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Fanfiction

Licht am Horizont - 6. Snape - Das weiße Grab

von Schneeflocke

Er wußte, er sollte nicht hier sein, er durfte nicht hier sein. Doch wesentlich stärker als diese beiden Gedanken war der, daß er einfach hier sein mußte. Er ging ein Risiko ein, auch dessen war er sich bewußt. Doch es war kalkulierbar, annehmbar. Die Schule war nahezu verlassen. Er wußte, nur McGonagall, Filch und Hagrid würden hier sein. Um diese Zeit allerdings, vermutete er alle drei in ihren Betten. Es war noch immer dunkel, als er den Verbotenen Wald verließ, doch viel Zeit blieb ihm nicht. Suchend sah er sich um, entdeckte bald, was er zu finden verlangte.

Der weiße Grabstein, der die letzte Ruhestätte Albus Dumbledores zierte, ragte strahlend weiß in die schwarze Dunkelheit. Langsam, fast ängstlich ging er darauf zu. Er war noch nie hier gewesen. Natürlich war es undenkbar gewesen, unmöglich für ihn, an der Beerdigung teilzunehmen. Selbst diese Gnade war ihm versagt geblieben, seinem Opfer die letzte Ehre zu erweisen. Zögerlich trat er näher, bis er den weißen Stein berühren konnte. Andächtig ließ er seine Hand über die glatte Oberfläche gleiten, schien sie fast liebevoll zu streicheln.

Nur wenige Schmuck zierte das Grab. Eine dicke, tiefrote, runde Kerze stand in der Mitte der Erdansammlung, die einen leichten Hügel vor dem Grabstein bildete. Vor ihr lag ein Strauß gelber und weißer Nelken. Es sah schön aus, so, wie Dumbledore es gewollt hätte. Ohne viel Prunk, dennoch überwältigend. So wie das Leben des Direktors immer gewesen war, so zeugte nun auch sein Grab von der inneren Erhabenheit des weisen Zauberers. Severus atmete tief durch. Es war richtig, daß sie ihn hier begraben hatten. Kein anderer Ort wäre für Dumbledore auch nur denkbar gewesen. Er gehörte hier her, war so mit Hogwarts und den Menschen, die es für kurze, oder auch längere, Zeit ihr Zuhause nennen durften, dermaßen verwurzelt, daß es nur richtig war, daß er jetzt in dieser Erde ruhte. Nun war er gänzlich, unwiderruflich mit Hogwards verbunden, für alle Zeiten. So, wie er es immer gewollt hatte.

Severus kämpfte mit sich, doch mit jeder Sekunde spürte er, daß er diesen einen Kampf verlieren würde. Die kleine Träne, die sich vor wenigen Minuten ihren Weg aus seinem Augenwinkel über seine Wange gebahnt hatte, war nicht die einzige geblieben. Fast unkontrolliert rannen sie ihm nun die Wangen hinunter. All die Tränen, die seit Tagen ausbrechen wollten, die er unterdrückt, die er nicht hatte zulassen wollen. Er konnte sie nicht mehr aufhalten, er wäre an ihnen erstickt.

So gab er auf, das erste mal in seinem Leben gab sich Severus Snape geschlagen, ließ den Schmerz zu, fühlte, wie er unkontrolliert über ihn hereinbrach, ihn in die Knie zwang. Er konnte sich nicht mehr aufrecht halten, seine Beine wollten ihn einfach nicht mehr tragen. Der Schmerz, die Verzweiflung, die tief in ihm tobten, waren einfach zu übermächtig. Mit einem Schrei, der selbst die Eulen im Verbotenen Wald aufschreckte sank er schließlich am Grabstein zu Boden, wo eben jener Schmerz und jene Verzweiflung ihn endgültig überwältigten und die Kontrolle über seinen nunmehr zitternden Körper übernahmen.

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Hagrid war schon früh aufgestanden, als die Dunkelheit Hogwards und seine Ländereien noch fest im Griff hatte. Er wollte heute zeitig los, sich den Tierbestand im Wald ansehen und an einigen Futtergrippen kleiner oder auch größere Reparaturen durchführen. Zwar war der Winter noch eine ganze Weile entfernt, doch die Erfahrung hatte ihn gelehrt, daß es besser war Arbeiten zu verrichten, wenn man gerade die nötige Zeit dafür hatte.

Mit einem Blick auf Fang, der wie immer müde und lustlos eingerollt vor der Tür schlief, wendete er noch einmal sein Omlett, als ein durchdringender, schmerzhafter Schrei von draußen ihm bis in die Knochen fuhr. Wie erstarrt ließ er die Gabel in die Pfanne gleiten und stellte diese dann auf die Anrichte. Hastig reinigte er sich die Hände an dem Handtuch, das er wie immer achtlos im Hosenbund stecken hatte und sah aus dem Fenster. Doch sehen konnte er aufgrund der Dunkelheit natürlich nichts. Einen Moment überlegte er, ob er sich vielleicht getäuscht hatte, doch das Zittern in ihm machte ihm schnell klar, daß dem nicht so gewesen sein konnte.

So zog er das Handtuch heraus, warf es achtlos neben die Pfanne und griff nach seiner Laterne, die an einem Haken von der Decke hing. “Komm mit Fang, guter Junge, wir gehen mal raus”, raunte er seinem Hund zu, während er die Tür öffnete. Der Hund sprang fröhlich hinaus, hielt dann jedoch abrupt in seinen Bewegungen inne. Hagrid schloß die Tür hinter sich, kniff die Augen zusammen und spähte hinaus in die dunkle Nacht.

“Ich sehe nichts Fang....”, murmelte er, wobei er die drei Stufen, die zum Eingang seiner Hütte führten, hinab ging, den Blick immer weiter in die Richtung, in die Fang sah. Der Hund bellte nicht, was ihn ein wenig verwunderte. Ganz gleich, was immer dort auch sein mochte, er hätte erwartet, daß Fang bellte. Doch statt dessen schien das Tier aufgeregt, wedelte freudig mit dem Schwanz und tänzelte erwartungsvoll vor seinen Füßen hin und her. “Na schön Fang, sehen wir nach.” Wie auf Kommando spurtete der Hund los, wobei der Wildhüter Mühe hatte, ihm zu folgen. Er wußte wo Fang hin lief und schon nach kurzer Zeit sah er Dumbledores Grab mit dem weißen Grabstein vor sich in der Dunkelheit.

Während der Halbriese nun anhielt, lief Fang immer weiter und weiter auf das Grab zu, bevor er an diesem stehen blieb. Nein, er schien etwas gefunden zu haben, seine Nase schubste gegen etwas, aufgeregt umrundete er das Grab immer und immer wieder, rannte zurück zu Hagrid, dann wieder zum Grab. “Willst mir was zeigen, was?”, schmunzelte der Mensch schließlich. Ergeben hob er die Arme und folgte seinem Tier, bis er dann stutzend nur wenige Meter vom Grab entfernt, stehen blieb.

Erst als er ein leises Wimmern, ein ersticktes Schluchzen hörte, riß er sich wieder aus seiner Erstarrung, die ihn überkommen hatte, als er feststellen mußte, daß es sich dort am Grab keineswegs um ein Tier, sondern nur um einen Menschen handeln konnte. Eilig sank er neben der schwarzen Gestalt, die sich kaum von der Dunkelheit abhob, in die Knie, seine Laterne stellte er neben sich ab. Sein Herz schlug immer schneller, als ihm bewußt wurde, wen er da vor sich hatte, wen er da an den Schultern packte und vorsichtig in eine aufrechte Haltung zog. “Bei Merlin...... Severus.”

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So, und jetzt freue ich mich natürlich wieder über jedes Review :-)


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