Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Dinge der Vergangenheit und der Zukunft oder gebt mir mein Leben zurück! - Die Vergangenheit holt einen immer ein

von MissMalfoy_84

„Mum!! Dad!!“, brüllte Lara und rannte.
Das Haus ihrer Eltern stand in Flamen! Sie zog ihren Zauberstab und brüllte: „Aguamenti!“ Aus der Spitze ihres Zauberstabs schoss Wasser. Sie hielt ihn direkt auf die Flammen. In der Ferne hörte sie Sirenen der herannahenden Feuerwehr.
Das Feuer war halb gelöscht. Sie rannte zum brennenden Haus und versuchte sich einen Weg durch das Feuer zu bahnen.
„Glacius!“, schrie sie und die Flamen die gerade noch loderten erfroren.
„Mum, Dad, wo seid ihr?“, schrie sie und hielt sich die Hand vor den Mund.
Das Quietschen von bremsenden Fahrzeugen war zu hören und die Feuerwehrmänner sprangen aus ihren Fahrzeugen.
„Mädchen, raus hier mit Ihnen! Das ist zu gefährlich für Sie!“, brüllte einer Feuerwehrmänner. Sie trugen Schutzkleidung gegen die Flammen.
„Kommen Sie, Sie müssen hier weg.“, sagte eine Stimme hinter ihr. Sie fühlte sich, als wenn sie in Watte gepackt war. Alles um sie herum war so unwirklich und wirkte als wenn sie es durch einen Vorhang sah. Sie wurde auf einer Krankenliege platziert. Der Notarzt untersuchte sie, doch ihr Blick hing permanent an den nun qualmenden Ruinen ihres Elternhauses. Die Feuerwehrmänner stapften in den Ruinen umher. Die Polizei war mittlerweile eingetroffen und Leute in weißen Anzügen. Sie standen alle um einen Fleck herum. Zwei weiße Tücher wurden an die Stelle gelegt. Lara sprang auf, auch wenn der Arzt protestierte. Sie rannte in die qualmenden Ruinen herein, zu der Stelle, wo die Tücher lagen.
„Nein!!“, ihr Schrei hallte durch die Nacht.
Ihre Eltern waren tot. Vor ihr lagen zwei verkohlte Leichen, die kaum noch zu identifizieren waren.
Der Polizist legte ihr behutsam seine rechte Hand auf ihre Schulter und blickte sie mitleidsvoll an. Tränen rannten über ihr Gesicht und ihre Gedanken waren verschwommen. Sie lief fort in Richtung des angrenzenden Waldes. Sie holte ihren Zeitumkehrer hervor und drehte die Zeit um knapp drei Stunden zurück. Sie sah sich, wie sie das Haus verließ und diapparierte. Jetzt hieß es warten. Sie saß hinter einem Baum und beobachtete das Haus. Die Dunkelheit war schon hereingebrochen. Es erschien jemand vor dem Haus. Ein Zauberstab wurde gezückt. Lara sprang auf und rannte auf die Gestalt zu.
„Crutio!“, schrie sie. Es war ein Todesser, der sich vor ihr vor Schmerzen windend über den Boden bewegte.
„Imperio!“, brüllte sie abermals. Dieses Mal blieb er still liegen. Sie legte über das Haus mehrer Schutzzauber und einen starken Abstandszauber, was jedem Magier verbot sich dem Haus mehr als 50 Meter zu nähren.
Sie riss dem Todesser die Kapuze vom Schädel.
„McNair!“, zischte sie. Sie packte den Todesser und apparierte mit ihm zu ihrem Vater.
„Mobilus Corpus!“, sagte sie leise und der Mann begann vor ihr zu schweben. Sie ließ ihn unsanft gegen die Wand knallen und sprengte die Tür auf. Ihr Vater saß umringt von seinen Todessern im Salon.
„Du Scheißkerl!“, schrie sie und die Tür flog auf. Die Todesser sprangen auf und zogen ihre Zauberstäbe. Lara ließ McNair unsanft auf den Boden fallen. Er wollte gerade nach seinem Zauberstab greifen.
„Crutio!“, schrie Lara abermals.
„Keine Bewegung oder McNair stirbt. Also Voldemort, warum wolltest du meine Eltern töten? Erst nimmst Du mir die erste Familie und dann, dann willst du mir auch zweite nehmen! Was willst Du von mir?“, schrie sie.
Voldemort saß regungslos in dem Sessel und lächelte nur.
„Also gut. Mobilus Corpus!“, schrie sie und richtete ihren Zauberstab auf den verfluchten McNair. Sein Körper erhob sich und schwebte bei unter die Zimmerdecke, dann hob Lara den Zauber auf. Er schlug hart auf dem Boden auf. Das Brechen von Knochen war zu hören. Sein Schädel splitterte und Blut ergoss sich über den Boden.
„Das werde ich mit jedem einzelnen von deinen ach so treuen Todessern tun, wenn Du mir nicht endlich sagst, was das sollte!“, zischte sie bedrohlich ruhig.
Er stand auf und trat auf sie zu.
„Lara Lara, ich bin dein Vater. Was soll ich schon von Dir wollen? Ich will die letzten 22 Jahre zurück, die ich nicht mit dir hatte.“, sagte er mit drohender Stimme.
„Lügner! Du wolltest mich umbringen! Hier bitte! Tu es! Oder bist Du zu feige dafür? Soll ich das vielleicht auch noch selbst tun?“, sagte sie zornig.
„Ich meinte es ernst!“, sagt er ruhig.
„Du kannst nicht die letzten 22 Jahre nachholen! Außerdem, was sollte es bezwecken? Du weißt nicht was Liebe ist. Ich frag mich, wie ich überhaupt zustande gekommen bin? Warst Du irgendwann mal bei der Samenspende, oder bin ich das Produkt eines genetischen Experimentes?“, spottete sie.
„Nein, du bist kein Ergebnis eines Experimentes. Du bist das Produkt von mir und deiner Mutter, die Frau die ich einst liebte.“, sagte er ruhig.
Sie sah ihn mit großen Augen an.
„Du weißt doch gar nicht was Liebe ist!“, zischte sie.
Er überhörte diese Bemerkung.
„Deine Mutter, Allegra war eine außergewöhnliche Frau. Lasst uns allein!“, befahl er, bevor er weiter sprach. Die Todesser verbeugten sich und verschwanden dann.
Er setzte sich und beschwor für sie einen weiteren Sessel herauf.
Er reichte ihr ein Glas Wasser, doch bevor sie trank überprüfte sie es.
„Du glaubst ich würde dich vergiften?“
„Ich vertraue dir nicht.“, antwortete sie knapp.
„Also, wie gesagt, ich lernte Allegra auf einer Reise nach Italien kennen und verliebte mich in sie. Sie war bis heute die einzige Frau, für die ich je dieses Gefühl empfand. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Irgendwann sagte sie mir, dass sie schwanger sei. Das war wohl der schönste Tag in meinem Leben. Die neun Monate über beobachtete ich sie und ihren immer größer werdenden Bauch. Wir redeten viel mit Dir und ich war so stolz und glücklich. Du wurdest in einer stürmischen Oktobernacht geboren. Es gab Komplikationen bei der Geburt.“ Er stockte und schluckte geräuschvoll.
„Während du geboren wurdest starb deine Mutter. Sie verlor sehr viel Blut. Das letzte was mir noch sagte war: „ Pass gut auf sie auf Tom. Sie soll Lara heißen. Ich liebe euch beide.“ Dann starb sie. Es brach mir das Herz. Mir wurde die Liebe meines Lebens genommen, doch ich bekam eine Tochter geschenkt.“
„Ja, eine Tochter um die du dich nie gekümmert hast.“
„Wie sollte ich es tun? Du warst ein Baby als ich meinen Körper verlor! Du kannst Dir nicht vorstellen, was es für ein unermesslicher Schmerz war deine Mutter und dich zu verlieren. Sieh mich an, was aus mir geworden ist!“
„Ja, du bist ein alter Irrer, der in psychiatrische Behandlung gehört!“, sagte sie kalt, unberührt von dem Schmerz den er fühlte.
„Du wurdest zu einer Familie gebracht, die die Malfoy's ausfindig gemacht hatten. Sie waren beides Zauberer, aber hatten keine eigenen Kinder.“
„Ja und du hast sie getötet!“
„Nein, das stimmt nicht!“, widersprach Voldemort.
„Ach komm, wer sollte es sonst gewesen sein? Auf mysteriöse Weise verstorben. Es waren Todesflüche mit denen sie umgebracht wurden! Und du hast es getan oder den Befehl gegeben!“, sagte sie zornig.
„Das habe ich nicht getan!“, knurrte er zurück.
„Und wer sollte es sonst gewesen sein? Vielleicht der Weihnachtsmann?“, spottete Lara und unterdrückte den aufsteigenden Ärger.
„Es war ein ehemaliger Todesser namens Alexander McAlistor. Er und seine Frau hatten gehofft, dass sie dich aufnehmen könnten. Doch die Malfoy's hielten es für besser, dass ich dich zu den Johnsons gab. Du kannst Dir nicht vorstellen wie schwer es mir fiel dies zu tun.“, sagte er mit leiser Stimme.
„Warum haben mich die Malfoy's nicht behalten?“, fragte Lara.
„Narcissa und Lucius sind beide Todesser. Draco war damals schon geboren. Sie hatten die Hoffnung, dass du ihn heiraten wirst, wenn Du alt genug bist. Es war ehrlich gesagt auch meine Hoffung.“
„Da muss ich dich wohl enttäuschen, denn daraus wird nichts.“
Er ignorierte diese Bemerkung.
„So, nun kennst Du die Geschichte.“, sagte er tonlos.
„Ja, aber das gibt dir noch lange nicht das Recht meine Eltern zu töten!“, schrie sie nun wieder.
„Es sind nicht deine Eltern! Ich bin dein Vater und nicht diese Leute!“, giftete er zurück.
„Diese Menschen sind für mich mehr Eltern als Du es jemals sein wirst, egal wie sehr du dich anstrengst!“, sagte sie barsch und stand auf.
„Bevor du wieder gehst, ich will dir noch was schenken. Es gehörte einst deiner Mutter.“, in seiner Stimme lag ein Hauch Verzweiflung und Traurigkeit.

Er stand auf und ging hinüber zu einem der Bücherregale und nahm aus diesem ein kleines Holzkästchen. Er ging wieder zurück zu Lara und gab es ihr in die Hand. Vorsichtig öffnete sie es und erblickte eine Kette.
„Mein Hochzeitsgeschenk an deine Mutter.“
„WAS? Ihr wart verheiratet?“, fragte sie schockiert.
„Dachtest du etwa, ich wollte, dass Du unehelich zur Welt kommst?“
Sie nahm eine weißgoldene Kette heraus an der ein ebenfalls weißgoldener Anhänger in der Form eines Halbmondes hing.
„Deine Mutter hatte eine wahre Leidenschaft für Halbmonde. Sie wollte das Du die Kette erhältst.“, sagte er leise und sah sich den Anhänger an, der in seiner Hand ruhte.
„Danke.“, sagte Lara leise und wollte sich gerade die Kette umlegen, da nahm er ihr diese auch schon aus der Hand.
Er öffnete den Verschluss und legte sie um ihren Hals. Die Kette stand ihr ausgezeichnet.
Sie dreht sich zu ihm um und gab ihm die Holzschachtel zurück.
Er ergriff die Gelegenheit und hielt ihre Hand fest.
„Lass gut sein Voldemort. Danke für die Kette.“, mit diesen Worten ging sie hinaus und apparierte zurück zu Haus ihrer Eltern. Keiner bemerkte etwas und so konnte sie problemlos das Haus betreten. Die Zeit hatte sich nicht verschoben, glück gehabt.
Ihre Eltern schliefen schon, als sie die Treppe zu ihrem Zimmer hinaufstieg.
Sie hatte Semesterferien und das schon seit dem 14. Juli.
Morgen würde ihr Fechtkurs anfangen, für den sie sich eingetragen hatte. Zugegeben, sie konnte gut mit dem Degen umgehen, dennoch wollte sie noch besser werden.

Sie entledigte sich ihrer Sachen und zog ihren Pyjama an.
Ein letztes Mal blickte sie in den Spiegel und fragte sie, wie wohl ihre Mutter ausgesehen haben muss.
Wahrscheinlich hatte sie von ihr die langen schwarzen Haare und die grünen Augen geerbt. Die hohen Wangenknochen und die Nase waren ganz der Vater, das ließ sich nicht abstreiten. Ihr Blick fiel auf die Kette um ihren Hals.
Vorsichtig berührte sie den Anhänger und musste unwillkürlich lächeln. Noch nie hatte sie ihren Vater so emotional erlebt. Aber wahrscheinlich war es eh eine Ausnahme, wie so vieles in ihrem Leben.
Sie legte sich ins Bett und schloss die Augen.
Und bei wem waren ihre Gedanken? Ja, bei Draco.
„Oh man! Kannst Du mich nicht mal nachts in Ruhe lassen!“, fluchte sie leise und versuchte trotz allem zu schlafen.

Draco war auf der Jagt, zusammen mit einigen anderen Todessern. Sie hatten den Auftrag ein paar Abtrünnige zu töten. Seine Gedanken kreisten um Lara. Er sah sie immer wieder mit diesem traurigen Gesichtsausdruck vor sich stehen.
In den frühen Morgenstunden kehrten sie nach erfolgreicher Auftragbearbeitung zurück.
Draco fiel todmüde in sein Bett und schlief auch sofort ein.

Lara erwachte gegen 10 Uhr. Sie ging ausgiebig duschen und dann Frühstück essen.
„Guten Morgen mein Schatz, hast Du gut geschlafen?“, fragte ihre Mutter sie liebevoll, während sie ihr den Kaffee reichte.
„Ja, ging so. Hatte ein paar dämliche Träume, aber ansonsten war alles in Ordnung. Ich werde nachher los, heute fängt doch der Kurs an.“, sagte sie zwischen zwei Bissen, während sie das Abendblatt studierte.
„Ja, hattest Du ja erzählt. Dein Fechtkurs. Bist Du sicher, dass es das Richtige ist? Ich meine, wie wär's mit einem Tanzkurs?“, sagte ihre Mutter und sie meinte es ernst.
Lara sah sie komisch an.
„Ist nicht dein Ernst, oder?“ Ihre Mutter lächelte.
„Mum, ich bitte dich. Im 3/4 Takt übers Parket drehen ist nicht mein Ding. Links rum, rechts rum, da wird nur wieder schlecht.“
„Dieser nette junge Mann.“
„Welchen meinst Du, Marcel oder Draco?“
„Eigentlich sind beide sehr nett, aber dieser Draco gefällt mir ehrlich gesagt besser. Sag mal ehrlich, er ist doch ganz süß, oder? Warum machst du nicht mit ihm zusammen den Tanzkurs?“, fragte ihre Mutter und versuchte ganz gelassen zu klingen.
Lara viel die Kaffeetasse aus der Hand und zerschellte am Boden. Sie sah ihre Mutter ungläubig an, die nur grinste.
„Reparo“, murmelte Lara und die Tasse fügte sich wieder zusammen. Mit einem weiteren Schlenker ihres Zauberstabs war der Kaffeefleck verschwunden.
„Mum, nein! Was soll das hier werden? Willst du mich mit ihm verkuppeln?“, fragte sie entsetzt.
„Kind, ich sehe doch wie du jeden Tag über deinen Büchern hängst und lernst. Meine Güte, Du hast die Leben noch vor dir! Hab spaß, mach verrückte Sachen! Flip mal aus!“, sagte ihre Mutter lachend.
„Danke für die Psychoanalyse. Mum, ich mach doch verrückte Sachen. Ich gehe fechten, mach Kickboxen, was soll ich eigentlich noch machen?“, versuchte Lara sich zu rechtfertigen.
„Hol deinen Besen wieder aus dem Schrank raus, flieg mal ne Runde! Reise zu deinen Schulfreunden! Sie vermissen Dich bestimmt! Du kannst doch nicht die ganzen Ferien hier zuhause rumsitzen!“, plapperte ihre Mutter munter weiter.
Lara sprang vom Stuhl auf.
„Sag mal, willst du mich loswerden?“
„Nein, aber ich will, dass du dein Leben genießt!“
„Danke Mum, aber das tue ich schon bereits!“, sagte Lara leicht gereizt und ging hoch in ihr Zimmer. Sie packte ihre Tasche zusammen und nahm sich ihre Jacke. Wortlos verließ sie das Haus und apparierte in die Hamburger Innenstadt. Sie musste andauernd an die Worte ihrer Mutter denken und merkte gar nicht, wie sie jemand verfolgte.
Sie betrat das Sportstudio und meldete sich an. Sie hatte Einzelunterricht mit musikalischer Untermahlung. Die Musik konnte sie aussuchen. Was käme dafür wohl gelegner als die Musik von Fluch der Karibik.
Sie zog sich ihre Sportsachen an und machte sich auf den Weg hoch ins Studio.
Ein bisschen Trance zum warm machen und dann schnappte sie sich ihren Degen. Sie machte ein paar Bewegungen um sich an die Waffe zu gewöhnen. Er lag sehr gut in der Hand und war leicht wie eine Feder.
Ihr Lehrer betrat den Saal.
„Moin Moin Lara! Bereit dich auf die Matte legen zu lassen?“, fragte Andrew frech.
Er war 30 Jahre als und deutscher Meister in Florettfechten, aber auch das normale Kampffechten beherrschte er und genau das wollte Lara verbessern.
„Träum weiter! Mal sehen wer von uns nachher unten liegt.“, sagte sie herausfordernd und funkelte ihn an.
Sie legte die CD ein und die Musik ertönte.
„Na dann! Möge der Bessere gewinnen!“
„Du meinst wohl, die Bessere!“, konterte sie frech. Sie kreuzten ihre Klingen und dann fing das Gefecht an.
Draco betrat kaum hörbar den Saal und beobachtete Lara bei ihrem Sport. Sie konnte sich sehr galant bewegen und wich Andrew hervorragend aus. Sie hatte nur ein Top und eine am Hintern sehr eng sitzende Hose an.
„Touche!“, rief Andrew. Lara wirbelte herum und sprang hinter ihn.
„Und gute Nacht Monsieur!“ Sie stand hinter ihm und drückte ihm ihren Degen in den Rücken.
„Wir haben Besuch!“, sagte Andrew etwas leiser und deutete mit einer Handbewegung auf der Draco, der sich gerade ein paar kunstvoll verzierte Degen ansah.
Lara grinste kurz und sprang dann lautlos rüber zu Draco und hielt ihm ihren Degen unters Kinn.
„Soll das eine Herausforderung sein?“, fragte sie mit hochgezogenen Augenbrauen.
Er blitzte sie mit seinen eisblauen Augen an und ergriff den Degen.
„Lehn dich nicht zu weit auf dem Fenster!“, antwortete er mit einer widerlich arroganten Stimme.
„Keine Angst Mister Malfoy, aber ich kann gut auf mich aufpassen.“, konterte sie frech und kreuzte mit ihm die Klinge.
„Du bist mutig, das muss ich dir lassen! Aber vielleicht doch nicht schnell genug!“, höhnte er.
„Das wollen wir doch erstmal sehen!“ Sie nahm einen zweiten Degen und ging zurück in die Mitte des Saals.
„Angst Malfoy?“, spottete sie.
„Träum weiter Riddle!“, gab er arrogant zurück. Er warf seine Jacke auf den Boden, krempelte die Ärmel von seinem Hemd hoch und ergriff ebenfalls einen zweiten Degen. Andrew stand in sicherer Entfernung und sah sich das Schauspiel an. Er lächelte als er Laras Gestik beobachtete. Sie bewegte sich wie eine Raubkatze. Die beiden Degen kreuzte sie vor ihrem Oberkörper und sah zu Draco.
Ihr Lieblingslied fing an und brachte Tempo in die Sache. Das Geräusch von aufeinander prallendem Stahl wurde immer lauter. Sie wirbelten umher und es hatte den Anschein, als wenn es ein Tanz wäre den sie dabei vollführten. Keine Sekunde lange ließen sie sich aus den Augen. Draco hatte ein paar Kratzer an seinen Unterarmen und Lara einen Kratzer im Gesicht. Ihr kleiner Kampf endete damit, das Lara einem Angriff von Draco gerade noch ausweichen konnte. Sie war hinter ihn gesprungen und hatte ihm die Beine weggetreten. Er lag bäuchlinks auf dem Boden und rollte sich auf den Rücken. Er wollte gerade zum Angriff ausholen, als er kaltes Metall an seiner Kehle fühlte.
„Schach matt für den König im Spiel!“, sagte sie triumphierend.
Er funkelte sie grinsend an. Sie lächelte, doch dann fiel ihr Blick auf sein dunkles Mal. Er folgte ihrem Blick und krempelte sofort seinen Ärmel runter.
Andrew merkte wie die Lage sich anspannte. Er ging hinüber zu ihr.
„Mädel, warum willst du eigentlich Unterricht? Du hast mich außer Gefecht gesetzt, du hast deinen Freund hier umgehauen, also, warum bist du hier?“, fragte Andrew, währende er Draco seine Hand reichte und ihm aufhalf.
Beide sahen erwartungsvoll an. Lara errötete leicht.
„Na komm schon, was ist es?“, harkte Andrew nach und grinste.
„Aber wehe einer von euch lacht!“, knurrte sie und erhob drohend ihre Degen.
Sie sortierte ihre Gedanken, schloss kurz die Augen und sagte dann: „Meine Mutter hätte mich zu einem Tanzkurs angemeldet, wenn ich nicht irgendwas in den Ferien gemacht hätte, außer zu lernen.“
Draco und Andrew sahen sie an und ihre Gesichter verzogen sich. Dracos Kopf wurde hochrot und es war keine Lachen was man dann hörte sondern ein Grölen!
Er viel auf die Knie und hielt sich den Bauch weil er so lachen musste. Tränen liefen über sein Gesicht und sein Bauch schmerzte schon. Andrew musste unweigerlich auch lachen und sah dabei Lara an, die immer zorniger wurde.
„Lara Riddle! Die Tochter vom Chef persönlich in einem niedlichen Kleidchen springt sie übers Parket!!“, japste Draco und wälzte sich über den Boden.
Laras Gesicht verfinsterte sich immer mehr.
„Ich wusste, dass ich es hätte DIR nicht sagen sollen!“, keifte sie und ging wütend hin und her.
Dann kam ihr eine Idee.
„Draco, soll ich dir mal sagen, was meine Mutter noch gesagt hatte?“, fragte sie ganz belanglos.
„Na, schieß los!“, kicherte er.
„Sie meinte, ich sollte doch mit dir zusammen den Kurs machen. Sie fände dich niedlich
und süß!“, sagte sie gehässig und grinste von einem Ohr zu anderen.
Draco verstummte augenblicklich und glaube sich verhört zu haben.
Er rappelte sich vom Boden auf und sprang auf sie zu. Sie hatte in der Zwischenzeit eine andere CD eingelegt und war vor die Spiegelwand getreten. Zur Muskelentspannung wollten Andrew und sie nach dem Training noch ein wenig Modern Dance üben und so das Training ausklingen lassen.
„Hat sie das wirklich gesagt?“, fragte Draco ungläubig.
„Ja, sie sagte, dass sie dich süß findet. Stell Dir das mal vor! Draco Malfoy macht einen Tanzkurs! Ich glaube da würde selbst mein Vater einen Lachanfall kriegen.“, sagte genüsslich. Draco wusste nicht was er antworten sollte.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Sie ist eindeutig der Wolf im Schafspelz, also überhaupt nicht so 'pink', wie sie aussieht.
David Barron, ausführender Produzent