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Fanfiction

Bittersweet memories - Forgotten, not lost - ... und Findern

von yantara

Kapitel 9.2 - … und Findern


»Murphys allgemeine Gesetzmäßigkeiten«

4. Früher oder später wird die schlimmstmögliche Verkettung von Umständen eintreten.

Edward Aloysius Murphy Jr. (1918-1990), US-amerikanischer Air Force-Ingenieur


Das gab es doch nicht!
Alle Schlafsäle, ob Erstklässlerinnen oder Abschlussjahrgang, von den Bettritzen bis zur dreckigen Ecke hinter dem Badezimmerschrank, hatte Mel bis aufs Kleinste durchkämmt, doch … nichts.
Nicht mal die kleinste Spur.
Also hatte es wahrscheinlich keine von den Mädchen aufgehoben …
Dabei war sich Mel so sicher gewesen, dass eine von ihnen die Finderin gewesen sein musste.
Mel ging gedanklich den Tatabend noch mal durch.
Irgendwo auf dem Rückweg von Bücherei zum Bett war es ihr aus der Tasche gefallen.
Nur wo?
Anders ausgedrückt:
Wer hatte es gefunden?
Mel machte es sich auf einem Sessel im Gemeinschaftsraum bequem, dass es sich dabei um Blacks Stammsessel handelte, erfüllte sie wenigstens mit einer Spur von Genugtuung.
Ihr Blick glitt zum Eingang des Porträtlochs.
Irgendetwas in Mels Kopf piekte sie auf einmal.
Der Sessel von Black … Blacks Sessel … Black … Black …
Black!
Natürlich!
Mel haute sich mit der flachen Hand gegen den Kopf.
Wie hatte sie nur so vergesslich sein können?
Sie war doch am Abend mit diesem blinden Idioten zusammengestoßen!
Dabei musste es ihr aus der Tasche gefallen sein und Black hatte es bestimmt nachher aufgehoben.
Mel blickte zur Treppe hinauf.
Hm … die Jungs waren auch alle sehr vollzählig ausgeflogen.
Von ihrem Jahrgang war sicherlich keiner da.
Einen Versuch war es zumindest wert, auch wenn Mel ihre Theorie für unwahrscheinlich hielt.
Denn warum hatte Black seinen Triumph bisher dann noch nicht ausgespielt?
Entweder, weil er es nicht hatte oder weil er nicht wusste, dass es ihr gehörte!
So schnell Mels Füße konnten, trugen sie ihre Besitzerin die Treppen zu den Jungenschlafsälen hinauf. Wie gut, dass man so viel Vertrauen in die Mädchen setzte und Mel sie einfach betreten konnte, nicht so wie bei den Jungs.
Vor Mels geistigem Auge tauchte ein lustiges Bild wieder auf, doch sie verdrängte es rasch wieder in die Tiefen ihrer Erinnerungen zurück.
Zu viel Schmerz war mit dem Erinnern verbunden …
Mel wusste noch sehr genau, wo der Schlafsaal der Jungs lag, aber sie hätte es gar nicht wissen müssen, genauso wie das Schild über der Tür mit „Fünftklässler“ absolut überflüssig war. Es brauchte schon einen wahren Idioten, um nicht ahnen zu können, wessen Gemächer sich hinter dem dunkelbraunen Eichenholz verbargen.
Die gesamte Tür war nämlich mit Sprüchen tapeziert worden, eine gewisse Neugier verleitete Mel dazu, sich das Holz doch länger als nötig zu betrachteten.

„Do not enter this area!“, hieß es da an einer Stelle.

„Wenn du sechzehn bist, Größe 36 hast und dein Brustumfang auch mit zwei D's beschrieben werden kann, dann zieh dich sofort aus und leg dich direkt aufs Bett. Bin gleich da! Sirius B.

„Wie unglaublich kreativ, Black!“, Mel verdrehte die Augen.

„Bevor du eintrittst, musst du das Quidditchunser schwören!“

Wenn das nicht von Potter stammte, würde Mel freiwillig seinen Besen fressen.

„Steh auf, wenn du ein Rumtreiber bist, steck deinen Kopf ins Klo, wenn du aus Slytherin kommst (denn da gehört er hin)!“

Typisch!
Aber dem letzten Teil des Spruches musste Mel zwangsweise einfach zustimmen.
Sie verachtete die Schlangen zutiefst.
Gryffindors und Slytherins verband von jeher eine Hass-Liebe.
Gute Feindschaften musste man eben pflegen.
Wer brauchte schon Freunde, wenn man Gegner wie die Slytherins hatte?

„Party-Zone! Eintritt nur gegen Bezahlung. Währung: Alkohol, BH's, Höschen, heiße Küsse, Sex …“

An diesem Punkt hörte Mel auf weiterhin die geistigen Ergüsse der Rumtreiber zu lesen und konnte nur den Kopf schütteln.
Wurden die denn nie erwachsen?
Die benahmen sich immer noch wie Dreizahnjährige, die ihr erstes Scharmhaar entdeckt hatten und meinten nun müssten ihnen alle Mädchen zufliegen, weil sie ja jetzt so unglaublich männlich waren.
Mel stieß die Tür auf, nur um sie im nächsten Moment gleich wieder schließen zu wollen. Einzig ihr verzweifelter Wunsch ihren wertvollen Schatz wieder zu finden, hielt sie davon ab.
Wer bei ihnen den Mädchenschlafsaal betrat, dem viel unter Garantie sofort das Bett direkt neben der Tür ins Auge. War's im Gegensatz zu den anderen (ihres wollte sie mal außen vor lassen) doch ein wenig unordentlich. Genauer gesagt herrschte dort das Chaos, eingekreist von Ordnungsfanatikerin Lily und Putzteufel Gallagher.
Aber so oft sie auch schon Lily dabei beobachtet hatte, wie sie heimlich aufräumte oder Gallaghers verzweifelte Versuche die Staubwolkenfront unter dem Bett zu beseitigen, fünf Minuten nachdem Cruz ihren Schlafplatz erneut in Beschlag genommen hatte, sah es wieder aus wie vorher.
Nur noch schlimmer.
Mit solchen Maßstäben hatte Mel nun gerechnet, aber nicht mal Cruz mal fünf ergab dieses …
Nun ja, eigentlich gab es kein Wort dafür, selbst im Chaos herrschte schließlich noch irgendwie zumindest irgendeine Ordnung.
Das hier aber war nicht nur jeglicher Gegensatz davon, sondern absolut ordnungsfrei.
Nichts schien hier auch nur irgendwie Sinn zu ergeben.
Es wirkte wie ein einziges zurückgebliebenes Schlachtfeld nach einem lange andauernden Krieg.
Kissen lagen verstreut auf dem ganzen Boden, waren selbst in die staubigsten Ecken geschmissen, die Decken lagen nur teilweise auf ihren Betten, der größte Teil hing oder lag auf dem dreckigen Fußboden. Eine schaute sogar von einem der Himmelbetten hinab (Mel fragte sich ernsthaft, wer die da, wie rauf befördert hatte, aber vielleicht wollte sie das ja auch gar nicht wissen …). Aus sämtlichen Ecken guckten Essensreste hervor und eine Abfallspur zog sich quer durch das gesamte Zimmer, vorbei an einzelnen Haufen dreckiger Wäsche (vielleicht war sie ja auch sauber, Mel wollte allerdings keinen Riechtest vornehmen). Zudem verteilten sich auch noch im ganzen Raum Federn und Daunen, als hätte jemand den Inhalt von einem ganzen Dutzend Kissen entleert oder eine Geflügelfarm hatte hier zeitweise ein Zuhause gefunden.
Man wusste es nicht.
Auf einem Bett links neben der Tür türmten sich die Bonbonpapiere und auch sonst quellten aus allen möglichen Verstecken bunte Süßigkeiten, verpackt in glänzendes Aluminiumpapier.
Pettigrew, eindeutig.
Bei Black würde man noch Spuren von ganz anderen Essen finden, so ein Vielfraß wie der war.
Mel wandte ihren Blick nach rechts, an einem der großen alten Schränke und dem Bad vorbei. Diese Betten sahen noch verhältnismäßig weniger unordentlich aus. Auf einem Nachtschränkchen stand das Bildnis einer älteren Dame mit großem Hut auf dem ein Adler thronte.
Mel zeigte ein schwaches Lächeln, die Frau war oft genug aus der Menge auf dem Bahnsteig hervorgestochen, als dass sie sie nicht wiedererkennen würde.
Dann gehörten diese Betten wohl zu Frank Longbottom, Chris Young (das Poster mit seiner Lieblingsmuggelrugbymannschaft war auch kaum zu Übersehen) und Fabian Prewett.
Blieben also noch drei Betten übrig.
Lupins konnte Mel schnell ausmachen, es war das bei Weitem noch ordentlichste im ganzen Raum, war es nur voll gestellt von gewaltigen Bücherstapeln, die dem schiefen Turm von Pisa Konkurrenz machten.
Es wurde demnach eine Entscheidung zwischen zwei Betten, die sich genauso wie ihre Besitzer, verdammt ähnlich waren. Nur die Wände und Türpfosten entlarvten ihre Übernachtungsgäste. Beide besaßen nämlich Quidditchposter, doch das eine war damit sogar so vollkommen zugekleistert, dass an seinem quidditchbegeisterten Besitzer kein Zweifel nagen konnte. Den ausschlaggebenden Beweis entdeckte Mel jedoch als sie näher kam. Ein Foto, das am Kopfende zwischen Matratze und Bettgestell hastig dazwischen geklemmt worden war, erweckte ihre Aufmerksamkeit. Mel zog es hervor, neugierig wie sie war und wer lachte ihr da entgegen?
Ein Mädchen von zwölf Jahren, mit wunderschönen langen dunkelroten Haaren und einem offenen unbekümmerten Lächeln.
Lily Evans am Ende der ersten Klasse in einem blaugeblümten Sommerkleid. Sie hatte es immer schrecklich gefunden und hatte behauptet, es würde ihr nicht stehen. James Potter schien das anders zu sehen. Mel grinste schwach, sie hatten sich immer gefragt, wo das Foto hingekommen war. Jetzt war es endlich klar, James musste es schon damals heimlich herausgenommen haben, als sie ihm ihr Fotoalbum gezeigt hatte.
Damals …
Alte Erinnerungen waren unwichtig!
Mel verdrängte die aufsteigenden Bilder aus ihrem Kopf, sie hatte dafür jetzt keine Zeit und auch keine Lust!
Schnell steckte sie das Foto zurück in Potters Bett, erst jetzt dachte sie überhaupt nach, ob es so eine gute Idee gewesen war es an zu sehen, es sah doch sehr häufig gebraucht aus. Mel wollte wahrlich nicht wissen, was der Schwarzhaarige bereits alles mit dem Bild seiner Angebeteten so angestellt hatte …
Sie wandte sich stattdessen jetzt dem anderen Bett zu.
Wenn sie nett gewesen wäre, Mel hätte es als das Chaos höchstpersönlich beschrieben.
Aber sie war nicht nett, also doch eher das Desaster in Form eines Bettes, der holzgewordene Irrwicht jeder Hausfrau.
Und selbst das wäre noch nett gewesen …
Von allen Betten schien das Mel wirklich der unordentlichste Schlafplatz zu sein, den sie je erblicken durfte.
Oder lag es einfach nur daran, dass sie seinen Besitzer kannte?
Die Wände hinter und neben dem Bett zierten ein paar vereinzelte Quidditchposter, der Rest der grauen Steinmauer war verkleidet mit Frauen … Frauen in Unterwäsche … mit eindeutigen Posen.
„Black, du bist ja so was von widerlich!“, stellte Mel für sich selbst fest, obwohl die Erkenntnis ja nicht neu war.
Wie konnte man nur so verdammt notgeil und sexbesessen sein?
Dieser Junge hatte eindeutig zu viele feuchte Träume!
Oder zu wenig, wie man's nahm und deswegen musste er seine Fantasien umso mehr in die Realität umsetzten.
Angeekelt erschauderte Mel bei dem Gedanken.
Nur widerwillig näherte sie sich seinem Bett, Mel wollte nicht wissen, wie viele ihrer Mitschülerinnen schon nähere Bekanntschaft mit dem Ding geschlossen hatten. Die ohne Kenntnis bildeten aber sicherlich die Minderheit.
Im Moment schienen Blacks nächtliche Besucher jedoch eher Kekse und Schokofrösche zu sein, den Krümeln und Flecken auf seiner Matratze nach zu deuten.
„Black, du bist ein Schwein und das in jeder Hinsicht!“, ging es Mel durch den Kopf.
Obwohl, war das nicht sehr ungerecht dem Schwein gegenüber?
Zumindest konnte sie wiederum keine neuen Erfahrungen beim Thema „Black“ machen, alte Vorurteile wurden höchstens bestätigt.
Aber es half ja nichts, sich noch mehr zu ekeln, da musste Mel jetzt durch.
Zu erst fing sie lieber damit an das Schränkchen zu durchsuchen, das links neben dem Bett stand. Wenn man mal von den angebissenen Törtchen absah und den einzeln verstreuten Resten von Wurstpellen (Mel erschauderte ein weiteres Mal und musste einen Brechreiz unterdrücken), konnte man es fast schon als sauber bezeichnen.
Sie hob den Teller hoch, nur zu Sicherheit, aber natürlich war da nichts.
Die zwei Schubladen hatte sie auch schnell durchkramt, aber bis auf ein paar Schmuddelhefte, Süßigkeiten und einer Liste mit vielen bekannten Namen von Blacks Eroberten, worauf er deren Qualitäten beurteilte, konnte sie nichts entdecken. Aus Frust nahm sie sich eine der „Zeitungen“ und warf sie mit voller Wucht gegen die Wand, als Mel sie jedoch wieder aufnehmen wollte, fielen zwei Fotos heraus.
Das eine war noch recht neu, es zeigte eine hübsche junge Frau, mit langen mitteldunklen Haaren und hohen Wangenknochen. Hinter ihr hatte ein sympathischer aussehender Mann seine Hand beschützend auf ihre Schulter gelegt. In ihren Armen hielt die Frau ein Bündel, aus dem ein Baby ihr seine Ärmchen entgegenstreckte.
Mel wunderte sich.
Hatte das Baby gerade seine Nase verändert?
Da! Schon wieder!
Black hatte eine seltsame Familie. Mel fragte sich, wer sie wohl waren. Anscheinend bedeuteten sie Black auf jeden Fall etwas, so seltsam das auch in ihren Ohren klingen mochte.
Womöglich seine Cousine?
Droma?
Er mochte sie im Gegensatz zum Rest seiner Familie, das wusste Mel.
Wiederum verdrängte sie ein aufkommendes Gefühl und die dazugehörigen Bilder.
Gefühlsduseliger Schwachsinn!
Sie legte das Foto beiseite und betrachtete stattdessen das andere eingehender.
Es war schon recht vergilbt, wirkte sehr alt. Darauf zu sehen, waren zwei kleine schwarzhaarige Jungs. Der eine war etwas größer als der andere und hatte seinen Arm um den Kleineren gelegt.
Brüder.
Black und sein Bruder Regulus, als sie vielleicht acht und sechs waren. Ihre Gestik wirkte verschworen, aber zumindest Blacks Gesicht verriet, dass ihm das Lachen nicht ganz so leicht fiel. Es wirkte nicht so offen wie heute. Diese sorglose Unbeschwertheit fehlte irgendwie …
Plötzlich fiel Mel der Wahrsageunterricht wieder ein.

„Der Teufel steht für Abhängigkeit, feste Grenzen, Versuchung und dass das Negative überwiegt“, las sie laut vor, „das heißt wohl, dass du früher schlechte Erfahrungen gemacht hast und eingeengt wurdest.“
Erstaunlicherweise ließ ihr Gegenüber diesen Teil mal unkommentiert und hüllte sich stattdessen in Schweigen.
Überrascht zog Mel kurz eine Augenbraue hoch.
„Was?!“, fragte Black unfreundlich.
„Nichts.“, antwortete sie schnell und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder den restlichen Karten zu.

Lag sie mit ihrer Aussage doch nicht falsch?
„Das heißt wohl, dass du früher schlechte Erfahrungen gemacht hast …“
Wie Mel so sinnierte, bemerkte sie das näher kommende Geräusch erst sehr spät. Fast zu spät.
Schritte!
Mel glaubte für einen kurzen Moment, dass ihr das Herz stehen bleiben würde, doch sie fasste sich erstaunlich schnell wieder. Geschwind packte sie die Zeitung, stopfte die Bilder wieder rein und legte sie zurück in die unterste Schublade, versteckt unter einem Haufen alten Papier. Sie gab der Schublade noch einen kurzen Stoß, dann hechtete Mel auch schon, ohne nachzudenken, unter das Bett und quetschte sich soweit es ging zwischen Boden und Kopfende, mit dem Blick Richtung Ausgang.
Keinen Moment zu spät, denn schon ging die Tür auf.
„Verdammt!“, dachte Mel.
Wer kam denn da schon so früh zurück?
Sie konnte erst nichts erkennen, da sie durch den Schlitz zwischen Betttuch und Boden nur die Füße und den Anfang einer Hose sah, aber der Eintretende verriet sich sehr schnell selbst.

~*~*~*~


„Danke, du kleiner Bastard!“, fluchte Sirius.
Den Umhang konnte er jetzt getrost in die Ecke werfen. Wütend riss sich Sirius das mehr braune als rote Ding von den Schultern und musste feststellen, dass der Boden auch seine untere Kleidung „geküsst“ hatte. Also schmiss er auch den Rest seiner Klamotten zu Boden, bis er nur noch in Boxershorts dastand, das einzige Kleidungsstück, was unberührt geblieben war.
Er brauchte jetzt erst mal ne kleine Erfrischung, schließlich klebte ihm der Matsch ebenfalls in den Haaren. Sich auf seine Dusche freuend, schulterte Sirius sein Handtuch und machte sich pfeifend auf den Weg ins Bad.

~*~*~*~


„Wie viele Mädchen würden jetzt wohl gerne mit mir tauschen?“, dachte Mel Augen verdrehend.
Sirius Black, nur in Boxershorts, ganz für sie allein.
Juhuu, was für ein unglaubliches Glück sie doch hatte!
Gut, sie musste widerwillig zugeben, an der Story von seinem „tollen Astralkörper“ war doch etwas dran, aber so super war er jetzt auch wieder nicht!
Außerdem sah fast jeder Junge oben ohne besser aus als man es erwartete.
Schön, er hatte auch noch ein hübsches Gesicht, aber es war nicht gelogen, was sie heute Morgen zu ihm gesagt hatte. Mel hatte bei Weitem schon Männer gesehen, die in einer noch ganz anderen Liga spielten, auch wenn das viele Mädchen immer bestritten, dass es nach Sirius Black noch eine Steigerungsmöglichkeit gab.
Aus dem Bad ertönte das Geräusch rauschenden Wassers, der Herr nahm also eine Dusche …
Wenn das nicht Mels Chance war zu entkommen!
Die Badezimmertür stand zwar offen, aber er würde es sicherlich nicht bemerken, wenn sie sich leise rausschleichen würde und er müsste nie erfahren, dass sie hier drin gewesen war, während er praktisch vor ihren Augen einen Strip hingelegt hatte.
Außerdem wurde Mel die Gesellschaft der Staubbüschel, grauen Kekskrümel, toten Fliegen und Mücken doch langsam etwas zu aufdringlich. Hinzu kam ein nicht zu identifizierendes Objekt schräg rechts von ihr, ein merkwürdig aussehender grüner Klumpen, der augenscheinlich ein ganzes Wohnviertel an Mikroben beheimatete.
Mel blickte nochmals angespannt zum Bad, aber Black schien ganz in seine Duschorgie vertieft.
Jetzt oder nie!
Mel kroch geschwind unter ihrem Versteck hervor, quetschte sich wieder durch die Lücke zwischen Bett und Boden … da harkte es plötzlich.
Sie hielt erschrocken den Atem am und warf einen entsetzten Blick zurück über ihre Schulter. Mit Gewalt zerrte Mel an dem Hindernis, doch anstatt sich befreien, durchfuhr sie ein heftiger Schmerz, dass ihr die Tränen in die Augen schossen.
Nein, das war jetzt nicht wahr, oder?!
Ihr blöder linker Fuß musste irgendwo eingeklemmt sein!
Das war ja wie in einem dieser dämlichen Muggelbücher, wo die Hauptfigur denkt sie ist aus dem Schneider, aber dann doch noch auf ein unerwartetes Hindernis trifft, nur weil der bescheuerte Autor meint, es dem Leser noch mal spannend machen zu wollen.
Na toll!
Das hatte sie jetzt davon, sich soweit wie möglich unter dieses Chaosbett zu quetschen, ihr Fuß hatte sich wohl dazu entschlossen den Angsthasen zu spielen und nicht mehr aus seinem Versteck zwischen rechten hinterem Pfosten und Steinmauer hervorkommen zu wollen.
„Moment mal!“, fiel es Mel urplötzlich wieder ein.
„Bin ich eine Hexe, oder nicht?“
Sie hatte zwar Angst ihren Fuß in der Dunkelheit des Bettes wegzuzaubern, aber besser das, als noch mehr Einblicke in Blacks so genannte Intimsphäre. So tastete Mel also nach hinten zu ihrem Hosenbund, dort wo ihr Zauberstab immer steckte … doch da war nichts. Ihre Hand griff ins Leere.
Fuck!
Nicht schon wieder eine dieser blöden Muggelbuchstellen!
Mel ließ ihren Zauberstab nie liegen, es sei denn … es sei denn sie hatte ihn benutzt. Sie erinnerte sich ihn beiseite gelegt zu haben, nachdem sie ihn für das Öffnen eines Schmuckkästchens einer Sechstklässlerin benutzt hatte und da lag er jetzt noch immer. Fröhlich schlummernd auf irgendeinem Bett.
Verdammt!
Weiteres Problem.
Kurze Zusammenfassung:
Sie lag hier also, unter dem Ding, das Sirius Black sein „Bett“ nannte, eingekerkert zwischen Dreck, toten Tieren und Speiseresten und mit einem langsam einschlafenden Fuß irgendwo in einer schmutzigen Ecke eingeklemmt, während sich erwähnter Besitzer nichts ahnend unter der Dusche befand und jeden Moment herauskommen konnte und ihr Zauberstab befand sich an einem schönen sicheren Ort, von ihr getrennt durch einige meterdicke Steinwände?
Wenn's weiter nichts ist!
Nichts was man nicht wieder hätte gerade biegen können.
Mel verspürte das dringende Bedürfnis ihren Kopf mal wieder gegen einen möglichst harten Gegenstand zu hauen.
„Mich verfolgt nicht nur Black, sondern mit ihm auch das Pech!“
Wahrscheinlich war er sogar ihr persönlicher Pechgrimm.
Sie rollte sich wieder unters Bett.
Bevor Black nicht hoffentlich bald wieder weg gehen würde, würde sie sich nicht befreien können. Das würde mehr Zeit brauchen ihren Fuß dazu zu überreden wieder hervorzukommen. Jetzt konnte Mel jedoch nichts machen außer warten.
Das Wasser rauschte immer noch.
Wie lange duschte dieser Junge denn?
Mel schloss genervt die Augen, da vernahm sie auf einmal etwas.
Was war das denn?
Sang Black etwa gerade unter der Dusche?
Tatsächlich!
Ohne Scham ließ der eingebildete Schönling ein Durcheinander von verschiedenen Melodien erklingen, mal Zaubererlieder, mal ihr unbekannte Stücke, Mel schätze, dass es sich um Muggelmusik handelte. Sie lauschte mit geschlossenen Lidern weiter dem Gesang, was durch das Rauschen zu Mel vordrang, klang gar nicht mal so schlecht. Blacks tiefe männliche Stimme ging bei rockigen Liedern richtig ab, sie animierte einen fast schon dazu mitzusingen, hingegen bei langsameren war sie so sanft, dass sie unter Mels Haut zu gehen schien und jedes einzelne Haar darauf mitvibrieren ließ.
„Stopp, Mel!“, die Blonde riss entsetzt die Augen auf, als sie erkannte was sie tat.
„Du machst doch nicht wirklich Sirius Black, dem Black, dem arrogantesten Schönling und eingebildesten Idioten von ganz Hogwarts ein Kompliment?“
Selbst in Gedanken, schalte sich Mel dafür.
„An Black gibt es nichts, aber auch gar nichts Positives!“, wiederholte sie diesen Satz immer wieder in ihrem Kopf.
Das Rauschen erstarb und Mel hielt für einen kurzen Moment erneut die Luft an. Der Gesang ging trotzdem weiter, Black fühlte sich wohl sehr ungestört.
Wenn der wüsste, wer ihm da gerade zuhörte …
„Always look on the bright side of life!“, schmetterte er daher.
Mel konnte nicht anders, sie wusste, sie sollte es nicht tun, da es erstens zu riskant und zweitens ihr vielleicht tatsächlich einen unvergesslichen Eindruck liefern könnte, aber sie musste es einfach genauer sehen. Ihre Neugierde zwang Mel ja praktisch dazu auf dem Bauch näher zum Schlitz am Fußende zu kriechen, soweit ihr eingeklemmter Fuß es eben zuließ. Doch ihre Mühe wurde belohnt, Blacks nackte Füße vollführten vor ihrer Nase einen urkomischen Tanz zu seinem Lied, dass Mel sich die Faust in den Mund stecken musste.
„Black, jetzt bist du wirklich mal witzig!“, kam es Mel in den Sinn und wenn sie schon nicht lachen durfte, konnte sie zumindest ein breites Grinsen nicht unterdrücken.
Ein weiteres Mal unterlag Mel der Versuchung durch ihre Neugier.
Das musste sie noch genauer sehen!
Also robbte sie weiter vorwärts, bis der stechende Schmerz in ihrem Gelenk es einfach nicht mehr zuließ, aber das war es wert. Nur mit sehr großer Mühe gelang es Mel das Kichern, das bereits in ihrem Halse steckte, wieder runter zu schlucken.
Der Ausblick war schlichtweg phänomenal!
Nur mit einem Handtuch um die Hüften bekleidet, schwang Black das Tanzbein, sang oder pfiff abwechselnd eine Melodie dazu und schnitt dem Spiegel vergnügt eine Reihe eigenartiger Grimassen zu, während er sich wohl wieder ausgehfertig machte.
Bei einem Jungen dauerte dieser Prozess zum Glück nicht solange wie bei einem Mädchen, obwohl das in diesem Fall fast schon schade war, Mel fand das Unterhaltungsprogramm dafür viel zu gut.
Schließlich war Black aber fertig und die Show somit leider auch vorbei, pfeifend kehrte der Schwarzhaarige in den Schlafsaal zurück. Vor seinem Bett blieb er plötzlich stehen.
Mels Herz klopfte doch etwas mehr.
Es wäre gar nicht gut, wenn er sie hier drunter finden würde, überhaupt nicht gut!
Auf einmal hörte sie ein Geräusch und im nächsten Moment lag das Handtuch, das Black gerade eben noch um die Hüften getragen hatte, auf dem Boden direkt vor ihren Augen. Mel konnte gar nicht sagen, wie froh sie in diesem Augenblick über die Eingeschränktheit ihres Sehwinkels war und nur seine nackten Fesseln und Waden betrachten konnte.
Auf den anderen Ausblick konnte sie gut lebenslang verzichten!

~*~*~*~


Sirius nahm seine Boxershorts vom Bett und zog sie sich wieder über.
Er musste sich so langsam beeilen, er hatte zuviel Zeit unter der Dusche vertrödelt, aber wann sonst hatte er das Bad schon mal ganz für sich allein, ohne das jemand gegen die Tür hämmerte?
Just als er sich zu seinem dunkelbraunen Kleiderschrank umwenden wollte, sprang ihm unvermutet etwas ins Auge …

~*~*~*~


Mel hatte die Augen geschlossen, sie wollte lieber nicht das Risiko eingehen, doch mehr zu sehen als ihr eigentlich lieb war.
Als jedoch eine ganze Weile kein Geräusch mehr von Außen an ihr Ohr drang, öffnete sie sie leicht nervös wieder. Blacks Füße standen nach wie vor an Ort und Stelle, er wirkte unbewegt. Da ging er auf einmal in die Knie und streckte seine Hand nach dem Nachtischchen aus …

~*~*~*~


Sirius kniff die Augenbrauen enger zusammen.
Seltsam … er hatte doch schon lange Zeit da unten nichts mehr rausgeholt.
Warum stand dann die letzte Schublade ein Stück offen?
Irgendjemand musste dort also nach etwas gesucht haben …
Sirius' Brauen entspannten sich wieder.
Er würde Peter dringend klar machen müssen, dass er sich seinen eigenen Vorrat anlegen sollte!
Mutter hin oder her, Sirius mochte es nicht wenn jemand in seinen Sachen einfach rumwühlte, selbst James wusste, dass vor allem die unterste Schublade tabu war. Seufzend wollte Sirius sich schon wieder erheben, da fing erneut etwas seine Aufmerksamkeit …

~*~*~*~


Mel hielt die Luft an.
Oh nein, sie Blödian hatte das dämliche Ding nicht ganz zugemacht!
Ihre Atmung beschleunigte sich leicht, sie konnte nur inständig hoffen, dass er keinen Verdacht schöpfen würde. Es kam ihr schrecklich lange vor, bis sich Black schließlich doch endlich wieder erhob, etwas von seinem Bett aufnahm und sich abermals ins Bad begab.
Diesmal schloss er allerdings die Tür.
Das war Mels Chance!
Sie musste hier schleunigst weg, allmählich wurde es brenzlig. Beim nächsten Verdachtsmoment würde er sie sonst vielleicht entdecken.
Ohne Rücksichtnahme auf eigene Schmerzen oder zurückbleibende Blessuren, kämpfte Mel mit aller Gewalt dafür ihren Fuß wieder frei zu bekommen.
Zu guter letzt gelang es ihr auch, die Zähne fest zusammengepresst und so schnell sie nur konnte, kroch sie unter Blacks Bett hervor. Wie sie jedoch aufstehen wollte, fiel Mel beinah gleich wieder zu Boden, nur indem sie ihre Hand auf das Bett aufstütze, erlangte sie ihr Gleichgewicht zurück. Mel hatte jegliches Gefühl in ihrem linken Fuß eingebüßt, durch das lange eingeklemmt sein, war er eingeschlafen und letztendlich völlig taub geworden. Aktuell war er wohl gerade dabei festzustellen, dass er doch noch nicht abgestorben war, was sich durch das starke Kribbeln und den aufkommenden Schmerz unangenehm bemerkbar machte.
Mel aber blieb keine Zeit darauf zu achten, halb springend halb humpelnd machte sie sich auf Richtung Tür. Sie hatte fast die Klinke erreicht … als ihr Fluchtweg vor ihren Augen zuknallte und mit einem Klick-Geräusch signalisierte, dass ihr Ausweg versperrt war.
„So Roberts, jetzt erzähl mir doch mal, was du unter meinem Bett zu suchen hattest.“

~*~*~*~


Sirius hatte sich lässig gegen die Wand gelehnt und spielte mit dem Zauberstab zwischen seinen Fingern rum. Geduldig wartete er darauf, dass Roberts bereit war sich umzudrehen. Ganz langsam bewegte sie ihren Körper in seine Richtung, in ihrem Gesicht konnte man jedoch nicht wie von Sirius erhofft, die Ertapptheit ablesen.
„Bilde dir ja nichts darauf ein, Black!“, Roberts erwiderte seinen intensiven Blick mit unverhohlener Abscheu.
„Was soll ich mir sonst einbilden, Roberts?“, er kniff die Augen zusammen.
„Das du eine verrückte Meuchelmörderin bist, die anderen unter Betten auflauert? Oder dass du einfach gerne da unten in dem Dreck haust? Abstoßend und einsam, passt ja zu einem Eremiten wie dir.“
„Sehr witzig, Black!“, fauchte sie.
„Ha ha, ich lach mich kaputt.“
Sirius' Augen verengten sie wieder:
„Roberts, warum zum Dementor hast du meine Sachen durchsucht?! Was verdammt noch mal hattest du da dringendes zu suchen, hm?!“
Sie zog überrascht eine Augenbraue hoch:
„Woher weißt du …“
Er sagte nichts, sondern hielt ihr etwas entgegen. Zwischen seinem Daumen und Zeigefinger wehte ein Haar hin und her. Ein blondes gelocktes Haar.
„Erklär mir doch mal schön, wie das in mein Nachtschränkchen kommt!“
„Das geht dich nichts an, Black!“, ihre Miene zeigte noch immer keine Schuldgefühle oder nur einen Hauch von Verlegenheit.
Allmählich wuchs Sirius' Wut wieder an:
„Roberts, du dringst in meinen Schlafsaal ein, durchforstest mein Privatsphäre und meinst mich ginge es nichts an, was du hier drin zu treiben hast?! Da hast du dich aber gewaltig geschnitten! Du kommst hier nicht eher raus, bevor du mir endlich antwortest.“
„Was regst du dich so auf, Black? Bei dir gibt's eh nicht viel zu sehen außer ein paar Schmuddelheftchen, Essensresten und Dreck!“, in ihrer Stimme schwang unverkennbarer Hohn mit.
Dann hatte sie also wohl nicht …
„Ist das etwa alles was du gefunden hast?“, fragte er schnell nach.
Für einen Moment schaute sie irritiert, bevor sich ihre eisige Miene in eine wissende Überlegenheit änderte.
„Also, wenn du diese alten Erinnerungsstücke meinst, die habe ich natürlich auch entdeckt.“
Sirius erstarrte, in ihm krampfte sich etwas zusammen.
„Du bist ja als kleiner Furz so süß, Black! Hast wahrscheinlich schon damals die Herzen aller Kindergartenmädchen höher schlagen lassen.“, verhöhnte sie ihn erneut.
„Roberts, was hattest du hier drin verloren?!“, platzte es aus dem wutentbrannten Sirius heraus.
„Gar nichts!“, kam es ein wenig zu schnell von ihr.
Zum ersten Mal schaute sie ihn leicht ertappt an.
„Black lass mich raus oder ich erzähle jedem, dass du ein kleines Foto von deinem geliebten Slytherinbruder hast“, zischte sie.
„Deine Cousine würde das sicherlich brennend interessieren.“
Ohne nachzudenken, überbrückte Sirius die wenigen Meter, die sie trennten, sein Zauberstab war jetzt nur noch eine Haaresbreite von ihrer Brust entfernt. Ihre Miene wirkte unerschüttert.
„Wenn du das tust, hex ich dir deine blonden Locken in dein vorlautes Mundwerk!“, drohte er ihr mit deutlichem Zorn in der Stimme.
Sie zog lediglich ihre Augenbraue hoch:
„Versuch's doch!“
Jetzt platzte Sirius endgültig der allerletzte Geduldsfaden.
„Kannst du haben!“
Na warte, die konnte was erleben, der würde er mehr als nur die Haare vom Kopf zaubern!
Rasch hob er seinen Zauberstab, die ersten Worte lagen ihm bereits auf der Zunge, dann jedoch tat Roberts etwas vollkommen Unvorhergesehenes. Ihre Hände waren so blitzschnell, dass Sirius es erst bemerkte als es schon zu spät war.

~*~*~*~


„Roberts, verdammt!“, schrie Black und versuchte seine Blöße wieder zu bedecken.
Doch zu spät, Mel hatte eh bereits alles gesehen!
Das allerdings war nicht der Grund dafür gewesen, warum Black die Hosen runter lassen musste, während er nämlich auf einmal so leicht beschäftigt war, hatte Mel ihm auf geschickte Weise einfach den Zauberstab entwenden können.
„Schön ins Bad, Black!“, sie deutete mit seiner magischen Waffe, direkt auf Blacks Brust.
„Oder möchtest du mir noch mal solche tiefen Einblicke in deine Intimsphäre schenken?“
„Du hast eh schon alles gesehen!“
Er verschränkte die Arme vor der Brust und hatte wieder mal diesen arroganten Ausdruck aufgelegt:
„Außerdem gibt es nichts, wofür ich mich schämen müsste!“
„Da hat er wahrlich Recht!“, schoss es Mel alsgleich durch den Kopf.
Hatte das gerade wirklich sie oder jemand anders gedacht?
„Und wie wäre es dann mit einen paar hübschen Furunkeln am Allerwertesten? Ich wette die Mädels wären begeistert!“
Ein Gefühl des Triumphes durchfuhr Mel, als Blacks selbstsicheres Gesicht endlich an Farbe verlor.
„Das wagst du nicht!“
Mel lächelte süffisant:
„Und ob! Furunkulus!“
Black hechtete unmittelbar zur Seite, aber sie hatte gar nicht vorgehabt ihn zu treffen. Stattdessen nutzte sie ihre Chance, um letztlich doch noch den Weg nach draußen frei zu machen. Die Tür sprang nahtlos auf und Mel raste so schnell wie noch nie in ihrem Leben die Treppe runter, Blacks Gefluche ihr dicht auf den Fersen. Sogleich sie unten im Gemeinschaftsraum angekommen war, nahm sie den Weg zu den Mädchenschlafsälen wieder hinauf. Hinter sich konnte sie hören, wie der Zauber der Treppe aktiviert wurde, ein donnerndes Geschimpfe sagte Mel, dass sie in Sicherheit war.
Derweil ihr Puls sich beruhigte, legte sich auf Mels Lippen ein schiefes Grinsen:
„Jetzt kann ich von mir selbst behaupten, dass einzige Mädchen in ganz Hogwarts zu sein, dass alles von Sirius Black gesehen hat, ohne je mit ihm geschlafen zu haben. Was für eine unglaubliche Ehre!“

~*~*~*~


Sirius stieß Verwünschungen aus wie noch nie zuvor, gleichzeitig rieb er sich das schmerzende Hinterteil.
„Verdammtes Biest!“
Der Erwiderung auf seinen Ausstoß kam prompt:
„Tja, Black. Du bist eben zu langsam!“
„Na warte, Roberts“, brüllte er die Treppen hinauf, „wenn ich McGonagall erzähle …“
„Dann rutscht mir leider raus, was in deinem Nachtschränkchen so alles liegt … und welche lustigen Liedchen du beim Duschen singst!“
Sirius stand dort wie ein zähnefletschender Hund, wissend, dass er nichts machen konnte. Sie hatte ihn in der Hand.
„Wag es nie wieder meinen Schlafsaal zu betreten!“
„Nicht dass ich daran großes Interesse hätte!“, es klang merkbar abfällig.
„Aber auf deine Befehle höre ich trotzdem nicht, Black!“
„Du verfluchtes …“, wollte er schon ansetzen, da knallte eine Tür zu und ein klackerndes Geräusch näherte sich Sirius von der Treppe.
Letztendlich rollte Sirius' Zauberstab direkt vor seine Füße, dass hielt ihn natürlich nicht davon ab sie trotzdem weiter auf Übelste zu verfluchen, bevor er mit einer mörderisch schlechten Laune den Weg zurück in seinen Schlafsaal stapfte. Ein zufälliger Blick auf die Uhr verriet Sirius, dass James auch noch jeden Moment garantiert auftauchen würde, um ihn den Kopf abzureißen.
Sirius riss den Kleiderschrank auf, grapschte nach einem neuen schwarzen Umhang, bevor er sich ohne hinzugucken irgendein T-Shirt vom Stapel griff.
Als er es aber raus zog, ließ ein plötzliches leise raschelndes Geräusch ihn umschauen.
Da musste irgendwas zu Boden gefallen sein …
Seine grauen Augen machten sich auf die Suche nach der Ursache, als er sie direkt vor dem Kleiderschrank liegend entdeckte.
Im Schein der hellen Mittagssonne glänzte Sirius eine kleine silberne Kette entgegen.



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