst war, dass wir uns im Schlafanzug gegenüber standen, bemerkte ich wie ich augenblicklich anfing rot zu werden. „Ich… Ich konnte nicht schlafen.“ Stotterte ich und ärgerte mich im nächsten Moment wieder darüber keinen ganzen Satz heraus bringen zu können. Verlegen lächelte James mich nun mit seinem umwerfenden Lächeln an. „Ich auch nicht.“ Erwiderte er. Nun stellte er sich neben mich ans Fenster und blickte ebenfalls zum Mond. Als ich meinen Blick wieder von ihm abwand und mich ebenfalls zum Fenster drehte berührten sich unsere Arme. Unwillkürlich zuckte ich zusammen und ein Schauer lief mir über den Rücken, ich begann zu zittern. James hatte das wohl bemerkt. „Lily ist alles in Ordnung? Ist dir kalt?“ fragte er und blickte besorgt zu mir herunter. Ich nickte betreten. Eigentlich war mir nicht wirklich kalt, doch wollte ich mich vor James nicht rechtfertigen wo meine Zitterattacke wirklich herkam. Schnell hatte er mir eine Decke, von einem der Sessel geholt und mir um die Schultern gelegt. Als wir uns nun wieder zum Fenster gedreht hatten, machte James jedoch keine Anstalten den Arm, welchen er samt Decke um mich gelegt hatte wieder von mir zu nehmen. Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. Wärme durchströmte nun meinen Körper und ich war dankbar, dass James seinen Arm um mich gelegt hatte. „Romantisch, nicht?“ fragte James plötzlich. Irritiert blickte ich zu James. „Der Mond, die Sterne, du und ich…“. „James Potter, du kannst es auch nicht lassen!“ entgegnete ich energisch. Ein leichtes Grinsen konnte ich allerdings nicht unterdrücken. Er allerdings grinste von einem Ohr zum anderen. „Ich hatte mich schon gewundert, dass mich noch nicht angemotzt hast und nett zu mir warst.“ Sagte er lachend. „Willst damit etwa sagen das ich nicht nett bin oder was?“ erwiderte ich empört. Nun lachte James wirklich. „Nein natürlich bist du nett. Auch wenn du zugeben musst das du zu mir nicht immer die Nettigkeit in Person bist. Aber du bist eine sehr nette Persönlichkeit.“ Grummelnd drehte ich mich von ihm weg. Ein wirkliches Kompliment war das ja nicht gerade. Aber er hatte ja irgendwie recht, wann war ich das letzte Mal nett und freundlich ihm gegenüber gewesen. „Hey, das war nicht fies gemeint.“ Meinte er besorgt. Diese Besorgnis in seiner Stimme, zerriss mir fast das Herz. Sorgte er sich wirklich um mich? „Du bist eine so tolle Persönlichkeit Lily. Sonst…sonst würde ich doch nicht unbedingt mit dir ausgehen wollen…“ Ruckartig drehte ich mein Gesicht zu seinem. Hatte ich richtig gehört? Wollte er immer noch mit mir zusammen sein? Trotz all den Körben die ich ihm gegeben hatte? Mein Herz schlug wenn möglich noch höher. Als ich mich umgedreht hatte waren unsere Gesichter einander bedrohlich nah gekommen. Unschlüssig blickte er mich an, mit seinen haselnussbraunen Augen, in denen ich mich verlor. Bevor ich noch weiter darüber nachdenken konnte, lehnte ich mich zu ihm vor und küsste ihn. Als unsere Lippen sich berührten breitete sich ein warmes Kribbeln in jeder Ecke meines Körpers aus. Wenn ich mir vorher noch nicht sicher gewesen war dann jetzt, ich liebte ihn, mit jeder Faser meines Körpers. James erwiderte meinen Kuss ohne zu zögern und wir beide legten in diesen Kuss alle Gefühle die sich in den letzten Monaten angestaut hatten. Ich hatte das Gefühl vom Boden abzuheben und zu schweben. Ich schlang meine Arme um seinen Hals und zog ihn noch näher an mich heran. Der Kuss endete viel zu schnell. Als wir von einander abließen, zog ich meine Arme die um seinen Hals gelegt hatte erschrocken zurück. Hatte ich gerade wirklich James Potter geküsst? James jedoch hatte seine Arme um meine Hüfte geschlungen gehabt und dort verharrten diese auch weiterhin. Sein Gesicht leuchtet und ein Lächeln umspielte seine Lippen. „James…“ setzt ich leise an, „ich…ich wollt nicht…also…ich wollt…Entschuldige, ich hätte sich nicht einfach so küssen sollen…“ murmelte ich verlegen und blickte zur Seite. Als unsere Augen sich wieder trafen, sah ich ihn von einem Ohr zum anderen grinsen. „Sehe ich etwa so aus als ob ich mich beschweren würde Lily Evans?“ flüsterte er und strich mir meine Haare hinters Ohr. Ich lächelte leicht verlegen. „Bitte raste jetzt nicht aus oder wirf mir diverse Dinge an den Kopf… Lily, möchtest du mit mir ausgehen?“ Ich strahlte ihn an, jetzt wurde mir klar wie ich diese Frage eigentlich vermisst hatte. „Ja James, ich möchte mit dir ausgehen und…und noch viel mehr als das.“ James Augen weiteten sich. „Du willst mit mir…mit mir zusammen sein?“ Ich nickte nur und grinste ihn an. James zog mich zu sich heran und küsste mich leidenschaftlich. Ich schwebte auf Wolke 7, so glücklich war ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gewesen. „Ich liebe dich Lily Evans!“ „Und ich liebe dich James Potter!“
Diesen Moment wollten sie für Ewigkeiten festhalten. Doch wie lange würde ihre Ewigkeit halten?
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