
von Nymphadora Tonks
,,Mum, bitte sag auch etwas !“ flehte Tonks ihre Mutter regelrecht an. Diese sah sie an, schloss kurz die Augen, als würde sie angestrengt nachdenken, und sah dann Remus durchdringend an. ,,Und darf ich fragen als was sie arbeiten ?“ fragte sie kühl. ,,Freust, freust du dich gar nicht ?“ flüsterte Tonks enttäuscht und konnte so auch die Aufmerksamkeit der Frage auf sich lenken, zumal sie wusste das ihre Mutter nicht besonders begeistert über die Antwort sein würde. ,,Ich meine, womit beabsichtigen sie es, eine bald dreiköpfige Familie zu ernähren ?“ fragte sie an Remus gewand weiter. ,,Ich, ich bin aufgrund eines Problems im Moment arbeitslos.“ Gestand Remus. ,,Aha.“ Antwortete Andromeda und ließ sich in ihren Sessel zurücksinken. ,,Und jetzt seit ihr hier weil ihr Geld braucht, was ?“ ,,Andromeda, bitte !“ ermahnte sie ihr Mann und Tonks sah ihre Mutter mit einer Mischung aus Zorn, Entsetzen und Enttäuschung an. Nie hätte sie gedacht das ihre Mutter so von ihr denken könnte. Sie war doch einfach nur froh gewesen so wunderbare Nachrichten mit ihren Eltern teilen zu können.
Entschlossen stand Tonks auf und zog Remus mit sich. ,,Ich glaube wir drei sind hier nicht erwünscht.“ Sagte sie plötzlich genauso kühl wie ihre Mutter. Diese sah auf und sah nun ihre Tochter entsetzt an. Sie konnte doch jetzt nicht so einfach gehen oder ?
,,Äh momomentmal !“ rief sie ihrer Tochter hinterher. Augenblicklich blieb Tonks stehen. Vielleicht wendete sich ja jetzt alles zum guten ?
,,Können wir vielleicht unter vier Augen miteinander reden ?“ fragte Andromeda ihre Tochter und Tonks fand das etwas entschuldigendes in ihrer Stimme mitschwang. Doch Tonks blieb hart. ,,Alles was du mir zu sagen hast, kannst du auch vor meinem zukünftigem Mann sagen !“ entgegnete sie doch Remus sah sie ihr tief in die Augen, fast so als wollte er sie ermutigen mit ihrer Mutter allein zu reden. Unfähig sich zu wehren nickte sie plötzlich. Remus schaffte es fast immer sie umzustimmen. ,,Ok Mum.“ ,,Aber eine Frage habe ich noch vorher an sie.“ Wandte sich Andromeda wieder an Remus. ,,Was ist das für ein Problem ?“ Augenblicklich wurde es still im Haus und Remus und Dora sahen sich vielsagend an. ,,Als ich noch ein Kind war, da wurde ich gebissen. Ich bin ein Werwolf.“ Gestand Remus.
,,Jetzt möchte ich erstrecht mit dir allein reden, Nymphadora !“ sagte ihre Mutter nach einer kurzen Pause, packte Dora am Arm und zog sie in ein Nebenzimmer. ,,Keine Sorge. Ich stehe hinter ihnen. Und ich kenne meine Tochter. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann schafft sie es auch !“ aufmunternd klopfte Ted seinem zukünftigem Schwiegersohn auf die Schulter. ,,Wollen sie vielleicht eine Tasse Tee ?“ ,,Gerne Mr. Tonks.“ Zwischen den beiden schien das Eis nun endgültig gebrochen. Sie setzten sich auf die Couch und plötzlich vernahm Remus die Stimme seiner zukünftigen Frau.
,,Wie kannst du es wagen ?! ICH LIEBE IHN !!!“ schrie sie ihre Mutter an. ,,Aber Nymphadora ! Er ist mindestens doppelt so alt wie du, er hat keinen Job. Wie wollt ihr denn leben ? Und noch dazu ist er ein Werwolf ! Er wird dich und das Kind töten !“ hörte man ihr Mutter zurück schreien. ,,Hast du mich nicht verstanden ? ICH LIEBE IHN !!!“ wiederholte Tonks. ,,Außerdem ist er ganz anders als die anderen !“ setzte sie noch hinterher. ,,Ich glaube du hast mich nicht verstanden ! Er ist ein Werwolf !“ schrie ihre Mutter nun noch lauter. Das war zuviel für Tonks. Sie öffnete die Tür zu dem Zimmer indem sich ihr Vater und Remus befanden und wischte sich die Tränen von der Wange. Sofort kam Remus auf sie zu und nahm sie in den Arm.
Auch Andromeda kam mit Tränen auf der Wange zurück ins Wohnzimmer. Tonks sah sie hasserfüllt an. ,,Hey, hey.“ Tröstete Remus sie. ,,Ich möchte nicht das das alles hier meine Schuld ist !“ flüsterte er ihr ins Ohr. Sie sah ihn an als wäre er verrückt geworden doch plötzlich durchfuhr ein starker Schmerz ihren Körper und sie wurde gerade noch rechtzeitig von Remus aufgefangen. ,,Dora, Dora bitte ! Ist alles in Ordnung ?“ vor Schmerz hielt sich Tonks den Bauch und das ließ Remus erahnen das etwas mit dem Baby nicht stimmte. Schnell nahm er sie auf den Arm und setzte sich mit ihr auf die Couch. ,,Bitte, bitte helfen sie ihr !“ flehte Remus seine zukünftigen Schwiegereltern an, doch diese waren selbst zu geschockt über das gerade Geschehende. Tränen bildeten sich in Remus Augen und plötzlich erhob sich Tonks wieder. ,,Es, es geht wieder.“ Stöhnte sie, wohl noch immer unter Schmerzen. ,,Du musst jetzt nicht so tun als ob...“ doch Tonks schnitt Remus das Wort ab. ,,Es geht wieder !“ sagte sie nun mit festerer Stimme. ,,Lass uns ins St. Mungo gehen. Bitte.“ Antwortete Remus doch Tonks schüttelte den Kopf. ,,Lass uns erst mal nach Hause gehen ja ?“ fragte sie ihn und sah dann ihre Mutter an. ,,Dort fühle ich mich wohler als hier !“ Und noch bevor ihre Eltern diese Worte verstanden hatten, war sie auch schon aufgestanden und machte sich auf in Richtung Tür.
,,Nymphadora, bitte geh ins St. Mungo und lass uns wissen wie es dem Baby geht !“ Rief ihr Vater ihr noch hinterher, doch Tonks tat so als hätte sie seine Worte nicht mehr gehört. Sie schlug die Tür fest zu. Gerade wollten sie und Remus apparieren da ging die Tür auch wieder auf und ihre Mutter stand mit verzweifelter Mine im Türrahmen. ,,Nymphadora, bitte wir haben doch nur Angst dich zu verlieren ! Wir wollten schon nicht das du Aurorin wurdest, aber...“ ,,Was ?“ schnitt Tonks ihr das Wort ab. ,,Ihr wolltet nicht das ich meinem Traumberuf nachgehe ? Warum habt ihr mir das nie gesagt ?“ fragte sie aufgebracht. ,,Du hättest doch eh deinen Kopf durchgesetzt !“ schrie Andromeda ihr Tochter wieder an. ,,Ja, dass hätte ich aber wenigstens hätte ich da schon gewusst wer wirklich hinter mir steht und wer nicht !“ und mit einem lauten plopp apparierte sie in ihre Wohnung. Andromeda starrte geschockt auf den Platz wo gerade noch ihre Tochter gestanden hatte. ,,Keine Sorge, ich werde auf sie aufpassen !“ sagte Remus schnell bevor auch er apparierte. Weinend ließ sich Andromeda von ihrem Mann zurück in die Wohnung führen. ,,Warum Ted ? Warum konnte ich ihnen nicht zeigen wie sehr ich mich wirklich freue ? Ich werde schließlich Oma ! das ist einfach wunderbar ! Ich wollte ihr das doch noch alles sagen...“
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