
von MissMalfoy_84
@MissVoldemort: Der dunkle Lord ist letzenendes auch nur ein Mensch, der irgendwann mal Vater wurde. Ein paar Gefühle hat er noch, auch wennsich die meisten jedoch in Zorn und Rache äußern. Todesser werden jetzt öfter komen, sie spielen ja schließlich eine Schlüsselrolle!
@Miss sixty: Es freut mich sehr, das Du mit dem Lesen angefangen hast! Ich verpreche dir, es wird noch spannend und auch witzig. *g*
So, und nun viel Spaß mit dem neuen Kapitel!!
Sie apparierte zurück nachhause und fand ihre Eltern mit besorgten Gesichtern in der Küche sitzend vor.
„Lara, wo warst Du?“, fragte ihr Mutter.
„Bei ihm. Es ist etwas passiert. Vorhin, in der Tanzschule. Todesser, sie sollten mich holen, weil…weil Lucius Malfoy tot ist.“, sagte sie ruhig.
„Wer ist Lucius Malfoy?“, fragte ihr Vater irritiert.
„Der Vater von Draco Malfoy.“, meinte Lara während sie sich einen Kaffee machte.
„Wer ist Draco Malfoy?“, fragte ihr Vater abermals.
„Der Freund von unserer Tochter.“, warf ihre Mutter ein.
„Er ist nicht mein Freund!“, sagte Lara giftig.
„Also, auf jeden Fall drehte der eine von ihnen durch und jagte Marcel einen Cruciatusfluch an den Hals. Was zur Folge hat, das man grauenhafte Schmerzen durchleidet. Bei einigen ist es tödlich. Ich weiß nicht, ob Nichtmagier so was vertragen, aber ich brachte ihn nach London ins St. Mungo, ein Krankenhaus für magische Verletzungen und Flüche. Er wird dort behandelt. Nun zurück zu Lucius. Er wurde getötet von Auroren bei einem Auftrag. Er weiß nicht welcher es war, aber er hat wahrscheinlich schon eine Idee. Ich werde jetzt zurück und mich um Draco kümmern! Ich habe mein Handy mit! Egal was auch passiert, seid vorsichtig wenn ihr das Haus verlasst! Ich werde einen starken Schutzzauber ums Haus legen und einen Abwehrzauber, sodass keiner im Radius von 50 Metern hier her apparieren kann. Dieser Zauber wird euch erkennen und euch innerhalb des Radius schütz! Ruft sofort an, wenn euch irgendwas komisch vorkommt! Ich werde jetzt schnell ein paar Sachen holen und dann zurück nach England.“, erklärte Lara nüchtern.
„Stopp! Kind, was heißt das alles?“, fragte ihre Mutter besorgt.
„Das heißt, dass es bald Krieg gibt in der magischen Welt. Lucius war sein treuester Gefolgsmann.“, sagte sie und es ließ nichts Gutes erahnen.
Ihre Eltern sahen sie bestürzt an.
„Fragt bitte nicht warum das alles! Ich erkläre es euch später!“ Damit wehrte sie jede weitere Diskussion ab und ging hoch in ihr Zimmer.
„Packe!“, sagte sie kurz und ein paar Sachen flogen aus dem Kleiderschrank in eine Reisetasche.
Sie selbst zog sich ein weißes Hemd und eine Jeans an und ein paar bequeme Stiefel.
Sie packte noch ein Bild von sich und ihren Eltern ein und das von sich selbst und Draco und dann ging sie mit der gepackten Tasche wieder runter.
„Macht euch keine Sorgen! Ich kann doch zaubern. Es wird alles wieder gut!“, sagte sie und versuchte zu lächeln. Ihre Mutter sprang vom Stuhl auf und umarmte sie.
„Pass auf dich auf!“, flehte sie. Lara lächelte und trat raus vor die Tür.
Sie krempelte die Ärmel von ihrem Hemd hoch. Ihr dunkles Mal war pechschwarz. Sie belegte das Haus mit den stärksten Schutzzaubern die sie kannte und dann apparierte sie zu zurück zu ihrem Vater.
Sie öffnete die Tür zu der Villa und hörte lautes Schluchzen aus dem Raum wo Lucius Leiche aufgebahrt war.
Vorsichtig blickte sie in den Raum und sah Narcissa in Tränen aufgelöst an Lucius Leichnam knien. Voldemort stand hinter ihr und versuchte sie zu beruhigen.
Verhalten ging Lara auf sie zu und kniete sich neben Narcissa.
Ihre blauen Augen waren trübe und jeglicher Glanz war aus ihnen entwichen.
Ihr Gesicht war feucht und ihre Haut wirkte grau.
„Lara, Kind…“, stammelte sie.
Behutsam legte sie ihre Arme um ihre „Tante“ und versuchte sie zu trösten.
„Es tut mir so leid.“, flüsterte sie.
Narcissa nickte stumm und weinte leise weiter.
Lara erhob sich, reichte ihr noch ein Taschentuch und ging dann mit ihrem Vater hinaus.
„Wo ist Draco?“, fragte sie leise ihren Vater.
„Oben, eure alten Schulkollegen sind bei ihm.“, sagte ihr Vater ebenfalls im Flüsterton.
Lara nickte nur und schulterte ihre Tasche, dann stieg sie die Treppe hinauf.
Von der Mitte des Flurs her war Stimmengewirr zu hören, welches durch eine verschlossene Tür gedämpft wurde.
Sie ging auf die Tür zu und öffnete diese.
Sie musste, trotz der traurigen und völlig unpassenden Situation lachen.
Pansy, Greg und Vin standen im Zimmer und Draco saß schimpfend auf dem Bett.
Er schleuderte permanent Schimpftiraden auf sie.
„Na wen haben wir denn hier?“
„Lara!“, kreischte Pansy vor Freude und lief auf sie zu. Sie umarmten sich und gaben sich gegenseitig einen Kuss auf die Wange. Sie begrüßte ebenfalls Greg und Vin und besah sich dann Draco.
„Was willst du hier?“, fauchte er.
„Tja, falls Du es vergessen haben solltest Monsieur unten ist mein Vater, so leid es mir auch tut! Und reiß dich endlich zusammen!“, fauchte sie in der gleichen Tonlage zurück.
Draco hielt kurz inne und überlegte.
„Könnt ihr mich nicht endlich in Ruhe lassen! Mein Gott noch mal! Mein Vater ist vorhin getötet worden!“, schrie er.
Lara sah zu Greg, Vin und Pansy, zuckte kurz mit der rechten Augenbraue und drehte sich zu Draco um.
Sie stürmte auf ihn zu, riss ihn am Kragen seines Hemdes vom Bett und schmiss ihn auf den Boden.
„Sag mal tickst Du noch ganz richtig?“, keifte er.
Sie kniete sich auf seine Brust und drückte sein Arme an den Boden.
„So Malfoy! Jetzt reiß Dich zusammen! Benehme dich wie ein erwachsener Mensch! Meine Güte, Du bist ein Todesser! Du hast es dir selbst ausgesucht! Jetzt musst du auch die Quittung dafür kassieren! Wer war es? Welcher Auror?“, fragte sie ruhig.
Er sah sie wütend und zornig an, besann sich aber und antwortete dann: „Es ist eine Ehre für mich dem dunklen Lord zu dienen!“
„Schön für Dich, aber wer hat deinen VATER getötet?“, fragte sie abermals in einer gefährlich ruhigen Tonlage.
„Harry James Potter!“, sagte er angewidert.
Laras Augen weiteten sich. Sie ließ seine Arme los und rutschte ein Stück auf ihm zurück, so dass er sich aufrichten konnte.
„Was? Ist unsere Goldjunge doch noch Auror geworden.“, murmelte sie. Sie war gedanklich total abwesend. Sie rutschte von Draco runter und setzte sich auf den Boden.
„Accio!“, murmelte sie und ihre Reisetasche flog zu ihr. Mechanisch holte sie ein Schachtel Zigaretten hervor, öffnete diese und steckte sich eine der Zigaretten an.
Ihre Augen starrten ins Leere, ihre Gedanken kreisten um einen Vorfall in der 6. Klasse.
Sie bekam nicht mit, wie Draco ihr einen Aschenbecher rauf beschwor.
*Flaschback*
„Riddle! Na, was macht denn dein wahnsinniger Vater und deine Todesserfreunde?“, stichelte Harry Potter, der Junge-der-lebte.
„Lass mich in Ruhe Potter!“, sagte sie abweisend und ging hinunter in den Kerker. Sie hatten jetzt zwei Stunden Zaubertränke mit Snape.
„Ganz der Vater! Genauso feige! Aber du weißt ja was im Ministerium vorgefallen ist. Der liebe Lucius sitzt in Askaban. Schade, dass er nicht tot ist, aber der Tag wird auch noch kommen! Lass Dir eins gesagt sein: Wir werden euch vernichten! Jeden einzelnen!“, zischte Harry.
„Was willst du von mir Potter? Merkst du eigentlich gar nicht wenn Du nervst?“, sagte sie garstig.
„Du kannst deinem Vater ausrichten, dass sie nur wahnsinniges Glück hatten in der Mysteriumsabteilung!
Wenn es soweit ist, werden wir jeden einzelnen Todesser töten! Und ganz oben steht Lucius Malfoy, der Papi von deinem Dracilein.“, höhnte er.
„Potter, weißt du wie egal es mir ist, was Du auch immer irgendwann tun möchtest? Töte den Irren, viel vergnügen dabei. Bestell ihm noch schöne Grüße von mir!“, sagte sie gereizt und rauschte an ihm vorbei ins Klassenzimmer,
*Flaschback ende*
„Lara? Lara, alles in Ordnung?“, hörte sie Pansy rufen. Es klang für sie wie durch einen dicken Vorhang.
Sie lag auf dem Boden, ihre Zigarette qualmte im Aschenbecher vor sich hin. Ihr Kopf lag bei Draco auf dem Schoß, der sie besorgt ansah.
„Was ist passiert?“, fragte sie verwirrt.
„Du bist umgefallen. Draco hat dich aufgefangen, sonst wärst du mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen.
„Was ist denn passiert?“, fragte Greg sie vorsichtig.
Lara blickte hoch zu Draco, dessen Augen immer noch rot und glanzlos waren.
„Potter! Dann hat er es doch wahr gemacht.“, murmelte sie leise und blickte von Pansy zu Draco.
„Was hat er wahr gemacht?“, fragte Draco.
Sie erzählte ihnen was Harry ihr im 6. Schuljahr angedroht hatte.
„Warum hast Du es mir nie gesagt?“, fragte Draco wütend.
„Konnte ich davon ausgehen, dass unser Potty doch noch Auror wird? Das hätte nie einer von uns gedacht. Außerdem, mein Vater hätten es wissen müssen! Lucius war schließlich sein Spion im Ministerium! Schieb nicht mir die Schuld zu!“, rechtfertigte sie sich.
Draco schubste sie von sich weg und ihr Kopf landete unsanft auf dem Boden.
„Gib nicht meinem Vater die Schuld! Er war der treueste Gefolgsmann den dein Vater hatte!“, knurrte er wütend zurück!
„Tue ich das? Du bist viel zu zornig und zu sehr geblendet von deiner Trauer um überhaupt einen klaren Gedanken fassen zu können!“, gab sie gelassen zurück.
Ihre Gelassenheit machte Draco nur noch wütender.
„Dein Vater hätte es wissen müssen! Warum hat er nichts unternommen?“, schrie Draco.
„Ihr seid Todesser!! Schon vergessen? Entweder ihr überlebt oder ihr sterbt. Auroren sind nun mal die Jäger schwarzer Magier! Ihr müsst doch schließlich immer damit rechnen, dass ihr getötet werdet! Ihr habt euch dieses Schicksal selbst ausgesucht! Wenn es nicht Potter gewesen wäre, hätte es irgendein anderer Auror getan!“, sagte sie kalt.
„Lara, warum bist du auf einmal so herzlos?“, fragte Pansy schockiert.
„Pan, ich muss mich hier nicht für den Tod von Lucius rechtfertigen. Ich kann doch nichts dafür. Das ist nun mal Preis den man zahlen muss, wenn man Todesser ist!“, antwortete sie ihr mit eisiger Stimme.
Lara rappelte sich vom Boden auf und sah Draco an.
„Du weiß, dass es mir Leid tut, aber gib nicht mir die Schuld für seinen sinnlosen Tod, den ich hätte eh nicht verhindern können! Ich bin nicht allmächtig!“, mit diesen Worten verließ sie das Zimmer und ging hinunter zu ihrem Vater.
Um ihn rum standen sie Todesser und warteten auf weitere Instruktionen.
Sie betrat den Versammlungssaal. Die Todesser hatten ihren Masken abgenommen. Einige beobachteten sie argwöhnisch, andere wiederum die sie kannten eher liebevoll und mitleidig. Die Absätze ihre Stiefel klackten laut bei jedem Schritt über das Parket.
„Also, es war Potter. Bastard!“, fügte sie noch leise aber wütend hinzu ehe sie sich eine Zigarette anzündete.
Ihr Vater nickte. Einige Todesser murmelten, die Gesichter von vielen verdunkelten sich zu hässlichen Grimassen.
„Was schlägst Du vor?“, fragte ihr Vater plötzlich.
Sie schreckte aus ihren Gedanken hoch.
„Ich? Du bist hier der Boss.“, antwortete sie, während sie an ihrer Kippe saugte.
„Du bist sieben Jahre mit Potter zur Schule gegangen.“
„Ich war in Slytherin. Ich hatte nie was mit ihm zu tun und darüber bin auch sehr froh. Frag Severus, der war schließlich sein Lehrer und Spitzel von Dumbeldore. Er müsste bestens bescheid wissen, was Potter so trieb und vor allem was der Orden plant.“, waren ihre Worte, die auch keine Widerrede zuließen, denn sie verschwand mit einer lässigen Bewegung aus dem Zimmer.
Am Treppenabsatz hielt sie kurz inne, schritt dann aber doch die Treppe hinauf, geradewegs auf die Tür zu, aus der sie kurz zuvor heraus gekommen war.
Sie öffnete die Tür und sah ihre vier Freunde mit nachdenklicher Mine auf dem Boden sitzen.
„Greg, sag mal, wie wär's mit boxen?“, fragte sie und versuchte es ganz belanglos klingen zu lassen.
„Sicher, warum nicht.“ antwortete er ihr und seine Mine hellte sich auf.
Pansy und Vin standen ebenfalls auf, nur Draco saß wie ein Häufchen Elend auf dem Fußboden. Lara schenkte ihm keine Beachtung, sondern nah sich ihre Tasche und ging mit ihren Freunden hinaus. Pansy wollte was sagen, doch sie winkte ab. Sie gingen hinunter in den Keller des Anwesens, direkt zu den Fitnessräumen.
Lara war angespannt, jede Faser ihres Körpers schien versteinert, genau wie ihr Gesicht. Sie zaubert ein paar Matten hervor und begann sich um zu ziehen. Ihre Hände wickelte sie mit Bandagen ein und zauberte dann ebenfalls die passende Musik zu ihrer Stimmung in den Raum.
„Los! Ich bin in der richtigen Stimmung!“, sagte sie zu Greg, der nur bekleidet mit Sporthose und Muskelshirt vor ihr stand. Seine Statur hatte sich mehr verändert. Er war muskulöser geworden und wirkte auch nicht mehr so plump und dümmlich wie zu Schulzeiten. Seine Haare waren mit Gel in Form gebracht und er schien auch frisch rasiert.
„Willst du wirklich, dass ich dir dein hübsches Gesicht verbeule? Es wäre schade drum!“, stichelte er angriffslustig.
„Versuch es!“, gab sie genauso angriffslustig zurück.
Die Musik von Fluch der Karibik ertönte und Lara holte zum ersten Schlag aus. Es war kein klassisches Boxen, sondern Kickboxen.
Greg verpasste ihre eine saftige Rechte und Lara schmiss ihn darauf auf die Matte. Mit einem galanten Sprung stand er wieder auf seinen Beinen.
„Nicht schlecht!“, sagte er anerkennend. Lara sprang auf ihn zu und drehte sich dabei. Ihr Fuß traf ihn in der Magengegend. Er taumelte etwas und griff dann an. Der Schlag traf sie im Bauch. Sie umschritten sich wie Tiger in einem erbarmungslosen Kampf. Die Musik wurde ruhiger und damit auch ihr Kampf. Sie nutzen die Pause neue Kraft zu sammeln, doch dann brauste ihr Tempo wieder auf, genau wie die Musik. Sie bekämpften sich, streckten sie gegenseitig auf die Matte, traten einander die Beine weg und fixierten wieder einander.
„Na, schon genug?“, kicherte Greg.
„Noch lange nicht!“, war Laras Antwort als sie auf ihn losstürmte.
Es war nun nicht mehr Training, sondern ein richtiger Kampf. Blut strömte aus ihren Platzwunden an Lippe und Stirn. Pansy stieß einige Male einen Schrei aus, wenn einer von ihnen eine neue Wunde bekam oder vor Schmerz aufstöhnte.
„Was ist los mit dir Lara?“, fragte Pansy erschüttert. „So in Rage hab ich dich schon lange nicht mehr gesehen!“, fügte sie hinzu.
„Hast Du das vorhin nicht gehört? Ich soll Schuld sein am Tod seines Vaters! Ich bin es aber nicht, wenn einer es ist, ist es mein Vater, Potter oder Lucius selbst. Ich kann doch nichts dafür!“, schrie sie und verpasste Greg einen Tritt.
Er sprang zurück, wirbelte herum und stand hinter ihr.
Er trat ihr die Beine weg, sodass sie auf der Matte landete, doch drehte sich im Fall noch zur Seite und sprang dann auch wieder hoch.
„Lara, es ist der Schmerz über den Verlust seines Vaters. Es ist ganz klar, das er einen schuldigen sucht!“, versuchte Pansy Draco zu verteidigen.
„Aber bitte nicht mich!“, rief Lara während sie aushole, doch Greg verfehlte.
Draco betrat den Raum und setzte sich zu Pansy auf den Boden.
„Wir haben gerade über dich geredet!“, sagte Lara giftig, während sie einem Schlag von Greg auswich. Die Stimmung war angespannt. Draco verfolgte argwöhnisch jede ihrer Bewegungen.
Er bedeutet Greg, dass er von der Matte runter sollte. Draco zog sich sein Hemd aus und trug jetzt nur noch sein Unterhemd. Er bandagierte sich ebenfalls seine Hände und trat an den Rand der Matte.
Greg sprang runter und setzte sich schwer atmend neben Pansy.
„Hey, was soll das?“, fragte Lara empört.
„Jetzt reden wir!“, sagte Draco düster.
Die Musik war ruhig und melancholisch.
„Reden?“, fragte Lara mit hochgezogener Augenbraue.
Das Stück erreichte seinen Höhepunkt, welcher eigentlich eine andere Situation erahnen lassen würde als zwei sich bekämpfende Jugendliche. Draco trat auf die Matte und stand Lara nun genau gegenüber. Er sah ihr in die Augen, die ihn herausfordernd anblitzen. Die Musik wurde schneller und ein neuer Kampf entbrannte.
Als wenn dies der letzte Kampf ihres Lebens sein würde, so bekämpften sie sich! Wie zwei rivalisierende Tiger sprangen sie aufeinander los.
All seine Wut und sein Schmerz brachen aus ihm hinaus, doch Lara hielt ihm stand. Sie schrieen sich gegenseitig an.
„Du bist Schuld an seinem Tod!“, schrie Draco und verpasste Lara eine Linke.
Sie taumelte, doch fing sich wieder.
„Ich? Ich kann nichts dafür! Such dir einen anderen Sündenbock!“, schrie sie zurück.
Er wurde noch zorniger. Seine Gedanken glitten plötzlich zurück an die Nächte die sie in der letzten Zeit miteinander verbracht hatten.
„Hat es dir überhaupt etwas bedeutet?“, fragte er plötzlich.
Lara war wie vom Pferd getreten, denn sie wusste nicht was er meinte.
„Was meinst Du?“
„Das weißt Du ganz genau!“
„Jahhh…sag das doch gleich. Bedeutet? Wieso willst du das wissen? Ich dachte es wäre dir klar gewesen.“
„Nein, das ist es mir nicht!“
„Warum sollte es mir etwas bedeuten? Wieso sollte ich dir gegenüber Gefühle zulassen? Ich will nicht genauso unglücklich enden wie deine arme Mutter!“
Das Blatt hatte sich gewendet. Die Sache wurde persönlicher. Pansy, Greg und Vin sahen sich ratlos an.
Draco wurde nur noch wütender und sprang laut schreiend auf Lara zu.
„Du bist so herzlos!“
„Ich bin seine Tochter! Was hast Du erwartet?“
Er trat ihr die Beine weg und stürzte sich auf sie. Lara rollte sich bei Seite.
„Gefühlloses Wesen!“, schrie er.
„Todesser!“, brüllte sie zurück.
Ihr Geschrei übertönte mittlerweile die Musik. Auch wenn sie die Schritte nicht hören konnten, so vernahmen sie dann doch die Anwesenheit von mehreren Personen im Raum. Ihr Vater, Narcissa, Snape, Crouch und Bela erschienen im Saal.
„Was ist hier los?“, schrie ihr Vater.
„Halt Dich da raus! Das ist eine Sache zwischen Draco und mir!“, sagte sie bestimmend.
Die Musik war zackig und impulsiv.
„Hast Du mich jemals geliebt?“, fragte er zornig.
„Wieso kannst Du die Vergangenheit nicht ruhen lassen?“, fragte sie fast mitleidig.
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