
von Dumbledoria
GemĂĽtlichkeit
„Lord Byron”, murmelte er dunkel und zog seinen Umhang fester um seinen Körper. Die verschlafene Hexe im Portrait gewährte ihm schnell Einlass und würde nie wissen, wen sie da Zutritt zu Hermines Gemächern gewährt hatte.
So leise wie es ging schlich er sich an ihr Bett. Die Bettdecke war von Bett gerutscht, während das Lacken total verheddert über einem Bein lag und den Rest von ihr erfreulich nackt war. Es schien, als schliefe sie nur in einem Schlüpfer und einem Hemdchen. Er schielte auf ihr junges, weiches Fleisch und fühlte, wie sich seine Lenden zusammenzogen. Mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung streifte er seinen Umhang ab.
Bevor er hier her gekommen war, hatte er sich vorbereitet. Unter seinem Unhang trug er lediglich seine Robe, sonst nichts. Es verging nur ein kleiner Moment, als sich seine Robe zu dem Umhang zu seinen FĂĽĂźen gesellte.
Er hob den Zauberstab, den er in seiner Hand hielt, und sprach einen zusätzlichen Schutzzauber über ihre Ausgänge, einen Schweigezauber über sie und ein weiteren Zauber verband ihre Augen mit einem dicken Schal. Severus würde sie nehmen. Eine Hand wanderte zu der Spitze seiner Erektion, wo ein einzelner Lusttropfen sich gebildet hatte. ‚Gott, ich bin nahe daran zu kommen und habe sie noch nicht einmal berührt.’
Langsam kroch am Fußende ihres Bettes hinein, platzierte den Zauberstab neben ihrem Körper während er seinen Kopf zwischen ihre Schenkel senkte. Ihr lieblicher Duft, eine Mischung aus verlockendem Parfüm und weiblicher Essenz, wehte ihm entgegen.
Er brachte sich in Position, stütze sich auf den Ellbogen seitlich ihres Körpers ab, und ermöglichte so seinen Händen unter ihr Hemd zu gleiten, während sein Mund entlang des Zaums ihres Schlüpfers leckte, wo der Stoff auf das weiche Fleisch ihrer Schenkel traf.
Er fühlte ihre träge Bewegung und wusste, dass sie immer noch schlief. Eine Hand zog er sich zurück und schnappte nach dem Zauberstab. Er ließ ihren Schlüpfer magisch verschwinden, um diese in seinen Räumen als Souvenir wieder vorzufinden. Seine Hand kehrte unter ihr Hemd zurück und fand seinen Weg zu ihrer vollen Brust während sein Kopf sich senkte.
Ihre prallen Beine waren weit genug gespreizt, so dass er seine Finger nicht dazu verwenden musste ihre Lippen zu spreizen, um sie kosten zu können. Seine erfahrene Zunge fand die verlockende Spalte, leckte geschickt über sie, bevor er sie in sie versenkte.
Ein knurrender Laut entwich seiner Kehle und er fĂĽhlte, wie sie sich bewegte. Das Lecken seiner Zunge und die Liebkosung seiner Finger hatte sie schlussendlich geweckt. Hermine wĂĽrde fĂĽr einen Moment orientierungslos sein, sich fragen, in woher die delikaten Situation herkamen, und dann wĂĽrde sie panisch werden, nicht wissend, wer sie auf eine solch intime Weise berĂĽhrte und schmeckte, dass wusste Severus.
So war es auch, denn sie kämpfte Augenblicke später gegen ihn an und an dem Heben und Senken ihrer Brust konnte er erkennen, dass sie versuchte nach Hilfe zu schreiben. ‚Gott sei Dank habe ich ihr den Schweigezauber verpasst.’
Ihre Bewegungen hatten zur Folge, dass sich ihr Körper gegen seinen Mund presste und sich seinen Händen entgegen wölbte. Sein Körpergewicht übte genug Druck aus um sie unten zu halten. Sie konnte nicht weg, außer er würde sie lassen, doch dafür war es nun zu spät. Er musste sie haben.
Ihre Bewegungen gegen ihn erregten ihn noch mehr, und mit jedem Strich seiner Zunge und jeder BerĂĽhrung seiner Finger konnte er spĂĽren, wie ihr Widerstand schwand. Als sie begann sich exstatisch hin und her zu werfen, stoppte er.
Er konnte nicht einen Moment länger warten und brachte sich über ihr und ihrem Eingang in Position. Er sah auf ihren Körper, der unter seinem lag, hinab. Ihre Brust hob und senkte sich schwer, und eine Mischung aus Angst, Empörung und Erregung
Grob stieß er in sie ein, durchriss jede Barriere die sie gehabt hatte. Ihr Gesicht verzerrte sich vor Schmerz und ihr Mund öffnete sich zu einem Schrei.
Unermüdlich stieß er immer und immer wieder in sie, ihre Nägel krallten sich, zu seiner Erleichterung, nicht mehr in ihn, um ihn zu verletzen, sondern um die Spannung abzubauen. Als sie ihren kraftvollen Orgasmus erreichte, ihn mit ihrer heißen Nässe mit sich riss, erreichte auch er den Gipfel, griff nach seinem Zauberstab und befreite sie von der Augenbinde.
Die Überraschung, der Schmerz und die Scham standen in ihren Augen, wie er schnell erkannte. Er hatte Verrat an ihr begannen. Wie konnte er ihr das antun? Während seines Orgasmus stieß er weiter in sie und mit dem Stoß schrie er Silben, die lauteten: „O…bliv…i…ate!“
Severus saß kerzengerade im Bett, sprang hinaus und sah sich mit wildem Blick um. „Ein Traum. Ich habe ihr keinen Schaden zugefügt. Es war nicht real“, sagte er keuchend. In einer Hand hielt er seinen Zauberstab in der anderen den Schlüpfer, den er von ihr genommen hatte, als sie sich für eine Nacht hatten verstecken müssen.
Offensichtlich war er eingeschlafen, als er ihn in der Hand gehalten und an sie gedacht hatte, was ihm einem köstlichen aber auch schrecklichen Traum über sie beide, wie sie mit einander schliefen, beschert hatte. Zwar wollte er, dass sich der Traum erfüllte, doch dazu würde er sie nie zwingen. Nie wollte er diesen Blick in ihren Augen sehen.
Schnell ging er zu seinem Schreibtisch, zog das Pergament, welches er kreiert hatte, heran, legte seine Hand darauf und sprach den Zauber. Zurzeit schlafend in ihrem Bett, im Zimmer der Schulsprecherin, alleine. „Gutes Mädchen“, sagte er und fühlte Zufriedenheit in sich aufsteigen. Ihre verletzt drein blickenden Augen quälten ihn so sehr, dass er keinen Schlaf mehr fand. Er entschied, er könne genauso gut wach bleiben und in den Tropfenden Kessel gehen, bevor er im Schloss benötigt wurde.
Es gab etwas, was er brauchte, um sich auf den Besuch seiner Hexe später am Nachmittag vorzubereiten.
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„Guten Morgen Gin”, sagte Hermine strahlend. „Du bist früh auf.”
„Ich wollte mir die Chance nicht entgehen lassen mit zu dir zu reden, bevor die anderen zu uns stoßen.”
„Komm”, sagte Hermine einladend. Die Rothaarige trat schnell ein und ließ sich in einen Sessel in der Nähe des Feuers plumpsen.
Hermine seufze. Harry hatte ihr erzählt, Ginny hätte den Grund der Trennung verstanden. Hatte sie ihre Meinung geändert? „Ok.“ Sie nahm ihrer Freundin gegenüber Platz.
„Ich denke es war falsch was Ron getan hat und nur Harry und ich wissen die Wahrheit. Vielleicht erzähle ich es auch Mum”, sagte sie mit einem Schnauben. „Würde ihm Recht geschehen.“
„Dazu besteht kein Grund. Wirklich. Ich möchte nicht, dass sie ihn hasst.”
„Nein? Soll sie vielleicht denken, es wäre alles deine Schuld, hm?“
„Das würde sie nicht…” Hermine wusste sofort, sie würde es doch tun. Mrs. Weasley hatte auch in der Vergangenheit schlecht von ihr gedacht und sie kühl behandelt, als sie vermutete Hermine hätte Harry den Laufpass gegeben. Wenn Ron das Falsche erzählen sollte, würde sie ihr wieder die Schuld geben. „Du könntest ihr vielleicht nur erzählen, es wäre ohne besonderen Grund einvernehmlich geschehen, eine Kluft zwischen uns.“
„Hermine! Wie kannst du dich jetzt um sein Leben sorgen, während er deines verpfuscht hat?”, fragte Ginny vehement. „Er hatte Glück, dass ich ihn nicht gefunden habe, diese Flasche!“
„Was ist wirkliche das Problem hinter all dem?”, fragte Hermine ruhig. „Hat das irgendetwas mit den Dean zu tun?“
„Du weißt, ich vermisse ihn.” Tränen stiegen ihr in die Augen als sie lächelte. „Aber seit er weg ist, habe ich jemanden gefunden, mit dem ich zusammen sein will. Ich denke, er will mich auch, aber diese Schlampe hat ihn an sich gerissen.“
Hermine schluckte schwer. „Wer könnte das sein?” Schon lange war Ginny über Harry hinweg, aber sie hatte das dumpfe Gefühl, es könnte jemand sein, der Harry nahe stand.
Ginny sah sich um, so als ob sich mit Lauschern Ausschau hielt. „Remus“, flüsterte sie verschwörerisch.
Sie hatte es gewusst. „Er und Tonks-“
„Tonks ist eine Nutte! Eine gezeichnete Frau! Ich weiß alles über sie! Remus verdient jemanden, der ihn liebt. Ich habe lange darüber nachgedacht und ich habe entschieden zu ihm zu gehen und ihm alles über die Schlampe zu sagen, was ich weiß.“
„Ginny!“
„Es ist wahr. Ich war in der Bibliothek am Grimmauldplatz, lag hinter der Couch und habe alte Fotos angesehen, als Tonks rein kam…mit Harry.” Hermine keuchte. „Es war so. Sie hat ihn überall angetatscht, hat ihm gesagt, dass sie den Jungen der lebte küssen will. Harry hat ihr drohen müssen, wenn sie nicht aufhören würde, würde er es Remus erzählen.“
„Warum hat Harry es ihm nicht erzählt?”, fragte Hermine ungläubig. Das hörte sich so gar nicht nach Tonks an. Andererseits, hätte Harry ihr davon erzählt, sofern daran etwas Wahres dran wäre. Ginny musste etwas vergessen oder falsch verstanden haben.
„Er hat es versucht! Er hat sich direkt vor das Kamingitter gekniet und Remus gefloht, wo auch immer er sich gerade aufhielt. Ich habe ganz klar seine Stimme erkannt, genauso wie deine höre. Harry wurde aber nervös, änderte seine Meinung und sagte, er habe nur gefloht, um zu fragen, wie die Dinge denn laufen würden. Nachdem er fertig war, hat er mit sich selbst geschimpft, weil er nicht die Eier hatte Remus über seine Frau aufzuklären“, erwiderte Ginny eilig.
„Um Gottes Willen.”
„Ganz genau!”, sagte die Rothaarige. „Ich wollte Harry sagen, dass ich es bezeugen könnte, aber ich konnte den Gedanken nicht ertragen, Remus zu verletzen. Ich möchte ihn lieber glücklich als verletzt sehen, aber jetzt ist es genug. Es frisst mich innerlich auf Hermine. Seit Dean ist er der Einzige, der mich überhaupt etwas fühlen lässt. Ich brauche das Gefühl, überhaupt etwas fühlen zu können.
‚Verdammte Hölle! Wann wurde Ginny erwachsen?’ „Was ist so toll an Remus?”, fragte Hermine um die weinerliche Hexe zu beruhigen.’
„Bei Merlin Hermine! Alles”, sagte sie mit demselben verträumten Tonfall wie Luna Lovegood. „Ich mag es wie ihm die Haare über die Augen fallen“, sagte sie und deutete auf ihre Stirn. „Ich liebe es, wie seine Stimme lauter, fast bedrohlich wird, wenn er von etwas spricht, was ihn überrascht hat. Seine kräftigen Hände. In seinen Augen könnte ich mich verlieren. Einfach alles. Die Art wie ich mich fühle, wenn er mich ansieht. Das ist es, was ich will.“ Sie lächelte und hob die Augenbraue. „Und er hat einen sehr netten Arsch.“
Hermine kicherte. „Das hat er.” Ginny räusperte sich, aber sie tat es ohne Bitterkeit. „Was fühlt er für dich?“
„Ich denke, wenn die Leute uns lassen würden, würde er mir tatsächlich eine Chance geben. Du hast keine Ahnung, wie unbeschreiblich es sich anfühlt, von ihm gehalten zu werden. Es ist anders, als es mit Dean war. Er ist sich seiner sicher und das vermittelt mir ein Gefühl von Sicherheit.“ Sie lächelte weich. „Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass er älter ist.“
„Findest du nicht, dass der Altersunterschied nicht etwas zu groß ist?”
Ginny lachte laut. „Er ist ein Zauberer Hermine. Das würde vielleicht in der Muggelwelt Bedeutung haben, aber in unserer Welt altern die Männer langsamer.” Sie zog ihre Augenbrauchen zusammen. „So was denkst du? Eine anonyme Eule?”
„Bitte?”
„Für Remus. Soll ich ihm eine Eule schicken, ohne zu sagen, wer ich bin?”
„Das halte ich nicht für klug Ginny. Ich meine, wenn Harry nichts gesagt hat…” Hermine legte ihr die Hand auf die Schulter. „Lass es momentan gut sein. Vielleicht wird sie sich ändern, wenn sie es offiziell machen.“
„Ich muss etwas tun“, antworte Ginny säuerlich. „Was ist das?”
„Was?”
„Die Blume?”
„Oh.” Hermine errötete. „Nun…das ist….jemand hat sie mir gestern geschickt.”
„Wer?”
„Ich weiß es nicht.”
„Du weißt es nicht?”, fragte Ginny ungläubig. „War keine Nachricht dabei? Welcher Kerl schickt dir ein Geschenk, ohne eine Karte beizulegen. Ich bin sicher, dass es nicht mein Bruder war. Er ist zu dumm...was ist das?“
„Was?“
„Das Pergament. Dort drüben.”
Hermines Gesicht wurde tiefrot. „Das ist der Brief.”
Ginny grinste. „Also weißt du wer es ist. Also versucht schon jemand Rons Platz einzunehmen? Erzählst du es mir?” Hermine zeigte ihr den Brief und drückte ihn ihr in die Hand. Schnell überflog die jüngere Hexe die Zeilen. „Oh mein Gott! Hermine! Das ist wunderschön!”
„Das habe ich auch gedacht. Ich habe wirklich keine Ahnung. Wer könnte mir das geschickt haben? Offensichtlich weiß derjenige nicht, dass Ron und ich uns getrennt haben!
„Vielleicht ist es genau das, was du brauchst. Ich sollte Ron dazu bekommen ein Date mit Tonks auszumachen. Die würden gut zusammen passen“, sagte Ginny dunkel.
„Oh. Ich bin mir nicht sicher, ob ich bereit bin schon abgelöst zu werden”, gab Hermine zu.
Gelächter traf auf ihre Ohren. „Mine, was kümmert dich das, wenn du jemanden hast, der ihn ersetzt.” Ginny seufzte. „Nimm ihn bloß nicht einfach so zurück. Er soll dafür etwas tun. Du hast es nicht verdient wie Dreck behandelt zu werden, genauso wenig wie Remus.”
„Ich werde darüber nachdenken”, erwiderte sie sanft, und sah dem Mädchen, welches gerade ihre Räume verließ, verwirrt nach. Was würde sie tun, wenn Ron vor ihr mit jemandem rummachen würde? Es war beschlossen worden, dass Fleur´s Schwester nach Britannien kommen würde, um mit Fleur und Bill zu leben, denn seit ihre Eltern getötet worden waren, trug Fleur die Verantwortung für sie.
‚Seit fast drei Jahren ist der Tod ständig um uns. Wann wird das aufhören?’ Vielleicht würde Ron sich für die junge Gabrielle interessieren? „Pansy war schon schlimm genug, aber ich weiß, dass Sex das einzige war, was sie ihm anzubieten hatte, was ich nicht konnte. Gabrielle ist wunderschön“, sagte sie angesäuert. ‚Ein Mann hält mich für schön, besser gesagt anziehend. Das waren die Worte von Severus Snape gewesen.’ „Er wollte nur nett sein“, sagte sie und fiel von ihrer fröhlichen Heiterkeit zurück in Grübeleien.
Hermine ging zu ihrem Koffer, nahm einige Dinge heraus und ging ins Badezimmer. Am Wochenende trug sie keine Schülerroben, was sollte sie also zum Tee anziehen? War er ein der Typ, der Muggelkleidung hasste? Wenn sie sich hübsch zurecht machte, würde er denke, sie hätte es für ihn getan? „Warum bin ich so nervös, wenn es um einen Tee mit einem Professor geht. Das ist lächerlich“. ‚Stell dir einfach vor, es wäre Hagrid. Stell dir einfach vor es wäre Hagrid. Stell dir einfach vor, es wäre Hagrid.’ „Ja, so ist es richtig.“
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Sobald Severus Zeit hatte las er erneut das Gedicht. Es traf nicht so ganz auf seine GefĂĽhle zu, aber einige Zeilen schienen bei bestimmten Situationen passend.
Er würde während des Gespräches hier und da eine Zeile einfließen lassen, was sie beeindrucken würde, weil er die Initiative ergriff etwas von ihrem Lieblingsautor zu lesen.
Er sah auf das Pergament und las, dass sie schon fast an seinem Büro angekommen war. Er starrte in den Spiegel und stellte fest, dass Graukohle doch nicht so eine schlechte Farbe war. Zu seinen schwarzen Hosen, hatte er ein Leinenhemd in dieser Farbe gewählt. Er runzelte die Stirn. „Irgendetwas fehlte.” Lächelnd öffnete er die ersten beiden Knöpfe seines Hemdes. „So ist es gut. Jetzt sehe ich leger aus.”
Er schritt zur Tür und öffnete sie in dem Moment, als sie ihre Hand erhoben hatte, um zu klopfen. Schnell musterte er sie und nickte anerkennend. Sie war leger in Mugglejeans und einer passenden locker sitzenden Bluse gekleidet. ‚Verdammt! Ich werde ihren Brustansatz nicht sehen können’. „Kommen Sie herein.”
Severus schloss die Tür und folgte ihr zu den Stühlen, die in der Nähe des Kamins standen und seine Augenbraue erhob sich anerkennend. Wie es schien, umschloss der enge Stoff ihren Arsch mehr als appetitlich. Er musste einen Schritt Abstand nehmen um der Kurve einer ihrer schönen Backen mit seinen Augen folgen zu können. „Ist das ok?“, fragte sie und traf auf seinen Blick, als sie sich herum drehte.
„Ja. Ich habe mir die Freiheit genommen den Tee schon einmal aufzubrühen.” Er wartete bis sie sich gesetzt hatte, bevor auch er Platz nahm. „So, dann erzählen Sie mir Miss Granger-“
„Hermine.”
Er lächelte. „Wie es aussieht habe ich vergessen Sie nicht mehr so förmlich anzusprechen. Hermine“, sagte er tief und zog jede Silbe ihres Namens in die Länge. „Was verschafft mir die Ehre, dass Sie mir heute beim Tee Gesellschaft leisten? Möchten Sie über Ihr Gespräch mit Mister Weasley reden?“ Diesmal sprach er in einem höflichen, Konversationstreibenden Ton.
„Ich dachte wir könnten beide jemanden zum Reden brauchen”, antwortete sie unschuldig.
„Tatsächlich?”, fragte er scharf und gab ihr eine Tasse. Als sie nicht antwortete, sagte er: „Sie deuten an, ich könnte das Bedürfnis haben mich mit einer Schülerin zu verbrüdern und über mein Leben als Erwachsener außerhalb des Klassenzimmers zu sprechen?“ Sein Gesicht drückte höfliche Ungläubigkeit aus.
Sie wurde rot und sah weg. „Ich möchte gerne mit Ihnen befreundet sein Professor und bin ich seit gestern 18, also ein Jahr älter, als man es in der Zaubererwelt sein muss um als volljährig zu gelten.“
‚Perfekt. Das war die Einleitung, auf die ich gewartet habe, meine Liebe. Du bist so einfach zu manipulieren.’
„Ich denke, ich könnte mir Sie als Freund vorstellten. Sie scheinen scharfsinnig zu sein und natürlich sind Sie erwachsen, wie Sie bereits gesagt haben. Wir sollten über die Geheimhaltung unserer Treffen sprechen. Haben Sie Wort gehalten?“
„Natürlich Sir. Ich habe Harry erzählt, ich hätte noch ein paar Bücher, die aus der Bibliothek brauche.”
„Sie verstehen, dass ich sofort, wenn wir diese Wände verlassen, zurück in meine Rolle als Professor fallen werde und Sie wieder Schülerin sein werden.”
„Ich werde es niemandem sagen”, versprach sie ehrlich. „Ich verstehe, dass Sie das tun müssen, um den Schein zu wahren.“
„Exzellent”, murmelte er und sah zu, wie sie ihren Tee trank. Sie schien wohl sehr erfreut eine Freundschaft zu ihm aufgebaut zu haben, was seine Verführung annehmbarer machte. Er könnte immer behaupten, sie war diejenige gewesen, die ihn gedrängt hatte, sie als Erwachsene zu sehen und unbedingt seine „Freundin“ werden wollte. „Was ist mit Weasley? Sie haben letzte Nacht erwähnt, die Sache wäre beendet?“ Er nippte an seinem Tee und bemerkte, wie ihre Wangen erröteten, als er ihre vorherige Begegnung erwähnte. Du denkst wohl daran, wie?
„Wir haben beschlossen etwas Abstand zu nehmen. Es ist hart für mich zu wissen, er könnte….Sie wissen schon.” Ihre Röte vertiefte sich. „Es gibt viel worüber jeder von uns nachdenken muss. I-ich bin sicher, es könnte irgendwann wieder alles gut werden.“
„Das werden sie sicher”, sagte er und verzog seine Lippen zu einem falschen Lächeln. Du wirst mir gehörten und nicht Weasley. Er hat dich nicht verdient, aber ich habe es. Du bist meine Belohnung.
„Professor, wenn Sie gestatten, was ist mit Ihnen? Haben Sie jemanden”, sie schluckte, „in dem Sie verliebt sind?”
Er versuchte einen Moment gedankenverloren dreinzublicken. „Momentan? Nein. In der Vergangenheit hatte ich einige, aber jene Vereinigungen haben die Zeit nicht überlebt, wie die meisten meiner Freunde. Die Zeiten haben sich geändert“, erklärte er und zuckte mit den Achseln.
„Das klingt traurig. Sind Sie nicht einsam?”
„Wie freudlose Gefühle das Herz allein, wenn alle seine ehemaligen Hoffnungen tot sind!", rezitierte er eine Zeile des Gedichtes auswendig.
„Ist das? Sie haben ein Muggel-Gedicht gelesen?”, fragte sie ungläubig. „Sie haben sein Buch gekauft und haben es gelesen?”
„Nun, ich dachte wir könnten vielleicht etwas brauchen, worüber wir reden können. Wir haben ja bereits letzte Nacht festgestellt, dass ich neugierig wegen ihres ungewöhnlichen Passworts war“, sagte er und senkte seine Stimme zu einem wispern. „Ich war beeindruckt.“
„Ich bin diejenige die beeindruckt ist. Das ist eine Zeile aus Byrons Gedicht ´Ich wünschte ich wäre ein sorgenloses Kind´, nicht wahr?” Sie grinste breit, bevor sie einen Schluck Tee trank.
„Ja, ich gestehe, ich habe es schon früher gelesen.” Er konnte sehen, wie sie sich sichtbar entspannt hatte, denn ihre steife Haltung war verflogen, ebenso hatte sie aufgehört auf ihrer Lippe zu beißen. Das einzige, was jetzt noch übrig war, war nur Hermine selbst. „Ich habe viele Geschichten und Gedichte gelesen Hermine, die von Zauberern und ebenso die von Muggeln. Ich bin nicht voreingenommen.“
Ihre Tasse fiel auf den Boden. „Entschuldigung”, sagte sie milde und bückte sich, um sie aufzuheben.
Severus zog scharf die Luft ein als sich der lockere Ausschnitt ihrer Bluse öffnete und ihm so einen Blick auf ihre Hügel gewährte. Er lehnte sich in seinen Stuhl zurück und beobachte sie genau. Hatte sie das geplant? Die Art wie sie unbehaglich das Fallen ihrer Tasse kommentierte, brachte ihn zu dem Entschluss, dass sie nicht ahnte, dass er gerade das meiste von ihrem Busen hatte sehen können und er ihr hätte sagen können, dass ihr BH cremefarben war.
„Ich lasse alles fallen, wenn ich nervös bin”, sagte sie und stellte die Tasse auf den Tisch neben sich ab. „Was ich damit sagen will, ich bin nicht wirklich wegen Ihnen nervös, es ist nur….zur Hölle.” Sie hatte die Tasse vom Tisch gefegt, als sie mit ihrer Hand gewedelt hatte und als sie auf den Boden landete, zerbrach sie.
Lächelnd zog Severus seinen Zauberstab, zielte auf die Tasse, reparierte sie und dann sprach er einen Zauber, um das vergossene zu säubern. „Sind Sie sicher Hermine?“, fragte er, zog seine Augenbraue etwas hoch und hoffte seine Stimme hätte einen verführerischen Klang.
„Wie bitte?“
„Nicht so wichtig. Es ist alles in Ordnung.” Er lehnte sich nach vorne. „Ich kann verstehen, warum Sie nervös sind.
„Können Sie?“, stammelte Hermine.
„Es ist, weil ich die Linie überschritten habe, nicht wahr?” Er ließ ihr einen Moment, damit es bei ihr sacken konnte und ergänzte flüsternd: „Es ist, weil ich Sie küssen wollte.“
Sie wurde tiefrot und biss sich auf die Lippe, ihre Augen huschten überall hin, nur nicht zu ihm. „Ich werde es nicht wieder tun Hermine. Bei mir sind Sie sicher. Wir haben ein Bett geteilt, oder nicht? Ich habe mich ehrenhaft verhalten und das sollte doch etwas Vertrauen in mich geweckt haben.”
„Sie haben mein Vertrauen Sir. Ich weiß, Sie würden so etwas niemals tun. Es ist nur…Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich mag diesen – neuen - Professor Snape und ich fürchte mich vor dem Moment, in dem ich etwas Falsches sage und Sie wieder so werden, wie Sie es vor diesem Sommer waren.“
Er zollte ihr Respekt, weil sie die Courage hatte ihm ehrlich zu sagen, was in ihr vorging. „Ich bewundere deine Offenheit. Es tut mir leid, jedoch werde ich in der Öffentlichkeit immer dieser Mann sein. In diesem Sinne brauchen Sie also keine Angst haben.“
„Aber Sie tun nur so. Das ist der Unterschied. Als ich dachte, Sie würden mich hassen, obwohl ich nichts getan habe, um es verdient zu haben, abgesehen davon, das ich im falschen Haus bin und die falschen Eltern habe.”
Severus dachte einen Moment nach und entschied, eine weitere Zeile aus dem Gedicht wäre angebracht. „Eine Frau, eine liebliche Frau. Du, meine Hoffnung, mein Tröster, mein Alles!” Für einen kurzen Moment legte er ihr die Hand auf das Knie und drückte leicht zu. „Wie schrecklich müssen Sie über mich denken Hermine.“
„Das tue ich“, sagte sie ehrlich.
Er nickte. „Warum haben Sie dann zugestimmt hierher zu kommen, wenn Sie diese Meinung über mich haben?”
„Ich denke, ich bin neugierig und fühlte mich geschmeichelt, weil Sie mir erlaubt hatten zu kommen.“ Sie lächelte reuevoll. „Nicht nur weil ich sonst keinen anderen Platz gehabt hätte, an den ich gehen könnte, besonders jetzt, aber Sie scheinen der Einzige zu sein, der versteht, was mich ausmacht.“
„Soll heißen?“
„Ich weiß es nicht Sir. Ich bin verwirrt.”
„Über was?”
„Über das hier. Warum jetzt? Warum ich?”
„Ich verstehe Sie nicht ganz. Ich dachte wir hätten geklärt, dass ich Sie nicht hassen würde.”
Sie schüttelte ihren Kopf. „Vergessen Sie es.” Sie riss sich zusammen, lächelte und wechselte geschickt das Thema. „Was denken Sie über das Gedicht?“
Severus zuckte die Schultern und begann zu reden. Er endete mit einer kurzen Vortrag eines Gedichtes, welches sie bis zum Schluss, von seiner Stimme eingelullt, wie im Schwebezustand wahrnahm. Zwei Stunden waren vergangen als das Dunkle Mal an seinen Arm zu brennen begann. Automatisch legte er seine Hand darauf und begegnete ihren Augen. Hermine überraschte ihn, im dem sie sagte: „Seien Sie vorsichtig und danke, das ich hier sein durfte.“ Schnell stand die Hexe auf, drückte seine Hand und verschwand.
‚Das war ein sehr produktiver Nachmittag. Weasley ist aus dem Weg und mit meinen großen literarischen Kenntnissen, wird das einfacher sein, als ich dachte.’
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Hermine summte auf dem Weg zur Bibliothek vor sich hin, als sie an ihren veränderten Professor dachte. Um die Geschichte glaubhaft werden zu lassen, musste sie sich ein zwei Bücher holen, bevor sie in den Gemeinschaftsraum zurückkehrte und auf ihre Freunde treffen würde.
Die ganze Zeit spukte es ihr im Kopf herum, wie ihr Zaubertrankmeister das Gedicht vorgetragen, mit ihr ĂĽber Muggel-Gedichte diskutiert hatte und ihr das GefĂĽhl gegeben hatte, jemand Gleichgesinntes zu sein anstatt ein Untergebener.
Sie hatten sich zu keinem weiteren Tee verabredet, aber sie würde es sicher genießen. Er schien so entspannt, so gut aussehend. Gut aussehend? Das graue, teilweise aufgeknöpfte Hemd, das ein klein wenig dunkles Haar zeigte, stand ihm gut. Keine Robe an ihm zu sehen, machte einen großen Unterschied.
Sie hatte sofort gewusst, dass er gerufen worden war, nachdem er ihren einen bestimmten Blick zugeworfen hatte und seine Hand unverzĂĽglich zu seinem Arm gewandert war. Es war zu dem Zeitpunkt gewesen, als sie sich gefragt hatte, ob er wirklich die Gedichte mochte, weil er sich mit dem was Byron sagte, identifizieren konnte.
„Oh, wo warst du?”, fragte Ron anklagend und stand vor ihr auf der Treppe.
Schnell dachte sie und nach und erkannte, dass er auf der Suche nach ihr in der Bibliothek gewesen sein musste. „Ich war spazieren, habe versucht über ein paar Dinge nachzudenken. Jetzt bin ich auf dem Weg in die Bibliothek.“
„Wir müssen reden, deshalb habe ich dich gesucht.” Sie seufzte, erlaubte ihm jedoch sie in einen leeren Flur zu ziehen. Bevor er mit ihr sprach, legte er einen Stillezauber um sie herum. „Ich kann das nicht. Ich will dich zurück. Ich muss wissen, dass du für mich da bist.”
“Aber wir haben entschieden-”
„Eigentlich hast du entschieden Hermine. Ich möchte an uns arbeiten. Ich, verdammt, ich weiß, dass ich einen Fehler begangen habe, aber ein Kerl kann seine Lektion lernen, oder? Komm schon. Was sagst du?“ Seine bettelnde Stimme und der hoffnungsvolle Ausdruck in seinen Augen, brachten ihr Herz durcheinander. Er war alles was sie bisher in diese Richtung kennen gelernt hatte und alles, was sie dachte zu kennen.
„Ich weiß es nicht”, sagte sie weich. „Kann ich nicht etwas Zeit haben, um darüber nachzudenken? Ich möchte das Bild von der blöden Kuh und dir aus meinen Kopf haben, bevor ich mich entscheide. Ron, wenn du mich liebst, wirklich liebst, hättest du keine andere haben wollen.“
„Liebst du mich wirklich?“
„Natürlich.”
„Ist das so, ja? Warum schickt dir dann ein anderer Kerl Blumen und Liebesbriefe?“ Seine Augen verzogen sich zu Schlitzen. „Wer ist es?“
„Was?“
„Du hast wohl gedacht, ich würde es nicht herausfinden. Ich habe nie Liebesbriefe verschickt oder bekommen”, sagte sauer.
Plötzlich platze Hermine der Kragen. „Ich habe auch keinen verschickt, Ronald, und ich habe keine Ahnung, wer mir eine Blume und einen Brief geschickt hat. Du tust gerade so, als würde ich irgendetwas vor dir verheimlichen. Es nicht meine Schuld, dass mir jemand etwas zum Geburtstag geschenkt hat.“ Hermine seufzte erbittert. „Ich denke ich habe mehr Grund wütend zu sein, schließlich hast du mich nicht mit heruntergelassener Unterhose zusammen mit einem anderen Mann erwischt, oder?“
Rons Gesicht wurde so rot wie seine Haare. „Ich denke nur, es hört sich sehr nach einem dreckigen und abscheulichen Bastard an, der versucht sich mein Mädchen zu schnappen.”
„Dann weißt du jetzt was ich Pansy gegenüber empfinde…und dir.”
„Bitte, hör nicht auf mich zu lieben. Ich werde dir Zeit geben, aber bitte fang nichts mit diesem Kerl an.”
„Halt die Luft an”, sagte sie übellaunig. „Du bist nur zu mir gekommen, weil du zweifelsfrei von Ginny erfahren hast, dass jemand was nettes zu mir gesagt hat. Du fürchtest nur, dass ich, wenn du dich genügend herumgetrieben hast, nicht länger zu deiner Verfügung stehen werde. Ich hätte es wissen müssen.“
„So ist es nicht! Es ist-”
„Wie ist es dann, Ron?”
„Gut, vielleicht ist etwas Wahres dran, aber ich habe niemals beabsichtigt, jemand anderen als dich zu heiraten, Mine.”
„Ich auch nicht”, wisperte sie, als er sie zu sich zog. Plötzlich erfüllte die tiefe, melodische Stimmte ihres Zaubertranklehrers ihren Kopf und sie zitterte. Es ist, weil ich Sie küssen wollte. Hermine biss sich auf die Lippen und war froh, dass Ron ihren Gesichtsausdruck nicht sehen konnte. Sie wollte von ihm geküsst werden und nach dem heutigen Treffen, wollte sie noch mehr rezitierte Gedichte von ihm hören, und wollte so behandelt werden, wie man eine Frau behandeln sollte.
‚Eine Frau? Bin ich eine Frau für ihn und nicht länger das dumme Mädchen? An dem Tag am Grimmauld Platz hatte er zu Ron gesagt, er hätte niemals etwas mit Mädchen gehabt.’
„Was ist los?“, fragte er, als sie sich von ihm entfernte.
„Ich bin noch nicht soweit.”
„Warum nicht?”
„Gib mir etwas Zeit und Luft”, bat sie. „Das ist alles worum ich dich bitte. Ich muss in Ruhe nachdenken können, damit ich meine Prioritäten klären kann.”
Der kalte Blick, den er ihr zu warf, ließ ihr das Herz schwer werden. „Sicher, ich werde dir Zeit geben. Aber brauch nicht zu lange Mine.”
„Ist das eine Drohung?”
„Je länger du brauchst, desto schwieriger wird es die Dinge zu klären, das ist alles was ich sagen will”, sagte er und versuchte sie zu küssen. Im letzten Moment drehte sie den Kopf und so streifen seine Lippen lediglich ihre Wange.
„Ron, hör auf mit damit. Sei nicht böse. Sieh es einfach als mein-”
„Schon gut. Das sagt alles, oder nicht?” Angewidert schüttelte er den Kopf. „Ich bin derjenige, der meiner Mutter das mit uns und Pansy erklären muss. Du weißt was sie sagen und tun wird? Ich werde über Wochen hinweg Heuler bekommen!”
Hermine drehte sich einfach um und ging. Er sollte sie nicht weinen sehen. Er rief ihr hinterher und sie beeilte sich in die nächste Mädchentoilette zu kommen und schlug die Tür hinter sich zu, bevor die Tränen sich ihren Weg bahnten. Er wollte sie nur zurück, weil er Angst vor dem hatte, was seine Mutter sagen und tun würde. Er hielt sie für egoistisch, als wäre sie untreu gewesen. ‚Aber du willst von deinem Professor geküsst werden. Sie schüttelte den Kopf. Aber erst nachdem Ron DAS getan hatte, sonst würde ich diesen Wunsch nicht verspüren’.
„Ron betreibt nur Schadensbegrenzung, weil jemand anders sich für mich interessiert. Er wird auf mich warten müssen. Wenn er mich liebt, wird er da sein, wenn ich soweit bin“, sagte sie entschieden und wischte sich die Tränen weg.
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Der Dunkle Lord gackerte böse als er sich den Bericht von Severus über sein Gespräch mit seiner jungen Gespielin, anhörte. „Ich weiß um deine Talente Severussss. Es wird nicht lange dauern, bis sie wieder mit dir Tee trinken möchte und du Potters Gefährtin umgedreht hast.” Er nickte drei neuen Mitgliedern zu. „Sie sind nicht so, wie sie sein sollten. Kannst du dich an die erste Zeit erinnern?“, fragte er. „Jeder hatte diese Leidenschaft. Diese Greenhörner scheinen uns nur beizutreten, weil sie sich Prestige erhoffen und nicht aus Überzeugung.“
„Vielleicht solltet Ihr ihnen die Gesinnung erklären, mein Lord”, sagte Severus und seine Augen glitzerten dunkel.
„Allerdings”, antwortete sein Meister und sah wieder zu seinem treuesten Anhänger. „Berichte mir von den Neuigkeiten, die du erfahren hast.“
„Im Moment gibt es nicht viel zu berichten. Albus versammelt immer mehr Schüler um Potter, damit er sie, wie er es liebvoll nennt, in Dumbledores Armee trainieren kann.”
„Ah ja, eine Bande Kinder, die für diesen alten Narren kämpfen will.” Er spöttelte. „Lass sie trainieren. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir sehen, wer von ihnen sich zu uns gesellen will. Damit ersparen wir uns ihr Training.“
„Was ist mit Hermine, mein Lord? Kann ich davon ausgehen, dass sie keinen Schaden erleiden wird?”
„Sie ist deine Belohnung Severus. Ich habe den anderen mitgeteilt, dass du sie dir als Mätresse ausgesucht hast und dabei bist sie zu verführen und mit uns zu sympathisieren. Niemand wird sie verletzen oder sie für ihr Erbe verspotten. Sie kann nicht, wie ich, dafür beschuldigt werden, von unwürdigen Eltern geboren worden zu sein. Ich bin ein Halbblut und nun bin ich der mächtigste Zauberer, den es gibt. Deine junge Hermine Granger wird lernen ihre Muggelvergangenheit zu vergessen, genauso wie ich es getan habe.“
„Oh! Ich erinnere mich an die dreckige kleine Schlampe von der Schule”, sagte Terence Higgs, eine neuer Rekrut, impulsive. Offensichtlich wollte er ihre private Konversation stören und sich selbst hervorheben.
Er konnte nicht so schnell zählen, wie Severus Snape mit einer Hand seinen Hals packte und ihm die Luftröhre abdrückte. „Niemals wieder wirst du ihren Namen aussprechen“, sagte er mit leiser gefährlicher Stimme. Die Augen des Jungen waren vor Angst und Panik erfüllt.
„Severus“, sagte der Dunkle Lord, „lass ihn los.”
Mit all seiner Kraft drückte er den Jungen zu Boden und musterte ihn kalt, während er über ihm stand und seinen Fuß auf seine Brust setzte. „Hast du verstanden?“
Higgs nickte mehrmals. „Ja.”
Amüsiert gackernd klopfte der Dunkle Lord Severus auf den Rücken. „Ich sehe, meine Annordnung ist noch nicht bis zu den neuen Rekruten vorgedrungen. Wie du sagtest, sollte ich die Gesinnung erklären und ein Beispiel liefern. Stimmst du mir zu?“
Severus nickte. „Das tue ich mein Lord.” Er nahm seinen Fuß von der Brust des Jungen und nahm seinen Platz im Zirkeln, neben Lucius ein. „Bastard“, murmelte er.
Lucius lachte amüsiert. „Ich nehme an, er hat deine kleine Gespielin beleidigt?”
Severus antwortete nicht. Er hörte und sah zu wie der Dunkle Lord alle versammelte. Er hoffte, es würde nicht zu lange dauern, denn er sehnte sich danach wieder ins Schloss zurück zu kehren, zu seiner Hexe. Eine Reihe jaulender Laute lenkte seine Aufmerksamkeit auf seinen alten Schüler Higgs. ‚Der war nie sonderlich intelligent gewesen.’
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Hermine keuchte laut und fasste hinüber um Harrys Hand zu schnappen. „Sieh“, sagte sie und drückte ihm ihre Ausgabe des Tagespropheten in die Hand. Sie sah Harry an, dessen Gesicht einen schockierten Ausdruck annahm. Selbst Ron, mit dem sie, seit dem Abend, wo sie miteinander gesprochen hatten, kein Wort gewechselt hatte, gaffte, anstatt wie sonst sauer drein zu blicken.
„Verdammte Hölle”, sagte Ron. „Vor einer paar Wochen haben wir ihn noch gesehen.”
Harry senkte seine Stimme und las die kleine Passage vor. „Der Körper von Terence Higgs, Absolvent der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei 1992, wurde heute Morgen außerhalb von Hogsmead gefunden. Das schändliche schwarze Mal erleuchte in unheimlich grüner Farbe den Himmel. Es gibt keine Zeugen, und er scheint ein weiteres tragisches Opfer der zügellosen Unzivilisiertheit der Anhänger von „Dem-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf".
„Armer Kerl“, sagte Hermine.
„Seht euch den Bastard an”, sagte Ron dunkel und nickte Richtung Slytherintisch. Hermine folgte seinen Blick und sah Draco und seine Kumpanen, wie sie einen Blick auf die Zeitung warfen und lachten.
Hermine schüttelte traurig den Kopf und ihre Augen wanderten den langen Tisch entlang, bis hin zum Lehrertisch. Professor Snape sah sie an. Sie lächelte leicht, doch er sah einfach wieder auf seinen Teller und verspeiste sein Essen. ‚Ich frage mich, ob er gesehen hat, was mit Higgs passiert ist. Er wurde gerufen, um sich mit ihnen zu treffen. Wenn der Artikel stimmte, dann weiß er, was passiert ist.’ Das war eine Frage, die sie ihm wohl niemals stellen würde. Tatsächlich wollte sie die Antwort gar nicht wissen.
TBC
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