
von Lord Marijo
Die Vernichtung der Vampirjäger war eine gefährliche Sache. Thomas Scavo hatte keine Gelegenheit alle Jäger auf einmal zu vernichten, da sie immer noch auf der ganzen Welt verstreut waren. Um alle Jäger zu versammeln, brauchte man eine Versammlung, doch so eine Versammlung fand nicht mehr statt, seitdem Scavo 5 Vampirjäger umbrachte. Zwei weitere wurden nach Askaban gebracht, einer der beiden starb letzte Woche. Nein, er wollte keinen in Askaban haben, er wollte alle tot sehen. Niemand durfte überleben, sein größer Wunsch würde schon bald in Erfüllung gehen. Doch er hatte auch andere Wünsche, er wollte Jack Nighy überlisten und seinen Platz einnehmen. Er wollte das Reich der Seelen an sich reißen und sich zum Herrscher der Zauberwelt erklären.
Einige Auroren meinten, Scavos Vorbild war Lord Voldemort. Ja, Voldemort erreichte viel im Leben, doch auch seine Zeit kam vor wenigen Jahren, er wurde vernichtet. Allerdings hoffte er auf seine Rückkehr. Sollte Voldemort zurückkehren, so würde er sich den Todessern anschließen. Er hätte eine Armee mit Auroren hinter sich, so könnte er die Zauberwelt unterwerfen.
Scavos neues Hauptquartier befand sich am Hafen, Blue Angels, der vor einiger Zeit in Großbritannien errichtet wurde. Er musste seine Arbeit dort fortsetzen, der Zaubereiminister könnte sonst alles zerstören. Kolert war ein anständiger Mann gewesen, er würde die Vampirjäger niemals vernichten wollen, da sie einst seine Familie retteten. Kolert würde Scavo niemals helfen die Vampirjäger auszulöschen, denn sie waren auf der richtigen Seite.
Steven Sherman öffnete langsam die Tür eines großen Bürozimmers. Hinter ihm stand Maximilian Randel, der vor wenigen Tagen gefangen genommen wurde. Er versuchte Leona zu befreien, schaffte es auch, doch sein Schicksal war nun besiegelt. Beide betraten das Bürozimmer, Steven schloss hinter sich ab. Scavo saß hinter seinem großen dunkelbraunen Schreibtisch. Er spielte den bösen Schurken, eine Rolle, die er liebte.
„Mister Randel, ich will sofort zum Punkt kommen.“
Maximilian nickte leicht und musste anfangen zu lachen.
„Scavo, wann werden Sie endlich erwachsen? Solche Leute dürften gar nicht beim Ministerium arbeiten“ meinte Maximilian.
Thomas Scavo runzelte die Stirn, langsam erhob er sich. Steven wischte sich den Schweiß von der Stirn. Es war ein heißes Wetter, mehr als 30 Grad. Natürlich wusste er, dass Maximilian Scavo nur reizen wollte, doch es war ein Fehler, da Scavo in den letzten Wochen keinen Spaß mehr verstand. Schließlich verlor Steven seinen besten Freund, der Thomas Scavo hieß. Nein, Scavo war nicht mehr er selbst, er war besessen, er wollte nur noch die Vampirjäger vernichten, er wollte Nighys Platz einnehmen.
„Mister Randel, Sie befinden sich gerade in einer schlechten Position. Es wäre unklug von Ihnen, mich zu beleidigen. Wir beide wissen, dass ich der Richtige bin für diesen Job“ erklärte Scavo, während er im Bürozimmer auf und ab spazierte.
Maximilian beobachtete den Leiter der Auroren und fragte sich was der junge Man vor hatte.
„Sie werden mir helfen, die Vampirjäger zu finden. Sollten Sie mir helfen, dann wird Ihre Familie verschont, auch Ihr Sohn.“
Maximilian zuckte zusammen, er wusste, dass so ein Angebot von ihm kommen würde, schließlich liebte Scavo solche netten Angebote.
„Sollten Sie mir nicht helfen, dann werde ich Ihre Frau umbringen und Ihren Sohn. Und Sie sind als letztes dran, damit Sie sehen können, dass ich es ernst meine, Mister Randel“ sagte Scavo mit einem teuflischen Lächeln im Gesicht.
Maximilian hatte keine andere Wahl, doch er konnte seine Freunde nicht verraten, oder doch? Schließlich ging es um seine Familie, die wichtigsten Personen in seinem Leben. Er musste überlegen, er musste Zeit schinden. Steven verließ das Bürozimmer, er konnte nicht mehr im selben Raum sein wie Scavo.
„Ja, ich werde helfen. Sollten Sie lügen, dann werde ich sie umbringen, Scavo“ versprach Maximilian Scavo.
Scavo nickte zufrieden.
Die Dead Sea befand sich nun im Gelben Meer, dort mussten sie weitere böse Seelen einsammeln. Allerdings war nur der Vater böse, er brachte seinen Bruder um und verkaufte die Seele seiner Frau und seiner Tochter. Jack Nighy ließ alle drei auf der Stelle umbringen, er brauchte diese schwachen Seelen nicht. Allerdings verkroch er sich nach dieser Aktion in seine Kabine, wo er im Bett lag und über die Vergangenheit nachdachte. Vor 20 Jahren zeugte er mit Elena ein Kind, er war der Meinung, dass Elena wieder bei Sinnen war, doch sie war immer noch eine verrückte Hexe gewesen. So musste er sie wieder einsperren. Das Kind brachte Nighy in die Zauberwelt, zu einer Familie die sich um sein Kind kümmern wollte. Jack Nighy war für einen Tag glücklich, als er sein Kind in den Armen hielt, doch er musste loslassen, er hatte einen Auftrag zu erledigen, doch nicht mehr lange. Am 10.September wird er ein freier Mann, dann würde er sein Kind zurückholen. Doch bevor der Tag kam, terrorisierte er weiterhin die Zauberwelt und Muggelwelt.
John Charlston, Mike und Jake standen am Deck, sie hatten gerade Pause. Ja, auch die Seelen brauchten eine Pause, da sie nicht immer arbeiten konnten.
„Und euer Plan wird wirklich funktionieren?“ fragte John, nachdem sie seit Stunden nicht mehr miteinander sprachen.
Mike nickte leicht.
„Er muss funktionieren. Sollte alles schief gehen, dann sind wir alle verloren“ meinte Mike lächelnd, plötzlich betrat Nighy das Deck, er sah nicht besonders nett aus.
Er fletschte seine zähne, seine Schlange am linken Arm versuchte jede Seelen zu beißen, die sich nicht fern hielt. Mike sah zu Jake, sofort wusste Jake was Mike vorhatte. Ja, er musste den Plan ändern, auch wenn Chris dagegen wäre.
„Jack Nighy, ich fordere dich zu einem Zauberduell heraus“ sagte Mike, Nighy blieb plötzlich stehen und lachte, mit ihm lachten auch die Seelen.
„Mister Charlston, haben Sie vielleicht weitere Wünsche?“ fragte Nighy und lachte weiter.
Mike ging mit langsamen Schritten auf Jack Nighy zu, er hielt seinen Zauberstab bereits in seiner Hand, Nighy hob eine Augenbrauer.
Wollte er wirklich ein Zauberduell? Mike wusste nicht was ihm erwartete, schließlich war Jack Nighy einer der gefährlichsten Zauberer auf der Welt.
„Wie du willst, Kleiner“ sagte Nighy und atmete tief ein und aus, Mike hob eine Hand.
„Sollte ich dich besiegen, bekomme ich die silberne Scheibe“ sagte Mike, Nighy zuckte zusammen, sein Schlangenarm bewegte sich hin und her.
„Und woher willst du wissen, dass ich sie besitze?“ fragte Jack Nighy neugierig, Mike musste lächeln, er wusste, das so eine Frage kommen würde.
„Du hast Angst deine Macht zu verlieren. Du weißt ganz genau, dass du die Kontrolle über dein Reich verlierst, sobald jemand die Gegenstände zusammenträgt“ erklärte Mike und ging einen schritt vor, Nighy blieb weiterhin stehen und zuckte mit dem Kopf.
Nun nickte Nighy leicht.
„Nun, Zauberduell? Oder fürchtest du dich?“ fragte Mike, Nighy stieß einen kurzen Schrei aus.
„Ich fürchte mich nicht. Wenn, dann solltest du dich fürchten, Kleiner!“
Jack Nighy zog seinen Zauberstab.
„Einverstanden. Doch solltest du verlieren, dann bekomme ich deine Seele und wirst für immer mir gehören“ sagte Jack Nighy, die Seelen lachten und John stellte sich hinter seinem Sohn hin.
„Nein! Du darfst das nicht riskieren. Ich habe meine Seele geopfert damit du weiter leben kannst!“ beschwerte sich sein Vater, doch Mike schüttelte den Kopf.
„Ich habe keine andere Wahl, nur so können wir die Zauberwelt retten“ sagte er zu John, der daraufhin nickte und sich wieder zu Jake stellte.
„Er schafft es schon“ meinte Jake lächelnd, doch John war anderer Meinung.
„Einverstanden, Nighy.“
Jack Nighy lachte erneut laut auf, die Seelen machten nun einen Kreis, nun standen nur noch Nighy und Mike im Kreis. Es war die letzte Möglichkeit um die Scheibe zu bekommen. Sollte er versagen, so wird er seine Seele verlieren. Niemand würde mehr Mike retten können.
Nighy grinste teuflisch.
„Ascendio!“ schrie er, doch Mike wehrte den Zauber sofort ab, allerdings fiel er zu Boden.
Mike sprang auf.
„Expelliarmus!“
Nighy flog tatsächlich nach hinten, seine Seelen hielten ihn auf. Er schrie laut auf, sein Schlangenarm wurde plötzlich länger. Die Schlange versuchte Mike zu beißen, doch er wich einige Male geschickt aus. Nighy lachte während sein Schlangenarm gegen Mike kämpfte. John wusste, dass Nighy seinen Arm benutzen würde, schließlich brachte Nighy viele Zauberer so zur Strecke.
Mike sprang zur Seite, als die Schlange erneut angriff. Mike steckte seinen Zauberstab ins Maul der Schlange, sie schrie laut auf, die Seelen wichen zurück und Nighy zuckte mit seinem Kopf. Er holte seine Schlange zurück, bevor er dies tun konnte, sprang Mike auf die Schlange und setzte sich auf diese hin.
Jake drückte Mike die Daumen, er brauchte nun jede Hilfe die er bekommen konnte. Natürlich konnte er Mike nur Glück wünschen, doch das reichte ihm. Nighy ging nun mit schnellen Schritten auf Mike zu, er konnte nicht richtig gehen, da sein linkes Bein kürzer war als das andere. Mike lächelte Nighy leicht an, stand wieder auf. Die Schlange kehrte zurück, spuckte den Zauberstab aus, die silberne Scheibe leuchtete hell auf.
Nun waren alle am Deck geblendet, Nighy nutze die Gelegenheit aus, er stand nun vor Mike und hielt seinen Zauberstab auf ihn gerichtet.
„Avada Kedavra!“
Mike flog nach hinten, gegen die alte Holztür und lag reglos am Boden, seine Augen waren geöffnet, er atmete nicht mehr. Nighy lachte laut auf.
„Deine Seele gehört mir“ sagte er und Mikes Seele verließ den Körper, er stand neben seinem Körper und ballte seine Hände zu Fäusten.
„Das nächste Mal solltest du dir überlegen mit wem du dich anlegst, Kleiner!“
Jack kehrte zurück in seine Kabine zurück. John umarmte Mike, nun war er tot, er war eine einsame Seele die einem Tyrannen diente. Jake fiel auf die Knie, er hatte keine Hoffnungen mehr. Jetzt hatten sie keine Chance mehr, oder doch?
Mike setzte sich hin, er versuchte die letzten Minuten zu realisieren. Ja, es fing gut an, doch Nighy spielte mit Mike. Er wollte nicht auf seinen Vater hören, nun musste er für immer Nighy dienen.
Salvatore machte sich groß, er sah jede einzelne Seele am Deck an.
„ZURÜCK AUF EURE POSTEN! Mister Charlston, der Kurs wurde geändert! Wir kehren zurück nach Großbritannien!“ schrie er durch das Deck, John nickte und musste zurück auf seinen Arbeitsplatz.
Mike saß immer noch am Boden, er war am Boden zerstört...
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