
von Sevine
Kapitel 21: Blöder Zufall?
Die Zeit verging und die PrĂŒfungen rĂŒckten nun immer nĂ€her und nĂ€her.
Hermine, Ron, Harry und Neville paukten zusammen in der Bibliothek.
âNoch knapp zwei Wochen, dann ist es soweit.â klagte Ron.
âWir werden das schon schaffen, alle zusammen.â meinte Harry.
âIch finde es schade.â begann Neville zu wimmern. âEs war doch so schön hier, wir alle und Hagrid und die ganzen Anderen. Wisst ihr eigentlich schon, was ihr nach der Schule machen werdet?â
âWir haben nĂ€chste Woche Berufsberatung Neville, da können wir uns dann schlĂŒssig werden, was wir werden wollen.â warf Hermine ein.
âIch will Medikus werden, damit ich meinen Eltern helfen kann.â stammelte Neville. âWas ist mit dir Ron?â
âMhh⊠Tja ich weiĂ noch nicht genau. Dad sagt er könnte mir einen Job im Ministerium beschaffen, in seiner Abteilung, dann könnte ich endlich mehr ĂŒber Muggel lernen.â grinste er.
âIch werde erst einmal studieren.â polterte Hermine.
âUnd was machst du dann?â fragte Harry. âWillst du etwa Professor werden, oder was?â
âGenau das Harry, du hast es erfasst!â
âWas?â fragten alle drei im Chor.
âDas ist nicht dein Ernst?â erkundigte sich Ron.
âDoch, das ist mein Ernst!â antwortete sie leicht wĂŒtend.
âNa das muss ja nun jeder selber wissen.â meinte Neville. âWas ist eigentlich mit dir Harry? Was willst du werden?â
âIch habe keine Ahnung, vielleicht ergibt sich in der Berufsberatung etwas fĂŒr mich.â sagte er. âEines steht jedenfalls fĂŒr mich fest, zu den Dursleys gehe ich nie wieder zurĂŒck!â
Alle nickten ihm beipflichtend zu.
âAhâŠâ stöhnte Harry.
âWas ist Harry?â fragte Ron erschrocken.
âMeine Narbe, meine Narbe brennt!â
âWas? Das kann nicht sein!â donnerte Neville. âDas hat sie seit dem Tod von ihr- wisst- schon- wem nicht mehr getan.â
âAber sie brennt nun mal und genau in dem Moment⊠als Malfoy zur TĂŒr herein kam.â erklĂ€rte Harry.
âWas soll das heiĂen?â fragte Ron. âDas Draco der neue dunkle Lord ist, oder was?â dann begann er lauthals zu lachen.
âSei leise Ron!â zischte ihn Harry an.
âDas war bestimmt nur ein blöder Zufall Harry, vielleicht kommt anderes Wetter oder so.â meinte Hermine. Doch sie dachte insgeheim an etwas ganz anderes.
âEntschuldigt mich Jungs,â unterbrach sie und erhob sich von ihrem Platz. âaber ich muss noch wo hin.â zwinkerte sie.
âJa, ja wir wissen schon, hau ruhig ab, zu deinem Schnuckiputzi.â Ron konnte sich diese Bemerkungen einfach nie verkneifen.
***
Hermine machte sich allerdings nicht auf den Weg zu Severus, wie die Jungs dachten, sondern sie eilte zu Professor Dumbledore.
Vor der Statue, welche den Weg in sein BĂŒro versperrte, sagte sie: âSchokoladenpuddingâ und die Statue drehte sich bei Seite und es schlĂ€ngelte sich eine Treppe empor, bis zur BĂŒrotĂŒr Dumbledors.
Hermine klopfte und trat ein, nachdem sie ein âHerein!â vernahm.
âAhh, Hermine, was kann ich fĂŒr sie tun?â fragte Dumbledore höflich.
Hermine verlor keine Zeit mit groĂen Worten und berichtete ihm, was gerade in der Bibliothek geschehen war. Dumbledore hörte ihr aufmerksam zu und begann dann etwas zu schreiben.
âHermine,âŠâ sagte er, als er fertig war. âBitte geben sie das hier Severus, wenn sie zu ihm gehen und zwar⊠machen sie sich am Besten gleich auf den Weg.â
âAber Severus ist im Unterricht.â wand sie ein.
âDann unterbrechen sie ihn einfach.â
âProfessor, egal, was sie hier an Severus geschrieben haben, ich bin der Meinung, dass er nichts davon hören beziehungsweise lesen sollte. Ich möchte sie an seinen Zusammenbruch erinnern.â
Dumbledore schaute Hermine mit groĂen Augen an.
âSie haben recht, daran habe ich gar nicht mehr gedacht, muss ich zugeben. Im Alter vergisst man wohl langsam einiges.â schmunzelte er. âIn Ordnung Hermine, dann werden wir wohl jetzt das neue Team. Ich möchte sie aber bitten, Severus nichts davon zu sagen.â
Hermine nickte.
âWenn es etwas Neues gibt, werde ich sie umgehend unterrichten und das gleiche gilt fĂŒr sie.â Hermine nickte abermals und verlieĂ Dumbledore.
Als sie gerade durch die Eingangshalle ging, kam ihr Draco entgegen.
âGranger, was schleichst du denn hier so alleine herum?â fragte er höhnisch.
âDas geht dich gar nichts an, Malfoy!â entgegnete sie und sauste an ihm vorbei.
âWarts ab Granger.â rief Draco ihr nach. âIrgendwann, werd ich dich schon noch erwischen.â
***
Heute war endlich die Berufsberatung an der Reihe.
Ron kam strahlend aus dem BĂŒro, welches dafĂŒr extra hergerichtet wurde.
âAlles klar.â sagte er. âIch brauch grade mal eine Drei minus als Durchschnittsnote fĂŒr die Arbeit im Ministerium, das werd ich ja wohl schaffen. Wie sieht es bei dir aus Neville?â
âIch war doch noch gar nicht dran Ron.â antwortete er nervös.
âAber ich war schon dran.â sagte Hermine, die abseits in einer Ecke stand.
âUnd? Was fĂŒr Noten brauchst du?â fragte Harry, der ebenfalls noch nicht an der Reihe war.
âMindestens Zwei plus, in allen FĂ€chern, wenn nicht noch besser.â erklĂ€rte sie etwas betrĂŒbt.
âDas ist hart Hermine.â
âIch weiĂ Ron.â
âIst ja gut, brauchst mich ja nicht gleich so anzufauchen.â meinte er.
âEntschuldige Ron, war nicht meine Absicht. Ich werd dann mal gehen. Ihr könnt mir dann spĂ€ter erzĂ€hlen, was bei Harry und Neville raus gekommen ist, in Ordnung.â
***
Hermine und Severus saĂen gemĂŒtlich mit einer Tasse Tee vor dem Kamin und unterhielten sich. Der ganze Stress machte ihr schwer zu schaffen, das konnte Severus klar erkennen. Er machte Hermine ein heiĂes Bad mit Pfefferminzöl und entspannenden KrĂ€utern.
In den letzten zwei Wochen hatten sie sich kaum gesehen und Severus war froh mal wieder mit ihr zusammen sein zu können.
âWĂŒrdest du mich vielleicht noch etwas massieren?â fragte sie ihn, als sie am spĂ€ten Abend ins Bett gingen.
âNatĂŒrlich! Ich hoffe nur, ich kann das auch.â grinste Severus sie an.
Es dauerte nicht lange und Hermine schlief unter den massierenden HÀnden Severus entkrÀftet ein.
***
Severus und Hermine genossen die seltenen Stunden die sie hatten, in vollen ZĂŒgen miteinander, denn die PrĂŒfungen beginnen am nĂ€chsten Montag.
âMach dir keine Sorgen mein Liebling, du wirst schon alles schaffen.â sagte er immer wieder, um ihr Mut zu machen.
Der Aushang mit den PrĂŒfungszeiten, hing seit drei Tagen aus und Hermine stellte sich immer wieder von neuen einen Zeitplan zusammen, wie sie noch eine LĂŒcke zum Lernen finden könnte.
Am Samstagabend war Severus der Meinung, das es mit ihrer Lernerei reicht und versteckte Hermines kompletten Schulsachen. DarĂŒber war sie zwar nicht sonderlich erfreut, aber einen Tag völliger Ruhe könnte ihr nur zu Gute kommen. Severus war sehr erstaunt darĂŒber, was Hermine fĂŒr eine Kraft fĂŒr ihre Lernerei aufbrachte und wie sie alles regelte. Selbst er hĂ€tte es ihr nicht nachmachen können.
***
Harry, Ron und Neville gönnten sich ebenfalls einen freien Sonntag, um die Köpfe frei zu bekommen. Sie saĂen am See und genossen die frische Luft.
âGuten Tag die Herren.â ertönte es plötzlich hinter ihnen.
âProfessor Snape.â stotterte Neville.
âIch möchte nur wissen, ob sie vielleicht Interesse an Tee und Kuchen hĂ€tten?â fragte Severus.
âKuchen? Da bin ich dabei!â schallte Ron. âWann und wo?â
âIch wĂŒrde sagen, jetzt und in meinen PrivatrĂ€umen, Mister Weasley.â meinte Severus.
âBei ihnen?â fragte Neville Ă€ngstlich.
âJa warum denn nicht? Hermine wĂŒrde sich mit Sicherheit sehr darĂŒber freuen, denke ich.â
âHermine, richtig. Wir haben sie seit Tagen kaum mehr zu Gesicht bekommen.â fiel Harry ein.
âAlso, was ist nun mit ihnen? Tee und Kuchen?â fragte Severus noch einmal.
Alle drei sprangen auf und nickten.
***
Es wurde ein schöner Nachmittag. Es wurde viel geredet und diskutiert. Obwohl sich die Jungs das hĂ€tten nie trĂ€umen lassen, konnte man mit Snape sogar um die Wette Witze erzĂ€hlen und viel lachen. Auch Hermine hatte ein paar gute auf Lager und alle amĂŒsierten sich prĂ€chtig.
Am Abend verabschiedeten sich Ron, Harry und Neville und schlenderten in ihre Betten, um fĂŒr morgen fit zu sein. Eine anstrengende Woche stand ihnen bevor.
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