
von Mina84
Zweiter Streich
Als der gute Argus Filch
Sitzt bei einer Tasse Milch,
Verfeinert mit nem kleinen Schluck
Aus der Flasche mit dem Druck:
"Feuerwhiskey - 30 Jahre",
Sieht er auf die kleine Bahre.
Mrs Norris` mattes Fell,
In jungen Jahren glÀnzend hell,
Ist von Blutsspritzern durchsetzt,
Ihr ganzer Schwanz vom Hund zerfetzt.
Traurig nun der Meister steht,
Vor dem Tiere und er fleht
um Rache an dem Lumpenpack,
Doch bleibt ein fader Nachgeschmack.
Auf dem Weg zur letzten Ruh`
seh`n, dem Mann, die Bengel zu,
Wie er das Tier hinuntertrÀgt,
Das er von klein an hat gepflegt.
Langsam lÀsst er es hinab
In das dunkle, kalte Grab.
Fred und George W. sind gespannt,
Ob ihn die Trauer ĂŒbermannt.
Sie wollen ihm den Rest noch geben,
Nein, nicht trachten nach dem Leben,
Aber sich am Kummer laben
Und das tote Tier ausgraben.
Kaum ist Argus wieder weg,
Springen sie aus dem Versteck,
Graben flink die Katze aus
Und laufen schnell zurĂŒck ins Haus.
Im GemÀuer angekommen,
Wird die groĂe Trepp` erklommen,
Schleichen leise um die Ecken,
Niemand darf sie jetzt entdecken.
SchlĂŒpfen in die Besenkammer,
Nehmen einen schweren Hammer
Ein paar NĂ€gel noch dazu -
Wozu diese? Was glaubst du?
Als die Nacht hereingebrochen
Kommen sie herausgekrochen,
mit der Katze gut versteckt -
Was haben sie wohl ausgeheckt?
Nageln - eins, zwei, drei - das Tier
An Argus Filches ZimmertĂŒr.
Aufgeweckt vom LĂ€rm der Beiden
MuĂ Argus einen Schock erleiden
Fest verbunden mit dem Holz,
HĂ€ngt an der TĂŒr sein ganzer Stolz.
Ein Schrei verlÀsst die rauhe Kehle,
Oh, das schmerzt in seiner Seele.
MuĂ nun eine Zange holen
Um die NĂ€gel aus den Bohlen
Und der Katze zu entfernen.
Dann im Scheine der Laternen
Bringt er Mrs Norris fort
An einen geheimen Ort,
Von wo, so hofft er, keine Seele
wieder seine Katze stehle.
Dieses war der zweite Streich,
Doch der dritte folgt sogleich.
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