
von MissMalfoy_84
@Miss Voldemort: Danke für dein lob. Er ist ja nicht nur ein fieses Eckelpaket. Tief in sich hat er auch sowas wie ein Herz. Ich freu mich das du meine Geschichte liest! liebe Grüße
Draco griff sich seine Jacke, bedachte sie noch mal mit einem säuerlichen Blick und dann rauschte er raus.
Ein Malfoy braucht keine Tanzstunden! Was dachte sie sich eigentlich dabei ihn bloß zu stellen? Diese kleine Hexe! Eine Frechheit! Er apparierte zurück zu sich nachhause und warf sich auf sein Bett. Er hatte den Kampf mit ihr genossen. Sie wusste, dass sie stark war, sehr stark sogar! Sie hatten sich schon früher bekämpft, doch jetzt war es anders. Das Verhältnis zwischen ihnen war anders, anders als vor 8 Jahren. Sie waren erwachsen geworden und jeder übte auf den anderen gewisse Reize aus. Wie er sie immer ansah. Dieses Leuchten in seinen Augen und seine Gedanken die sonst wo waren, wenn er sie sah. Nachts träumte er die wildesten Dinge, die er mit ihr anstellte. Allein wenn er nur daran dachte brannten seine Gedanken mit ihm durch. Er lächelte und schloss die Augen, bis ihn ein unangenehmes Ziehen im Arm weckte.
Er stand auf. Es war wieder soweit.
Lara verabschiedete sich indes von Andrew. Sie hatten sich für diesen Freitag zum weiteren Training verabredete.
Die Woche verlief ohne besondere Vorkommnisse. Nur hin und wieder versuchte ihre Mutter sie zu den Tanzstunden zu überreden, bis Lara irgendwann entnervt nachgab.
Sie tat ihrer Mutter den Gefallen und begleitete sie und ihren Dad zu einem der Tanzabende. Da ihr Vater immer sehr lange im Büro saß, war dies für ihn der perfekte Ausgleich. Notgedrungen hatte sie ein paar bequeme Sachen zum tanzen eingepackt und fuhr mit ihren Eltern los. Das Tanzstudio lag direkt an der Alster.
„So, zieh dich um und dann kommst du hinterher. Das wird dir Spaß machen, vertrau mir.“, sagte ihr Vater und versuchte sie auch wenn nur ein wenig zu begeistern.
Sie lächelte gequält und zog sich um. Sie hörte die Musik durch die Räume hallen.
„Tanzstudio Leichte Sohle“ schimpfte sich dieses Etablissement. Sie betrat leicht entnervt den Tanzsaal und erschrak fürchterlich.
„Darf ich vorstellen, unser neuester Gast, Lara Petersen! Nur nicht so schüchtern!“, sagte eine junge Frau, die Alexandra Minuet hieß. Laras Blick klebte an einem Mann, der neben ihrer Mutter stand.
„Marcel, was machst Du denn hier?“
„Das Gleiche könnte ich dich auch fragen!“
„Es ist nicht das wonach es aussieht!
„Das ist es nie!“
„Ich bin nur hier, weil mich meine Eltern dazu genötigt haben! Und was machst Du hier? Langeweile? Wir können auch gerne verschwinden und ein paar tote Frösche aufschneiden!“
„Lara, ich bin hier weil ich tanzen lernen will. Kannst Du auch mal an was anderes denken als an Zoologie?“
„Wir können auch gerne ein paar Pflanzen bestimmen!“
„LARA!“, dröhnte drei Stimmen gleichzeitig.
„Ist ja gut!“, knurrte sie und widmete nun einen Teil ihrer Aufmerksamkeit der Minuet, die sie sie ansprach.
„Also Lara, kannst du schon tanzen?“, fragte sie freundlich.
„Naja, einen Walzer dürfte ich noch zustande kriegen und wenn HipHop und Modern Dance auch als tanzen angesehen wird, können diese noch hinzu gezählt werden.“, antwortete sie steif.
Marcel gluckste und sah zu Lara.
„Ansonsten nichts weiter?“, fragte Alexandra leicht pikiert.
„Zählt neuerdings Kickboxen und Fechten zum Tanzen?“, fragte Lara mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Nicht das ich wüsste. Vielleicht könntest Du uns eine Kostprobe von deinen Tanzfähigkeiten geben?“, fragte die Minuet süßlich.
„Klar, kein Problem. Aber ich brauch dafür noch meinen „Partner“.“, sie betonte das Wort Partner richtig scharf und sah Marcel an.
„Aber sicher doch.“, sagte er grinsend. Lara ging hinüber zur Cd Anlage und sah die Cd's durch bis sie an der von Beyonce Knowless mit Jay Z hängen blieb. Sie legte die Cd ein und stellte sich neben Marcel vor die Spiegelwand.
Der HipHop Sound dröhnte durch den Tanzsaal. Ihre Eltern sahen sie begeistert an. Sie wusste gar nicht das ihre Tochter auch noch andere Dinge außer lernen in ihrem Leben machte.
Diese kleine Choreografie hatte sie mit Marcel einst zwischen zwei Stunden Zoologievorlesung ausgearbeitet. Sie tanzten damals in der Zoologie, sehr zur Begeisterung ihrer Kommilitonen, die pfeifend um sie herum saßen.
Jetzt standen sie vor der Spiegelwand und grinsten sich breit an, während sie tanzten. Lara harmonierte sehr gut mit ihm. Als das Lied endete waren sie zwar etwas außer Atem, doch die anwesenden Leute klatschten begeistert Beifall.
„Ich sagte doch schon damals, dass es gut aussieht, aber unsere liebe Lara muss ja immer alles perfekt machen wollen.“, stichelte Marcel, während er sich den Schweiß abwischte.
„Du kennst mich!“, war ihre Antwort, während sie ihren Zopf neu band und sich ebenfalls den Schweiß aus dem Gesicht wischte.
Er legte ihr freundschaftlich den Arm auf die Schulter und zusammen warteten sie auf weitere Ansagen der Minuet.
„Sehr beeindruckend! Nun, ich hoffe mal, dass Du dann auch die Standarttänze so gut hinkriegen wirst. Unser lieber Marcel ist schon geübt, was dies betrifft. Es dürfte doch wohl kein Problem sein, wenn du ihr ein wenig Einzelunterricht gibst, oder?“, fragte Alexandra mit geschmeidiger Stimme.
„Nicht im geringsten!“, war seine Antwort und zusammen gingen sie in einen Extrasaal.
Die Tür fiel hinter ihnen zu.
„Blöde Kuh! Ich sollte sie verfluchen!“, knurrte Lara.
„Tja, warum eigentlich nicht. Ich kann sich auch nicht wirklich leiden.“, sagte er sehr zu ihrem Erstaunen.
Mit einem Schlenker ihres Zauberstabs ertönte die Musik.
„Gut, und was schlägst Du vor? Was soll ich ihr an den Hals jagen?“
„Gibt es so was wie einen Verwechslungszauber?“, fragt er diabolisch.
„Oh ja!“, kicherte sie.
Lara murmelte etwas für Marcel völlig unverständliches und kurz darauf begann sich Alexandra komisch zu benehmen.
„Schau Dir das an! Geil! Hach ist das herrlich, wenn man ne Hexe als Freundin hat.“, lachte er.
Lara sah ihn mit großen Augen an. Hatte er gerade Freundin gesagt? Naja, warum eigentlich nicht? Aber hatte er nicht eigentlich eine Freundin?
Egal, das muss ja noch lange nichts heißen!
„Wie lange hält das eigentlich an?“, fragt er kichernd.
„Ein paar Tage, aber ich glaube wir sollten der guten noch mal was die Chance geben sich so richtig zu blamieren, deshalb, verstärken wir das Ganze noch mal.“, zischte Lara gehässig.
Die Tanzschüler blickte ihre sonst so vorbildliche Lehrerin verwirrt an. Sie brachte die Schritte durcheinander, rannte gegen Wände, sprach rückwärts und zu allem Überfluss fing sie auch noch an zu singen!
Laras Mutter sah zu ihrer Tochter, doch sie sah sie zusammen mit Marcel tanzen. Das breiten grinsen auf ihren Gesichtern konnte sie nicht sehen!
„Echt Lara, Du kannst einem wirklich Angst machen!“, sagte Marcel und sah ihr in die Augen.
„Was meinst Du wohl warum ich in Slytherin war? Irgendwas muss ich ja von meinem Vater haben.“, gab sie ihm als Antwort. Sie versuchte sich gerade von ihm die Schritte für einen Tango ein zu prägen, als er in seiner Bewegung innehielt.
„Was ist?“, fragte sie irritiert.
„Schau in den Spiegel, dann weißt du es.“, war seine Antwort.
Sie hob den Kopf und erkannte was er meinte.
Schützend stellte sie sich vor ihn und erhob ihren Zauberstab.
Die Musik lief immer noch.
„Was wollt ihr?“, fragte sie garstig.
Die 4 Todesser standen knapp drei Meter von ihr weg.
„Es ist etwas passiert. Du sollst sofort kommen.“, sagte einer von ihnen.
„Wisst ihr scheißegal mir das ist!“, fauchte sie zurück.
„Tja, das hatten wir uns schon fast gedacht.“, lachte eine raue Stimme.
Sie konnte nicht reagieren, sondern flog quer durch den Raum. Der eine von ihnen trat auf Marcel zu und wollte ihn packen, doch da flog der Todesser auch schon quer durch den Raum.
„Finger weg von ihm! Ihr wisst was mit McNair zugestoßen ist! Also, euer Schicksal kann genauso aussehen.“, zischte sie.
Lara stand auf und griff ihren Zauberstab. Das was jetzt geschah würde sie ihr Leben nicht vergessen!
Der eben getroffene Todesser schleuderte einen Fluch auf Marcel, der daraufhin schreiend zu Boden ging.
„Nein!“, schrie sie und rannte zu ihm rüber.
„Du widerlicher Scheißkerl!“, brüllte sie dem Todesser entgegen der lachend hinter ihr stand.
Ihr Kopf schmerzte, doch sie versuchte sich zu konzentrieren. Sie hatte in der Schule stablose Magie gelernt und versuchte nun all ihre Gedanken auf einen Fluch zu konzentrieren. Sie merkte wie Gedanken auf sie einstürmten und versuchte ihr zu verschließen. Sie schaffte eine völlige Stille in ihrem Kopf, immer den Todesser im Auge behaltend.
„Avada Kedavra!“, schrieen ihre Gedanken und der grüne Blitz traf diesen ganz unvorbereitet. Er sackte leblos zusammen.
„Keiner von euch bewegt sich auch nur einen Schritt oder ihr seid alle tot!“, zischte sie und wandte sich an Marcel. Er lag leblos auf dem Boden, seine Atmung ging schwach.
„Verschwindet! Ich komme eventuell später!“, schrie sie die Todesser an.
„Lara…“, wollte der eine Todesser anfangen.
„Hau ab Bela! Sag dem Irren, dass er sich das hätte besser überlegen sollen! Das wird ein Nachspiel haben und nehmt diese stinkende Leiche mit!“, fauchte Lara. Die Todesser verschwanden und Lara apparierte zusammen mit Marcel ins St. Mungo.
„Schnell, wir brauchen Hilfe! Er ist von einem Fluch getroffen worden!“, schrie Lara, während sie in St. Mungo stürmte.
„Eine Heiler in Raum 4!“, sagte die Medihexe via zauberhafte Verstärkung ihrer Stimme.
„Kommen Sie!“, befahl sie und stieß die Tür zum Behandlungssaal 4 auf.
„Hören Sie, er ist ein Muggel! Ich weiß nicht, aber überleben Muggel für gewöhnlich den Angriff von Cruciatusflüchen?“, fragte Lara ernst.
Die Tür flog auf und Heiler Ashim kam hinein.
„Was ist passiert?“, fragte dieser knapp, während er ihn mit seinem Zauberstab untersuchte.
„Todesser. Ich vermute der Cruciatusfluch. Hören Sie, er ist ein Muggel, ein Studienkollege von mir. Sagen Sie mir ehrlich, wird er es überleben?“, frage Lara Heiler Ashim eindringlich. Der Inder sah sie ausdruckslos an.
„Das wird sich zeigen. Wie geht es Ihnen? Sie sind auch leicht verletzt.“, sagte Heiler Ashim.
„Das ist nichts. Helfen sie ihm, retten Sie ihn, mehr will ich gar nicht!“, sagte Lara ungeduldig.
Der Blick des Heilers blieb auf Laras linken Unterarm hängen.
„Sie sind auch ein Todesser!“, sagt er scharf und seine Haltung versteifte sich.
„Nein! Ich bin kein Todesser. Ich habe dieses verdammte Mal, weil ich die Tochter von diesem Irren bin!“, sagte sie traurig. Sie hatte das Gefühl als würde eine tonnenschwere Last auf ihren Schultern liegen würde.
Heiler Ashim sah wie vom Pferd getreten an.
„Ja, Voldemort hat eine Tochter! Ich weiß, es hört sich absurd an, aber ich bin die Tochter von diesem Irren, den ich jetzt kalt machen werde!“, knurrte sie bedrohlich.
„Sie können ihn nicht töten!“, sagte der Heiler.
„Aber seine verdammten Todesser!“, zischte Lara.
„Kümmern Sie sich bitte gut um ihn. Ich komme später vorbei um nach ihm zu sehen.“, sagte Lara als sie raus ging.
„Wusstest du, das Voldemort eine Tochter hat?“, fragte der Heiler die Medihexe.
„Nein, bis eben nicht. Wir müssen uns sputen. Der Fluch war sehr stark. Er braucht Schmerztränke und Stärkungstränke.“
Lara trat vor's St. Mungo und diapparierte zu ihrem Vater.
„Bombarda!“, schrie sie und die Tür zu seiner Villa flog auf. Todesser stürzten auf sie, doch sie flogen rücklings gegen die Wand.
„Ich bring Dich um!“, schrie Lara Voldemort entgegen.
Er stand von seinem Sessel auf und sah in das wutverzerrte Gesicht seiner Tochter.
Die Todesser hatten sich aufgerappelt und standen mit erhobenen Zauberstäben um sie herum.
„Warum bist du wütend auf mich? Es ist nicht meine Schuld! Der Verantwortlich ist tot, dank deines Fluches, aber es ist nicht der Einzige der heute Abend starb!“, sagte Voldemort mit krächzender Stimme.
„Ach nein? Gut, zwei Todesser weniger, die ich töten muss!“, lachte Lara.
„Lucius Malfoy ist tot!“, schrie Voldemort und die Todesser um ihn traten einige Schritte zurück.
„Was?“, fragte Lara heiser. Sie hatte geglaubt sich verhört zu haben. Ihr Magen verkrampfte sich.
„Ja, er wurde heute Abend von Auroren getötet. Er war unterwegs mit Draco, sie sollten einen Auftrag für mich erfüllen.“, sagte Voldemort nun wieder ruhiger.
„Wo ist Draco?“
„Bei seinem Vater im Raum nebenan. Lara, du…“ Den Rest hörte sie nicht, denn sie war losgelaufen und hatte die Tür aufgestoßen und fand Draco zusammengesunken neben der Leiche seines Vaters vor.
„Oh Gott!“, stammelte sie.
Draco drehte sich zu ihr um. Sein Gesicht war feucht von seinen Tränen, seine Augen geschwollen.
„Oh nein, wie konnte das passieren?“, fragte sie vorsichtig, während sie sich zu Draco kniete.
Zu keinen der Todesser hatte sie je eine engere Beziehung als zu den Malfoy's.
Sie blickte in Dracos verweintes Gesicht und handelte reflexartig.
Behutsam legte sie ihre Arme um ihn und zog ihn an sich heran.
„Es tut mir so leid.“, sagte sie leise und strich ihm sachte über den Rücken.
Sei Kopf lehnte an ihrer Brust und sie spürte seine Tränen in ihren Ausschnitt tropfen.
Die Welt um sie herum verschwamm. Vorsichtig nahm sie sein Gesicht in ihre Hände und blickte in seine traurigen und trüben Augen. Auch ihr liefen die Tränen das Gesicht hinunter.
Lucius und Narcissa waren für sie wie Onkel und Tante.
Ihre Lippen nährten sich seinen und zusammen versanken sie in einem innigen Kuss.
„Es tut mir so Leid. Kann man das nicht rückgängig machen? Ich hab doch den Zeitumkehrer.“, flüsterte sie.
„Nein, einen Todesfluch kann niemand aufheben. Es ist kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.“, sprach Voldemort, der nun im Raum erschienen war und seine Tochter zusammen mit dem Sohn seines einst treuesten Todessers am Boden sitzen sah.
Er kniete sie neben seine Tochter.
„Es tut mir leid was mit deinem Studienkollegen passiert ist. Das hätte nicht passieren dürfen. Sie hatten den ausdrücklichen Befehl dich zu mir zu bringen aber Argus musste wohl wieder einen kleinen Aussetzer gehabt haben.“, sagte Voldemort leise.
„Einen kleinen Aussetzer? Du verlierst gerne die Tatsachen aus den Augen, oder? Er ist ein Muggel! Muggel vertragen so was nicht! Nicht mal einige Zauberer überleben einen Crutiatusfluch!“, sagte Lara ärgerlich, während sie weiterhin Draco festhielt.
„Geh, dies ist der falsche Ort darüber zu diskutieren!“, sagte sie giftig und wandte sich wieder an Draco.
„Draco, du kannst nicht den ganzen Abend hier sitzen und um deinen Vater trauern. Komm mit!“, sagte sie ruhig.
„Lass mich!“ Er wollte sie wegscheuchen.
„Draco bitte!“, ihre Stimme klang etwas flehender.
„Verschwinde!“, sagte er garstig.
Sie packte ihn an den Schultern und riss ihn hoch.
„Sieh mich an!“, befahl sie. Traurig blickte er sie an.
„Was willst du von mir?“
„Draco, ich habe auch zweimal meine Familie verloren! Meine Mutter starb bei meiner Geburt, meine Adoptivfamilie wurde von einem verrückten Ex-Todesser ermordet und meine neue Familie, wäre fast in ihrem Haus verbrannt, wenn ich nicht meinen Zeitumkehrer gehabt hätte. Ein Freund von mir liegt im Mungo und ich weiß nicht, ob er die Nacht übersteht! Ich kann auch nicht zusammenbrechen, weil ich das Gefühl habe, das ganze Welt auf meinen Schultern lastet. Wo ist der Draco Malfoy den ich kenne? Der, der hier vor mir steht ist nur ein Schatten von ihm. Draco reiß dich zusammen! Dein Vater hätte es nie geduldet das Du so reagierst!“, sagte sie wütend.
„Was weißt du schon von meinem Vater!“, sagte er wehmütig. Er riss sich von ihr los.
„Von mir aus! Dann versinke in deinem Selbstmitleid! Der Draco Malfoy, den ich kannte würde diesen Auroren gepflegt in den Arsch treten!“, sagte wie wütend und ging hinaus in den Saal wo ihr Vater saß.
„Nun zu dieser anderen Aktion von vorhin!“ Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen.
„Lara, ich sagte dir bereits, es war ein Unfall! Der Schuldige liegt hier tot vor mir! Es tut mir leid!“
„Ach es tut dir Leid! Wie kann es Dir Leid tun, wenn Du doch nicht mal weißt was Gefühle sind.“, schrie sie.
„Lara Riddle! Jetzt gehst du zu weit! Ich habe es Dir erklärt!“, schrie er zurück. Mittlerweile hatte er sich erhoben und hatte ein paar Schritte auf sie zugetan.
„Du Scheusaal! Du gefühlloses Wesen!“, zischte sie auf Parsel.
„Ich habe Mutter geliebt und ich liebe sie immer noch! Ich würde alles dafür tun, das sie wieder bei uns sein könnte! Ich habe alles getan, damit sie überlebt hätte! Aber ich bin nicht Gott!“
„Aber Du führst Dich auf wie Gott!“
Das war zuviel! Das erst mal in seinem Leben hatte er seiner Tochter eine runter gehauen.
Sie hielt sich die Stelle, wo er sie getroffen hatte.
„Das war für die Frechheit! Langsam reicht es Fräulein! Du bist zu weit gegangen! Schreib Dir eins hinter die Ohren. Wenn ich deine Mutter wieder lebendig machen könnte, ich würde alle dafür geben, sogar mein eigenes Leben. Kapier es endlich!“, zischte er auf Parsel. Lara sah ihn erschrocken an. Noch nie hatte sie ihren Vater so emotional reagieren sehen. Sie hatte ihn mit ihren Worten verletzt, sehr sogar. Auch wenn er es sich nie anmerken ließ, irgendwo in seinem Innern empfand er so was wie Liebe.
Er setzte sich wieder in seinen Sessel und zauberte sich ein Glas Wein hervor. Lara stand wie angewurzelt im Saal. Draco stand regungslos vor der aufgebahrten Leiche seines Vaters. Sie blickte zu ihrem eigenen Vater, dann ging sie zum Kamin hinüber.
Sie flohte ins St. Mungo. Sein Zustand war zwar stabiler, aber er war noch bewusstlos. Sie sollte morgen noch mal flohen, außerdem war es für einen Besuch schon zu spät.
Sie ging zu ihrem Vater hinüber.
„Was ist?“, fragte er abweisend.
„Es, ich…ich wollte mich entschuldigen, für das was ich vorhin gesagt hatte.“, sagte sie kleinlaut, sah ihm aber trotzdem in die Augen.
„Du has das Temperament deiner Mutter. Wenn Du jetzt auch noch anfängst auf Italienisch zu fluchen, könnte man meinen, sie stünde vor mir.“, sagte er liebevoll und sah sie an. Sie hatte nicht nur ihr Temperament, sondern auch ihr Aussehen, aber etwas hatte sie auch von ihm. Ihr Charakter zeigte deutlich seine Züge. Bedingungslos, unnachgiebig, schnell zornig und eine kleine Spur von Machtbesessenheit war zu erkennen.
Sie ging wortlos hinaus und apparierte zurück zu ihren Eltern.
So, das neue Kapitel.
Wie gefiel es?
Hinterlasst mir einen kleinen Review, wäre auch von eventuellen Schwarzlesern sehr lieb. *g*
Liebe Grüße
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