
von MissMalfoy_84
@ MissVoldemort: Es freut mich sehr, das Dir das Kapitel so gut gefallen hat. Nun wirds ein wenig trauriger.
@Zicke: Damit Du dich dann aufs übernächste freuen kannst! *gg*
So meine lieben Leserinnen, hier ncoh ein Kapitel, bevor ich in den Urlaub fahre! Ich wünsche euh viel Spaß damit! Lasst mir ein paar liebe Kommis da!
Liebe Grüße eure Miss Malfoy
Er sah sie zornig an. Ihr Vater sah nur verwirrt drein.
„Lara! Sag es mir!“, forderte er sie auf.
„Also gut. Ich habe bis zu dem Tag, als ich erfuhr, dass du ein Todesser bist Gefühle dir gegenüber zugelassen. Danach warst Du für mich gestorben!“ Ihre Worte hallten nach wie das Echo in den Bergen und raubten Draco den letzten Nerv.
„Dann hat Dir das Alles nichts bedeutet?“, schrie er wütend hinaus.
„Nein!“, sagte sie kalt. In dem Moment verlor Draco letztendlich die Fassung und sprang auf sie zu!
Ihr Fuß platzierte sich in seinem Magen und ließ ihn zurück fliegen. Blut quoll aus seinem Mund hervor. Sie sah ihn noch mal kalt an und nahm sich dann ein Handtuch und ging rüber zu Pansy. Narcissa war zu ihrem Sohn gestürmt, genau wie Snape, der seine Verletzungen heilte. Ihr Vater wollte sich ihre ansehen, doch sie wehrte ab und ging hinaus, hoch in eines der Zimmer, welches ihres war. Pansy folgte ihr, genau wie Greg und Vin.
„Lara, würdest Du uns das bitte erklären!“, forderte Pansy sie mit ihrer kreischigen Stimme auf.
„Nicht mehr heute. Lasst mich bitte allein. Den Flur runter findet ihr eure Zimmer.“, sagte sie matt und ging ins Bad.
Pansy verzog das Gesicht zu einer schmollenden Schnute, wie sie es gut konnte und ging dann mit Vin und Greg hinaus.
Lara ging ins Bad und betrachtete sich im Spiegel. Sie hörte die Tür ins Schloss fallen, die sich kurz darauf aber wieder öffnete.
„Tom, lass mich alleine. Ich habe keine Lust auf hochtrabende, psychoanalytische Gespräche. Ich will einfach nur meine Ruhe!“, sagte sie müde und begann sich aus zu ziehen.
„Lara, ich bin den Vater. Es geht mich wohl etwas an, was hier eben passiert ist.“, sagte er noch ruhig und betrat das Bad.
Seine Tochter war unter die Dusche gestiegen und hatte das Wasser angedreht, welches sich kurz darauf rot färbte.
„Also, ich will wissen was das sollte. Hattest du ein Verhältnis mit Draco?“, fragte er frei raus.
„Nenn es wie du es willst.“, war ihre Antwort.
Er überlegte kurz.
„Also ein Affäre ohne jegliche Gefühle?“, fragte er weiter.
„Ja!“, war ihre kurze Antwort.
„Bist Du dir da sicher?“, fragte er abwartend.
Lara stand unter dem Wasserstrahl und dachte unwillkürlich an die letzten Tage zurück, in denen sie sich sehr nahe gekommen waren. War es wirklich nur eine Affäre ohne Gefühle oder war es doch mehr und sie wollte es sich nur nicht eingestehen?
Sie antwortete ihm nicht.
Tom stand angelehnt an den Waschtisch und nickte grinsend, dann verließ er wortlos das Bad.
Sie schäumte sich ihre Haare eine und brauchte noch weitere fünf Minuten bis sie fertig war. Ihre Verletzungen behandelte sie mit einer Salbe, die die sofortige Heilung veranlassten. Sie zog sich ihre Samthose an und ein lockeres Top und ging hinaus in den Garten. Sie machte es sich in einem der Rattansessel bequem und entzündete eine der Zigaretten. Es war mittlerweile dunkel und der Mond stand am Himmel und sah auf sie runter.
Sie verweilte eine Zeit bis jemand die Terrasse betrat.
„Ich dachte, du könntest Hunger haben.“, sagte eine Männerstimme.
„Mh, was? Oh danke Barthy.“, sagte sie geistesabwesend.
Barthy stellte ihr einen Teller mit Pasta Napoli auf den Tisch und reichte ihr ein Glas trockenen Rotwein.
„Fang bitte nicht mit dem Thema von vorhin an.“, sagte sie gebieterisch und erstickte damit jeden Keim dieses Gespräches.
Barthy stand auf und ging wieder zurück ins Haus.
„Danke fürs Essen!“, rief sie ihm noch hinterher.
Ihre Gedanken schweiften wieder ab zu dem eben Geschehenen. Hatte sie sich und Draco belogen als sie mit nein antwortete? Warum tat sie dies? Sie nippte an ihrem Rotwein.
Hatte sie Angst, er könnte sie verletzen oder hatte sie Angst davor ihn zu verlieren? War es wirklich ihre Absicht gewesen ihn so sehr zu verletzen? Die körperlichen Wunden sind heilbar, doch was ist mit den seelischen? Sie hatte ihn sehr verletzt.
Draco stand im Dunkel der Terrassentür und beobachtete Lara.
War sie wirklich so stark, wie sie immer vorgab?
Sicherlich, sie ist seine Tochter, doch sie ist ein Mensch und Menschen empfinden Gefühle. Keiner kann diese abstellen oder für immer ignorieren.
Er fragte sich, was sie wirklich wollte und ob sie es vorhin ernst meinte. Die Leidenschaft mit der sie sich bekämpft hatten war schon fast erschreckend. War dort wirklich nichts?
Sein Blick ruhte auf ihr und er wünschte sich, ihr in den Kopf schauen zu können.
Er trat aus dem Dunkel hervor und betrat die Terrasse. Lara wandte sich zu ihm um und blickte ihn ausdruckslos an.
Die Zigarette zwischen ihren Fingern war schon herunter gebrannt. Sie warf den Kippen achtlos auf den Rasen.
„Wie geht's Dir? Ich hoffe ich hab keine inneren Organe verletzt.“, sagte sie beiläufig und trank einen Schluck Wein.
„Nein, Severus hat es geheilt.“, antwortete er. Der Abstand zwischen ihnen wurde immer größer und die Stille immer erdrückender.
Lara stand auf und nahm sich ihr Weinglas.
„Gute Nacht!“, sagte sie, als sie an ihm vorbei ging und lächelte leicht schief.
Sie ging die Treppen hoch in ihr Zimmer und stellte das Glas auf ihren Nachttisch.
Sie belegte das Zimmer mit einem Schallschutzzauber und schrie sich ihren Schmerz aus dem Leib.
Sie hatte versucht es sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr der Tod von Lucius sie belastete. Er war so was wie ein Onkel für sie, der stets um ihr Wohlergehen und ihren Schutz bedacht war.
Auch wenn sie nach außen keine Emotionen zuließ, so musste sie in den letzten Stunden doch sehr aufpassen, dass ihre Fassade nicht bröckelte. Die perfekte Maske der emotionslosen Diva bröckelte. Auch wenn sie sich bemühte ihren Schmerz und ihre Wut zu verstecken, so brach er jetzt aus ihr raus. Sie sackte weinend auf die Knie und fragte sich immer wieder warum es gerade Lucius treffen musste.
Draco stand im Flur vor ihrer Zimmertür und versuchte einen Laut zu erhaschen.
Kein Ton drang nach draußen, keiner ihrer schmerzerfüllten Schreie und Schluchzer war zu hören. Er nahm an, dass sie ihr Zimmer verzaubert hatte und ging zwei Türen weiter in sein Zimmer.
Na einer halben Stunde der Schmerzhingabe fing sich ihr Verstand wieder. Sie musste hier raus, doch dann klopfte es an der Tür.
Sie wischte sich schnell ihr Gesicht trocken und ging zur Tür.
„Was ist?“, fragte sie unwirsch.
„Lucius, er…wir…er wird in einer Stunde beigesetzt. Ziehst Du dich bitte um für die Zeremonie?“, fraget Bela und die Traurigkeit war aus ihrer Stimme zu hören.
Lara nickte nur. Bela sah ihr kurz ins Gesicht und erkannte dann, dass die Tochter des Lord sich ihren Gefühlen hingegeben hatte. Lara schloss die Tür und ging ins Bad. Sie kämmte sich ihre Haare und trocknete diese nun endgültig. Dann ging sie zurück in ihr Zimmer und trank einen Schluck Wein. Sie setzte sich auf ihre Fensterbank und erkannte, wie Todesser im Garten einen Scheiterhaufen errichteten. Sie stand auf und öffnete die Türen ihres Kleiderschrankes.
Sie verzog skeptisch das Gesicht und wunderte sich woher die Kleider im Schrank kamen. Sie nahm ein paar heraus. Die meisten waren schwarz oder dunkelgrün. Letzten Endes entschied sie sich für ein schwarzes Samtkleid mit schwarzer Spitze, das sehr auf Figur geschnitten war und eine kleine Schleppe hatte. Sie hielt es an sich ran und trat vor den Spiegel. Sie zog sich um und schminkte sich dezent. Sie ging barfuss vor die Tür und die Treppe hinunter. Leise betrat sie den Garten und ging zu einem der unzähligen der Rosensträucher die in voller Blüte standen. Sie schnitt eine blutrote Rose ab und sah zum Scheiterhaufen, der nun fertig gestapelt war. Narcissa saß regungslos in einem der Sessel und blickt zu der Leiche ihres Mannes, der gerade auf den Scheiterhaufen schwebte. Man hatte ihm seine Todesserkluft ausgezogen. Er lag in Umhang und Anzug gekleidet auf dem Holz, die Augen waren geschlossen. Das weißblonde Haar glänzte im Mondlicht. Lara setzte sich neben Narcissa und ergriff ihre Hand.
Sie verweilte so einige Zeit, bis Draco zusammen mit Voldemort, gefolgt von den anderen Todessern und ihren Freunden in den Garten kam. Voldemort trug Lucius Todesserkleidung und legte sie zu seinen Füßen auf den Scheiterhaufen. Draco ging zu seiner Mutter und nahm ihre Hand. Lara nickte und stand auf. Sie ging zu ihrem Vater und stellte sich wortlos neben ihn. Bela nahm Narcissa's andere Hand und zusammen mit Draco führten sie sie zum Ort der Bestattung.
Voldemort trug ein schwarzes Gewand und sein Gesicht war versteinert.
Er stand regungslos neben seiner Tochter und sah Narcissa an, die in Tränen aufgelöst war.
Sie versammelten sich alle um Voldemort und dieser erhob seinen Zauberstab.
Er hielt es für angebrachter nichts zu sagen, sondern einfach nur Narcissa in ruhe trauern zu lassen. Flammen schossen aus seinem Zauberstab und entzündeten das Holz. Es loderte hell auf und das Feuer fraß sich durch das trockene Brennmaterial.
Voldemort stellte sich etwas abseits, sodass Lara allein stand. In ihren Augen spiegelte sich das Feuer, welches gerade Lucius Leiche umschlang. Die Flammen loderten hell auf. Sie hielt ihre Rose vor sich fest umklammert und merkte gar nicht wie sich die Dornen in ihre Handflächen bohrten. Narcissa war auf die Knie gefallen und weinte hemmungslos.
Lara blickte zur Draco der neben seiner Mutter kniete. Sie sahen sich einander an. Über ihre Gesichter rannen die Tränen ihres Schmerzes und ihrer Trauer. Sie ging dichter an den Scheiterhaufen heran.
„Mit Feuer begonnen, mit Feuer geendet.“, mit diesen Worten warf sie die Rose auf den brennenden Scheiterhaufen.
Das Feuer färbte sich grün und dann blau. Weißer Nebel wabberte durch den Garten, der Wind brauste auf und wehte die warme Sommerluft, erfüllt von dem Geruch verbrannten Fleisches fort. Der Nebel färbte sich dunkelrot bis violett und umfloss Narcissa und Draco, dann umhüllte er Lara, bis er vom Wind davon getragen wurde.
„Leb wohl Lucius! Wir sehen uns wieder!“, sagte Lara leise.
Draco und Narcissa sahen sie an. Lara nickte leicht und lächelte.
Sie ging zu ihnen rüber und kniete sich vor Narcissa.
„Er ist frei und an einem besseren Ort. Er wartet auf dich für immer.“, sagte sie leise, während Narcissa ihre Hände ergriff.
Das Feuer brannte noch einige Zeit. Viele der Anwesenden gingen ins Haus zurück, genau wie Voldemort und Narcissa. Lara setzte sich ins Gras und betrachtete das Feuer, welches nur noch ein wenig glimmte.
Draco saß neben ihr, beide sagten kein Wort.
Als das Feuer erlosch schlief Draco, doch Lara war immer noch wach.
Draco lag im Gras und schlief, als Lara ihn vorsichtig weckte. Er blinzelte sie verschlafen an.
„Willst Du mitkommen?“, fragte sie ihn leise.
„Wohin?“, fragte er verschlafen.
„Nach Indien, die Asche deines Vaters in den Ganges streuen, damit er übergehen kann in das ewige Sein.“, sagte sie leise.
Er sah sie ungläubig an, nickte dann aber doch und stand auf. Er klopfte sich die Hose und das Hemd ab. Lara hatte die Asche von Lucius in eine kunstvoll verzierte goldene Urne getan, die nun auf dem Rasen stand. Lara nahm sie vom Boden auf und apparierte zusammen mit Draco nach Indien.
Sie tauchten direkt am Ganges auf. In Indien war es gerade Mittag. Viele Menschen waren um sie herum, die sie merkwürdig ansahen. Sie gingen ein Stück nebeneinander her, wo nicht ganz so viele Menschen waren und traten an Wasser heran. Lara sah Draco an.
„Zieh deine Schuhe aus und folge mir.“, sagte sie leise. Die Inder um sie herum blickten sie misstrauisch an, erkannten dann aber ihre Absicht und knieten nieder. Um sie herum war es nun still, nur das Rauschen des Ganges, dem heiligen Fluss war zu hören. Lara wartete ins Wasser hinaus, die Urne mit Lucius Asche zum Himmel empor gehoben. Draco stand skeptisch am Ufer. Lara sah zu ihm und hielt ihm ihre Hand entgegen.
„Komm mit mir!“, forderte sie ihn auf und lächelte. Zögerlich ergriff er ihre Hand und ging ins Wasser und stand nun neben ihr.
Lara murmelte etwas und kniete sich nieder. Ihr Kleid war nun endgütig mit Wasser voll gesogen. Sie hatte die Augen geschlossen und murmelte unentwegt für Draco unverständliche Worte. Er drehte sich um zu den Indern, die nun alle knieten und eine Orchidee in der Hand hielten. Lara erhob sich und mit ihr auch die Inder, die Urne immer noch zum Himmel empor gehoben. Die Menschen hinter ihnen traten nun an das Ufer des heiligen Flusses. Lara reichte Draco das goldene Gefäß und wartete mit ihm bis zur Hüfte ins Wasser hinaus. Vorsichtig öffnete er sie und erkannte die armseligen Überreste seines einst so stolzen Vaters. Er blickte Lara an, die ihn anlächelte.
„Erweise Du ihm die Ehre in den ewigen Kreislauf des Seins über zu gehen.“, sagte sie leise und wahrtete ans Ufer zurück. Sie nahm eine Orchidee, die ihr gereicht wurde und kniete am Strand nieder.
Draco hielt die Urne empor und sagte leise: „Wir sehen uns wieder Vater!“ und streute die Asche in den Wind, die sie fort trug. Lara trat mit den Indern ins Wasser und legte die Orchidee auf das Wasser des heiligen Flusses.
Sie sprachen Worte in Sanskrit. Ein Gruß an die Götter und die Bitte Lucius Seele im ewigen Reich auf zu nehmen, bedeuteten die Worte. Draco schritt bedächtig ans Ufer zurück. Lara bedankte sich bei den Einheimischen und reichte Draco die Hand.
„Er ist jetzt frei. Seine Seele wartete auf euch.“, sagte sie leise und lächelt ihn an.
„Danke.“, sagte Draco leise und versuchte zu lächeln.
Sie disapparierten zurück nach England, wo es nun mitten in der Nacht war. Sie setzten sich in die Rattansessel und rauchten eine zusammen.
„Was bedeutete eben diese Zeremonie?“, fragte Draco leise.
„Es war der indische Begräbnisritus. Wir glauben, dass die Seele eines Verstorbenen durch den heiligen Fluss, den Ganges in das ewige Sein übergeht und die Möglichkeit hat wiedergeboren zu werden. Deshalb verehren die Hindus auch die Kuh, sie ist das heilige Tier, aber wenn Du genau bist, verehren sie jedes Lebewesen, denn es könnte ein Verwandter von dir sein.“, erklärte Lara.
„Du meinst, sie glauben an die Reinkarnation der Seele?“, fragte er ungläubig.
„Ja. Die Seele eines Verstorbenen kann in jedem Lebewesen wiedergeboren werden, auch die Seele deines Vaters.“
Draco nickte verstehend und blickte zum Mond.
„Was befragst Du Frau Luna?“, fragte Lara lächelnd.
„Nichts, ich wundere mich nur immer über Stetigkeit, mit der sie uns nur eine Seite ihres Abbildes zeigt. Nichts kann sie erschüttern, doch uns wirft so vieles aus der Bahn.“, sagte er traurig und zog an seiner Zigarette.
„Der Mensch empfindet die unterschiedlichsten Gefühle. Dazu gehören leider Gottes auch Trauer und Schmerz.“
„Und das Gefühl belogen und betrogen worden zu sein!“, fügte er viel sagend hinzu.
Lara sah ihn an wollte etwas sagen, doch Draco war aufgestanden und ins Haus gegangen. Lara seufzte und ließ den Kopf sinken.
Draco stieg gerade die Treppe zu seinem Zimmer hoch, als Lara hinter ihm her lief.
Sie stand vor ihm und sah ihn an. Er schüttelte aber mit dem Kopf und ging an ihr vorbei.
Lara stand noch auf der Treppe sah ihm zu, wie er in sein Zimmer ging.
Sie betrat auch kurze Zeit später ihres und legte ihr nasses Kleid ab und zog sich eine Jeans an. Sie zog sich ein T-Shirt und darüber einen Pulli an. Ihr Haare kämmte sie noch mal und fasste sie zu einem Pferdeschwanz zusammen.
„Nox!“ und es wurde dunkel in ihrem Zimmer.
Vorsichtig öffnete sie die Tür und schaute verhalten nach rechte und nach links. Es war stockdunkel im Haus, nur alle paar Meter flackerten Fackeln an der Wand und tauchten das Haus in eine schaurige Atmosphäre.
Sie schlich die Treppe hinunter in die große Halle und ging leise hinaus in den Garten.
Zielsicher schlug sie den Weg zum hinteren Ende des Gartens ein. Ihre Erinnerungen hatten sie doch nicht getäuscht, ihr Vater hatte immer noch die Pferde.
Sie öffnete leise die Tür zum Stall.
„Alofan!“, flüsterte sie und hörte von der Mitte her ein Wiehern.
Sie ging zur Box in der der Rabbe stand. Es war kein gewöhnliches Pferd, sondern ein schwarzes Einhorn.
„Hallo mein Hübscher!“, sagte sie leise und öffnete die Tür zur Box.
Das Einhorn drehte seine Ohren und hob den Kopf und nickte.
„Lang ist's her.“, liebevol streichelte sie seinen Hals.
„Du hast sicherlich mitbekommen, was heute Abend passiert ist.“
Das Einhorn nickte abermals.
„Wie wäre es mit einem kleinen Ausritt, während wir beide reden?“, fragte sie leise und streichelte weiterhin den Hals des Einhorns.
Sie legte ihm eine magische Zügel um und stieg dann auf. Sie brauchte keinen Sattel um auf dem Einhorn zu reiten. Er würde sie niemals abwerfen. Seit dem sie ihren Vater das erste Mal gesehen hatte, kannte sie auch Alofan. Eigentlich besuchte sie ihren Vater nur um bei ihm zu sein, denn Alofan war so was wie ein Bruder für sie.
Leise verließen sie den Stall und dann ging es im vollen Galopp über die Hecke. Sie ritten an der Steilküste entlang, das Meer schäumte unter ihnen.
Lara fühlte sich frei wie schon lange nicht mehr. Sie ließ die Zügel los und breitete ihre Arme aus.
„Ich fliege…“, murmelte sie und verlor jedes Gefühl für Zeit und Raum.
Frau Luna stand groß am Himmel um sie rum die Sterne die funkelten.
Ihre Gedanken verwirbelten und sie vergaß für einen kurzen Moment die Bestattung von Lucius und ihre eigenen sehr aufgewühlten Gefühle.
In Gedanken sprach sie mit Alofan, während sie durch die Nacht jagten.
Die Sonne ging schon am Horizont auf, als sie an einem der vielen Abhänge saßen. Lara hatte sich an Alofan gelehnt, der hinter ihr saß.
„Ich weiß, es war nicht richtig von mir was ich getan habe, aber ich darf ihn nicht lieben.“, sagte sie leise und sah aufs Meer hinaus.
„Du kannst nichts gegen deine Gefühle machen. Du musst dir klar werden, für wen dein Herz schlägt.“, sagte Alofan.
„Das ist es ja. Wenn ich meine Gefühle gegenüber Draco zulasse, dann ende ich irgendwann so wie seine Mutter. Wenn ich aber meine Gefühle gegenüber Marcel zulasse bringe ich ihn in Gefahr! Er könnte als Druckmittel gegen mich eingesetzt werden, falls es zu diesem Krieg kommt. Ich will nicht das ihm was passiert! Es ist schon schlimm genug, das er einen Cruciatus Fluch abbekommen hat!“, erwiderte sie.
„Lasse ein wenig Zeit ins Land ziehen und denke dann noch mal über meine Worte nach.“, sagte Alofan.
„Du hast Recht. Wir sollten jetzt auch zurück. Du bist sicherlich müde, ich bin es auch, aber bevor ich ins Bett gehe muss ich noch im St. Mungo nachfragen, wie sein Zustand ist. Lass uns los, bevor es nur wieder Ärger gibt!“, sagte sie leicht mürrisch und schwang sich auf Alofan.
„Wo ist Lara??? Hat jemand sie gesehen?? In ihrem Bett ist sie nicht!“, sagte Bela abgehetzt.
Voldemort saß in seinem Sessel am Kamin und sah sehr verärgert aus.
„Sucht sie!“, befahl er.
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