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Fanfiction

Bat in my heart - Kapitel 18: Kopfkino

von Dilli

„Mimi“, rief ich meiner großen Liebe hinterher, als sie aus dem Lehrerzimmer stürmte.
Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Hatte sie mir wirklich gerade aus der Patsche geholfen? Aber wieso? Sie hatte doch keinen Grund dazu. Außerdem hasste sie mich. Zumindest dachte ich das, da sie mir ja eindeutige Zeichen sendete. Immerhin ignorierte sie mich seit Wochen. Seit sie mich in meinem Büro zur Schnecke gemacht hatte, hatte sie kein Wort mehr mit mir gewechselt. Dabei hatte ich Tag für Tag beim Essen versucht, mit ihr ins Gespräch zu kommen, hatte sie sogar ein paar Mal abgefangen, aber sie hatte mir immer die kalte Schulter gezeigt. Einmal hatte sie es sogar fertig gebracht, mir ohne Zauberstab einen Brandzauber aufzuhalsen. Ich fragte mich wirklich, wie sie das geschafft hatte. Ich wusste zwar, dass man auch nur mittels Gedankenkraft Zauber ausführen konnte, aber das war sehr schwierig. Aber Mimi war in so etwas ja schon immer ein Genie gewesen.
Doch jetzt sah die ganze Sache anders aus. Sie hatte mir nicht nur aus der peinlichen Situation geholfen, in die mich Moody, dieses blöde Arschloch, gebracht hatte, sondern sie hatte die anderen Lehrer auch noch angeschnauzt, weil sie über mich gelacht hatten. Ich wusste nicht ganz, wie ich das verstehen sollte. Eigentlich hätte Mimi genauso hohl drehen müssen wie die anderen, da sie mich ja nicht leiden konnte. Ich meine, immerhin war ich nicht nur eine Fee in schweinchenrosa, sondern auch noch ein Wichtel gewesen. Ich, Severus Snape, der finstere Kerl aus den Kerkern, ein Wichtel. Und um allem die Krone aufzusetzen (im wahrsten Sinne des Wortes), hatte mich Alastor nicht nur in einen Turnanzug und eine Strumpfhose gesteckt, sondern mir auch noch Flügel verpasst und meinen Zauberstab funktionsunfähig gemacht. Das würde noch Rache geben, das schwörte ich bei meiner Liebe zu Mimi!
Womit wir wieder beim Thema wären. Ich schaute meine Kollegen böse an, die immer noch wie vom Donner gerührt da standen, und rauschte dann zur Tür hinaus. Ich musste Mimi finden und sie endlich dazu zwingen, mit mir zu reden. Ich musste mich bei ihr bedanken und mich vergewissern, dass es ihr gut ging.
Ich blieb kurz im Gang stehen und schaute einmal nach links und nach rechts. Von meiner großen Liebe war absolut nichts zu sehen. Wo war sie nur hin gelaufen? Und warum war sie überhaupt wieder davon gerannt? Wahrscheinlich nur wieder wegen mir. Das war ja früher auch schon immer so gewesen. Ich hatte es insgeheim als „Mimis liebstes Hobby“ bezeichnet. Aber jetzt war ich mir zum ersten Mal sicher, dass ich wirklich die Schuld an dieser Misere trug, denn immerhin war ich ihre größte Angst. Warum nur? Was hatte ich getan, das sie sich so sehr vor mir fürchtete?
Doch ich hatte keine Ahnung und hatte jetzt auch keine Zeit, mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Zuerst musste ich meine Liebe finden, denn sie war ohnehin die einzige, die Licht in dieses Dunkel bringen konnte. Aber wo war sie hin gelaufen? Wieder einmal nach draußen? Oder hatte sie sich in ihre Gemächer verzogen, von denen ich nicht wusste, wo sie sich befanden. Es gab nur eine Handvoll Menschen, die davon wussten – Albus, Minerva, die olle Maxime und die Schüler aus Beauxbatons – aber sie wollten mir alle nicht sagen, wo Mimi ihre Nächte verbrachte. Gut, die Schüler hatte ich nicht gefragt (Wie käme das denn? Die würden sich sicher nur irgendetwas einbilden.), dafür aber die anderen und die hatten absolut nichts verraten. Wahrscheinlich hatte Mimi sie darum gebeten. Das würde ihr wieder einmal ähnlich sehen. Ich bin mir sicher, dass sie das nur getan hatte, um mich von ihr fern zu halten. Schlaues Mädchen!
„Was stehen Sie denn so doof hier herum“, meinte einer der Wasserspeier, die das Lehrerzimmer bewachten, hinter mir.
„Haben Sie sich etwa verlaufen“, fragte der andere. „Kennen Sie nach all den Jahren immer noch nicht den Weg? Oder haben Sie den vergessen? Ui, Hector, das sieht mir ganz nach Altersdemenz aus.“
„Sehe ich genauso, Hannibal.“
„Haltet doch die Schnauze“, giftete ich die beiden Felsbrocken an.
Was bildeten die sich eigentlich ein? Ich war immerhin Professor an dieser Schule. Das sollten die beiden nicht vergessen. Wenn ich wollte, konnte ich sie hochkant rauswerfen lassen. Scheiß doch, was Albus über „antike Stücke“ sagt. Wenn mir was auf die Nerven geht, dann fliegt es raus. PUNKT!
„Suchst Du vielleicht die geile Schnecke, die hier gerade raus gekommen ist“, fragte Hannibal, Hector oder meinetwegen auch Horst.
„Ja, genau, die suche ich“, gab ich zurück und verdrehte die Augen.
Was erlaubte sich der Stein, MEINE Mimi als 'geile Schnecke' zu bezeichnen? Sie gehörte mir. Oder auch nicht oder... Ach, was weiß denn ich? Auf jeden Fall war Mimi viel mehr als nur geil. Sie war atemberaubend, wundervoll und absolut liebenswert.
„Die ist nach links gerannt“, meinte der rechte Wasserspeier.
„Ach, was Du schon wieder redest, Hector“, meinte der linke. „Sie ist nach rechts.“
„Nein, links.“
„Rechts.“
„Links.“
„Rechts!“
„Haltet die Fresse, alle beide“, schrie ich laut auf.
Oje, nicht nur, dass mir die beiden tierisch auf den Sack gingen, sie stritten sich auch noch darum, in welche Richtung Mimi gerannt war. Die beiden hatten wahrscheinlich auch noch eine Rechts-und-Links-Schwäche. Heilige Scheiße, ich bin von Idioten umgeben.
Ich wandte mich nach rechts, da das der Weg war, der in das Haupttreppenhaus führte und rannte so schnell ich konnte.
„Falsche Richtung“, rief mir das eine Vieh hinterher.
„Nein, goldrichtig“, meinte das andere.
Ach, leckt mich doch am Arsch. Ich pfeife auf eure Hilfe. Ich finde Mimi auch so.

Aber leider lief wieder einmal alles anders als geplant. Das war ja wieder einmal typisch. Ich fand Mimi nicht, sie war weder in den Gängen oder unterschiedlichen Räumen des Schlosses – sogar im Raum der Wünsche hatte ich nachgesehen – und auf den Ländereien hatte ich sie auch nicht gefunden. Sie tauchte nicht einmal zum Abendessen auf, obwohl es heute eine ihrer Leibspeisen gab. Gegrilltes Steak mit Kartoffelgratin, frittierten Pilzen und Speckbohnen. Sogar der Nachtisch, Mousse au Chocolat, hätte die alte Mimi (Also, ich meine damit nicht alt, sondern die von früher) aus jedem Winkel dieses Gebäudes angelockt. Aber sie kam nicht.
So sehr ich auch hoffte und betete und immer wieder die Tür hypnotisierte, sie tauchte einfach nicht auf. Wahrscheinlich genau aus dem Grund, den ich so sehr fürchtete. Weil sie Angst vor mir hatte und mir nicht begegnen wollte. Was hatte ich ihr nur getan, dass sie mein Anblick so in Panik versetzte? War es, weil ich ihr fremd gegangen war? Oder weil ich ihr immer noch hinterher lief wie ein kleines Hündchen? Oder weil ich so war, wie ich eben war? Die biestige, alte Fledermaus aus den Kerkern, die gerne seine Schüler terrorisierte.
Ich ließ mich auf meinen Bürostuhl fallen und zog meine Schreibtischschublade auf. Daraus holte ich einen Bogen Pergament und eine große Schreibfeder sowie Tinte heraus. Wenn Mimi schon nicht mit mir sprechen wollte, dann musste ich ihr eben einen Brief schreiben, auch wenn ich mir sicher war, dass sie ihn wahrscheinlich nie lesen würde. Doch so war wenigstens mein Gewissen beruhigt.
Ich tauchte die Spitze der Adlerfeder in das Glas und hielt sie über das Blatt. Doch ich hatte keine Ahnung, was ich schreiben sollte. Ein lapidares Danke kam mir zu wenig vor, aber ich wollte sie auch nicht wieder mit meinen Gefühlen zu müllen. Die schienen sie eh nicht zu interessieren.
Doch nach gefühlten einhundert Versuchen, hatte ich schließlich was zu Papier gebracht, mit dem ich einigermaßen zufrieden war.

Hallo Mimi, (Ein „Liebe“ würde sie nur verschrecken)

ich weiß, dass Du diesen Brief wahrscheinlich nie lesen wirst, weil ich es bin, der ihn Dir schickt, aber ich muss es mir einfach von der Seele schreiben.
Mimi, ich wollte mich bei Dir bedanken, dass Du mir oben im Lehrerzimmer zur Seite gestanden bist. Dass Du das für mich getan hast, hat unbeschreibliche Gefühle in mir ausgelöst und ich werde Dir immer dankbar dafür sein. Auch wenn Du noch immer nicht mit mir redest...
Ich kann das sogar verstehen. Wahrscheinlich würde ich selbst nicht mit mir sprechen, wenn ich in Deiner Haut stecken würden. Immerhin bin ich Deine größte Angst, eine Sache, die mir wiederum Angst macht. Ich weiß, ich habe Dir schlimmes angetan, aber das würde ich gerne wieder gut machen. Wie und warum kann ich Dir leider nicht erklären, aber Du bist mir immer noch genauso wichtig wie damals.
Ich will Dich zu nichts drängen – im Gegenteil – ich möchte nur, dass Du das weißt. Doch wenn Du nie wieder etwas mit mir zu tun haben möchtest, dann werde ich das akzeptieren und auch respektieren müssen. Auch wenn es mir sehr weh tut. Doch es ist mir wichtiger zu wissen, dass Du glücklich bist und dass es Dir gut geht, als Dich zu irgendetwas zu zwingen. Auch wenn es mich sehr freuen würde, wenn Du mir noch eine Chance geben würdest, Dir alles zu erklären. Ich wäre wohl der glücklichste Mensch auf Erden, wenn ich nur einmal Deine zarte Stimme hören würde, die zu MIR spricht und nicht zu jemand anderem.
Aber ich weiß, dass es nie wieder dazu kommen wird und dass ich in einer Traumwelt lebe, wenn ich nur daran denke.
Aber trotzdem möchte ich Dir gerne ein letztes sagen: Lebe in Frieden, Du, meine Liebe.
(Jetzt hatte ich es doch geschrieben. Na ja, macht nichts!)

Severus Snape,
die ekelerregende Fledermaus aus den Kerkern


Doch, ich glaube, so konnte ich das schon schreiben. Natürlich spiegelte der Brief meine Gefühle wider, aber das musste auch so sein, denn ich wollte Mimi damit nicht nur meinen Dank ausdrücken, sondern sie außerdem frei geben. Ich war ihre größte Angst und sie hatte etwas besseres verdient, als damit leben zu müssen.
Ich stand auf und gab den Brief an meinen Uhu weiter, der in einem Käfig hinter meinem Schreibtisch saß. Es war zwar eine Eule der Schule, aber jeder Lehrer bekam seine eigene zugeteilt und Mercurius war meine. Er flog aus meinem Büro und ich wusste, dass er vor morgen Früh nicht wieder kommen würde, denn er ging danach auf seine nächtliche Jagd.
Nachdem er weg war, ließ ich mich wieder auf meinen Stuhl fallen und sofort wanderten meine Gedanken wieder zu Mimi.
Ich fragte mich, wovor sie sich so fürchtete. War es einfach nur ich oder war es die Tatsache, dass ich sie immer noch liebte? Moody hatte gesagt, ich hätte nichts freundliches zu ihr gesagt. Ein „Ich liebe Dich“ war doch freundlich oder etwa nicht? Kommt darauf an, wie man es interpretierte. Immerhin hatte ich Mimi das Herz aus der Brust gerissen, als ich mit Lilly fremd gegangen war. Da waren diese drei magischen Worte natürlich ein Witz und eine Folter zugleich.
Und wenn es doch an mir selbst lag? Hatte Mimi vielleicht Angst, dass ich sie wieder verletzte oder dass ich ihr auch körperlich weh tun könnte? Aber das würde ich doch nie tun. Kannte sie mich denn gar nicht? Ich war noch nie der Typ gewesen, der Frauen schlug und auch Männern gegenüber wehrte ich mich nur, wenn ich selbst oder meine Lieben in Gefahr waren. Das war bisher erst zweimal passiert und beide Male hatte ich Mimi beschützt. Einmal war es in Hogsmeade gewesen und das andere Mal hatte hier in den Kerkern stattgefunden.
Aber gut, wenn ich so recht darüber nachdachte, dann musste Mimi ja mein Verhalten falsch interpretieren, immerhin hatte sie mich vor meinen Schüler erlebt und da war ich wirklich nicht gerade... nennen wir es mal nett... gewesen. Es war ja klar, dass Mimi das in den falschen Hals kriegen würde.
Ich vergrub das Gesicht in meinen Händen. Gott, was sollte ich nur tun? Ich musste sie ziehen lassen, denn ich hatte ohnehin keine Chance mehr bei ihr, aber alleine der Gedanke daran tat so weh, dass ich ihn am liebsten laut heraus geschrien hätte. Ich wollte Mimi nicht aufgeben und doch blieb mir keine andere Wahl. Die Tränen stiegen mir in die Augen und ein leiser Schluchzer entfuhr meiner Kehle.
„Aber, aber, mein Lieber“, erschreckte mich eine vertraute Stimme fast zu Tode. „Was ist denn los mit Dir? So kenne ich Dich ja gar nicht.“
Ich hob den Kopf und sah Albus in der Tür stehen. Er trug heute einen dunkelgrünen Umhang mit goldenen Sternen und den dazu passenden Hut. Er lächelte mich gütig an, fast so wie ein Vater seinen Sohn. Mich nervte das immer, aber heute irgendwie nicht. Heute war ich viel zu sehr mit meinen eigenen Problemen beschäftigt um mich über irgendetwas aufzuregen.
„Hallo Albus“, brachte ich mühsam heraus und klang dabei, als hätte ich einen fetten Schnupfen.
„Severus, was hast Du für ein Problem“, wollte der Schulleiter wissen, kam näher und setzte sich auf einen der beiden Stühle, die vor meinem Schreibtisch standen. „Du weißt, dass Du mir alles anvertrauen kannst.“
„Ich weiß, aber ich habe kein...“
Ich wollte nicht darüber sprechen. Meine Gefühle gingen niemanden etwas an. Nicht einmal Albus, der mein Freund war. Ich musste alleine damit fertig werden.
„Belüge Dich doch nicht selber, mein Junge“, ermahnte mich Albus und schaute jetzt streng drein. „Selbst ein Blinder könnte sehen, dass es Dir schlecht geht. Lass es doch einfach einmal raus. Es würde Dir gut tun, glaub mir. Geht es denn wieder um Miss Duchesse?“
Ich schluckte. Ich wusste, dass Albus wahrscheinlich recht hatte, aber ich konnte mich doch nicht einfach bei ihm ausheulen wie ein kleines Kind. Ich war ein erwachsener, gestandener Mann und die durften sich nicht gehen lassen. Das eben war schon zu viel gewesen.
Doch plötzlich überkam mich der dringende Wunsch, all diese Scheiße los zu werden. Ich konnte sie nicht mehr für mich behalten, sonst würde es mich zerreißen. Und wer wusste schon so genau, ob mir das nicht wirklich gut tun würde, mir meinen Schmerz einmal von der Seele zu reden.
Deswegen schaute ich Albus an und nickte.
„Was ist los, Severus? Sprich mit mir. Bitte!“
Ich seufzte. Sollte ich oder sollte ich nicht? Ach, scheiß doch drauf. Schlimmer und peinlicher als vorhin kann es nicht mehr werden.
„Ich... ich...“, stotterte ich und musste erst einmal schlucken um den Kloß in meinem Hals los zu werden. „Ich liebe sie immer noch, Albus.“
„Auch das sieht ein Blinder, mein Lieber.“
„Ehrlich?“ Verdammt!
„Natürlich. So wie Du sie anstarrst und anlächelst.“
Ich hätte doch einfach meine blöde Klappe halten sollen. So genau hatte ich das nämlich gar nicht wissen wollen.
„Sprich weiter, Severus!“
Noch ein Seufzen.
„Ich... Es tut so weh, dass sie mich völlig ignoriert. Ich weiß, dass ich sie verletzt habe und dass ich das nie wieder gut machen kann, aber irgendwann muss man doch auch mal Schluss sein mit diesem Kindergarten, oder etwa nicht? Was meinst Du, Albus?“
„So wie ich Miss Duchesse kennen gelernt habe, ist sie ein Mensch, der sich auch schon die kleinsten Kleinigkeiten sehr zu Herzen nimmt. Wie sehr muss ihr dann Dein Fremdgehen weh getan haben? Überleg doch mal, Severus. Sie ist von Dir enttäuscht worden. Sie hat Dir vertraut und Du hast dieses Vertrauen in ihren Grundfesten erschüttert.“
„Meinst Du, dass sie deswegen Angst vor mir hat? Weil ich ihr wieder so etwas antun könnte?“
„Was meinst Du damit?“
„Anscheinend hatten wir einen Irrwicht im Lehrerzimmer, der auf sie losgegangen ist. Und er verwandelte sich, laut Alastor zumindest, in mich. ICH bin ihre größte Angst.“
„Das ist durchaus im Bereich des möglichen, Severus. Aber es kann auch noch andere Gründe haben, warum sie ausgerechnet Dich sieht. Frag mich aber bitte nicht, wie die aussehen. Die Antwort auf diese Frage kann Dir nur Miss Duchesse selbst geben.“
„Aber sie spricht ja nicht mit mir. Bitte, Albus, ich ertrage das alles nicht. Ich kann nicht ihre größte Angst sein. Ich will nicht, dass sie sich vor mir fürchtet. Ich will, dass sie glücklich ist und dass es ihr gut geht. Sie soll nicht jedes Mal zittern müssen, wenn ich ihr über den Weg laufe.“
„Du würdest sie aufgeben? Verstehe ich das richtig?“
„Ja, das würde ich, wenn es ihr dadurch besser geht.“
„Aber Du wirst Dich dadurch selbst verletzen.“
„Das ist nicht wichtig. Mimi allein ist es, die für mich zählt. Sie soll glücklich sein und ihr Leben in Ruhe weiter leben können.“
„Das ist wirklich... sehr... umsichtig von Dir, Severus.“
„Ich möchte mich nur von ihr verabschieden.“
„Wie willst Du denn das anstellen, wenn sie nicht mehr mit Dir spricht?“
„Ich... ich...“
„Du möchtest sie heute Nacht in ihrem Zimmer besuchen, richtig?“
„Ja...“
„Severus, ich...“
„Bitte, Albus. Ich würde es doch niemandem sagen. Ich möchte sie nur freigeben. Bitte, Albus, das musst Du doch verstehen.“
„Ja, das tue ich. Also gut, ich werde Dir sagen, wo Miss Duchesse schläft, aber Du musst mir versprechen, dass ich das hinterher nicht bereuen muss.“
„Ich schwöre es sogar bei allem, was mir heilig ist. Ich werde mich auch desillusionieren, wenn Du es verlangst. Ich möchte nur...“
„Ja, ich weiß. Gut, ihre Gemächer befinden sich oben im Astronomieturm. Aber warte noch ein wenig, bevor Du gehst, ja? Ich möchte nicht, dass Dich jemand sieht.“
„Natürlich, Albus.“
Er erhob sich von seinem Stuhl und ging in Richtung Tür. Doch er drehte sich noch einmal um.
„Und pass vor allem auf, dass Minerva nichts von dem mit bekommt. Sie ist ohnehin nicht gut auf Dich zu sprechen.“
„Das werde ich, Albus. Und danke!“
Er lächelte noch einmal gütig, nickte mir dann zu und verließ mein Büro.


Ich wartete geschlagene drei Stunden, bevor ich mich nach oben wagte. Es war mittlerweile kurz nach Mitternacht und ich hoffte, dass Mimi schon schlafen würde, damit sie auch ja nicht mit bekam, dass ich sie besuchte. Sie würde mir wahrscheinlich den Kopf abreißen oder mich verfluchen bis zum Sankt Nimmerleinstag und ich könnte es ihr nicht mal übel nehmen.
Doch ich musste das tun. Ich musste sie ein letztes Mal so sehen, wie ich tatsächlich von ihr dachte, als meine Mimi. Ab morgen würde alles anders sein. Ab morgen würde ich sie in Ruhe lassen, nie mehr ein Wort an sie richten oder sie ansehen. Sie sollte ihr Leben zurück bekommen, es sollte so sein, als würde es mich gar nicht geben. Sie sollte wieder glücklich werden, so wie sie es in den letzten fast achtzehn Jahren wahrscheinlich gewesen war.
Bevor ich meine Räumlichkeiten verlassen hatte, hatte ich mich desillusioniert, so wie ich es Albus versprochen hatte. Keiner sollte mich sehen, wenn ich ein letztes Mal meiner großen Liebe gegenüber trat. Morgen würde sie es nicht mehr sein dürfen, morgen musste ich sie anders sehen.
So leise ich konnte, schlich ich mich die zahlreichen Treppen nach oben und wanderte durch die Gänge, darauf bedacht, auch ja kein verratendes Geräusch zu machen. Doch selbst wenn ich mich wie ein Elefant im Porzellanladen aufgeführt hätte, so hätte das keinen Unterschied gemacht, denn niemand begegnete mir, nicht einmal Peeves, der sonst immer um diese Zeit durch die Flure des Schlosses wandelte. Vielleicht hatte Albus dafür gesorgt, das mein Weg frei war. Ich wusste es nicht, aber ich war sehr dankbar dafür, denn so konnte ich schneller bei Mimi sein und hatte ein paar weitere kostbare Minuten mit hier.
Nach etwa einer Viertelstunde kam ich an ihrer Tür an. Sie war aus dunklem Eichenholz wie eigentlich alle Türen hier im Schloss. Natürlich musste ich zuerst die Lage checken, bevor ich eintrat. Ich führte ungesagt den Homenum – Revelio aus, der mir anzeigte, dass ein weiterer Mensch in der Nähe war. Es war zweifelsfrei Mimi, doch sie schien nicht in ihrem Hauptraum, sondern ein Stückchen weiter rechts zu sein. Gut, das bedeutete, dass sie zumindest in ihrem Schlafzimmer war. Ich hoffte nur, sie würde schon schlafen, sodass ich unbeobachtet ein paar letzte Minuten in einem Raum mit ihr alleine verbringen konnte. Ich führte noch einen Zauber aus, der mir zeigte, dass Mimi ihre Tür mit ein paar Schutzzauber belegt hatte, damit niemand so einfach in ihr Reich eindringen konnte. Doch die hatte ich schnell umgangen, denn so etwas hatte ich in meiner Zeit als Todesser, auf die ich wahrlich nicht stolz war, schon oft genug getan.
Als ich schließlich alles getan hatte, atmete ich noch einmal tief durch und betrat schließlich die Gemächer meiner großen Liebe.

Als ich den Raum betrat, blieb ich erst einmal kurz stehen und schaute mich verwirrt um. Beziehungsweise ich roch. Sofort hatte meine Nase den kalten Rauch wahr genommen, der in der Luft schwebte. Genauso roch mein Büro unten. Rauchte Mimi etwa? Das konnte ich mir ja so überhaupt nicht vorstellen. Sie, die so sportlich war und im großen und ganzen auf ihre Gesundheit achtete? Aber als ich einen Blick auf den gläsernen Couchtisch warf, sah ich dort tatsächlich eine Schachtel Zigaretten und ein Feuerzeug liegen und in einem Aschenbecher waren Zigarettenstummel zu sehen. Außerdem stand ein Glas auf dem Tisch und als ich es hoch hob und daran roch, nahm ich deutlich das würzige Aroma von Whiskey wahr.
Ach Du Scheiße, Mimi hatte also nicht nur geraucht, sondern auch noch getrunken und das alles nur wegen mir. Ich war Schuld an ihrer Misere. Würde ich nicht existieren, würde es ihr um ein Vielfaches besser gehen. Wahrscheinlich wäre sie glücklich verheiratet und würde mit ihrem Mann und ihren Kindern irgendwo in Frankreich leben. Und selbst wenn sie hier wäre, dann würde sie ihren Spaß haben und bräuchte sich nicht ständig fürchten und davon zu laufen.
So, das reichte jetzt aber. Ich musste das ein für alle Mal beenden. Mimi sollte wieder glücklich werden. Ich musste sie frei geben, auch wenn das bedeutete, dass ich mir dabei das Herz aus der Brust reißen musste. Aber ich wusste genau, dass es für immer bei Mimi sein würde.
Ich ging auf die Tür zu meiner Rechten zu, die, wie ich vermutete, ins Schlafzimmer führte. Ich legte mein Ohr daran und lauschte, doch es war kein Ton zu hören. Aber das sollte ja nichts heißen. Mimi konnte genauso gut ein Buch lesen. Doch das konnte ich nur heraus finden, indem ich die Tür öffnete. Also auf in den Kampf, Snape!
Ich legte meine Hand, die mittlerweile leicht zitterte vor Aufregung, auf die Türklinke und drückte sie vorsichtig herunter. Gott sei Dank schien sie gut geölt zu sein, denn als ich sie öffnete, machte sie keinerlei Geräusche.
Im Schlafzimmer war es dunkel, kein Licht brannte, stattdessen schien der Mond auf das breite Bett und tauchte Mimi in sein helles Licht. Mein Angebetete schien tief und fest zu schlafen, denn sie rührte sich nicht, als ich zu ihr ans Bett trat und mich wieder illusionierte.
Mimi sah zum Anbeißen lecker aus. Sie trug ein kurzes Nachthemd aus schwarzer Spitze, dass ihre alabasterfarbene Haut noch heller erschienen ließ. Doch sie sah dadurch nicht aus wie eine Leiche, sondern wirkte für mich fast wie weiße Schokolade. Sie lag auf der Seite und hielt mit beiden Armen ein Kissen umklammert. Da sie ein Bein über das andere geschlagen hatte, war ihr Hemdchen (als mehr konnte man das wirklich nicht bezeichnen) verrutscht und entblößte die nackte Haut ihres Hintern. Anscheinend schien sie kein Höschen zu tragen.
Am liebsten hätte ich sie nun berührt, sanft ihre weiche, warme Haut gestreichelt und liebkost. Das hier war mein wahr gewordener Traum. Doch ich hielt mich zurück. Ich durfte sie nicht anfassen, nie wieder. Ich würde mir nur einen Haufen Ärger einhandeln, wenn ich gegen diese Regel verstoßen würde.
Stattdessen setzte ich mich in einen bequemen Sessel, der mit im Raum stand und schaute Mimi beim Schlafen zu. Sie sah ja so friedlich aus, wenn sie schlief. Fast wie ein Engel und immer noch genauso wie früher. Wie sehr ich sie doch liebte. Doch ich musste sie in Frieden lassen, wenn ich sie glücklich sehen wollte. Und nur so ging es. Mit mir als Teil ihres Lebens würde sie nur weiter verletzt werden. Das konnte und wollte ich nicht zulassen. Mimi war mir so viel wichtiger als mein eigenes verabscheuungswürdiges Leben.
Als ich auf diesem Sessel saß, ließ ich mir die glückliche Zeit mit meiner Kleinen noch einmal durch den Kopf gehen. Ich dachte daran, wie ich Mimi damals das erste Mal auf dem Spielplatz gesehen hatte. Gott, ich hatte mich wie ein Arschloch benommen und sie hatte mich mindestens genauso wütend angestarrt wie ich sie. Doch schon damals war mir aufgefallen, dass sie unheimlich gut aussah. Mehr als das. Sie sah aus wie eine Göttin, meine persönliche Liebesgöttin. Das erinnerte ich mich daran, wie sie mir im Hogwarts-Express einen Fluch aufgehalst hatte. Schon damals war mir klar, dass die Frau wirklich Power hatte. Als nächstes schossen mir die vielen Nachhilfestunden in den Kopf und wie ich mich nach und nach in Mimi verliebt hatte. Ich liebte ihre offene Art, ihren Humor, ihren Charme. Doch ich Hornochse hatte ja so lange warten müssen, bis ich sie überhaupt geküsst hatte, damals nach dem Halloweenfest, nach diesem unbeschreiblichen Tango. Mein Herz hatte wie verrückt gerast, als ich schließlich und endlich meine Lippen auf ihre gelegt hatte. Sie hatten sich ja so weich und warm angefühlt und Mimi hatte so gut geschmeckt. Etwas besseres gab es für mich nicht auf dieser Welt.
Ich war gerade dabei, mir vorzustellen, wie ich Mimi in die Welt der Liebe und des Sex eingeführt hatte, als eine Stimme vom Bett mich aus meinen Träumen riss.
„Severus“, flüsterte Mimi.
Oh fuck, so ein Mist, sie ist wach. Mist, Mist, mistiger Mist. Was sollte ich denn jetzt machen? Das würde Ärger geben, da war ich mir sicher. Gleich würde sie aus dem Bett springen, würde wahnsinnig sexy aussehen und würde mir dann, einer Todesfee gleich, den Kopf abreißen. Scheiße, ich musste am besten gleich zurück rudern, bevor noch schlimmeres passierte.
„Hör zu, Mimi... ich... ich...“, stotterte ich und nestelte nervös an meinem schwarzen Umhang herum. „Ich... bevor Du... ausrastest, lass mich Dir eines erklären. Ich weiß, dass es falsch war, hierher zu kommen und es tut mir auch leid, aber... ich musste Dich einfach noch ein letztes Mal sehen, bevor ich Dich für immer in Ruhe lasse. Bitte, ich...“
Ich konnte nicht weiter sprechen, deswegen brach ich ab und wartete auf das Donnerwetter, das unweigerlich folgen würde. Doch es blieb still. In Gedanken zählte ich bis zehn, aber noch immer rührte sich Mimi nicht. Machte sie wieder einen auf Eiskönigin oder was ist los? Wieso schreit sie mich nicht an? Was unter diesen Umständen völlig normal wäre.
Leise erhob ich mich aus meinem Sessel und schaute meine Liebe an. Sie hatte die Augen immer noch geschlossen, anscheinend schien sie doch noch zu schlafen. Puh, erst einmal ruhig durchatmen. Sie hat mich nicht gesehen. Wahrscheinlich träumte sie nur von... MIR. Heilige Scheiße, warum träumte Mimi denn von mir?
In diesem Moment stöhnte Mimi auf und fing an, sich wie wild auf dem Bett herum zu wälzen. Sie wimmerte und schlug halb um sich und immer wieder sagte sie „Nein“ oder „Bitte“ oder „Nicht“.
Verdammte Scheiße, Mimi hatte einen Albtraum und ich spielte darin die Hauptrolle. Sonst hätte sie ja wohl kaum meinen Namen geflüstert. Sie musste wirklich panische Angst vor mir haben, wenn ich sie sogar schon in ihren Träumen heimsuchte. Nein, nein, nein, das konnte nicht wahr sein. Spätestens jetzt musste ich wirklich gehen. Ich musste sie frei geben, damit sie nie wieder auch nur einen Gedanken an mich verschwenden musste oder einen Albtraum von mir hatte.
Es tat so weh, zu wissen, dass Mimi solche Panik vor mir hatte und das nur, weil ich meinen Schwanz nicht im Griff gehabt hatte. Wer wusste, wie es mit uns weiter gegangen wäre, wenn ich nicht diese Scheiße gebaut hätte. Vielleicht wären wir jetzt immer noch zusammen, verheiratet und glücklich.
Ich schüttelte meinen Kopf. An so etwas durfte ich jetzt gar nicht denken. Ich musste mich von meiner Liebe verabschieden, die immer noch stöhnend und wimmernd auf dem Bett lag, und musste sie für immer vergessen.
Ich streckte meine Hand nach Mimi aus und streichelte ihr einmal sanft über die Wange. Dabei fiel mir auf, dass sie total heiß und verschwitzt war. Sie musste wirklich grauenhaft zu leiden haben. Geh jetzt endlich, Snape. Lass sie alleine. Für immer!
Ich drehte mich zur Tür um und ging leise darauf zu. Mir stiegen die Tränen in die Augen. Ich wollte das nicht, aber es musste sein. Ich hatte keine andere Wahl. Das war alles zu Mimis Bestem.
Ich legte gerade meine Hand auf die Türklinke, als mich ein lautes Stöhnen inne halten ließ. Ich schaute noch einmal zu meiner Liebe. Da flüsterte sie plötzlich wieder.
„Severus!“
Es tat so weh, zu wissen, dass ich es war, der Schuld an dieser Misere war. Ich musste hier weg, dann ging es ihr sicher bald besser. Ich drückte die Klinke so leise ich konnte nach unten.
„Schlaf mit mir!“
W... w... was? Was hatte sie da gerade gesagt? Das... nein... ich... hatte mich sicher verhört. Im Alter wurde Mann bekanntlich gerne taub. Doch irgendetwas stimmte da nicht ganz. Mimi hatte sich auf einmal in ihr Bettlaken gekrallt und den Kopf zurück geworfen, genauso wie sie immer getan hatte, wenn sie furchtbar erregt gewesen war.
Wie gerne würde ich jetzt in ihren Traum flüchten. Ich kannte Mittel und Wege, wie man die Träume von anderen Menschen sehen konnte. Selbst wenn diese Menschen Okklumentik beherrschten wie Mimi. Doch ich musste mich zusammen reißen. Das war Mimis Angelegenheit und nicht meine. Wahrscheinlich hatte sich ihr Traum einfach nur verändert und sie träumte davon, wie ihr Kollege sie gerade vögelte. Mit mir konnte das ja gar nichts zu tun haben. Immerhin war ich ihre größte Angst und sie hasste mich. So musste es sein und daher war es besser, wenn ich jetzt ging.
„Bitte, Severus, schlafe mit mir!“
Wie vom Donner gerührt hielt ich inne. Mimi hatte einen Sextraum... mit mir??? Das konnte... das durfte... ich musste... Ach, scheiß doch auf die Regeln, die ich mir selbst auferlegt hatte. Das wollte ich in keinem Fall verpassen, auch wenn ich getötet werde, wenn Mimi je heraus findet, dass ich in ihren Traum eingedrungen war. Aber immerhin geht es dabei ja auch um mich.
Ich rannte fast zum Bett, zog meinen Zauberstab, schloss die Augen und murmelte den Zauber.

Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich quasi als unsichtbarer Beobachter das, was Mimi gerade tat. Man konnte es damit vergleichen, in eine Erinnerung in Albus' Denkarium einzutauchen. Ich war genau hier in diesem Zimmer gelandet und saß nun auf dem weichen Ohrensessel. Wobei ich es nur schwerlich aushielt bei dem Anblick, der sich mir auf dem Bett bot.
Mimi lag mit weit gespreizten Beinen auf dem Bett. Sie krallte sich in die Bettlaken unter sich, hatte den Kopf in den Nacken geworfen und stöhnte wie verrückt. Sie war splitterfasernackt, was mich sofort einen Steifen bekommen ließ. Mimis Körper sah immer noch genauso perfekt wie damals aus. Ihre Brüste waren fest, die Brustwarzen klein und vor Erregung aufgerichtet, ihr Bauch war flach und die Beine lang und muskulös wie bei einem jungen Reh.
Zwischen Mimis Beinen lag ein Mann und er leckte sie wie verrückt. Immer wieder stieß er seine Zunge in ihren Spalt oder leckte über ihre Klitoris, während Mimi sich aufbäumte und offenbar kurz davor war zu kommen. Auch der Typ war nackt und ich verspürte ein leichtes, eifersüchtiges Brennen in meiner Brust, bis ich erkannte, das Mimis Spielpartner TATSÄCHLICH ich war. Wie konnte das sein? Wieso träumte Mimi so etwas? Was hatte das denn alles zu bedeuten.
Mimis Stöhnen und Seufzen machte mich beinahe wahnsinnig und ich war kurz davor, meinen Schwanz auszupacken und mir einen herunter zu holen. Doch ich hielt mich zurück. Das hier musste bis später warten. Am liebsten hätte ich den Traum – Severus ja von Mimi gestoßen und hätte ihr selbst eine solche Lust bereitet, aber ich wusste, dass das nicht ging. Die beiden konnten mich nicht hören oder sehen, geschweige denn fühlen.
„Bitte, schlafe mit mir, Severus“, stöhnte Mimi laut auf. „Ich kann gleich nicht mehr.“
„Oh doch, Du kannst“, sagte mein anderes ich, lächelte sie fies, aber auch erotisch an und pustete sanft auf ihr Geschlecht.
„Nein, nein... kann ich nicht... ich... bitte... ich... AAAAAH!“
Ein letzter Schlag mit der Zunge hatte ausgereicht, um Mimi zum Höhepunkt zu bringen. Sie bäumte sich unter dem anderen Snape auf und schrie ihre Lust lauthals heraus. Mein Schwanz pochte mittlerweile wie verrückt und ich wurde beinahe verrückt, einfach nur zuschauen zu müssen.
Während Mimi wieder von ihrem Orgasmus herunter kam, küsste Severus – ICH – die Innenseiten ihrer Schenkel.
„Na, hast Du schon genug“, wollte er / ich wissen, nachdem meine Liebste einige Augenblicke lang einfach nur still da gelegen hatte.
„Ich und genug“, meinte sie und kicherte frech. „Kennst Du mich denn jetzt immer noch nicht?“
Was sollte denn das heißen? Oh, ich verstehe... Der andere offensichtlich auch.
„Ah, Fräulein Nimmersatt, oder“, fragte er und zog die Augenbrauen hoch.
„Immer doch.“ Wieder lachte sie.
„Und was möchtest Du, meine Kleine?“
„Dich.“
„Mich hast Du doch schon. Ich gehöre ganz Dir.“
„Gut, dann drücke ich es eben anders aus. Ich will endlich Deinen Schwanz in mir spüren.“
Holla die Waldfee. So offen hatte Mimi früher nie gesprochen. Es war ihr immer peinlich gewesen, ihre Gefühle und Wünsche so deutlich auszusprechen. Das hatte sich jetzt anscheinend geändert. Und es gefiel mir, gar keine Frage. Es machte mich sogar ziemlich heiß. Mein Schwanz zuckte in meiner Hose und ich spürte bereits deutlich den Lusttropfen an meiner Eichel.
„Den sollst Du kriegen. Aber wie möchtest Du es denn haben, meine Liebe?“
„Jetzt hör endlich auf um den heißen Brei herum zu reden und fick mich endlich, Severus Snape.“
Heilige Scheiße, das war fast zu viel. Diese Worte aus Mimis Mund zu hören, war so geil, dass ich noch heißer wurde. Am liebsten wäre ich jetzt aus diesem Traum aufgetaucht und hätte es ihr in der Realität besorgt und zwar richtig. Ihr Wunsch war mir Befehl.
Doch ich wusste genau, dass ich das nicht tun konnte. Mimi würde mich umbringen und das zurecht. Es käme ja fast einer Vergewaltigung gleich. Aber trotzdem war ich ziemlich verwirrt. Was sollte das denn jetzt bedeuten, dass Mimi auf diese Art von mir träumte? Und warum hatte sie dann Angst vor mir?
Doch bevor ich mir weiter darüber Gedanken machen konnte, hatte mein anderes Ich Mimi auf den Bauch geworfen und ihr Becken nach oben gezogen, während er / ich sich / mich hinter sie kniete. Der Anblick war einfach zu scharf. Mimis Oberkörper ruhte auf dem Laken und ihr Arsch ragte in die Höhe. Meine Eier fühlten sich an, als würden sie jeden Moment explodieren. So hatten wir es zu unserer Zeit nie getan. Heiß, sehr heiß!
Zuerst kicherte Mimi noch, was für mich mit das tollste Geräusch auf der Welt war. Ich hatte Mimis Lachen schon immer geliebt und ich hatte es jetzt schon seit fast achtzehn Jahren nicht mehr gehört, da sie sich in meiner Nähe immer sehr damit zurück hielt. Und jetzt hatte ich es schon zweimal vernehmen dürfen. Ein herrliches Gefühl breitete sich in meiner Brust aus. Es fühlte sich warm an.
Da stieß der andere Severus in Mimi hinein und sie stöhnte laut auf. Ich sah dabei zu, wie er heftig in sie hinein pumpte und sie fickte, als hinge ihr beider Leben davon ab. Es fühlte sich seltsam an, sich selbst beim Vögeln zu beobachten, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich nicht anmachte. Im Gegenteil, ich fand es ziemlich geil.
„Ja“, stöhnte Mimi auf. „Ja, hör nicht auf. Bitte, Severus, mach weiter.“
„Du fühlst Dich so gut an, Mimi“, seufzte er und steigerte noch weiter das Tempo.
Ich hielt es wirklich fast nicht mehr aus. Dieser Anblick trieb mich beinahe auf die Spitze. Mal ganz abgesehen von dem Wunsch, dass ich mit dem Traumtyp tauschen könnte, aber da das nicht ging, wünschte ich mir zudem, unten in meinem Bett zu sein und mir einen runter holen zu können. Das war ja nicht mehr zum aushalten. Gleich würde meine Hose platzen.
Die beiden auf dem Bett gaben sich völlig ihren Gefühlen hin und es dauerte nur ein paar Minuten, bis sich Mimi erneut aufbäumte und laut schrie. Sie zuckte und bebte wild unter ihrem Orgasmus und stöhnte mindestens eine halbe Sekunde lang. Das war zu viel für mich. Ich konnte es auch gar nicht mehr aufhalten. Ohne mich zu berühren kam ich, direkt in meine Hose, aber es war, als wäre Mimis Höhepunkt auch meiner gewesen. Ihr dabei zu zu schauen, wie sie sich mir hingab... Das war einfach unbeschreiblich. Erschöpft ließ ich mich in den Sessel sinken.
Da kam auch der andere Severus und er stieß ein animalisches Brüllen aus. So klang ich, wenn ich kam? Oh Gott, ich musste dringend lernen, mich zurück zu halten. Das klang ja fast wie ein brünstiger Elefantenbulle. Heilige Scheiße. Ha, von wegen Fledermaus! Elefant. Der hat wenigstens einen langen Schwanz.
Nun lagen die beiden Liebenden erschöpft auf dem Bett und kuschelten sich verliebt aneinander. Das Traum - Ich nahm Mimi fest in meine Arme und sie schmiegte sich an meine Brust.
„Ich liebe Dich, meine Kleine“, flüsterte ich und hauchte ihr einen Kuss aufs Haar.

Da riss ich mich selbst aus dem Traum heraus. Ich wusste, dass Mimi im Schlaf sprach und das wollte ich in keinster Weise verpassen. Ich musste wissen, wie sie wirklich dachte. Ich stand noch immer neben Mimis Bett und blickte auf meine Liebe herab. Sie lag auf dem Rücken, hatte sich nun wieder entspannt und schaute beinahe friedlich aus.
Mein Blick fiel in Mimis Ausschnitt, weil ich meinte, etwas glänzendes gesehen zu haben. Und tatsächlich baumelten da zwei Ketten um Mimis Hals. Beide waren weißgold, die eine lang, die andere kurz. Die lange interessierte mich nicht wirklich, sondern die kurze war es, die meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit spitzen Fingern fasste ich den Anhänger an und schaute ihn mir genauer an. Es war der Teil eines Herzens und der Spruch „Für immer“ funkelte mir im Mondlicht entgegen.
Ich schnappte tief nach Luft. Mimi trug noch immer meine Kette? Aber wieso, warum, weshalb? Sie hasste mich doch, wollte nie wieder etwas mit mir zu tun haben, ich war ihre größte Angst. Doch noch immer hatte sie dieses Erinnerungsstück. Warum?
Und da bekam ich endlich meine Antwort.
„Ich liebe Dich auch, Severus“, flüsterte Mimi und lächelte im Schlaf.
Ich glaubte schon wieder, mich verhört zu haben. Doch das hatte ich nicht und MEINE Kette, das Gegenstück zu der, die ich um den Hals trug, war Beweis genug. Der magische Stein, der darin eingearbeitet war, funkelte in einem wunderschönen Rot. Liebe.
Mimi liebte mich. Das gibt es doch nicht. Aber wieso hat sie dann Angst vor mir? Das war eine Sache, die ich klären musste. Doch trotzdem keimte Hoffnung in mir auf. Liebe versetzt Berge, pflegte Albus immer zu sagen. Und wenn Mimi mich tatsächlich liebte, dann war alles möglich. Dann hole ich sie mir zurück, komme, was da wolle.


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Matthew Lewis