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Fanfiction

Todesser - Dinge die GeklĂ€rt werden mĂŒssen - Neulich in Azkaban

von Antonin Dolohow

So nach endloser zeit mal was neues von mir^^


Neulich in Azkaban

Wenn die Dementoren hören wĂŒrden, wĂ€ren sie froh, dass sie es in Wirklichkeit nicht konnten.
“Dein Bruder ist verrĂŒckt”, meckerte Bellatrix gerade und Rodolphus sah unglĂ€ubig zu seiner Frau, in der Zelle ihm gegenĂŒber.
“NatĂŒrlich ist er verrĂŒckt, er ist ja auch sein Bruder!”, kommentierte Sirius, in der Zelle neben Rodolphus und blĂ€tterte im Tagespropheten von vor drei Jahren.
“Wo hast du die Zeitung her?”, fragte Antonin, der rechts neben Bellatrix eingekerkert war. Auf deren linken Seite und somit Sirius gegenĂŒber saß Rabastan und schnitzte sich gerade einen neuen Zauberstab. Ab und zu schwang er ihn, doch es passierte natĂŒrlich nichts.
“Sie klebte einem Dementor am Schuh”, versicherte Sirius und die anderen vier ĂŒberlegten kurz. Hatten Dementoren denn Schuhe?
“Du lĂŒgst doch, Black!”, beschuldigte Antonin den Animagis und dieser sah böse zu ihm hinĂŒber.
“Beweise!”
“Aber Dementoren laufen doch gar nicht”, bemerkte nun Rabastan und kam zu den GitterstĂ€ben gekrochen. Er versuchte durch die StĂ€be auf den Gang zu spĂ€hen und hielt nach einem WĂ€chter von Azkaban Ausschau, doch offenbar waren die gerade essen, oder saßen bei einem Pokerspiel zusammen, wie die Insassen schon oft mutmaßten.
“Ja eben, die schweben”, nickte Rodolphus zustimmend und Bellatrix fauchte: “Auf wessen Seite stehst du ĂŒberhaupt?”
“Im Moment sitze ich, Liebes”, lĂ€chelte er seine Ehefrau an und diese wĂŒrde unter seinem Blick sofort milde gestimmt.
Sie seufzte und ihre HÀnde umfassten die GitterstÀbe, wÀhrend sie Rodolphus anhimmelte.
“Du liebe GĂŒte, du musst ihm keine schönen Augen machen, dich trennen zwei Gitter und ein Gang”, verdrehte Sirius die Augen.
“Ich halte unsere Liebe jung, aber davon verstehst DU natĂŒrlich nichts, Black”, bellte die Hexe nun in dessen Richtung.
Antonin lachte leise auf und lĂ€sterte: “Wozu auch? Eine Beziehung die lĂ€nger dauerte als die Liebe, wenn sie noch jung ist, hatte DER doch sicher nicht.”
“Redest wohl aus eigener Erfahrung?”, kicherte Rabastan und versuchte nun eine Ratte, die sich in seine Zelle verirrte hatte mit dem Stock zu erdolchen. Er hatte es aufgegeben daraus einen Zauberstab zu basteln, aber so als Pfeil ohne Bogen war er doch ganz nĂŒtzlich.
“Das kannst du natĂŒrlich nicht verstehen, Junge”, gab Antonin hochmĂŒtig zurĂŒck. “Sicher hattest du noch keine Freundin, armer Cousin.”
Da quietschte die Ratte in Rabastans Zelle.
“Tiermörder!”, rief Antonin aufgebracht und kam zum Gitter gestĂŒrzt. TatsĂ€chlich flĂŒchtete die Ratte aus Rabastans Zelle. Lief vorbei an Sirius Zelle, wo man kleine Kiesel nach ihr warf und in die ausgestreckte Hand von Antonin, der sie zu sich zog und die Wunde am Hinterbein eingehend betrachtete.
“Du willst dieses Mistvieh doch nicht wirklich heilen?”, argwöhnte Sirius.
“Es ist ein lebendes Wesen”, kommentierte Antonin. “Es kann nichts dafĂŒr, dass es dumm ist.”
“Ratten gehören aufgespießt und im Lagerfeuer geröstet”, knurrte Sirius und Bella lachte spöttisch: “Du hörst dich an wie ein Hund, Black.”
Da bellte es aus Sirius Zelle und Bellatrix starrte in braune Augen eines großen schwarzen Hundes.
“Lass das, Black”, sagten Rodolphus und Rabastan gleichzeitig tonlos und Sirius verwandelte sich zurĂŒck und verzog sich schmollend in eine Ecke.
“Großartig, jetzt habe ich wegen der Töhle wieder eine Woche lang Flöhe”, grummelte Rodolphus.
“Du hast recht”, lĂ€sterte Antonin. “Es wĂ€re lĂ€ngst Zeit fĂŒr einen Badetag.”
Er schnippte mit den Fingern, als wĂŒrde gleich ein Diener erscheinen.
“Hol schon mal die Seife.”
“Mit dir bade ich nicht”, warf Sirius ein.
“Wer wĂŒrde mit dir auch baden wollen?”, meinte nun Bella.
“Wieso hĂ€ngst du dich schon wieder rein? Himmel deinen Mann an, dann tust du wenigstens was VernĂŒnftiges!”, schnappte Sirius und die Hexe hob verwirrt die Augenbrauen. “Hast du eben nicht gesagt, dass es vollkommen sinnlos wĂ€re?”
“Du tust doch dein ganzes Leben schon nichts anderes außer sinnlose Sachen!”
“Seid leise!”, rief nun Antonin und alle Aufmerksamkeit richtete sich auf den Heiler.
“Miss Tweety braucht Ruhe.”
“Wer ist Miss Tweety?”, fragte Rabasan und versuchte abermals auf den Gang zu schielen.
“Meine Patientin. Sie ist gerade eingeschlafen.”
“Du hast der Ratte einen Namen gegeben?”, rief Sirius unglĂ€ubig.
“Was ist daran verwunderlich?”, keifte Bellatrix. “Du hast doch auch einen Namen.”
Was dann an Schimpfwörtern ĂŒber die GĂ€nge gerufen wurde, hĂ€tte jedes naive Kinderhirn fĂŒr alle Zeit verdorben.
Wie gesagt, die Dementoren hĂ€tten sich Taubheit gewĂŒnscht, wenn sie es nicht ohne hin schon hatten.

Copyright by Malin-Saturn


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