
von Bowtruckle
Hermine kam auf Zehenspitzen die Treppe herrunter und als sie Malfoy auf der Couch liegen sah, musste sie, gegen ihren Willen, in sich hinein lächeln. Sie ging zu ihm und streichelte ihm über das weißblonde Haar. Dann sah sie, dass er eine Feder in der Hand hielt, ihre Feder. Sie wollte ihn schon wütend aufwecken, als sie den Pergamentstapel auf dem Tisch sah. Neugierig überflog sie die Blätter und merkte dabei gar nicht, dass Malfoy längst aufgewacht war und ihr zusah.
„Na, ist das deinem Standard entsprechend? Für eine eins wird’s wahrscheinlich nicht reichen, aber ganz ehrlich, um vier Uhr konnt auch ich nicht mehr.“
Hermine drehte sich überglücklich lächelnd zu ihm um, sie fing sich jedoch gleich wieder und sah ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an.
„Versuch nicht zu schleimen Malfoy! In zehn Minuten gibt es Frühstück, beeil dich lieber.“ Sie war schon halb aus der Tür raus als sie hinzufügte: „Ach, und trotzdem danke, ich muss noch viel nachholen, und hätte das ohne dich nicht geschafft.“
Malfoy setzte sich auf um etwas zu erwidern, doch sie war schon verschwunden. Seufzend ließ er sich zurück fallen. Er beschloss das Frühstück ausfallen zulassen und sich stattdessen eine heiße Dusche zu genehmigen. Vielleicht würde das ja gegen die Müdigkeit helfen.
Drei Stunden später betraten Malfoy und Hermine, sich wild am unterhalten, die Kerker. Sie setzten sich zusammen ganz nach hinten an einen Tisch und unterhielten sich über verschÃedene Schüler Griffindors und Slytherins. Sie waren gerade damit beschäftigt über Millicent Bullstrude zulästern, als Harry und Ron in den Raum kamen.
Sie sahen Hermine und Malfoy und blieben versteinert stehen und starrten die Beiden an. Hermine bemerkte die Beiden und sah sie fragend an.
„Gibt es ein Problem?“ Ron fasste sich als Erster. „Hermine, du ... Malfoy redet....“ Hermine schüttelte enttäuscht den Kopf.
„Ihr erinnert euch schon noch, an das, was McGonagall am ersten Schultag gesagt hat, oder? Ihr solltet euch wirklich mal Gedanken darüber machen.“ fuhr Hermine die beiden an und ignorierte sie dann einfach. Harry zog Ron weiter nach vorne, als Snape die Klasse betrat und sie böse ansah.
Hermine hatte einfach nicht den Nerv den Beiden alles zuerklären und so ging sie den Ron und Harry möglichst aus dem Weg.
Bis zum Mittagessen verbrachte sie ihre freie Zeit in der Bibliothek, denn sie hatte schon viele Stunden verpasst und wollte diese unbedingt nachholen.
Zum Mittagessen wollte sie sich eigentlich wieder zu Pavati und Lavender setzen, doch diese hatten es sich am Slytherintische gemütlich gemacht und flüsterten aufgeregt mit Zabini und Malfoy.
Was Hermine ungewollt rasend eifersüchtig machte. Sie hatte die Wahl, entweder, sie setzte sich zu Harry und Ron und musste ihnen alles haarklein erzählen, oder sie quetschte sich zwischen Pavati und Malfoy. Natürlich nur um noch einmal über ihrer Pflicht als Schulsprecherin nachzugehen. Sie entschied sich für letzteres und lief mit raschen Schritten auf den Slytherintish zu.
Ohne Vorwarnung stieß sie Pavati grob beiseite und setzte sich neben Malfoy. Dieser sah sie mit einem verwunderten Gesichtsausdruck an. „Was verschafft mir denn diese Ehre? Willst du noch ein Paar Zuckungen in deinem Knie loswerden, oder brauchst du nun doch Quidditschunterricht?“
Hermine blickte hektisch umher, denn fast alle Slytherins sahen sie fragend an. „Ähm... ,nein ich wollt nur noch mal mit dir über unsere Aufgabe reden weißt du... als Schulsprecher....“ Ihr Blick blieb an der wütend aussehendenPansy Parkinson hängen und sie flüsterte Malfoy leise zu: „Wissen hier alle bescheid? Ich meine, hast du ihnen das von letzter Woche erzählt?“
Er musste grinsen, schüttelte den Kopf und legte dann einen Arm um ihre Schulter. Alle am Tisch wendeten sich wieder ihrem Essen zu und auch Hermine und Malfoy ließen es sich schmecken.
Nach einer dreiviertel Stunde verließ Hermine traurig den Slytherintisch. Die anderen hatten jetzt eine Freistunde, doch sie musste zu Alte Runen. Am Eichenportal drehte sie sich noch einmal um und schenkte Malfoy ein schüchternes Lächeln, als sich ihre Blicke trafen. Dann lief sie zum Klassenzimmer.
Nach einer Doppelstunde Alte Runen, drei Pergamenten voll Stichwörter und einer riesigen Hausaufgabe für die nächste Stunde hatte Hermine genung vom dunklen Schloss. Sie trottete zum Westturm, zog sich schnell etwas leichteres an und ging dann mit samt ihren Hausaufgaben runter zum See. Als sie an ihrem Lieblingsplatz angekommen war, sah sie, nicht weit von ihr entfernt zwei Jungen im Gras auf einer Decke liegen, die sich lachend unterhielten. Beim Anblick des blonden Haarschopfes blieb ihr fast das Herz stehen und sie schlich sich von hinten an die beiden heran. „....aber das die was im Hirn hat bezweifle ich stark.“ „Ja, aber dieses Parfüm, ich mein...“ „BUH!“
Hermine sprang zwischen die beiden jungen Männer und ließ vor Scgadefreude lauthals lachend ihr Tsche auf die Decke fallen. Noch immer waren die beiden zutode erschrocken und sahen sie mit großen Augen an. „Ich hoffe ich störe nicht bei irgendwelchen Männergesprächen?!“ Immer noch grinsend setzte sie sich zwischen die Beiden. „Hey, jetzt kriegt euch mal wieder ein! Ich hab nichts gehört!“ Fügte sie zwinkernd hinzu. Nun mussten auch Zabini und Malfoy lachen. Sie lehnten sich wieder zurück, fuhren jedoch nicht mit ihrem Gespräch fort. Hermine indess holte ihre Hausaufgaben herraus und fing an auf ihrem Pergament herrum zu kritzeln. Doch schon nach fünf Minuten waren die Hausaufgaben vergessen. Sie lachte und plauderte mit Malfoy und Zabini. Alle Zeit war vergessen und sie genoss es in der warmen Nachmittagssonne neben Malfoy zu liegen. Als die beiden sich imemr näher kamen, und Hermine zum Schluss in Malfoys Armen lag, zog Zabini sich mit der Ausrede er hätte jetzt Hunger auf Abendessen zurück.
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