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Fanfiction

Bittersweet memories - Forgotten, not lost - Einer für alle - alle für einen! (Teil 2)

von yantara

Soooooooo
Ich weiß, was ihr denkt. *schäm*
„Da kommt die treulose Tomate wieder angekrochen und will von uns wahrscheinlich sogar auch noch Kommis haben.“
Es tut mir ja auch ganz dolle Leid, dass ich euch gerade bei so nem Cliff echt lange habe warten lassen! Ich könnte jetzt Milliarden von Ausreden auf einmal aufzählen, dass ich keine Zeit hatte, im Stress war, das Kapitel schwer war zu schreiben, aber als ehrliche Nudel, probier ich's mal mit der Wahrheit:
Ich bin ein echt faules Stück! =(
Wer will darf mich jetzt auch hauen - über ein Kommi mit dabei würde ich mich aber trotzdem freuen^^ - ansonsten will ich euch nur versichern, dass es hier immer weitergeht, nur eventuell halt nicht ganz so schnell wie bei anderen …




Und jetzt bitte Ruhe! Ich verkünde den Lösungsvers …

*Trommelwirbel*

Tataaaaa!



Aus Beklemmung wegen dem eigenen Ich,
denn was der andere nicht weiß, das soll er auch nicht.




Der Gewinner lautet (wen ich übersehen habe, bitte laut aufjammern):

joj55 *extra große Schokokekspackung öffnet und Belohnung verteilt*
Ich gratuliere herzlich!

Für alle anderen: Jetzt habt ihr immer hin eine Möglichkeit wegfallen, aber es bleiben euch immer noch neun Versuche, bzw. acht. ;)

Aber jetzt wünsche ich euch erst mal viel Spaß wieder beim Lesen!!!

P.S. Ihr könntet euch ja schon mal ganz unauffällig Gedanken zu unserem nächsten Geheimnisträger machen - sie ist groß, wunderschön und hasst besonders Sirius Black, mehr als die Pest. =)



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



Kapitel 12 - Einer für alle - alle für einen! (Teil 2)


„Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.“
Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Schriftstellerin


Aus einem kleinen Fenster, irgendwo in den herunter gekommenen Teilen Londons, schaute ein Junge von acht ein Halb Jahren hinaus. Die schmutzige weiß-gelbe Gardine zur Seite geschoben, beobachtete er das Kommen und Gehen auf der Straße, während der hinaufziehenden Dämmerung.
Im größer werdenden Schatten der grauen Plattenbauten und schäbigen Reihenhäuser, schob ein Penner seinen verrosteten Einkaufswagen über die Kreuzung und warf einem fluchenden Autofahrer etwas unfreundliches an den Kopf. An der Ecke begann sich der übliche Schwarm Menschen anzusammeln, Frauen mit billigen Zigaretten, zu viel Schminke im Gesicht und überbetonten Klamotten. Wie immer waren sie auch heute von grimmigen Kerlen umgeben, die sich muskelbepackt, gegenseitig ständig anpöbelten. Kleine Kinder sah das Auge ebenfalls zu Hauff, immer in winzigen Grüppchen und immer ihren Eltern eiligst nachfolgend. Niemand blieb hier stehen, um sich zu unterhalten, niemand sah sich lange um, niemand kümmerte sich hier überhaupt nur irgendwie um den Anderen. So viele Menschen verschiedener Kulturen, Rassen und Hautfarben es in diesem Stadtteil auch gab, eins war ihnen allen doch gemein:
Das offensichtliche Misstrauen und die feindselige Haltung gegenüber allem Fremden.
Irgendwo in weiter Ferne konnte man ein Baby schreien hören, Muggelpolizeisirenen heulten laut auf.
„Remus, komm bitte zum Essen!“
Der leise Ruf seines Vaters drang an Remus' Ohr. Der schmächtige Junge wandte sich ab von dem bizarren Spiel unter seinem Fenster und folgte der Stimme des älteren Mannes. Schnell hatte Remus die winzige Zwei-Zimmer-Wohnung durchquert und setzte sich wie so oft mit leicht zweifelndem Blick an den „Esstisch“, neben der Kochnische. Ob dieses Plastikgestell von einem Ablagegerät für nahrungstechnische Dinge je vorgesehen war, war nicht sicher, auf Remus machte das Ding jedoch einen äußerst unsicheren Eindruck. Es ächzte geradezu unter der wenigen Gesamtheit ihrer paar Töpfe und schien mit seiner tragenden Rolle schwerstens überfordert.
Aber für ein anderes Modell war kein Geld da.
Remus fühlte sich schlecht. Etwas drückte in seinem Magen.
Sein Vater tat ihm wie immer eine übergroße Portion auf - „Sie würde dich bestimmt nicht gern, so dünn sehen.“ - war der übliche Spruch, den Remus zur Kenntnis nahm und der ihn jedes Mal aufs Neue, wie ein kleiner, aber harter Schlag in die Magengrube traf.
Sein Vater lächelte aufmunternd.
Der ältere Mann tat sich ebenfalls auf, jedoch viel weniger als ihm und schweigend begannen sie ihr Mahl. Auch heute stocherte Remus nur äußerst angewidert in seinem Essen rum, im Gegensatz zu den Tagen zuvor, zerfetzte er es aber nicht mit dem Besteck in kleine Stücke, sondern legte schon nach wenigen Minuten die Gabel zur Seite. Er wollte es einfach nicht mehr sehen, konnte diesen penetranten Geruch nicht ertragen von Kartoffelbrei und Roast Beef - es ekelt ihn an, dieser … menschliche Fraß!
„Schon gut, mein Junge!“, Remus sah auf.
Sein Vater lächelte schwach und schob seinen Teller zur Seite.
„Die Katze wird sich über die zusätzliche Mahlzeit freuen.“
Sein Gegenüber zeigte den üblichen optimistischen Gesichtsausdruck, die vielen Furchen, rund um Augen und Mund, zeichneten sich noch deutlicher ab als sonst, das Messing seiner Brille glänzte im Licht der sechzig Watt Birne und die steingrauen Haare lagen sauber gekämmt auf seinem Kopf. Die Hoffnung aber, die sein Vater ihm geben wollte, erreichte einfach nicht seine goldbraunen Augen. Sie leuchteten nicht auf, wie sie es früher immer getan hatten.
Plötzlich wurde Remus sauer, voller Wut schmiss er den Stuhl nach hinten und stürmte in sein Zimmer. Die Tür knallte laut hinter ihm zu, ohne dass Remus, noch sein Vater, etwas gesagt hätten.
Remus tigerte wie wild in seinem Räumchen umher, warf Sachen vom Regal auf den Boden, legte sich aufs Bett und atmete schwer, stand wieder auf, um die Unruhe zu vertreiben … Unruhe, die sich allmählich in Schmerz verwandelte. Remus griff sich an seine Schulter, es war als würde sein gesamter Körper in Flammen stehen und dennoch … innerlich spürte er eine furchtbar eisige Kälte, als hätte er ein ganzes Glas Eiswürfel gerade zu Abend gegessen.
In einem klaren Moment nahm Remus sich sein Lieblingsbuch aus dem Regal, so gut es ging, konzentrierte er sich die nächste Zeit auf die Späße von Tom Sawyer und Huckleberry Finn.
Ein behutsames Klopfen ließ ihn aber bald schon wieder hochfahren.
„Remus …“, sein Vater öffnete die Tür.
„… es ist Zeit.“
Dieses Mal hatte sein Vater kein Lächeln versucht.
Erneut spürte Remus Wut in sich, den Drang etwas zu zerstören, dafür verantwortlich zu machen - aber zum ersten Mal schaffte er es, das Untier in ihm zu unterdrücken.
Für wie lange, wusste er nicht …
Sein Vater führte ihn auch diesmal wieder einen anderen Weg entlang - auch wenn hier weit und breit keine Hexen und Zauberer wohnten - „Sicherheit geht vor!“, pflegte sein Vater immer zu sagen.
Remus wusste, dass es besser war, wenn sie niemand bei ihren monatlichen Abendsparziergängen beobachten würde. Aber hier kümmerte sich jeder sowieso nur um seine Angelegenheiten. Nicht wie Zuhause.
Er roch den vertrauten leichten Geruch nach Schwefel, noch bevor das verlassene Industriegelände in Sicht kam, hörte das bekannte Getrappel von Kleintieren durch das Menschen verlassene Gebiet und erblickte bereits aus der Ferne die grüne Luke mit dem abblätternden Lack.
Das Tier in ihm wurde unruhig.
Sein Vater kniete sich auf einmal vor ihn und nahm Remus in eine wortlose Umarmung. Der braunhaarige Junge stieß ihn von sich und bereute es im selben Moment. Mit schlechten Gewissen sah Remus zu Boden.
Da spürte er etwas auf seinem Kopf. Mr. Lupin hatte ihm eine seiner filigranen Hände aufgelegt. Diesmal erreichte das Lächeln, wenn auch nur schwach, seine Augen.
„Gib Acht, Remus! Hörst du?“
Er nickte stumm.
„Im Morgengrauen bin ich zurück … und dann fahren wir zu Tante Jane.“
„Tante Jane“ war ein Insider, eine Art Geheimsprache zwischen ihm und seinem Vater. Remus verstand.
Scherfällig nickte er ein weiteres Mal, die Wut in sich wiederum unterdrückend.
Als Remus durch die Luke ins Innere der Unterkellerung gestiegen war, warf er einen letzen Blick auf seinen Vater zurück, bevor sich die Tür über ihm schloss und er allein saß in völliger Dunkelheit.
Nein, er war nicht allein - er war niemals allein. Etwas begleitete ihn durch alle Momente seines Lebens, Stunde um Stunde, Minute um Minute, seit einer lauen Sommernacht.
Sich auf den kalten Betonboden setzend, wartete Remus darauf, dass das Monster erneut erscheinen würde. Lange konnte es jedenfalls nicht mehr dauern, der Schmerz in ihm wurde jedenfalls immer größer.
Plötzlich stieß Remus einen leidvollen Schrei aus.
Es kam.

~*~*~*~


---------------------------------------------------------

Kaum hatte James seinen Kopf vom schwarzen Toilettenrand wieder erhoben, spürte er wie der Trank in seinem Körper zu wirken begann. Die Veränderung begann also - jetzt gab es kein Zurück mehr!

---------------------------------------------------------

James' Körper schien zu leben!
Das hieß, natürlich lebte er, aber nun sah es so aus, als hätte jede einzelne seiner Zellen begonnen ein Eigenleben zu entwickeln, um auf große Wanderschaft zu gehen. James empfand diese neue Reiselustigkeit seiner Zellen doch leicht befremdlich. In Windeseile bildeten sich kleine Knubbel unter seiner Haut, immer mehr und mehr, bis er sich schlussendlich vorkam, wie der Streuselkuchen seiner Mutter und die kleinen Berge mit ihrer „Reise um den James“ begannen. Gleichzeitig richteten sich seine Haare überall auf, ein kurzzeitiges Brennen erfasste ihn und dann ging alles so furchtbar schnell, dass James es beinah nicht mitbekam. Während seine Härchen zu einem dichten dunkelbraunen Fell sprossen, verlor James plötzlich das Gleichgewicht - in seinen Ohren nahm er ein furchtbares Sausen war - und kippte nach vorne. Statt sich aber, wie beabsichtigt, mit den Händen aufzufangen, landete er sicher … auf allen vier Hufen!
Langsam spürte James, wie die inneren Temperaturschwankungen nachließen und sein neuer Körper sich begann normal anzufühlen. Er hatte also seine Animagus-Gestalt erreicht …
James wollte platzen vor Freude!
Da drängte sich ihm urplötzlich eine doch nicht ganz unwichtige Frage auf:
Was war er denn nun eigentlich?
Er blickte an sich herunter - Mann drückte sein Kopf, als wenn ihn ein Klatscher erwischt hätte! - und sah nun einen braunen Körper und zwei sehr lange schlanke Beine, die in schwarzen Hufen endeten. Wenn er sich ganz weit runterbeugte, konnte er auch noch seine Hinterbeine erkennen. James ächzte, das hieß, wenn er ein Mensch gewesen wäre, hätte er geächzt, das Tier, welches auch immer er jetzt war, konnte aber keinen richtigen Ton, sondern nur ein dumpfes Grollen von sich geben.
Unter großer Kraftanstrengung stemmte James seinen Kopf wieder nach oben, mühsam wendete er seinen großen Körper und wäre dabei beinah halb im Klo gelandet - das übrigens auf einmal noch weit mehr stank als sonst - und stieß halb mit der Seite, halb mit der Schulter die Tür auf.
Feierlich wollte James nun erhobenen Hauptes rausstolzieren … da „klemmte“ es.
„Was ist denn …“
James versuchter mit aller Kraft - und dieses neue Stärkegefühl war echt nicht von schlechten Eltern - sich zu befreien.
„Verfluchte Hacke …“
Irgendwas hielt ihn davon ab, dieses miefende Klo zu verlassen, doch so leicht ließ sich James Edward Potter nicht aufhalten!
Schließlich nahm er seine langen Beine hinzu und strampelte heftig herum, bis er ein Knacken über seinem Kopf hörte und es endlich funktionierte.
James kam frei.
Und zwar so schnell, dass aus seinem majestätischen Auszug erst mal eine elegante aufs-Maul-leg-Aktion wurde.
Hastig wollte James sich wieder aufrichten, was sich als allerdings gar nicht mal so leicht herausstellte.
Wie kam man auf diese dünnen Dinger bitte wieder rauf?
Versuch 1:
James erklärte ihn sehr schnell für gescheitert, als er kaum wenige Zentimeter über dem Boden, diesen wiederum erneut küssen durfte.
Versuch 2:
Ebenfalls ein Misserfolg, dachte James, als er unschöner Weise wieder alle Viere von sich gestreckt auf den glatten Fliesen lag. (A/N: Kennt jemand die Stelle in „Bambi“, wo das kleine Kitzlein eiszulaufen versucht? Ich weiß, ich bin kindisch … aber genauso schaut James grad aus! *g* )
Versuch 3:
Endlich Erfolg! James erhob triumphal den schweren Kopf, als sein Erfolgsmoment im nächsten Augenblick auch schon durch einen schwarzen Blitz zerstört wurde, der um ihn herumwirbelte.
James erschrak - Krach - Bumm - Boden, du hast mich wieder!
Während er innerlich einen Fluch ausstieß, tollte ein junger schwarzer Hund, von beachtlicher Größe, um ihn herum und bellte fröhlich.
Natürlich, das hätte sich James eigentlich vorher denken können …
Schwanzwedelnd schnupperte Sirius kurz an ihm, bevor er weiter umher sprang, als hätte man ihm eine Überdosis Leckerlis verabreicht.
Wenigstens hatte James den Trick jetzt einigermaßen raus wieder Höhenluft schnuppern zu können - der Boden war echt nicht schön, vor allem roch er so, als wäre er seit Gründers Zeiten nicht einmal geputzt worden - und marschierte auf die Waschbecken zu, um endlich zu erfahren, was denn jetzt Großartiges aus ihm geworden war. Er staunte nicht schlecht, als er die zurückblinzelnde Gestalt im Spiegel erblickte.
Ein Hirsch!
James drehte und wendete sich vor dem Spiegel und beschaute sich ausgiebig von allen Seiten, während Sirius weiter um ihn herumwuselte.
Ein Hirsch, tatsächlich!
Er blickte nach oben zum Geweih, wo an einer Stelle gut erkennbar etwas abgebrochen war.
Das war also das Knacken gewesen …
Jetzt war ihm auch klar, warum sich sein Kopf auf einmal zehnmal schwerer angefühlt hatte - an zusätzlicher Gehirnmasse hatte es leider also nicht gelegen.
James spürte einen kleinen Stich der Enttäuschung darüber, nicht der gewünschte furchteinflößende Löwe geworden zu sein, von dem er geträumt hatte, aber diese Gestalt war möglicherweise ja auch etwas besser. Es wäre wohl doch weniger auffällig, wenn ein Hirsch durch das hiesige Gelände streifen würde, als ein in Afrika beheimateter Löwe.
Und aus Sirius war ja auch nicht der, vorher von ihm verkündete, monströse Ding Dong geworden - irgend so ein großer Riesenaffe, den er wohl aus dem Muggelkundeunterricht kennen musste - und trotzdem schien er begeistert. Bei diesem Gedanken freundete sich auch James langsam mit dem dunkelbraunen Hirsch im Spiegel an.
„Immerhin, bin ich hier der Größte!“, dachte James innerlich grinsend, dass die Verhältnisse zwischen ihm und Sirius endlich umgekehrt waren.
So war es sehr viel richtiger!
Plötzlich vernahmen James' Ohren, neben dem schrecklich lauten Rauschen der Wasserohre, ein leises Fiepen. Auch Sirius spitze wohl die Ohren, denn er hatte mit seiner Schwanzverfolgungsjagd aufgehört.
Könnte das wohl …
Sirius sprang mit einem Satz auf die Hinterbeine und öffnete die Tür, hinter der sie die Quelle des Geräuschpegels vermuteten.
Sie blickten neugierig hinein … doch da war nichts.
Es fiepte erneut.
Beide senkten gleichzeitig die Köpfe.
Unten auf dem Boden saß rechts neben der Toilette eine dicke hellgraue Ratte und schaute sie beide ängstlich mit ihren Knopfaugen an.
Sirius gab ein lautes Bellen von sich, dass - so James wusste - in Wirklichkeit ein Lachen war. Er lachte ebenfalls in sich hinein, während nun ein aufgebrachtes verärgertes Quieken vom Boden ertönte und die Ratte, wie ein geölter Blitz, durch seine Beine sauste. Sirius schoss laut bellend hinterher, sodass James beim Ausweichversuch das Gleichgewicht verlor und mit seinem immer noch ziemlich schweren Kopf nach vorn überkippte.
Blinzelnd öffnete er die Augen wieder und schnaufte erleichtert.
„Das war ja haarscharf …“
James war in diesem Moment heilfroh ein Geweih zu haben, ansonsten würden ihn jetzt nicht nur wenige Zentimeter von dem abgestandenen Wasser trennen, sondern er gleich mit dem gesamten Kopf in der Kloschüssel stecken. Hinter sich hörte er schon wieder ein altbekanntes freudiges Bellen. Sirius amüsierte sich momentan offensichtlich prächtig.
Er sollte über Einzeltraining für ihn und Roberts nachdenken …
„Ach, Jamesiieeeeeeeeee, du kommst mich besuchen? Ich mache dir doch gern Platz, mein Liebster!“
James riss mit solcher Wucht den Kopf hoch, dass die Toilettenbrille gleich mitkam.
„Jamie, bleib doch hier!“, rief ihm das bleiche Gesicht aus der Toilette nach, aber der Hirsch war bereits hastig einige Schritte aus der Kabine zurückgetaumelt.
Sirius lag in einer Ecke, sich von einer Seite auf die andere rollend und sah aus als würde er mit dem Tod ringen, aber erneut war sein Bellen verräterisch. Peter fiepte ebenfalls weitaus vergnügter, irgendwo unter ihm auf dem Boden.
Als James seinen imposanten Anblick mit, durch schwarze Klobrille, gekrönte Krone im Spiegel erblickte, schüttelte er sich verärgert das Ding vom Kopf.
Er warf Sirius einen scharfen Blick zu, schließlich war das in gewisser Weise nur seine Schuld gewesen …
„James, warum läufst du vor mir weg?“
Als das gräuliche Gesicht eines dunkelhaarigen Mädchens, mit dicker Nickelbrille, wiederum vor ihm auftauchte, stolperte James erneut zurück und lief so schnell es sein neues Koordinationsvermögen zuließ auf die Tür zu. Seine beiden Freunde ihm auf den Fersen.
„Jamie, deine neue Gestalt gefällt mir doch wirklich!“
Die Tür der Mädchentoilette fiel laut krachend ins Schloss.
Projekt „Mann im Mond“ erwartete sie!

~*~*~*~


„Wir müssen Animagi werden“, James' Stimme klang fest und entschlossen.
Für ihn gab es an der ganzen Sache keinen Zweifel mehr, Sirius sah es in seinen Augen.
„Auf jeden Fall!“, Sirius war ebenso entschlossen, ein Ergebnis vieler Faktoren, den größten negierte er gerne - sein schlechtes Gewissen.
Auch Peter nickte nun zaghaft.
So saßen sie nun da, im Halbdunkeln, auf James' Bett - Remus war in der Bibliothek beschäftigt - und hatten vielleicht die Entscheidung ihres Lebens gefällt und … niemand sagte ein Wort.
Jeder hing seinen Gedanken nach, Peter kaute an seinen Nägeln, James schien immer wieder Luft zu holen, um etwas sagen zu wollen, sich es aber jedes Mal wieder anders überlegend und er hockte da und starrte in die Dunkelheit.
Bis einer von ihnen zaghaft die Stimme erhob:
„Aber wie wird man Animagi?“
Peters Frage mochte naiv und dumm klingen, aber sie sprach wohl genau das aus, was jeder von ihnen Dreien sich gerade fragte.
„Man macht eine Ausbildung, muss irgend so ein Zeug zu sich nehmen und dann ist man ein Animagi.“, meinte James fachmännisch.
Peter schüttelte den Kopf:
„Das verstehe ich nicht.“
James blickte hilflos zu ihm, so toll der Plan auch war, Remus damit zu helfen, ihn als Animagi zu begleiten - keiner von ihnen schien mehr über sie zu wissen, als dass Werwölfe sie in Ruhe ließen.
Obwohl, einer wusste doch mehr.
„Man nimmt in bestimmten Zeitabständen drei Tränke ein, deren Rezeptur streng geheim ist und von den Obermuftis vom Ministerium stärker behütet wird, als das Punsch-Rezept ihrer Großmutter. Und dann muss man den Körper durch kleine Übungen immer wieder auf die tierische Gestalt vorbereiten.“, ratterte Sirius runter.
Peter guckte baff.
„Du hörst dich an, wie Remus!“, stellte James erschrocken fest.
„Ich hab ein Buch darüber gelesen.“
„Du. Liest?“, James schaute ihn mit einem Blick an, der mehr Irritation nicht zeigen konnte.
„Einer musste sich ja vorbereiten …“, brummelte Sirius.
Näher wollte er zu den Gründen seiner Tat nicht eingehen.
Wiederum Stille.
„Dann brauchen wir wohl diese Rezepte für die Tränke?“, überlegte Peter laut.
„Und wenn wir nachts, unter deinem Tarnumhang, in die Verbotene Abteilung schleichen …“
Sirius stöhnte auf:
„Peter, da finden wir alles, nur diese dummen Tränke nicht.“, er gab ihm eine Kopfnuss - Schläge auf den Hinterkopf sollten ja das Denkvermögen ankurbeln, war ihm immer gesagt worden.
Schließlich erhob James nach einiger Zeit wieder seine Stimme:
„Hört zu: In den Sommerferien versucht jeder von uns etwas zu finden, was auch nur irgendwie mit Animagi und Werwölfen zu tun hat und was uns nützlich sein könnte. Ich wette meine Eltern haben irgendwo Aufzeichnungen darüber.“
Sirius grinste schief:
„Mein Familie steckt mit ihrer Nase so tief in schwarzer Magie, es wäre eine Beleidigung gegen das fürnehme und ehrenwerte Haus der Black nichts zu finden.“
„Ich schau auch nach, aber ich glaub nicht, dass Mum so einen Kram hat.“, murmelte Peter.
„Ok, nachdem das geklärt wäre - können wir essen?“, Sirius rieb sich die Hände, bereit zum Abendessen zu marschieren.
„Moment noch“, James erhob dramatisch seine Hände und schien in heller Aufregung, „wir haben was Wichtiges vergessen!“
„Was?“, erkundigte er sich gereizt.
Jede weitere Verzögerung, ließ das Loch in Sirius' Magen anwachsen.
„Einen Namen.“, verkündete James, wie selbstverständlich.
„Namen?“, wiederholte Sirius langsam.
„Für was?“
James erhob sich, seine Augen leuchteten.
„Na, für unsere Mission.“
Sirius fasste sich an den Kopf, er ahnte, wohin das führen würde.
„Wir nennen das ganze“, James fuchtelte begeistert mit den Armen, „Projekt „Mann im Mond“. Das ist doch ein toller Code-Name!“
Seit James seinen Vater auf einen Ministeriumsausflug ins Muggelkino begleitete hatte und dort die Bekanntschaft eines gewissen Namensvetters namens „James Bond“ gemacht hatte, war er wie besessen von diesem ganzen Agenten-Kram.
Sirius stöhnte entnervt auf, aber Peter nickte begeistert.
„Bitte“, er verdrehte die Augen, „- können wir jetzt essen?!“

~*~*~*~


Dieselben Fußspuren wie immer hinterließen seine Schritte im dicken Staub der Jahre. Würde jemand anderes hierher kommen, die Anwesenheit eines ständigen Besuchers wäre für ihn unübersehbar gewesen. Aber es kam nie jemand hierher …
Nicht in die heulende Hütte, wo es doch Spuken sollte.
Remus schüttelte den Kopf.
Sachte drückte er die Tür zum „Schlafzimmer“ auf, trotz aller Vorsicht gab sie ein lautes Knarren von sich, das seine Brust sich automatisch zusammenziehen ließ.
Er wusste, was ihm nun bevorstand.
So viele Jahre schon … und trotzdem gewöhnte man sich nie daran. Als kleiner Junge hatte er immer vorher geweint, das tat er nun heute nicht mehr - das war der Unterschied. Der Schmerz blieb derselbe, unerträglich, als wollte er seinen Körper zerstören. Doch für Remus war diese Pein nicht das schlimmste. Stunden der Tortur konnte man überstehen, schlimmer waren die Höllenqualen der Seele. Kein normaler Mensch könnte dies je nachvollziehen, da war sich Remus sicher. Leid verging, die Gewissheit, das Zugeständnis, dass er durch die Verwandlung machen musste, dieses Etwas zu sein, es nicht leugnen zu können - das war der wahre Schmerz.
Der Wahrheit musste er Monat für Monat wieder ins Angesicht blicken - dem abscheulichen Monster, das er selber war!
Plötzlich erstarrte Remus.
Es ging los!
Sofort verlor er sämtliche Kontrolle, wie zur Salzsäure erstarrt, legte er den Kopf in den Nacken, die Macht des Vollmondes durch das Holz über sich spürend. Dann fing er an zu beben, innerlich, sein Körper nach wie vor unbeweglich und wie aus Stein in den Boden gemeißelt. Zu seinen Füßen begann der unerträgliche Schmerz hoch zu kriechen. Remus wusste nicht, wie es sich anfühlte lebendig zu verbrennen, aber wenn er es sich hätte vorstellen müssen, das hier wäre sein Gedanke gewesen. Als wenn unsichtbare Flammen an seinen Beinen hoch züngelten und langsam aber sicher alles an ihm in Brand setzten. Arme, Hände, Brust und schließlich sein Kopf, alles stand in Flammen - ja, selbst innerlich brannte er nun. Kein Entkommen gab es vor Hitze und dem unvorstellbaren Schmerz. Er verlor jegliche Fähigkeit klar zu denken und schloss nur noch dir Augen und schrie. Ja, Remus schrie sich buchstäblich die Seele aus dem Leib, dann verlor er das Bewusstsein und fiel zu Boden.
Er fing sich mit seinen Pfoten auf. Der Wolf öffnete die bernsteinfarbenen Augen und beendete Remus' Schrei durch ein Heulen zum Mond hinauf.
Dann nahm er seinen allmonatlichen Trott durch das einsame Haus auf, bereit alles zu zerstören, was sich ihm in den Weg stellen würde und sein Instinkt ihm nur eins befehlend. Witterung aufnehmen nach Beute - menschlicher Beute.

~*~*~*~


Lily streifte allein durch die Gänge, rund um die Nähe des Gryffindorturms. Ihren Kontrollgang musste sie ja leider allein erledigen, nachdem Remus zu seinem Vater nach Hause gefahren war.
Heute Abend war nicht besonders viel los, meist nur Erstklässler, die ganz aufgelöst erklärten, dass sie noch immer nicht den Weg zurück zu finden würden. Lily nahm sich geduldig ihrer an, beruhigte sie und half ihnen anschließend auf die Sprünge. Sie erinnerte sich selbst, wie sie damals Probleme gehabt hatte, sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden, die für sie ja auch noch reichlich befremdlich gewesen war. Nicht so wie manche anderen, die sich bereits nach dem ersten Tag, schon perfekt auszukennen schienen.
In der Eintönigkeit ihrer Beschäftigung gefangen, begannen ihre Gedanken sich zu verselbstständigen und immer wieder, um die gleichen Themen zu streifen:
Ihre Pflichten als Vertrauensschülerin, Mel, die ZAGs, Caites immer noch rätselhaftes Verhalten in Bezug auf Sheila und Black, die ZAGs, Bellis Flatterhaftigkeit, die ZAGs, ihre Hausaufgaben, Remus, bei dem sie sich dringend entschuldigen müsste, ihr Zaubertrankprojekt, Mel, Brian, die ZAGs, Potter …
Nein, Potter bestimmt nicht!
Als wenn sie sich, wegen diesem zu großgewachsenen kleinen Jungen, heute Abend auch noch wieder aufregen wollte. Es würde bald schon wieder schlimm genug für sie werden, aber länger konnte sie es einfach nicht mehr hinauszögern - sie würde die Termine für Hogsmead veröffentlichen müssen.
Und wenn Potter schon sonst unerträglich war, wurde er in dieser Zeit zu einer nicht entfernbaren Klette mit Sprung in der Schallplatte. Genauso hatte damals ihr Hass auf ihn angefangen, nicht dass sie ihn je besonders gemocht hätte …
Er war laut, frech, ein Störenfried, arrogant und meinte grundsätzlich über allen Regeln zu stehen. Für James Potter galten schließlich nur seine eigenen Gesetze. Und eines davon musste wohl lauten, ihr bis an ihr Hogwartsende auf die Nerven zu gehen und sie bis aufs Blut zu reizen.
Oh, sie könnte sich stundenlang über diesen dämlichen Kerl aufregen!
Aber nein - darauf hatte sie jetzt wirklich keine Lust, dass er sie auch noch in ihrem Kopf verfolgte.
Lily seufzte.
Wenn er nur endlich mal das Wort „nein“ verstehen würde …
Irgendwie musste doch selbst er mal einsehen, dass sie sich nie im Leben auch nur freiwillig mit ihm anfreunden würde. Und wenn sie …
Plötzlich drehte sich Lily um, ihr war so … als hätte sie ein Geräusch gehört.
Aber nein, sie musste sich irren - es hatte sich nämlich angehört, wie das Klackern von Pferdehufen auf Kopfsteinpflaster.
Und das konnte ja nun wahrlich nicht sein!
Also zog Lily weiter durch die Gänge und vergas alsbald das merkwürdige Geräusch, vollkommen in ihren neuen Plan vertieft Potter endgültig loszuwerden.

~*~*~*~


James atmete erleichtert aus, Peter fiepte einmal kurz in seiner Krone und Sirius wedelte freudig mit dem Schwanz. Nervenkitzel hatte ihm schon immer Spaß bereitet.
Noch nie hatte sich James es gewünscht, aber heute war er mal wirklich froh gewesen, dass Lily Evans ihn übersehen hatte. Hinter einem Wandteppich versteckt und als nicht-registrierter Animagi-Hirsch von ihr entdeckt zu werden - mitsamt schwanzwedelndem Anhang - würde seinen Chancen auf ein Date mit ihr kaum verbessern.

„Als neuer Animagi, sagte man mir, dass ich exakt neun Stunden so verweilen müsste. Neun Stunden, in denen eine unzerstörbare Verbindung zwischen mir und dem Tiere meiner Seele entstehen würde.“

James hatte vorher gewusst, dass ihr Entkommen aus dem Schloss schwierig sein würde, aber er war frohen Mutes. Zwischen ihnen und Remus lag schließlich nur noch ein paar Mal Baucheinziehen und Luft anhalten, das würden sie nach der jahrelangen Arbeit auch noch hinkriegen.

„Ich geh mal zur Toilette“, Remus ließ sein Buch geräuschvoll zuklappen und schien damit den dösenden Peter wieder hellwach gemacht zu haben.
„Ist gut“, antwortete James, mit leicht gelangweilter Stimme über sein Quidditch-Magazin hinwegschauend.
Sirius nickte desinteressiert und versuchte weiter seinen Raben dazu zu bringen ein paar Eulenkekse zu schlucken.
Ihr braunhaariger Freund erhob sich und verließ das Abteil.
„Lass dir Zeit!“, grinste Sirius wie auf Knopfdruck, als die Abteiltür klangvoll ins Schloss fiel.
Sofort brach ein hektisches Treiben unter den verbliebenen drei Rumtreibern aus, Peter kletterte auf seinen Sitz und fummelte am Koffer herum, Sirius ließ die nutzlosen Fütterungsversuche sein und durchwühlte seine Taschen und James hatte das Quidditchmagazin sicher verstaut und zog nun etwas aus seinem Monsterkoffer (seine Mutter bestand darauf ihn für alle möglichen oder auch nur denkbaren Vorfälle zu rüsten - würde morgen ein Schneesturm aufziehen, mit minus dreißig Grad Außentemperatur, James wäre gerüstet) hervor.
„Ok, seht mal her“, er winkte Sirius und Peter herbei, „das habe ich auch noch auf unserem Dachboden gefunden.“
James hielt ihnen drei vergilbte altertümliche Pergamentrollen und ein wenig aufregendes braunes Lederbuch unter die Nase.
Sirius grinste erstaunt:
„Was hast du deiner Mutter gesagt, dass du den Dachboden für sie aufräumen würdest?“
„Spinnst du?“, James lachte auf.
„Wenn ich so etwas sagen würde, weiß sie doch gleich, dass ich was aushecke - aber meine Eltern waren mal wieder weg, auf „geheimer Mission“ für Dumbledore, da habe ich aus Langeweile mal ein wenig Spurensuche betrieben.“
Sie untersuchten die Sachen, die James gefunden hatte. Beim Tagebuch, wie bei den Rollen, handelt es sich um Familienerbstücke, sein Vater hatte ihn darauf gebracht. Seinen Sohn wieder mal mit der Pottergeschichte belehren wollend - die James inzwischen auswendig runterbeten konnte - hatte dieser sich plötzlich wieder an etwas erinnert. Sein Großvater, Ignatius Potter, war ein Animagus gewesen.
Das Geräusch des Portierens war noch nicht hinter seiner Eltern verklungen, als James schon damit begonnen hatte den Dachboden zu durchwühlen. Und dann hatte er es wiedergefunden - und nebenbei die mittelalterlichen Aufzeichnungen von Archimedes Potter zur Wirkung der Wandlungstränke bei der Animagiwerdung entdeckt - das Tagebuch. Er hatte es schon mal zufällig gefunden, als er als kleiner Junge dort oben gespielt hatte.
„Ich hab leider nichts über Animagi gefunden“, gab Peter kleinlaut zu, „aber ein Buch von einem Werwolfforscher.“
James warf einen Blick auf „Mensch oder Tier? Monster oder Opfer? Ein Reise zur Kreatur des Mondes“ von Abraham van Helsing. Dieses Buch hatten sie ebenfalls Zuhause und James hatte es schon gelesen. Aber immerhin hatte Peter es versucht.
„Aber ist das nicht trotzdem alles sinnlos, solange wir nicht an diese eine Zutat rankommen?“, fragte der kleine Junge nun weiter vorsichtig nach, in seinem runden Gesicht lagen große Zweifel an ihrem Vorhaben.
Die Jungs hatten bei ihrer Recherche bereits erfahren, dass die Herstellung des Trankes Zutaten von nahezu jedwedem magischen Tier erfordern würde, darunter auch Einhörnern.
„Details!“, winkte James ab.
„Irgendwie kriegen wir dieses Einhornhaar schon.“
„Du meinst „Einhornhaare“.“
James blickte verblüfft zu Sirius.
„Hier steht“, das Tagebuch seines Großvaters lag auf seinem Schoß, „dass in jeden Trank, ein Einhornhaar kommt, ansonsten funktioniert der ganze Zauber nicht.“
James stöhnte auf, Peter machte ein noch verzweifelteres Gesicht.
Sirius aber lehnte sich entspannt zurück.
„Na, dann brauchen wir ja nur noch zwei!“
„Häh?“, stießen James und Peter gleichzeitig hervor.
Sein bester Freund grinste gönnerhaft:
„Gentlemen, ich war so frei über die Ferien uns eins dieser heiligen Gaulhaare zu beschaffen.“
Sirius hielt ihnen ein leuchtend weißes Haar entgegen, das sanft in der Luft hin und her schwankte.
„Wie hast du das …“
Aber James konnte den Satz nie zu Ende sprechen, da genau in diesem Moment Leben auf dem Flur draußen zu hören war.
Remus kam zurück!
Schnell verschwand das Buch unter James' Hintern, die Rollen unter Peters Jacke und das Haar wanderte in Sirius' Glasröhrchen zurück, das er geschwind in seiner Umhangtasche verstaute.
Remus trat hinein, ein leichtes Zeichen von Misstrauen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. James schwante böses.
Entging Remus denn nie etwas?
„Was - Snape spukt draußen auf den Gängen rum und ihr sitzt noch gemütlich hier drinnen? Seit ihr über die Ferien etwa endlich vernünftig geworden?“, in seiner Stimme überwiegte der deutliche Zweifel, die leise Spur Hoffnung.
„Nie im Leben!“, sagten Sirius und er gleichzeitig aufspringend.
Das Tagebuch gut versteckt unter den Arm geklemmt, stürmten sie beide mit Peter auf den Fersen hinaus.

~*~*~*~


Voller Wut sprang er immer wieder aufs Sofa, verbiss sich in seinen Kissen, zerfetzte, was es an dem längst maroden Ding, noch zu zerfetzten gab.
Der Wolf konnte den Geruch von Staub nicht mehr ertragen, der ihm in der Nase brannte.
Immer der gleiche Ort, immer der gleiche Käfig.
Er wollte raus und etwas anderes sehen, laufen, jagen und seine Zähne in fremdes Fleisch bohren. Die Eintönigkeit hier drinnen erweckte seinen Zorn.
Da hielt der Wolf mit einem Male in seiner zerstörerischen Wut inne. Er richtete sich zur vollen Größe auf und bewegte seine Nase in der Luft. Schnell trugen ihn seine Pfoten zum Eingang seines Gefängnisses, dass er mehr als einmal bereits versucht hatte zu verlassen und er vehement von dicken Ästen und peitschenden Zweigen zurückgeschlagen worden war. Wieder hielt er seine Nase in die Luft und schnupperte nochmals deutlich.
Dann verschwand der Wolf kurzerhand.

~*~*~*~


Sirius trottete hinter einem großen braunen Hintern her.
James' neue Hinterfront - oder noch viel mehr die schlimmen vertauschten Größenverhältnisse - waren immer noch genauso befremdlich, wie diese vier Pfoten an seinen Beinen. Doch irgendwie hatte es Sirius von Anfang an Spaß gemacht, als Hund durch die Gegend zu tollen. Endlich konnte er so richtig wild sein und so laut bellen, wie er wollte. Außerdem bekam man in dieser Form auch einen ganz anderen Eindruck von der Welt.
Wer hätte z. B. gedacht, dass alle Menschen so verdammt verschieden rochen?
Gonni hatte einen Duft wie ihre Lieblingskekse versprüht, nach Zimt und Ingwer, mit diesem Hauch Moschus drin. Die meisten Mädchen glichen einem Meer, der immer selben Blumen oder dem neusten Parfums vom Markt. Lily Evans roch für ihn, wie alle Bücher der verstaubten Bibliothek zusammen.
Und wenn sich Sirius erst mal die Lauschmöglichkeiten vorstellte, eröffneten sich einem ganz neue Möglichkeiten …
Nur an eins konnte er sich wirklich nicht gewöhnen:
Diese Nase - scheißkalt!
Wie hielten das die Köter nur aus?!
Sirius trottete jetzt schon eine ganze Weile hinter James her.
Mann, der Gang bis zur heulenden Hütte war aber weit …
Vielleicht hatte er damals aber auch nicht gemerkt, wie weit der Weg gewesen war, seine Gedanken hatte er schließlich woanders gehabt.
Jedenfalls ging Sirius das Ganze eindeutig nicht schnell genug und so schlängelte er sich durch James' Stelzen hindurch und lief mit wedelndem Schwanz bereits ein gewaltiges Stück voraus, er konnte es irgendwie nicht mehr abwarten.
Drei Jahre hatte sie hierfür gebraucht, jetzt wollte er nur noch dir Früchte ihrer Arbeit ernten. Andere mochte es vielleicht als Wahnsinn bezeichnen, dass Sirius sich auf die zweite Begegnung mit einem Werwolf in seinem Leben freute, aber trotz noch immer leichten schlechten Gewissens - er liebte den Nervenkitzel einfach viel zu sehr.
Wenn sich jedes Haar in seinem Nacken aufstellte, der Körper wie unter Dauerstrom stand, ein jeder Muskel sich reaktionsbereit anspannte, das Herz wie wild schlug und alles, ja wirklich alles wie verrückt kribbelte … dann wusste Sirius, dass er am Leben war. Und genau dieses pulsierende Gefühl seines Daseins, war für ihn wie ein High-Erlebnis, dass er immer wieder genoss.
Sirius betrat als erster die heulende Hütte, die anderen hatte er weit hinter sich gelassen. Neugierig sah er sich um, schließlich kannte er das Gebäude bisher nur von Außen. Seine Pfoten hinterließen kleine Puff-Geräusche wohin er auch trat, bald war er von Staubwölkchen umgeben und musste niesen. Er wusste gar nicht, dass Hunde das konnten.
Seine feine Nase nahm neben dem drückende Staubgeruch noch Holzlacke verschiedenster Art war, ein Hauch von Schimmel flog durch die Luft, doch alles wurde überlagert vom Duft eines fremden Tieres - das musste der Wolf sein.
„Du solltest mal wieder duschen, Remus!“, dachte Sirius die Schnauze rümpfend.
Nun spitze er die Ohren, erstaunlich was so ein Hund alles hören konnte. Selbst die Kellerasseln unter dem Holz waren nicht vor dem tierischen Lauscher sicher.
Plötzlich wurde das trappelnde Geräusch der Insekten von einem überdeutlichen lauten Grollen übertroffen. Sirius' Ohren legten sich automatisch an und noch bevor er sich umdrehte, verließ seine Kehle ein Knurren, aber es war zu spät. Ein wuchtiger Schlag traf ihn im Rücken und im nächsten Moment spürte er wie sich etwas Spitzes in seinen Rücken bohrte. Der Wolf hatte sich in ihm verbissen.

~*~*~*~


Als James ein Jaulen, mit einem darauffolgenden wütenden Bellen hörte, dass von einem tiefen Knurren begleitet wurde, brauchte er nicht mehr zu wissen. Seine Beine setzten sich so eilig in Bewegung, dass es Peter wohl fast aus seiner Krone gerissen hätte, sein neuer Körper erstaunte selbst ihn mit seiner hohen Geschwindigkeit und Ausdauer.
Er bereute es, nicht gleich Sirius gefolgt zu sein, als dieser plötzlich abgezischt war, wie eine Rakete. So hatte sich James die feierliche Erfüllung von Mission „Mann im Mond“ jedenfalls nicht vorgestellt …
Gerade noch rechtzeitig erreichte James das Kampfszenario, in dem sich ein großer riesiger brauner Werwolf und ein etwas kleinerer, aber nicht minder beängstigender schwarzer Hund, Zähne fletschend gegenüber standen. Sofort ging James dazwischen, die Ratte in seinem Geweih quiekte aufgeregt. Seinen Kopf hatte er dem Wolf zugewandt, es war das erst mal, dass James seinem Freund als Werwolf in die Augen sah.
Und obwohl seine Gestalt so verändert war, erkannte er die braunen Augen von Remus sofort wieder. Doch waren sie so anders, ohne die Wärme und Freundlichkeit und den allwissenden ruhigen Ausdruck. James schlug Wildheit und grenzenlose Wut entgegen, nicht mal wütend schaffte es Remus so zu schauen.
Der Hirsch richtete sich kühn zu seiner gesamten Größe auf, mit der er den Wolf noch weit übertraf.
Das Knurren aus seiner Kehle wurde tiefer …
James wollte nicht mit Remus kämpfen, schließlich waren sie hier, damit er sich nicht noch weitere Verletzungen zufügte.
Aber wenn es sein müsste …
Da drehte der Wolf sich um und trottete zu ihrer aller Überraschung auf einmal nach oben.
James und Sirius tauschten kurz einen Blick aus, dann folgten sie ohne zu zögern ihrem pelzigen Freund. Oben angekommen beobachteten sie, wie der Wolf im Zimmer wieder und wieder seine Runden drehte.
„Kein Wunder, dass er da durchdreht …“, dachte James.
Schließlich kam er auf sie zu, aber nicht schnell, sondern langsamen kraftvollen Schrittes, wie um seine Kraft zu demonstrieren. Jeder einzelne von ihnen wurde kurz beschnuppert, selbst Peter in seinem Geweih ließ die Prozedur ohne Quieken und Piepsen über sich ergehen.
Dann wandte der Wolf sich wieder ab und machte es sich auf dem halb zerstörten Bett bequem. Nach einer Weile des regungslosen Beobachtens war dies Sirius wohl zu langweilig. Er ging lockeren Trabs auf den Wolf zu, stupste ihn mit der Nase an und das wilde Tier reagierte. Die beiden verfielen in eine kleine Kabbelei, in der sie sich zwar bissen, aber nur wie es auch Wolfskinder unter sich auch machen würden, wenn sie spielten.
James grinste in sich hinein - anscheinend war Projekt „Mann im Mond“ doch noch zu einem Erfolg geworden.

~*~*~*~


Als Remus am nächsten Morgen erwachte, fühlte er sich schwach - aber bei Weitem nicht so schwach wie immer. Er öffnete die Augen, nicht überrascht sich im Krankenzimmer wieder zu finden.
Wenn die ersten Sonnenstrahlen die Dunkelheit durchbrachen und alle Schüler noch in ihren kuscheligen Betten schlummerten, hatte ihn Madam Pomfrey stets aus der heulenden Hütte geholt. Seine Überredungsversuche dies auch selbst tun zu können, stießen auf taube Ohren bei der Schulkrankenschwester. Die überbesorgte Frau sah dies eindeutig anders. Remus konnte nicht leugnen, dass sich ein kleiner Teil von ihm über diese mütterliche Fürsorge freute.
Remus schloss entspannt die Augen. Einen Monat - einen Monat Pause wieder für ihn von dieser Tortur. Dreißig Tage in denen er sich erholen könnte, bevor alles wieder von Neuem beginnen würde, bevor das Monster wieder aus ihm hervor kriechen würde.
Er richtete sich auf … als Remus vor Schock beinah zurück auf sein Kissen fiel.
Aus dem Bett gegenüber schaute ihn ein verschlafener, aber eindeutig schon gut gelaunter Junge mit wirren schwarzen Haaren an.
James grinste.
Sein Gesicht zierte lauter blau-grünlicher Punkte und er wirkte etwas blass um die Nasenspitze, ansonsten war seine Miene ungetrübt, wie eh und je.
Remus starrte ihn an.
„Morgen, Remus! Gut geschlafen?“, fragte James fröhlich, die Augen zusammenkneifend, um ihn ohne seine Brille überhaupt erkennen zu können.
Remus war zu perplex, um etwas erwidern zu können, als auch schon Madam Pomfrey, mit typisch weißen Häubchen und wachen runden Augen hereingewuselt kam.
„Guten Morgen, Mr. Potter - hören Sie sofort auf sich weiter zu bewegen.“, Remus sah James die Augen verdrehen, als die Krankenschwester gerade nicht hinsah.
„Ah und Mr. Lupin, Sie sind auch schon wach!“, wie immer stellte sie ihn von Haarspitze bis kleinen Zeh auf den Kopf, ständig unter ihrem kritischen Blick - Remus hatte allmählich das Gefühl zu ihrem Lieblingsuntersuchungsobjekt mutiert zu sein.
Als sie fertig war, wirkte sie überrascht:
„Mr. Lupin, heute muss ich ja gar nicht mit Ihnen schimpfen! Ihre Sommerferien scheinen Ihnen gut getan zu haben, Sie sind weitaus weniger verletzt als gewöhnlich. Genau genommen fehlt Ihnen, bis auf ein paar ernste Kratzer, überhaupt nichts.“
Sie schüttelte, beinah enttäuscht nichts zu verpflegen zu haben, den Kopf und entfernte die magische Trennwand wieder.
James' Blick wirkte leicht amüsiert, Remus kannte ihn gut. Genauso schaute James immer dann, wenn er einen Streich ausgeheckt hatte und er, Remus, noch nichts davon wusste, sich das jeden Moment aber ändern würde. Er bemerkte, dass sich auch die Krankenschwester kurz nach James umsah, ein Schnarcher vom Bett rechts neben ihm, der mit einem Grunzen links erwidert wurde, löste den kurzen Augenblick aber auf.
Sirius und Peter drehten sich beide gleichzeitig um und schliefen selig weiter.
Madam Pomfrey untersuchte jetzt auch James, ohne Trennwand allerdings, der breitwillig alles über sich ergehen ließ.
„Wenn Sie das nächste Mal Ende September plötzlich Lust auf ein Bad verspüren, Mr. Potter, sollten Sie gefälligst auf ausreichend Grindeloh-Schutz achten.“
„Selbstverständlich, Madam Pomfrey!“, antwortete der Schwarzhaarige mit unschuldigem Engelsblick.
Die Krankenschwester schien, wie so viele vor ihr, zutiefst davon hingerissen zu sein und verschwand ohne ein weiteres böses Wort in ihrem Büro.
Remus ließ sich davon aber nicht beirren.
„Grindeloh-Schutz?“, fragte er zweifelnd nach.
In ihm breitete sich eine äußerst unangenehme Nervosität aus, seine Hände wurden bereits leicht schwitzig.
„Jaah, wie du siehst haben wir Wasserpocken bekommen, weil uns eins dieser Viecher gebissen hat. Eklige kleine Biester, kann ich dir sagen. Wimmelt von denen um diese Zeit geradezu im See. Wir mussten den ganz schön eins auf die Rübe geben, bis sie kapiert haben, dass wir nicht mit ihnen spielen wollten.“
Remus schluckte. Sein Verstand sagte ihm, dass an dieser ganzen Sache etwas nicht stimmte.
Warum sollten seine Freunde plötzlich Lust auf Schwimmen im See haben, wo das Wasser inzwischen knapp über null Grad nur noch hatte?
Und da gab es noch eine Sache, die ihn wurmte …
Ein unangenehmes Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus. Remus riskierte immer wieder nur kurze Blicke, lange hielt er James' nicht aus, seine Augen waren freundlich, aber da war noch etwas anderes in dem Braun, was Remus bisher nur selten bei ihm gesehen hatte.
Warum fragte ihn James nicht, warum er hier und nicht Zuhause war?
Sie fragten schon lang nicht mehr nach und nur selten erfand er noch eine Ausrede, aber seine wortlose Abwesenheit, war doch noch immer etwas anderes, als diese offensichtliche Lüge.
Remus überkam ein ganz schlechtes Gefühl …
„Remus, ich weiß es.“
Er schaute heftig zitternd auf, schwach hoffend, dass James etwas anderes meinte, aber sein ernster Blick sprach Bände.
Sein Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen, das Atmen viel ihm in diesem Moment äußerst schwer.
„Und Sirius und Peter ebenfalls.“
Vor Schreck riss Remus die Augen auf.
Nein, das konnte nicht sein!
Das durfte nicht sein …
Er spürte geradezu, wie bleich er geworden sein musste, das hier war schlimmer als jede Verwandlung!
Remus wandte den Blick ab, er wollte weg, am besten sich in der Bibliothek hinter einem Stapel Bücher verstecken und nicht mehr auftauchen. Denn er wollte nicht hören, was jetzt kommen würde.

„Gut, dass ihr endlich verschwindet! Du und dein Monsterblag - macht, dass ihr soweit wegkommt wie möglich. Wir wollen nicht, dass eure kleine Bestie unsere Kinder auch noch befällt.“, zischte der große schlaksige Mann ihnen zu.
Remus saß bereits im Auto und hatte sich so klein gemacht wie möglich, trotzdem verstand er jedes Wort von Mr. Jackson. Er konnte es fast nicht glauben, dass diese Worte tatsächlich von seinem Nachbar und Vater seines besten Freundes stammen sollten - seines ehemaligen besten Freundes, verbesserte sich Remus wehmütig.
So viele Nachmittage hatte er in seinem Haus verbracht, war von ihm oftmals sogar gelobt worden, wegen seiner schnelle Auffassungsgabe und dem „Queenchen Logik“, wenn er mit Matthew lernte.
Und zu gut war der Moment noch in seiner Erinnerung, als Mr. Jackson ihn bat, ihn fortan nur noch „Onkel Max“ zu nennen, da er ja praktisch „zur Familie gehören würde“.
„Max, wir waren immer Freunde“, hörte er seinen Vater sagen, „und wenn du mich beleidigst, so ist das eine Sache. Aber dieses unschuldige Kind - meinen Sohn, auf den ich sehr stolz bin - so widerlich zu beschimpfen und ihn als etwas hinzustellen, was er nicht ist, dann hört hier für mich jede Freundschaft auf.“
Er hörte Türen knallen, ein Wimmern erklang vorne, dass vom röhrenden Geräusch des Motors überdeckt wurde, als sein Vater wortlos den neuen VW-Käfer anließ. Remus riskierte einen vorsichtigen Blick aus seinem Versteck hinaus, als das Auto sich langsam in Bewegung setzte.
Vom Halsansatz bis zur Stirn war Mr. Jackson rot angelaufen, um schließlich Folgendes hinterher zu brüllen, was Remus nie vergessen sollte:
„Ich pfeife auf die Freundschaft mit dem Vater eines Monsters! Du bist ein eingebildeter intellektueller Schnösel, Romulus, der sich immer schon für besser als alle anderen gehalten hat. Geschieht dir nur Recht mit dieser Schmach nun leben zu müssen. Du und dein perfekter Sohn - FRÜHER HÄTTE MAN SOWAS WIE DEN AUSGEROTTET!“
Ein heftiges Schluchzen drang von vorn an sein Ohr, Remus brauchte Augeblicke um seine Augen vom rot leuchtenden Gesicht Mr. Jacksons abzuwenden, dabei streifte sein Blick nicht mal für Sekunden ein anderes bekanntes Gesicht. Doch Matthew stand der feurigen Wut seines Vaters in nichts nach.
„Remus, sieh nach vorn.“, die Stimme seines Vaters war freundlich, aber gebietend.
Der braunhaarige Junge war für Momente noch immer erstarrt, schwerfällig wollte er dem Gebot seines Vaters gerade nachkomme, als das nächste Gesicht nicht auf sich warten ließ.
Sein Herz setzte für einen Schlag aus.
Liyana.
In ihre bunten Kleider und Tücher gehüllt, stand sie am Gartenzaun vom alten Mr. Smith und schaute ihn an. Ihre großen schwarzen Augen schienen leicht traurig … und verwirrt.
Er wollte eine Hand an die Scheibe legen, als jemand den Blickkontakt störte.
Henry zog sie weg, ohne sich umzusehen, aber auch Liyana drehte sich nicht mehr um.
Remus ließ die Hand sinken.
Er wusste, dass sein Vater ihn durch den Rückspiegel beobachtete, doch seine aufmunternden Augen wollte er jetzt nicht sehen.
Er presste seine Hände auf die Ohren, das Wimmern zu überdecken und schloss die Augen.
„Früher hätte man so was wie den ausgerottet!“, das war das einzige, was Remus wieder und wieder durch den Kopf ging.
Ein Tag vor vier Wochen hatte sein Leben verändert, nein, hatte ihn verändert.
Ein Tag vor drei Wochen hatte ihm das erste Mal wirklich das Gefühl gegeben, anders zu sein.
Doch der Tag heute war der wirklich Schlimmste in seinem Leben gewesen, etwas war in ihm zerbrochen, denn er wusste, dass der „andere Remus“ und alles mit ihm, was vorher existiert hatte, nun für immer verloren war.

Nur am Rande bekam er mit, wie James seine Brille aufsetzte und seine beiden Pantoffel schnappend, erst einen nach Peter und dann nach Sirius warf. Letzterer erwachte unter großem Protest und lautem Geschimpfe, das jedoch schnell verklang als er ihn sah.
Beide schauten zu James und dieser nickte.
Remus drehte sich absichtlich weg, aus Angst vor ihren Gesichtern, aus Angst, dass sie den aufkommenden Schmerz in seinen Augen sonst sehen würden.
Er wollte nicht wissen, wie sie ihn angeekelt begafften, als wäre er irgendein fremdartiges abstoßendes Tier im Zoo.
Er wollte die Gesichter seiner Freunde überhaupt nicht mehr sehen.
Wiederum drohte das zu zerbrechen, was Jahre gebraucht hatte, um wieder richtig zusammen zu wachsen.
Mühsam blinzelte er die schimmernden Tränen in seinen Augen fort und versuchte seiner Stimme einen ruhigen Klang zu geben.
„Schön, dann wisst ihr es ja jetzt.“, sagte er möglichst abweisend.
„Es wäre nett, wenn ihr es keinem verraten würdet, ansonsten dürft ihr mich hassen.“
„Remus, wir hassen dich nicht, was für ein Schwachsinn!“, beschwerte sich Sirius lautstark.
Remus hörte ihm nicht zu. Er schenkte Sirius' Worten keinen Glauben, weil sie für ihn irrsinnig waren.
„Remus, wir wissen schon seit der ersten Klasse von deinem kleinen pelzigen Problem.“
Remus Mund klappte auf, völlig baff schaute er James an, der seinen Blick so ernst, wie nie erwiderte.
Er verstand nicht.
Das ergab doch keinen logischen Zusammenhang!
Warum hassten sie ihn nicht schon seit Jahren?
Blieben seine Freunde, wenn sie sein wahres Gesicht doch kannten.
Ja, warum nur taten sie das?
„Wo … woher wisst ihr davon?“, fragte er mit bebender Stimme nach.
Sie mussten falsch informiert sein, das war die einzige Möglichkeit.
„Glaubst du, es würde uns nicht auffallen, wenn du uns einmal im Monat eine billige Ausrede auftischst, von wegen deine Tante Jane sei krank, verschwindest, um dann selber voll bandagiert zurückzukommen? Dafür hättest du dir echt was Besseres einfallen lassen müssen!“, Sirius schnaubte abfällig.
„Wir haben dir also natürlich hinterher geschnüffelt“, erklärte James in selbstverständlicher Weise, „und sind so schließlich hinter alles gekommen.“
„Eigentlich war es ein Buch von Roberts, dass James auf die Idee gebracht hat.“, platzte es jetzt aus Peter raus.
Sirius warf diesem einen äußerst wütenden Blick zu.
Remus brauchte nicht nachzufragen, um welches besagte Buch es sich handelte. Deswegen hatte ihn James damals also auf so merkwürdige Weise angeschaut, als er ihn danach gefragt hatte. Remus hätte es vergessen, wenn es ihm nicht so merkwürdig erschienen wäre, gerade von James Potter nach einem Buch außerhalb des Quidditchlektürenbereichs befragt zu werden.
„Und dann sind wir dir einmal gefolgt …“, gab Peter weiter kleinlaut zu.
Auch das wurde mit einem bösen Blick von Sirius' Seite quittiert, wenn auch noch etwas anderes in seinem kurzen zur-Seite-Blinzeln in seine eigene Richtung lag.
In Remus blitzte in diesem Moment eine schwache Erinnerung auf, mehr blasse Wahrnehmungen, als ein bewusstes Bild. Jede Art, ob Bär oder Maus, hatte seinen eigenen Geruch, der sich je nach Wesen noch mal spezifizierte, auch Menschen und genau dieser, lag Remus gerade jetzt wieder so deutlich in der Nase, wie nie zuvor. Dazu kam ein Gefühl von großer Aufregung, was das Tier in ihm, nicht oft als Spur hinterließ - zerstörerische Wut war das vorherrschende Gefühl seit Jahren.
Sie waren also wirklich dagewesen …
Seine Fassungslosigkeit über dieses selbstmörderische Unterfangen, mischte sich mit der Scham, die er darüber empfand, dass sie sein wahres Ich nicht nur kannten, sondern sogar gesehen hatten.
Unbekümmert ergriff James wider das Wort:
„Kurz gesagt: Wir wissen fast alles, Remus und da wollte wir dir helfen …“
„Helfen?“, Remus lachte freudlos auf.
„Wie soll man jemandem wie mir helfen? Anstatt meine auswegslose Situation lösen zu wollen, täte euch gut daran mich zu hassen. Und ich würde es verstehen, dass ihr euch nicht mit so etwas, wie mi-“
„Verflucht noch mal, Remus! Hör auf so einen Drachenmist zu erzählen!“, James funkelte ihn wütend an, auch Sirius und Peter wirkten sauer.
Remus ließ sich davon nicht stoppen.
„Mist? Ich glaube ihr wisst gar nicht, was ich bin!“
Jetzt wurde er langsam richtig fuchtig:
„Ich bin widerwärtig und abstoßend - ihr habt ja nicht die geringste Ahnung, wozu ich überhaupt fähig bin! Ein furchtbares Monster, vor dem sich alle fernhalten sollten, das bin ich.“
„Jetzt halt aber mal die Luft an, Remus! Nur weil du ein Werwolf bist, gibt dir das noch lange nicht das Recht in Selbstmitleid zu zerfließen!“
Stille.
Sirius hatte das Wort ausgesprochen.
Sein Mund fühlte sich schrecklich trocken an.
„Wir sind Freunde, Remus und daran wird sich auch nichts ändern - uns wirst du nicht so schnell wieder los!“, James legte das Pottergrinsen auf.
„Das stimmt.“, fuhr Peter heftig nickend fort.
„Aber ich bin, ich bin-
„- das hatten wir schon!“, winkte James beinah müde ab.
„Und wir helfen dir trotzdem! Remus, wir haben nicht drei Jahre Arbeit da rein gesetzt Animagi zu werden, um jetzt-“
„Ihr habt was?!“, Remus sprang wie vom Kappa gebissen aus seinem Bett auf.
Eine neue Erinnerung durchfuhr ihn, die Eindrücke dieser Nacht. Verschiedene tierische Gerüche - Hund, Ratte, Hirsch - erneut heftige Aufregung des Wolfes und Misstrauen … die schließlich in einer gewissen inneren Zufriedenheit endeten.
Aus einem reinen Impuls heraus schaute Remus zu Sirius, sah den Verband, der oben am Nacken hinausschaute und eine gewaltige Welle der Wut und Schuldgefühle überkam ihn wiederum.
„Seht ihr das?!“ er deutete auf Sirius.
„Und das war noch gar nichts! Wisst ihr eigentlich, welcher Gefahr ihr euch da aussetzt? Mal ganz zu Schweigen von den vielen Gesetzten, die ihr wegen diesem unverantwortlichen Wagemut brecht?“
„Na und?“, zuckte Sirius die Schultern.
„Na und?! Verflixt noch mal“, Remus wäre beinah mit dem Fuß laut aufgestampft über so viel Leichtsinnigkeit, „- ihr bringt euch nicht wegen mir in Lebensgefahr oder sonstiges!“
„Keine Chance, Remus!“, alle drei verschränkten wie einstudiert die Arme, James' Blick zeigte größte Hartnäckigkeit.
„Wir haben uns bereit vor drei Jahren entschlossen und daran kannst auch du nicht mehr rütteln. Wir werden dich ab jetzt immer begleiten.“
„Oder willst du weiter jeden Morgen nach Vollmond als Schaschlik aufwachen?“, setzte Sirius schief grinsend zu guter Letzt noch oben drauf.
Remus fasste sich vor Unglauben über so viel kindischem Übermut und Wahnsinn an den Kopf.
Verstanden sie denn gar nichts?
Es war aussichtslos hier weiter zu argumentieren, denn James war zu hartnäckig, Sirius zu dickköpfig und Peter orientierte sich zu sehr an den beiden, als dass er sie von diesem risikoreichen Unterfangen hätte abbringen können.
Hier musste er andere Mittel zur Rate ziehen, die Remus nicht gern benutzte.
„Und ich sage, ihr kommt nicht mehr mit - oder Dumbledore wird von eurem Gesetzesbruch erfahren!“
Peter wirkte wie ausgewechselt, seine Euphorie war verflogen. Sirius kniff wütend die Augen zusammen, James aber grinste nur umso breiter.
„Das tust du nicht, Remus.“, sagte er einfach.
Remus ärgerte sich, denn James sollte wieder mal Recht behalten.

~*~*~*~


Wie immer saß Lily am gleichen Tisch in der Bibliothek mit ihr, einen Zaubertränkevortrag nach dem anderen ohne Unterbrechung runterratternd, während ihre Gedanken nicht ganz bei der Sache waren.
Obwohl … irgendwie waren sie das schon, denn Lily suchte nach dem passendsten Weg ihr eifrig notierendes Gegenüber auf die schlechte Zaubertranknote anzusprechen. Bisher hatte Lily das noch nicht gewagt. Geschweige denn auch nur vorsichtig ihr Projekt anzutippen, mit dem Lily normalerweise längst schon begonnen hätte. Doch diesmal war sie nicht allein, sie musste Mel und Pettigrew mit einbeziehen - dessen Nachhilfe nicht erfolgreicher verlief. Was Zaubertränke anging waren die beiden sich erstaunlich ähnlich, zwei wandelnde Explosionsgefahren auf Beinen.
Eine plötzlich links auftauchende vertraute Silhouette, beendete vorerst Lilys Gedankengang in diese Richtung.
„Entschuldige mich kurz …“, sagte sie einfach mitten im Vortrag und sprang auf.
Sie spürte Mels irritierten Blick auf sich, als sie einem braunhaarigem Jungen fröhlich um den Hals fiel.
„Remus, du bist ja schon wieder da! Geht es deinem Vater besser?“, erkundigte sich Lily besorgt.
Der Junge musterte sie leicht verwundert, vielleicht wegen der ungewohnten Überschwänglichkeit ihrer Begrüßung. Mit geröteten Wangen löste sie sich von ihm, aber das änderte nichts daran, dass sie sich ehrlich freute, Remus wieder zu sehen.
Außerdem gab es da noch etwas, was sie dringend loswerden musste:
„Es tut mir ehrlich leid, dass ich letztens so taktlos war! Ich weiß deine Familie geht mich nichts an, aber-“
„Schon gut.“, unterbrach Remus sie mit einem verständnisvollen Lächeln.
„Das habe ich längst vergessen.“
Diese Antwort erleichterte Lilys Gewissen ungemein, aber so gern sie sich noch weiter mit ihm unterhalten hätte - jemand wartete schließlich auf sie. Also verabschiedete sie sich von Remus und eilte an ihren Tisch zurück.
Ohne ein weiteres Wort ergriff Mel ihre Feder und wartete scheinbar auf Lily fortzufahren. Die Rothaarige war einigermaßen überrascht, hatte sie doch einen unfreundliche Kommentar ihrerseits erwartet, aber vielleicht war Mel ja heute nicht in Stimmung für so etwas - ausnahmsweise.
Im Gegenteil, man hätte dieses letztere Verhalten für ihre Verhältnisse sogar fast als Freundlichkeit interpretieren können.

~*~*~*~


Den gesamten Nachmittag verschanzte sich Remus nun schon in der Bibliothek. Gut versteckt in einer der dunkleren Ecke, die Nase tief in den Abenteuern seines Lieblingsmuggelbuchautoren vergraben und nur hin und wieder unterbrechend, um sich umzuschauen. Aber seine böse Befürchtung, wie seine winzige Hoffnung, wurden zerstört - keiner seiner Freunde tauchte auf, um nochmals zu versuchen mit ihm zu reden.
So beobachtete Remus stattdessen die Leute, die sich hier herumtrieben, sein Blick blieb längere Zeit an einem großen schlaksigen Hufflepuff hängen.
Seine Freunde und Remus waren im Streit auseinander gegangen, zuletzt hatte er sich geweigert weder mit ihnen zu reden, noch zuzuhören, was eigentlich nicht seine Art war. Bei der erstbesten Gelegenheit war er anschließend verschwunden - die anderen drei würden erst später entlassen werden.
Wie konnten sie nur so leichtfertig ihre Zukunft, ja ihre ganzes Leben aufs Spiel setzten?
Waren sie denn völlig blind für die Gefahr?
Warum wollten sie ihn unbedingt noch begleiten - nur damit er morgens ein paar Kratzer weniger hatte?
Wieso überhaupt hassten sie ihn nicht, verachteten nicht, was er war und ließen ihn nicht allein?

„FRÜHER HÄTTE MAN SOWAS WIE DEN AUSGEROTTET!“

Der Hufflepuff schaute kurz auf, funkelte ihn nicht mal für eine Sekunde an, bevor er die Aufmerksamkeit wieder seinem Buch schenkte.
Weil sie deine Freunde sind.
Weil sie nicht wollen, dass es dir schlecht geht.
Weil sie genau das tun, was du auch ohne zu zögern jederzeit für sie tun würdest.
Remus lächelte und gleichzeitig fühlte er sich unglaublich schlecht sie vorhin so beschimpft zu haben. Er hieß ihr gefährliches Verhalten selbstverständlich noch immer nicht gut, aber bei aller Sorge um ihre Sicherheit hatte er vergessen … ihnen zu danken. Zu danken, dass sie seine Freunde waren und es auch blieben.
Sie hatten das schließlich nicht aus Spaß getan - nicht nur aus reinem Spaß - sondern wegen ihm.
Remus ließ das Buch aufgeschlagen auf dem Tisch liegen und verließ die Bibliothek. Er hatte es eilig, sehr eilig, denn immer mehr wurde ihm klar, dass der wahre kindische Idiot er selbst vorhin gewesen war.
Nur noch um die nächste Ecke, dann wäre er beim Gryffindorturm angelangt.
Remus bog nach links - als er gerade noch rechtzeitig das Hindernis in seinem Weg bemerkte und einen ernsteren Zusammenstoß verhindern konnte.
Die Masse an blonden Locken sofort erkennend, murmelte er eine Entschuldigung und machte sich bereit, ihre unfreundliche Antwort über sich ergehen zu lassen.
„Ist ja nichts passiert.“
Remus starrte sie perplex an und glaubte sich für einen Moment verhört zu haben - oder verguckt?
Nein, vor ihm stand wirklich die Melody Roberts.
Und als hätte Remus damit nicht endgültig genug Wundersames in vierundzwanzig Stunden erlebt, tat sie etwas noch viel verstörenderes.
Sie lächelte.
Nur ganz kurz, aber es war ein ehrliches warmes Lächeln gewesen, dass ihre Augen für einen winzigen Moment erhellt hatte.
Dann schritt sie weiter, als wäre nichts passiert.
Remus blieb verwundert zurück und legte eine Hand überlegend ans Kinn …

Remus sah von seinem Fenster aus den vollen Bahnsteig entlang.
Er liebte es die Leute zu beobachten, ihnen einfach bei den normalsten Dingen zu zuschauen, manchmal war es dann, als würde er selbst dazu gehören.
Ein riesiges Gewimmel von Eltern, Kinder und gestressten Haustieren kämpfte, mit den verschiedensten Tricks, um die besten Plätze nahe dem Zug zur Zelebrierung des Abschieds.
Jede Familie hatte dabei ihre ganz eigene Art dies zu tun.
Einige sprachen ihrem weinenden Nachwuchs Mut zu, andere Kinder mussten dies selbst für ihre aufgelösten Eltern übernehmen, manche legten ihren Sprösslingen allerhöchstens die Hand auf die Schulter und blickten streng auf sie hinab und wiederum andere, wie eine leicht plumpe dickliche Frau, am dritten Wagon, drückten ihr Kind ihn eine Luft-abquetschende-Umarmung.
Remus seufzte.
Er war allein gekommen, sein Vater musste arbeiten. Er wusste, dass dieser alles versucht hatte, aber sie waren auf seinen Job, genau wie auf die drei anderen angewiesen. So hatte Remus am Morgen selber seinen Koffer genommen, sich selber durch den Kamin zum Bahnsteig 9 ¾ begeben und war allein, ohne Abschiedskuss einer liebenden Mutter oder aufbauende Umarmung des Vaters, eingestiegen. Er hatte extra einen möglichst frühen Zeitpunkt für seinen Einstieg gewählt, um dieses Schauspiel von drinnen in Ruhe beobachten zu können. Draußen wäre es für ihn kaum erträglich gewesen.
Wie Remus so weiterschaute, fing er plötzlich etwas auf, etwas gänzlich unerwartetes - den Blick eines Mädchens. Seine brauen Augen trafen auf ihre frechen blauen. Und obwohl er es eigentlich mit aller Kraft wollte, war er unfähig sich abzuwenden. Etwas schien sie kurzzeitig zu verwirren, dann aber verwandelte sich ihr irritiertes Gesicht in ein warmes strahlendes Lächeln und Remus lächelte zurück.
Ein warmes Gefühl breitete sich in ihm aus.
Da unterbrach eine große Frau mit neumodischem lilafarbenem Hut ihren Blickkontakt auf einmal. Sie gesellte sich zu der Blonden und nach einer kurzen Weile zog sie das Mädchen gerade noch rechtzeitig zum ersten Pfeifen des Zuges in eine Umarmung, die straßenköterbloden Locken des Mädchens fielen dabei über ihren Rücken. Die innige Beziehung der beiden konnte man gar nicht zu übersehen.
Remus seufzte erneut.

Genauso grübelnd, trat Remus in den Gemeinschaftsraum, sich ständig fragend, ob er sich seine Begegnung gerade eben auch wirklich nicht eingebildet hatte.
Sein Blick wanderte automatisch zur Sofaecke hin, wo - nicht anders zu erwarten - drei Köpfe erledigt in der Ecke hingen. Auf einmal war alles vergessen seine Wut wegen ihrem törichten Verhalten, seine Scham darüber sie so angeschrien zu haben, Remus spürte plötzlich nur noch eine tiefe innere Zufriedenheit.
„Hey, Remus!“, grinste James mit noch zerstrubbelteren Haaren ihm vom Sofa aus zu, als er sich im zweiten Sessel niedergelassen hatte.
Nebenan im seinem Lieblingssessel halb liegend, halb sitzend, hob Sirius die Hand, doch ein herzhafter Gähner verhinderte in diesem Moment wohl seinen Gruß.
Peter hockte weggetreten neben James auf dem Sofa, grinste aber breit, als er ihn schließlich nach drei Sekunden dauerndem Starren endlich erkannte.
Und auch Remus lächelte.
„Danke. Für alles!“
Er brauchte nichts weiter zu sagen oder zu erklären, sie wussten, was er meinte.
„Kein Problem!“, meinte James sich locker zurücklehnend.
„Obwohl eigentlich gibt es doch eins …“
„Was? Wird Sirius seine Flöhe etwa nicht mehr los?“, erkundigte sich Remus in nicht ganz ernster Weise.
Sirius verschränkte eingeschnappt die Arme:
„Pah, als ob ich Flöhe bekommen würde!“
„Nö, der kommt einfach rechtzeitig ins Flohbad.“, James überging Sirius Protest dabei einfach.
„Aber wir brauchen noch Namen!“
„Was für Namen?“, fragte Remus Stirn runzelnd nach, was James meinte.
„Na, Decknamen, damit nicht jeder gleich weiß, worüber wir reden“, sein Freund wurde vor Begeisterung ganz hibbelig, „außerdem klingt das mehr so Muggel-Agenten mäßig!“
Remus schloss schmunzelnd die Augen, während Sirius genervt aufstöhnte. James würde wohl nie von seinem Agenten-Trip wieder runterkommen, nicht seit er James Bond entdeckt hatte.
„Wie wär's dann, wenn wir dich Bambi nennen?“
Remus lachte, seine drei Freunde aber schauten ihn verdutzt an.
„Vergesst es!“, er schüttelte den Kopf.
Woher sollten sie auch Bambi kennen?
„Also ich wäre mehr für „König der Tiere“!“, brüstete sich James und erhob sich wie ein strahlender Ritter.
„Ich glaub die schwere Krone hat deinem Hirn zugesetzt, mein Freund.“, grinste Sirius.
„Der König der Tiere bleibt immer noch der Löwe.“
James schob schmollend die Unterlippe vor.
„Wie wär's dann, wenn wir dich „Krone“ nennen?“, versuchte Remus die Lage wieder zu entspannen.
James Gesicht hellte sich auf:
„Krone - gefällt mir!“
Er drehte sich zu Sirius um:
„Und was ist mit dir, mein schwanzwedelnder Freund?“
„Goldener Riecher.“, schlug Sirius vor.
„Flohtüte.“, war James' Beitrag.
„Schnüffelnase.“, lautete Remus' eigener Vorschlag.
„Tatze.“
Erstaunt blickten sich alle zu Peter um.
„Hab gehört wie sich Filch über dreckige Hundetatzen auf seinem Fußboden beschwert hat.“, erklärte er leicht eingeschüchtert.
Sirius, wie James, schien aber zufrieden.
„Sag mal, Tatzi …“, begann James.
„Ja, mein Krönchen?“, flötete Sirius zurück.
„Was ist denn nun mit unserem kleinen Nagetier-Freund?“, meinte James mit Blick auf Peter.
Dieser wurde leicht nervös, als Sirius Blick eine fast schamlose Boshaftigkeit annahm.
„Wurmschwanz!“, verkündeten Sirius mit hinterlistigem Lächeln.
„Wieso das denn?“, fragte Remus verwundert.
James lachte auf, aber Peter wurde leicht rot und schaute unzufrieden weg.
„Na ja, als wir heute Morgen auf dem Rückweg zum Schloss waren, hat leider eine Amsel Peters Schwanz mit ihrem Frühstück verwechselt - war ein ganz schöner Kampf ihr das beizubringen oder wie glaubst du sind wir schlussendlich im See gelandet?“
Die beiden schwarzhaarigen Jungs geierten, wie unter einem Dauerkitzelfluch gefangen, drauflos, Remus war unentschieden. Auf der einen Seite war die Story echt lustig und es zuckte gewaltig in seinen Mundwinkeln, auf der anderen Seite war dort eine Welle des Mitgefühls für Peter. Dieser sagte gar nichts, sondern zog sich äußerst beleidigt in eine Ecke des Sofas zurück, bis James und Sirius endlich ausgelacht hatten.„Fehlt nur noch unsere Hauptperson!“, sagte James, sich die Lachtränen wegwischend.
„Ich bin für Pelztierchen.“
„Nope.“, erwiderte Sirius.
„Zu auffällig.“
„Wolfi?“, war Peters zaghafter Versuch.
„Noch offensichtlicher geht's nicht, oder?“, fuhr Sirius ihn an.
„Nennt mich Moony.“
James musterte ihn erstaunt:
„Moony?“
„Passt doch, findet ihr nicht?“, grinste Remus.
Alle drei nickten anerkennend, dann erhob sich James und verkündete mit feierlicher Stimme:
„Ab heute sind die Rumtreiber nur noch Moony, Wurmschwanz, Tatze und Krone!“
„Geil.“, kommentierte Peter die Lage.
„Genial.“, stimmte Sirius ihm zu.
James begann hibbelig mit den Armen zu rudern, ihm war wohl noch was eingefallen.
„Wisst ihr noch unseren Leitspruch aus Moonys Buch, die drei Muskeltiere?“
„Musketiere.“, verbesserte Remus ihn.
„Sag ich doch.“
James räusperte sich:
„Einer …“
Sirius fuhr fort:
„… für alle -“
Peter machte weiter:
„… alle für …“
„… einen“, beendete Remus.
Alle vier brachen in breites Gelächter aus.
Wurmschwanz, Tatze und Krone - Moony konnte sich gar keine besseren Freunde wünschen.



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



Da ich euch noch Antworten vom vorletzten Mal schulde, tu ich das hier.


@joj55: Tja, was kann ich hier noch sagen … das meiste haben wir ja schon per PN geklärt. ;)
Aber die Schlagabtausche zwischen Mel und Sirius gehören auch zu meinen Favos, die schreib ich unheimlich gern. Das sieht man einfach am besten, dass die beiden sich ebenbürtig sind, obwohl Sirius ja immer der Verlierer bleibt. Hehe - Loser!*fg*
Du hast also schon eine Strophe für unseren Adonis angepeilt?*negieirg ist* Welche denn??? *ungeduldig rumzappel*
Du weißt ja, dass ich an Theorien immer interessiert bin.^^

@harriet: Ich glaub, hier brauch ich auch nicht mehr viel zu erzählen - dir hab ich eh schon zu viel verraten! ;)
Aber Sirius wurde nicht das Gedächtnis gelöscht, jedenfalls nicht direkt …
Und ob Mel was weiß? Hm - mal schauen. Du darfst dich auf jeden Fall in vielerlei Hinsicht noch überraschen lassen, was Mel angeht.^^

@LilyFan: Puh - deine Kommis gehören immer zu den längsten, änder das bloß nicht! *lach*
Der Jamesie, jaaah den hab ich mir schon immer so vorgestellt - als kleines Grinsekätzchen! *gg* Aber als er dieses Gedicht gebracht, dacht ich mir echt: James das kannste Lily doch jetzt nicht antun! Bei Speckröllchen hab ich dann trotzdem mich selbst halb totgelacht (man hört sich das komische an, dass bei seiner eigenen Story zu sagen).
Ma schaun, wie die ganze Lily-Brian-James- Geschichte weitergeht, aber ich befürchte Lily wird etwas tun, was unserem Lieblings-Sonnyboy gar net gefallen wird.^^
Zu deinen Fragen, da sag ich bei der ersten, mal ganz vorsichtig ja, aber nur zu Teilen. Du darfst dir aussuchen, welche! =)
Beim zweiten sag ich ja, zu „Mel im Prolog?“, langsam wird's mal Zeit das zu offenbaren.
Das Fliegen, da bist du einmal falsch auf dem richtigen Weg, aber es gibt in gewisser Weise auch noch einen zweiten. Einen den Mel vor sich selbst nie so einfach zugeben würde …
Mel & Remus haben in der Bibliothek beide etwas beobachtet, aber ich denk schon im nächsten Chap wird es sich wohl aufklären. Ist allerdings nicht soooo spektakulär, wie ihr vielleicht denkt. ;)

@snowjumper: Ich komme zu meiner ungeduldigen Jamessie!*g*
Die Vorwörter werden ab jetzt ja kürzer, aber mir gibt es schon zu denken, dass die bei mir so lang sind, wie bei manche das ganze Chap. Ich sollte weniger labern!
Die gute Chadna, ein jeder scheint sie zu lieben - ob sie eure Herzen auch bis zum Ende des Jahres halten kann?;)
Und nein - Adoption ist gänzlich unmöglich, da ja jeder zu dieser großen Familie der Liebe gehört, auch du mein verlorenes Schäfchen bist immer im Kreise deiner Liebsten. Hairabba!
Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten, da musst du schon noch mal nach zehn per PN fragen, das hier lesen schließlich auch Kinder! *g*
Bei der Küsse-Theorie musste ich echt lachen - darüber hab ich noch nie nachgedacht!*lach* Mir ist es ehrlich gesagt nicht mal aufgefallen, aber wer weiß, vielleicht steckt ja doch eine tiefere Bedeutung dahinter. Ich dachte, die wollten sich damit nur klar machen, wie sehr sie sich gegenseitig verabscheuen, aber von dieser Seite betrachtet … *oho*
Bei Caite muss ich allerdings eindeutig protestieren! Sie ist zwar ein Nebencharakter, da sie nicht so häufig zu Wort kommen wird, wie Mel & Co, aber ansonsten ist sie ganz gewisse nicht unwichtig. Dass die beiden sich wieder vertragen haben hängt mit Sheilas Charakter und ihrer Beziehung zueinander zusammen.
Nun deine Theorie zu Mel ist natürlich logisch - aber auch richtig? *muhaha* Verrat ich nicht! :P *fies ist*

@Alschain: Freut mich, dass du nen Kommi hinterlassen hast (und über noch eins freue ich mich noch mehr =) )!
Dein Lob ist echt lieb, *hach* welcher autor hört so was nicht gern?
Und schon wieder ein Chadna-Fan! Bald mach ich glaub ich nen Club auf, den ich-hasse-Brian-Peterson-Verein gibt's schließlich auch schon. *lach* Na ja, was soll ich sagen, lieb sie ja selbst total. Die hat wirklich herrlich viele Schräublein locker! ;)

@wolly <3: Und noch ein neuer Leser! *jippie*
Meine Story ist also interessanter als Parabeln, das kann ich mir ja gar net vorstellen, nein, wirklich nicht … *lach*
Na ja, das mit dem Bild einen wirklichen Master-Plan in dem jedes Kapitel einzeln verzeichnet ist, hab ich jetzt nicht, aber das ungefähre Ende und der sonstige Verlauf der Story ist mir schon klar. Dabei kann ich es natürlich nicht lassen, euch hin und wieder kleine Rätsel aufzugeben - ich freu mich immer wie ein kleines Kind, wenn ich sehe, dass es überhaupt wer bemerkt hat.^^
Find ich süß, dass Mel dich so schnell erobert hat - ob das bei wem anders auch klappt? *unschuldig zur Decke guckt*
Es gibt aber tatsächlich einen Grund, warum Mel ist, wer sie nun ist, aber ich kann dich beruhigen - ich werde mir dabei Zeit lassen es zu enthüllen. ;)

@Hermine1995: Ich find heartbreaker schöner! Oder hermy? Da muss ich immer an Hagrids kleinen Bruder denken … =)
Die erste, die Chadna loswerden will! *applaus* Bisher haben sie alle immer geliebt oder besser gesagt: über sie gelacht.
Ich mag Zaubertränke auch nicht, weil ich sluggi net mag. Aber gibt ja tatsächlich Lehrer, die einen so dissen können, nur weil sie dich aus bestimmten Gründen nicht abkönnen. Mel ergeht es hier nicht anders. Sie ist nicht auf irgendeine Weise berühmt (der Titel als unfreundlichste und Sprücheklopferin zählt hier nicht), nicht talentiert und nicht so schön wenigstens wie andere Mädchen - also für Sluggi uninteressant.
Mir tut sie übrigens auch leid!

@Jess90: *rot wird* Von solche Kommis bin ich immer ganz besonders gerührt! Du weißt gar nicht, wie schön es ist, so was zu hören! *Tränen aus Augenwinkel wisch*
Da weiß echt man, wofür man schreibt.
Vielen, vielen Dank!
P.S. Na, denn lass dich mal überraschen mit dem Fortgang der Story!



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So, hier sind denn die Antworten für's letzte Mal!

@joj55: *Schokokeks stolz entgegen nimmt* Hoffe es hat dir auch diesmal wieder gefallen? *heimlich auf weiteren Keks hinter jojs Rücken schielt*

@harriet: Mit Remus fühl ich im Moment auch am meisten mit. *schnüff* Vorher mochte ich ihn zwar schon, aber er war für mich eher unbedeutend und langweilig, jetzt isser ganz hoch in meinen Charts gestiegen, bis in die Top 5! Auf meinen Remy lass ich mir nichts mehr kommen!^^
Mel und Erpressung - ich glaub nicht, dass sie das machen würde, falls sie tatsächlich was wüsste. Das ist dann doch eher Aufgabe unserer beiden Scherzkönige. Aber wer weiß, ob Mel überhaupt, was weiß?*g*

@snowjumper: Das war doch nicht richtig fies (ich kann noch ganz anders *muhaha*), das war ein Mittel zur Spannungssteigerung für die Leserschaft - außerdem erhöhen Cliffs die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt weiter gelesen wird.*g*
Uhh, kein Remus-Fan? Das wird schwierig, da auch das nächste Kapitel noch sehr Remus-dominiert sein wird. Aber vielleicht kann ich dich ja bekehren? Hab ich bei mir selbst dadurch auch schon geschafft!^^
Sirius als Schizo! *muhaha* Das wär mal lustig … aber ich denke er ist „nur“ normal krank … vielleicht etwas kränker … und komisch im Kopf … und abgedreht … und … und … und …
Deine Lieblingswörter hör ich immer wieder gern, dann weiß ich, was ich zur Abwechslung mal richtig gemacht habe.^^
P.S. Jaaaaah, ich glaub Fabian Prewett ist doch der Onkel von Ron & Co - das Brüderle von der Molly. ;) Und irgendwo her müssen die das ja haben …
P.P.S Gehirnchen stammt übrigens nicht von mir, sondern Lessing („Emilia Galotti“ Gräfin Orsina: Wundert sich das Gehirnchen? *rofl*)

@Jess90: Woher? Keine Ahnung, schätze mal es ist das Ergebnis davon, was den ganzen lieben Tag so in meinem kranken Hirn rumspukt, außerdem *hust* neige ich wohl öfters zu so netten Bezeichnungen auch im normalen Leben - kommt nicht immer gut an! *g*
Na ja, so richtig Licht in die Sache mit Mel bringst eigentlich noch net, da fehlt so einiges noch … aber natürlich ist es äußerst wichtig zu wissen, wie eng die Beziehung zwischen Sirius und Mel mal war.^^

@Lily-Fan: Huhuu!
Ja, Sirius ist wirklich kein Freund von Umschlägen mit zu vielen Seiten und noch mehr Wörtern drauf. Wenn Remus der Wurm auf diesem Gebiet ist, ist Sirius wohl der Bücherterminator - erzittere du Druckerschwärze!*lach*
Schade, Spekulationen mag ich immer! *furchtbar neugierig ist*
Hoffe dir hat auch der Schluss der Animagi-Sache gefallen?*unsicher ist*
Im nächsten Kapitel gibt's übrigens auch noch mal was dazu, soll die ganze Sachen sozusagen, vorerst abrunden. ;)

@ginny_the-enchanted-girl: Einen neue Leserin! *winkt*
Ich entschuldige mich erst mal ganz brav für die Augenringe, die ich dir bereitet habe, auch bei deinen Lehrern (die bestimmt nicht begeistert waren *g*).
Dass du extra für meine Geschichte und mich so lang aufgeblieben bist, find ich ja süß!^^
Jetzt zu deinen Fragen … das war wirklich keine doofe Idee! Du darfst dir jetzt auf die Schulter klopfen, da du die Erste bist, die mich danach fragt. Und ich beantworte es mit einem ganz klaren „ja“ und „nein“. Es gibt eben zwei Fragen zu der ganzen Mel & ihre Freunde-Geschichte, die grundlegend sind. Bei einer sag ich ja zu deiner Idee, bei der anderen eindeutig nein. Hab ich dich jetzt verwirrt? *g*
Du fändest es süß, wenn Brian und Lily zusammen kämen?
WOW! Du bist echt ne ungewöhnliche Leserin, bisher haben sich alle immer gegen unseren Vertrauensschüler verschworen und James angefeuert (was ja noch dauern wird). Ob aus den beiden was wird, ich könnte es dir selber jetzt noch nicht sagen, selbst, wenn ich wollte. Aber auf jeden Fall hat Brian da wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden …

@|*aIsHa*|: Wuhaa! Bin stolz auf dich, dass du es so schnell geschafft hast. Bei der Länge meiner Chaps kann ich dir echt nur Respekt zollen! *applaus*



Dat nächste Chap ist übrigens wieder mal ein Eintrag ins Tagebuch von unserem guten Remus, ich denke, er wird länger als der letzte, aber gewiss nicht zwanzig Seiten, wahrscheinlich schaff ich's nicht mal auf zehn.
Soll auf jeden Fall die Zeit bis zum übernächsten Chap überbrücken, dass sich ganz um den 31. Oktober drehen wird und dann hab ich auch vor euch wieder mal mit einem neuen Chara zu beglücken.^^

vlg, die yanni =)

P. S. Da mich ja schon einige nach einem besseren Bildchen von Mel gefragt haben (das auf meinem Titelbild find ich trotzdem immer noch perfekt), hab ich mich mal umgeschaut - an dieser Stelle ein Dankeschön an joj55 für den Tipp *knuddel* - und präsentiere euch diese junge Dame:
*Evan Rachel Wood*

P. P. S. Ich krieg trotz der langen Wartezeit wenigstens ein winzig kleines Hallo von euch? *Hundeblick aufsetzt*


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Sie ist eindeutig der Wolf im Schafspelz, also überhaupt nicht so 'pink', wie sie aussieht.
David Barron, ausführender Produzent