
von Dilli
Obwohl Heiligabend war und kein Wecker mich aus dem Schlaf riss, erwachte ich doch ziemlich früh am nächsten Morgen. Die Zeiger der Uhr zeigten mir, dass es gerade einmal halb 7 war, also noch jede Menge Zeit bis zum Frühstück. Ich rekelte mich und streckte meine noch müden Knochen, bevor ich mich auf die linke Seite drehte und meinen sexy Bettnachbarn beobachtete.
Severus schlief natürlich noch. Klar, er war von Natur aus ein Langschläfer und bekam seinen knackigen Hintern nur rechtzeitig aus den Federn, wenn er in den Unterricht musste oder Aufsicht hatte. Und selbst dann musste ich ihn wecken. An Feiertagen, in den Ferien oder am Wochenende stand er eigentlich nie vor halb 10 auf und das auch nur, damit er noch schnell eine Tasse Kaffee trinken konnte. Ich war da das komplette Gegenteil. Es war eine echte Seltenheit, die man in den Kalender schreiben musste, wenn ich nach 7 Uhr aufstand. Wobei... Seit ich wieder mit Severus zusammen war, blieb ich auch des öfteren länger liegen, aber nur, um die Gelegenheit zu nutzen, ihn beim Schlafen zu beobachten, so wie jetzt.
Er lag auf dem Bauch und die breite, flauschige Bettdecke bedeckte gerade einmal sein Hinterteil. Doch ich wusste, dass er darunter splitterfasernackt war, denn nachdem wir uns gestern versöhnt hatten, war er selbstverständlich bei mir geblieben. Die restlichen Stunden des gestrigen Tages bzw. die ersten Stunden der heutigen Nacht waren so herrlich gewesen, dass ich sie einfach noch einmal Revue passieren lassen musste, während ich das Gesicht meines Liebsten musterte, der im Schlaf immer noch genauso jung aussah wie früher.
Nachdem sich unsere Lippen erst einmal berührt hatten, wurde unser Kuss sehr schnell leidenschaftlicher. All die Gefühle, die sich in uns aufgestaut hatten, brachen hervor und wollten beruhigt und unser Hunger aufeinander gestillt werden. Wir fielen quasi übereinander her wie wilde Tiere. Severus' Mund teilte sehr schnell meine Lippen und seine Zunge suchte und fand die meine. Sofort vereinigten die beiden sich zu einem sinnlichen Tanz, der uns nur noch heißer aufeinander werden ließ. Unsere Hände untersuchten derweil den Körper des anderen, strichen über Gesicht, Rücken, Brust und die intimen Stellen des anderen. Mehr als einmal stöhnte ich in den Mund meines Liebsten hinein und ihm erging es nicht anders. Unser Atmen beschleunigte sich ins Unermessliche und klang schon beinahe unanständig laut, so als wären wir schon mitten im gigantischten Sex aller Zeiten.
Nach einiger Zeit – ich war mir nicht sicher, ob es sich um Minuten oder Stunden handelte – umfasste Severus meine Schultern und schob mich bestimmt ein kleines Stück von sich, was ich mit einem entnervten Aufstöhnen quittierte. Wie kann er es wagen, jetzt aufzuhören? Ich brannte quasi unter seinen Händen. Merkte er das denn nicht? Ich war mehr als nur unbefriedigt.
„Oh Kleines, ich bin ja so heiß auf Dich“, sagte er mit einem verführerischen Unterton in der Stimme. „Lass uns rein gehen, damit ich Dir endlich dieses Wahnsinnskleid ausziehen kann.“
Das meinte er jetzt nicht ernst, oder? Ich sollte Ewigkeiten durch die Pampa und das Schloss laufen? Das schaffte ich nicht, NIE IM LEBEN!!! Ich war ja jetzt schon kurz davor zu Platzen (Dem Alkohol, der immer noch durch meine Adern floss, sei Dank) und es war einfach unmöglich für mich, noch länger zu warten.
Deswegen versuchte ich es mit Trick 17: Ich rückte wenn möglich noch näher an meinen Schatz heran und presste mich eng an ihn. Danach schaute ich ihm tief in die Augen und versuchte so erotisch zu klingen wie möglich, als ich sagte:
„Oder... Wir könnten auch hier bleiben und das zu Ende bringen, was wir vor so vielen Jahren begonnen haben.“
Damit meinte ich natürlich folgendes: Als Severus und ich das letzte Mal hier gewesen waren, hatte er mir nicht nur meinen ersten Kuss geschenkt, sondern mir auch zum ersten Mal gezeigt, wie es war, von einem Mann berührt zu werden. Es wäre damals mit Sicherheit mehr als nur Fummeln gelaufen, wenn ich keine Jungfrau gewesen wäre. Doch als Severus meine Unsicherheit gespürt hatte, war er natürlich sofort auf die Bremse getreten und hatte mir lediglich eine kleine Einweisung in die sexuelle Welt gegeben. Doch schon damals wäre ich gerne weiter gegangen und der Gedanke hatte mich nie wirklich los gelassen. Und wenn wir doch schon einmal hier waren, so könnten wir es doch endlich tun. War jedenfalls meine Meinung.
Aber nein, ich hatte es ja mit Mister Übervorsichtig und Spielverderber Nummer 1 zu tun, denn mein Schatz wandte sich doch tatsächlich von mir ab, als ich meine Lippen erneut auf seine legen wollte. Grrrr, mehr sage ich dazu nicht.
„Das würde ich ja zu gern, Mimi“, meinte er stur wie eh und je, „aber es ist viel zu kalt hier draußen.“
„So kalt ist es nun auch wieder nicht“, widersprach ich ihm.
Gut, okay, das war gelogen, es war saukalt, aber ich wollte ihn einfach hier und jetzt und nicht erst durch halb Hogwarts laufen müssen. Ist das denn so schwer zu begreifen?
„Mimi“, seufzte Sev. „Sei doch vernünftig. Du könntest Dich erkälten.“
„Ich habe einfach keine Lust so ewig zu laufen. Außerdem kann ich ja mein Kleid anbehalten, wenn Du meinst, dass ich frieren könnte.“
„Oh nein, kommt ja überhaupt nicht in Frage. Ich freue mich schon die ganze Zeit darauf, Dir dieses unglaubliche Teil auszuziehen. Seit ich Dich in der Tür gesehen habe um genau zu sein. Also lass mir bitte diese Freude.“
Na ja, wenn ich ehrlich sein soll, dann war das ja genau meine Absicht gewesen. Und so ein bisschen die Sache hinaus zu zögern, steigerte ja bekanntlich die Vorfreude. Mir lag zwar auf der Zunge, dass wir hier ja einen Quickie machen und dann im Schloss eine romantische zweite Nummer einlegen konnten, aber erstens sah ich meinem Liebsten an, dass er anderes im Sinn hatte und zweitens wollte ich ihn ja nicht überstrapazieren. Er war schließlich mit fast 35 auch nicht mehr der Jüngste. Zumindest war er keine 17 mehr.
„Okay“, grummelte ich deshalb, auch wenn es mir nicht passte.
Ein breites Lächeln breitete sich auf Sevs Lippen aus und er hauchte mir noch einen leidenschaftlichen Kuss auf den Mund.
„Na dann, komm mit“, sagte er, stand auf, umfasste meine Hand und zog mich in Richtung Schloss.
In der Eingangshalle ging es weiter. Eine kurze Anmerkung: Die Große Halle war bereits leer und alle Schüler schienen schon in ihren Häusern zu sein. Anscheinend waren wir länger draußen gewesen als gedacht.
Zurück zum Thema. Kaum hatten wir das Schloss betreten, ging die Diskussion schon wieder los. Wenn es nach mir gegangen wäre, wären Severus und ich nach unten in seine Gemächer gegangen. Nicht, weil es da so besonders toll war, sondern weil es einfach der kürzere Weg war. Aber nein, wieder einmal hatte mein liebster Sturkopf etwas anderes im Sinn. Er wollte nämlich lieber in meine Räumlichkeiten im Astronomieturm. Das würde bedeuten, dass wir weitere sieben Stockwerke plus eine gigantische Wendeltreppe in die Höhe latschen mussten. Ich war fast den Tränen nahe, da ich das Gefühl hatte, dass Severus die ganze Sache einfach nur hinaus zögerte, um mich zu quälen.
„Bei Dir oben ist es einfach viel schöner und gemütlicher“, argumentierte mein Schatz.
„Und bei Dir sind wir viel schneller“, konterte ich, doch so sehr ich ihn auch bekniete, er gab einfach nicht nach.
Ich kam mir schon beinahe vor wie ein bettelndes Kleinkind. Hätte er mich noch ein kleines bisschen mehr gereizt, hätte ich mich auf den Boden geworfen und mit den Fäusten auf den Stein getrommelt, so wie eine Kind im Supermarkt. Aber ich hatte mich ja Gott sei Dank unter Kontrolle und so gab ich wieder einmal nach. Vor allem nach dem „Tu mir doch den Gefallen“, das mir Severus ins Ohr hauchte. Wie hätte ich da weiter einen auf Dramaqueen machen können? Ihr seht wo das Problem liegt.
Okay, ganz ruhig, Duchesse, es sind ja nur ein paar Minuten länger. Du hast jetzt so lange auf einen befreienden Orgasmus verzichtet, da schaffst Du den Rest auch noch.
Wenigstens begann Severus nicht zu trödeln, wie er es sonst gerne tat. Er schnappte sich meine Hand und zog mich die Marmortreppe nach oben, ohne zwischendurch anzuhalten, mich abzuknutschen oder zu befummeln. Hmmm, schade eigentlich. Dagegen hätte ich wirklich nichts gehabt. Ja, ich wusste selbst, dass ich nicht gerade einfach war. Einerseits wollte ich so schnell wie möglich nach oben ins Bett, andererseits wollte ich auch von meinem Schatz abgeknutscht werden. Da sollte noch mal einer mitkommen.
Als wir schließlich am Fuße der letzten Treppe angekommen waren, hob mich mein Liebster auf seine Arme. Ich schrie überrascht auf, denn so etwas war normalerweise überhaupt nicht sein Stil.
„Severus, was soll das“, wollte ich wissen und krallte mich an seinem Hals fest. „Ich kann doch selber laufen.“
„Ich trage Dich aber gerne auf Händen“, antwortete er. „Und das würde ich gerne mein ganzes Leben lang tun.“
„Oh, ich werde Dich bei Gelegenheit dran erinnern. Vor allem wenn Du Dich das nächste Mal wie ein Hornochse aufführst.“
„Ist genehmigt.“
Severus grinste von einem Ohr bis zum anderen und stieg dann die Stufen nach oben. Vor meiner Tür angekommen, löste er schnell die Schutzzauber, mit denen ich sie vorhin belegt hatte und trat dann mit mir über die Schwelle. Er schloss die Tür hinter sich mit dem Tritt seines Fußes und ging dann weiter ins Schlafzimmer, mich immer noch auf seinen Armen tragend. Dort stellte er mich sachte auf meine Füße, umschlang meine Taille und zog mich ganz nah zu sich heran. Seine Nase ließ er dabei sanft über die rechte Seite meines Halses gleiten, wobei es mir am ganzen Körper sämtliche Härchen aufstellte.
„Hast Du eigentlich eine Ahnung wie betörend Du riechst, Mimi“, fragte er und sog tief meinen Duft ein. „Du riechst wie das beste Parfum der Welt. Du bist meine ganz persönliche Droge.“
Seine Zungenspitze glitt aus seinem Mund und folgte dem Weg, den zuvor seine Nase genommen hatte. Ich stieß einen leises Stöhnen aus, so sehr erregten mich seine Worte und ich schloss die Augen, um seine Zärtlichkeiten zu genießen. Ich spürte, wie ich jetzt schon feucht unter seinen Berührungen wurde, dabei hatte er mich noch gar nicht richtig angefasst. Oh Gott, was stellte der Kerl nur mit mir an? Ich umfasste seinen Nacken, krallte meine Finger in sein Haar und zog ihn noch näher zu mir heran, damit er ja nicht auf die Idee kam, jetzt aufzuhören. Ich wollte ihn mit Haut und Haaren, jetzt und hier. Ich stand in Flammen, mein ganzer Körper prickelte vor Erregung und ich war so feucht wie schon lange nicht mehr.
Als seine Hände anfingen auf Wanderschaft zu gehen, stöhnte ich laut auf.
„Jaah“, kam es aus meinem Mund, „hör nicht auf. Berühre mich.“
Ich spürte Severus an meiner Hals lächeln, dann flüsterte er mir ein „Nichts lieber als das“ ins Ohr und ließ seine Hände von meinem Hintern zum Verschluss meines Umhangs wandern, der im Rücken lag. Mit geschickten Fingern öffnete er ihn und ließ ihn einfach zu Boden fallen. Dann trat er einen Schritt zurück, um mich in meinem Kleid zu bewundern. Hey, so war das aber nicht abgemacht gewesen. Komm gefälligst her und küss mich wieder, Du blöder Idiot.
„Wow, Mimi, das ist ja noch besser, als ich dachte“, gab mein Liebster zum besten. „Du siehst atemberaubend aus.“
„Danke“, gab ich peinlich berührt zurück.
Ich mochte solche Komplimente nicht so gern. Ich wusste nie, was ich darauf sagen sollte.
„Dreh Dich einmal für mich, damit ich Dich in Deiner ganzen Pracht betrachten kann“, forderte Sev mich auf.
Hä, was sollte denn das jetzt? Musste ich das denn verstehen? Aber schön, er wird schon wissen, was er will. Also tat ich meinem Schatz den Gefallen und drehte mich sachte auf der Stelle. Ich spürte seine Blicke, die über meinen Körper wanderten und die Tatsache, dass er mich so genau musterte, turnte mich irgendwie erst recht an. Als ich bei der zweiten Umdrehung angelangt war, hielt Severus mich auf, als ich ihm gerade den Rücken zu wandte. Er packte mich bei den Hüften und presste sich von hinten an mich. Ich konnte seine Erektion an meinem Hintern spüren. Oh Mann, da war aber jemand schon ganz schön heiß!
„Hast Du überhaupt eine Ahnung, wie heiß Du in diesem Teil aussiehst, Mimi“, fragte Severus mit einem verführerischen und sexy Unterton in der Stimme. „Vor allem, da Du keinen BH trägst. Das macht mich unglaublich an.“
Ich verkniff es mir, ihm zu sagen, dass meine Brüste sehr wohl verpackt waren. Das würde er mit Sicherheit gleich heraus finden. Außerdem war ich viel zu sehr mit seinem Zeigefinger beschäftigt, den er gerade mit köstlicher Langsamkeit über die nackte Haut meines Rückens gleiten ließ. Sofort bekam ich überall Elefantenpickel (Gänsehaut reichte einfach nicht mehr aus um das zu beschreiben). Währenddessen knabberte Sev an meinem Nacken. Gott, er trieb mich fast in den Wahnsinn mit diesen Zärtlichkeiten. Zudem hätte ich gern selbst etwas bei ihm gemacht, aber so wie ich Severus kannte, würde er das sowieso nicht zulassen. Deswegen genoss ich erst einmal die Verführungskünste, die er mir zuteil werden ließ.
Severus ließ seine geschickten Finger zu meinem Neckholder gleiten – langsam, zärtlich, antörnend – und löste ihn zielstrebig. Danach wanderte seine linke Hand sofort nach unten und öffnete den Reißverschluss an der Seite des Kleides. Natürlich streifte er auch hierbei wieder meine nackte Haut. Was für ein Wahnsinnsgefühl. Ich schnurrte schon beinahe wie eine Katze und ließ meinen Kopf nach hinten an Severus' Schulter sinken, während er mich aus dem Kleid schälte, das sich in einer Welle um meine Füße ergoss. Mein Liebster reichte mir seine Hand, damit ich vorsichtig heraus treten konnte. Dabei lösten sich seine Lippen nicht eine Sekunde von mir.
Tja und dann stand ich vor meinem Schatz, lediglich mit Klebe-BH, String und Riemchensandalen bekleidet, während er noch voll angezogen war.
„Wow, was für ein Anblick“, raunte Severus und streichelte an meinen Seiten entlang – vom Brustansatz bis zu den Hüften und zurück. „Da würde selbst der härteste Kerl dahin schmelzen. Aber ich bin der einzige, der Dich berühren darf.“
Und wie um seine Worte zu unterstreichen, streichelte er kurz über meine Brüste.
„Ja“, stöhnte ich auf und reckte ihm meine Brüste entgegen. Ich war so heiß wie schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr und wollte, dass Sev mich endlich richtig anfasste. „Du bist der einzige. Und es kommt sogar noch besser. Du bist derjenige, der mich ausziehen darf.“
Deutlicher konnte ich wohl nicht mehr mit dem Zaunpfahl winken.
„Bin ich ein Glückspilz“, meinte mein Liebster und lächelte an meinem Ohrläppchen, in das er kurzerhand auch noch leicht hinein biss.
Und dann legte er endlich richtig Hand an. Seine Hände strichen über meinen Bauch und fanden schließlich ihren Weg nach oben. Er umfasste meine Brüste und begann sie sachte zu kneten. Wieder stöhnte ich auf und reckte mich ihm entgegen. Ich wollte mehr davon, weil es sich so gut anfühlte. Ich legte meine Hände um Severus' Nacken, zog ihn noch näher an mich heran und rieb meinen Hintern leicht an seiner Erektion. Nun war es mein Schatz, der tief seufzte.
Ich versuchte, mich umzudrehen, aber Severus hielt mich an Ort und Stelle fest.
„Oh nein, meine Süße“, hauchte er leise. „Jetzt bist erst einmal Du dran. Entspanne Dich einfach und lass Dich fallen.“
Sprach's und löste den Klebe-BH von meinen Brüsten. Dann legte er seine Hände wieder darauf und begann, mit meinen Nippeln zu spielen. Zuerst strich er nur sanft darüber, doch nach wenigen Augenblicken nahm er sie zwischen seine Finger, zog sie in die Länge und zwirbelte sie hin und her.
„AAAAH“, schrie ich auf, als ein weiterer Blitz durch meinen Intimbereich schoss und ich krallte mich noch fester in Sevs Nacken.
„Schschsch“, machte mein Liebster. „Immer schön ruhig bleiben, meine Schöne. Genieße es einfach.“
Er setzte seine süße Folter fort und trieb mich damit in den Wahnsinn. Lange würde ich es nicht durchhalten, denn ich wusste, dass ich auch so kommen konnte. Doch das wollte ich noch nicht. Das würde mir zu schnell gehen, vor allem, weil Severus noch immer in voller Montur hinter mit stand. Um mich ein klein wenig abzulenken, rieb ich wieder mein Hinterteil an Sevs Schwanz. Vielleicht würde ihn das davon abhalten, mich weiter zu quälen.
Meine Beine sackten immer wieder weg, doch Severus fing mich jedes Mal wieder auf. Ein Stöhnen nach dem anderen kam aus meinem Mund und ich wusste nicht mehr, wer oder wo ich war. Ich konnte nur noch fühlen. Doch er hörte nicht auf, machte es sogar noch schlimmer, indem er von meiner rechten Brust abließ und seine Hand in meinen Tanga gleiten ließ. Er fing an, mit meiner Vagina zu spielen. Erneut schrie ich auf, vor allem, als er mit einem Finger in mich eindrang.
„Oh ja, fühle mich, Mimi“, sagte mein Schatz. „Du bist ja so bereit für mich.“
Ja, verdammt nochmal! Also tu endlich was. Oder lass mich Dich ausziehen, damit Du mich endlich ficken kannst.
Ich würde es keine Sekunde länger aushalten und endlich, endlich, endlich packte Severus mich an den Hüften und drehte mich ruckartig zu sich um. Wild und drängend schob er mir seine Zunge in den Hals. Er umfasste meinen Hintern und presste mich fest an sich. Sein Ständer war gewaltig, das konnte ich deutlich spüren.
Bevor er mich davon abhalten konnte, löste ich seine Fliege und den Umhang und schmiss beides weit von mir. Ich hatte jetzt keine Zeit, mich um so etwas wie Ordnung zu kümmern. Jetzt war ich einfach zu geil und ich wollte endlich Severus' Haut unter meinen Fingern und meinen Lippen spüren. Ich zog hastig sein Hemd aus der Hose, packte beide Seiten des Revers und riss es mit einem Ruck auseinander. Die Knöpfe flogen in alle Richtungen davon, doch es war mir egal. Ich war meinem Ziel endlich näher.
„Sachte, Mimi“, ermahnte mich mein Liebster. „Wir haben doch alle Zeit der Welt.“
Ja, Du vielleicht, aber ich nicht. Ich hatte es mir in den letzten Tagen ja nicht selbst besorgt, also hatte ich es jetzt mehr als nur nötig.
Ich fuhr fort, Severus auszuziehen und ließ meine Lippen meinen Händen folgen und überraschenderweise hielt er mich nicht auf, bis er nur noch in Boxershorts vor mir stand. Als ich diese jedoch am Rand packte, umschloss er meine Handgelenke und zog mich zurück auf Augenhöhe.
„Jetzt bist Du wieder dran“, raunte er und sah mir tief in die Augen.
Dann drängte er mich rückwärts, bis ich die Bettkante in meinen Kniekehlen spürte. Hmmm, das Bett, da wären wir doch schon einmal am richtigen Ort. Genau dort wollte ich hin. Sev ging vor mir in die Knie und zog mir langsam meinen String aus. Dabei hauchte er mir gefühlte eine Millionen Küsse auf die Leiste, den Bauch und die Brüste. Doch er achtete sorgsam darauf, meinen Schambereich auszulassen, was mich beinahe wahnsinnig machte. Ich wurde immer heißer, meine Möse triefte fast vor Nässe und meine Beine begannen zu zittern. Erst jetzt realisierte ich, dass ich noch immer meine Highheels trug, die er mir jetzt aber auszog.
Nun drückte er mich aufs Bett.
„Zeig mir, was Du hast, Baby“, sagte er und kniete weiterhin auf dem Boden.
Ich wusste, was das bedeutete. Er würde mich lecken. Und ich freute mich schon tierisch darauf. Am Anfang war es noch ungewohnt und peinlich gewesen, doch nach ein paar Mal hatte ich mich daran gewöhnt und fand es richtig heiß.
Also stellte ich die Beine links und rechts auf die Matratze und spreizte die Beine soweit ich konnte. Severus beugte sich – wohlig brummend und anzüglich grinsend – nach vorne und bahnte sich küssend und leckend seinen Weg über meinen linken Oberschenkel nach oben. Seine rechte Hand fuhr währenddessen über meinen anderen Schenkel. Ich ließ mich nach hinten fallen, warf den Kopf in den Nacken fallen und krallte mich in die Decke. Ich konnte es kaum erwarten, dass mein Liebster mich endlich im Zentrum meiner Lust berührte und küsste und Gott sei Dank ließ er mich nicht allzu lange warten. Es dauerte etwa dreißig Sekunden, dann spürte ich ihn, genau DA. Zuerst ließ er einen Finger in mich gleiten, ließ einen zweiten folgen und legte dann seine Lippen auf meine sinnliche Knospe. Ich konnte nicht anders, ich schrie erneut auf und reckte mich ihm weiter entgegen.
„Aaaah, Severus!“
„Genieß es, meine Süße! Fühl es!“
Und dann legte er richtig los. Seine Zunge umkreiste wieder und wieder meine Klitoris, während seine Finger – oh jaaa – aus mir herein und heraus glitten. Ich löste mich fast vollkommen auf. All meine Empfindungen konzentrierten sich nur auf den Punkt zwischen meinen Beinen, den Severus gerade mehr als nur verwöhnte. Ich wurde heißer, heißer und heißer und ich war wirklich nur einen Hauch davon entfernt, in eine Millionen Teile zu zerspringen. Die Muskeln in meinem Unterleib zogen sich bereits heftig zusammen und mein Körper sehnte sich nach Erlösung. Ich fing bereits an zu zucken... Da war Severus' Zunge auf einmal verschwunden.
NEEEEEEIIIIIIN! Was zur Hölle sollte denn diese Erzgranatenscheiße? Ich war doch fast schon soweit gewesen. Ich könnte wirklich heulen. Das war heute schon das tausendste Mal, dass mir mein so genannter Schatz den Orgasmus verweigerte. Was hatte ich nur getan?
Doch bevor ich lauthals protestieren konnte, war Sev auf einmal über mir. Nanu, wo war denn seine Boxershort hin? Ich hatte ja gar nicht bemerkt, dass er sich ihrer entledigt hatte. Aber da das eindeutig seine Vorteile mit sich brachte, störte es mich nicht weiter, dass ich sie ihm nicht ausziehen konnte. Hauptsache war doch, ich konnte endlich eins mit ihm sein.
Mein Schatz legte sich auf mich und presste seine Lippen auf meine. Ich konnte meine eigene salzige Erregung schmecken, als er seine Zunge über meine gleiten ließ. Ich schlang meine Beine um Sevs Hüften und zog ihn noch näher an mich. Ich wollte und brauchte ihn – jetzt, hier, gleich, sofort.
Und endlich gab er mir genau das, wonach wir beide uns so sehr sehnten. Mit einer einzigen flüssigen Bewegung drang er in mich ein und berührte mit seinem harten Schwanz gleich mal den empfindlichen Punkt in meinem Inneren. Wieder stöhnte ich auf und krallte meine Fingernägel in seine Schultern.
„Gott, Du fühlst Dich so gut an, Mimi“, seufzte er und begann mich heftig durch zu vögeln.
Das war genau das, was ich brauchte. Der Druck in meinem Inneren baute sich erneut auf, als Severus wieder und wieder gegen meinen G-Punkt stieß. Doch dieses Mal hörte er nicht auf und dafür war ich mehr als nur dankbar. Und so dauerte es nicht lange, bis ich endlich loslassen konnte und in einem gewaltigen Orgasmus explodierte. Ich stöhnte laut den Namen meines Liebsten und brabbelte irgendwelches Zeug ohne wirklichen Zusammenhang. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Wellen der Erregung abebbten, nur um gleich wieder in die Höhe zu schnellen.
Severus liebte mich immer weiter. Er hörte nicht auf, küsste mich zwischendurch immer wieder, wobei sich unsere Atmung zu einem gemeinsamen Odem vermischte. Ich liebte ihn, wollte für immer bei ihm sein und...
„Komm noch einmal für mich, Baby“, forderte Sev mich auf und allein das reichte aus, um mich noch einmal zum Höhepunkt zu bringen, diesmal gleichzeitig mit ihm.
„Mimi“, schrie er laut und mein Name aus seinem Mund klang dabei fast wie ein Gebet.
Er brauchte – genauso wie ich – eine Weile um wieder herunter zu kommen. Als wir wieder einigermaßen zu Atem gekommen waren, glitt er vorsichtig aus mir heraus und kuschelte sich hinter mich. Ich fühlte mich ja um so vieles besser. Ruhig und entspannt, ausgeglichen. Sex war doch einfach das beste Mittel zum Stressabbau.
„Mimi“, flüsterte Sev mir ins Ohr, als er mich Löffelchen nahm.
„Hmmm“, brummelte ich. Ich war nicht mehr wirklich in der Lage zu antworten. Ich war auf einmal so müde.
„Bleibst Du für immer bei mir?“
„Hmmmm.“
„Darf ich das als ein Ja auffassen?“
„Hmmmm.“
„Gott, Du bist ja vollkommen fertig. Schlaf jetzt, mein Kleines. Ich liebe Dich!“
Mehr bekam ich nicht mehr mit. Ich kuschelte mich in seine Arme und schlief fast auf der Stelle ein.
Ein sanftes Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus, als ich meinen Liebsten ansah, der noch immer nackt und schlafend neben mir lag. Ja, diese Nacht war wirklich unglaublich gewesen. Ich hatte sie mehr als nur genossen und hoffte, dass dieser Tag genauso schön wurde.
Doch erst einmal musste ich ihn beginnen. Ich überlegte kurz, ob ich meinen Schatz wecken sollte, entschied mich aber dagegen. Severus war ein riesiger Morgenmuffel und ich hatte keine Lust darauf, dass mich sein Zorn traf. Ich wollte diese gute Stimmung einfach nicht zerstören.
Ich streichelte Sev noch einmal kurz über die Wange und strich ihm seine Haare, die noch immer klebrig vom vielen Gel waren, aus dem Gesicht. Dann schwang ich meine Füße aus dem Bett, stand auf und ging ins Badezimmer, wo ich mir ein schönes heißes Bad einließ. Das hatte ich mir verdient und es würde meine vom Schlafen und Sex verspannten Muskeln lockern.
Als die Wanne voll war und das Wasser herrlich nach Vanille duftete, ließ ich mich mit einem Seufzen hinein gleiten und ließ noch einmal meine Gedanken schweifen. Automatisch kehrten sie zu Sevs Heiratsantrag zurück. Ich war mir zwar sicher, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte, aber ich hatte noch immer ein schlechtes Gewissen, auch wenn mein Schatz sehr verständnisvoll gewirkt hatte. Doch irgendwie tat er mir schon leid. Er hatte sich immerhin solche Mühe gemacht, er hatte sogar einen Ring gekauft. Allein wenn ich daran dachte, beschleunigte sich vor Aufregung mein Herzschlag. Severus hatte genau meinen Geschmack getroffen und ich freute mich jetzt schon auf den Tag, an dem mir mein Liebster ihn auf meinen linken Ringfinger streifen würde. Doch noch war es zu früh. Noch konnte ich nicht eine solche tiefschürfende Entscheidung treffen.
Da fiel mir auf einmal ein, dass heute ja Heiligabend war, was wiederum bedeutete, dass morgen Weihnachten war. Und Weihnachten bedeutete Geschenke. Ich LIEBE Geschenke! Sofort breitete sich eine freudige Erwartung in mir aus. Ich war ja gespannt, was Severus mir schenken würde. Würde er das überhaupt tun? Was war, wenn der Antrag das Geschenk gewesen war? Oje... Und wieder war da dieses dumme Gewissen.
Was würde mein Schatz wohl zu seinem Geschenk sagen? Immerhin schenkte ich ihm nur mich. Also ein neues Bild von mir für seinen Nachttisch und einen romantischen Abend im Raum der Wünsche. Ich hoffte nur, er würde sich darüber freuen. Aber was bitte hätte ich ihm denn sonst schenken sollen? Er hatte doch schon alles.
Da strich sanft etwas über meinen Arm. Ich schreckte auf und sah mich einer noch müden Fledermaus gegenüber. Hmmm, in der Nacht war er eindeutig aktiver. Zumindest heute Nacht... Jetzt sah er einfach nur brummig aus.
„Morgen“, grummelte er.
Wow, wie gesprächig. Na ja, immerhin bekam er einen Ton raus.
„Guten Morgen, mein Schatz“, antwortete ich fröhlich. (Ich lasse mir meine gute Laune nicht verderben)
„Brauchst Du noch lange?“
„Ich bin gerade erst ein paar Minuten drin. Wieso?“
„Ich muss pissen.“
Wie romantisch. Also wirklich! Das konnte man auch anders ausdrücken.
„Eigentlich wollte ich schon noch gerne ein bisschen in der Wanne bleiben.“
„Und jetzt?“ Na toll, seine Laune sank in den Keller.
„Du könntest Dich natürlich zu mir rein setzen und später auf die Toilette gehen.“
Darüber musste mein Schatz kurz nachdenken. Er war nicht der Badetyp, sondern duschte lieber, aber er sah anscheinend auch den Aspekt, dass ich nackt war und er somit in den Genuss kam, meine nackte Pracht zu berühren. Er kämpfte einige Sekunden lang mit sich selbst, dann seufzte er tief.
„Also schön. Rutsch mal ein Stück nach vorne!“
Ich grinste ihn an und tat wie mir befohlen wurde. Kaum war er drinnen, umschlang er mich mit seinen Armen und Beinen und sog tief den Duft meiner Haare ein.
„Hmmm“, machte er schließlich, „ich glaube, daran könnte ich mich gewöhnen.“
„Ich mich auch“, gab ich zu und genoss das Gefühl von ihm hinter mir.
„Aber weißt Du was?“
„Was denn?“
„Du musst dringend gewaschen werden.“
Und bevor ich mich irgendwie wehren oder protestieren konnte, fing er auch schon an, ganz langsam meine Brüste zu kneten.
Den restlichen Tag verbrachten wir in aller Ruhe in meinem Zimmer. Eigentlich hatten wir einen schönen Spaziergang machen wollen, aber da es draußen schneite wie verrückt und zudem eiskalt war, beschlossen wir, uns einfach einen kuscheligen Tag zu gönnen. Frühstück und Mittagessen ließen wir uns von einem Hauselfen nach oben bringen (Lehrer zu sein hatte wirklich seine Vorteile), ansonsten saßen wir kuschelnd auf dem Sofa, unterhielten uns und erzählten uns von unseren schönsten Weihnachtsfesten und -geschenken. Leider gestaltete sich das als etwas schwierig, da Severus in seiner Kindheit nicht wirklich Weihnachten gefeiert hatte und nachdem wir uns getrennt hatten, interessierte er sich nicht mehr wirklich für so etwas. Gott sei Dank ging mir da nicht der Gesprächsstoff aus, da ich mit meinen Eltern und später auch mit meiner Tante wirklich tolle Feste gefeiert hatte. Und ich hatte auch immer tolle Sachen bekommen. Aber mein Schatz war ja ein guter Zuhörer und er mochte es, wenn ich von meiner Vergangenheit erzählte, sodass wir doch noch eine schöne Zeit verbringen konnten.
Leider konnten wir uns nicht vor dem Abendessen drücken, weil Professor Dumbledore darauf bestand, dass wirklich alle Lehrer anwesend waren. In diesem Jahr schienen auf jeden Fall mehr Schüler in der Schule geblieben zu sein, denn die vier Haustische, die im Gegensatz zu sonst nicht entfernt worden waren, waren alle mindestens zur Hälfte besetzt. Normalerweise gab es – laut Severus – immer eine lange Tafel, an dem die maximal 20 Schüler plus drei oder vier Lehrer Platz hatten, aber das war in diesem Jahr unmöglich. Mich störte das nicht, so konnte ich wenigstens neben meinem reizenden Tischnachbarn sitzen bleiben.
Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, waren die vielen Blicke und das Getuschel, das in der Halle aufbrandete, als ich mit Severus den Saal betrat. Oje, wir waren anscheinend über Nacht zu DEM Gesprächsthema der Schule geworden. Wirklich eine klasse Leistung, Mister Snape. Genau das hatte ich eigentlich vermeiden wollen.
Meine Wangen fühlten sich an, als würden sie verbrennen, als ich mich in meinem dunkelroten Etuikleid an den Lehrertisch setzte. Severus merkte mein Unbehagen und legte mir beruhigend die Hand aufs Knie.
„Ganz ruhig, Kleines“, flüsterte er mir ins Ohr. „In ein paar Tagen haben die mit Sicherheit etwas anderes gefunden, über das sie sich das Maul zerreißen können. Dann ist das alles vergessen.“
Na, der hatte Nerven. Wie sollte ich das denn ein paar Tage lang aushalten? In etwa 260 Schüler stellten sich gerade vor, wie es die Froschschenkelfresserin mit der fiesen Fledermaus trieb. Oh Gott, ich will im Erdboden versinken. Wo ist ein Loch?
Aus dem Geplapper heraus, konnte ich deutlich einige Kommentare hören, die ich eigentlich am liebsten nicht gehört hätte. Fuck, warum musste ausgerechnet ich über ein Super-Gehör verfügen? Warum hatte es nicht jemand anders treffen können? Gut, manchmal war das echt praktisch, zum Beispiel während des Unterrichts, aber manchmal verfluchte ich Remus und sein inneres Schoßhündchen Arkon. Ein paar Beispiele gefälligst?
„Was will so 'ne scharfe Tussi wie die denn mit einem riesigen Schwachmaten wie Snape?“
„Kannst Du Dir Snape und die Französin denn in der Kiste vorstellen?“
„Na, in Französisch bekommt die Duchesse mit Sicherheit Bestnoten.“
„Also ich würde mich ja niemals von der ekelhaften Fledermaus anfassen lassen.“
„Wer weiß, vielleicht steht sie ja auf die 'Böser-Daddy-Nummer'.“
So eine Scheiße musste ich mir geben. Oh Gott, ich will sterben! Oder zumindest vorübergehend taub werden.
Doch Gott und all seinen Seraphimen sei Dank, erhob sich in diesem Moment Professor Dumbledore von seinem Platz und die Gespräche verstummten. Ich atmete einmal tief durch und überlegte kurz, ob ich nicht vielleicht doch lieber in die Antarktis abhauen sollte. Doch ich verwarf den Gedanken wieder. Am Südpol war es viel zu kalt. Mauritius, das wäre eine feine Sache.
Heute ließ sich Dumbledore eindeutig länger Zeit (Na toll, gestern konnte es ihm nicht schnell genug gehen). Er begrüßte erst einmal alle, wünschte frohe Weihnachten, dann Bla bla bla hier und Bla bla bla da, bis er endlich das Essen für eröffnet erklärte.
Zur Vorspeise gab es eine herrliche Maronensuppe mit Sahnehäubchen. Und natürlich stand auch der obligatorische Wein auf dem Tisch. Der gehörte bei Festmahlen einfach dazu. Ich gönnte mir auch ein Gläschen, das musste schon sein, auch wenn es Severus nicht passte.
„Bitte trink nicht zu viel, ja“, ermahnte er mich. „Ich möchte Dich nachher gern noch einmal vögeln und da möchte ich, dass Du klar im Kopf bist.“
„Ja, ja, Mister Sklaventreiber“, antwortete ich ihm.
Das sagte der richtige, der es schaffte, eine ganze Flasche Schnaps in 5 Minuten zu vernichten. Aber gut, heute war Heiligabend, da wollte ich keinen Stress machen. Ich war froh, dass wir uns endlich wieder versöhnt hatten, da wollte ich nicht gleich einen neuen Streit vom Zaun brechen.
Nach der Suppe und dem Salat, gab es noch einen Zwischengang (Tagliatelle mit gebratenen Steinpilzen), bevor schließlich die traditionelle Weihnachtsgans erschien. Sie schmeckte wirklich extrem lecker. Bisher genoss ich den Abend. Bis auf die Lästereien am Anfang war nichts weiter passiert und auch Severus war verschmust wie ein Kater. Ständig berührte er mich irgendwo und ich wünschte mir, dass das Mahl einfach so ruhig ausklingen möge.
Hätten meine Gedanken doch lieber mal ihre Klappe gehalten, denn es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt.
Ich trank gerade einen Schluck von dem köstlichen Merlot, als sich die Türen der Großen Halle schwungvoll öffneten. Darin erschien ein Mann, mit dem ich nie und nimmer gerechnet hätte und auf den ich eigentlich stocksauer war.
„Entschuldigt die Verspätung. In Beauxbatons hat es noch einen kleinen Zwischenfall gegeben, um den ich mich kümmern musste. Aber je später der Abend, desto besser die Gäste hat man zu mir immer gesagt.“
In der Tür stand kein geringerer als Cole, der nur Augen für mich hatte. Heilige Scheiße, das durfte nicht wahr sein!
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