
von Dumbledoria
@all
Es tut mir ja sooo leid...aber ich hab doch glatt vergessen, dieses Kapitel hochzuladen. Richtig überarbeitet ist es nicht...also etwaige Fehler nicht beachten. Ich denke, ihr wollt es eher früher als später lesen.
Jedenfalls danke ich euch unheimlich für eure Reviews!!! *knuddel*
So, genug von mir....Viel Spaß beim Lesen!!!
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Die Gefangene frei lassen
Severus ließ seine Lippen auf ihren, obwohl ihr Kuss geendet hatte. Er wollte einfach ihren weichen Mund weiter fühlen, während er noch konnte, und wünschte sich, dass der Feuerwhisky, den er mit dem Dunklen Lord trank, seinen Geschmackssinn nicht überwältigte hätte und es ihm ihn nicht ermöglichte, sie zu schmecken. Seinen Mund langsam an ihrem reibend, flüsterte er leise ihren Namen.
„Was ist los?“, fragte Hermine, rückte ein wenig von ihm ab und ruinierte so den Moment.
„Nichts“, log er. Alles ist falsch.
„Du klingst so desolat“, sagte sie und strich mit ihren Finger über sein Kiefer. „Ich werde die letzten Wochen wieder gut machen. Ich verspreche es. Ich weiß, ich war nicht die einzige, die verletzt war.“ Sie lehnte sich nach vorne und küsste ihn leicht auf seine Lippen. „Wir werden es schon schaffen.“
Nein, werden wir nicht, dachte er ironisch. Es war recht interessant, dass sie ihre Meinung in der Nacht geändert hatte, nachdem er die Entscheidung getroffen hatte, alles zu beenden. Er würde sie fragen müssen, was bei ihrem Entschluss geholfen hatte, es wieder gutzumachen. Er hatte die richtige Wahlmöglichkeit getroffen und würde dabei bleiben, ganz gleich was passierte. Er würde sie nicht verkommen lassen. Ihre Worte klangen gut, aber er konnte nicht darauf hoffen, dass sie sich nicht nach einigen Tagen, in denen sie versuchte glücklich zu sein, wieder ihrem Elend suhlen würde. „Ich liebe dich, Hermine“, sagte er mit leiser Stimme und überraschte sich damit.
„Und ich liebe dich“, antwortete sie und fand erneut seine Lippen.
Er war erfreut, dass ihre Hände anfingen seine Robe zu öffnen. Sie hatte seit ihrem erstes Mal zusammen so viel gelernt. Hermine passte perfekt zu ihm und wusste genau, was er mochte. In ihre Wärme zu gleiten war eine Erfahrung ungleich der anderen. Vielleicht war es die Tatsache, dass er ihr einziger Liebhaber gewesen war, und kein Anderer hatte sie vor ihm gehabt und ihr ermöglicht, sich ihm so perfekt anzupassen. Zu wissen, dass sie sich nur ihm hingegeben hatte, war ein mächtiges Gefühl. Keine andere wäre jemals wie sie. Wie kann ich an andere Frauen denken? Wie soll ich ohne sie leben? Diese Gedanken beiseite schiebend, zog er für sie seine Robe aus.
Lächelnd sagte sie: „Es scheint, als wäre es so lange her gewesen.“
Severus nickte. „Sechzehn Tage, zehn Stunden und ungefähr fünf Minuten”, antwortete er ernst, während er ihr Nachthemd öffnete. Als er damit fertig war, zog er sein Hemd aus, welches Hermine aufgeknöpft hatte. Er legte seine Hände auf ihre Schultern und zog langsam ihr Nachthemd mit hinunter und achtete darauf zu einzuprägen, wie das Kerzenlicht auf ihrer nackten Hau aussah uns das Gefühl seiner Hände auf ihrem Körper. Sobald das Nachthemd ihre Taille erreichte, glitt er mit seinen Händen über ihre Arme hinauf zu ihren Schultern, über ihr Schlüsselbein und zu ihren Brüsten, die er zärtlich liebkoste. Nicht widerstehen können, lehnte er sich nach vorne und küsste jede Brust und knabberte kurz an ihren Nippeln.
Als er dann seinen Kopf einfach auf ihre Brust legte und die Augen schloss, streichelte sie sein Haar mit einer Hand und seinen Rücken mit der anderen. „Bist du dir sicher, dass alles in Ordnung ist, Severus?“, fragte sie zögerlich. „Du scheinst so zurückhaltend.“
Er hob seinen Kopf, um sie ansehen zu können, und sagte ehrlich: „Als du jünger warst, pflegte ich dich anzusehen und sofort verärgert zu sein.“ Mit seinem langen, fahlen Zeigefinger strich er ihr Kinn entlang. „Diesen letzten Sommer bemerkte ich, dass du dich verändert und attraktiv geworden bist. Ich erinnerte mich daran, wie ich dachte, dass es eine Schande war, dass du Weasley als Freund ausgewählt hattest.“ Er schüttelte seinen Kopf und schloss seine Augen. „Ich sah dich mit ihm, weißt du, und ich begehrte dich.“ Er öffnete seine Augen um in ihre zu sehen und fügte hinzu: „Ich war froh, dass Pansy und er zusammen gekommen sind. Selbst als ich dich zum ersten Mal aus dem Hauptquartier brachte, um dich zu beschützen, wusste ich, was ich tue. Ich wollte dich.“
„Die Nacht, in der wir zusammen auf einer Matratze in der Hütte schliefen?“, fragte sie ihn.
„Genau die“, gab er zu und streichelte mit seinem Finger immer wieder über ihr Schlüsselbein. „Jedes Mal, wenn ich dir nahe war, wollte ich dich haben, aber ich webte ein kleines Netz, verführte dich, brachte dich dazu, auch mich zu wollen. Ich wollte dich so dringend besitzen.“
„Fühlst du dich schuldig? Bitte, Severus, tu das nicht. Ich wollte dich auch”, sagte Hermine lächelnd und streichelte sein Gesicht.
Er zog ihre Hand zu seinem Mund und küsste ihre Handfläche. „Ich fühle mich nicht schuldig. Auch bereue ich nicht, was zwischen uns geschehen ist.“ Er küsste ihren Zeigefinger, umkreiste ihn mit seiner Zunge. „Je mehr Zeit ich mit dir verbrachte, desto mehr wollte ich von dir. Ich wollte ein Leben mit dir genauso, wie wir es in meinem Haus hatten. Es wurde mehr als nur die Notwendigkeit, deinen Körper zu besitzen. Ich wollte alles von dir.“
„Wollte? Wie in…der Vergangenheit?“, fragte sie und entzog ihm ihre Hand.
„Will“, erwiderte er und legte seine Hände auf ihre Schultern, um sie leicht zu massieren. „Du hörtest auf, attraktiv für mich zu sein, und wurdest...schön”
„Oh, Severus“, sagte sie mit einem zufriedenen Seufzer, wölbte sich ihm entgegen und umarmte ihn. „Du brauchtest das nicht zu sagen. Ich weiß genau, wie du fühlst. Ich verliebte mich allmählich in dich, und der strenge Snape, den ich kannte, verblasste währenddessen und hinterließ nur den attraktiven Mann vor mir. Die Vergangenheit ist da, wo sie sein sollte…fertig.“
Er nickte einfach, da er seiner Stimme nicht vertraute. Severus erhob sich vom Bett zu und schob seine Hose und Unterhose hinunter, offenbarte so seine steife Erregung. Er kroch zurück auf das Bett und fing ihre Lippen für einen langen Kuss ein, wobei er sie langsam nach unten drückte. Sie zog das Nachthemd und ihren Schlüpfer aus und trat diese mit ihren Füßen weg. Sich von ihrem Mund lösend, legte er sich auf die Seite und stützte sich auf seinem Ellenbogen ab um sie anzusehen. Er nahm ihre geröteten Wangen, das Heben und Senken ihrer Brüste, während sie atmete, ihren sanften Bauch, die ordentlich gestutzten und teilweise rasierten Schamhaare und ihre wohlgeformten Beine in sich auf.
„Wunderschön“, sagte er und zog sie an sich. Er hielt sie für einen Moment und drängte ein Knie zwischen ihre Oberschenkel und atmete den Geruch ihres Shampoos ein. Eine ihrer Hände glitt herum, um seinen Hintern zu greifen, was ihn dazu brachte, Anerkennend zu brummen. Er rutschte leicht nach unten und nahm eine gehärtete Brustwarze in seinen Mund, leckte mit seiner geübten Zunge drüber und brachte sie dazu zu jammern und sich ihm entgegen zu wölben. Entscheidend, dass er es nicht mehr länger hinauszögern wollte, legte er ihr Bein um seine Hüfte und rieb sich auf eine Weise an ihr, die es ihm ermöglichte, in sie einzudringen, während beide sich in die Augen sahen.
Langsam drang er in sie ein. Da sie nicht so feucht war, wie er es gerne gehabt hätte, stellte er sicher, nicht ganz in sie einzudringen, sondern drang immer wieder nur etwas ein, um ihren Körper an seinen Umfang zu gewöhnen. Er versuchte, das Gefühl von ihr zu genießen, und wollte sie für immer in seinem Verstand brandmarken.
Hermine hingegen hatte etwas anderes im Kopf. Frustriert zog sie ihn grob an sich und brachte ihn so dazu, sie aufzuspießen. Beide keuchten erfreut auf. Sie rieb sich eifrig an ihm und versuchte, ihn über sich zu ziehen.
„Geduld“, sagte er. „Ungefähr so.“ Er zeigte es ihr, in dem er leicht in sie stieß. Er benutzte einen langsamen, gemütlichen Rhythmus. Zuerst bewegte sie sich etwas ungeschickt mit ihm, doch als sie ihre Beine um ihn legte, küsste er sie langsam, ohne seine Augen dabei zu schließen, da er Angst hatte, etwas zu verpassen. In dem Moment, als ihr Kuss endete, öffnete sie ihren Augen und sie sahen sich einfach an, während sie sich bewegten,
„Oh“, murmelte sie, als er ihren Hintern umfasste.
Nach ihren kleinen Aufschrei, legte er seinen Mund wieder auf ihren. Sich in ihrem Kuss und den Bewegungen ihrer Körper verlierend, waren seine Emotionen auf dem Höchststand und so vertiefte und beschleunigte er seine Stöße etwas. Ein plötzlicher Orgasmus überrollte ihn, was ihn knurren ließ.
Doch er bewegte sich weiterhin in ihr, auch wenn er langsam schlaff wurde, da er ihre Vereinigung nicht beenden wollte. Sogar nachdem sie ihren Kuss beendete und lächelte, hörte er nicht auf, sich in ihr zu bewegen, da er das Gefühl von ihr genoss. Ihre letzte Verbindung würde nicht damit enden, dass sie außerstande war, ihren Höhepunkt zu erreichen Er würde sie nicht enttäuschen. Sie auf ihren Rücken drängend, erneuerte er seine Stöße, und sein Penis wurde mit jedem erregendem Stoß härter.
Kurz darauf waren ihre Beine fester um ihn gelegt. Jedes Mal, wenn er in sie mit tiefen, harten Stößen, in sie hämmerte, grunzte und murmelte sie etwas unverständliches und krallte ihre Fingernägel in seinen Rücken. Kurz darauf rief sie seinen Namen und bewegte sich, für weitere Stimulierung, wild gegen ihn.
„Härter! Fester! Gott, ja!” Damit schrie sie auf, als ihr Orgasmus sie erreichte.
Er hörte nicht auf in sie zu stoßen, bis er ein zweites Mal kam. Dieses Mal, hörten seine Bewegungen fast sofort auf, und er rollte sich von ihr keuchend und völlig erledigt herunter. Einige Zeit später spürte er, wie er mit Magie gesäubert wurde, da sie einen Reinigungszauber über beide gesprochen hatte. Sie in seine Arme ziehend, hielt er seine Hexe zum letzten Mal und freute sich nicht darauf, dass sie sich am kommenden Tag trennen würden. Als sie schlief, bewegte sie ihren Kopf bei dem Versuch, sich näher an ihn zu schmiegen. Als er ihr Gesicht sehen konnte und es so verwundbar aussah, wollte er nichts mehr, als sie vor Schaden zu bewahren. Es beunruhigte ihn, dass er derjenige sein würde, der sie verletzen würde. Sie wäre verletzt, dass er beschlossen hatte, alles zu beenden, aber er war sicher, dass sie eher als er über das hinwegkommen würde. Aber es im so am besten. Sie wird glücklich sein. Du wirst vielleicht überhaupt nicht mehr am leben sein.
Und das war die Wahrheit, da er nicht plante, sich, wenn der Kampf stattfinden würde, auf die Seite des Ordens zu stellen. Nein, er würde bis zum bitteren Ende auf der Seite des Dunklen Lords bleiben. Es wäre keine Loyalität, die ihn da bleiben lassen würde. Er wollte sicherstellen, dass Potter seinen Job erledigen und nichts falsch laufen würde. Wenn etwas schief ging, konnte er sich es nicht leisten, als Spion entlarvt zu werden. Dumbledore und er hatten bereits darüber gesprochen. Er sollte seine Fassade so lange wie möglich aufrechterhalten. Die Ordensmitglieder würden ihn wahrscheinlich erkennen, aber, wenn sie sich dafür entschieden, Auroren mit zu bringen, könnten einige von ihnen ihn nur als ein Todesesser sehen. Es gab auch die Chance, dass ein verirrter Fluch ihn treffen könnte.
Severus verstärkte seinen Griff auf seine schlafende Geliebte. Er würde ihr einen Brief schreiben, ihr so alles erklären…nur zur Sicherheit. Er wollte nicht sterben und sie nicht noch einmal an seiner Loyalität zweifeln lassen. Nichts was er tat, war länger nur für ihn. Es war auch für sie. Niemals Dumbledore. Niemals der Dunkle Lord. Er würde sicherstellen, dass der Schulleiter sie aus allem raushalten würde. Er könnte nicht denken, wenn er sich um sie sorgte. Es war schwer gewesen, sich während den kleinen Kämpfen nicht um sie zu sorgen, und da waren die Todesser zahlenmäßig überlegen. Sie waren angewiesen worden, sie nicht zu verletzten, aber wenn sie auf Potters Seite auftauchen sollte, würde sich das alles ändern.
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„Severusss“, grüßte ihn der Dunkle Lord. Er zeigte auf den freien Platz neben sich auf der Bank. Sobald Severus sich hingesetzt hatte, sprach sein Meister erneut. „Ich habe gerade eben ein Treffen mit Bane gehabt. Die Vision wird in zwei Tagen zu sehen sein. Dann werden wir sehen, ob sich etwas geändert hat.“ Er sah einen Moment nachdenklich aus. „Ich würde das Weasley Mädchen gerne haben. Wir sollten unsere Bemühungen verdoppeln.”
„Ich habe mich umgesehen, mein Lord“, sagte Severus beschämt und verdaute geistig die Information über Bane. „Ich werde nicht aufhören, bis sie, der junge Malfoy oder Potter gefunden wurden.“
Zu Nagini sprechend, ignorierte der Dunkle Lord Severus für einige Minuten. Er sah zu dem kleinen, jungen Mann, der eintrat. „Ich nehme an, du erinnerst dich an deine Aufgaben, Montague?“ Der Mann nickte nervös. „Erledige es.“ Als die Schlange zu dem Mann glitt, legte er nervös seine Hände auf sie und sprang erschrocken auf, als sie sich umdrehte um ihn anzuzischen, aber er legte seine Hände wieder auf sie und verschwand mit einem Portschlüssel.
„Ein Botengang, mein Lord?“, fragte Severus neugierig. Wenn er Nagini los schickte, um etwas zu tun, verhieß das nichts Gutes. Er versuchte unberührt auszusehen, aber innerlich sorgte er sich wirklich.
Der Dunkle Lord sah seinen Favoriten an und fuhr mit ihrer vorherigen Unterhaltung vor, ohne auf seine Frage einzugehen. „Ich glaube, Potter ist tot. Ich versuche ihn zu erreichen, doch ergebnislos. Doch warum finden wir seinen Körper nicht? Wie geht es Dumbledore? Denkst du, er versteckt den Jungen? Hältst du ihn geschwächt, so wie angeordnet?“
„Das tue ich, Herr. Dumbledore bemerkt nicht, das der Zaubertrank, den ich ihm jede Woche geben, ihn geschwächt lässt. Ich denke nicht, dass er stark genug ist, um den Jungen zu verstecken.“ Er dachte einen Moment lang nach. „Ich frage mich, ob ihm jemand anderes irgendwie hilft – wenn er immer noch lebt? Bestimmt wäre niemand, der das Balg unterstützt, so mächtig, abgesehen von Dumbledore.“
„Dieser Gedanke schwirrt mir im Kopf herum, Severusss“, antwortete der Dunkle Lord. Plötzlich drehte er sich um, um seinen Anhänger ansehen zu können. „Was ist? Etwas beschäftigt dich.“ Er beäugte ihn genau.
Severus zuckte mit den Schultern, als er ein bekanntes, mentales Eindringen spürte. „Ich fürchte, ich erweise Euch einen schlechten Dienst, mein Lord.“
„Interessant. Fahr fort.“
„Es ist, als ob ich erlauben würde, von meiner Konkubine abgelenkt zu werden und die Dinge nicht so erledige, wie ich es sollte.“ Er hoffte er klang fassungslos. „Als ich entdeckte, dass Schutzzauber um das Schloss erhöht wurden, beunruhigte es mich. Wie hätte ich nichts über einen Spion hören können? Wer hält dies vor mir geheim?“
„Was schlägst du vor, Severus?“
Er seufzte. „Vielleicht sollte ich sie loswerden…vorläufig.“
„Erkläre.“
„Ich frage mich, ob wir sie nicht mit dem Obliviate belegen und ihr falsche Erinnerungen einpflanzen könnten. Ich könnte sie in der Winkelgasse aussetzen, wo sie viele Menschen sehen würden. Die Zeitungen würden darüber schreiben, und so vielleicht Potter aus seinem Versteck locken.“ Er wartete ruhig, während sein Lord darüber nachdachte.
„Ich finde es beachtenswert, dass du sie loswerden möchtest, Severusss.“ Argwohn schwang in seiner Stimme mit.“
„Nur vorübergehend. Sie ist ziemlich zufriedenstellend”, fügte er hinzu. „Und ich wähle immer noch sie.”
„Sie war in letzter Zeit ziemlich oft in deinen Gedanken“, sagte der Dunkle Lord. „ Ihr Widerwille, dir zu gehorchen, besteht immer noch und das belastet dich sehr. Ich habe mir überlegt, mich erneut mit ihr deswegen und wegen anderer Dinge zu unterhalten, aber vielleicht könnte das klappen.“ Er stand auf, um sie auf die Kante der Fontäne zu setzen.
„Ich finde es eine zeitraubende Aufgabe, ihr meinen Willen aufzudrängen. Sie ist in letzter Zeit unterwürfiger gewesen, und meine Kälte hat ihr beigebracht, dass sie mich zufrieden halten muss, wenn sie glücklich sein will.“ Er grinste. „Ich glaube fest daran, dass, sobald der Körper von Potter gefunden oder wenn Potter wirklich getötet wurde, sie sich meiner Art des Denkens beugen wird. Ich kann sie leicht zurückholen, den Gedächtniszauber entfernen und ihr zeigen, dass es für ihr eigenes Wohl war.“
„Also benutzen wir sie als Köder.“ Er hob eine blasse Hand, um sich am Kinn zu kratzen.
„Ja.“
„Und, wenn sie ihren Verstand beschädigen, um den Zauber zu brechen - in der Annahme, dass sie etwas herausfinden würden, was du versucht hast zu verbergen?“
„Sobald sie ihre falsche Erinnerung sehen oder hören, werden sie es glauben und sie in Ruhe lassen. Niemand würde es wagen, Potters Freundin zu schaden“, sagte Snape und versuchte bitter zu klingen. „Binnen kurzem ist Potter vergessen. Es wird nur den Dunklen Lord geben und sie wird nur Snapes Hexe sein.”
Anerkennend nickten, sagte der Dunkle Lord: „Bring sie für ein Gespräch zu mir.“
„Ja, Sir“, erwiderte Snape und stand auf. „Ich möchte nicht, dass sie etwas über den Gedächniszauber weiß, mein Lord. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich jetzt streiten möchte. Ich bin sicher, ihre Loyalität wird sie veranlassen, zu bitten, weiter hier bleiben zu können. Ich würde es gerne einfach nur schnell hinter mich bringen und ein Streit für später aufheben, wenn wir gesiegt haben.“
„Ich werde nicht darüber sprechen“, antwortete sein Meister nachdenklich. „Ich möchte mit ihr sprechen, bevor ihr geht. Was wirst du ihr sagen, warum ihr außerhalb des Schlosses sein werdet?”
„Vielleicht kann ich sagen, dass ich etwas in meinem Haus nachsehen muss oder einen Trank zum Brauen habe. Ich kann dann dort ihre Erinnerungen verändern. Ich habe einen ausgezeichneten Trank, der ihr das Gefühl bereiten wird, betrunken zu sein, wenn ich sie freilasse. Sie wird denken, dass sie jenen nach einer Sauftour entkam, die sie als Geisel festhielten.
„Wen wirst du beschuldigen, sie aus Hogwarts entführt zu haben?”
„Nun, Rodolphus Körper wurde nie gefunden. Ich werde es so aussehen lassen, als ob er und ein anderer sie als Rache für Bellas Tod geschnappt hätten. Die Zaubererwelt wird diese Nachricht schlucken, genau wie Potter.” Severus gluckste amüsiert auf. „Oh, er wird sie verteidigen wollen und angerannt kommen.“
„Sehr gut, Severusss. Bereite sie vor. Sobald du wieder hier bist, werden wir eine andere Methode besprechen, unseren Spion auffliegen zu lassen.“
„Ja, mein Lord“, sagte Severus und verbeugte sich leicht. „Ich werde in kürze mit ihr hier sein.“
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Hermine war ekstatisch gewesen, als Severus sie darüber informiert hatte, dass sie den Tag in seinem Hause verbringen mussten, so dass er in Ruhe an einem Trank für den Dunklen Lord arbeiten konnte. Merkwürdig genug forderte er sie auf, ihre Sachen mit zu nehmen. Sie diskutierte nicht und begriff, dass er es erlaubte, dass sie ihre Sachen austauschen und das einpacken dürfte, was sie brauchte. Sie hatte nicht erwartet, dass sie zuvor den Dunklen Lord sehen musste.
„Severusss, wenn du uns einen Moment geben würdest, ich würde gerne alleine mit ihr sprechen.“
„Gewiss“, erwiderte Severus, nickte und ging, ohne sie noch einmal anzusehen.
Sie schluckte schwer. Über was konnte er sich mit ihr unterhalten wollen? „Ja, Sir?, fragte sie vorsichtig.
„Hast du deinen Aufenthalt hier genossen?"
„Ja.“
„Lüg mich nicht an. Weiß du eigentlich, dass ich es immer weiß, wenn jemand lügt?“
„In Ordnung“, gab sie nach. „Ich bin nicht überglücklich darüber gewesen, hier zu bleiben, aber es war nicht alles unangenehm gewesen. Ich habe … ich habe einige nette Leute getroffen.“
Der Dunkle Lord nickte. „Ich bin erfreut, dass du so denkst. Manche sind ziemlich kontaktreudig, aber ich fürchte, dass nicht alle meine Anhänger sehr angenehm sind.“ Er lächelte sie unheimlich an. „Erinnerst du dich an unsere Unterhaltung? Weswegen ich dich gewarnt hatte? Severusss wie davo natürlich nichts.“
Hermine geriet in Panik. „Aber Sir, Sie dürfen das nicht!“
Überrascht hob er eine Augenbraue. „Wirklich?“
„Ich liebe meine Eltern und möchte nicht, dass sie sterben.“ Sie unterdrückte ein Zittern. „Zwischen Severus und mir ist alles in Ordnung. Für eine kurze Zeit erlaubte ich mir, mich in Verzweiflung zu suhlen, aber darüber bin ich hinweg.“
„Ich glaube, dass ich dir auch gesagt habe, mich immer mit Respekt anzusprechen. Du möchtest Lord Voldemort nicht wütend machen, Mädchen.“ Er stand auf, um sich vor ihr aufzubauen und deutete mit einem Finger auf sie. Es gibt Zaubersprüche, die ich über dich sprechen könnte, die dich hilflos machen würden, und die dich nur eine Hülle sein lassen werden für...nun, du kannst es dir vorstellen. Unnötig zu sagen, dass ich meine Warnungen immer verwikliche.”
„Nein, S-Sir, ich möchte Sie nicht verärgern, aber ich wollte offen im Interesse meiner Eltern sprechen. Ich wollte Sie nicht missachten.“ Sie verbeugte sich, wovon sie hoffte, dass es unterwürfig aussah, während sie sich innerlich tadelte, sich nicht an ihre Position zu erinnern. Dies war nicht Severus, dem sie entgegentreten konnte, wann sie wollte. Dieser Mann würde sie oder die, die sie liebte, töten, wenn sie ihre Meinung äußerte.
„Du weißt, ich bin nicht immer rücksichtslos. Obwohl deine Eltern Muggel sind, akzeptiere ich dich in mein Haus und ermögliche, dass du mit meinem getreuesten Berater zusammenlebst. Deine Leistungen sprechen für dich, nicht deine Herkunft. Ist dir klar, wie viele Frauen an deiner Stelle sein möchten?“
Sie schüttelte ihren Kopf. Noch nie zuvor hatte sie daran gedacht. Sie hatte Severus immer nur als Professor Snape betrachtet und hatte ihn sich nie mit Frauen vorgestellt.
„Ja, seine Machtposition in unserer Welt ist für eine beachtliche Anzahl Frauen ziemlich beeindruckend, und ich bin sicher, dass sie enttäuscht sind, dass er dich zu seiner Konkubine gewählt hat, ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen.“ Seine roten Augen glühten, als er sie verengte. „Es wäre einfach für ihn, jemand anderen zu finden.“
Hermine biss sich auf die Lippe, um nicht darauf zu antworten. Sie wollte ihm sagen, dass er sich jene Hexen in seinen Hintern schieben konnte, aber sie fürchtete ihn und konnte nicht. Es war nicht wirklich die Strafe, die sie fürchtete, sondern der Gedanke, dass der Mann Severus zwingen könnte, sich mit einer anderen Hexe einzulassen, um es ihr zu beweisen. Sie wusste, dass sie verrückt werden und versuchen würde, jede Hexe zu verstümmeln, die sich ihrem Zauberer näherte.
Plötzlich erfüllte Voldemorts hohes Gegacker den Raum. „Du bist ziemlich mutig, oder? Es ist kein Wunder, dass es schwer für Severusss ist, dich zu brechen.“ Er setzte sich wieder hin. „Es wird sich schlussendlich alles für uns ändern. Du musst das Leben akzeptieren so wie es ist, oder die Konsequenzen tragen. Es wäre gut für dich, dich daran zu erinnern. Wenn du ihn liebst und dich um ihn sorgst, so wie er glaubt und zu Recht verdient, ist Umsicht erforderlich. Achte darauf mich nicht noch einmal zu verärgern und stell sicher, ihn nicht von seiner Arbeit abzulenken. Einverstanden?“
„Ja“, stimmte sie zu und fügte ein verspätetes „Sir“ hinzu.
„Ausgezeichnet. Vor Wurmschwanz Ableben sammelte er all die Bücher, über die Themen, die einige erstklassige Anhänger und ich auf bestimmten Themen haben, die nicht einmal die verbotene Abteilung von Hogwarts hat. Die Anzahl ist ziemlich weit extensiv. Sobald du wieder hier bist, erlaube ich dir, dich mit ihnen vertraut zu machen. Diese werden wir der Bibliothek hinzufügen, wenn ich alles übernommen habe.”
Zustimmend nickte sie. Sie hasste es, dass sie ihre Zukunft als seine Bibliothekarin verschwenden würde, aber der Gedanke, neue Dinge zu lernen und das ganze Wissen zu ihrer Verfügung zu haben, war berauschend.
„Ich bin erfreut, dass es dir zusagt.“ Er entließ sie. „Severusss wartet vor der Tür auf dich.“
„Danke, Sir“; sagte sie, floh aus dem Zimmer und rannte zu ihrem angespannten, wartenden Liebhaber. Für einen Moment schlang sie ihre Arme um ihn, bevor sie sich ihm entzog, da sie sich vergessen hatte.
„Es ist alles in Ordnung“, sagte er leise.
Sie blieb still, während er sie draußen am Berghang entlang führte, bis sie die Stelle erreichten, an der sie das erste Mal appariert waren. Severus' Kiefer war verkrampft und sein Körper starr. „Willst du heute wirklich nicht gehen?“, fragte sie. „Wir können warten.“
Er schüttelte seinen Kopf. „Ich würde nichts lieber, als dich hier bei mir zu behalten, aber wir müssen gehen. Ich habe dem Dunklen Lord bereits von meinen Plänen erzählt und ich werde mich daran halten.“
„Vielleicht, während der Trank braut...?”, deutete sie an und wackelte mit ihren Augenbrauen.
Ein kleines, kurzes Lächeln war seine Antwort, bevor seine Arme sie umschlossen. Im nächsten Augenblick waren sie in seinem Hause in Spinner’s End. „Es fühlt sich an, zu Hause angekommen zu sein.” Sie ließ sich in ihrem kleinen Wohnzimmer auf die Couch fallen.
„Wir werden nicht lange hier bleiben. Es gibt einiges, das ich dir sagen muss“, sagte er und setzte sich neben sie.
Sie bemerkte die Ernsthaftigkeit in seiner Stimme. „Ich wusste, etwas stimmte nicht.“
„Ich habe dich angelogen.“
„Ich weiß“, sagte sie leise. „Das sagtest du mir.“
„Es ist wegen Potter.“
Hermines Augen füllten sich mit Tränen. „Er ist tot“, sagte sie nickend.
„Ich fand Potter und brachte ihn ins Hauptquartier.“
Sie sprang auf und quietschte laut: „HARRY IST AM LEBEN? Wie lange? Wann?“
„Nach der Schlacht…am nächsten Abend. Dobby kümmerte sich um ihn, bis ich dort eintraf. Ich wurde angewiesen, ihn ins Hauptquartier zu bringen, und stellte fest, dass Fawkes den Direktor dort schon hin gebracht hatte“, sagte er mit leiser Stimme.
„Also all die Zeit ... an der ich an dir gezweifelt hatte, hattest du das vor mir verheimlicht? Doch du hättest es mir sagen sollen“, sagte hitzig und tränen rannten ihren Wangen hinab. „Es ließ mich denken…” Sie schluchzte, teils aus Freude und teils aus Reue. Sie war die meisten Tage traurig gewesen und hatte die Hoffnung verloren. Sie hatte Zweifel an der einen Person gehabt, die sie liebte, und machte ihn deswegen unglücklich. Es war kein Wunder, dass der Dunkle Lord Vergeltung suchen wollte. Er muss Severus' Verzweiflung wahrgenommen haben.
„Ich konnte es dir nicht sagen“, erwiderte er lustlos. „Du weißt genauso gut wie ich, dass deine Okklumentikfähigkeiten nicht gut sind und ich hatte schon zu viel zu verstecken, ohne mich auch noch um dich sorgen zu müssen.“
„Severus…es tut mir leid. Ich hätte niemals an die Zweifeln sollen.“ All jene schrecklichen Gedanken, die sie hatte über ihn hatte kamen zurück. Was musste er wirklich über sie denken. Sie musste ihn so tief verwundet haben, als sie ihm zeigte, dass sie das Vertrauen ihn nicht hatte, welches er verdiente.
„Ja nun, das hast du aber.“ Er schüttelte seinen Kopf. „Nichts davon ist mehr wichtig.“
„Doch, für mich schon.“ Leise schwor sie sich, es wieder gut zu machen.
„Hör mir zu, Hermine. Du gehst nicht mit mir zurück ins Schloss.“
„Warum? Stimmt etwas nicht?“
„Ich werde dich in die Winkelgasse schicken, wo du gefunden wirst. Wir wollen, dass die Zeitungen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass du am leben bist und es dir gut geht.“ Er seufzte. „Ich sagte dem Dunklen Lord, dass ich dich mit dem Obliviate belegen würde, damit du niemandem sagen kannst, wo das Schloss ist, wo du gewesen bist, oder was vor sich ging.“ Er hob eine Hand, um ihre Fragen aufzuhalten. „Das werde ich nicht tun. Wie dem auch sei, deine Geschichte wird sein, dass, nachdem Rodolphus den Tod seiner Frau gesehen hat, er dich entführt und im Verbotenen Wald fest hielt.“
„Aber ich weiß die genaue Position sowieso nicht.”
Er hob seinen Zauberstab und flüsterte etwas, was sie nicht verstand. In schneller Reihenfolge schossen zehn falsche Erinnerungen durch ihren Kopf.
„Was zum Teufel…?“
„Wenn du um Beweise gebeten wirst, verwende einen von ihnen. Ich erschuf sie.“
Sie nickte. „Wirst du nicht bei mir bleiben?“
„Nein“, erwiderte er kopfschüttelnd. „Ich muss zurück zum Dunklen Lord. Er denkt, wir benutzen dich als Köder, um Potter aus seinem Versteck zu locken. Er weiß, dass Dumbledore am leben ist, aber er denkt, ich würde ihn geschwächt halten. Er hat keine Ahnung, dass dein Freund vorbereitet wird.“
Hermine bemerkte die Bitterkeit in seiner Stimme. „Aber wann werden wir zusammen sein? Wirst du oft ins Hauptquartier kommen?“
Seine Schläfen mit seinen Fingern massierend, sagte er: „Ich sagte ihm, dass du mich ablenken würdest und ich dein Gedächtnis nach unserem vollständigen Sieg wiederherstellen würde. Nichts von dem wird natürlich geschehen. Du gehst zurück ins Hauptquartier, wo du bleiben wirst, selbst wenn Potter sich dem Dunklen Lord stellt. Ich will dich nicht dort.“
„Was verheimlichst du mir jetzt“?
„Ich habe vor, einen Überraschungsangriff auf den Dunklen Lord vorzuschlagen“, sagte er simpel. „Du wirst dein Pergament benutzen, um meinen Standort zu einer bestimmten Zeit in ein Paar Tagen herauszufinden und dem Orden genau zu zeigen, wo sich der Dunkle Lord befindet. Ich habe vor zu warten, bis ich weiß, dass es ein Treffen geben wird, wo die meisten gefangen...oder getötet werden können, aber ich hoffe, es ist bevor er Banes Vision in ein paar Tagen sieht. Ich fürchte, dass er eine Veränderung in den vorherigen Voraussagen sehen kann, die Bane uns gegeben hat.“ Er sah weg. „Ich dachte, Potter benötige mehr Übung, aber wenn er das Überraschungselement und die Unterstützung auf seiner Seite hat, wird er es schaffen.“
„Ich…ich habe das Pergament nicht.“
„Ja, ich weiß. Ich bringe es dir, wenn ich vorbeikomme, um mit Dumbledore einige letzte Details bespreche. Du darfst ihm, Potter und den Weasleys erzählen, was ihm Schloss vor sich gegangen ist, aber dem Ministerium und den Auroren wirst du die Lestrange Geschichte erzählen.“
„In Ordnung.“
Er streckte seine Hand, um mit seinem Finger langsam über ihre Wange zu streichen. „Es wird nichts geändert, Hermine. Wenn ich dich in die Winkelgasse bringe, wirst du für immer ins Hauptquartier gehen. Ganz gleich was.“
Nicht realisierend, was er sagte, lächelte sie und nickte. „In Ordnung. Der Dunkle Lord sagte, wenn ich zurückkehre, würde er mir einige Bücher geben. Ich frage mich, warum er das sagte, wenn er dachte, ich würde als Köder in die Winkelgasse geschickt werden.“
„ Er meinte, wenn du wieder zurückkehrst, um ihm zu dienen“
„Oh, nun, da wird er überrascht sein! Ich werde nie seine verdammte Bibliothekarin sein.” Sie kicherte fröhlich. „Ich bin so glücklich, Severus. Alles ist endlich so, wie es sein sollte. Harry ist am leben! Dumbledore lebt, um ihn zum Sieg zu führen! Endlich haben wir dank dir und dem Pergament, das du für mich gemacht hast, die Oberhand.”
„Ja“, sagte er trocken. „Alles ist einfach großartig.“
„Du klingst so… erbittert.“
„Wirklich?“, fragte er sarkastisch.
Sie schluckte nervös. „Du denkst, etwas könnte schief gehen.“
„Es ist bereits schief gegangen.”
„Severus, das ergibt keinen Sinn.“ Sie hätte sich selbst auf den Kopf hauen können. Natürlich! Er freut sich nicht darauf, die nächsten paar Tage ohne mich zu sein. „Wenn das alles vorbei ist, können wir alles zwischen uns klären. Ich schwöre, ich werde es wieder gut machen. Ich habe keine Entschuldigung für die Vorwürfe, die ich dir machte“
Er nahm ihre Hände von seiner Brust und zog sie auf seinen Schoß. Still hielt er sie für einige Minuten und streichelte ihren Rücken. Schlussendlich zog er sich zurück, um ihr ins Gesicht zu sehen und legte langsam seinen Mund für einen letzten keuschen Kuss auf ihren Mund. „Ich werde dich vermissen“, flüsterte er. Als sie versuchte den Kuss zu vertiefen, setzte er sie neben sich. „Einen Moment.“ Schnell ging er zum Kamin und flohte Hogwarts an. „Minerva? Darf ich herein kommen?“
Im nächsten Augenblick war er in den smaragdgrünen Flammen verschwunden. Sie saß still da und wartete auf seine Rückkehr. Ich kann nicht glauben, dass ich Harry nach all der Zeit endlich wieder sehen werde! Und die Weasleys! Oh, ich frage mich, wie Rons Beerdigung verlief. Der letzte Gedanke ließ sie unwohl fühlen. Rons Letzte Worte kamen zu ihr zurück, um sie heimzusuchen. Würde Mrs. Weasley sie auch akzeptieren? Wusste die Frau, dass er starb, als er versuchte, sie zu retten? Sie erschauderte leicht.
Ein Rauschen kündigte Severus’ Rückkehr an. „Das war schnell.“
„Es ist alles fertig. Minerva wird dich finden und ins Hauptquartier bringen. Ich habe ihr eine schnelle Zusammenfassung gegeben. Vergiss nicht Albus zu sagen, dass ich so schnell kommen werde wie ich kann. Ich möchte warten, bis der Tageprophet über deine Rückkehr geschrieben hat. Dann kann ich dem Dunklen Lord sagen, dass ich herumschnüffeln werde um zu sehen, ob Potter aufgetaucht ist. Wenn ich kommen, bringe ich dir dein Pergament.“
„Ich liebe dich und werde dich vermissen, auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Ich hasse es so plötzlich wie jetzt gehen zu müssen“, sagte sie und ein unangenehmes Gefühl der Unruhe überkam sie. Ihr Magen verkrampfte sich etwas.
Er nickte, erwiderte ihre Worte der Liebe nicht. „Das ist am besten so“, sagte er.
„Du klingst so, als wäre es das Ende.“
„Für uns ist es das”, sagte er leise.
Sie lachte nervös und ihr Magen zog sich zusammen. „Nur für ein paar Tage.“
Er zog eine kleine viereckige Schachtel aus seiner Robe. Es ähnelte dem Kästchen, das ihr überreicht hatte, als er ihr das Geschenk gegeben hatte. „Es ist Zeit, dass wir die Art unserer Verbindung neu definieren.“
„Bitte?“
„Ich fürchte, zwischen uns funktioniert es nicht. Das kann ich jetzt sehen“, sagte er fest ohne seine Augen von ihren zunehmen. Die Schachtel hochhebend, sagte er traurig: „Wie dem auch sein, ich möchte, dass du - “
„Über was zum Teufel sprichst du da?“, fragte sie laut. „Versucht du dich von mir zu trennen?“
„Ja.“
„Aber…du liebst mich.“
„Ja“, stimmte er zu. „Das bedeutet aber nicht, dass ich dich glücklich machen kann, und ich möchte, dass du das bist – mit oder ohne mich.“
„Du machst mich glücklich!“, rief sie in Panik geratend. Sein Kinn war starr und tief in ihrem Herzen wusste sie, dass sie nichts ändern konnte. Er hatte entschieden alles zu beenden und sie hätte dazu nicht zu sagen. „Das kannst du nicht tun, Severus. Ich brauche dich.“
Er schüttelte seinen Kopf. „Du hattest mich und sieh wie es dir ging“, erwiderte er hitzig. „Ich möchte nicht, das du so lebst.“
„Das ist unfair und das weißt du!“, schrie sie.
„Das mag sein“, sagte er einfach.
„Wie kannst du einfach da stehen und so kalt sein, du Bastard? Interessiert es dich nicht das ich dich liebe und du mir mein Herz brichst?“, rief sie.
„WAGE ES NICHT ZU SAGEN, ES WÜRDE MICH NICHT INTERESSIEREN!“, brüllte er und sein Gesicht verzerrte sich, was sie erschreckte und einen Schritt zurück treten ließ.
Er trat entschlossen nach vorne und drückte die Schachtel in ihre Hände, wobei er die Aktivierung flüsterte.
„Nein, Severus, warte“, sagte sie.
Kopfschüttelnd sagte er: „Leb wohl, meine Hermine. Du bist frei.“
Ein scharfer Ruck an ihrem Nabel zog sie von ihm weg und schickte sie durch einen zeitlosen Gang in Richtung Winkelgasse. Sobald ihre Füße wieder auf festem Boden waren, lehnte sich an ein Gebäude und schrie, wobei es sie nicht interessierte, dass die Leute anhielten und glotzten. Er hatte alles zwischen ihnen beendet. Sie hatte ihn durch ihre Taten den letzten paar Monaten fortgetrieben und jetzt, direkt als fast alles perfekt war, meinte er, nicht genug für sie zu sein.
Was passierte aus, mich nie gehen zu lassen? Er liebt mich und er bringt mich dazu, ihn zu verlassen. Dünne, feste Arme schlangen sich um sie. Sie sah in McGonagalls unlesbares Gesicht auf.
„Sie sind sicher“, flüsterte die Frau.
Hermine hielt sich an ihr fest, als ob ihr Leben davon abhängen würde. Blitzlichter signalisierten ihr, dass Fotos gemacht wurden. Aus irgendeinem Grund ließ sie das stärker weinen. Er bekam das, was er wollte. Sein verdammter Plan funktionierte. Was ist mit dem, was ich möchte?, dachte sie bitter. Einen andere Stimme tadelte:Aber wie viele Male hast du gesagt, du würdest alles tun, damit Harry gefunden wird und am leben ist? Das ist, was du möchtest. „Oh nein“, stöhnte sie und interessierte sich nicht dafür, dass die Leute versuchten sie zu fragen wo sie gewesen war, und ob sie Harry Potter gesehen hatte. Das meinte ich nicht. Ich schwöre.
Aber was meinte sie? Wenn Harrys Leben bedeutete die Zaubererwelt zu retten, sollte sie welches Opfer auch immer bringen, um dies sicher zu stellen. Natürlich wollte sie, dass Harry lebte, aber sie wollte auch ein Leben mit Severus. Wie konnte Severus sie einfach wegstoßen? Wie konntest du dich in seiner Gegenwart wie ein Kind benehmen? Als er dich zuerst wollte, Hermine, sprachen du und er über erwachsene Themen, Literatur, das Leben… All dein kindisches Geheule hat ihn von dir entfernt, ihn dazu gebracht, sich für nicht gut genug zu halten, um dich glücklich zu machen.
„Miss Granger, ich werde sie an einen anderen Ort disapparieren“, sagte McGonagall und versuchte sie vor den umherstehenden zu schützen.
Hermine nickte.
Rita Kimmkorns Gesicht tauchte vor ihr auf. „ Eine wertvolle Quelle sagte mir, Sie hatten ein langes Rendezvous mit einem Anhänger von - “
Vier Flüche trafen die Frau in schneller Reihenfolge, und sie verwandelte sich in einen hellrosa Papagei. McGonagall, die normalerweise so gelassen war, knurrte: „Und wenn Sie den Schwachsinn schreiben, komme ich zurück.”
Dankbar dafür, dass die Leiterin ihres Hauses sich um die fürchterliche Frau gekümmert hatte, lehnte sie sich Trost suchend an sie und ließ den Schrecken der Realität über ihr sich ergehen. Er war gegangen. Für immer. Warum? Fürchtete er sterben zu müssen? Warum konnten sie alles nicht wieder aufnehmen, nachdem der Dunkle Lord getötet wurde? Was fehlte? Sie würde einen Weg finden müssen ihn zu erreichen, wenn er kam, ihr das Pergament zu bringen. Sie könnte erklären, dass sie wirklich nicht all jene Dinge ernst gemeint hatte, die sie ihm gesagt und bezichtigt hatte.
Aber das tatest du und er weiß es. Du hast ihn verloren.
Mcgonagall apparierte sie vor Grimmauldplatz Nummer 12 und zog sie vor die Eingangstür. In dem Moment, in dem sie eintraten, machte Mrs. Weasley solch einen Lärm, dass das Bild zu schreien begann und jeden dazu veranlasste, herunterzukommen und zu sehen, was geschah. Fast sofort wurde sie in Mrs. Weasleys Arme gezogen.
„Es tut mir so leid wegen Ron“, sagte sie sanft und fand endlich ihre Stimme wieder.
„Shhh…später, Hermine. Willkommen zurück“, erwiderte die Frau und hielt sie fest.
„Hermine!”
Sie drehte sich um und sah Harry im Türrahmen stehen. „Ich bin zurück“, sagte sie das offenichtliche mit brechender Stimme. Er ging auf sie zu, zog sie aus Mrs. Weasleys Griff und umarmte sie fest. „Oh, Harry, es gibt so viel zu erzählen.“
TBC
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