
von Lord Marijo
âEin GemĂ€lde?â
Chris Randel sah Joel, Sirius und Tom fragend an.
âJa, Herr Professor. Als ich letzte Woche im BĂŒro von...â begann Joel zu sagen, allerdings schaffte er es nicht den Satz zu beenden, da er nicht wusste wie der Schulleiter reagieren wĂŒrden.
âLady Death. Diesen Namen hat sie im Jahr 1999 angenommen. Sie war eigentlich ein nettes MĂ€dchen, wir gingen zusammen in die Schule, nur war ich 2 Klassen höher als sie. Wir wurden sehr gute Freunde, aber als ich im letzten Schuljahr war, erfuhr sie, dass sie ein Vampir ist. Ich verlieĂ Hogwarts, und sie schwor Rache. Jeder hatte sie verlassen, und so versuchte sie bis heute mich umzubringen. Ihre alten Freunde hat sie bereits umgebracht, nun fehle nur noch ichâ erzĂ€hlte Chris, er sah aus dem Fenster, dann drehte er sich wieder zu den Kindern um.
Joel schluckte.
âProfessor Randel, das GemĂ€lde, es hatte 3 weiĂe Lichtpunkteâ sagte Joel und wollte unbedingt wissen, wofĂŒr diese Punkte standen.
âSie stellt ihre Kraftquelle darâ sagte der Schulleiter und plötzlich bebte es.
Chris schickte sofort die Kinder zurĂŒck in den Gemeinschaftsraum, er setzte sich hin und wartete ab, denn es konnte nicht mehr lange dauern, bis sie auftaucht.
Eli Strobolz versuchte alle SchĂŒler in ihre GemeinschaftsrĂ€ume zu schicken, aber nicht jeder wollte auf ihn hören...
Joel sah Tom und Sirius an.
âGehen wir jetzt in den Gemeinschaftsraum?â
âNatĂŒrlich nichtâ meinte Sirius und machte sich auf dem Weg zum BĂŒro der gefĂ€hrlichen Lady, Joel und Tom folgten ihn.
Jetzt wusste Joel, dass die Zauberwelt genau so gefĂ€hrlich war, wie Otopia. Ob diese fremde Welt gefĂ€hrlicher war, wusste er noch nicht, aber er wĂŒrde es schon bald herausfinden.
Langsam öffnete Sirius die TĂŒr des BĂŒros, er sah sich um und entdeckte ĂŒberall diese seltsamen Steindornen. Gleich beim Fenster befand sich ein Thronsessel, er lĂ€chelte leicht als er diesen sah. Plötzlich wirbelte ein schwarzer Rauch umher, langsam bildete der Rauch einen Körper: Lady Death.
Joels linke Hand zitterte leicht, er fĂŒrchtete diese Vampirlady mehr als alles andere. Tom und die anderen hielten ihren Zauberstab bereit.
Lady Death lachte laut auf.
Sirius Blick fiel auf das GemĂ€lde, dass sich am anderen Ende des BĂŒros befand.
Der Körper der Lady verschwand wieder, er löste sich im schwarzen Rauch auf.
Joel sah das GemĂ€lde an, er wusste, dass es leuchten konnte und es machte auch GerĂ€usche, doch das es gefĂ€hrlich war, wusste er nicht. Eine Kraftquelle, die im GemĂ€lde eingesperrt wurde, so etwas hörte der kleine Vampirjunge zum ersten mal. Die Zauberwelt war eine fantastische Welt, und er wĂŒrde sie nur ungern wieder verlassen.
âDas GemĂ€lde ist ganz schön weit obenâ bemerkte Joel, als er das GemĂ€lde ansah und ĂŒber einige Dinge nachdachte, Sirius nickte leicht und richtete seinen Zauberstab auf das gefĂ€hrliche GemĂ€lde.
Mit dem Accio Zauber versuchte er das GemÀlde herzuholen, doch es funktionierte nicht. Joel hob eine Augenbraue, ebenso wie Tom.
Plötzlich wehte ein starker Wind durch das alte BĂŒro der Lady, es donnerte in ganz Hogwarts, es regnete stark. Ein schwarzer Rauch verteilte sich im BĂŒro, sofort schritten die SchĂŒler langsam zurĂŒck. Lady Death erschien vor den Kindern, lĂ€chelte leicht.
âDas GemĂ€lde hat einen eigenen Willen, also könnt ihr es gleich vergessen. Ich habe einen groĂen Fehler gemacht, ich habe viel zu lange gewartet. Doch jetzt wird es ein fĂŒr alle mal endenâ sagte sie lĂ€chelnd.
Sirius wedelte mit den Zauberstab kurz hin und her, eine Schlange erschien vor ihm, die immer gröĂer wurde. Er hielt sie unter Kontrolle und befahl ihr, die Lady anzugreifen. Aber Lady Death verbrannte die Schlange mit Leichtigkeit, ging in Angriffsposition.
âUnd jetzt?â fragte sie.
âUND JETZT WERDEN SIE STERBEN! ICH BIN UNSTERBLICH!â schrie er laut auf.
âAvada Kedavra!â rief er, und der grĂŒne Blitz raste aus sie zu, er traf sie mitten im Herzen, sie verwandelte sich in einen schwarzen Rauch, der sofort einen neuen Körper bildete.
Sie lachte Sirius aus, da er es wohl noch nicht verstanden hatte. Joel begann zu schwitzen, er wusste, dass nur ein Vampir einen Vampir endgĂŒltig auslöschen konnte.
âBring sie endlich um, Joel!â sagte er zu seinen besten Freund, Tom hielt sich noch zurĂŒck.
âIch kann sie nicht töten, sie ist eine VampirfĂŒrstin, auĂerdem bin ich erst 11!â rief er Sirius zu, er sah zur gefĂ€hrlichen Lady, die wohl noch wartete.
Ja, sie spielte mit den Kindern, sie genoss es, wie sie zitterten und langsam die Hoffnung aufgaben.
Sirius schoss Fesseln in Richtung der Lady, sie durchbohrten ihren Körper, erneut verwandelte sie sich in Rauch, und kehrte anschlieĂend wieder heil zurĂŒck und lachte erneut laut auf.
âWie lange möchtest du noch spielen? SchlieĂlich muss ich noch die Wiederauferstehung meines Meisters vorbereitenâ sagte sie und hatte sich beim letzten Satz verplappert.
Lady Death schleuderte einen Steindornen in Richtung von Joel, Sirius und Tom.
Sirius musste diese Chance ausnutzen, er schleuderte diesen Stein zurĂŒck auf die Lady, packte Joel und Tom an den Schultern und lief aus dem BĂŒro. Vor dem BĂŒro beschwor er einen Patronus, den er sofort losschickte.
Lady Death löste sich in Rauch auf.
Sirius sah wĂŒtend zu Joel hinĂŒber, er sah zu Boden und wurde leicht rot. Es tauchten nun mehrere Todesser auf.
Tom dachte eine Weile nach, er hatte von Anfang an gewusst, dass Lady Death nicht alleine war. Er drehte sich zu den Todessern um.
âEin paar bleiben hier, 4 von euch suchen nach der Lady und der Rest sucht ihren Meisterâ befahl er den Todessern, sie befolgten seinen Befehlen.
âSie ist eine VampirfĂŒrstin, das ist einer der höchsten RĂ€nge bei den Vampiren. Selbst meine VampirflĂŒche könnten ihr nichts anhaben. Etwas beschĂŒtzt sieâ meinte Joel Brown und seufzte.
âWir gehen zu deinen Vaterâ meinte Sirius, ohne Joel anzuschauen.
Er zuckte zusammen, er schĂŒttelte leicht den Kopf.
âDas geht nicht. Er ist in einer wichtigen Besprechung mit Pegasus, auĂerdem fĂŒhrt er morgen eine letzte Schlacht gegen Vampire, die er fĂŒr sich gewinnen willâ erklĂ€rte Joel, Tom konnte sofort die Furcht in Joels Augen sehen.
âDein Vater ist ein Vampir, er wird wohl wissen, wie man Lady Death vernichtet. Man kann jeden tötenâ meinte Sirius.
Plötzlich umhĂŒllte ein schwarzer Rauch Joels Körper, er wurde in das BĂŒro hineingezogen, die TĂŒr wurde von den Steindornen blockiert, um Sirius und Tom auszusperren. Joel Brown entdecke einen Briefumschlag am Boden, langsam holte er einen Zettel aus dem Umschlag heraus und las den Text. Immer und immer wieder las er sich den Text durch. Es war ein Liebesbrief, der von Chris Randel geschrieben wurde. Joel verstand erst jetzt die ganze Geschichte, jetzt wusste er, wieso Lady Death Rache wollte. Plötzlich erschien die Vampirlady vor ihm und lĂ€chelte ihn an. Er sprang sofort auf, schritt zurĂŒck und sah sie mit einem finsteren Blick an. Nun wusste Joel auch, dass das GemĂ€lde mit Liebe gemacht wurde, ein GemĂ€lde, wo man Lady Death sehen konnte.
Langsam ging er zum Fenster, wo sich auch gleich das GemÀlde befand, er richtete seinen Zauberstab auf das GemÀlde und rief ihr zu:
âKeinen Schritt weiter! Oder ich zerstöre ihr schönes GemĂ€lde!â
Lady Death lachte.
Aber nun setzte sie eine ernste Miene auf, begann laut aufzuschreien, wie sie es schon einmal tat, in den GĂ€ngen.
Als Lady Death den Zettel in der Hand des kleinen Vampirjungen sah, hörte sie auf zu kreischen und beruhigte sich wieder. Erneut stiegen in ihr GefĂŒhle hoch, die unterdrĂŒckt wurden, von der schwarzen Wolke. Aber sie konnte den Bann brechen, die schwarze Wolke wurde kleiner. Die Steindornen hingegen wuchsen ĂŒber ihre normale GröĂe hinaus.
Joel hatte keine Chance, er musste Zeit schinden, nein, er musste versuchen sie mit Worten zu besiegen.
âIch erzĂ€hle Ihnen mal eine Geschichte. Ein Junge verliebte sich in ein wunderschönes MĂ€dchen. Aus Freundschaft wurde eine Beziehung. Jahre lang haben sie sich geliebt, doch dann musste der Junge die Schule verlassen, er schrieb ihr einen kleinen Brief, wo er ihr versprach, zurĂŒckzukommen und sie zu heiraten. Sie wartete und wartete, aber er kehrte nie wieder zurĂŒck. Jahre spĂ€ter erfuhr das MĂ€dchen, dass er bereits eine andere geheiratet hat, er war in seiner neuen Ehe glĂŒcklich. Deshalb schwor das MĂ€dchen Rache! Sie wollte Hogwarts und diesen Jungen unbedingt tötenâ erzĂ€hlte er, schluckte und machte eine kurze Pause, schlieĂlich begann er wieder weiter zu reden.
âIch kenne mich in solchen Dingen nicht aus, weil ich noch sehr jung bin, aber auch ich liebe ein MĂ€dchen, und ich habe nicht vor, einen Fehler zu machenâ erklĂ€rte Joel Brown.
Lady Death ballte ihre HĂ€nde zu FĂ€usten, sie wusste natĂŒrlich, dass sie und Chris gemeint waren. Sofort erinnerte sie sich an die glĂŒcklichen Zeiten, aber sie hasste ihn immer noch. Er hatte sie betrogen, sie alleine gelassen.
Nein, sie durchschaute den Trick des verfluchten Jungen! Sie kannte solche Tricks, und es funktionierte nur einmal, doch dieses Mal wird es anders laufen!
âDU ELENDER DRECKSVAMPIR, DICH WERDE ICH AUSLĂSCHEN!â schrie sie laut auf, streckte ihre Arme aus, ihre HĂ€nde leuchteten violett auf, Joel schritt zurĂŒck und zitterte am ganzen Körper.
Sie schoss einen violetten strahl auf Joel ab.
Der Strahl traf Joel auf der linken Schulter, er wurde gegen die Steine geschleudert, spuckte eine Menge Blut aus, stĂŒtzte sich an den Armen ab und versuchte wieder aufzustehen.
Plötzlich kletterte Tom durch das Fenster und sprang hinein, er zog seinen Zauberstab und richtete diesen auf Lady Death, doch sie lachte nur laut auf.
âGryffindors konnte ich noch nie leidenâ sagte die Lady und schleuderte Tom quer durch den Raum, doch dann....
âAHHH!â
Joel sah sofort zu Tom auf, Sirius, der drauĂen wartete und hoffte, dass Tom es schaffen wĂŒrde, zuckte zusammen und konnte deutlich spĂŒren, das mit Tom etwas nicht stimmte. Der Steindorn durchbohrte Toms Magen, er blutete, sah Joel lĂ€chelnd an, schloss langsam seine Augen....Er war tot.
Joel sprang wĂŒtend auf, und setzte viele VampirflĂŒche ein, um die Lady zu vernichten, doch sie wehrte jeden mit Leichtigkeit ab.
Lady Death schleuderte Joel gegen einen Stein, er lag schwer verletzt am Boden. Sirius versuchte vor dem BĂŒro weiterhin die Steine zu beseitigen.
Plötzlich explodierte ein Stein, gleich neben Lady Death in viele kleine StĂŒcke. Sie sah sich um und entdeckte ihre groĂe Liebe, neben Joel Brown, der ihm gerade half aufzustehen. Er atmete schnell ein und aus, war mĂŒde und hielt seinen Zauberstab bereit.
Doch beide wollten kein Wort miteinander wechseln, sie gingen in ihre Angriffsposition. Lady Death gewann schnell die Oberhand, als sie Chris Zauberstab gegen die Wand schleuderte, ihn dann gleich dazu. Hinter ihm erschien eine Holzwand, die Fesseln, die aus einer lebenden Pflanze bestanden, zogen ihn hinauf und fesselten ihn an die Holzwand, wo er sich nicht mehr rĂŒhren konnte.
Joel versuchte dem Schulleiter zu helfen, aber Lady erschien vor ihm, umhĂŒllt von schwarzen Rauch. Sie hielt ihren Zauberstab gegen Joels Hals.
Joel wollte aber nicht aufgeben, er musste seine Angst endlich besiegen. Er zog seinen Dolch, schlug Lady Death ins Gesicht und warf den Dolch auf das GemÀlde.
Die Steine explodierten beim Eingang und Sirius betrat das alte BĂŒro der Lady, langsam sah er sich um und entdeckte den Dolch im GemĂ€lde.
Sirius zog sein mÀchtiges Schwert und lief auf seine Gegnerin zu.
Lady Death schlug Joel ins Gesicht, und das 3 mal, dann schleuderte sie ihn mit einem kleinen Wurf zum Eingang des BĂŒros, und schon schlug Sirius auf sei ein, wo sie sich sofort in Rauch auflöste, aber wieder zurĂŒckkehrte.
Das schlimme Wetter wurde wieder ruhiger, langsam schien wieder die Sonne, und Lady Deaths schwarze Wolke wurde immer kleiner.
Sirius konzentrierte sich nun ein letztes Mal auf das GemĂ€lde, er holte aus und schlug mit seiner ganzen Macht auf das GemĂ€lde ein, es begann zu brennen und explodierte schlieĂlich.
Lady Death schrie laut auf, ihre Kraft verlieĂ sie...
âNEIN! Niemand wird mich aufhalten, NIEMAND!â
Ihre Beine verwandelten sich in Rauch, der sich im Raum verteilte und jeden umhĂŒllte.
Sirius holte Chris von der Holzwand herunter, langsam lieĂ er ihn vor dem BĂŒro am Boden landen. Als Sirius Tom tot sah, konnte er seinen Mund nicht mehr schlieĂen, er ballte seine linke Hand zu einer Faust und sah wĂŒtend zur Lady hinĂŒber.
Schnell musste der kleine Erbe Voldemorts handeln, er schleuderte auch Joel aus dem BĂŒro hinaus, dann lief er hinaus.
Lady Death hatte keine Kraft mehr um die Feinde zu verfolgen, ihr Körper verwandelte sich in Asche. Der Wind wehte durch das BĂŒro und verstreute die Asche in ganz Hogwarts.
Nach einem langen harten Kampf wurde Lady Death endlich besiegt.
Tage spĂ€ter bekamen Sirius und Joel einen Preis des Ministeriums, wo sie fĂŒr ihren Mut ausgezeichnet wurden, aber auch Slytherin bekam 100 Hauspunkte.
Joel Brown hatte es geschafft, seine Angst zu besiegen und das GemĂ€lde zu schwĂ€chen, so konnte Sirius dem GemĂ€lde den letzten Schlag verpassen, und so wurde eine gefĂ€hrliche VampirfĂŒrstin besiegt, fĂŒrs erste.
Kathleen Watson rannte in den KrankenflĂŒgel, wo Joel Brown lag. Sie umarmte ihn und gab ihm einen kleinen Kuss auf die Stirn, sofort wurde er rot.
âIch bin froh dich lebendig zu sehenâ flĂŒsterte sie ihm zu, er nickte leicht.
âSirius und ich mussten es endlich beendenâ meinte er und sah aus dem Fenster.
âErst jetzt verstehe ich, was Liebe ist. Ich kenne nun die Schmerzen einer Liebe, und vieles mehr. Dank Lady Death weiĂ ich jetzt, was ich im Leben erreichen möchteâ erzĂ€hlte Joel Brown, und dieses GesprĂ€ch lief bis zum Abendessen, wo Kathleen wieder ging.
Sirius stand in der Ecke, verschrĂ€nkte seine Arme vor der Brust, lĂ€chelte Joel leicht an und hatte die Augen geschlossen. Selbst fĂŒr ihm war dieser Kampf eine Herausforderung, doch auch er wusste jetzt, dass er noch stĂ€rker werden musste. Trauern konnte er jetzt nicht, auch, wenn sein Bruder im Kampf starb.
Chris Randel saà in seinem privaten Zimmer, er las sich den alten Liebesbrief öfters durch, TrÀnen flossen langsam an seinen Wangen hinunter.
Vieles wĂŒrde sich nun im Leben der SchĂŒler Ă€ndern, es gab 8 TodesfĂ€lle, viele verletzte und ein gebrochenes Herz. Lady Death war aber nicht tot, nein, sie lebte immer noch.
Ihre Asche verwandelte sich in eine kleine Fledermaus, sie flog in Richtung Grabkammer ihres Meisters, sie musste sich verstecken.
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