
von Nerventod
huhu,
ähm, ja ich weiß, es ist nicht wirklich februar, aber ich musste noch eine kleine hausarbeit für mein examen schreiben und das hat mich voll und ganz in anspruch genommen… also bitte, nehmt die tomaten wieder runter *hundeaugen macht*
wie ihr seht, geht es aber nun endlich weiter, auch wenn mir irgendwie meine muse ein wenig abhanden gekommen ist, also wenn ihr sie seht, schickt sie bitte zu mir…
ich danke allen, die mir viel glück für meine prüfungen gewünscht haben und hoffe, dass das auch gewirkt hat…
lg nerventod
p.s. und nein, ich erwähne jetzt nicht, dass ich gut zwei wochen immer wieder an diesem chap geschrieben habe, und das, obwohl es nur dazu dienen soll, die ereignisse des letzten chaps klarer werden zu lassen *pfeif*
Narzissa war nervös. Sie wusste, das der Plan, den sie gefasst hatten zwar gut war, aber doch zu viele Möglichkeiten offenließ, die schief gehen konnten. Ungeduldig hatte sie mit Severus, Remus, Draco und den beiden Weasleys darauf gewartet, dass der Dunkle Lord seine Anhänger zu der Versammlung zusammenrufen würde. Für Severus würde es schwer werden, sie alle mit sich zu nehmen und daher hatten sie sich dazu entschieden, dass der Tränkemeister sie in zwei Staffeln zu dem Treffpunkt bringen würde.
Sie, Draco und Remus würden die ersten sein, die Severus mitnehmen würde. Sie mussten höllisch aufpassen, dass sie niemand erkennt und sie mussten sich zusammenreißen, um nicht die Nerven zu verlieren. Lucius und Harry waren jetzt schon eine ganze Weile in den Händen der Todesser und keiner von ihnen konnte wissen, wie es ihnen jetzt ging. Allen war von vornherein klar gewesen, dass man mit ihnen keineswegs sanft umgehen würde, doch sie wussten ebenfalls, dass Voldemort es sich nicht nehmen lassen würde, die beiden vor den Augen seiner Anhänger zu richten.
Eine gespenstige Stille hatte sich ausgebreitet, als sie im Salon von Snape-Manor darauf warteten, dass Severus endlich gerufen wurde. Keiner sagte etwas und immer wieder schauten alle zu dem Tränkemeister, um auch ja nicht den Augenblick zu verpassen, wenn er gerufen wurde, doch dessen Miene blieb ausdruckslos. Es war schwer gewesen, Lucius und Harry einfach gehen zu lassen. Narzissa wusste nicht, ob sie noch länger hier sitzen und darauf warten konnte, dass es los ging. Ein Blick zu Draco verriet ihr, dass es ihm ebenso ging. Sie konnte die Sorge auf dem Gesicht ihres Sohnes erkennen, auch wenn er versuchte, es sich vor den Weasleys nicht ansehen zu lassen. Aber sie sah es ganz genau, sie war immerhin seine Mutter. Sie sah seine Anspannung, die sich in seiner ganzen Haltung zeigte, sah es, an dem angespannten Kiefer, während er die Zähne fest aufeinander biss.
Ihr Blick fiel auf Remus. Der Werwolf war blasser als sonst und wirkte nervös, aber wer konnte ihm das verdenken. Narzissa konnte nicht umhin, an den Verrat des Mannes zu denken. Sie hoffte inständig, dass sie ihm vertrauen konnten, ansonsten würde sie nicht eher ruhen, bis sie ihn zur Strecke gebracht hatte. Das Leben ihres Mannes und das von Harry hingen davon ab, dass wirklich auf alle verlass war und sollte er ihre Leben in Gefahr bringen, würde niemand sie zurückhalten können. Severus` Gesicht zeigte keine Regung. Er würde heute Abend einen der wichtigsten Parts spielen. Es war wichtig gewesen, dass er als derjenige galt, der Lucius und Harry hatte gefangen nehmen können. Es würde ihm heute Abend hoffentlich einen Platz neben dem Dunklen Lord einbringen. Er musste einfach in dessen Nähe sein, sonst wäre der ganze Plan in Gefahr und sie müssten improvisieren.
Die beiden Weasleys fühlten sich sichtlich unwohl unter ihnen. Sie hatten auf einem der kleinen Couches Platz genommen und sagten kein Wort. Beide beobachteten die Anwesenden, wobei der Blick des Rotschopfs immer wieder zwischen Draco und Severus hin und her ging. Narzissa hatte sich nicht die Mühe gemacht, ihnen irgendetwas anzubieten. Sie mochte die beiden nicht und hatte daher auch nicht vor, so zu tun, als ob das anders wäre. Sie verstand, warum Harry ausgerechnet diese beiden dabei haben wollte, dennoch fand sie diese Entscheidung nicht gut.
Es war Draco, der schließlich die Spannung nicht mehr auszuhalten schien. Narzissa beobachtete, wie er aufstand und begann, ruhelos im Zimmer auf- und abzugehen. Sie beobachtete ihn stumm und ließ ihn in Ruhe, sicher, dass er vor den Weasleys keine weitere Schwäche zeigen wollte, auch wenn er jetzt eine Umarmung von ihr sicher genossen hätte. Dennoch stand ihm seine Sorge nun deutlich ins Gesicht geschrieben.
Weitere endlose Minuten vergingen, ehe sie plötzlich hörte, wie Severus scharf die Luft einzog. Das konnte nur eins bedeuten und beinahe sofort erhoben sich nun alle anwesenden. Sie setzten die Kapuzen ihrer Kutten auf und zogen sie tief ins Gesicht. Viele der Todesser wagten es nicht, den Dunklen Lord anzusehen, solange der sie nicht direkt ansprach, so dass es nicht auffallen würde, wenn man ihre Gesichter nicht sehen konnte. Ohne weiteres Zögern ging die Gruppe nach draußen.
Nachdem sie den Apparierschutz hinter sich gelassen hatten, stellten sich Draco, Narzissa und Remus zu Severus, während die beiden Weasleys in kurzer Entfernung stehen blieben. Narzissa konnte sehen, wie Severus dem Werwolf noch einmal einen kurzen Blick zuwarf, ehe er die erste Gruppe zum Treffpunkt der Todesser apparierte.
Severus hatte sie extra ein wenig weiter entfernt abgesetzt, als er selbst appariert wäre. Auf diese Art konnten sie vermeiden, dass irgendjemand ihre Ankunft beobachten konnte, allerdings musste sie sich aus diesem Grund auch höllisch beeilen, um rechtzeitig bei dem Treffen zu erscheinen und das hieß, dass sie vor dem Dunklen Lord ankommen mussten. Die Augen des Tränkemeisters suchten kurz die Umgebung ab, ehe er erneut apparierte, um die anderen beiden zu holen. Narzissa musste sich anstrengen mit den beiden Männern an ihrer Seite mitzuhalten, als die beiden verbissen und schnellen Schrittes zu der Stelle gingen, an der sich in kurzer Zeit entscheiden würde, ob ihr Plan funktionierte, oder nicht. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Die Ungewissheit und die Angst um ihren Mann und den Mann, den ihr Sohn liebte, ließen ihren Magen rebellieren, doch sie versuchte sich zur Ruhe zu zwingen. Sie musste jetzt einen klaren Kopf behalten.
Als sie an der Stelle ankamen, die als Versammlungsort diente, teilten sie sich wortlos auf und stellten sich an verschiedene Stellen unter den anderen Todessern. Unauffällig schoben sie sich durch die Massen und nahmen ihre Positionen in der vordersten Reihe ein. Narzissa hielt den Kopf gesenkt. Wenn sie jetzt entdeckt würden, wäre alles aus. Sie hoffte, dass auch Severus inzwischen mit den beiden Weasleys eingetroffen war und sie ihre Positionen eingenommen hatten. Noch einmal atmete sie tief durch und öffnete ihren Geist vollkommen nach außen um die verschiedenen Emotionen wahrzunehmen, ohne gleichzeitig anderen zu ermöglichen, sie zu lesen. Sie spürte den Stolz einiger Todesser, darüber hier zu sein. Andere wollten gar nicht hier sein. Sie konnte deren wiederstrebende Gedanken spüren, doch sie wischte sie beiseite. Wiederum andere fürchteten sich. Narzissa wusste, dass ein großer Teil der Todesser durch ihre Familien gezwungen worden war, sich dem Dunklen Lord anzuschließen. Auch Draco wäre sicherlich einer von ihnen geworden, wären sie damals nicht geflohen.
Die Gefühle drohten sie zu erdrücken, als sie auch Schmerz spürte. Sie wusste sofort, von wem diese Schmerzen kamen und nur mühsam gelang es ihr, ihre Fassung zu bewahren. Tief sog sie die Luft ein und atmete ruhig wieder aus, um sich zu beruhigen. Es war beinahe eine Erleichterung, als sie eine neue Emotion spüren konnte, tiefe Zufriedenheit und Vorfreude. Sie erschauderte, als ihr bewusst wurde, von wem diese Gefühle kommen mussten und instinktiv verschleierte sie ihre Gedanken noch ein wenig mehr, um dem Dunklen Lord keine Angriffsfläche bieten zu können.
Als Voldemort vor seine Anhänger trat, war Narzissa froh, dass sie ihm durch ihre tief heruntergezogene Kapuze nicht ins Gesicht sehen musste, sondern nur den unteren Teil seines Umhangs anschaute. Sie atmete ruhig, um sich nicht von einer plötzlich aufkommenden Panikwelle überrollen zu lassen und schaffte es nach wenigen Augenblicken ihre wirbelnden Gedanken wieder unter Kontrolle zu bekommen. Sie wusste, dass vier andere Augenpaare sie unauffällig beobachteten und auf das Zeichen von ihr warteten, doch noch war es nicht so weit. Die Stimme des Dunklen Lord durchbrach die gespenstige Stille, die sich auf die Versammelten gelegt hatte. Seine Zufriedenheit, die dabei von ihm ausging, und die er vor ihr nicht verbergen konnte, ließ beinahe Übelkeit in ihr aufsteigen, doch das ließ sie nicht zu.
Kurz darauf öffnete sich der Kreis der Todesser und der Schmerz, den sie bereits vorhin gespürt hatte, wurde jetzt deutlicher. Beinahe hätte sie aufgeblickt, um sich zu vergewissern, dass Lucius und Harry keinen bleibenden Schaden davontragen würden, doch sie tat es nicht. Noch durfte sie nicht aufsehen. Als kurz darauf aber der Cruciatus-Fluch auf Lucius gesprochen wurde, konnte sie nicht anders. Ihre erschrockenen Augen blickten auf ihren zu Boden gegangen Mann und sie hatte das Gefühl aufschreien zu müssen, aber sie tat es nicht. Die Schmerzen, die er spürte waren intensiv und sie musste ihren Geist ein wenig dagegen verschließen. Als es vorbei war, atmete sie zittrig aus und öffnete ihn wieder ganz, um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen.
Sie hörte zu, wie der Dunkle Lord erneut ansprach und atmete dann erleichtert aus, als Severus nun an der Reihe war, Lucius den Cruciatus aufzuhalsen. Der Schmerz war diesmal nicht halb so intensiv und innerlich danke sie dem Tränkemeister dafür, doch bevor sie diesen Gedanken zu Ende denken konnte, spürte sie das, worauf sie gewartet hatte. Verblüffung und Unglaube des Mannes, den sie vernichten wollten. Aber noch war es nicht so weit. Sie wusste, dass es jetzt an der Zeit war vorsichtig aufzublicken, um die Szene vor sich sehen zu können.
Der Dunkle Lord schaute Harry nun wütend an, ehe er erneut seinen Blick über seine Anhänger schweifen ließ. Als er erneut zu dem Schwarzhaarigen herumfuhr, spürte Narzissa seine aufwallende Wut und wusste, dass dies der Moment war, auf den sie gewartet hatten, der Moment, an dem die Aufmerksamkeit des Dunklen Lord so weit abgelenkt war, dass sie handeln konnten. Sie machte einen Schritt nach vorn, in den Kreis hinein und sah kurz aber intensiv zu Severus, während sie aus den Augenwinkeln erkennen konnte, dass auch die anderen vier ihrem Beispiel gefolgt waren und ebenfalls weiter in den Kreis hineingetreten waren. Als sie herumwirbelte, ihren gezogenen Zauberstab ausgetreckt in der Hand, konnte sie vor sich einige erschrockene Gesichter sehen, die sie überrascht und versteinert anschauten, die nicht verstanden, was hier geschah.
Narzissa verlor keine weitere Zeit und sprach den Zauber, der zusammen mit den anderen ein Schild erzeugen sollte, dass so stark war, dass keiner der Anwesenden dem Dunklen Lord helfen konnte. Es dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde, ehe eine weiß schimmernde Kuppel sie und die anderen von den Todessern trennte. Nun nicht mehr auf das was hinter ihrem Rücken geschah achtend, konzentrierte sie ihre gesamte Kraft in den Zauber. Sie konnte spüren, wie der Zauberstab in ihrer Hand leicht vibrierte, doch sie hielt ihn sicher.
Der Stab in ihrer Hand zitterte immer mehr, als die Todesser nun versuchten, zu ihrem Herrn zu gelangen. Zauber schossen auf sie zu und mehr als einmal musste Narzissa den Impuls unterdrücken, einfach zur Seite zu springen, doch sie wusste, dass ihr Schild halten würde, wenn sie und die anderen sich nicht ablenken ließen. Einige der Anhänger Voldemorts warfen sich nun ebenfalls gegen die Barriere, versuchten weiterhin zu dem Dunklen Lord zu gelangen, während andere, wahrscheinlich die, die nicht freiwillig hier waren, einfach nur mit aufgerissenen Augen zuschauten, was sich in der Kuppel abspielte.
Nur aus der Ferne nahm sie wahr, wie zwei Flüche ausgesprochen wurden, ehe mit einem Mal alles still wurde. Die Flüche hörten auf gegen die Kuppel zu prallen. Niemand unternahm mehr einen Versuch sie zu durchbrechen und die gespenstige Stille führte dazu, dass sich an Narzissas Nacken die Härchen aufstellten und sie ein leichtes Zittern durchfuhr. Sie konnte sich nicht umdrehen, um zu sehen, ob sie es tatsächlich geschafft hatten, doch die entsetzten Gesichter der Männer und Frauen vor ihr sprachen Bände. Der Dunkle Lord war gefallen, sie hatten es geschafft.
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