
von Lord Marijo
9.September.2000
Nach 18.00 konnte man die Dead Sea nicht mehr sehen, sie verschwand in den Wolken.
Die Dead Sea schwebte in den Wolken, sie machte sich auf den Weg nach Hogwarts, zum Ort des Schicksals. Dort wird entschieden, welche Seite nun gewinnt. Leona saß in Davids Kabine, sie streichelte ihren Bauch, begann zu weinen. Ja, früher war sie eine harte Frau, nun eine weiche Frau, sie wusste nun, wie es ist, wenn man ein Kind erwartet. David setzte sich zu seiner Schwester hin.
„Leona, es tut mir leid. Ich wollte das alles nicht“ sagte er im traurigen Ton, seine Schwester gab ihm eine Ohrfeige.
„Ich erwarte ein Kind. Du hast uns alle verraten. Sollte ich sterben, dann hoffe ich, dass du umgebracht wirst!“ sagte sie und stand auf, er hielt sie allerdings am Arm fest.
„Ich werde dich hier raus bringen. Sherman schläft, Nighy ebenfalls. Sie werden also nichts davon mitbekommen. Ich weiß, auch wenn ich dich frei lasse, es ist keine Entschuldigung. Allerdings will ich, dass du ein schönes Leben führst“ meinte David und wischte sich eine kleine Träne von der Wange weg, sie ging zur Tür, er führte sie hinaus.
Die Dead Sea näherte sich der Oberfläche, Leona stieg in ein kleines Boot. Er ließ das Boot langsam herunter und lächelte seine Schwester an, wahrscheinlich sein letztes Lächeln.
„Komm bitte mit mir, David. Wir können alles vergessen. Bitte! Du passt nicht hier her!" meinte sie und begann erneut zu weinen.
David schüttelte den Kopf und ließ sie nun hinunter, sie kam am Boden an, doch als er ihr zum Abschied winken wollte, packte eine Schlange David von hinten. Sie biss David in den Hals, Leona schrie laut auf, ihr Bruder sah hinüber zu einem Haus, Leona wusste was er damit sagen wollte. Sie sollte hinlaufen und flüchten, sie sollte sich in Sicherheit begeben.
Jack Nighy schlug David auf den Boden, mit seiner rechten Faust.
David sah, dass Nighy ein Schwert in seiner Scheide trug. Er zog es aus der Scheide, doch der Schlangenarm schlug ihm das Schwert aus der Hand, Nighy kicherte. Plötzlich tauchten die bösen Seelen auf, auch John tauchte auf und beobachtete das Geschehen. Er kannte David, allerdings erinnerte er sich nur sehr schlecht an ihn.
„Mister White, Sie haben mehrere unschuldige Hexen und Zauberer getötet um andere zu zeigen, dass Sie etwas können. Außerdem haben Sie eine Gefangene frei gelassen, obwohl niemand die Kabine verlässt, ohne, dass Sie ihre Seele verliert“ erklärte Nighy mit viel Geduld.
Die bösen Seelen murmelten nun, Salvatore trat vor.
„Ich will meine Gegenstände haben“ sagte Nighy zu seinem treuesten Diener, er nickte und lief in Stevens Kabine, zusammen mit all den anderen bösen Seelen.
„Eines Tages wirst du von jemanden umgebracht. Und dann werde ich über dich lachen, Nighy“ sagte David, Nighy zuckte mit dem Kopf und die Schlange biss David in den Hals, er verlor viel zu viel Blut, er konnte kaum noch atmen.
Nighy lachte.
„Willkommen im Reich der Seelen“ sagte der Tyrann, Davids Seele verließ den Körper, nun war auch er ein Sklave.
Die Dead Sea kam endlich wieder in Großbritannien an, Scavos Leute waren in der Nähe, schon bald begann der Kampf.
Nighy spazierte am Deck und konnte sehen, wie die Auroren abgeschlachtet wurden, getötet wurden, über Bord geworfen wurden und vieles mehr. Er grinste teuflisch, nun hatte er endlich wieder die Kontrolle über sein Reich. Die stärksten Auroren versuchten den Eingang zu Stevens Kabine zu schützen, doch Salvatore ließ alle erstarren, mit einem einzigen Zauberspruch. Auf dem Weg zur Kabine steckte Nighy sein Schwert wieder in die Scheide, er sah glücklich aus. Schließlich war nun er wieder der Boss.
Die Seelen traten die Tür von Stevens Kabine ein, 8 Auroren standen in der Kabine und hielten die Gegenstände in den Händen. Sie richteten ihre Zauberstäbe auf Nighys Besitz, er zuckte mit dem Kopf und ballte seine rechte, gesunde Hand zu einer Faust. Steven stand hinter seinen Auroren, er trat vor und lächelte leicht. Er konnte und durfte nicht versagen, er musste Scavo beweisen, dass er immer noch ein guter Freund war.
„Sie haben nun mehr als die Hälfte meiner Auroren getötet. Sie wissen wohl immer noch nicht, dass ich Sie kontrolliere? Und dass ich hier alles leite?“ sagte Steven, Nighy stand nun locker da, er grinste.
„Ja, aber nicht mehr lange“ meinte Nighy und wollte die Kabine verlassen, seine Seelen kehrten auf ihren Posten zurück, Steven hatte Glück, er schaffte es Nighys Rache zu begraben.
„Ach, Nighy. Sie sollen unverzüglich zum Oberboss“ sagte Steven, Nighy drehte sich um und nickte leicht.
Die Große Halle war überfüllt mit Vampirjägern, Hexen, Zauberern und Vampiren. Scavo näherte sich endlich dem Ziel, gemeinsam mit Nighy hatte er bessere Chancen um zu gewinnen. Nun mussten sie endlich etwas unternehmen!
Vladimir Sarajevo konnte seine Vampire retten, nun waren sie auf den Länderein und mussten dafür sorgen, dass kein Auror in das Schloss eindringen konnte.
Die Versammlung hatte endlich stattgefunden, heute wird entschieden, wie sie gegen den Feind vorgehen werden. Natürlich hatten einige gute Ideen, allerdings mussten sie sich auch überlegen, wie sie Jack Nighy töten könnten.
Nach der Legende, war Jack Nighy ein unbesiegbarer Zauberer, er konnte niemals getötet werden, nur schwer verletzt.
Maria begann wie immer, mit ihrer Rede. In den letzten Monaten wiederholte sich die Rede, allerdings hörte jeder interessiert zu, selbst die Vampire. Lady Death und Alexander hatten allerdings andere Sorgen, sie mussten die Wiederauferstehung von Marcus vorbereiten, dem größten Vampirfürst.
„Heute Nacht wird Thomas Scavo unsere Schule angreifen. Wir werden versuchen seine Leute zurückzudrängen. Die Vampire werden sich um die Auroren kümmern und die Vampirjäger kümmern sich um Nighys Seelen“ erklärte Maria, sie lächelte leicht in die Runde und fuhr fort.
„Heute werden wahrscheinlich viele ihr Leben verlieren, aber vergesst nicht, warum wir heute Nacht kämpfen!“ sagte sie mit bebender Stimme.
Natalie konnte sehen, wie Chris sich heimlich aus der Halle schlich, wahrscheinlich war es viel zu viel für ihn. Er war lange fort, er hörte nichts mehr von seiner Familie und von seinen Freunden. Nun war er wieder da, so hörte er schlechte Neuigkeiten. Er stellte sich auf den Gang, lehnte sich gegen die kalte Wand und schloss seine Augen.
„Chris, ich muss dir etwas erzählen“ sagte Natalie, die ihre Hand auf Chris Schulter legte, er nickte ihr zu.
„In deiner Abwesenheit, konnte ich einiges mehr erfahren, über Jack Nighy und seine Vergangenheit. Elena war gar nicht so böse, wie wir alle dachten. Sie versuchte Jack aufzuhalten, allerdings konnte er nicht mehr klar denken, als er diese neue Macht bekam. Er machte seine Aufgabe gut, aber als Elena schwanger wurde, veränderte er sich. Elena wollte ihm das Kind nicht geben, sie wollte mit dem Kind flüchten und Nighy zurücklasse. Er sperrte ihre Seele in eine Regenbogenschlange. Die Tochter wurde zu einer Vampirjäger – Familie gebracht. Nighy sah sie 20 Jahre lang nicht. Er weiß nicht wie sie aussieht, und sie weiß nicht, wer ihr Vater ist. Doch ich weiß, wer die Tochter ist“ erzählte Natalie Parker und sah kurz aus dem Fenster, man konnte bereits die Sterne erkennen.
Sie konnte auch sehen, dass die Dead Sea in der Nähe war, sie schwebte in der Luft.
Chris riss die Augen auf, er musste wissen, wer die Tochter war.
„Leona“ sagte sie, er zuckte zusammen und spazierte nun auf und ab.
20 Jahre lang lebte Leona in einer fremden Familie, niemand wusste dies. Und nun, nach all diesen Jahren erfährt er endlich, wer Leonas Vater ist, ein Tyrann, der versucht alle Seelen gefangen zu nehmen.
„Sie darf es nicht erfahren, auch Nighy darf es nicht erfahren.“
Chris nickte erneut leicht, Natalie kehrte in die Große Halle zurück, Chris blieb eine Weile am Gang stehen und musste immer wieder an Leona denken.
In der Großen Halle konnte man immer noch ein großes Murmeln hören, allerdings wurden alle schnell still, als Vladimir nun begann zu sprechen.
„Niemand wird verschont, versucht Nighy und Thomas Scavo zu töten!“ sagte er, plötzlich betrat eine schwangere Frau die Halle, Leona.
Sie holte tief Luft und sah die Anwesenden an.
„Bereitet euch vor, in weniger als einer Stunde wird Hogwarts brennen“ sagte sie mit ernster Stimme und ging zu Maria, sie umarmten sich.
Der 9.September, eine Nacht, die in den Geschichtsbüchern stehen wird. Es wird eine blutige Nacht.
Thomas Scavo liebte es zu reisen, er ließ ein großes Zelt aufstellen, wo er mit den besten Strategen den Plan für heute Nacht besprach. Der Plan war bereits fertig, nun mussten sie nur noch warten, bis der letzte große Kampf beginnt.
Nighy betrat nu das große Zelt mit wütendem Blick, er schubste zwei Auroren zur Seite, da sie im Weg standen. Er hasste diese Zauberer! Immer mussten sie im Weg stehen!
Er war immer noch ein jämmerlicher Sklave, er versuchte zwar, Steven zu töten, doch er konnte sich noch rechtzeitig retten, indem er ihm drohte die Gegenstände zu zerstören.
„Sie wollten mich sprechen, Mister Scavo?“ fragte Nighy, Scavo nickte leicht und sah erneut zum Eingang, eine weitere Person betrat das Zelt, Mike Charlston.
Mike sah sich in Ruhe um und setzte sich hin, er ging einfach an Nighy vorbei und beachtete ihn nicht, doch Jack lachte.
„Mister Charlston, wir haben uns lange nicht mehr gesehen“ meinte Nighy lachend, doch Mike nickte ihn nur zu und wandte sich an Scavo.
„Mister Charlston will mit uns verhandeln.“
Nighy nickte und setzte sich ebenfalls hin, neben Scavo. Mike sah seine Feinde in die Augen, er saß beiden gegenüber, er könnte sie nun umbringen, doch da war noch der Schlangenarm. Er konzentrierte sich nur noch auf die Schlange, die Schlange umschlang Nighys Hals und schlief ein.
„Lasst Leona frei und ich sage euch, wie man unsere Verteidigung brechen kann“ schlug Mike vor, nachdem die drei Herren 5 Minuten lang still da saßen und sich nur im Zelt umsahen, besonders Nighy, der solche Orte hasste.
„Nun, ein schönes Angebot, allerdings müssen Sie mit Nighy darüber sprechen, schließlich hält er Ihre Frau gefangen“ meinte Scavo lächelnd und schenkte sich Tee ein, die anderen vergaß er mit Absicht.
Nighy hob eine Augenbraue und sah zu Mike.
„Einverstanden.“
Mike lehnte sich zurück, er wusste, hier musste etwas faul sein. Wieso sollte er damit einverstanden sein? Hatte er vielleicht einen Hintergedanken?
Was Mike nicht wusste ist, dass Leona bereits frei war, sie schaffte es mit Hilfe ihres Bruders zu flüchten, der nun tot war.
„Ihre Ehefrau ist bereits unterwegs, sie hat wahrscheinlich Hogwarts bereits erreicht“ meinte Jack Nighy grinsend, Mike stand auf und setzte einen bösen Blick auf.
„Ich verschwende nur ungern meine Zeit. Ich bin hier um zu verhandeln. Ich versuche diesen Kampf zu umgehen, da es lächerlich ist.“
Nighy musste laut auf lachen. Ja, auch er fand diesen Kampf sinnlos, er wollte nur noch seine Arbeit bis Mitternacht machen, dann wird er ein freier Mann.
„Nur weil Elena dich verraten hat, heißt das nicht, dass du mit mir reden kannst, wie du willst“ sagte Mike wütend, Nighy stand auf, seine Schlange wachte sofort auf.
„Lass sie aus dem Gespräch raus, Kleiner“ sagte Nighy und drohte Mike ihn umzubringen, indem seine Schlange sich ihm näherte.
Scavo hielt Nighy zurück, er konnte nicht zulassen, dass er Mike nun tötet. Es stand viel zu viel auf dem spiel. Außerdem musste er Nighy unter Kontrolle halten, sonst würde er seine Gegenstände wieder an sich reißen und die Auroren auf der Dead Sea umbringen.
„Wir werden wissen uns zu verteidigen. Heute Nacht wird alles enden“ sagte Mike und lief aus dem Zelt, er musste zurückkehren um sich auf den Kampf vorzubereiten.
Nighy sah seinen neuen Gebieter an, dieser nickte ihm zu, so stand Nighy sofort auf und kehrte auf sein Kriegsschiff zurück.
Er hasste das Kriegsschiff, schließlich kamen alte Erinnerungen hoch. Er heiratete Leona auf der Dead Sea, zeugte seine Tochter auf der Dead Sea und verbrachte 499 Jahre auf der Dead Sea.
19.56 Uhr. In ca. 4 Stunden bekommt er wieder seine Freiheit. Nun konnte er sich einiges erlauben, er hatte auch schon Pläne. Er kehrte in seine Kabine zurück, er zog sich zurück, bevor die Schlacht beginnt.
Er setzte sich auf sein Bett, sein Schlangenarm schlief, sie musste Energie sammeln für den großen Kampf.
Plötzlich berührte eine Hand Nighys Schulter. Er zuckte zusammen und sah zu seiner rechten, er sah Elena neben ihm sitzen, seine Ehefrau, seine große Liebe. Sie streichelte seine Wange, er schloss seine Augen und genoss ihre Zärtlichkeit.
„Elena...“ flüsterte der Tyrann, sie stand nun auf und ging zum kleinen runden Fenster, sie sah hinaus und konnte Hogwarts sehen, sie wusste, wie das alte Schloss bald ausschauen würde. Es würde brennen, es würde nicht mehr existieren.
Nun stand Nighy auf, sein kürzeres Bein fing erneut an zu bluten.
„Wieso bist du hier?“ fragte er zornig.
„Ich will nicht, dass du kämpfst. Du darfst keinen Fehler machen, sonst bekommst du weitere 500 Jahre“ erklärte Elena und drehte sich zu ihren Mann um, er setzte ein zorniges Gesicht auf, sein Schlangenarm wachte vom kleinen Schlaf auf.
„Ich mache was ich will! Niemand schreibt mir vor, was ich machen soll!“
Elena versuchte zu lächeln, doch als sie Nighy tief in die Augen sah, konnte sie lesen, dass er wütend war, er wollte alles und jeden vernichten.
„Und wieso kontrolliert dich ein Zauberer?“ fragte sie im ernsten Ton, er zuckte mit dem Kopf, sein Schlangenarm umschlang ihren Hals und versuchte ihren Hals zu zerquetschen, sie bekam keine Luft.
Sie versuchte sich zu befreien, doch die Schlange drückte immer fester, Nighy zog sein kleines Haustier zurück und ging zurück zum Bett.
„Ich liebe dich, Elena. 499 Jahre lang musste ich böse Seelen einsammeln. Ich kann nicht mehr. Sollte ich weitere 500 Jahre auf diesem Schiff sein und böse Seelen einsammeln, dann werde ich dich töten. Denn du bist diejenige die mich verflucht hat. Du hast mich angelogen!“
Nighy musste sich die Tränen aus den Augen wischen, sie sah erneut aus dem Fenster.
„Ich musste dich anlügen. Der letzte Herrscher des Seelenreichs schaffte es sich umzubringen. Er hielt den Druck nicht mehr aus. Ich habe dich ausgesucht, weil ich wusste, dass du der Richtige warst. Wir haben eine Tochter, Jack!“ sagte sie und begann nun zu weinen, Nighy drehte sich um.
„DU HAST VERSUCHT DIE ZAUBERWELT ZU VERNICHTEN!“ schrie er sie wütend an, sie fiel auf den Boden, nun erkannte sie endlich, dass sie in unrecht lag.
Ja, sie wollte die Seelen benützen, sie wollte die Zauberwelt vernichten. Nun hatte sie Nighy benützt um genug Seelen zu sammeln, doch er wusste nichts von ihrem Plan.
„Du wirst hier bleiben. Ich werde diesen jämmerlichen Krieg gewinnen. Um Mitteernacht werde ich die Schlacht verlassen und ein neues Leben anfangen“ sagte er und sperrte sie in seinem Zimmer ein, wo sie nicht ausbrechen konnte.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel